Romantik Hotel Bären Dürrenroth
Historische Hotels, Historisches, Sommerserie 2018

Romantik Hotel Bären Dürrenroth

Nach dem Pilgern auf dem ViaJacobi im historischen «Relais» Station machen und in die Wohlfühl-Oase eintauchen: Willkommen im Romantik Hotel Bären in Dürrenroth.

Gerne darf man sich eine Genusspause mit allerlei feinen Köstlichkeiten aus der Küche, die Ruhe im blumigen Berner Bauerngarten und erholsame Nächte im heimeligen, stilvollen Zimmer oder einer der Wellness-Suiten gönnen. Auch ein idealer Ort für Wanderungen über die «Goldhügel» des Emmentals.  

Wanderbeschrieb

Auf einem Abschnitt des ViaJacobi, zwischen den sanft geschwungenen Hügeln des Emmentales, liegt der besonders geschichtsträchtige und romantische Landgastof Bären (+41 62 959 00 88). Eine Wohlfühl-Oase mit viel heimeliger Atmosphäre erwartet seine Gäste.

Der imposante Landgasthof Bären steht im beschaulichen Emmentaler Dorf Dürrenroth. Der Ort verdient die Bezeichnung «Kleinod ländlicher Baukultur». Nebst seiner im Jahre 1225 erstmals erwähnten Kirche erfreut sich der Ort vieler gut erhaltener historischer Bauten. Dazu gehören der Bären, das Pfarrhaus, die Kirche, die Post, der Kreuzstock und das zum Bären gehörende Kreuz. Sie stellen ein bemerkenswertes Ensemble von nationaler Bedeutung dar.  

 


Berner Bauerngarten beim Kreuz

 

Von der Taverne zum historischen Genuss- und Romantik Hotel

Der Bären entstand 1752 als Ersatz einer seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesenen Taverne. Er umfasst drei Häuser: das gegenüberliegende Kreuz, samt Stock und Stallungen, welches ebenfalls ursprünglich eine Taverne aus dem 16. Jahrhundert war. Heute sind die Stallungen Teil des zum Bären gehörenden Gästehauses mit einzigartigen Zimmern und Suiten. Über dem Eingang des Restaurants weist ein, aus der Biedermeierzeit stammendes, schmiedeeisernes Wirtshausschild mit beachtlichem Aushänger die Gäste in gemütliche Räumlichkeiten. Einmalig für ein ländliches Wirtshaus ist der grosse Festsaal aus der Belle Epoque, der sich im Anbau befindet.  

Die beiden Gasthäuser Bären und Kreuz gehörten während der Postkutschenzeit bis zur Eröffnung der Eisenbahn 1908 zu einer bedeutenden Pferdewechselstation zwischen Luzern und Bern. Ein sogenanntes «Relais», wo Station gemacht wurde. Im Kreuzstock von 1820 konnten die Kutschen sogar ins Haus hineinfahren und im Trockenen umgeladen werden. Was in damaliger Zeit eine Besonderheit war. 

Alle Gebäude wurden in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege fachgerecht restauriert und komplett renoviert. Im Jahr 2000 durfte das Restaurant Bären den Titel «Historisches Restaurant des Jahres» tragen. Seit 2009 ist der Bären Mitglied von «Swiss Historic Hotels». 2017 wurde der Bären zur Siegerbeiz der SRF-Sendung «Mini Beiz, Dini Beiz» gekürt. Die Küche ist mit 13 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet.   

 

Jeder Gast ist herzlich willkommen

Vom Krawattenträger bis zum Büezer, vom Wanderer bis zum stilvoll tafelnden Freund des Genusses: Jeder Gast ist herzlich willkommen. Das Ziel der Gastgeber Chantal und Volker Beduhn und des Teams des Hauses ist es, die Tradition auf zeitgemässe Art weiterzuführen. 

 

«Es ist wohl nichts dümmer auf der Welt, als wenn man schlecht zu essen gibt und es besser geben könnte.»

Das Zitat aus Jeremias Gotthelf «Ueli der Pächter» ist Leitsatz und Ansporn für die Bären-Küche. Hier ist man mit der Region verbunden und weiss, dass das Gute oft so nahe liegt. Die ausgezeichnete Küche des Romantik Hotel Bären ist überregional bekannt und geschätzt. Küchenchef Torsten Bolz mit Team zaubert vielfältige Gaumenfreuden mit regionalen, saisonalen, frischen Zutaten und je einer Prise Kreativität und Moderne. Die viel gelobte Küche ist wichtiger Teil vom Dreiklang aus Gastlichkeit, Genuss und Geschichte.


