Neueröffnung: Schweizweit erster Secondhand Outdoorshop in der Europaallee Passage Zürich

Seit Mai 2020 gibt es einen neuen Secondhand Shop – speziell für Outdoor Bekleidung und Ausrüstung.

«Mein Ziel ist es, möglichst viel gute Outdoor Bekleidung im Kreislauf zu halten und neuen Besitzern zugänglich zu machen. 2nd Peak ist meine Antwort zum Outdoor Fashion Waste», erklärt die Gründerin und passionierte Bergsportlerin, Isa Schindler. Mit «2nd Peak» handeln sowohl Verkäufer als auch Käufer nachhaltig. Während der eine mit gutem Gefühl von einem Gewinnanteil profitiert, gibt’s für den anderen hochwertige Ware zu erschwinglichen Preisen. Noch bis zum 30. Mai 2020 winkt beiden Anspruchsgruppen ein attraktives Eröffnungsangebot. 

Darauf haben preis- und nachhaltigkeitsbewusste Outdoorsportler gewartet. Am 16. Mai 2020 öffnete der neue Secondhand Outdoorshop in der Europaallee Passage beim Bahnhof Zürich: «2nd Peak». Fehlen vielleicht ein paar Trekkingschuhe für das geplante Wanderwochenende oder eine Softshelljacke für die Velotour im Tessin? Bei «2nd Peak» gibt es eine grosse Auswahl an hochwertigen Produkten aus zweiter Hand, mit denen man sich gut und nachhaltig einkleiden und ausrüsten kann. Denn gut, muss nicht gleich neu sein. Wer sich trotzdem im direkt gegenüber liegenden Spezial-Geschäft «Transa» etwas Neues besorgen will, kann seinen Schrankhütern bei «2nd Peak» ein zweites Leben ermöglichen und damit erst noch einen Batzen ans «Neue» verdienen. Das gibt nebst Geld auch ein gutes Gefühl – und Zeit. Denn der Aufwand für den Gang zum On- oder Offline-Flohmarkt bleibt erspart. 

So geht’s nachhaltig 

Mit «2nd Peak» handeln sowohl Verkäufer als auch Käufer nachhaltiger: Nicht mehr gebrauchte Outdoor Bekleidung und Equipment kann direkt im Shop abgegeben werden. Gemeinsam mit 2nd Peak wird der Verkaufspreis festgelegt. Sobald das Produkt einen Käufer gefunden hat, erhält der Verkäufer einen Drittel des Erlöses. Gegenüber Onlineanbietern wie Tutti, geniesst der Kunde den Vorteil, dass er einen schnellen Überblick zum Angebot hat, das Objekt der Begierde in Augenschein nehmen, vergleichen und anprobieren kann. Das mühevolle Hin- und Herschicken entfällt. Und wer sowieso in der Stadt beim Hauptbahnhof Zürich ist, findet hier sein Schnäppchen schneller. 

Eröffnungs-Aktion: 50% vom Erlös für Verkäufer, 10% Rabatt für Käufer 

Home-Office, Home-Schooling und Home-Alltag. Die Rückbesinnung zu den Grundwerten und der Wunsch nach Reduktion aufs Wesentliche liegt nahe. Der kommende Sommer lädt zu Ferien im Schweizer Naturparadies ein. Anlässlich der Eröffnung des Secondhand Outdoor Shop «2nd Peak» gibt es die passende Aktion: Noch bis zum 30. Mai 2020 erhalten Verkäufer gar die Hälfte anstelle eines Drittels vom Erlös, sobald ihr gutes Stück verkauft worden ist. Für Käufer gibt es während des gleichen Zeitraums 10 Prozent Rabatt auf das ganze Sortiment. 

Eine Antwort zum Outdoor Fashion Waste 

Gemäss Greenpeace kaufen die Deutschen im Durchschnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr. In der Schweiz sind es jährlich 20 Kilogramm. Und der Bedarf wird bis 2030 gar auf 62 Millionen Tonnen prognostiziert, liest man auf der Webseite von WWF Schweiz. Zwischen 2000 und 2014 gab es zum Beispiel eine Verdoppelung der Kleidungsproduktion. Das Frappante: Die Kleidung wird nur noch halb so lange getragen wie vor 15 Jahren. Greenpeace benennt den Trend als «doppelte Menge – halbierter Tragedauer» und resümiert: Die Trends von heute sind der Müll von morgen. 

«Ich schaute in meinen Kleiderschrank und konnte mich gleich selbst an der Nase nehmen. Als begeisterte Bergsportlerin verfüge ich über ein Arsenal an hochwertiger Funktionsbekleidung und kaufe trotzdem ab und an wieder mal etwas Neues. Vielen meiner Bergkollegen geht es genauso. Fast alles ist noch viel zu gut für den Müll und trotzdem zieht man es nicht mehr an. Also hängen die Teile einfach nur im Schrank», erzählt Isa Schindler, wie sie ins Grübeln kam. Outdoor Bekleidung ist robust und langlebig gemacht und wurde grundsätzlich für Profis konzipiert. Am Ursprung stand die Funktionalität. Getragen wird sie heute aber von allen, die es sich leisten können und sich damit in ihrem Stil und Selbstausdruck bestätigt fühlen. Man braucht sich bloss im Unterland umzuschauen, um die zahlreichen Überlandabenteurer und Stadtindianer sogar im Business-Alltag zu entdecken, die dem Urban Outdoor Fashion Trend frönen. Nicht selten dient ein Kauf dem Wunsch, seinem Traum ein Stück näher zu kommen – zum Beispiel einen Marathon zu laufen oder einen bestimmten Berg zu besteigen. Und so ist der nächstgelegene Berg der Kleiderberg. 

«Bei Outdoor Bekleidung ist Second Use besonders sinnvoll. Sie ist beständig, hat einen längeren Modezyklus, ist in der Entsorgung im Vergleich z.T. höchst problematisch – und sie ist teuer.» Auf das Problem und die Marktlücke aufmerksam geworden, entschied sich Isa Schindler, die Sache selbst in die Hand zu nehmen: «Mein Ziel ist es möglichst viel gute Outdoorbekleidung im Kreislauf zu halten und neuen Besitzern zugänglich zu machen. 2nd Peak ist meine Antwort zum Outdoor Fashion Waste. Mein Traum wird wahr!» 

Shop und Sortiment 

«2nd Peak» gibt es während neun Monaten als Pop-Up Store in der Europaallee Passage. Wie es danach weiter geht, hängt vom Erfolg ab. Das Geschäft ist jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. 

Das secondhand Sortiment beinhaltet hochwertige Kleider und Ausrüstungen für Erwachsene und Kinder für den Outdoor-Einsatz. Nebst Kleidung und Schuhen steht auch Equipment wie z.B. Rucksäcke zu Verfügung, jedoch keine First-Layer und keine sicherheitsrelevante Ausrüstung wie Helme. Gelistet sind ausserdem Neuwaren der nachhaltigen Marken Ternua und Trollkids. Erstere stellt Kleidung aus rezyklierten Materialien her, wie zum Beispiel aus Fischernetzen, Bettfedern, Grünschalen von Nüssen und als Fütterung mit sonst nicht verarbeitbarer Schafwolle. Trollkids bietet funktionelle Outdoorbekleidung für Kinder zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. 

