WANDER-T-SHIRT «ALPAUFZUG»

von Beatrice Straubhaar

Supercooles Wander-T-Shirt für den Sommer! Atmungsaktiv, schnelltrocknend und superleicht. Gestaltet wurde das T-Shirt von der «Scherischnitt»-Künstlerin Beatrice Straubhaar.
Mehr noch: 1 Franken spendet WegWandern.ch pro verkauftes T-Shirt zugunsten Schweizer Wanderwege für deren Erhalt und Pflege.

Funktionale Wander-T-Shirts: atmungsaktiv, schnelltrockenend, super leicht

BEATRICE STRAUBHAAR

Die Künstlerin im Portrait

Weissschnitt, Binnenschnitt, teilweiser Faltschnitt, Abschnitt, Zuschnitt, Durchschnitt… – Psaligrafie
Um Haaresbreite, filigran, präzise, unter genauester Beobachtung und perfekter Führung der «Blatt- und Schnitthand» macht es schnipp und schnapp und weg ist die Lücke. Eine spannende Bildergeschichte mit naturgetreuen, feinst-detaillierten und lebendigen Motiven entsteht.

Die Psaligrafie ist eine künstlerische Ausdrucksform, derer sich unter anderen auch Berühmtheiten wie Henri Matisse in seinem späten Schaffen oder Goethe zur Zeit der Schattenrisse auseinandersetzten. Aus dem Orient, nach Erfindung des Papieres kommend, fand der Scherenschnitt erst Jahrhunderte später in Mitteleuropa Einzug. Eine Hochburg findet sich in und rund um Gstaad, von wo auch unsere renommierte Handwerkskünstlerin der Zunft des Scherenschnittes stammt: Beatrice Straubhaar. Ihre einzigartige Bildsprache und besonderen Sujets begann Sie vor über 30 Jahren mit enormer Leidenschaft und Schaffenskraft zu entwickeln.

Ihre Werke wurden bereits für grosse Schaufenster an der Zürcher Bahnhofstrasse verwendet. Das Fernsehen war mehrere Male bei ihr. Auch in Büchern erscheint sie.

Finde den Unterschied!
Weder Kurvenlineal noch Zirkel benötigt Beatrice für die von ihr präzis vorgezeichneten Ornamente – alles aus freier Hand. Ganz besonders angetan sind wir von der Lebendigkeit ihrer Sujets: von der grasenden oder aus dem Trog trinkenden Kuh, dem sich nach dem Baumblatt streckenden Geisslein, dem stolz gereckten Steinbock, der bestückten Wäscheleine, dem holzhackenden Alpbauern, dem Blumenstrauss zur Verlobung? Wahre Szenarien aus dem Alpleben ihrer heimatlichen Region, wo sie früh das traditionelle, klassische Scherenschneiden auch mit dem Thema «Züglete» aufnahm. Sie erweckt die Motive zum Leben mit nur einer Schere; gezielt feinst geschnitten, mit dem Skalpell für gestanzte Merkmale.

Nicht immer waren es die wunderbar naturgetreuen, anatomisch perfekt dargestellten Simmentaler-Kühe. Dank ihrer Beobachtungsgabe und ihrem zeichnerischen Können lockt sie die von der Natur gegebene Eleganz der doch robusten Bemuskelung der Simmentaler-Kühe hervor. Im inneren Auge sehe ich sie stundenlang die Umwelt beobachten. «Am Anfang waren da wohl auch mal Eringer darunter – kleinwüchsiger, kurzbeiniger, von kräftigerer Konstitution», sagt Beatrice und lacht über ihre «Kampfkühe».

«Neid ist die höchste Form der Anerkennung»
So entstehen in vielen Stunden gekonnter Handwerkskunst einzigartige und unverkennbare Werke. Diese Art der Werke – mit Geduld, höchsten Fertigkeiten und künstlerischem Ausdruck erstellt –  können in der heutigen Zeit wohl kaum mittels computertechnischen Werkzeugen in gleicher Fein-Art geschaffen werden. Es gibt immer einen Unterschied zwischen dem von Hand aus Papier gegenüber dem aus der «Maushand» geschaffenen Bild. Jedes ihrer Werke ist ein Original. Und so werden viele von Beatrice Straubhaar geschaffenen Sujets ganz unverschämt von namhaften Firmen aus dem Internet kopiert. Es ist eben nicht einfach nur der «eine» gestohlene Luftballon – ob wissentlich oder unwissentlich – es sind klare Urheberrechtsverletzungen. Das schmerzt jedes Künstlerherz! So ist ihr Spruch kernig und stimmig: «Wir werden alle als Originale geboren; die meisten sterben als Kopien.»

