WegWandern.ch gewinnt den Q-Award Sonderpreis 2018

WegWandern.ch gewinnt den Q-Award Sonderpreis 2018 vom Verband SCHWEIZER MEDIEN

Wir, die Gründerinnen Claudia Ruf und Yvonne Zürrer, freuen uns riesig über diese hohe Auszeichnung. Wir bedanken uns bei der Q-Award-Jury und bei unseren UserInnen, unserer Familie und FreundInnen für die grossartige Unterstützung! Der Q-Award Sonderpreis verleiht uns zusätzlichen Auftrieb, ist Ansporn immer weiter zu machen! Wir sagen einfach: Ganz herzlichen Dank!

 


Claudia Ruf und Yvonne Zürrer, Gründerinnen von WegWandern.ch (Foto: Werbewoche, Tom Stuckert)

 

Hervorragende digitale Fachpublikation

Jährlich zeichnet der Verband mit dem Q-Award die innovativste und qualitativ beste Fach- oder Spezialpublikation aus. Gemäss Q-Award-Reglement werden ausschliesslich Printpublikationen ausgezeichnet. WegWandern.ch überzeugte die Jury so, dass sie für das Wanderportal die spezielle Anerkennung «Hervorragende digitale Fachpublikation» überreicht.

Die Q-Award-Jury*: «WegWandern.ch könnte auch gar nicht im Print erscheinen, denn das Portal schöpft die digitalen Möglichkeiten voll aus. […] Die Jury überzeugte aber nicht nur die Usability der Website, beeindruckend ist auch der Erfolg des jungen Projektes. […] Mit einem Einsatz von sage und schreibe nur CHF 2500.-! Nicht eingerechnet ist dabei natürlich die Arbeit der beiden Gründerinnen Claudia Ruf und Yvonne Zürrer, die eindrücklich beweisen, dass auch ohne Investor oder weitere Unterstützung, dafür aber mit viel Leidenschaft und kluger Umsetzung ein neues Medienprojekt auch in der heutigen Zeit Erfolg haben kann. Dieses mutige Unternehmertum verdient Respekt – und in diesem Fall auch eine Auszeichnung der Q-Award-Jury!»

(* Jean-Pierre Ritler ist Jury-Mitglied des Q-Awards, Journalist und Medienmacher)

 

WegWandern.ch zusammen mit Jurymitgliedern (Foto: Werbewoche, Tom Stuckert)

 

 

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Wandern im Winter – Die schönsten Routen für die kalte Jahreszeit

Im Winter wandern zu gehen, ist eine schöne Sache. Die Wanderrouten, die wir aus den Sommermonaten kennen, sehen nun ganz anders aus und geben neue, eindrucksvolle Einblicke in die Schweizer Natur.

Es gibt noch andere gute Gründe, im Winter auf Wandertour zu gehen. Achtet aber darauf, die richtige Ausrüstung einzupacken, denn in der kalten Jahreszeit weisen die Routen und das Wetter so manche Tücken auf.

Ausserdem ist jetzt besondere Vorsicht geboten: Ohne die richtige Vorbereitung drohen Unterkühlung und Orientierungsverlust. Gerade auf den Wanderwegen in den Höhenlagen kann es schnell gefährlich werden, wenn man an steile, rutschige Hänge gerät. Mit den folgenden Tipps ist man aber perfekt für deine Winterwanderung gewappnet.

 

Was das Wandern im Winter so besonders macht

Wanderwege und Landschaften üben in den kalten Wintertagen einen besonderen Reiz auf die Outdoorfreunde aus: Verschneite Täler und Berge erwarten dich mit ihren winterlichen Wiesen Wäldern und das veränderte Landschaftsbild macht eine ausgiebige Wanderung zu einem ganz besonderen Erlebnis.

So sind die Spuren wilder Tiere, die in den Wäldern und in den Bergen leben, im Schnee gut zu erkennen, sodass sie mit ein bisschen Glück gesichtet werden können. Und auch sonst können beim Wandern die winterliche Flora und Fauna der Schweiz kennengelernt werden.

Die Touren finden meistens auf sicheren, speziell für den Winter präparierten Flächen statt, die es in den Tal- wie auch in den oben gelegenen Skigebieten gibt. Und auch sonst hat eine Winterwanderung viele Vorteile, aber auch den ein oder anderen Nachteil.

 

Vorteile des Winterwanderns

Zunächst einmal musst niemand ein erfahrender Wanderer sein, um die winterliche Landschaft in der Schweiz bei einer Wanderung ausgiebig und ganz in Ruhe geniessen zu können. Man kann sich einfach die gewünschte Route aussuchen und die Natur bei einem Fussmarsch bestaunen. Das trägt zur Entspannung und mehr Wohlbefinden bei.

Wandern im Winter bringt aber nicht nur wohltuende Bewegung, sondern tut auch dem Immunsystem etwas Gutes. Die Bewegung an der frischen, kühlen Luft regt die Abwehrkräfte an und macht uns stark für die Erkältungszeit. Die Sonnenstrahlen sorgen dafür, dass der Körper Vitamin D bilden kann, was ebenfalls für gute Abwehrkräfte sorgt.

Ausserdem ist das Wandern im Allgemeinen eine gute Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen – und das sowohl in sehr jungen als auch in älteren Jahren. Sofern keine gesundheitlichen Probleme oder Beeinträchtigungen im Bewegungsapparat vorliegen, die das Wandern unmöglich machen, spricht in keiner Altersstufe etwas gegen das Wandern. Im Zweifelsfall sollte ein Arzt entscheiden, ob man für das Wandern geeignet ist.

Im Vergleich zu anderen Wintersportarten wie das Skifahren ist das Winterwandern auch wesentlich kostengünstiger. Hierfür ist keine teure Ski-Ausrüstung notwendig, da sich die normale Wanderkleidung, die im Sommer getragen wird, mit ein paar zusätzlichen Teilen schnell zur passenden Kleidung für eine Tour im Winter umrüsten lässt. Die Kosten für einen Skipass und die Leihgebühren für Skier, Helm und Co. fallen ebenfalls weg.

Das Wandern im Winter hat Vor- und Nachteile

  

Nachteile des Winterwanderns

Eine Winterwanderung bringt aber auch so manchen Nachteil mit sich. Die Begehung der Wanderwege ist in den Wintermonaten meist deutlich schwieriger als im Sommer. Besonders dann, wenn sie nicht frisch geräumt und gestreut sind. Glatteis und Schnee machen es einem zudem nicht leicht, sich so beschwingt fortzubewegen wie in den wärmeren Monaten und erhöhen die Unfallgefahr.

Im Winter wird es wesentlich früher dunkel als im Sommer – aus diesem Grund sind ganz so ausgiebige Tagestouren bis in den späten Abend hinein nicht möglich oder jedenfalls aus Sicherheitsgründen nicht ratsam. Generell müssen die Routen zu dieser Jahreszeit genauer und sorgfältiger geplant werden.

Durch den Schnee sind Abbiegungen oder Hinweisschilder, die den Weg markieren, nicht immer zu erkennen, was spontane Abänderungen der Route nur schwer möglich machen und zur Folge haben kann, dass man sich verläuft.

Zwar gibt es keine direkte Altersbegrenzung für das Wandern, aber dennoch sollte man gut zu Fuss und besonders im Winter sehr trittsicher sein, um nicht umzuknicken oder zu stolpern. Je nach Strecke ist eine gewisse Grundkondition nötig, um den Anstrengungen gewachsen zu sein und das Wandern geniessen zu können.

 

Der Einfluss von Umweltverschmutzung und Klimawandel

Das Wandern in den Tälern und Bergen der Schweiz ist eine entspannende Aktivität, bei der man in aller Ruhe die Schönheit und Vielfalt der Natur geniessen und sich an der Flora und Fauna erfreuen kann. In den Bergen können zudem die eindrucksvollen Gletscher bestaunt werden.

Die Umweltverschmutzung durch Heizen und die zunehmende Bebauung der Natur haben allerdings zur Folge, dass die Artenvielfalt im Pflanzen- und Tierreich zurückgeht und viele Arten bereits stark bedroht sind. Ausserdem macht sich durch den Klimawandel ein Rückgang der Gletscher und eine umfangreichere Schneeschmelze bemerkbar.

Die Gletscher schrumpfen, was sich messbar an der Eisdicke zeigt. Das beeinträchtigt nicht nur die Landschaften, sondern bringt durch das Schmelzwasser auch eine erhöhte Gefahr für Hochwasser mit sich. Dazu kommt, dass die Masse an Schnee durch die steigenden Temperaturen abnimmt und damit auch die Dichte der natürlichen Schneedecke.

Diese Faktoren haben auch ernste Folgen für das Angebot der Wintersportgebiete und nicht zuletzt für die Sicherheit der Wanderrouten. Deswegen haben die Regierung und einige nichtstaatliche Organisationen der Schweiz eine Reihe an Massnahmen ergriffen, um die Umwelt zu schützen, die Artenvielfalt zu erhalten und das Schmelzen der Gletscher aufzuhalten. So werden die Gletscher etwa mit Kunststoff-Vlies abgedeckt, um sie vor zu viel Wärme zu schützen – mit Erfolg! Durch solche Massnahmen lässt sich das Eis zumindest teilweise retten.

 

Schneeblindheit und andere Gefahren

Im Winter sind Abbiegungen und Markierungen der Wanderwege durch den Schnee oft kaum oder gar nicht zu sehen. Da kann es schnell passieren, dass man die Orientierung verliert und sich schlimmstenfalls verirrt. Wer sich zu lange in der eisigen Kälte aufhält, riskiert eine Unterkühlung. Um das zu vermeiden, muss die Wanderroute genau und sehr sorgfältig geplant werden.

Hierbei ist auch darauf zu achten, welche Routen für Winterwanderungen geeignet sind, damit man sich keinen zusätzlichen Gefahren aussetzt. Gerade in den Bergen kann man an steile und rutschige Hänge geraten, die für Wanderer sehr gefährlich sind. Ausserdem ist das Risiko in den Höhenlagen grösser, auf dem Glatteis auszurutschen und sich zu verletzen.

Durch die Reflexion des Sonnenlichts kann man schneeblind werden.

Zwar besteht auch auf niedriger gelegenen Wegen Rutschgefahr durch Glatteis, dafür fallen andere alpine Gefahren zum grössten Teil weg. Allerdings ist im Winter immer Vorsicht vor Schneeblindheit geboten, die sich ohne richtigen Schutz schon nach wenigen Minuten einstellen kann. Je höher man sich befindet, desto grösser ist das Risiko, weil mit der Höhe auch die UV-Belastung steigt.

Zum Schutz vor Schneeblindheit sollte man unbedingt eine ausreichend getönte und genormte Sonnenbrille tragen. Sonst kann dieser Sonnenbrand auf der Hornhaut des Auges bleibende Schäden hinterlassen.

Zudem sollte man beim Wandern grundsätzlich nie alleine unterwegs sein – weder im Winter, noch im Sommer. Selbst wer die Wanderwege sehr gut kennt und sich der Gefahren bewusst ist, sollte sich nicht im Alleingang auf den Weg machen. Zu gross ist das Risiko, zu stürzen und sich schwer zu verletzen.

 

Die richtige Ausrüstung

Wer auf Wandertour gehen will, sollte sich dafür die richtige Ausrüstung besorgen und sich mit allem eindecken, was man für das Wandern benötigt. Ein wesentlicher Punkt ist die passende Bekleidung.

 

Das gehört ins Gepäck

Gerade in den Wintermonaten ist es sehr wichtig, sich beim Wandern richtig anzuziehen. Denn das grösste Risiko für Wanderer besteht im Winter darin, sich eine gefährliche Unterkühlung zuzuziehen, die dem Körper schwer zusetzen kann.

Dieses Risiko besteht vor allem dann, wenn man einige Stunden in der Kälte unterwegs ist, womöglich noch nach Einbruch der Dunkelheit. Daher ist die richtige Kleidung für das Wandern zur eigenen Sicherheit ein absolutes Muss.

Die Wanderschuhe sollten daher nicht nur gut sitzen, sondern die Füsse auch vor Nässe und Kälte schützen und eine griffige Sohle haben, die in Eis und Schnee Halt findet. Gamaschen sorgen dafür, dass kein Schnee in die Schuhe gelangt.

 

Kleiden nach dem Zwiebelprinzip

Grundsätzlich kann mit dem sogenannten Zwiebelprinzip nichts falschgemacht werden. Das bedeutet, dass man mehrere Kleidungsschichten übereinander trägt. Dies wärmt den Körper besonders effektiv, wenn die einzelnen Schichten gut aufeinander abgestimmt sind.

Als erstes sollte man eine Schicht aus Funktionswäsche tragen, die die Feuchtigkeit des Körpers nach aussen hin wegleitet. Durch die Bewegung beim Wandern gerät man ins Schwitzen. Bleibt der Schweiss durch falsche Kleidung am Körper haften, kühlt man schneller aus und riskiert einen Infekt.

Darüber kommt idealerweise eine Kleidungsschicht, die für Wärmerückhalt sorgt und den Körper so vor der Kälte von aussen schützt. Sie kann auch aus mehreren Schichten bestehen, wie mehrere dünne Fleece-Pullover übereinander.

Die letzte Schicht schützt vor der Witterung und hält Wind, Kälte und Nässe effektiv ab. Am besten sind wasser- und winddichte aber atmungsaktive Materialien, durch die sich keine Feuchtigkeit und Hitze am Körper stauen und ihn belasten können. Es ist besser, eine Schicht zu viel mitzunehmen, die im Rucksack verstaut werden kann, als auf halbem Weg zu frieren.

Mit der richtigen Kleidung ist man vor Unterkühlung geschützt.

 

Sicherheit beim Wandern

Bei einer Wandertour im Winter verleihen spezielle Wanderstöcke mehr Schrittstabilität und Sicherheit auf dem Weg durch Eis und Schnee.

Eine gute Sonnenbrille und ein ausreichender Sonnenschutz sind ebenfalls sehr wichtig, um vor UV-Strahlen zu schützen. Denn der Schnee reflektiert die Sonne sehr stark und je höher deine Wanderroute liegt, desto heftiger fällt die UV-Strahlung aus. Zudem sollte die Haut vor Sonnenbrand geschützt werden.

Wer im Winter auch noch bei Dämmerung in den Abendstunden wandern möchte, sollte sich auf jeden Fall eine Stirnlampe und ausreichend Batterien einpacken, um den Rückweg nicht in völliger Dunkelheit antreten zu müssen.

Reflektoren an der Kleidung sorgen dafür, dass man von Autofahrern rechtzeitig gesehen wird, wenn der Weg an einer Strasse entlangführt. Da die Wege und Hinweisschilder oft durch Schnee bedeckt sind, empfiehlt es sich, Wanderkarten und ein GPS-fähiges Gerät einzupacken, um nicht die Orientierung zu verlieren.

 

Die schönsten Wanderrouten im Winter

Prinzipiell können die meisten Wege, die im Sommer zum Wandern zur Verfügung stehen, auch im Winter genutzt werden. Das gilt besonders für die flachen Regionen. Präparierte, ebene Wanderwege findet man am ehesten in solchen Gebieten, die eine geringere Anzahl an Pistenkilometern haben.

Am angenehmsten wandert es sich im Winter dort, wo die Schneesicherheit noch recht hoch liegt. Auf vielen Wanderwegen bieten die Schweizer Berge ein sehr eindrucksvolles Landschaftspanorama.