Für das Interieur wurden Naturmaterialien rezykliert, so zum Beispiel Fichtenholz, das bei einem Hausabbruch gerettet werden konnte, und alte Beizentische, oder eine SAC-Wolldecke, die als Garderobenvorhang dient. Das Shoppingerlebnis wird durch Aufnahmen der berühmten Naturfotografen Martin Mägli und Tobias Rysen verstärkt. 

 

Shop-Adresse:

Europaallee Passage, Lagerstrasse 10, 8004 Zürich 

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10 – 20 Uhr
Samstag 10 – 18 Uhr 

  www.2ndpeak.ch

 

Der Wandersommer kommt! Die Schweiz ist ein Traum-Wanderland, pefekt für Ferien im eigenen Land.

Ein Land mit einmaligen und besonderen Naturschönheiten. Ob am Wasser, im Tal, im Wald, auf dem Berg – es gibt immer etwas zu entdecken! Ein Land mit über 65’000 Kilometern markierten Wanderwegen. 

Entdecke hier besondere Ferienunterkünfte! 

 

Buche ein gemütliches Wanderhotel oder miete eine Alphütte, ein Maiensäss oder Rustico, eine Ferienwohnung, ein Ferienhaus, oder verbringe Ferien auf dem Bauernhof oder gar im Baudenkmal – Hier geht’s zu den Angeboten. Ab in die Wanderferien!

Alphütten, Maiensässe

Jetzt unvergessliche Ferien in einer heimeligen Alphütte, in einem -Maiensäss in höheren Berglagen verbringen. Abgelegen, ruhig und mit traumhafter Aussicht, fernab der Zivilisation: ein Traum!

  Zu den Alphütten und Maiensässen

 

Wanderhotels

Wanderferien in gemütlichen Wanderhotels verbringen hat Vorteile: Hier darf man sich in schönster Umgebung wunderbar verwöhnen lassen. Ab in’s Wanderwunderland Schweiz!

  Zu den Wanderhotels

 

Ferienwohnungen- & Häuser

Viel Wohnraum, Privatsphäre, Ruhe, Unabhängigkeit und Flexibilität lassen Wanderferien in einer Ferienwohnung oder einem -Haus perfekt werden.

Entspannung fängt schon beim Blick aus dem Fenster auf die Berggipfel oder die sattgrünen und bunten Alpwiesen der Feriengegend an. Welche Wanderregion darf es sein?

  Zu den Ferienwohnungen- & Häuser

 

Rustico

Das echte Tessin neu entdecken! Ferien in einem Rustico in der Tessiner Alpen- und Talwelt sind unvergessliche Auszeiten der Ruhe.

Es gibt Trouvaillen dieser urchigen, typischen Tessiner Granitsteinhäuser, die Tradition und Moderne verbinden. Darf es eher im ruhigen, abgelegenen Flusstal sein oder mittendrin im kleinen Tessiner Bergdorf?

  Zu den Rustici

 

Ferien im Baudenkmal

Aussergewöhnliche Ferien gibt es im Baudenkmal. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal nimmt sich historischen Gebäuden, die vor dem Verfall und Abriss stehen an, renoviert sie sanft und belebt sie als Ferienunterkünfte.

Ein Projekt an der Schnittstelle von Tourismus und Denkmalpflege. So stehen spannende Unterkunftsarten an unterschiedlichen Orten für Ferienerlebnisse zur Verfügung. Hier geht es los!

  Ferien im Baudenkmal

 

Ferien auf dem Bauernhof

Hier kannst du hautnah das Bauernhofleben miterleben. Sei dabei, wenn die Hoftiere gefüttert oder auf die Weide geführt werden oder lege selber mal Hand an beim Melken.

Der Genuss von frischen Hof-Produkten gehört dazu. Ideal für Familien und Naturverbundene. Brich einmal aus deinem Alltag aus und wende dich einem ganz anderen Ferienerlebnis zu. Ab in die Ferien auf dem Bauerhof!

  Ferien auf dem Bauernhof

 

Text: Claudia Ruf (WegWandern.ch), Bilder: Yvonne Zürrer (WegWandern.ch)

 

Wanderungen durch Moorlandschaften – Augen und Ohren auf!

Wer durch Moore streift, ist wie auf einer Pirsch. Vorsichtig geht man Schritt für Schritt, mit scharfen Augen die umliegende Natur beobachtend, nach seltenen Tieren wie Vögeln, Insekten und Pflanzen suchend, durch die Gegend. Manch eine ist karg, fast eintönig und einfarbig, der Boden von Moosen und Heiden bedeckt, durch den ein mäandrierender Bach plätschert. Ein kühler Nebel schwebt über die Gegend, Feuchtigkeit setzt sich auf die Haut. Ein modriger Geruch zieht durch die Nase. Eine andere Landschaft ist wiederum bunt, mit weiter Blumenpracht wilder Wiesen und grenzt an lichte Föhren-, Fichtenwälder. Seltene, gar unbekannte Geräusche lassen einen aufhorchen. Die Moorgegend erscheint in einem sanften, fast mystischen Licht. Diese Eindrücke berühren all unsere Sinne.

Moorlandschaften sind spezielle Naturschönheiten und sehr wichtige Ökosysteme. Und, sie sind in der Schweiz geschützt. Mit dem richtigen Verhalten und auf den dafür frei gegebenen Wegen dürfen Moorlandschaften vorsichtig und unter Einhaltung der geltenden Regeln begangen werden. Das sind besondere Wandererlebnisse.


Hochmoor von Rothenthurm, die grösste zusammenhängende Hochmoorfläche der Schweiz

 

Alles Wasser oder was – was sind Moore?

Moore können vielfältige Strukturen aufweisen. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Moore lieben und brauchen Wasser, ohne können sie nicht überleben. Sie bilden sich in Gegenden mit Staunässe: Mehr Wasser wird zugeführt als ablaufen, versickern oder verdunsten kann. Ein steter Wasserüberschuss aus Niederschlägen und/oder Mineralbodenwasser ist wichtig, ebenso auch eine Ausgeglichenheit zwischen Wasserzufluss und -abfluss.


Naturschutzgebiet Bätzimatt am Oberen Zürichsee

 

Flach- oder Hochmoor?

Es gibt zahlreiche Namen, die den Charakter eines Moores benennen, wie Niederungsmoor, Ried, Wiesenmoor, Waldmoor, Regenmoor (Flachmoore) oder Heide-, Torfmoor, Moos, Fenn, Fehn (Hochmoore), Übergangsmoore uvm.

Seit der Annahme der Rothenthurm-Initiative 1987 stehen Moore unter dem Schutz der Bundesverfassung. Im Bundesinventar der Schweiz sind 1268 Flachmoore und 551 Hochmoore unter Schutz gestellt (Stand 2020). Sie werden zwischen zwei Begrifflichkeiten differenziert: Flachmoor und Hochmoor. Die Begriffe bezeichnen jedoch weder die Höhenlage, noch die Ausdehnung des Moores. 

