Frühlingswanderungen in der Schweiz - Ideen im Überblick
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Frühlingswanderungen in der Schweiz – Ideen im Überblick

Frühlingswanderungen in der Schweiz – Ideen im Überblick

Die Schweiz ist – zumindest für viele Reisende – in erster Linie im Winter ein lohnendes Ziel. Allerdings sollte die Eidgenossenschaft auch im Frühjahr oder Sommer auf der Rechnung stehen. Speziell Wanderfreunde werden sich über den nahenden Frühling freuen. Sind die Schweizer Alpen jetzt wieder zu Fuss begehbar. Und laden damit zu Wandertouren ein. Neben Touristen aus dem Ausland, die laut Schweizer Tourismusstatistik 2015 für 19,6 Millionen Hotelübernachtungen sorgten, ist es die Schweizer Bevölkerung, die gern im Inland unterwegs ist. Mit mehr als 16 Millionen Logiernächten wuchs deren Nachfrage 2015 sogar.

Abbildung 1: Wandern am Thunersee –eine Wandertour, die jeden Touristen begeistert. Mit dem richtigen Equipment wird eine Wandertour zum echten vergnügen.

 

Interessante Ideen für Touren

Die Schweiz ist ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder. Durch die Höhenlage der Alpen geht die Saison oft bis in den April, wie im Engadin, in einigen Regionen bis in den Mai. Die Schweiz hat aber auch im Hinblick auf Wanderungen einige beeindruckende Touren zu bieten. Neben Wandertouren, die sich in mehreren Etappen über hunderte Kilometer erstrecken, kommen in der Eidgenossenschaft auch jene Wanderfans auf ihre Kosten, die es etwas „gemütlicher“ mögen. Welche Touren bieten sich im Frühjahr an?

Alpenpanoramaweg: Der Alpenpanoramaweg führt vom Bodensee zum Lac Léman – genauer von Rorschach nach Genf. Mit 510 Kilometern erstreckt sich der Wanderweg über:

  • das Appenzellerland
  • die Zentralschweiz
  • das Greyerzerland

bis in die bekannte Metropole Genf. Ausgewiesen sind auf dem Wanderweg insgesamt 30 Einzeltouren. Die erste Etappe beginnt beispielsweise in Rorschach und führt von hier – über Heiden und den Kaienspitz – auf 17 Kilometern bis nach Trogen. Auf der zweiten Etappe legen Wanderer 13 Kilometer bis nach Appenzell zurück.

Jura Höhenweg: Mit 310 Kilometern deutlich kürzer – aber nicht minder spannend für Wanderfans – ist der Jura Höhenweg. Hier geht es von Dielsdorf nach Nyon. Die insgesamt 17 Touren führen durch das Schweizer Jura und bieten beeindruckende Ausblicke – auf die Alpen bis in den Schwarzwald und die Vogesen. Dabei führt der Weg durch zwei Sprachregionen. Wer sich für die Begehung der Etappen entscheidet, sollte allerdings gut zu Fuss sein, da sich einzelne Routen durchaus auf 20 Kilometer bis 25 Kilometer – wie die erste Etappe von Dielsdorf nach Brugg – erstrecken.

Thurweg: Ideal für alle Freiluftfans, die in den Ferien nicht jeden Tag in ihre Wanderschuhe schlüpfen wollen, ist der Thurweg. Entlang der Thur führt dieser Wanderweg über zwei Etappen von Wildhaus nach Wattwil. Die erste Etappe ist mit 16 Kilometern leicht zu bewältigen und führt von Wildhaus über Unterwasser und Alt S. Johann nach Nesslau. An Tag 2 sind es noch einmal 15 Kilometer bis Wattwil.

Rundweg Thunersee: Eine Woche rund um den Thunersee entspannen – ideale Voraussetzungen, um den Panorama Rundweg Thunersee in seiner ganzen Schönheit zu entdecken. Vier Etappen führen von Thun nach Thun rund um den See. Mit 20 Kilometern ist die 3. Etappe von Interlaken nach Spiez das längste der vier Teilstücke. Die 1. Etappe ist mit ihren 11 Kilometern auf der anderen Seite in perfekte Einstimmung auf die kommenden Tage.