 

1. Wanderung im Firstgebiet oberhalb von Grindelwald

Das sonnige Firstgebiet oberhalb von Grindelwald bietet einen tollen Blick auf die Eigernordwand, das Schreckhorn und das Wetterhorn. Vor dieser eindrucksvollen Kulisse geht es auf dem Wanderweg hinunter nach Bort. Die Wanderung dauert etwa drei Stunden und ist mittelschwer.

Ab der Bergstation der Gondelbahn First führt der Weg mit leichtem Anstieg zur Gummihütte. Kurz vor dem Bachalpsee folgt man dem Weg nach links Richtung Bort, abwärts über verschneite Alpweiden.

Der Abstieg zum Bachläger ist zwar recht steil, aber danach geht es mit weniger Gefälle weiter zum Waldspitz. Durch das Waldgebiet geht es nach Nodhalten und zur Gondelbahn-Mittelstation Bort.

 

2. Rundwanderung von Oberegg bis St. Anton

Von Oberegg aus geht es los Richtung St. Anton. Etwa in der Ortsmitte führt die Wanderroute auf einen Kiesweg, auf dem es hinunter zum Falbach geht. Am Waldrand entlang wandert man bergauf zum Hof Acker und folgt dem Weg bis zu einer Linkskurve.

Auf dem Gesundheitsweg geht es entlang eines Bachlaufs, der von Weiden umsäumt ist, weiter steil aufwärts zum Wald. Unterwegs zum Weiler Bürki kreuzt man eine Strasse. Beim Weiler Bürki angekommen, führt eine gepfadete Strasse nach rechts zum Parkplatz von St. Anton.

Das Wanderziel St. Anton ist auf einem Hügel gelegen und bietet einen tollen Blick auf das Appenzellerland, das St. Galler Rheintal und auf die Berge.

Für den Rückweg geht man unterhalb der Wirtschaft rechts zum Waldeingang, leicht abwärts durch den Wald entlang der Kantonsgrenze. Dann geht es bei der Kreuzung Kaien – St- Anton über Ebenau wieder leicht aufwärts zum Laderen-Hügel, der ebenfalls eine schöne Aussicht bietet. Anschliessend geht es den Vord.Laderen hinab bis zum Ausgangspunkt in Oberegg.

Die Route dauert etwa zwei Stunden und 45 Minuten und eignet sich eher für Personen mit guter Kondition.

Die Eigernordwand ist sehr eindrucksvoll.

 

3. Rundwanderung über dem Thunersee

Die Wanderung über dem Thunersee ist besonders reich an Aussichtspunkten und kann in verschiedenen Variationen angegangen werden. Sie eignet sich für Personen mit guter Kondition und dauert etwa 2h 30.

Vom Reha-Zentrum in Heiligenschwendi geht es an einer wenig befahrenen Strasse Richtung Sigriswil entlang, an einem Parkplatz vorbei und in den Wald. Man umkurvt die Riderbach-Schlucht und verlässt anschliessend die Strasse bei der Picknickhütte.

Der Wanderweg führt leicht abwärts durch den Wald und nach der Brücke bei der offenen Holzhütte geht es nach links zu einem gemächlichen Aufstieg weiter durch den Wald und in Richtung Margelsattel.

Danach wird den Wanderern ein grossartiger Ausblick gewährt: Gegenüber befindet sich der Niesen, links die Eigernordwand, rechts das Stockhorn und unten der Thunersee. Kurz darauf erreicht man durch ein kleines Waldstück den Einzelhof Margelsattel, der mit seinen riesigen Bäumen einen schönen Anblick bietet.

Der Weg führt weiter zur Verzweigung Tschingelallmi, bei der es sehr steil hinauf geht. Oben angekommen, biegt man links ab und befindet sich schon auf dem Rückweg zum Reha-Zentrum.

Man folgt der Höhenkurve zum Wegweiser Wolfgrube und macht eine Schleife über den Hüniboden. Währenddessen kommt man zurück in den Wald und wandert um die Schluechtegg herum. Als nächstes geht man den Schlittelweg entlang nach links zum Hüniboden. Von dort gelangt man auf zwei verschiedenen Wegen zurück zum Reha-Zentrum in Heiligenschwendi.

 

4. Panoramawanderung auf der Sonnenterrasse von Braunwald

Von der Bergstation der Gondelbahn Grotzenbüel aus geht es auf den aussichtsreichen Panoramaweg und mit leichtem, aber kontinuierlichen Anstieg hinauf zum Kneugrat.

Dort wartet eine schöne Aussicht in das Bächital und ein eindrucksvoller Blick auf die Glarner Alpen. Vom Kneugrat führt ein Weg zum Seblengrat, der etwa auf gleicher Höhe liegt.

Die Route dauert etwa 2h 30 und erfordert eine mittelgute Kondition. Der Panoramaweg ist bei viel Schnee nur mit Schneeschuhen begehbar.

Der Oeschinensee ist der schönste Bergsee der Alpen.

 

5. Bergwanderung hoch über dem Oeschinensee

Der Oeschinensee, der zwischen mächtigen Felswänden eingebettet ist, gilt als der schönste Bergsee der Alpen. Die Wanderung dorthin beginnt in Kandersteg. Gegenüber dem Hotel Bernerhof beginnt die Bundesrat-Adolf-Ogi-Strasse, der man an einer Kapelle vorbei bis zur Talstation des Oeschinenlifts folgt. Mit der Gondelbahn geht es anschliessend zur Bergstation. Oben angekommen, bietet sich ein schöner Ausblick auf Kandersteg.

Von der Bergstation Oeschinen geht es zum Wanderweg, der über den Läger zum Oeschinensee führt. Vom Läger aus senkt sich der Wanderweg kurz steil bergab zum Waldrand. Man folgt dem Weg links in den Tannenwald hinein, durch den es auf einem kurvigen Weg leicht abwärts geht.

Hat man den Wald durchquert, kommt man unterhalb des Hotels Oeschinensee heraus. Von hier aus kann man die eindrucksvolle alpine Landschaft in vollen Zügen geniessen: Abgesehen vom Oeschinensee hat man einen schönen Blick auf die Blüemlisalp, die hoch über dem See nach oben ragt.

Für den Rückweg nimmt man den gleichen Weg zurück zur Bergstation Oeschinen und fährt mit der Gondel wieder nach Kandersteg. Die Wanderung ist recht leicht und dauert gute 2h.

 

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Erster Outdoor-Apéro geht in die Geschichte ein! Bei schönstem Wetter feierte WegWandern.ch mit seinen Unterstützerinnen am Horgener Bergweiher.

 

Jetzt geht’s los…
Schon zur Schlafenszeit machten sich Yvonne und Claudia zum See und dem Grillplatz mit viel Bagage auf. Gemütlich und voller Vorfreude bereiteten wir den Platz zu einem gemütlichen und lauschigen Örtchen vor. Die Natur erwachte langsam zu ihrer vollen Pracht.

Das Gemüse wurde geschnippelt, aufgespiesst, der Salat frisch geschnitten, mit eigenen Kräutern versehen, das Feuer zum Lodern gebracht, die Kartoffeln eingewickelt und noch vieles mehr…

 

 

Super-Mojito-Beeren-Bowle
Pünktlich war die «gefährliche» Super-Mojito-Beeren-Bowle präpariert. Gekühlter Sekt, Sprudelwasser, Tee, crushed ice – alles da – es geht los!

 

 

 

IHR ward der Hammer!
Unsere lieben Unterstützerinnen, ihr seid super! Es war lustig mit euch, wir haben viel gelacht, haben viele interessante Gespräche geführt und freuen uns noch immer sehr, diesen Tag in so guter Erinnerung haben zu können!

Cool ward ihr! Besonders, als ihr baden gingt! Bravo! Der See war ja wirklich auch sehr verlockend und etwas Abkühlung hat gut getan.

Für WegWandern.ch war dies ein einmaliges Erlebnis und macht viel Freude. Wir überlegen uns tatsächlich, dies wieder zu organisieren – anderer Ort, neue Zeit, alte und neue Freunde!

Und wer es diesmal verpasst hat, hat wirklich ein spannendes, schönes, natürliches, interessantes und einfach auch gemütliches Erlebnis verpasst. …

 

 

Tolle Menschen: Isabelle, Isa, Sybille, Sharon, Susanne, Yvonne, Barbara, Esther………..

Ferien in historischen Alphütten oder Maiensässen verbringen, auf abgelegenen Alpen mit traumhafter Aussicht fernab der Zivilisation, ist ein Traum vieler Ruhesuchender. Einige der Hütten sind authentisch und modern restauriert, verfügen über Strom und Wasser. Ein wahrer Luxus, wenn man sich auf der idyllischen Alp oder im Maiensäss die Zeit vertreibt, die frische Luft geniesst, das pure Wetter spürt, die damit verbundene Einfachheit auf dem Berg als Glück empfinden kann. 

Neu findest Du auf Alp-BnB.ch einmalige Unterkünfte.

Was aber sind eigentlich Alphütten und Maiensässe – worin liegt der Unterschied?

 

Maiensässe / Vorsässe
D
ie Maiensässe (auch Mayen oder rätoromanisch Acla und in der Innerschweiz und in Bern Vorsässe genannt) befinden sich unterhalb der Baumgrenze, zwischen Tal und Alp auf einer Höhe von ca. 1000-1600 m.ü.M., auf gerodeter Waldfläche. Es gibt Hütten mit dazu gehörigen Ställen; in einem Ensemble von mehreren Hütten kann es sogar dörflichen Charakter annehmen; besonders, wenn eine eigene Kapelle gebaut wurde. Das Wort Maiensäss leitet sich vom Monat Mai ab, in dem man das Vieh zum ersten Mal auftrieb.

Die Entstehung der Maiensässe geht auf die Jahrhunderte alte Dreistufenwirtschaft zurück. Oft zog die gesamte Hofschaft auf den Maiensäss. Wenige tun ebendies noch heute. Verbreitet sind die Maiensässe in dieser Form in Graubünden, dem Wallis, im westlichen Tirol und in Vorarlberg. An anderen Orten wurden dann die Hütten nur von der Sennbelegschaft bewohnt. Bis ins 20. Jahrhundert wurden die Maiensässe bestossen und die Milch vor Ort zu Butter, Käse, Joghurt verarbeitet. Erst mit dem Alpabzug wurden die Produkte zu Tal gebracht. Daher verfügen viele der Maiensässe über sehr gute Keller, wo besonders haltbarer Kuhmilchhartkäse gelagert wurde. Man begnügte sich auf den Maiensässen mit den notwendigsten Räumen, die jedoch auch dem Bedarf angepasst wurden. Dieser Tradition wird heute wieder vermehrt Rechnung getragen und nicht wenige Maiensässe werde wieder bewirtschaftet, was sich positiv auf den Alpenraum auswirkt. Einige Maiensässe wurden umgebaut und zu touristischen Unterkünften ausgebaut.

 

Alphütten
Die Alphütten befinden sich in den höheren Lagen der Alpen, meistens oberhalb der Baumgrenze. Alphütten wurden und werden noch immer in der Dreistufenwirtschaft ab etwa Juni bis zum ersten Schneefall bewohnt. Das Vieh wird von der Frühlingsbergweide – den Maiensässen bzw. den Vorsässen – zur Sömmerung hinauf getrieben, so dass dieses auf den alpinen Matten oberhalb der Waldgrenze weiden kann. Alphütten liegen also ab etwa 1600/1800 m.ü.M. aufwärts gelegen und können normalerweise nur zu Fuss erreicht werden.

>> Alphütten und Maiensässe

Frühlingswanderungen in der Schweiz – Ideen im Überblick

Die Schweiz ist – zumindest für viele Reisende – in erster Linie im Winter ein lohnendes Ziel. Allerdings sollte die Eidgenossenschaft auch im Frühjahr oder Sommer auf der Rechnung stehen. Speziell Wanderfreunde werden sich über den nahenden Frühling freuen. Sind die Schweizer Alpen jetzt wieder zu Fuss begehbar. Und laden damit zu Wandertouren ein. Neben Touristen aus dem Ausland, die laut Schweizer Tourismusstatistik 2015 für 19,6 Millionen Hotelübernachtungen sorgten, ist es die Schweizer Bevölkerung, die gern im Inland unterwegs ist. Mit mehr als 16 Millionen Logiernächten wuchs deren Nachfrage 2015 sogar.

Abbildung 1: Wandern am Thunersee –eine Wandertour, die jeden Touristen begeistert. Mit dem richtigen Equipment wird eine Wandertour zum echten vergnügen.

 

Interessante Ideen für Touren

Die Schweiz ist ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder. Durch die Höhenlage der Alpen geht die Saison oft bis in den April, wie im Engadin, in einigen Regionen bis in den Mai. Die Schweiz hat aber auch im Hinblick auf Wanderungen einige beeindruckende Touren zu bieten. Neben Wandertouren, die sich in mehreren Etappen über hunderte Kilometer erstrecken, kommen in der Eidgenossenschaft auch jene Wanderfans auf ihre Kosten, die es etwas „gemütlicher“ mögen. Welche Touren bieten sich im Frühjahr an?

Alpenpanoramaweg: Der Alpenpanoramaweg führt vom Bodensee zum Lac Léman – genauer von Rorschach nach Genf. Mit 510 Kilometern erstreckt sich der Wanderweg über:

  • das Appenzellerland
  • die Zentralschweiz
  • das Greyerzerland

bis in die bekannte Metropole Genf. Ausgewiesen sind auf dem Wanderweg insgesamt 30 Einzeltouren. Die erste Etappe beginnt beispielsweise in Rorschach und führt von hier – über Heiden und den Kaienspitz – auf 17 Kilometern bis nach Trogen. Auf der zweiten Etappe legen Wanderer 13 Kilometer bis nach Appenzell zurück.

Jura Höhenweg: Mit 310 Kilometern deutlich kürzer – aber nicht minder spannend für Wanderfans – ist der Jura Höhenweg. Hier geht es von Dielsdorf nach Nyon. Die insgesamt 17 Touren führen durch das Schweizer Jura und bieten beeindruckende Ausblicke – auf die Alpen bis in den Schwarzwald und die Vogesen. Dabei führt der Weg durch zwei Sprachregionen. Wer sich für die Begehung der Etappen entscheidet, sollte allerdings gut zu Fuss sein, da sich einzelne Routen durchaus auf 20 Kilometer bis 25 Kilometer – wie die erste Etappe von Dielsdorf nach Brugg – erstrecken.

Thurweg: Ideal für alle Freiluftfans, die in den Ferien nicht jeden Tag in ihre Wanderschuhe schlüpfen wollen, ist der Thurweg. Entlang der Thur führt dieser Wanderweg über zwei Etappen von Wildhaus nach Wattwil. Die erste Etappe ist mit 16 Kilometern leicht zu bewältigen und führt von Wildhaus über Unterwasser und Alt S. Johann nach Nesslau. An Tag 2 sind es noch einmal 15 Kilometer bis Wattwil.

Rundweg Thunersee: Eine Woche rund um den Thunersee entspannen – ideale Voraussetzungen, um den Panorama Rundweg Thunersee in seiner ganzen Schönheit zu entdecken. Vier Etappen führen von Thun nach Thun rund um den See. Mit 20 Kilometern ist die 3. Etappe von Interlaken nach Spiez das längste der vier Teilstücke. Die 1. Etappe ist mit ihren 11 Kilometern auf der anderen Seite in perfekte Einstimmung auf die kommenden Tage.