Flachmoore werden hauptsächlich durch nährstoffreiches Grundwasser genährt. Die Pflanzen haben eine Verbindung zum Grundwasser. Flachmoore sind jünger als Hochmoore und zeichnen sich durch ihre grosse Artenvielfalt und den Reichtum von seltenen Pflanzen aus. Oftmals haben sie sich an verlandeten Seen, Flüssen und Bächen oder auch durch Rodungen von feuchten Wäldern entwickelt. Auch durch Quellen an Hängen oder sogar in Flussauen können sie entstehen.

Gefahren für Flachmoore bestehen, wenn sich die Faktoren Licht bzw. Überschattung oder die Wasserversorgung ändern. Wenn beispielsweise das Volumen des zufliessenden Wassers gegenüber dem abfliessenden nicht ausgewogen bleibt oder die Temperatur die botanische Zusammensetzung des Flachmoores ändert. Lichteinfluss, der eine stärkere Überschattung von Pflanzen bewirken kann, lässt flachmoorfremde Arten (Neophyten) eindringen. Diese errichten Kolonien und verdrängen seltene Pflanzenarten. Der Lebensraum kann sich grundlegend verändern. 

Hochmoore werden durch Regenwasser, Oberflächenwasser versorgt. Die Hochmoore haben keine Verbindung zum Grundwasser. Es gibt sie in Gegenden mit reichlich Niederschlag, hoher Luftfeuchtigkeit, geringerer Wärme und dadurch weniger Verdunstung. Torf kann sich in grösseren Mengen durch abiotische Bedingungen bilden. Wenige aber hochspezialisierte Pflanzenarten können darin leben. Beispielsweise die Rosmarinheide, der Sonnentau, das Wollgras, die Moosbeere.

Hochmoore benötigen zwar keine extensiven Pflegemassnahmen wie Flachmoore, erfordern jedoch Regeneration, da durch frühere Nutzungen, wie beispielweise durch den Torfabbau, Störungen erfolgten. Eine Regeneration stoppt den Abbau der Torfschicht und ermöglicht das Wachstum des Moores. In den meisten Fällen ist dies ein sehr langandauernder Prozess. Hochmoore sind gefährdet durch direkte Eingriffe wie Entwässerung, Torfabbau, Landwirtschaft und Besiedlung, auch durch indirekte Einflüsse wie Nährstoffeinträge durch Dünger aus der Landwirtschaft, Pestizide, sowie Nähr- und Schadstoff belastetes Regenwasser. 


Waldweiher bei Langnau-Gattikon

 

Es gibt zahlreiche Mischformen von Moorarten

Aus Flachmooren sind viele Hochmoore über Jahrtausende entstanden, aber auch umgekehrt können Flachmoore aus Hochmooren entstehen. Es gibt Moorflächen im Gebirge genauso wie im Flachland, kleinst- und grossformatige Moorhabitate. In kleinen Gruben gibt es sogar Moosmoore, die sich in sogenannten Schneetälchen in den Bergen, nach der Schneeschmelze bilden.

Moorlandschaften können Sümpfe, Auen, Tümpel sein und Mooraugen haben. Sie können Moose, Streuwiesen, Riede, Seggenriede, Schilfröhricht, Pfeifengraswiesen, bewirtschaftete Wiesen und Weiden, Weiss- und Schwarztorf, uvm. aufweisen und an Wälder, Tundra oder Steppen, Flüsse, Bäche, Seen angrenzen.

Intakte Hochmoore beispielsweise, sind natürlicherweise waldfrei. Nur wenige Baumarten tolerieren nasse und nährstoffarme Bedingungen, beispielsweise die Bergföhre. Aber aus nährstoffarmen Böden von versumpften Wäldern wiederum können sogenannte Versumpfungs-Hochmoore entstehen. Aber in gut entwässerten Randbereichen von lichten Moorwäldern können sich Föhren und Fichten befinden.

Auch das Klima ist für Moorlandschaften von grosser Bedeutung. Verdunstung, Sonnenscheindauer, Regen- und Oberflächenwasser beeinflussen Moore. Sie haben diffizile hydrologische Verhältnisse. Die Torfmoose der Hochmoore etwa wirken wie Schwämme. Sie bilden dichte und Wasser aufsaugende Decken wie Polster (Bulten genannt), die an der Oberfläche weiterwachsen. Sie können bis zum Zwanzigfachen ihres Trockengewichtes an Wasser speichern. In Trockenphasen geben sie dann kontinuierlich Wasser ab. Zeitweise trocknen die Torfmoos-Hügel aus. Doch in einem intakten Hochmoor gibt es kleine Wasserrinnen, die ständig gefüllt sind (Schlenken sogenannt). Auch grössere und offene Wasserflächen können sich in Moorlandschaften finden, sogenannte Mooraugen (Blänken genannt). Das Klima beeinflusst die Entstehung und Entwicklung von Moorlandschaften.

Ein Charakteristikum für Hochmoore ist Torf. Aus abgestorbenem Pflanzenmaterial, das nicht richtig zersetzt werden kann, da die Bedingungen sauer und nährstoffarm sind, bildet sich im Laufe der Zeit Torf anstatt Humus. So wächst das Hochmoor immer mehr in die Höhe (ca. 1mm pro Jahr). Es dauert rund 1000 Jahre bis ein Meter Torfschicht gebildet ist. Der Abbau von Schwarz- oder Weisstorf zur Anreicherung von Gartenerde ist bedenklich. Für den konventionellen Verkauf von mit Torf angereicherter Gartenerde in Europa kommt heute hauptsächlich aus dem Baltikum und Russland. 

Intakte Moore sind in der Lage Kohlenstoff im Torf zu binden. Alle Moore der Erde speichern etwa 455 Gigatonnen Kohlenstoff, das sind rund 60% des Kohlenstoffs der Atmosphäre. In Zeiten des Klimawandels ist diese Fähigkeit wertvoll. Zerstörte Moore können gar CO2 abgeben.

Ohne jährliches Schneiden des Schilfes und Röhrichte (Mahd) beginnt eine Verbuschung und der Wald erobert sich den Lebensraum zurück. Die Wurzeln der Büsche und Bäume würden ein Flachmoor entwässern. An gewissen Orten können zur Pflege dafür auch Tiere, wie das Schottische Hochlandrind, eingesetzt werden. Es frisst Schilf, Seggen und Weideruten, ohne dabei den Boden übermässig zu belasten. 

Weltweit sind circa 3 % der gesamten irdischen Landfläche von Mooren bedeckt. Sie zählen zu den am meisten vom Verschwinden bedrohter Lebensräume.


Flachmoorgebiet um den Gräppelensee, Toggenburg

 

Entstehung, geschichtlicher Rückblick

Vor etwa 200 Jahren gab es in der Schweiz ein dichtes Netz von einigen grossen und zahlreichen kleineren Mooren. Sie bildeten sich vorwiegend nach der letzten Eiszeit, als die Gletscher schmolzen. Diese hinterliessen Mulden, Becken und Täler, die sich mit Wasser füllten und so Seen, Weiher, Sümpfe und Tümpel schufen. Die stehenden Gewässer entwickelten sich zu undurchlässigen Schlamm- und Lehmschichten (sog. Gyttjen). Die Staunässe ist eine wichtige Voraussetzung zur Bildung von Mooren. Auch Verlandungen, totes Pflanzenmaterial, was sich nicht zersetzen kann (Sauerstoffarmut, saure Böden), Vorhandensein bestimmter Torfmoosarten uvm. sind Bedingungen, die die Entstehung beeinflussen.