Einen Beatrice Straubhaar-Schnitt erkennt man!
Die Wiedererkennbarkeit schafft Beatrice dank ihrer langjährigen meisterlichen Erfahrung und der kontinuierlichen Konzentration auf die gleichen Sujets. Es ist ihre ganz eigene Bildsprache: «Es soll eine Harmonie zwischen Schwarz und Weiss, respektive zwischen dem Schwarz und dem Leerraum sowie ein klarer Ausdruck sein.» Ihre künstlerische Ausdrucksform, die ihren Sujets eine spezielle «Silhouette» schenkt, lässt diese lebendig und einzigartig wirken. Ein Straubhaar-Scherenschnitt ist immer einmalig und unverkennbar.

«Es sind meine Kühe und meine Sujets!», meint Beatrice. Wir finden: zu Recht!

Auch sie selbst ist eine Persönlichkeit voll spannender Erzählkraft. Pointiert, klar im Ausdruck, blitzschnell im Geist, vielschichtig und pfiffig. So fährt sie gerne auch mal mit ihrem Töff in die Welt hinaus, um dem Ärger Luft zu machen.

Suchtpotential – Meditation
So erstaunt uns die sprudelnde Beatrice. Es tut sich plötzlich im Atelier knisternde, positive, fliessende Ruhe im Raum auf, wenn sie schneidet. Es ist höchste aber gelassene Konzentration, die sie ausstrahlt. Schnipp, schnapp in hohem Tempo, während ihr Kater «Grisou» auf seinem Baum schnarcht. «Es ist fast Meditation und ich kann runterfahren und mich beruhigen.» Oft höre sie klassische Musik dazu. Kein Strassenlärm, keine Flugzeuge, kein Mail, kein Handy stört. Es tut gut, der Stille und dem Schneiden zu lauschen und zieht uns in den Bann. Wir sind «Stadtflüchter» und kommen in der Stille der Berge zur Ruhe und nun auch hier. Musse ist kostbare Zeit geworden – ein Luxusgut: eine «heile» Welt. «Das Scherenschneiden hat Suchtpotential!», meint sie.

Es «Uehi u Ahi»
Wir bestaunen gebannt die Details. Unter so vielen die Gstaader-Bergwelt: Wild-, Spitz- und Geltenhorn mit seinem Gletscher. Diese müssen ja seitenverkehrt gezeichnet werden, bevor sie im Bild wahrheitsgetreu erscheinen. Es braucht auch abstrakte Vorstellungskraft. Sie erklärt: «Man schneidet nicht die Kuh aus sondern das Negativ des Bildes – die Lücke dazwischen.» Es geht um Haaresbreiten. Beatrice: «Ich habe mich auch weiter entwickelt. Der teilweise Faltschnitt ist interessant.» Damit kann sie noch spannendere Geschichten der Bergwelten bilderschaffend erzählen. Wir suchen in einem ihrer Werke nach den Unterschieden und finden beispielsweise links die gehisste Schweizer Fahne und rechts die eingezogene – es ist eben «Züglete». «In meiner alten Heimat geht es immer uehi u ahi», das war mit entscheidend für ihren weitsichtigen Umzug ins Greyerzerland: «Hier kann ich auch mal geradeaus zu Fuss gehen.» Aber auch in diesem Kanton lebt die Kultur der Alpauf- und -abzüge und hat besondere Details parat: Der blaue Handwerkswagen von der «La Ploya», andere Kühe, der Moléson und Vanil Noir beispielsweise. «Die Wanderung in die Stadt und zurück ist ca. 8-9 km. Und ich «wandere» jetzt mehr in meiner neuen Heimat, dem Greyerzerland herum, wo es für mich noch sehr viele neue, schöne Sachen zu entdecken gibt, und ich hoffentlich wieder Inspiration finden werde, um neue Motive zu schneiden.»

Wir sind gespannt darauf, was Beatrice alles hervorbringen und entdecken wird. Wir bleiben an ihr dran.

Unser Besuch bei Beatrice war ein Highlight! Es ist uns eine besondere Ehre, einmalige «Scherischnitt»-T-Shirts anbieten zu dürfen!

straubhaar_beatrice

KONTAKT

Beatrice Straubhaar
Rue de l’Hôpital 45
1632 Riaz

+41(0)79 650 64 71

www.scherischnitt.ch