 

Equipment für eine Wandertour

Wer in der Schweiz auf Wandertour geht, braucht das richtige Equipment. Hierzu gehören an erster Stelle natürlich zwei Dinge:

  • Wanderschuhe
  • Wanderrucksack

Die Schuhe sind natürlich besonders wichtig, da sie auf der einen Seite bequemes Laufen ermöglichen sollen – auf der anderen Seite aber Stabilität und Schutz bieten müssen. Die Auswahl ist nicht immer ganz einfach. Fürs Anprobieren gilt, dass der Schuh nicht passgenau, sondern etwas grösser ausfallen sollte – Stichwort Wandersocken. Tipp: Beim Kauf einfach die Einlegesohle herausnehmen. Schliesst die Ferse hinten ab und sind nach vorn immer noch 1 Zentimeter Platz sein, wäre dies in Ordnung. Alternativ kann der Schuh anprobiert und geschnürt werden. Stossen die Zehen beim Ankippen der Schuhe nicht nach vorne an, passt der Wanderschuh.

Für die Auswahl des Schuhs spielt aber auch eine Rolle, wo der Wanderschuh zum Einsatz kommt. Steiles und schwieriges Gelände sollte mit einem Schuh begangen werden, dessen Schaft über den Knöchel reicht. Für Touren auf Wald- und ausgebauten Wegen reicht auch ein Multifunktions-Wanderschuh. Tipp: Die Materialauswahl ist immer ein Kompromiss aus Tragekomfort und Dichtheit. Gerade wer zu starker Schweissbildung neigt, sollte nicht einfach irgendeinen Wanderschuh kaufen, sondern sich zunächst zum Materialmix beraten lassen. Eine grosse Auswahl an Wander- und Trekkingschuhen gibt es im Internet: Hier können Wanderer beispielsweise unterschiedlichen Anforderungen an Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, Stabilität, Material, Gewicht und Komfort gerecht werden.

Beim Thema Rucksack ist die Auswahl genauso gross wie bei den Schuhen. Je nach Wegstrecke bzw. ob mehrere Tagestouren gewandert werden, muss natürlich das Fassungsvermögen stimmen. Sehr viel Wert ist auf den Sitz und das Gurtsystem zu legen. Hier sorgen Fehlkäufe immer wieder für Ärger – und schmerzende Schulter oder Rückenschmerzen. Tipp: Für Rucksäcke bieten Hersteller abnehmbaren Nässeschutz an. Ein Gadget, das auf jeden Fall in die Ausrüstung gehört.

Natürlich brauchen Wanderfreunde noch das eine oder andere Equipment, wie:

  • Wandersocken
  • Wanderhose oder
  • Oberbekleidung

Hier sollte es darum gehen, dass die Bekleidung atmungsaktiv ist, schützt – aber zu starkes Schwitzen nicht fördert. Generell ist auch an den Sonnenschutz zu denken – wie Sonnencreme und Wanderhut. Tipp: Wanderhosen mit abnehmbaren Beinen – sogenannte Zip-Off-Hosen – sind ideal für Witterung mit grösseren Temperaturschwankungen.

Abbildung 2: Auch die Thur bietet ein wunderbares Panorama für Wanderer. Es gibt sehr viel zu entdecken und die Wanderung kann durch andere Freizeitaktivität ergänzt werden.

 

Fazit: Wandern in der Schweiz – für Jeden was dabei

Die Schweiz kennen viele Touristen nur im Winter. Dabei lohnt es sich, der Eidgenossenschaft auch im Frühjahr einen Besuch abzustatten. Denn wie viele Inländer wissen, haben die Berge auch ohne Schnee einige Highlights zu bieten. Beeindruckende Panoramen und weite Blumenwiesen sind nur zwei Gründe, warum das Wandern in der Schweiz Spass macht. Und die Regionen haben sich auf diese Form der Besucher inzwischen eingestellt. Je nach Lust und Laune bietet sich das Begehen von 1-Tagestouren oder das Bewandern ganzer Regionen an. Letzteres setzt aber immer das richtige Equipment – und die passende Kondition voraus. So schön Wanderungen nämlich auch sind – sie bringen auch eine gewisse Anstrengung mit sich.

 

Bildquellen:
Abbildung 1: @ peterkummli (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ markus53 (CC0-Lizenz) / piabay.com

Folge dem Flusslauf – Der Lechweg
Ein Weitwanderweg von der Quelle bis zum Fall

Der Lechweg führt durch eine der letzten Wildflusslandschaften Europas und verbindet moderates Wandern mit dem Erleben fesselnder Gebirgslandschaften. Erwandert werden auf der gesamten Strecke von 125 Kilometern drei Bundesländer sowie zwei Staaten. Der Weg wie der Fluss verbinden 3 grosse Regionen:

  • das Arlberggebiet
  • die Tiroler Naturparkregion Lechtal-Reutte
  • sowie das südliche Allgäu.

Der Lech prägte all diese Regionen seit jeher sehr stark, heute verbindet er, weil er die Grenzen nicht kennt. Der Naturpark Tiroler Lech entstand durch die Bemühungen, diese einzigartige Wildflusslandschaft zu erhalten, denn der glasklare, türkisfarbene Fluss prägt naturgemäss auch Fauna und Flora und trägt zu einem der artenreichsten Biotope Mitteleuropas bei. Die wildwachsenden Orchideen sind nur einer der vielen Anzeiger für diesen kaum greifbaren Reichtum.

Der Lechweg erhielt ausserdem als erster die Auszeichnung europäischen Formats „Leading Quality Trail“. Diese Zertifizierung tragen nur wenige Weitwanderwege Europas.

 

Was heisst „Leichtwandern“?
Ein Weitwanderweg ist nicht mit einem Spaziergang zu vergleichen, einige Etappen müssen nacheinander bewältigt werden. Leicht bis moderat bezieht sich also nicht auf den Gesamt-Konditions-Anspruch des Wanderers, sondern viel eher auf das Höhenprofil des Weges. Es gibt am Lechweg keine Kletter- bzw. Steigpassagen, was bedeutet, dass für die Bewältigung keine alpine Erfahrung vonnöten ist. Dass man sich dennoch Wissen über Besonderheiten und Gefahren des Alpenraums aneignen sollte, ist selbstverständlich.

 

Die Etappen:
Der Lechweg lässt sich einfach auf Ihre persönliche Verfassung bzw. Kondition abstimmen. Wichtig ist das Einplanen von genügend Erholungsphasen! Überfordern Sie sich nicht – der Lechweg soll kein Wettrennen darstellen, sondern viel eher Genuss und Erfahrung.

Der Beginn des Lechwegs liegt unweit des Formarinsees auf 1.793 Meter, das Ende in Füssen liegt knapp 1.000 Meter tiefer auf 800 Meter, also bereits im Alpenvorland.

Drei Etappeneinteilungen bieten sich an:

6 Tage für Sportliche:
Sehr gute Kondition erforderlich!
Formarinsee bis Lech (14 km)

Steeg (25,5 km)
Elbigenalp (17,5 km)
Stanzach (21 km)
Wängle (21,5 km)
Füssen (24,5 km)

7 Tage als Klassiker:
Gute Kondition erforderlich!
Formarinsee bis Lech (14 km)

Warth/Gehren/Lechleiten (14,5 km)
Holzgau (16 km)
Elbigenalp (12,5 km)
Stanzach (21 km)
Wängle (21,5 km)
Füssen (24,5 km)

8 Tage für die Gemütlichkeit zwischendurch:
Formarinsee bis Lech (14 km)

Warth (10 km)
Steeg (15 km)
Bach (15,5 km)
Elmen/Vorderhornbach (21 km)
Weissenbach (15,5 km)
Pflach (18,5 km)
Füssen (14,5 km)

Der Lechweg gilt als einer von 3 Themenwegen der Region Arlberg. Sehr beliebt und in nur drei Tagesetappen machbar ist der „Grüne Ring“. Nähere Infos dazu finden Sie unter Rotewand.com.

Fallholz, Messer, Feuerstahl. Wer interessant findet, wie daraus ein Feuer entsteht, hat alle Grundlagen zum Bushcrafter.

 

Mythos Bushcraft:
Funktioniert das Wildnis-Wandern auch in der Schweiz?

Man nennt es Bushcraft, was sich lose mit „Buschhandwerk“ übersetzen lässt. Ziel ist es, mit den eigenen Fertigkeiten und mehr oder weniger technischer Hilfe Feuer zu machen, im Wald zu nächtigen, grosse Querfeldeindistanzen zu bewältigen. Was vor einigen Jahren unter dem ebenfalls englischen Begriff „Survival“ ein grosser Trend war, feiert derzeit weltweit Auferstehung. Doch wer hat den Trend erneut losgetreten? Wie steigt man ein und vor allem: Funktioniert das, was ein Überleben in „echter“ Wildnis ermöglichen soll, auch in unserer kleinen Schweiz, wo kein Ort weiter als einen bestenfalls dreistündigen Fussmarsch entfernt ist? Der folgende Artikel zeigt es.

 

1. Wer hat’s erfunden?

Nein, dieses Mal war die Schweiz nicht beteiligt. Allerdings: Alles, was zum Bushcraften gehört, ist eigentlich nur ein auf moderne Zeiten umgelegtes Sammelsurium dessen, was der Mensch seit Jahrtausenden an Überlebenstechniken erlernte und was bei den durchschnittlichen Zivilisationsbewohnern nur noch rudimentär, wenn überhaupt vorhanden ist.

Auch wenn man ins Bushcraften sehr viel Geld stecken kann, sind die Grundlagen doch sehr einfach und ziemlich kostengünstig.

Erfunden hat es also quasi die ganze Menschheit. Aber zumindest einer der neuzeitlichen Wiederentdecker dieses „genüsslichen Selbstkasteiens“ in der rauen Natur kann benannt werden. Ein Brite namens Edward Michael Grylls. Einem grösseren TV-Publikum als Bear Grylls bekannt. Der ehemalige Elitesoldat zeigte dem Publikum, wie man sich mit geringsten Hilfsmitteln durch sämtliche unwirtlichen Klimazonen schlägt. Ein paar Spinoff-Shows und eine eigene Grylls-Messerlinie später war daraus eine Bewegung geworden. Eine, die für sich entdeckte, dass es durchaus Spass machen kann, ohne Feuerzeug ein Feuer zu entfachen oder eine Nacht im Wald nur mit einer Hängematte und darüber gespanntem „Tarp“ zu verbringen.

 

2. Bushcraft im Einzelnen

Dabei muss man einem weniger informierten Publikum natürlich erst einmal ein wenig aufschlüsseln, was Bushcraft eigentlich alles umfasst. Grundsätzlich sind damit zunächst einmal primäre Überlebenstechniken gemeint, also beispielsweise:

  • Improvisierung von Behausungen
  • Feuermachen
  • Organisieren von Nahrung und Wasser
  • Zurechtfinden in der Natur

Also quasi alles, was man bewältigen müsste, wenn man sich plötzlich in einer unbekannten Wildnis wiederfände. Genau hier liegt auch der Scheideweg der Bushcrafter: Ein Teil dieser Hobbyisten gehört einer „Back to the Roots“-Denkweise an. Dort wird das Überleben tatsächlich nur mit Naturgegenständen und solchen des täglichen Bedarfs trainiert. Da kommen durchaus beeindruckende Dinge dabei heraus, wie Hütten, die ohne ein einziges gekauftes Teil entstehen. Dieses Bushcraften ist teilweise fast schon experimentelle Archäologie.

Bushcraft ist nicht zwingend eine „Schönwetter-Veranstaltung“. Manche fühlen sich erst von Regen und Schnee geradezu herausgefordert.

Eine andere Fraktion verfährt indes nach der Denkweise, dass es gar nicht genug Ausrüstung geben kann, die einem das Überleben erleichtert. Und weil mit „Ausrüstung“ viel Geld zu machen ist, entwickelte sich eine komplette Industrie, die nur Dinge wie Feuerstähle, Kompaktäxte und anderes Bushcraft-Zubehör fertigt.

  

Bushcraft und das Wandern

Natürlich stellt sich dann direkt auch die Frage, ob Bushcraft überhaupt etwas ist, mit dem sich wandernde Herrn und Frauen Schweizer befassen müssen. Die kurze Antwort lautet Nein. Die ausführliche Antwort ist zwiespältiger.

Das bedeutet, rein aus Notwendigkeit wird man hierzulande niemals wirklich in die Verlegenheit kommen, ein paar Tage lang nur auf sich gestellt überleben zu müssen. Aber da sind ja auch noch andere Dinge: Beim Wandern schlägt das Wetter um und man muss aus dem Inhalt seines Rucksacks irgendwie einen Wetterschutz bauen. Oder man unterschätzt an einem heissen Tag seinen Wasserverbrauch und muss dann, um den Inhalt eines Bachs trinkbar zu machen, einen Wasserfilter improvisieren – das ist bereits Bushcraft und kann natürlich auch für Wanderer in der Schweiz seine Berechtigung haben.

Grundlegende Bushcraft-Techniken sind durchaus auch für normale Wanderer interessant. Etwa, wenn es darum geht, Trinkwasser zu filtern.

Und dann gibt es natürlich auch noch viele Menschen, die den Genuss einer Wanderung auf mehrere Tage ausdehnen und mit Wildcamping verbinden möchten. Schliesslich ist die Schweiz eines der wenigen europäischen Länder, die diese Form des Zeltens nicht rigoros verbieten. Und da stimmt die Bushcrafter-Aussage durchaus, dass eine Nacht in der Natur wesentlich imposanter ist, wenn man nicht im geschlossenen Zelt liegt, sondern nur mittels Schrägdach-Plane vom Himmel getrennt wird.

Bedenkt man dann noch, dass viele Bushcraft-Elemente auch im Garten hinter dem Haus funktionieren, dann hat Bushcraft auch bei uns durchaus seine Berechtigung als Hobby und etwaige Wander-Notwendigkeit.

 

Bushcraft-Ausrüstung für Wanderer

Natürlich stellt sich angesichts der zuvor genannten Wahrscheinlichkeiten die Frage, was sinnvolle Bushcraft-Ausrüstung ist. Vor allem unter der Massgabe, dass die wenigsten Wanderer sich mit „Übergepäck“ belasten wollen.

Die Anhänger der Ausrüstungs-Fraktion würden natürlich antworten „je mehr desto besser“. Und für sie mag das natürlich seine Richtigkeit haben, aber es geht ja um den normalen Ein- oder Zweitages-Wanderer, der einfach nur für die eine oder andere Eventualität gerüstet sein möchte. Und da schrumpft das Equipment schon auf einige wenige Ausrüstungsteile zusammen, die wirklich nicht schwer belasten.

Spezielle Waldläufer-Hängematten sind sehr leicht und ermöglichen zusammen mit einem Tarp-Dach ein äussert komfortables Nachtlager.