Einige entstanden durch Rodungen zur Gewinnung von Alpweiden, Siedlungs- und Kulturlandschaften. Im 18. Jahrhundert wurden Hochmoore sogar kultiviert. Man baute mancherorts Kohlarten, Kartoffeln, Rüben, Getreide und Hülsenfrüchte darin an. Auch Streue von der Mahd wurde vielerorts für den Stall genutzt. Dabei wurden aber oft auch Hochmoore zerstört oder entwickelten sich hin zu Flachmoorarten. 

Eine begehrte Ressource war immer schon Holz, das als Brenn- und Baumaterial, zur Werkzeugherstellung und als Laubfutter für Nutztiere genutzt wurde . Es kam zum Einsatz beim Schiffbau, in Ziegeleien, Köhlereien und zur Verhüttung von Eisen. Früh schon gab es eine Holznot. Die recht genauen Kenntnisse der Vegetations- und Waldentwicklung sowie die Nutzung sind den Pollenanalysen zu verdanken. Dazu werden aus Torfen, die einige Moorleichen wie Pollen und Samen, Tierknochen und mehr im sauren und luftdichten Boden konserviert haben, geschichtete Bohrkerne gewonnen und analysiert. 

Als Ersatz des rarer werdenden Holzes wurde früh getrockneter Torf als Brennmaterial genutzt. Um 1700 intensivierte man das Torfstechen. Um 1850 wurde der Bedarf an Brennmaterial «des armen Mannes» im Kanton Zürich zu ca. 20% von Torf gedeckt. So wurden Hochmoore stark beeinträchtigt oder gar zerstört.

Generelle Eingriffe in den Wasserhaushalt wie z. B. durch Drainagen, Wasserentnahme, Quellfassungen oder versiegelte Flächen, über die das Wasser konzentriert abfliesst und die damit verbundene Entwässerung, sind äusserst bedenklich für intakte Moorlandschaften.

So folgten Seeregulierungen und Flusskorrekturen durch Begradigungen, Sanierungen, Meliorationen, Eindämmungen im Sinne des Menschen, wie er damals die Natur zu beherrschen versucht hat. Dies liessen besonders im Mittelland sehr viele Moore verschwinden. Betroffen waren die Linthebene, der Alpenrhein, die Rhone, die Broye, das Juragewässer, die Emme, die Reuss und der Ticino.

Erste Tonrohrdrainagen nach englischem Vorbild wurden 1850 im Thurgau angelegt. Sogar «Entsumpfungsgenossenschaften» mit dem Recht zur Austrocknung von Mooren entstanden. Zwischen 1885 und 1940 subventionierte der Bund sogar die Entwässerung von mehr als 80’000 ha Moorflächen. (Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, Walter Thut, Moore)

 


Hochmoor von Rothenthurm

 

Den Mooren Sorge tragen

Die Schweiz ist das einzige Land der Welt, welches seit der Volksinitiative «zum Schutz der Moore – Rothenthurm-Initiative» ab 1987 seine Moore und Moorlandschaften von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung in der Verfassung (gemäss Artikel 78 Absatz 5 der Bundesverfassung) mittels Verordnungen schützt.

Für viele und besonders gefährdete Flora- und Fauna-Arten sind die Moore die einzigen Lebensräume. Vom Aussterben bedrohte Arten können nur in diesen Habitaten und/oder daran angrenzenden Gegenden leben. 

 

Einmal zerstörte Moore lassen sich nicht wiederherstellen!

Wer durch eine Moorlandschaft wandert, hält sich immer an die folgenden Regeln:

  • Tiere dürfen weder gestört, gejagt, gefangen noch getötet werden
  • Pflanzen und Pilze dürfen nicht gepflückt, zerstört oder ausgegraben werden
  • Wege dürfen nicht verlassen werden
  • Hunde müssen an der Leine geführt werden
  • Kein Feuer entfachen
  • Sämtliche Abfälle müssen mitgenommen werden (auch Papiertaschentücher!)

 

Hier eine Auswahl von Wanderungen, auf denen man Mooren begegnet:

 

 

Das Scheiden-Wollgras beispielsweise hat in seinem Stängel eine Vertiefung, die wie ein Röhrchen funktioniert. Damit leitet es den Sauerstoff bis zu den Wurzeln im wassergesättigten Boden hinunter. 

Nur ein eindrückliches Beispiel von vielen, was die gegenseitigen Abhängigkeiten aufzeigt:

Das Weibchen des Dunklen Moorbläulings (Maculinea nausithous) legt seine Eier in Blüten des Grossen Wiesenknopfs (Sanguisorba offi cinalis), einer Charakterpflanze der Hochstaudenriede (Filipendulion) und Dotterblumenwiesen (Calthion). Die junge Raupe ernährt sich von Blütenteilen. Nach ihrer dritten Häutung schnellt sie sich von der Wirtspflanze weg und fällt zu Boden. Hier wartet sie bewegungslos, bis sie von einer Roten Wiesenameise (Gattung Myrmica) aufgelesen und in deren Nest transportiert wird. Von der Raupe abgesonderte Sekrete bewirken, dass die Ameise sie nicht als Beute erkennt, sondern wie eine Larve der eigenen Art behandelt. Es existieren mehrere Myrmica-Arten, doch eine Überlebenschance hat die Raupe des Dunklen Moorbläulings nur, wenn sie in einem Nest der Art Myrmica laevinodis landet. Hier ernährt sie sich von der Ameisenbrut und verpuppt sich im Winter. Nach der Metamorphose verlässt der Falter das Nest. (Quelle: Eidg. Dep. UVEK)

Diese Schmetterlingsart ist besonders vom Aussterben bedroht und gehört zu den hoch prioritären Arten für Fördermassnahmen.

Ein anderes Beispiel der Überlebenskunst: Der fleischfressende Sonnentau. Er hat sich auf tierisches Eiweiss umgestellt, zur Umgehung der Nährstoffknappheit und gehört zu den Karnivoren. Der starke Duft des Sonnentaus zieht Insekten an, die am Nektar festkleben. Dann wickelt er sein Opfer ein und verdaut es mit Enzymen. Der Sonnentau wie auch das Fettblatt oder der Gewöhnliche Wasserschlauch und die Krugpflanze, die alle Karnivoren sind, sind typische fleischfressende Überlebenskünstler im Moor. Er findet sich in Hochmooren in Begleitung von Torfmoosen, im Mittelland und im Wallis. (Weiterführende Informationen/Quelle:newsd.admin.ch)


Auf dem Amdener Höhenweg durch das grösste Hochmoor der Ostschweiz

 

Ein weiteres Beispiel findet sich in einem der grössten Hochmoore der Schweiz, das erste Moor der Schweiz, welches 1987 unter Schutz gestellt wurde: das Hochmoor Rothenthurm. Hier findet man Musse und Erholung auf einer Wanderung an Bergföhren, Fichten, Auen vorbei. Der Torfabbau war einst bis in die 1940 Jahre ein blühender Wirtschaftszweig. Torfstichkanten und Torfhütten erinnern daran. Der natürliche, mäandrierende Bachverlauf ist einer der raren und sehr eindrücklichen, die es gibt.

