> 3-5 Std.
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Zentralschweiz

Klausenpass – Balmer Grätli – Waldi-Ranch – Bisisthal / Muotathal

mittel    |   3.35 h   |   ↔ 9 km   |    ↑ 415 m   ↓ 1169 m

Zwei Täler und ein Pass. Vom Klausenpass im Urner Schächental führt die Wanderung im Anblick der Schächentaler Windgällen über das Balmer Grätli ins Bisisthal / Muotathal im Kanton Schwyz. In der Alpwirtschaft Waldi-Ranch geniesst man die stille Natur, das Plätschern der Muota sowie die Sicht zu den Bergen. Umgeben von Bergen, Tieren, Wiesen und Wäldern, direkt beim Waldisee, wird man mit besten Älplermenüs verwöhnt.

 

 

Ausgangspunkt: Balm (Klausen) – Bushaltestelle
Endpunkt: Bisisthal, Schlänggen – Bushaltestelle
Einkehr: Verpflegung und Unterkunft: Hotel Klausen-Passhöhe, Waldi-Ranch am Waldisee
Anforderungen: weiss-rot-weiss
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              00.00 h Balm (Klausen), 1840 m     
              01.10 h Balmer Grätli, 2218 m
              01.55 h  Ober Stafel / Ruosalp, 1745 m
              02.15 h Unter Stafel, 1545 m
              02.30 h  Gross Gade, 1428 m
              02.40 h Waldi-Ranch am Waldisee, 1409 m   
              03.00 h  Waldi Alp, 1414 m
              03.35 h Bisisthal Schlänggen, 1092 m

 

Wegbeschrieb

Die Wanderung beginnt bei der Bushaltestelle Balm (Klausen) gegenüber dem altehrwürdigen Hotel Klausen-Passhöhe (+41 41 879 11 64), welches seit der Eröffnung im Juli 1903 voller Stolz unzählige Geschichten zu erzählen weiss und romantische, historische und nostalgische Zimmer anbietet, mit schrägen Holzböden und alten Möbeln; schräg, weil der Kriechschnee jedes Jahr das gesamte Hotel ein paar Zentimeter mehr in Schieflage drückt. Man beginnt zu verstehen, weshalb die Passstrasse jeweils erst Ende Mai/Anfang Juni eröffnet wird und wie gefährlich und herausfordernd für jeden Fahrer, ob Fahrrad, Motorrad oder Auto, Postautobus sie ist. Die Strasse ist enger als gedacht und braucht auch Geduld: Etwa 50km ab Flüelen UR bis Linthal GL sind zu meistern. Weder in Römischer Zeit noch im Mittelalter war dieser Passweg integriert in die Handelswege, dennoch gab es schmale, mühsame Wege als Verbindung zum Urnerboden, meist für Viehtrieb und der Nutzung der Alpen. Erst am 15. Juni 1900 fuhr die erste Postkutsche über den Pass. Die berühmten Klausenrennen zwischen 1922 und 1934 werden erst ab 1993 wieder veranstaltet – mit historischen Fahrzeugen und Motorrädern.

Die Wanderung führt gleich vom Hotel Klausen-Passhöhe schräg zum Bergmassiv zwischen den Schächtentaler Windgällen und Glatten entlang,  angenehm aufwärts in Richtung Balmer Grätli. Dies wird der Übergang sein vom Kanton Uri in den Kanton Schwyz ins Bisithal / Muotathal. Im alpinen Frühsommer steht ab hier auf den fast Knie hohen Alpwiesen eine unglaubliche Vielfalt von Bergblumen und Kräutern – Enzian, Alprosen, Orchideen, Himmelsherold, Fingerkraut, Leinkraut, Gämsheide, Vergissmeinnicht, Gänseblümchen, Veilchen, Hauswurz, Knabenkraut, Milchlattich, Frauenschuh, Dotter- und Trollblume, uvm . Ein herausragendes Bild über bunte Wiesen tut sich auf. Nach etwa 70 Minuten erreicht man das Balmer Grätli mit Blick auf zwei Seiten. Ein Eintrag ins Gipfelbuch sollte nicht fehlen. Der Bergweg führt ab dort etwas steiler hinab zwischen Steinplatten und eventuell noch über kleinere Schneefelder, die aber gut zu meistern sind. Es eröffnet sich schon nach etwa 30 Minuten erneut ein Bild voller Heidenkräutern, Alpenrosen und viel bunter Flora. Ein wirklich schöner Bergweg führt über saftige Wiesen hinunter zur Ober Stafel / Ruosalp. Mit etwas Glück sieht man auf dem Weg Gämse oder hört sogar seltene Schneehühner mit ihrem eigenartigen Klang und andere Alpenfauna – mehrheitlich Vögel.

Der Bergweg endet nach dem Durchgehen von Kuhweiden auf einer Landwirtschaftsstrasse. Von hier geht es weiter bis zur Weggablung Gross Gade, wo man Richtung Waldi auf dem Feldweg zur Waldi-Ranch am Waldisee weitergeht. Wer die Wanderung abkürzen will, kann hier beim Gross Gade direkt nach Sali mit Busverbindungen abbiegen (hier kann man auch zur Glattalp aufsteigen).

Die Alpwirtschaft Waldi-Ranch (Öffnungszeiten beachten: 079 282 79 46, facebook.com/waldiranch/) bietet die frischesten Forellen, die man haben kann: direkt aus dem Wasser in der Pfanne, in selbst hergestellter, von Doris gekneteter, Alpbutter knusprig gebraten und ab auf den Teller in den Mund. Und eigentlich muss man sich hier auch ein Dessert mit viel Rahm gönnen! Der kurzweilige Abstieg ist ja nicht mehr als ein Verdauungsgang von etwa einer Stunde, mit ein paar steileren Wiesenabhängen, bis zur Bushaltestelle Schlänggen im Bisisthal. Wer noch weiter wandern will, es gäbe nochmals ein verführerisches Restaurant nach etwa 20 Gehminuten, namens Schwarzenbach (+41 41 830 12 16), für die Schlussp(s)ause, bevor man den Postbus vom „fast Ende der Welt“ zurück in die Welt nimmt.


 

Wanderungen in der Nähe:

– Bisisthal: Alpwirtschaft Waldi-Ranch

– Braunwald – Charetalp – Glattalp

– Schächentaler Höhenweg: Eggberge – Klausenpass

 

 Wanderkarte 

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