Grundlage all dessen ist, dass man sowieso die normale Ausrüstung für eine Tageswanderung trägt bzw. mit sich führt. Also:

  • Funktionsunterwäsche
  • Atmungsaktive Hemden
  • Wanderhosen
  • Softshelljacke
  • Leichte Thermojacke (nur bei befürchtetem Wetterumschwung)
  • Regenjacke- und Hose
  • Wanderschuhe und Rucksack

Zusätzlich zu diesen Grundlagen empfiehlt sich dann je nach Art der Wanderung (mit oder ohne Übernachtung) ein mehr oder weniger umfangreiches Bushcraft Zubehör-Paket ( * = wird nur fürs Übernachten benötigt):

  • Plane/Tarp
  • Schlafsack *
  • Hängematte *
  • Kleine Rolle mit 20m Paracord (reissfeste Kunststoffschnur)
  • Klappmesser mit arretierbarer Klinge (bitte Schweizer Waffenrecht zum Thema Messer beachten)
  • Zündstahl und Zunder
  • Kompass und Wanderkarte des Gebiets
  • Grosse Henkeltasse aus Metall
  • Dünnes Handtuch

Ergänzt man dies noch um ein kleines Erste-Hilfe-Set für Wanderer, wie es sie in den meisten Outdoorgeschäften zu kaufen gibt, hat man alles dabei, was es braucht, um Feuer zu machen, sich eine Lagerstätte / einen Wetterschutz einzurichten und sogar Wasser aufzubereiten – und die gesamte Ausrüstung (sieht man vom Schlafsack ab) wiegt keine 1‘000 Gramm und passt in die Aussentasche eines jeden Wanderrucksacks.

 

Rechtliche Lage

Wer den Artikel bis hierhin aufmerksam gelesen hat, der hat sicherlich auch schon bemerkt, dass Bushcraften unter Umständen Gebiete betritt, in denen man zumindest die rechtlichen Grundlagen hierzulande kennen sollte. Diesen will sich dieser Punkt widmen.

Grundsätzlich sieht es in der Schweiz natürlich so aus, dass Notlagen viele Gesetze ausser Kraft setzen. Wer sich etwa beim Wandern das Bein bricht und in einem Kanton, der kein offenes Feuer im Wald erlaubt, dennoch ein Feuer dort entfacht, um über Nacht nicht zu erfrieren, weil er keine Möglichkeit hatte, Hilfe zu rufen, handelt rechtlich völlig einwandfrei und muss keine Strafe fürchten. Anders sieht es freilich dort aus, wo man solche Elemente, die ja auch zum Bushcraften gehören, ohne Not und nur aus Spass an der Freude ausübt.

„Rambo-Messer“ braucht es fürs Bushcraften nicht. Ein Taschenmesser reicht aus. Es sollte aber zur Sicherheit unbedingt eine feststellbare Klinge haben.

  • Wildzelten ist wie bereits erklärt eine kantonale Angelegenheit und wird oft auch weiterhin in der Form des Zeltens unterschieden. So kann beispielsweise ein Zelt verboten sein, jedoch das Nächtigen im Biwaksack auf dem Waldboden völlig legal.
  • Feuer machen ist ebenfalls Sache der Kantone, gleichsam haben aber auch die Gemeinden die Möglichkeit, etwa bei Waldbrandgefahr, abweichende, strengere Regeln zu erlassen.
  • Das Sammeln von Nahrungsmitteln in der Natur, etwa Pilzen, regeln auch die Kantone. Manche haben auch uhrzeitabhängige Bestimmungen.
  • Tiere zu bejagen ist indes in der gesamten Schweiz ohne jagdrechtliche Erlaubnis eine Straftat. Und selbst bei Vorhandensein einer solchen darf man nicht mit „bushcraftigem“ Gerät wie Speeren, Bogen usw. auf die Pirsch gehen, in der Schweiz ist das Jagen mit urtümlichen Waffen

Ergo also grundsätzlich nichts, was den Wanderer mit Bushcraft-Ambitionen sonderlich belasten könnte. Allerdings betreffen die genannten Punkte nur öffentliches Gebiet. Auf Privatgelände, selbst wenn es nicht als solches klar gekennzeichnet ist (etwa ein Privatwald oder sehr ausgedehnter Garten) hat der Besitzer natürlich das Recht auf seiner Seite. Das heisst, auch wenn der Kanton oder die Gemeinde etwas erlauben, kann er es auf seinem Grund und Boden verbieten.

 

Bushcraft für Anfänger

Man kann sich ins Bushcraften einlesen, kann tausende Franken für Ausrüstung vom Wasserfilter bis zur Klapp-Axt ausgeben und wird doch in die Bredouille kommen, wenn man keinerlei Fertigkeiten hat, Ausrüsten und Wissen auch anzuwenden. Im Folgenden deshalb ein paar kleine Bushcraftereien, die man zuhause, zum Spass oder zum Üben, durchführen kann.

Ohne die üblichen Hilfsmittel Feuer zu machen und darauf einen Kaffee zu kochen, ist ein schöner Bushcraft-Snack für zuhause.

Schon mit solchen Kleinigkeiten lernt man die wichtigsten Grundlagen auf geradezu spielerische Weise – und erkennt zudem ziemlich schnell, ob man da nicht vielleicht sogar ein neues Hobby neben dem Wandern für sich entdeckt hat. Und wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann natürlich auch noch weitergehen. Kann sich beispielsweise bei einem bekannten Jäger erklären lassen, wie man Wild zerwirkt. Vielleicht sich mal ein Buch über essbare heimische Pilze und Kräuter zulegen oder auch eines, indem auf das (in der Schweiz verbotene) Jagen mit Fallen eingegangen wird. Schon so mancher Wanderer, der „einfach nur“ mal wissen wollte wie er – theoretisch – ohne Hilfsmittel ein Feuer machen kann, wurde so unversehens zum Bushcrafter und wandert heute nicht mehr auf den gut ausgebauten Schweizer Wanderwegen, sondern „Luftlinie“ und nächtigt im Urlaub im Wald statt im Sternehotel.

Und selbst wenn Bushcraft nichts für einen ist, so ist das Kennen solcher Grundfähigkeiten doch zumindest keine verschwendete Zeit. Denn zu wissen, wie man auch ohne die zivilisatorischen Errungenschaften durchkommt, ist ja nie verkehrt.

 

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Alp-BnB.ch – Jetzt online!

WegWandern.ch lanciert Alp-BnB.ch, eine neue Plattform mit ausgewählten Unterkünften und besonderen Angeboten wie Schlafen auf der Alp, auf dem Bauernhof, im Stroh; vom Boutique-Hotel bis zum Alpen-Wellness mit Hot-Pot uvm…

Alp-BnB.ch ist zwar immer noch im Aufbau, also immer wieder reinschauen. Es gibt jetzt schon einzigartige Angebote wie zB. ein Bio-Bauernhof mit Kängurus, Höfe, bei denen Du Mithelfen kannst… und und und… Vorallem sind sie eines: authentisch, speziell, persönlich, einzigartig!

 

WegWandern.ch durfte ein exklusives Interview mit Monika Fasnacht, der bekannten TV-Moderatorin und ausgebildeten Hundetrainerin – D.O.G.S. Coach – wie auch SKN-Expertin, zum Thema «Wandern mit Hunden» führen.

 

WegWandern.ch: Ist jeder Hund, jede Rasse für das Wandern geeignet?
Monika Fasnacht: Grundsätzlich sind einfache Wanderungen für alle gesunden Hunde gut machbar, unabhängig von der Rasse.

Wie lange kann ein Hund normalerweise mitwandern oder wie merke ich, dass es zu viel ist oder er einfach nicht mehr kann/will?
Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Wichtig sind der Fitnesszustand eines Hundes und das Alter. In der Regel weiss jeder Besitzer, was er seinem Hund zumuten kann und darf.

Kann man mit Hunden auch Höhentouren machen?
Wichtig ist, dass der Untergrund fest ist und es keine Felsen und steilen Abhänge hat. Der Hund sollte nie in Gefahr sein, deshalb sind Klettertouren z.B. ungeeignet. Die Hunde sollten auch jederzeit gut abrufbar sein und keine eigenen «Touren» machen. Zudem muss der Wildschutz beachtet werden. In gewissen Gebieten und Regionen gilt Leinenpflicht. Diese muss eingehalten werden.

Wie und wann sollen die Pfoten geschützt werden?
Lange Touren auf einer geteerten Strasse sind nicht günstig für die Pfoten, vor allem wenn es heiss ist. Grundsätzlich sind Touren bei grosser Hitze nicht zu empfehlen.
Im Winter schadet das Streusalz den Pfoten, sie sollten deshalb immer nach dem Spazieren mit Wasser gereinigt und abgetrocknet werden. Bei grosser Kälte gibt es im Fachhandel auch «Pfoten-Schutze».

Untergrund wie Kastanien mit Stacheln, schneidendes Gestein, gefrorener Schnee, rutschiges Gestein, bei Nässe: Worauf kontrolliere ich seine Pfoten?
Die Pfoten sollten nicht rissig oder spröde sein. Eine regelmässige Kontrolle ist da wichtig. Sollte es doch mal vorkommen, können die Pfoten mit Melkfett eingerieben werden.

Wie führt man den Hund ans Wandern heran?
Es ist wie beim Menschen: Die Fitness muss zuerst aufgebaut werden. Deshalb lieber klein anfangen und langsam steigern. Ein Hund im Freilauf legt zudem einiges mehr an Weg zurück als der Mensch.

Wie alt soll ein Hund mindestens sein, bevor er auf eine Wanderung darf?
Für Welpen sind lange Wanderungen nicht geeignet. Während der Wachstumsphase sollte der Hund ebenfalls nicht arg strapaziert werden. Diese variiert je nach Rasse und Grösse. In der Regel gilt: Je grösser der Hund wird, desto länger dauert die Wachstumsphase.

Stört es den Hund, wenn er sein eigenes Futter im geeigneten Hundegepäck trägt und wieviel Gewicht kann ein Hund über wieviele Stunden tragen?
In der Schweiz sind Rucksäcke für Hunde nicht sehr verbreitet. Aber es ist tatsächlich eine Möglichkeit. Der Hund muss zuerst gut an die Traglast gewöhnt werden. Der Rucksack muss zudem gut sitzen und passen, hier sollte man sich unbedingt im Fachhandel beraten lassen, auch punkto Gewicht.

Kennst Du ein geeignetes Hundefutter für Mehrtages-/Wanderungen?
Am Einfachsten ist es, Trockenfutter in Portionen abgepackt mitzunehmen. Ich bevorzuge ein Trockenfutter, welches keine Konservierungs- und E-Stoffe hat. Nassfutter in Beuteln ist auch eine Möglichkeit.

Wie übernachtet der Hund auf SAC-Hütten oder anderen Unterkünften? Kann er draussen nächtigen oder ist es möglicherweise zu kalt (Erkältungsgefahr)?
Die meisten Haushunde übernachten daheim drinnen. Deshalb ist es ungünstig, sie in einer SAC-Hütte oder Unterkunft draussen zu lassen, selbst wenn Hundeboxen vorhanden sind. Er könnte jammern und wirklich auch kalt haben. Hier erkundigt man sich am Besten im Vorfeld, ob und wie Hunde in Unterkünften erlaubt sind.

Ist es gut einen kleineren Hund in einem Rucksack oder ähnlichem zu tragen?
Grundsätzlich hat ein Hund vier Beine, die ihn selber tragen. Und wenn ein Mensch gerne wandert, sollte er sich lieber keinen «faulen» Hund zulegen. Ist ein kleiner Hund aber altersschwach, kann er sicher streckenweise mal im Rucksack getragen werden.

Wie merke ich, dass es dem Hund keine Freude bereitet?
Wenn ein Hund sich dauernd hinlegt oder das Weiterlaufen ständig verweigert, sollte man über die Bücher. Wichtig ist hier, dass unterschieden wird, ob der Hund nur seinen Kopf durchsetzen will, weil er grad keine Lust hat, oder ob es ihm wirklich keine Freude macht. Eigentlich bewegen sich Hunde gerne.

Welches Notfallpaket nehme ich für den Hund mit?
Am einfachsten ist es, die menschliche Notfallapotheke, welche ja schon vieles enthält, mit ein paar Sachen für den Hund zu ergänzen. Z.B: Zeckenzange, Jodlösung zur Desinfektion, Kohletabletten gegen Durchfall. Je nach Bedarf kann sie beliebig erweitert werden.

Wie transportiere ich sein Wasser am Besten? Wieviel trinkt er?
Je nach Jahreszeit und Anstrengungsgrad, haben auch Hunde mehr Durst. Oft bedienen sie sich selber unterwegs an einem frischen Bach. Im Wandergepäck sollte aber immer eine Petflasche mit frischem Wasser für den Hund sein, plus ein Napf. Im Fachhandel gibt es faltbare, wasserdichte Näpfe aus Nylon, die sich wunderbar eignen.

Begegnungen mit Kühen auf der Weide: Wie verhalte ich mich?
Oft interessieren sich Kühe oder Rinder wenig für Menschen, dafür umso mehr für Hunde. Viele Hunde fühlen sich bedroht und haben Angst. Deshalb gehören sie an die Leine und sollten vom Menschen in einem grossen Abstand um die Kühe herum gelenkt werden. Tabu ist, dass die Hunde bellend auf die Kühe zurasen.
Besondere Vorsicht gilt für Hund UND Mensch bei Mutterkuh-Haltung. Die Muttertiere verteidigen ihre Jungen, das kann böse Folgen haben. Hier empfehle ich, keine Weiden zu betreten und das Gebiet grossräumig zu umgehen. Ebenfalls nicht zu spassen ist mit Herdenschutzhunden. Auch hier gilt: den eigenen Hund an die Leine nehmen und viel Abstand halten.

Gibt es unsichere Hunde, deren Selbstbewusstsein gestärkt werden könnte mit Wandern?
Die meisten Hunde bewegen sich gerne und sind neugierig. Hier muss man die Balance finden. Der Hund sollte nie in unangenehme oder gefährliche Situationen gebracht werden. Dann hat er Freude und ist zufrieden, was sich positiv auf sein Seelenleben und auch das Selbstbewusstsein auswirkt.

Liebe Monika, vielen herzlichen Dank für das Interview und alles Gute!

 

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1779: Reise zum wahren Selbst

Stand die Reise in die Schweiz von 1775 also biografisch unter den Vorzeichen der „Flucht und Rückkehr“ zu Lili Schönemann, war sie epochengeschichtlich durchdrungen vom Zeitgeist des „Sturm und Drang“ und der „Werther“-Empfindsamkeit und brachte sie Goethe die erste überwältigende Begegnung mit dem Rheinfall und dem Gotthardmassiv, so steht nun die zweite Schweizerreise von 1779 unter gewandelten Auspizien.

Seit vier Jahren in der kleinen Residenzstadt Weimar ansässig, als Minister in der Regierung des Herzogs Carl August tätig, beglückt und doch auch gefangen in der Liebe zur verheirateten Frau von Stein – „Ach, du warst in abgelebten Zeiten / Meine Schwester oder meine Frau“ schreibt er ihr schon 1776 –, Goethe also sieht sich jetzt eingespannt in mannigfache Verpflichtungen. Jene, die ihm am meisten am Herzen liegt, ist ohne Zweifel diese – dem um acht Jahre jüngeren, also erst 22jährigen Carl August geistig und menschlich bei seinem Heranreifen beizustehen, um ihn für seine schwierige Aufgabe als regierender Herzog immer geeigneter zu machen. Diese Reise wird mithin unter dem hochgesteckten Ziel der Bildung und Weiterentwicklung von Herzog und Begleiter angetreten. Keine leichte Aufgabe für Goethe: als Mensch ist er der Freund Carl Augusts, als Geheimrat ist er sein Untergebener, als geistige Instanz ist er ihm weit überlegen.