Und vielleicht kann man auf einem Wanderweg durch eines der grössten Flachmoore der Schweiz – im Neeracher Ried – die verschiedenen Strukturen einer weiträumigen Moränenlandschaft erkennen. Das Neeracher Ried ist ein Flachmoor und eine Moorlandschaft sowie ein Wasser- und Zugvogelschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Total wurden seit 1900 über 230 Vogelarten im Reservat festgestellt. Unter den Brutvögel sind vor allem folgende Arten gut vertreten: Zwergdommel, Wasserralle, Tüpfelsumpfhuhn, Kiebitz (leider kaum erfolgreiche Bruten), Lachmöwe, Kuckuck, Nachtigall, Feldschwirl, Sumpfrohrsänger, Drosselrohrsänger und Rohrammer. Unregelmässig brüten zudem Drosselrohrsänger und Bartmeise. Sehr oft finden sich in Flachmooren Sauergräser. Daneben gibt es auch Grosseggenbestände, welche durch Anhäufen von unvollständig abgebautem Pflanzenmaterial, so genannte Bulten bildet (erhöhte Grashorste).

Ein Flachmoor beheimatet viele Blütenpflanzen. Auf einer eindrücklichen Wanderung durch die Bätzimatt bei Tuggen kann man die wunderschönen Schwertlilien (Iris) und Knabenkräuter (Orchideen) bestaunen, nebst einer Vielzahl anderer Moorbewohner!

Das grösste zusammenhängende Moorgebiet der Schweiz, welches auf Etappen wandernd erlebt werden kann, steht in der UNESCO Biosphäre Entlebuch. Auf dem Moorlandschaftspfad geht es über federnde, auch mit Holz belegten Moorwegen, auf steinigen Bergpfaden und historischen Passrouten durch faszinierende Moorwälder, blumige Flach- und Hochmoore. Er begeistert die Sinne!

 


Im Naturschutzgebiet Bätzimatt am Oberen Zürichsee

Es gibt viel zu entdecken beim achtsamen Begehen der für Wanderungen zugänglichen Moorgegenden, aber halte Dich dabei immer an die geltenden Regeln!

 

Covid-19: SAC-Hütten und Wandern in Zeiten von Corona: An der Medienkonferenz vom 29. April 2020 hat der Bundesrat entschieden, ab dem 11. Mai 2020 verschiedene Massnahmen des Lockdowns zu lockern.

Unter bestimmen Voraussetzungen ist Bergsport, und damit auch das Wandern, ab sofort wieder möglich. Allerdings gelten dafür bestimmte Regeln!

 

SAC-Hütten

SAC-Hütten dürfen ab dem 11. Mai 2020 wieder öffnen. Vorausgesetzt, sie verfügen über ein Schutzkonzept unter Einhaltung der geltenden Massnahmen des Bundes. Dies beinhaltet Hygiene- und Distanzregeln sowie Schutzmassnahmen für Hüttengäste und Mitarbeitende. Es müssen bestimmte Regeln eingehalten werden. Mehr zu den Regeln findest Du auf der SAC-Webseite und auch die Empfehlungen des SAC. Welche Hütte ab dem 11. Mai 2020 öffnet, erfährt man auf der jeweiligen Hüttenwebsite.

Regeln für Hüttengäste:

  • Reserviere Deinen Schlafplatz – ohne Reservierung keine Übernachtung!
  • Besuche SAC-Hütten nur in gesundem Zustand!
  • Selbst mitbringen: Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Handtuch!
  • Kein Schlafplatz ohne eigenen Hüttenschlafsack!
  • Nimm Deinen Abfall wieder mit ins Tal!

Eigenverantwortung ist jetzt besonders wichtig!

  124 Wanderungen zu Hütten

 

Nach wie vor gilt:

  • Gründlich Hände waschen
  • Kein Händeschütteln
  • In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen
  • Mindestens 2 Meter Abstand halten –> «Social Distancing» 
  • Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben
  • ÖV meiden

 

 

Die wichtigsten Tipps zum Wandern während COVID-19

  • Achtung beim Kreuzen mit anderen Menschen!
  • Möglichst mit Personen aus dem gleichen Haushalt wandern, ansonsten den Personenkreis klein halten
  • Keine Risikobereitschaft, kehre im Zweifelsfall um
  • Desinfektionsmittel und Maske gehören in den Rucksack
  • Wasche oder desinfiziere Deine Hände regelmässig
  • Bei Erste-Hilfe: verwende eine Schutzmaske und Handschuhe
  • ÖV: Distanz einhalten, meide ÖV vorübergehend, wo möglich
  • Privatautos: Auch hier gilt es die Schutzmassnahmen einzuhalten
  • Lange Anreisen meiden
  • Plane Deine Touren sorgfältig
  • Erste-Hilfe-Set und ein Handy in den Rucksack
  • Auf den markierten Wegen bleiben

 

(Wander-)Ferien in der Schweiz

Dieses Jahr sind wohl Ferien in der Schweiz angesagt. Unser Tipp: Verbringe Deine Wanderferien zum Beispiel in einer gemütlichen Alphütte, einem Maiensäss, Rustici oder in einer komfortablen Ferienwohnung, einem Ferienhaus oder in speziellen Unterkünften, wie in einem Baudenkmal oder auf dem Bauernhof.

Wanderhotels: Wanderferien in gemütlichen Wanderhotels zu verbringen hat Vorteile: Hier darf man sich in schönster Umgebung wunderbar verwöhnen lassen. Ab in’s Wanderwunderland Schweiz!

  Zu den Ferienunterkünften

 

Wichtige Links

  Bundesamt für Gesundheit BAG
  Neues Coronavirus: Massnahmen des Bundes
  Situation Schweiz und International

 

 

Die Schweizer haben grosse Lust auf Wandern

In der Schweiz ist das Wandern mehr als nur ein Nationalsport. Jährlich Ende Mai steht im ganzen Land eine wahre Völkerwanderung bevor. Zu diesem Zeitpunkt haben bereits unzählige freiwillige Helfer die Spuren des Winters in den Wanderwegen beseitigt und die Markierungen neu aufgefrischt. Ab diesem Zeitpunkt sind die Schweizer Wanderer nicht mehr zu halten. Das ist kein Wunder, schliesslich steigen die Anforderungen in der Arbeitswelt immer weiter an und das Wandern bietet einen willkommenen Ausgleich. Man kommt zur Ruhe und geniesst die Schönheiten der Schweizer Natur.

Die eigenen Grenzen erforschen

In der heutigen hektischen Arbeitswelt ist die Bevölkerung starken Belastungen ausgesetzt. Der Fortschritt in allen Bereichen führt dazu, dass immer mehr Menschen unter starkem Druck ihre Leistung abrufen müssen und gleichzeitig das Beste aus sich herausholen sollen. Dies ist auch Wanderfreunden nicht ganz unbekannt.