Rotherstube

 

Ein Dreiklang: Gastlichkeit, Genuss und Geschichte

Nach der Wanderung kann man seinen Durst erst einmal im gemütlichen Lounge-Garten stillen und ankommen. Entspannung pur findet man in einer der sieben Suiten, wie beispielsweise der «Veranda-Suite» mit eigener Terrasse und Aussenliegemöglichkeiten, Sauna, Dampfdusche, Whirlwanne und Cheminée. Dann geht man zur Tafel in der gediegenen «Rotherstube» über und geniesst ausgiebig die mit 13 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Küche.

Oder man bevorzugt in der gemütlichen und geselligen Emmentaler-Stube seine Gaumenfreuden zu stillen. Warum seine Geister nicht mit einem Jass beleben? Auch für die romantische Zweisamkeit und private Momente ist gesorgt: Das lauschige «Schrybchämmerli» hat sicher schon einige Liebeserklärungen umrahmt. Schier endlose Möglichkeiten tun sich hier auf, um seinem Alltag dank der Wohlfühl-Oase entschwinden zu können.


Emmentaler-Gaststube für den gemütlichen Jass, ein Znüni, Zvieri, feines Mittag-, Abendessen, Schlummertrunk…

 


Prunkraum mit Kronleuchter, Kachelofen, Stuckaturen, altem Parkettboden für Feste mit Stil und Glanz – der Belle Epoque-Festsaal

 


Gewölbekeller aus dem 18. Jahrhundert mit ausgesuchtem Wein aus der Schweiz und Europa

 

 
Eck- oder Klassik-Zimmer: alle mit Spitzbogenfenstern, Holzdecken, einer heimeligen Atmosphäre und stilvoll modern eingerichtet

 


Sieben Suiten mit ganz besonderem Charme, viel Romantik, Wellnesseinrichtungen… Entspannen fällt hier besonders leicht  

 


Wellness-Suite «Dachgiebel» mit Sauna, Dampfbad mit integrierter Dusche, Whirlwanne, dampfendes Lichtspiel…. 

 

Schätze des Emmentals

Wie immer schon ging hier im Bären ein durchmischtes Publikum ein und aus. War vielleicht sogar schon Albert Bitzius hier zu Gast? Belegt ist, dass der berühmte Schriftsteller mit dem Pseudonym Jeremias Gotthelf, am 1. Januar 1831 von Bern ins Emmental, nach Lützelflüh «hoch zu Ross im Schneegestöber» über die Holzbrücke ritt. 1832 wurde er nach einem Noviziat bei Pfarrer Fasnacht zum Pfarrer von Lützelflüh gewählt. Er lebte bis 1854 im nur gerade mal 15km von Dürrenroth entfernten Dorf. Der fleissige und begnadete Schriftsteller schuf ab seinem 40. Altersjahr enorm viele weltberühmte Romane, Erzählungen und Kalendergeschichten. Seine Geschichten prägen noch heute das Bild des Emmentales mit seinen Bewohnern. Seine einzigartige Sprache ist ein besonderes Vermächtnis. Erinnerungen werden wach an verfilmte Zeitgeister wie «Ueli der Knecht», «Ueli der Pächter», «Die schwarze Spinne», «Geld und Geist». Es lohnt sich einen Abstecher ins Gotthelf-Museum zu unternehmen.

Auch durch die liebliche Hügellandschaft des Emmentales zu wandern hat seinen ausgesprochenen Reiz. Unzählige Wanderungen bieten sich rund um Dürrenroth an. Warum nicht einmal den Weg auf die «Lueg» für die Aussicht über die Goldhügel des Emmentales bis zur Jurakette, zu den Berner Alpen, zur Gantrischkette und den Fribourger Alpen unter die Füsse nehmen?

Wer noch weiter will, darf gerne: Dürrenroth liegt auf der ViaJacobi-Strecke zwischen Huttwil und Burgdorf.

Viele Wege führen hierher zum Bären. Wer einen davon geht und hier ankommt, darf sich die wunderbare Rast im Landgasthof Bären nicht entgehen lassen. Eine Perle im Emmental.

 

 

Romantik Hotel Bären Dürrenroth
Dorf
3465 Dürrenroth
  +41 62 959 00 88
  www.baeren-duerrenroth.ch
  

 

Wandervorschlag
  Emmental: Huttwil – Dürrenroth – Lueg – Burgdorf (Jakobsweg)

 

 

Bilder: Romantik Hotel Bären Dürrenroth
Text: WegWandern.ch (Claudia Ruf)

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