Die Unternehmung steht im eigentlichsten Sinne unter einem guten Stern, eine höhere Leitung als das menschliche Wollen macht sich bemerkbar. Goethe und Carl August sind bereit, auf diese Zeichen zu achten. „Den Abend unsrer Ankunft [in Frankfurt] wurden wir von einem Feuerzeichen [Nordlicht] empfangen das wir uns zum allerbesten deuteten. […] Die Schweiz liegt vor uns und wir hoffen mit Beystand des Himmels […] unsre Geister im Erhabnen der Natur zu baden.“ (Goethe an Frau v. Stein, 20.9. und 24.9.1779)

3. Oktober, Abreise von Basel. „Durch den Rücken einer hohen und breiten Gebirgskette hat die Birs […] sich einen Weeg von uralters gesucht. […] Bald steigen an einander hängende Wände senkrecht auf, bald streichen gewaltige Lagen schief nach dem Fluss und dem Weeg ein […] Mir machte der Zug durch diese Enge eine grosse ruhige Empfindung. Das Erhabene giebt der Seele die schöne Ruhe, sie wird ganz dadurch ausgefüllt, fühlt sich so gros als sie seyn kann und giebt ein reines Gefühl, wenn es bis gegen den Rand steigt ohne überzulaufen. Mein Aug und meine Seele konnten die Gegenstände fassen, und da ich rein war, diese Empfindung nirgends falsch wiedersties, so wirkten sie was sie sollten. […] Man fühlt tief, hier ist nichts willkürliches, alles langsam bewegendes ewiges Gesez […]“ (Brief an Frau v. Stein, 3.10.1779)

„Die merckwürdige Tour durch die Bernischen Glätscher ist geendigt. […] wenn er [Herzog Carl August] die böse Art nicht hätte den Speck zu spicken, und wenn man auf dem Gipfel des Bergs mit Müh und Gefahr ist, noch ein Stiegelgen ohne Zweck und Noth mit Müh und Gefahr suchte […] Ich bin auch einigemal unmutig in mir drüber geworden […] Wenn ich aber wieder sehe […] wie er sonst von dieser Reise wahren Nuzzen hat, ist alles wieder weg. Er hat gar eine gute Art von Aufpassen, Theilnehmen, und Neugier […] Von dem Gesange der Geister habe ich wundersame Strophen gehört [wohl angesichts des Staubbachfalles, in Lauterbrunnen] […] Wind mischt vom Grund aus / Alle die Wogen. / Seele des Menschen, / Wie gleichst du dem Wasser! / Schicksal des Menschen, / Wie gleichst du dem Wind!“ (Brief an Frau v. Stein, 14.10.1779) Goethe versteht sich hier als Prinzenerzieher, indem er sich und den Herzog der Erfahrung von Natur aussetzt, diese dann mit ihm reflektiert und sie so zur Anschauung festigt. Was er Carl August nahebringen will, ist, dass der Mensch angesichts des Erhabenen alles Willkürliche in sich ablegen sollte, um zum reinen, beruhigten Gefühl seiner selbst zu gelangen.

Der Strahl des Wassers – „Im flachen Bette / Schleicht er das Wiesental hin, / Und in dem glatten See / Weiden ihr Antlitz / Alle Gestirne.“ –, die Seele des Menschen brauchen neben der Kontemplation auch die Herausforderung, die Schicksalserfahrung: „Ragen Klippen / Dem Sturze entgegen, / Schäumt er unmutig / Stufenweise / Zum Abgrund.“ (Gesang der Geister – siehe unten angefügt) Goethe spürt im Verlauf der Schweizer Reise mit Carl August zunehmend, dass dieser, und auch er selbst, jener zweiten Grunderfahrung bedarf, damit die Möglichkeiten, die Grenzen des eigenen Selbst sichtbar werden.
„Morgen solls nach den Savoyer Eisgebürgen und von da durch ins Wallis. […] Etwas zu leiden sind wir bereit, und wenn es möglich ist im Dezember auf den Brocken zu kommen [wie Goethe am 10. Dezember 1777], so müssen auch Anfangs November uns diese Pforten der Schröcknisse auch noch durchlassen.“ (Brief an Frau v. Stein, 2.11.1779) „Am liebsten gingen wir über die Furka auf den Gotthard […] Wir sind darüber ganz ruhig und hoffen von Augenblick zu Augenblick wie bisher von den Umständen selbst guten Rat zu nehmen.“ (Briefe aus der Schweiz 1779) „Fatale Ahndungen Erinnerung Enge böses Gefühl dass man im Sack stickt Hoffnung und Vertraun.“ (Tagebuch, 11.11.79) „Der Ausgang wird entscheiden, ob unser Mut und Zutrauen, dass es gehen müsse, oder die Klugheit einiger Personen, die uns diesen Weg mit Gewalt widerraten wollen, recht behalten wird. So viel ist gewiss, dass beide, Klugheit und Mut, das Glück über sich erkennen müssen.“ (Briefe aus der Schweiz 1779)

Was Goethe sich und dem herzoglichen Freund zumutet, ist zuerst eine Prüfung der eigenen physischen und psychischen Kräfte, ein kalkuliertes Risiko. Kalkuliert, weil nicht blindlings drauflos stürmend, sondern verantwortungsvoll abwägend: „[…] ich hier schon wieder die Leute examiniert habe, ob sie glauben, dass die Passage über die Furka offen ist; denn das ist der Gedanke mit dem ich aufstehe, schlafen gehe, mit dem ich den ganzen Tag über beschäftigt bin.“ (Briefe aus der Schweiz 1779) Risiko, weil ein Rest Ungewissheit bleiben muss, ja bewusst gewünscht wird – „das Glück über sich“, dessen letztgültige Entscheidung gesucht und anerkannt wird. Ein Prüfen mithin also auch der oberen Mächte: wieweit sie gewillt sind, einen zu tragen. Herausforderung der Zeichen von oben, nichts weniger hatte der achtundzwanzigjährige, vom Tode der geliebten Schwester Cornelia Verdüsterte, von der ambivalenten Liebe Frau von Steins Verunsicherte an jenem Wintertag gesucht, als er den Brocken bestieg – und er blieb nicht ohne Antwort damals: „[…] verlangte von dem Geist des Himmels viel […] (Brief an Frau v. Stein, 10.12.1778); „[…] die übermütterliche Leitung zu meinen Wünschen. Das Ziel meines Verlangens ist erreicht, es hängt an vielen Fäden, und viele Fäden hingen davon, Sie wissen wie simbolisch mein Daseyn ist […]“ (Brief an Frau v. Stein, 10.12.1777) Wird Goethe und mit ihm Carl August nun erneut eine Antwort zuteil werden?

12. November: „[…] sanken in tiefen Schnee […] nach viertehalb Stunden Marsch kamen wir auf den Sattel der Furka an, beim Kreuz wo sich Wallis und Uri scheiden [Furkapass, 2431 Meter über Meer] Es kam ein Lämmergeier mit unglaublicher Schnelle über uns hergeflogen; er war das einzige Lebende was wir in diesen Wüsten antrafen [„Dem Geier gleich, / Der auf schweren Morgenwolken / Mit sanftem Fittich ruhend / Nach Beute schaut, / Schwebe mein Lied. // Denn ein Gott hat / Jedem seine Bahn / Vorgezeichnet …“ (Harzreise im Winter) ] […] Die Träger, die eine grosse Freude hatten, von unserer glücklich vollbrachten Expedition zu reden, lobten unsere seltene Geschicklichkeit im Gehen, und versicherten, dab sie es nicht mit einem jeden unternehmen würden.“ (Briefe aus der Schweiz 1779) Die Antwort von oben ist auch diesmal nicht ausgeblieben.

13. November: Brief an Frau v. Stein: „Zum zweitenmal bin ich nun […] auf dieser Höhe [Gotthardpass], ich sage nicht mit was für Gedancken. Auch iezt reizt mich Italien nicht. Dass dem Herzog diese Reise nichts nüzzen würde iezzo, dass es nicht gut wäre länger von Hause zu bleiben, dass ich Euch wiedersehen werde, alles wendet mein Auge zum zweitenmal vom gelobten Lande ab, ohne das zu sehen ich hoffentlich nicht sterben werde […]“

In Zürich erwartet zuletzt nach dem Natur-Erhabenen nun das Sittlich-Erhabene auf die beiden: „Die Bekanntschafft von Lavatern ist für den Herzog und mich was ich gehofft habe, Siegel und oberste Spizze der ganzen Reise […] wenn durch Abwesenheit sich die Idee von ihm verschwächt hat, wird man auf’ s neue von seinem Wesen überrascht. Er ist der beste grösste weiseste innigste aller sterblichen und unsterblichen Menschen die ich kenne.“ (Brief an Frau v. Stein, etwa 22.11.1779)

„[…] diese Reise […] wie gewiss eine neue Epoche seines [Carl Augusts] und unsers Lebens sich davon anfängt. […] [in] seinen Gärten […] dorthin an einem schönen Plaz mögt ich ihm ein Monument […] sezen […] die Innschrifft: – Fortunae / Duci reduci / natisque / Genio / et / Termino / ex Voto [Der Göttin des Glücks / bei Ausreise und Heimkehr / und ihren Kindern / dem Genius / und / dem Terminus / dem Gelübde gemäss ] […] den ganzen Weeg den wir machen begleitet von einem guten Geiste […] dass wenn ich zurücksehe wir, zu so manchem das unsre reise ganz macht nicht durch unsern Wiz und Wollen geleitet worden sind. […] Das alles zusammen giebt uns eine Empfindung die ich nicht schöner zu ehren weis als womit alle Zeiten durch die Menschen Gott verehrt haben […]“ (Brief an Lavater, wohl 3./5.12.1779)

Quelle: http://www.goethe-gesellschaft.ch/schweizerreisen.html (Es wurden Auszüge verwendet.)

1779 kam Goethe während der zweiten Schweiz-Reise ins Berner Oberland. Er besuchte den berühmten Staubbach-Wasserfall von Lauterbrunnen. Dieses Naturereignis erregte sein höchstes Entzücken und bewog ihn, sein berühmtes Gedicht zu schreiben: Gesang der Geister über den Wassern:

 

Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:

Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muss es,
Ewig wechselnd.
Strömt von der hohen,
Steilen Felswand
Der reine Strahl,
Dann stäubt er lieblich
In Wolkenwellen

Zum glatten Fels,
Und leicht empfangen
Wallt er verschleiernd,
Leisrauschend
Zur Tiefe nieder.
Ragen Klippen
Dem Sturz entgegen,
Schäumt er unmutig
Stufenweise
Zum Abgrund.
Im flachen Bette
Schleicht er das Wiesental hin,
Und in dem glatten See
Weiden ihr Antlitz
Alle Gestirne.
Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler;
Wind mischt vom Grund aus
Schäumende Wogen.
Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind!

 

Neu kannst Du Wandervorschläge in Deinem persönlichen Gipfelbuch als Favoriten speichern. Log Dich einfach ein oder eröffne jetzt Dein Gipfelbuch. Du kannst dies unter Gipfelbuch oder via Pop-Up-Fenster tun. So kannst Du Deine favorisierten Wanderungen, eine Art Merkliste, einfach speichern und schnell wieder aufrufen. Plane jetzt schon Deine Wandersaison! Und los geht’s!

 

Kurzanleitung:

  1. Eröffne Dein Gipfelbuch und/oder Du musst eingeloggt sein
  2. Du bist eingeloggt
  3. Bereits in den Suchergebissen kannst Du mit dem Herzsymbol Wandervorschläge als Favoriten speichern
  4. Oder beim Aufruf eines Wandervorschlags klickst Du einfach auf „Add to Favorites“
  5. In Deinem Gipfelbuch siehst Du nun all Deine Favoriten und kannst diese schnell wieder aufrufen

 

Geht es dir manchmal auch so, dass die erste Wandertafel mit der angegebenen Uhrzeit verlockend und erleichternd klingt. Und bei der nächsten glaubt man seinen Augen nicht: Noch so lange – gehöre ich zu den Langsamen? Und am Ende des Weges rechnet man und merkt, dass die Gesamtwanderzeit durchaus mit jener übereinstimmt, die man aufgrund des Planes errechnet hat? Woran mag dies liegen?

Immer gut zu wissen und gar nicht schwierig: Berechnung der Wanderzeit.

In der Schweiz wird die Wanderzeit einheitlich berechnet. Dennoch dünkt es, dass die Tessiner sportlichere Zeiten angeben als die Zürcher-Oberländer. Ist das Oberland nicht ganz so gebiergig steil wie mancherorts im sonnigen Ticino oder steigt man langsamer hoch als der Durchschnitt…?

Als Grundlage für die Berechnung der Wanderzeit dient die DIN 33466 Norm (Wegweiser für Wanderwege), die auch von den Alpenvereinen verwendet wird.
Diese nimmt als durchschnittliche Geschwindigkeit 4 km/h auf ebener Strecke und 1 Stunde für 300 Höhenmeter als Berechnungsgrundlage an.

Einfachste Berechnung:
Im Flachen wird eine Durschnitts-Geschwindigkeit als Basis gelegt: 1 Stunde = 4km
Dazu zu zählen: Höhenunterschied von 300Hm (auf- oder abwärts) = 1 Stunde zum Horizontalwert

Beispiel:
Distanz 8km / Höhenunterschied 600Hm
8km : 4km/h = 2 Std.
600Hm : 300Hm/h = 2 Std.
2 Std. + 2 Std. = 4 Std.

Variation – runter geht’s schneller als aufwärts:

Grösserer Wert mit der Hälfte des kleineren addieren:

Beispiel:
Distanz 10km / Aufstiegshöhe 600Hm / Abstiegshöhe 500Hm
10km : 4 = 2,5 Std.
600Hm : 300Hm = 2 Std.
500Hm : 300Hm = 1 Std. (gerundet)
Höhenmeter total 3 Std.
Grösserer Wert der Höhenmeter von 3 Std. plus (+) die Hälfte des kleineren Wertes (2,5 : 2 = 1,25 Std.) = 4.25 Std.

Oder die Faustregel über 100m:
• Im Aufstieg: 15 Minuten für 100 Höhenmeter sowie zusätzlich 15 Minuten für 1 km Distanz.
• Im Abstieg: 15 Minuten für 200 Höhenmeter sowie zusätzlich 15 Minuten für 1 km Distanz.

Und nun bitte das eigene Tempo berechnen.

Steigungen, Abstiege, Gratwanderungen, Flachwanderungen meistern wir wohl alle unterschiedlich. Dann kommt es auch darauf an, wie die Unterlage ist: Schnee, Regen (Rutschgefahr, daher verlangsamtes Gehen durch die grössere Vorsicht) oder Kies und je länger man hoch geht, desto langsamer wird man. Natürlich fliessen Faktoren wie Fitness, Übung, Ausdauer ein. Oder vielleicht ist eine Einschränkung beim Gehen etwas zeitraubender.

Die hier auf *www.WegWandern.ch angegebenen Wanderzeiten werden durch ein digitalisiertes System berechnet und entsprechen eher dem Durschnitt eines guten und geübten Wanderers. Wenn die Zeiten bei bestimmten Wanderungen stark abweichen, wurde dies jeweils vermerkt.