Gerade wenn es in die Berge geht, sind sie hoch motiviert ihre Grenzen auszuloten und diese auch zu überschreiten. Der mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilm „Free Solo“ der Filmemacher Elizabeth Chai und Jimmy Chin zeigt eindrucksvoll, wie der Free Solo-Kletterer Alex Honnolds mit dieser Situation umgeht und das Maximum für seinen Sport herausholt. Das Kunststück besteht dabei darin unter extremen Druck nicht zu zerbrechen, sondern seine Fähigkeiten auszuloten und zu verbessern. Die Schweizer sind seit jeher ein Volk von Wanderern. Rund jeder Dritte in der Schweiz macht sich regelmässig auf, die Natur zu erforschen. Das hat mehrere Gründe.

 

Von Kindesbeinen an

Die Mach Consumer-Studie aus dem Jahr 2007 bezeichnete das Wandern in der Schweiz als ein Phänomen, das alle Bevölkerungsgruppen und Schichten gleichermassen betrifft. Ein Viertel aller bis 34-Jährigen, rund 40 Prozent aller bis 55-Jährigen und mehr als ein Drittel aller über 55-Jährigen zieht regelmässig durch die Natur.

Dieser Trend ist jedoch keine Modeerscheinung, sondern fixer Bestandteil der eidgenössischen DNA. Schliesslich wachsen viele Schweizer von Beginn an mit dem Wandern auf. Was ihnen in jungen Jahren als uncool erschien, wird später zum fixen Bestandteil ihrer körperlichen Betätigung. Das ist kein Wunder, denn die Schweiz bietet die perfekte Landschaft dafür. Die Rigi, die kleine Scheidegg, oder der Säntis sind die ideale Umgebung, um sich für das Wandern zu begeistern.

 

Wandern ist modern

Gewandelt hat sich allerdings die Art, wie die Schweizer wandern gehen. Waren es früher grosse Gruppen, die durch die Berge und Wälder streiften, so hat sich das Wandern heute zum Sport für alle gewandelt. Heute sind es die Einzelgänger oder der engste Freundeskreis, der sich für die Touren in der Heimat begeistert. Die Renaissance des Wanderns hat auch ein Wandel in der Modeindustrie und der Hype in den Medien befeuert.

Vorbei sind die Zeiten der braun-grünen Outfits. Farbenprächtige Hi-Tech-Outdoor Jacken haben die Mode in die Natur gebracht, dementsprechend gross ist der Andrang auf die schnittigen Outfits. Es scheint, als haben die Menschen das in den Genen verankerte Bedürfnis sich in der Natur zu bewegen, neu entdeckt. Die Verbindung der körperlichen Betätigung mit dem sozialen Austausch, der Kulinarik und der Heimatkultur liegt im Trend und führt die Menschen zu ihren Wurzeln zurück.

 

Zum Wandern geschaffen

Die Topografie der Schweiz ist wie geschaffen zum Wandern. Die grosse Vielfalt auf engstem Raum schafft Abwechslung und bietet ständig neue Einblicke. Berge, Täler, Flüsse und das saftige Grün der Wälder und Wiesen sind der ideale Lebensraum für Naturfreunde und jene, die sich aufmachen wollen, ihre Heimat zu ergehen. Selbst von den grossen Städten der Schweiz ist es nur ein kurzer Weg zu den nächsten Wanderrouten.

Die gelben Weg-Anweiser führen den Wanderer mitten in ein Netz an Wanderwegen, die sich zu einer gewaltigen Gesamtstrecke von 62.000 Kilometern summieren. Das entspricht immerhin einer Strecke, die in ihrer Länge rund eineinhalb Mal um den Erdball führt. So kommt man beispielsweise von Genf nach Romanshorn und von dort bis ins hinterste Tal. So wird die ländliche Naturlandschaft mit den urbanen Gebieten eins. Selbst die Schweizer Verfassung hat daran ihren Anteil, schliesslich verlangt ein eigener Absatz möglichst viele naturbelassene Wege.

Hüter dieses Wegenetzes sind die zahlreichen aktiven Schweizer Wandervereine. Sie kümmern sich um die ausgedehnten Routen, die ihre Entstehung ausgerechnet dem Aufkommen des Autos zu verdanken haben. Wo sich früher Fahrzeuge und Fussgänger einträchtig nebeneinander bewegten, war bald eine Änderung nötig. Die rasch wachsende Zahl der Autos führte zu einer Entflechtung und legte die Basis für dieses einzigartige Netz an Wanderrouten.

 

Copyright-Angaben Bilder:

Bild 1: Wandern in den schönen Alpen, in der Nähe von Matterhorn und Zermatt © Ioana Catalina E – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH

Bild 2: Junges Paar unterwegs in den Schweizer Alpen © nullplus – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH

In Zeiten von Corona ist jeder aufgefordert, seinen Teil zur Eindämmung des Virus beizutragen und Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet ua. die Hygienemassnahmen strikt zu befolgen, ÖV meiden, auf Social Distancing zu gehen. Auch keine Freunde nach Hause einzuladen oder zu treffen!

Wanderungen sollten nur alleine oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt unternommen werden (Stand 16.03.2020).

 

  Zum Update vom 3.5.2020

Auch wenn es schwer fällt und wir lernen müssen zu verzichten und unser Verhalten ändern müssen, kann der Coronavirus nur bekämpft werden wenn ALLE die Massnahmen des Bundes strikt befolgen! Stay Safe!

 

Massnahmen des Bundesamt für Gesundheit BAG:

  • Gründlich Hände waschen
  • Kein Händeschütteln
  • In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen
  • Mindestens 2 Meter Abstand halten
  • Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben
  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation
  • ÖV meiden
  • Zu Hause bleiben
  • Physische soziale Kontakte meiden –> «Social Distancing» 

 

Wichtige Links

  Bundesamt für Gesundheit BAG
  Neues Coronavirus: Massnahmen des Bundes
  Situation Schweiz und International

 

Wandern in Zeiten von Corona

Wandern in Zeiten von Corona: Der Frühling und die Sonne sind da und man möchte nach draussen! Was bedeutet das? Das Bundesamt für Gesundheit BAG fordert auf, zu Hause zu bleiben. Derzeit (Stand 16.03.2020) ist es aber nicht verboten sich draussen aufzuhalten. 

Nutze für Deine Wanderungen keine ÖVs. Meistens liegen Wanderwege direkt vor der Haustüre. Oder bring zum Beispiel Dein Velo wieder in Schuss und reise ökologisch zu Deinem Ausgangspunkt Deiner Wanderung.

Hier die wichtigsten Tipps:

  • Alleine Wandern oder nur mit Personen aus dem gleichen Haushalt!
  • Kein ÖV benutzen! 
  • Plane Rundwanderungen, am Besten direkt von der Haustüre aus
  • Keine Hot Spots, meide Menschenansammlungen
  • Beim Kreuzen mit anderen Menschen –> Distanz von 2 Metern einhalten!

