Typische Schmerzen beim Wandern und wie sie vermieden werden
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Typische Schmerzen beim Wandern und wie sie vermieden werden

Typische Schmerzen beim Wandern und wie sie vermieden werden

Das Wandern durch die Alpen ist ohne Zweifel eine der schönsten Freizeitmöglichkeiten, die es in der Schweiz gibt. Von malerischen Tälern über verschneite Berge gibt es schier unendlich viel zu entdecken. Doch nicht immer endet die Wanderung mit glücklichen Gesichtern. Typische Schmerzen kehren bei vielen Menschen immer wieder – sie müssen es jedoch nicht. Wie sie vermieden werden können, erklären wir hier.


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Blasen, Knie- und Gelenkschmerzen effektiv vermeiden

Auf Wanderungen sind kleine Probleme an der Tagesordnung. Während bei einem die Füsse vom langen Tag schmerzen, sind es bei anderen die Knie oder Gelenke. Viele sind sich nicht bewusst, dass diese Schmerzen mit teils einfachen Tricks vermieden werden können. Somit wird der sonntägliche Trip durch die Schweizer Natur mit der Familie noch einmal schöner. Eine der immer wiederkehrenden Problematiken beim Wandern sind Blasen an den Füssen. Auch wenn sie nicht unbedingt als «Verletzung» bezeichnet werden können, sind sie oft doch schmerzhaft oder zumindest sehr unangenehm. Oftmals hängt die Blasenbildung mit den Schuhen zusammen, die von der jeweiligen Person getragen werden. Wer sich beispielsweise kurz vor einer langen Wanderung neue Schuhe kauft, um vermeintlich gut vorbereitet zu sein, ist fast mit Sicherheit von den lästigen Blasen betroffen. Die genutzten Schuhe müssen bereits eingelaufen sein und passende Socken sowie gute Platzbedingungen vorfinden. Zudem ist nicht jeder Wanderschuh für jeden Wanderweg geeignet. Die nötigen Informationen zur Route sollten vorab gesammelt werden, sodass man nicht von extremer Steigung überrascht wird. Wenn es trotz aller guten Vorbereitung trotzdem zu einer Blasenbildung kommt, ist es am besten, direkt ein Pflaster über die Stelle zu kleben, um weitere Irritationen durch die Verbindung zwischen Fuss und Schuh zu vermeiden.

Ebenfalls ganz oben mit dabei auf der Liste der meistverbreitetsten Schmerzen beim Wandern sind jene in den Knien und Gelenken. Durch die hohe und andauernde Belastung kann es vor allem beim Bergaufwandern zu Schmerzen kommen. Es handelt sich um ein im klassischen Ausdauersport weit verbreitetes Phänomen, das zum Beispiel auch bei Marathonläufern häufig auftritt. In der Sommersaison lässt sich dies bei den entsprechenden Übertragungen oder live vor Ort sehr gut beobachten, etwa beim London Marathon, in dem Eliud Kipchoge der grosse Favorit ist. Seine Quote von 1,57 (Stand 19. April 2018) ist von der Konkurrenz unerreicht. Doch vor allem jene Läufer auf den hinteren Plätzen werden oft zu kämpfen haben. Wer sich zu früh zu viel zumutet, riskiert zudem nicht nur Probleme an den Knien und Gelenken, sondern auch schmerzvolle Sehnenentzündungen. Methoden zur Vermeidung gibt es einige: gründliches Stretchen davor und danach, gute Schuhe, ein auf die Wanderung ausgelegter Trainingsplan und ausreichende Pausen bei aufkommender Müdigkeit

 


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Keine Chance für Dehydrierung und Wunden

Bei besonders langen Wegen kann eine Dehydrierung schneller eintreten, als es viele selbst glauben. Da der Körper zu rund 60% auf Wasser besteht, ist es wichtig, den Wasserhaushalt stets im Blick zu halten. Ausreichend Wasser im Gepäck muss somit Teil einer jeder Wanderung sein, egal ob es Sommer oder Winter ist. Dass ein Mangel bei hohen Temperaturen im Sommer eher auftritt, ist klar. Das Wasser hilft dem eigenen Kreislauf und kann sogar Erschöpfung verhindern. Experten ermittelten 0,25 Liter pro Kilometer als die perfekte Menge zum Verzehr. Sollte es trotz allem zu einer Dehydrierung kommen, sind vor allem salzhaltige Snacks eine gute Wahl. Diese bringen nötige Elektrolyte zurück in den Körper. Wenn es sich vermeiden lässt, sollten die Wanderungen nicht um die Mittagszeit stattfinden. Vielleicht ist auch eine längere Pause, bevorzugt im Schatten, dann gut einlegbar.

Wanderungen haben an sich, dass sie meist durch ein Terrain führen, dass keine grosse Rücksicht auf diejenigen nimmt, die sich für eben diesen Weg entschieden haben. Das kann zu Schnittwunden oder Kratzern an Armen, Beinen oder gar dem Nacken führen. Während dornengespickte Büsche noch ein Hindernis mit Ausweichmöglichkeit darstellen, sind Stürze auf regennassen Steinen oder Blättern oftmals nicht zu vermeiden. Die einfachste und logischste Art, Wunden an der Haut zu vermeiden, ist die Konzentration auf die Umgebung. Selbst wenn die Gespräche mit den Freunden besonders anregend sind, sollte man dafür keinen Arztbesuch in Kauf nehmen. Das gilt insbesondere, wenn es von den halbwegs befestigten Wegen in die Wildnis geht. Ein gutes Profil bei den Schuhsohlen hilft ebenso bei der Reduzierung des Verletzungsrisikos. Zusätzlich bietet es sich an, auf längere Wanderungen einen Erste-Hilfe-Koffer mitzunehmen, der im Fall der Fälle das Nötigste bietet, etwa Bandagen und antibakterielles Spray.

Mit dem Befolgen dieser Tipps und Tricks wird die nächste Wanderung mit Sicherheit zum Erfolg. Schmerzen kommen zwar vor, sind aber meist vermeidbar, wenn man weiss, wie.

 

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