Aber es gilt immer: Genügend Zeit einrechnen! Das Wetter kann ändern, der Untergrund unerwartet in schlechterem Zustand sein, die Wegmarkierungen stimmen nicht mehr überein, man macht noch einen Umweg oder doch länger Pause…

Viel Freude beim Sammeln Deiner eigenen geleisteten Wegzeiten!

*Findest Du eine Wanderung hier aufgeschaltet, deren Zeitangaben überhaupt nicht stimmen, bitte gib uns Bescheid, damit wir es korrigieren können – Sicherheit für alle!

Die Alp Scheidegg (+41 55 246 40 40), höchst gelegenes Gasthaus im Zürcher Oberland, bietet eine wunderbare Küche, Top-Service und hat ein urgemütliches Stübli. Auf der Speisekarte stehen Klassiker wie Scheidegg Schweins-Cordon-Bleu, Kalbs-Cordon-Bleu, Fischchnusperli, Chemmeriboden-Bad-Meringue und vieles mehr. Hier wird Wert auf Details gelegt. Und es gibt viel zu entdecken im Stübli: der Chachelofen, das alte noch immer funktionstüchtige Radio und das schwarze, schwere, nostalgische Telefon, bei dem einem nach einer Stunde Telefonieren der Arm schwer wurde…

Aufgedeckt auf der Terrasse wie im Stübli ist es elegant mit Serviettenhaltern und einem weissen Tischset – die Stimmung ist zwischen urchig und elegant – fast Jugendstil – schön… Und das Sonnenterrassen-Panorama bietet Sicht auf einige Alpen und den Zürisee mit Obersee, Vrenelis Gärtli, den Tödi, den Bachtel gegenüber, die Rigi, Pilatus… bei schönem Wetter bis zur Lägern und nach Deutschland… und bei Föhn gar auf Eiger, Mönch und Jungfrau… Zudem kann man Gleitschirmflieger beim Starten beobachten. Hier möchte man nicht mehr weg!

 

Wandervorschlag: Wald – Alp Scheidegg – Fischenthal

Riesen-Update WegWandern.ch

Riesen-Update auf WegWandern.ch! Mega-Freude! Wir haben u.a. die Suchfunktion ausgebaut. Neu kannst Du Wandervorschläge nach Höhenmeter auf- / abwärts getrennt suchen und der Schwierigkeitsgrad ist integriert. Mehr noch:

Neu:

  • Höhenmeter auf und abwärts mit getrennter Suche
  • Schwierigkeitsgrad
  • Neu in der Voranzeige / Suchergebnisseite sind:
    Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad, Wanderzeit, Distanz
  • A nach B Tour / Rundtour
  • Preview der Wanderbeschriebe auf Google Maps
  • Alle Wanderungen als GPS-Datei downloadbar
  • Google StreetView – 360°-Bilder auf fast allen Wanderungen, ua. virtuelle Wanderungen
  • Google Maps ist neu oben im Headerbild auf den Wandervorschlägen zu finden
  • Verlinkung auf lokale Wettervorhersage und Live-Webcam
  • alle Wanderungen kannst Du nun bewerten und kommentieren (Du musst eingeloggt sein). Hilf mit, die Aktualität der Daten zu halten. Deine Eindrücke Deiner Wanderungen helfen anderen sich besser orientieren zu können! Mach mit!

Zu kompliziert? Dann schau mal den Film an!
Über Dein Feedback zu unserem Update würden wir uns sehr freuen! Schreib uns!

 

 

HERZLICHES DANKESCHÖN AN ALLE UNTERSTÜTZER!

We Made It!

Wir haben unser Crowdfundingziel erreicht! CHF 10’004! Einzig- & grossartig! Vielen herzlichen Dank an alle Unterstützer und, dass Ihr an unser Projekt WegWandern.ch glaubt!

Unsere Unterstützer:

Gardi, Wädenswil

jansin, Zürich

Mirjam, Zürich

Claudia, Wil

Daniela Gunz, Kappel a.A.

Karin Tanner, Suhr

Chrige, Zürich

Fuocca, Spreitenbach

Natanja, Zürich

Margreth Haug, Mellingen

Graziella, Zürich

Peloca Hair&more By T.M., Zürich

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sizi, Herlisberg

Dagmar, Herlisberg

Hans Hess, Zürich

Isi, Wettingen

Sybille, Wohlen

Myriam, Stäfa

Staldermarl

Jris Haeberli, Dürnten

pstreiff, Niederhasli

Violeta Simic, Zürich

Esther, Herlisberg

Barbara, Herlisberg

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Ein ganz besonderer Dank an:

Susanne Zürrer, Zürich

D. Fleischmann, Zürich

Vielen herzlichen Dank an das Hotel Restaurant Landgasthof Kemmeriboden-Bad!

kemmeriboden_cmyk

Herzlichen Dank an unsere Filmcrew für den Crowdfunding-Film:

Sybille, Wohlen

Sharon, Ennenda

Schade, wenn die weissen Papiertaschentücher so richtig aus dem Wald, Gebüsch, am Wegesrand herausleuchten!

Müssen tut wohl jeder mal, wenn er länger draussen unterwegs ist.
Aber wie wäre es, wenn das Taschentuch in ein mitgebrachtes Tütchen bis zur nächsten Entsorgungsstelle verschwindet? So einfach: Nimm doch auf Deinen Weg ein Säcklein mit! Schliesslich nimmt man ja auch seinen Restabfall von jeder Rast oder sogar von der SAC-Hütte selber mit und entsorgt ihn ordentlich.

Wie lange es wohl dauert, bis ein solches „Papierchen“ von der Umwelt „entsorgt“ wird?

Gemäss Recherchen hängt es davon ab, aus welchem Material es besteht – Zellstoff aus Holz, Schilf, Stroh oder Bambus, recyceltem Papier (Holz), Zelluloseregeneratfasern (chemische Prozesse verwandeln natürliche Rohstoffe in eine Regeneratfaser).

Durchschnittlich dauert dieser Prozess des Abbaus durchaus ein paar Monate (3-6 Monate). Je nach äusseren Einflüssen wie Feuchtigkeit, Temperatur, Lichteinstrahlung, Lage kann dies sogar Jahre dauern! Auch Papiertaschentücher aus Recyclingpapier machen keine Freude. Auch dies ist Abfall und gehört entsprechend entsorgt. Bioabfälle? Diese gehören richtig entsorgt und nicht dorthin, wo sie gar nicht entstanden und nicht wiederverwertbar sind.

Und schon gar keine Zigarettenstummel!

Die haben eine gewaltige Giftmasse in sich, die in den Boden kommt und Pflanzen wie auch Tiere vergiftet. Das Gift der Zigarettenstummel gehört nicht in die Umwelt, genauso wenig wie die Chemikalien in den Papiertaschentüchern (Bleichung, Rissfestigkeit) sondern richtig entsorgt.

Für Raucher bieten sich praktische, leichte und luftdichte Schachteln an – ähnlich wie Pillendosen. Die stören nicht, sind rasch zur Hand und leicht, und die Stummel können bequem im Tal zur Verbrennung entsorgt werden.

Papiertaschentücher, Zigaretten sind keine von der Natur hergestellten Produkte und sollen unsere Wanderwege, Berggipfel, Wälder – unsere Umwelt – bitte nicht säumen. Noch viel heftiger sind Abfälle wie Getränkedosen, Plastikhüllen vom Kaugummi, dem Iso-Getränk oder die Verpackung der schnellen Stärkung während des Gehens (Energieriegel) und alles was „unbeachtet“ aus der Tasche fällt….

Was ist der Grund für diese Verunreinigungen?

Darauf kann jeder selbst seine persönliche Antwort geben. Jedenfalls kann gegen Unachtsamkeit, schlechte Gewohnheiten, fehlendes Umweltbewusstsein, Gedankenlosigkeit gegengewirkt werden. Dann sollte es eigentlich keinen einzigen Grund mehr für den Abfall auf Wanderwegen geben!

Geringschätzung des öffentlichen Raumes:
(Auszug: BAFU Schweiz zum Thema Abfall – Littering)

Die gesellschaftlichen Ursachen der zunehmenden Littering-Flut sind vielfältig. So verbringen etwa immer mehr Menschen ihre Mittagspause am Arbeits- oder Ausbildungsort und verpflegen sich unterwegs. Dieses veränderte Konsumverhalten – in Verbindung mit einer vermehrten Nutzung des öffentlichen Raums – führt fast zwangsläufig dazu, dass im Freien mehr Abfälle zurückbleiben…

Daneben werden auch psychologische Gründe für das Littering-Problem ins Feld geführt – so zum Beispiel die mangelnde emotionale Verbundenheit mit den verschmutzten Räumen, Faulheit und Ignoranz, aber auch komplexere verhaltenspsychologische Phänomene. Wirkt etwa ein öffentlicher Raum vernachlässigt, sinkt die individuelle Hemmschwelle, Abfälle einfach liegen zu lassen. Umgekehrt hindern saubere Plätze die meisten Leute eher daran, Verpackungsmaterial und anderen Müll auf den Boden zu werfen. Damit die Wegwerfmentalität nicht völlig ausufert und ganze (Stadt-) Gebiete verwahrlosen, bemühen sich die zuständigen kommunalen Behörden, regelmässig für Ordnung zu sorgen und die gelitterten Abfälle wegzuschaffen. Dieses Vorgehen ist allerdings aufwendig und teuer.

Unsere Tipps zur Vermeidung von Abfällen auf Wanderungen:

  • Zigarettendöschen (ähnlich sind Pillendosen – im freien Handel sind welche zu finden oder es werden entsprechend passende Döschen umfunktioniert)
  • Hosen- und Jackentaschen immer mit dem Reiseverschluss schliessen
  • keine Pet-Getränkeflaschen sondern mehrfach zu verwendende Trinkflaschen verwenden (regt nicht an, wegwerfen zu wollen) (Wasserflasche aus doppelwandigem Edelstahl
  • Versorgung mit Lebensmitteln möglichst ohne viel Verpackung rundherum (man kann alles ganz leicht, schützend, frischhaltend verpacken)
    Verpackungen bitte wieder mitnehmen
  • Zip-Tüte für allerlei Abfälle
  • Damen: Binden, Tampons, Taschentücher, Feuchttücher gehören nicht in die Natur! Immer dabei: Zip-Tüte!
  • Hinterlasse jeden Ort frei von Abfall!
  • Und wenn es dann überhaupt nicht anders gehen sollte, dann grabe ein Loch und decke deinen „Beitrag“ bitte zu!

Für ungewaschene Hände empfiehlt sich ein Desinfektionstüchlein (auch dies richtig entsorgen!) oder ein kleines Flacon mit Desinfektionsflüssigkeit.

Wer mehr wissen will klickt hier.

VIELEN HERZLICHEN DANK AN ALLE UNTERSTÜTZER!!!

Dies macht uns Mut und ist eine zusätzliche Motivation für uns! Dass ihr, wie wir, an unser Projekt WegWandern.ch glaubt!

Wir haben viel vor. Zum Beispiel wollen wir die Suchfunktion so ausbauen, dass du als Suchkriterium auch Höhenmeter aufwärts / abwärts getrennt eingeben kannst. Bei vielen Wanderwebseiten und in vielen Wanderbüchern werden die Höhenmeter auf / ab kumuliert. Das wollen wir nicht. Denn, es spielt schon eine Rolle, ob ich 200 Höhenmeter hinauf und 800 hinab gehe oder umgekehrt. Für Knieleidende entscheidend. Ausserdem wollen wir Wanderungen ergänzen mit Alp-Beizen und Alp-BnBs. Aber wir haben noch viel mehr vor…. Stay tuned, wir informieren dich hier regelmässig, wie wir das Geld aus dem Crowdfunding einsetzen.

Seit Aufschaltung unseres Crowdfundings, dem 9. November 2016, haben wir 11 neue Wanderungen online gestellt. Natürlich alle mit Wanderbschrieb, Wanderkarte, Höhenprofil. Alle Wanderbeschriebe können, wie immer bei uns, kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Schau mal rein:

GEWINNERIN FOTOWETTBEWERB – DEIN WANDERSOMMER 2016

Interview mit Priska – Gewinnerin des Fotowettbewerbs

Die Gewinnerin des Fotowettbewerbs 2016 und damit von 2 SBB-Tageskarten (2. Klasse) im Wert von total CHF 146.– ist Priska mit dem Foto, welches bei der Wagenlücke auf dem Weg von Wasserauen zum Säntis entstanden ist. Herzliche Gratulation!

priska_buerki

WegWandern.ch: Auf welcher Wanderung ist das Bild enstanden?
Priska: Ganz herzlichen Dank für die gewonnenen Tageskarten, es freut mich riesig!!!???
Das Bild ist auf dem Weg von Wasserauen zum Säntis entstanden. Bei einer Rast (oder Hungerrast) bei der Wagenlücke.

WegWandern.ch: Gibt es eine kurze Geschichte dazu?
Priska: Da meine Tochter für einen Auslandaufenthalt nach Amerika verreist und noch nie auf unsern schönen Säntis gewandert ist, war das noch ein „Muss“ vor der Abreise. Es hat ihr sehr gefallen!!!?

WegWandern.ch: Wenn Du wandern gehst, welche Art von Wanderungen bevorzugst Du?
Priska: Ich bevorzuge gerne Wanderungen in der Nähe.

WegWandern.ch: Hilft Dir WegWandern.ch bei der Suche nach Wanderungen?
Priska: Ich suche gerne immer wieder nach neuen Ideen und bin dabei auf eure Homepage gestossen, herzlichen Dank für die gelungene Seite??????????

WegWandern.ch: Toll hast Du mitgemacht – danke! Wir wünschen Euch noch viele erlebnisreiche Wanderungen und Deiner Tochter einen tollen Aufenthalt in den fernen USA!

Wenn man gerne die Ruhe, Beschaulichkeit und vielleicht auch etwas Einsamkeit beim Wandern mag, ist ein sogenannter Grüeziweg einfach nur ärgerlich: Regelmässig begegnet man Menschen – meist schon nach wenigen Minuten – die man natürlich auch begrüsst, wie es die Wanderkultur ist. Bei zu vielen Begegnungen – so nach der 30igsten – mag man dann aber irgendwann nicht mehr grüssen, und so geht die Wandergruss-Kultur vorbei.

Sich zu grüssen auf den Wanderwegen macht durchaus Sinn. Abgesehen davon, dass es freundlich ist und vielleicht das Gegenüber zu einem Gespräch einladen kann, verringert das Grüssen die natürliche Distanz zum Fremden. Man könnte ja miteinander die Eindrücke teilen, sich freuen über die Schönheit der Berge und über den hinter sich gelegten Weg unterhalten. Besonders wichtig ist es nämlich, sich über den noch bevorstehenden und den begangenen Weg zu unterhalten, wenn sich spontane Veränderungen der Wege ergeben haben, wie Hangabrutsche, Muränen bei Regen, unpassierbare, ausgesetzte Stellen, Schneefelder mit schwierigen Passagen oder gefährlichem Schnee, Absturzgefahren, schwierige Strecken über Brücken oder gar fehlende Brücken, das plötzlich aufziehende Wetter und dem damit verbundenen Zeitbedarf, welcher die Entscheidung weiterzugehen oder umzukehren beeinflusst. Im Gespräch erfährt man dann genauer, wie das Terrain beschaffen ist, was kein GPS oder anderes Mittel genauer voraussagen kann, uvm. Manch einem kann dies das Leben retten, wenn man sich über Gefahren austauscht und nicht einfach an jemandem vorbeizieht und ihn seinem Schicksal überlässt.