 

Fit bleiben

Auch in Zeiten von Corona und Home Office sollte man fit bleiben. Hier ein paar Apps und Links:

Link zu Home Workout Apps:

  Home Workout – ohne Geräte

 

YouTube:

  30 Minuten Ganzkörper Workout für Zuhause ohne Geräte!
  Workout für Zuhause | Ohne Geräte zur Bestform
  HappyAndFitPilates
  Pilates für Anfänger – das Einsteiger-Workout für den ganzen Körper

 

App Store:

  Plank Workout
  Home Workout – ohne Geräte

 

Google Play:

  Plank Workout
  Home Workout – ohne Geräte

Bergdörfer ohne Schutzwald sind schutzlos. Ebenso sind alle grossen Nord-Süd Transitachsen auf den Schutz der Bergwälder angewiesen. Das Ökosystem Bergwald reagiert empfindlich auf Störungen, da nur wenige Baumarten auf dieser Höhe gedeihen können. Jährlich helfen rund 2400 Freiwillige des Bergwaldprojektes mit, den Bergwald zu stärken.

 

Bergwald Projekt

Eine Reise im Zug oder dem Auto von Zürich oder Chur nach Bellinzona wäre ohne Schutzwald unvorstellbar. Im Winter würden Lawinen die Strassen und Schienen verschütten, im Sommer nach grossen Regenfällen kämen Schlamm- und Erdlawinen die Berge hinunter. Auch an ein Leben in den Bergdörfern oder an Winterferien in den Bergen wäre nicht zu denken. Im Kanton Graubünden z.B. ist jedes zweite Haus durch Schutzwald geschützt.

So wie wir heute leben, kann man den Schutzwald nicht sich selber überlassen. Hohe Wildbestände gefährden die natürliche Verjüngung, die Klimaerwärmung macht v.a. der Fichte das Leben schwer. Nur Diversität in der Artenzusammensetzung kann ein gewisses Mass an Sicherheit in einer unsicheren Zukunft bieten.

Deshalb setzt sich das Bergwaldprojekt mit seinen jährlich rund 2400 Freiwilligen für die Verjüngung des Waldes, den Schutz junger Bäume gegen Wildverbiss, eine gesunde Artenzusammensetzung des Waldes und die Vielfalt auf Alpweiden ein. Auch im 2020 wird wieder fleissig gearbeitet. In über 100 Projektwochen an 36 Orten der Schweiz können wiederum erwachsene Freiwillige, Schulklassen und Firmeneinsätze mithelfen, das Berggebiet bewohnbar und unsere Verkehrswege befahrbar zu halten. Jung und Alt, Bürolisten und Handwerker, Mann und Frau arbeiten zusammen bei Sonne und Regen am gemeinsamen Ziel. Gewohnt wird in einfachen Unterkünften, die Verköstigung ist lokal und biologisch.

Interessierte können sich direkt über www.bergwaldprojekt.ch für eine Projektwoche anmelden.

 

Anmeldung Bergwald Projekt
  www.bergwaldprojekt.ch

 


Das Montafon ist ein bekanntes, touristisches Tal im Vorarlberg, Österreich. Das Bergwaldprojekt engagiert sich im Montafon im Silbertal, einem spärlich besiedelten Seitental, das bei Schruns abzweigt.


Trin, Bild: zVg


Alp Ramsa Höjahus im Madris (Avers, Graubünden) wird von der ansässigen Bauernfamilie gepachtet und zusammen mit dem Bergwaldprojekt betrieben. Im Sommer weiden rund 120 Rinder und Kühe, 150 Mutterziegen und Gitzi von Juni bis September auf der Alp. Bild: Jaromir Kreiliger


Entlebuch – Im 19. Jahundert wurde der Wald im Entlebuch im Zuge der zunehmenden Industrialisierung stark übernutzt. Mit dem eidgenössischen Waldgesetz von 1876 wurden die Wälder grossflächig wieder aufgeforstet, was heute die Auswirkung hat, dass der Wald vielerorts gleichförmig und somit relativ unstabil aufgebaut ist. Bild: zVg


Bild: zVg


Seit 2002 arbeitet das Bergwaldprojekt auch im Gebiet der fusionierten Gemeinde Arosa im Schanfigg, Graubünden. Ein stabiler Schutzwald ist lebensnotwenig für die Menschen in den Dörfern und die Infrastruktur. Der Wald übernimmt im Tal eine zentrale Rolle mit seiner Schutzfunktion vor Lawinen, Steinschlag und Erdrutschen. Bild: Gregor Schmucki


Trin – Der Bergwald macht keine Winterferien! Die Schneedecke schützt den Wald, kann aber auch zerstörerisch wirken. Holznutzung und Waldpflege werden traditionell im Winterhalbjahr gemacht. Bild: zVg


Trin – Im Projekt Winterwald steht die Jungwaldpflege mit Handsäge und Axt im Zentrum., Bild: zVg


Trient liegt am Fusse des Mont Blanc Massivs im französisch sprechenden Unterwallis. Die Wälder sind lebensnotwendig an den steilen Bergflanken, welche Zuglinie, Strasse und Häuser im Tal schützen vor Steinschlag, Lawinen und Hangrutschungen. Bild: zVg


Trin Winterwald, Bild: Fabian Jaugstetter


Das Montafon ist ein bekanntes, touristisches Tal im Vorarlberg, Österreich. Das Bergwaldprojekt engagiert sich im Montafon im Silbertal, einem spärlich besiedelten Seitental, das bei Schruns abzweigt.


Trin, Bild: zVg

 

Anmeldung Bergwald Projekt
  www.bergwaldprojekt.ch

Wanderferien exklusiv für Alleinreisende oder mit tiefem Einzelzimmerzuschlag (SOLO+)

Alleine und Lust auf Wanderferien? Aber keine Lust alleine wandern zu gehen oder lange nach Wanderpartner/-innen zu suchen? Was gibt es Schöneres, als unabhängig zu sein und doch in der Gemeinschaft von kleineren Gruppen zu wandern, sich auszutauschen, schöne Momente zu teilen und den erklommenen Berggipfel zusammen zu feiern. Neu gibt es bei IMBACH Reisen auch Wanderferien exklusiv für Alleinreisende im Angebot. 

Im Frühling 2020 führen fünf Wanderreisen an die Sonne nach Mallorca, Madeira, Teneriffa, in die Algarve und nach Cannobio und im Herbst 2020 nach Ponza. Alle Wanderreisen haben ein leichtes bis mittleres Anforderungsprofil und eine maximale Gruppengrösse von 16 Personen. 

