Übernachten und Ferien in Alphütten und Maiensässe in der Schweiz
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Ferien auf Alphütten und Maiensässen

Ferien in historischen Alphütten oder Maiensässen verbringen, auf abgelegenen Alpen mit traumhafter Aussicht fernab der Zivilisation, ist ein Traum vieler Ruhesuchender. Einige der Hütten sind authentisch und modern restauriert, verfügen über Strom und Wasser. Ein wahrer Luxus, wenn man sich auf der idyllischen Alp oder im Maiensäss die Zeit vertreibt, die frische Luft geniesst, das pure Wetter spürt, die damit verbundene Einfachheit auf dem Berg als Glück empfinden kann. 

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Was aber sind eigentlich Alphütten und Maiensässe – worin liegt der Unterschied?

 

Maiensässe / Vorsässe
D
ie Maiensässe (auch Mayen oder rätoromanisch Acla und in der Innerschweiz und in Bern Vorsässe genannt) befinden sich unterhalb der Baumgrenze, zwischen Tal und Alp auf einer Höhe von ca. 1000-1600 m.ü.M., auf gerodeter Waldfläche. Es gibt Hütten mit dazu gehörigen Ställen; in einem Ensemble von mehreren Hütten kann es sogar dörflichen Charakter annehmen; besonders, wenn eine eigene Kapelle gebaut wurde. Das Wort Maiensäss leitet sich vom Monat Mai ab, in dem man das Vieh zum ersten Mal auftrieb.

Die Entstehung der Maiensässe geht auf die Jahrhunderte alte Dreistufenwirtschaft zurück. Oft zog die gesamte Hofschaft auf den Maiensäss. Wenige tun ebendies noch heute. Verbreitet sind die Maiensässe in dieser Form in Graubünden, dem Wallis, im westlichen Tirol und in Vorarlberg. An anderen Orten wurden dann die Hütten nur von der Sennbelegschaft bewohnt. Bis ins 20. Jahrhundert wurden die Maiensässe bestossen und die Milch vor Ort zu Butter, Käse, Joghurt verarbeitet. Erst mit dem Alpabzug wurden die Produkte zu Tal gebracht. Daher verfügen viele der Maiensässe über sehr gute Keller, wo besonders haltbarer Kuhmilchhartkäse gelagert wurde. Man begnügte sich auf den Maiensässen mit den notwendigsten Räumen, die jedoch auch dem Bedarf angepasst wurden. Dieser Tradition wird heute wieder vermehrt Rechnung getragen und nicht wenige Maiensässe werde wieder bewirtschaftet, was sich positiv auf den Alpenraum auswirkt. Einige Maiensässe wurden umgebaut und zu touristischen Unterkünften ausgebaut.

 

Alphütten
Die Alphütten befinden sich in den höheren Lagen der Alpen, meistens oberhalb der Baumgrenze. Alphütten wurden und werden noch immer in der Dreistufenwirtschaft ab etwa Juni bis zum ersten Schneefall bewohnt. Das Vieh wird von der Frühlingsbergweide – den Maiensässen bzw. den Vorsässen – zur Sömmerung hinauf getrieben, so dass dieses auf den alpinen Matten oberhalb der Waldgrenze weiden kann. Alphütten liegen also ab etwa 1600/1800 m.ü.M. aufwärts gelegen und können normalerweise nur zu Fuss erreicht werden.

>> Alphütten und Maiensässe

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