So hat ein Grüeziweg doch seine guten Seiten. Auch deshalb, weil manche Menschen alleine unterwegs sind. Das kann etwas mehr Sicherheit geben. Es ist klar, dass man eigentlich nie alleine wandern soll. Denn zwei können sich besser helfen und unterstützen sowie im Notfall Hilfe organisieren, gerade, wenn es ein Funkloch gibt.

Wandern hat daher auch eine soziale Seite. Man hilft sich aufgrund der Abgeschiedenheit über manch „schwierigen Weg“ hinweg oder hilft sich gegenseitig bei Verletzungen und leitet die Nothilfe ein. Da spielt es keine Rolle mehr, um wen es dabei geht. Schliesslich kann man nicht darauf hoffen, dass irgendjemand anderes vorbeizieht und das tut, was man selbst nicht tun möchte oder gleich um die Ecke der Krankenwagen anrollt – es ist nicht wie in der Stadt.

Und dennoch: Wenn man zu zweit unterwegs ist, kann der Grüeziweg doch rasch störend werden. Und auch enge Passagen mit starkem Gefälle auf beiden Seiten werden dann mühsam zu begehen. Es kann einem so richtig die Freude verderben.

Oder gar: Man wandert – im dem vom vordersten Wanderer, vorgegebenen Tempo – den Berg hinauf oder hinunter, in längeren hintereinander gehenden Menschenschlangen – Karawanenwandern! Es gibt nichts Unangenehmeres, wenn man sich den Rhythmus der eigenen Schritte und des Atmens ungewollt diktieren lassen muss. Und irgendwie reizt es ja doch, den Gipfel als „erster Mensch“ erreichen zu können.

Daher hier ein paar Tipps, wie man den Grüeziweg oder Karawanenwanderungen umgehen kann:

  • Eine Wanderung in der Nähe zu einer grossen Stadt oder zu einem grossen Wohneinzugsgebiet wird eher gewählt, da die Anreise kürzer ist. Also wähle eine längere Anreise.
  • Eine Wanderung, bei der man sich bequem hoch (und allenfalls auch runter) transportieren kann, zieht mehr Menschen an.
  • Eine Wanderung, die mindestens ein schön gelegenes Restaurant oder eine Hütten-Verpflegungsstelle aufweist, zieht Menschen an. Man könnte auch Wege ohne diese gehen und sich aus dem Rucksack verpflegen.
  • Wanderungen mit Panoramablick zieht bei schönem Wetter natürlich viele an. Wege, die durch erfrischende Wälder und andere Gebiete führen, ziehen weniger Menschen an – Aussichten gibt es aber immer.
  • Wanderungen bei leichtem Nieselregen machen nicht alle.
  • Wanderziele, zu denen man auch mit dem Auto gelangen kann, ziehen mehr Menschen an. Also abgelegenere Ziele wählen.
  • Auf leichteren Wanderungen sind mehr Menschen unterwegs – ausser bei Nieselregen.
  • Wanderungen mit anspruchsvollen Wegen, höheren Höhenprofilen oder starkem Aufstieg in kürzerer Zeit ziehen nicht alle Menschen an.
  • Wähle den Zeitpunkt besser: Am Wochenende sind mehr Leute unterwegs als unter der Woche.
  • Wanderungen mit vielen anderen angeschlossenen Wegen dazwischen verhelfen dazu, die Menschen besser zu verteilen.
  • Wanderungen, die an einen bestimmten Ort führen, an dem etwas spektakuläres stattfindet, suchen einige Menschen mehr auf.

Im Grunde kann man ganz einfach sagen: Weil wir Menschen doch mehr oder weniger dazu neigen, es uns bequem und so einfach und unangestrengt wie nur möglich zu gestalten, ziehen wir wiederum Menschen an, die gleich denken und sich für den gleichen Weg entscheiden. So meinen wir von WegWandern.ch: „Gehe neue Wege, Deine Wege.“

Welches ist Deine bevorzugte Badewannentemperatur – 18, 24, 28, 32, 36, 38 Grad Celsius?

 

Auf der Leglerhütte kannst du sie selber bestimmen und dies auch noch ohne schlechtem Gewissen – du tust Gutes damit – ohne Umweltbelastung und ohne zusätzlichen Verbrauch von Rohstoffen. Die einzige einzusetzende Energie ist Muskelkraft. Und die braucht man aus sich selbst heraus, um auf stolze 2’273 m.ü.M. zu kommen. Aber eigentlich fordern diese paar Höhenmeter noch nicht einmal das Letzte Quäntchen Schnauf und Muskeln, denn ab der Mettmenalp geht es ziemlich gemütlich den Berg hinauf oder man macht es sich auf dem Weg einfach gemütlich. Infos über den Weg von 2,5 bis 3 Stunden hier.

 

Nach einem freudvollen Aufstieg wird man vom hochmotivierten, freundlichen Hütten-Team erwartet. Eine moderne Berghütte mit viel Komfort zeigt sich von seiner besten Seite. Auch Kulinarisch wird man verwöhnt. Der moderne Anbau steht in einem imposanten und kreativen Kontrast zur 100jährigen Hütte. Es ist die Hausnummer 1.

 

Abfall auf dem Berg?

Das Blockheizkraftwerk produziert zu viel Wärme. Bisher musste das überschüssige Heisswasser unverbraucht zurück in die Natur geleitet werden. Und niemand hatte etwas davon. Nun kann das wertvolle heisse Nass weiterverwendet werden. Mit einer Hot-Pot-Füllung pro Tag entstehen nun keine höheren Umweltbelastungen oder zusätzlicher Verbrauch von Rohstoffen mehr.  Und nutzen tun dies die Gäste mit Panoramablick und Service. Das nennt WegWandern.ch einfach: Spitze!

 

Geniessen Sie die Aussicht aufs Tal im Hot-Pot hinter der Leglerhütte. Der Hot-Pot ist nur im Sommer in Betrieb.
Einfacher Badespass im Hot-Pot (CHF 100.00)
Exklusiver Badespass für sechs Personen inklusive Prosecco-Flasche, Bademantel und Handtuch (CHF 200.00).

Aktuelle Informationen wie auch die Preise hier.

Wanderbeschrieb

Wellnes auf einer SAC-Hütte? Gibt’s das? Ja, auf der Etzlihütte! Die sonnige Terrasse am Etappenziel inmitten des atemberaubenden Panoramas der Urner Alpen wäre eigentlich schon Belohnung genug. Doch die Etzlihütte hat ein weiteres Highlight zu bieten: Einen Badebottich mit geheiztem Wasser – herrlich, um die Muskeln zu entspannen. Allerdings muss man sich auch dieses Vergnügen verdienen: Den vor dem Badespass muss man sich mit eiskaltem Brunnenwasser duschen. Die Berglandschaft der Umgebung bietet für alle etwas und die Etzlihütte ist idealer Stützpunkt für mehrtägige Aufenthalte. Auch für das kulinarische Wohl ist gesorgt.

Hier mehr erfahren: etzlihuette.ch

Wandervorschlag: Bristen – Etzlihütte – Sedrun

Das Edelweiss oder Leontopodium alpinum, was so viel wie Alpines Löwenfüsschen heisst, ist heute das Alpensymbol schlechthin. Auf dem Fünf Franken Stück, bei Schweiz Tourismus und vielen anderen Abzeichen und Dingen, wie auch Logos darf es nicht fehlen. Es ist keine genuin alpine Pflanze sondern eingewandert aus Zentralasien, nach der letzten Eiszeit.

Es gilt nicht nur als Liebesbeweis oder als Ausdruck eines alpinen Männlichkeitskultes, da dieser Korbblütler im Steilhang wächst und damit schon früh ein Symbol für Draufgängertum und Mut war. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich eine regelrechte Edelweissindustrie. Die weissen, sternförmigen Blüten wurden gepresst zu Tausenden verschickt oder landeten mit Wurzeln und Stiel in Gärten des Grossbürgertums. Auch in der Volksmedizin wurde das Edelweiss zusammen mit Milch und Honig als Heilkraut gegen Magenerkrankungen und Durchfall verwendet. Mancherorts wurde der Pflanze eine heilende Wirkung gegen Tuberkulose attestiert.

Heute ist die pharmazeutische Wirkung von Edelweiss so gut wie unumstritten. Es gibt einige wissenschaftliche Abhandlungen darüber. Schweizer Forscher haben vor einigen Jahren festgestellt, dass die Pflanze dank ihres Gehaltes an Antioxidantien einen Beitrag zur Krebsprävention leisten könnte. Es wird ebenfalls angenommen, dass es gegen Hautalterung, Falten und Cellulite vorbeugen kann. Die Pflanzen für die diversen Anti-Aging-Cremes und weiteren pharmazeutischen Anwendungen werden dafür natürlich eigens dafür angebaut.

Das Pflücken eines Edelweisses ist strafbar, denn das schöne Edelweiss ist geschützt.

Herrlich gelegene Alpwirtschaft Wildegg zeigt eine richtige Bilderbuchschweiz.

Die gemütliche Alp Wildegg mit herrlicher Aussicht ist eine Familien geführte Alpwirtschaft. Sie bietet Freiluftbänke und ein ganz besonderes Angebot ist das im Freien stehende Chessi, in dem der Hauskaffee gebraut wird. Dazu wird gleich fraglos der Schnaps auf den Tisch gestellt… Die Schwyzer sind ein grosszügiges Völklein und setzen auf Selbstverantwortung. 

 

Wandervorschlag: Euthal am Sihlsee – Wildegg – Vorderthal

In der Alpwirtschaft Waldi-Ranch geniesst man die stille Natur, das Plätschern der Muota sowie die Sicht zu den Bergen. Umgeben von Bergen, Tieren, Wiesen und Wäldern, direkt beim Waldisee, wird man mit den besten Älplermenüs verwöhnt.

Alpwirtschaft Waldi-Ranch
Hoch über dem Bisisthal, direkt am Waldisee, auf 1409 m.ü.M bietet die heimelige Alpwirtschaft Waldi Ranch mit Kinderspielplatz, währschafte Älplerrösti oder Älplermagronen, hausgemachte Käsespezialitäten, selbstgebackene Brote, frische Forellen aus dem Waldisee. Die Gastgeber Doris und Armin Schelbert heissen willkommen. Wer will, kann hier auch nächtigen. Ein Massenlager auf der oberen Etage im Kuhstall – ein einzigartiges Erlebnis ist es mit Kühen zu einzuschlafen – und ein einziges schönes Doppelzimmer mit Bad/Dusche stehen zur Verfügung. Wer früh aufsteht, sozusagen mit den Kühen und Armin, kann Doris beim Chäsen auf dem offenen Feuer zusehen.

 

Wandervorschlag: Bisisthal Schlänggen – Waldi Ranch – Bisisthal Sahli

Alp Flix – Cotti Agricultura im Bündnerland: Einmal in einer Jurte übernachten?

«Cotti Agricultura» auf der Alp Flix bietet aussergewöhnliche Übernachtungen in original mongolischen Jurten an, ohne Stromanschluss, beheizt bloss mit einem Holzöfchen. Ob ruhesuchende Städter, verliebte Pärchen oder naturverbundene und tierliebe Familien. Es ist für jeden etwas dabei!

Der runde Zimmerraum der Jurten mit Glaskuppel und selbst anzufeuerndem Holzofen, nur durch Kerzenlicht beleuchtet lässt eine andere Zeit spüren.
Unter dem Sternenhimmel auf 2000 m ü. M. schlafen, in der Gaststube «alter Stall» des dazugehörigen Bergbauernhofes fein essen und geniessen. Lass die Seele baumeln und Dich von den hofeigenen Spezialitäten verwöhnen.
Grundausstattung der Jurten:
Doppelbett mit Wellness- Arvenbettwäsche, kleiner Schrank, Stühle, Holzofen, Kerzen, Streichhölzer, die Dusch- und Toilettenanlagen sind separat in unmittelbarer Nähe

Die Hochebene der Alp Flix lädt zu verschiedensten Wanderungen jeden Anspruchs ein. Wer dennoch zu Fuss nicht gut unterwegs ist, ist eingeladen bei einer Reittour mitzukommen.

 

Wandervorschlag: Bivio – Apl Flix – Rona

Die Lushütte im Napfgebiet ist eine schöne authentische Hütte – eine eben wie zu Gotthelfs Zeiten. Urgemütlich und sympathisch. Und obendrein mit guter Küche und wunderprächtigem Bergpanorama. Wie wäre es mit einer feinen hausgemachter Röschti mit Speck und Spiegelei?
Die Lushütte liegt im typischen hügeligen Emmental. Neuerdings kann hier auch wieder im Massenlager nächtigen. Rund 25 Schlafplätze stehen zur Verfügung.

Hier mehr erfahren: lushuette.ch

 

Wandervorschlag: Lüderenalp – Lushütte – Napf – Luthern Bad

Wenn ein Alp-Bauer sich verwirklicht, sei dies durch die Produktion von Hornmilchkäse oder natur-künstlerisch am Haus, im Wald, am Bau seiner Unterkünfte Marke Eigenbau oder mit seinem Crossgolfplatz, wird es richtig spannend und wohltuend. Im Alprestaurant mit eigenen Spezialitäten und einem wundervollen Weinangebot gönnt man sich vom Feinsten. Mit Blick auf die Panoramagipfel Gantrisch und Bürglen geniesst man ein Alpenbad mit serviertem Apéro und einem nachgefolgten Viergang-Abendmenue auf der Alp Mittlist Morgeten auf 1655 m.ü.M.! Einfach Spitze!

Mittlist Morgeten ist ein Senntum der Alpkorperation Morgeten. Das kleine Dörfchen mit sieben Hütten, einer Alpkäserei und einem Alprestaurant bietet sich als Ziel, Ausgangs- oder Etappenort für Wanderungen an.

In der neu aufgebauten Alphütte „Schlössli“ aus dem Jahr 1464 gibt es fünf Doppelzimmer. Jedes Doppelzimmer verfügt über eine Galerie mit zwei zusätzlichen Schlafplätzen. Im Alprestaurant gibt es ein Zimmer mit fünf Betten und ein Dormitorium mit 12 Schlafplätzen.

Die Lebensmittel sind vorwiegend biologisch, „sur place“ produziert oder regional eingekauft. Alle tierischen Produkte stammen vom eigenen Bio-Betrieb. Die Wiederkäuer ernähren sich ausschliesslich von Gras und Heu.

 

Wandervorschlag: Gurnigel, Gantrischhütte – Alp Morgeten – Weissenburg

Ein paar Aspekte zum Wandern

Wandern war schon im 18. Jahrhundert im Trend. So, wie heute „immer wieder“, wenn es überhaupt je ohne Trend war. Denn eigentlich begann alles mit dem Gehen und des „sich vom einen Ort zum anderen zu bewegen“. Wanderer sind Reisende, mit authentischer, ehrlicher, nachhaltiger Art der Fortbewegung. Wanderer reisen aus eigener Kraft, geistig wie körperlich, also ganzheitlich und nehmen sich Zeit. Nur so lernen sie ihre Umwelt, ein Land, die Leute, Flora und Fauna einer Region wirklich kennen.