 

Equipment für eine Wandertour

Wer in der Schweiz auf Wandertour geht, braucht das richtige Equipment. Hierzu gehören an erster Stelle natürlich zwei Dinge:

  • Wanderschuhe
  • Wanderrucksack

Die Schuhe sind natürlich besonders wichtig, da sie auf der einen Seite bequemes Laufen ermöglichen sollen – auf der anderen Seite aber Stabilität und Schutz bieten müssen. Die Auswahl ist nicht immer ganz einfach. Fürs Anprobieren gilt, dass der Schuh nicht passgenau, sondern etwas grösser ausfallen sollte – Stichwort Wandersocken. Tipp: Beim Kauf einfach die Einlegesohle herausnehmen. Schliesst die Ferse hinten ab und sind nach vorn immer noch 1 Zentimeter Platz sein, wäre dies in Ordnung. Alternativ kann der Schuh anprobiert und geschnürt werden. Stossen die Zehen beim Ankippen der Schuhe nicht nach vorne an, passt der Wanderschuh.

Für die Auswahl des Schuhs spielt aber auch eine Rolle, wo der Wanderschuh zum Einsatz kommt. Steiles und schwieriges Gelände sollte mit einem Schuh begangen werden, dessen Schaft über den Knöchel reicht. Für Touren auf Wald- und ausgebauten Wegen reicht auch ein Multifunktions-Wanderschuh. Tipp: Die Materialauswahl ist immer ein Kompromiss aus Tragekomfort und Dichtheit. Gerade wer zu starker Schweissbildung neigt, sollte nicht einfach irgendeinen Wanderschuh kaufen, sondern sich zunächst zum Materialmix beraten lassen. Eine grosse Auswahl an Wander- und Trekkingschuhen gibt es im Internet: Hier können Wanderer beispielsweise unterschiedlichen Anforderungen an Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität, Stabilität, Material, Gewicht und Komfort gerecht werden.

Beim Thema Rucksack ist die Auswahl genauso gross wie bei den Schuhen. Je nach Wegstrecke bzw. ob mehrere Tagestouren gewandert werden, muss natürlich das Fassungsvermögen stimmen. Sehr viel Wert ist auf den Sitz und das Gurtsystem zu legen. Hier sorgen Fehlkäufe immer wieder für Ärger – und schmerzende Schulter oder Rückenschmerzen. Tipp: Für Rucksäcke bieten Hersteller abnehmbaren Nässeschutz an. Ein Gadget, das auf jeden Fall in die Ausrüstung gehört.

Natürlich brauchen Wanderfreunde noch das eine oder andere Equipment, wie:

  • Wandersocken
  • Wanderhose oder
  • Oberbekleidung

Hier sollte es darum gehen, dass die Bekleidung atmungsaktiv ist, schützt – aber zu starkes Schwitzen nicht fördert. Generell ist auch an den Sonnenschutz zu denken – wie Sonnencreme und Wanderhut. Tipp: Wanderhosen mit abnehmbaren Beinen – sogenannte Zip-Off-Hosen – sind ideal für Witterung mit grösseren Temperaturschwankungen.

Abbildung 2: Auch die Thur bietet ein wunderbares Panorama für Wanderer. Es gibt sehr viel zu entdecken und die Wanderung kann durch andere Freizeitaktivität ergänzt werden.

 

Fazit: Wandern in der Schweiz – für Jeden was dabei

Die Schweiz kennen viele Touristen nur im Winter. Dabei lohnt es sich, der Eidgenossenschaft auch im Frühjahr einen Besuch abzustatten. Denn wie viele Inländer wissen, haben die Berge auch ohne Schnee einige Highlights zu bieten. Beeindruckende Panoramen und weite Blumenwiesen sind nur zwei Gründe, warum das Wandern in der Schweiz Spass macht. Und die Regionen haben sich auf diese Form der Besucher inzwischen eingestellt. Je nach Lust und Laune bietet sich das Begehen von 1-Tagestouren oder das Bewandern ganzer Regionen an. Letzteres setzt aber immer das richtige Equipment – und die passende Kondition voraus. So schön Wanderungen nämlich auch sind – sie bringen auch eine gewisse Anstrengung mit sich.

 

Bildquellen:
Abbildung 1: @ peterkummli (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ markus53 (CC0-Lizenz) / piabay.com

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