Gerade in der Schweiz ist das Wandern eine der schönsten Möglichkeit die Welt zu entdecken und auf Reisen zu gehen. Es gibt viele Gründe dafür:

Dank eines sehr gut vernetzten öffentlichen Verkehrssystems können abgelegene und auch unbekanntere Orte und Gebiete der Schweiz erreicht werden. Und von dort aus geht es per pedes weiter…

Zu Fuss kommt man noch weiter – sei dies auf alten Säumerwegen oder Land- und/oder Alpenverbindungswegen, auf alten Transportwegen für den Warenaustausch, auf Pilgerwegen mit heiligen Orten, Themenwanderungen an kulturellen, historischen und künstlerischen Orten und Werken vorbei. Grandiose Aussichten lassen sich meist nur zu Fuss erarbeiten, besonders wenn es keine Luftseilbahn oder Bergbahn gibt, obwohl die Schweiz Pioniertaten im Bereich des Erbauens und Schaffens von Bergbahnen, Seilbahnen, Schienen, Brücken, Tunneln und Strassen, wie auch Wanderwegen schuf und noch immer weltweit führend darin ist.

Wandern bedeutet die Rückkehr zu unseren Wurzeln, zu ursprünglichem Leben und zur ureigenen Geschwindigkeit. Eigentlich ist das Gehen die natürlichste Bewegung seit jeher.

Zu Fuss gehen ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Wandern lässt nicht nur entdecken sondern auch entspannen, aber auch stärken. Wer sich in der Natur bewegt, erlebt mehr Erfüllung über die Sinne. Es werden alle Sinne angesprochen, bis hin zur körperlichen Kraft. Die natürlich Bewegungsform des Gehens lässt uns stärken; eine Bewegungsform, die wir in vielen täglichen Arbeiten nicht mehr einsetzen. Wandern ist vielfältig und verlangt auch Sicherheiten: wie Trittsicherheit, manchmal auch Schwindelfreiheit oder genügend Restkraft für eine Verlängerung, weil ein Weg überraschend gesperrt werden musste und nun ein Umweg zu Füssen liegt. Es verlangt auch, mit der Natur entsprechend umgehen zu können.

Durch die Langsamkeit wirkt das Wandern entschleunigend. Die Eindrücke werden intensiver erlebt. Auch das Gefühl, den Weg geschafft zu haben, gibt eine Genugtuung über Geleistetes. Wenn wir uns dann noch belohnen mit einem feinen Essen am Ziel oder dem Ausruhen und der Erholung oder einer phänomenalen Aussicht hoch über allen Städten, wo das Leben tobt, dann fühlt es sich einfach nur gut an. Stolz kann über einen kommen, wenn man den Gipfel oder die Hütte erreicht hat. Man wird vielleicht friedfertiger, kämpft nicht wie im Alltagsstress. Schliesslich kämpft man höchstens mit seinen eigenen Kräften. Vielleicht wird man genügsamer und dadurch zufriedener, glücklicher. Im Einklang mit sich selbst und seiner Umgebung.

Wandern kann eine der preisgünstigsten Möglichkeiten einer Auszeit darstellen. Warum sich immer mit Luxus verwöhnen. Einfachheit lässt einen auch die Wunder der Natur wieder erkennen und manche sagen, sie hätten die Göttlichkeit darin entdeckt. Sich auf einfachem Wege verwöhnen kann tiefere Eindrücke hinterlassen, als das Hinterherjagen nach immer mehr und perfekt zu sein habendem Luxus. Denn das perfekte, nicht zu überbietende Freizeit- oder Ferienerlebnis wird es eigentlich nie geben: Es gibt dabei immer einen Aspekt, der nicht ganz auf einen zugeschnitten ist, bedingt durch die Variabilität des persönlichen Erlebens der Welt. Wenn ich aber das Gegebene beim Wandern an mich nehme und mich hinein schicke, dann habe ich die besten Voraussetzungen selbst im kleinsten Naturgegebenen das Perfekte erkennen zu können. Schliesslich geht es nicht um eine perfekte Welt sondern um’s Erlebnis. Wandern ist Erleben und kann mit günstigsten Möglichkeiten Erfüllung bringen.

Beim Wandern gibt es jedoch auch gewissen Luxus. Beispielsweise Alpenwellness: Ein herrlich warmes Bad in einem Topf, der normalerweise für die Produktion von Käse benutzt wird. Darunter wird vom Bauern mit Holz eingefeuert, der Topf steht draussen nahe der Weide. Je nach gefühlter und gewünschter Temperatur geniesst man dabei den hiesigen Käse aus eigener Produktion, schön arrangiert mit einer herrlichen Flasche Weisswein aus der Schweiz oder gar der Region. Genuss pur mit Aussichten und frischer Luft! Und besonders in Ruhe, weit weg von zu vielen Menschen, aber vielleicht unter Freunden. Anstatt nervige Städter, lieber in Begleitung von ein paar glücklichen Kühen um einen herum…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewitter im Gebirge können schnell lebensgefährlich werden. Sie zählen zu den gefährlichsten Situationen bei einer Wandertour.

Wird man bei einer Wanderung plötzlich von einer Unwetterfront überrascht, kann es rasch brenzlig werden. Es gilt, sich rasch in Sicherheit zu bringen und sich richtig zu verhalten.

Wie man die Gefahren minimiert:

  • Aktuellen Wetterbericht des Gebietes prüfen sowie mögliche Wettereinflüsse aus dem Grossraum mit einbeziehen und Gewitter aus dem Weg gehen
  • Meiden von Gradwanderungen und Hochebenen bei Gewitterneigung sowie exponierten Stellen
  • Am Nachmittag steigt das Risiko der Gewitterneigung: Frühzeitig auf den Gipfel, um nachmittags absteigen zu können.
  • Wer ganz sicher gehen will, verzichtet an Tagen mit erhöhter Gewitterneigung auf die Gipfelbesteigung.
  • Auch bei meteorologisch prophezeitem Sonnenschein kann das Wetter in den Bergen spontan und rasch umschlagen
  • Unwetter und Gewitter frühzeitig erkennen und allenfalls die Tour doch abbrechen, besonders dann, wenn man sich auf Hochebenen, Gipfeln und auf ungeschützten und exponierten Gebieten befindet.
  • Immer wieder auf das sich entwickelnde Wetter achten – Augen auf zum Himmel in alle Richtungen und die Wolken und den Wind beobachten.

Die Zeichen liegen in der Luft – Wolken und Winde, Luftdruck:

  • Klares Zeichen ist Wetterleuchten und Donner in einer Entfernung. Hier die sich entwickelnde Richtung beobachten.
  • Kleine Quellwolken wie Cumuluswolken, die weiter in die Höhe wachsen, schliesslich an einen Amboss erinnern und an den Wolkenkanten zerfransen sind ein klares Indiz für Gewitter.
  • Häufig ziehen Gewitter GEGEN die am Boden herrschende Windrichtung. Richtung kontrollieren.
  • Multifunktionsuhr mit Barometer: Luftdruck beobachten!
  • Wenn der Luftdruck plötzlich stark abfällt, ist ein Unwetter sehr wahrscheinlich. Luftdruckabfall ist auch körperlich spürbar: eher müdere, schwerere Beine, grössere Anstrengungen werden spürbar, Herz-Kreislauf-Probleme könnten auftreten. Ein weiteres Wetterphänomen sind elektromagnetische und lichtschnelle Impulse, die so genannten Spherics. Häufig treten Spherics vor Gewittern, Schlechtwetter- oder Schönwetterfronten sowie bei einem Aufeinandertreffen von kalten und warmen Luftmassen auf. Sie eilen dem eigentlichen Wettergeschehen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit voraus. Bei empfindlichen Personen kann es daher schon lange vor einem Wetterumschwung zu ersten Beschwerden kommen. Man nimmt an, dass Spherics die elektrische Reizübertragung des Nervensystems beeinflussen können. Eine Abschirmung von diesen Wellen oder Strahlen ist nicht möglich. Sie dringen durch jede Hauswand und verursachen so auch die bekannten Störungen im Radio. Ob und inwieweit Schwerewellen und Spherics tatsächlich Auslöser der Wetterfühligkeit sind, wird zurzeit in Studien untersucht.Schutz:
  • Die Spannung in der Luft nimmt mit der Nähe des Gewitters zu. Es können sich einem die Haare sträuben bis hin zum hörbaren Surren von Metallgegenständen. Das ist der allerspäteste Moment, sich von seinen metallenen Gegenständen zu trennen! Unverzüglich ALLE Gegenstände mit – auch nur kleinsten Metallteilchen – müssen vom Körper weit weg. Am Besten alles in den Rucksack und diesen viele Meter von sich weit weg hinlegen. Auch an Schuhe, Regenschirm, Taschenmesser, Wanderstöcke, Brillen, Gürtelschnallen und BH-Schnallen (!) etc. denken! Lieber ausziehen und heile wieder anziehen.
  • Meiden: Unbedingt aus der Landschaft herausragende Punkte wie Gipfel, einzelne Bäume und einzelne Felsen, Unterstandhütten und dergleichen meiden. Ein Blitzeinschlag ist dort sehr wahrscheinlich.
  • Hütten mit Blitzableiter sind ok.

Dem Gewitter komplett ohne Schutz ausgesetzt:

  • Unter einen grossen Felsvorsprung kauern*
  • In einer Senke kauern – siehe auch, wie kauern!
  • In einer trockenen Höhle kauern*
  • *Abstand zur Wand und Decke wahren! Nach hinten eine und nach oben und seitwärts eine halbe Körperlänge Abstand einhalten – Blitzeinschlag von oben und seitwärts mit Leitung zum Körper
  • Achtung bei Felsüberhängen auf Steinschlag und Sturzbäche achten
  • Meiden von Gruppen – Kühen, Menschen, Bäumen, Tieren
  • Erhebungen vermeiden wie Türme, Scheunen, Grate, Hochebenen, freistehende Bäume, Masten, Kletterstege, Leitern
  • Einzeln mit Abstand voneinander verweilen!
  • Nicht liegen sondern kauern oder sitzen: Beine ganz nahe zusammen, Beine nahe an den Körper ziehen. Die Fläche mit der Bodenberührung möglichst klein halten. Evt. eine isolierende Unterlage verwenden.
  • Ein Wald – im Vergleich zu einzelnen, gruppierten Bäumen – schützt vor Blitzeinschlag. Am Besten unter Laubbäumen stehen und nicht unter alten Bäumen, die dem Wind nicht mehr entgegen stemmen können. Nadelbäume wurzeln flach, Laubbäume wurzeln tiefer.
  • Weg vom Klettersteig und Leitern! Notfalls angeseilt bleiben, Sicherungsseil über den Boden führen und auf gar keinen Fall das Drahtseil berühren.
  • Weg vom Wasser: Es leitet! Nicht in der Nähe von Seen, Flüssen, Bächen. Möglichst trockene Unterstände – welche, siehe oben.

Besser: Eine gute Vorbereitung mit dem Wetterstudium und etwas Erfahrung darin wirken Wunder.

Siehe auch unter: „Wolken durchschauen“

An Schneeblindheit erkrankt man schneller als man denkt. Ohne ausreichenden Schutz kann dies innerhalb weniger Minuten passieren. Die UV-Belastung nimmt mit zunehmender Höhe rasch zu.

Auch wenn wir oft feststellen, dass die Sonne in der Höhe mehr Kraft hätte, stimmt uns dies in den noch weniger warmen Tagen wohl glücklich. Doch das eigentliche Problem stellt sich dadurch, dass die Sonnenstrahlen weniger stark gefiltert werden und daher mit grösserer Wucht auf uns treffen. Manchmal sind es nur wenige Minuten auf einem Gletscher, die zur Schneeblindheit führen können.

Pro 300 Höhenmeter nimmt die UV-Belastung um etwa vier Prozent zu. Der Schnee reflektiert dazu noch die UV-Strahlung. Dabei muss der Himmel noch nicht einmal wolkenfrei sei. Bestimmte Bewölkungssituationen erhöhen die Strahlung sogar. Mit zunehmender Höhe werden die überlagernden Luftschichten dünner, wodurch mehr UV-Licht in die Atmosphäre tritt. Ein kühlendes Umfeld erzeugt ein trügerisches Gefühlt der Sicherheit. Nicht nur Wind und Kälte stressen die Haut, besonders die UV-Strahlung wirkt unmerklich auf die Haut ein.

Prophylaxe: Sonnenbrillen in den Bergen sollten mindestens die CE-Norm der Filterkategorie III erfüllen. Frag auch mal Deinen Optiker, besonders, wenn Du geschliffene Gläser als Sonnenbrille brauchst. Am Gletscher darf es eine höhere Kategorie sein. Am Besten schützt eine Brille auch, wenn die Seitenzugänge abgedeckt sind, dies schützt auch vor dem trügerischen Wind, der um die Augen weht.

Eine Sonnenbrille sollte eine Tönung von 92 bis 97 Prozent besitzen und 100 Prozent des UV-Lichtes absorbieren. Im Notfall kann sogar ein Stück Pappe oder Rinde schützen, die man – wie die Inuits mit ihren Seehundeknochen – mit schmalen Sehschlitzen bearbeitet.

Symptome: Schneeblindheit ist ein Sonnenbrand auf der Hornhaut und/oder Bindehaut; das bedeutet auch, dass man sie erst nach einer Latenzzeit bemerkt; wenn es eigentlich schon zu spät ist. Es ergeben sich extreme Lichtempfindlichkeiten, gerötete Augen, Tränenfluss und ein sandiges Gefühl in den Augen; es kratzt. Absolute Schneeblindheit führt zur Erblindung – zu einer vorübergehenden oder gar zu einer irreparablen. Wenn nur noch ein weisser Punkt erkennbar ist, ist es ein absolutes Muss, dass man sich direkt zum Augenarzt begibt. Die Augen unbedingt abdecken, verdunkeln. Es ist äusserst schmerzhaft. Und wenn man sich mitten im Berg befindet, wendet man sich am Besten gleich an eine Notfall-Nummer! Also lässt man es gar nicht erst dazu kommen!

Massnahmen: Kühlende Umschläge, Ruhe, Verdunkelung. Antibiotische Augensalben können den Heilungsprozess unterstützen, diese jedoch nie ohne ärztlichen Besuch anwenden.

Und wie oben genannt, die Prophylaxe ist das beste Gegenmittel: Die richtige Sonnenbrille!

Eierkochen in der Höhe: Werden die Eier schneller hart oder wartet man doch länger?

Mit abnehmendem Luftdruck sinkt der Siedepunkt – pro 300 Höhenmeter um ein Grad. Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck ab. Damit sinkt der Siedepunkt von Wasser. Die Kochzeit verlängert sich. Auf 1500 Metern liegt die Siedetemperatur nicht mehr bei 100 sondern bei 95 Grad Celsius. Die Garzeiten verlängern sich also. 

Allerdings gibt es eine chemisch bedingte Höhengrenze. Eiweiss besteht aus 10-11 Prozent Ovalbumin, einem Protein. Dieses gerinnt erst ab einer Temperatur von 84,5 Grad Celsius. Der Dotter stockt dagegen schon ab 65 Grad. 

Wenn man also oberhalb von 4800 Metern nicht auf ein hart gekochtes Frühstücksei verzichten möchte, muss man einen Schnellkochtopf mitschleppen: Dieser verschiebt die Siedetemperatur durch einen höheren Druck nach oben. Oder gleich von zu Hause aus ein hartes Ei mitbringen. 

Kochen eigentlich die Bergsteiger auf dem Basislager des Mount Everest Eier – auf 5400 Metern Höhe?