IMBACH reagiert mit dem neuen Angebot auf das zunehmende Bedürfnis auf Wanderferien für Alleinreisende. Diesem Trend trägt IMBACH mit dem Angebot SOLO+-Reisen zusätzlich Rechnung. Hier können Alleinreisende Angebote buchen mit einem maximalen Zuschlag von nur 20 Franken pro Nacht.

  www.imbach.ch/alleinreisende
  www.imbach.ch/alleinreisende-exklusiv
  www.imbach.ch/soloplus

 

Die Wanderdestinationen


Madeira


Algarve, Portugal


Mallorca Südosten


Insel Ponza


Teneriffa


Cannobio

 

Zu den Reisen
  www.imbach.ch

Wandern Digital

Diese Apps brauchst du unbedingt auf deinem Smartphone

Es hat nicht nur Nachteile in dem Zeitalter der sogenannten Digital Natives zu leben. Die Technologie für Smartphones und Tablets entwickelt sich gefühlt fast täglich weiter und es gibt immer bessere, schnellere und hilfreichere Apps fürs Handy. Auch im Bereich Wandern, Trekking und Hiking gibt es mittlerweile einen grossen Markt an kostenlosen und kostenpflichtigen Programmen, die einem die Wanderung erleichtern sollen. Von Notruf-Apps über interaktive Karten bis hin zu kleinen Spielereien ist im Prinzip alles vertreten. Wir stellen dir die wichtigsten Apps vor, die du bei deiner nächsten Wanderung auf jeden Fall auf deinem Smartphone haben solltest.

 

Omio: Bahn-, Bus- & Flug-Tickets für Europa-Reisen

Zuerst willst du am Startpunkt deiner Wanderung ankommen. Je nach Entfernung reist du dort mit der Bahn, dem Bus oder auch dem Flieger an. Damit du alles auf einen Blick hast und dich nicht mehr mit einer Vielzahl an Papieren verzettelst, gibt es Omio. Dabei trägst du nicht nur deine Tickets für diverse Reisepartner übersichtlich mit dir heraum, sondern du kannst direkt über das Programm Buchungen vornehmen. Deine gesamte Anreise planst du ganz einfach mit einer App.

Während deiner Reise wirst du dann mit aktuellen Informationen, wie etwa mögliche Verspätungen oder Ausfällen, auf dem Laufenden gehalten. Falls doch einmal etwas schieflaufen sollte, kannst du sich rund um die Uhr an den Kundenservice wenden.

 

Zecke

Gerade dann, wenn die Temperaturen langsam wieder in die Höhe gehen, beginnt die Zeit der Zecken. Sobald etwa im Februar die Sonne wieder häufiger scheint, beissen die kleinen Parasiten zu und das kann gefährlich sein. Im Jahr 2018 war die Zahl der Hirnhautentzündungen durch Zeckenbisse so hoch wie nie: 326 Fälle gab es damals in der Schweiz. Deshalb ist es wichtig, dass du dich bei deiner nächsten Wandertour gegen die Biester schützt.

Dabei kann dir die App „Zecke“ helfen. Mittels Karte werden besonders gefährdete Regionen in der Schweiz und Liechtenstein angezeigt und wie hoch dort das aktuelle Risiko ist. Sollte es doch einmal zu einem Stich gekommen sein, helfen Ratschläge zum Entfernen des Tierchens sowie weitere Handlungsmöglichkeiten weiter.

 

Wetter-Alarm: Wetter Schweiz (Prognosen, Radar, Livecams)

Wenn du draussen unterwegs bist, dann bist du natürlich vom Wetter abhängig. Apps, wie etwa meteoblue, informieren zwar umfangreich und auch übersichtlich über das Wetter, jedoch geht Wetter Schweiz noch einen Schritt weiter. Hier werden dir präzise Wetterberichte mit Hintergrundinformationen geliefert. Zusätzlich warnt dich die App kostenlos vor Unwettern und Naturgefahren.

Im Vorfeld kannst du festlegen, vor was du alles gewarnt werden möchtest. Seien es Starkregen, Stürme, Glätte oder Hochwasser. Aber auch Warnungen, die vom Bund ausgesprochen werden, wie beispielsweise Erdbeben, Lawinen oder Dauerregen werden über Wetter-Alarm weitergegeben.

Solltest du doch einmal in ein Unwetter geraten, werden die kostenlose Sicherheitstipps und Präventionsmassnahmen zur Verfügung gestellt.

 

EchoTopos

Mit Echotopos legst du dir eine ganz witzige App zu. Sie will dir, mithilfe einer Karte, ein perfektes „Echo-Erlebnis“ bieten. Wenn du in den Bergen unterwegs bist, etwas rufst und ein Echo zurückhallt, kannst du dein Erlebnis in der Karte eintragen. Gleichzeitig, können Personen, die im Rahmen ihrer Wanderung nach Plätzen suchen, um ein Echo zu erleben, mit der App fündig werden. Alle gemeldeten Orte werden in Blau auf der Karte gezeigt, die verifizierten Orte erscheinen in Rot.

Neben den Orten selbst bietet EchoTopos auch Routen, um zu den Orten zu gelangen. Zusätzlich werden auf der Karte noch weitere akustische Besonderheiten erfasst.

 

Uepaa! – 24h Sicherheit

In Sachen Sicherheit kann man sich ebenfalls auf die App-Entwickler verlassen. Gerade bei Wanderungen in den Bergen oder Wäldern ist es häufig so, dass das Smartphone ohne Empfang auskommen muss. Aus diesem Grund gibt es die App Uepaa! Wenn du kein Netz hast, scannt die App in einem Umkreis von 500 Metern, ob Handys in der Nähe sind, die ebenfalls Uepaa! benutzen. Diese Kette bildet sich weiter, bis ein Smartphone gefunden wurde, das schliesslich eine Verbindung ins Netz hat. Dann wird automatisch ein Notruf gesendet und die zuständigen Rettungsdienste alarmiert. Das Programm erkennt mittlerweile sogar, wenn du einen Unfall baust.

Um diesen digitalen Schutzengel in vollem Umfang zu nutzen kostet es dich 70 Franken pro Jahr, 15 pro Woche oder 3 pro Tag.

 

Peakfinder

Natürlich darf auch die wohl bekannteste App für die Berge nicht fehlen: Peakfinder. Mittels Augmented Reality kannst du dir von jedem beliebigen Standort aus in den Bergen eine Rundumsicht mit Bergnamen durch deine Handykamera anschauen. Das Ganze funktioniert komplett offline und zwar auf der ganzen Welt. Ausserdem kennt Peakfinder auch weniger bekannte Berge und Hügel direkt bei dir um die Ecke.

Mit diesen Apps solltest du für deine nächste Wandertour bestens gerüstet sein. Peakfinder und noch einige weitere Apps für dein Smartphone und für dein GPS-System findest du bei unseren Tipps zur Ausrüstung.

Bild: unsplash.com, © Patrick Schöpflin

 

 

Wandern bei Minusgraden – 6 Tipps für ein komfortables Outdoorvergnügen

Viele Wanderfans lassen sich nicht durch kühle Temperaturen und ungemütliche Wetterverhältnisse abschrecken: sie zieht es nach draussen. Immerhin gilt die Bewegung an der frischen Luft als gesund. Wer hier die richtigen Tipps beachtet, kann sein Immunsystem unterstützen und oft – auf lange Sicht – auch Erkältungen und Co. vorbeugen.

Natürlich gilt es, im Zusammenhang mit einem ungetrübten Outdoorvergnügen die richtigen Vorkehrungen zu treffen. Ansonsten können sowohl Komfort als auch Gesundheit leiden.

Doch welche Tipps sind eigentlich besonders wichtig, wenn es darum geht, die Bewegung an der frischen Luft auch im Winter zu geniessen?

 

Tipp Nr. 1: das passende Schuhwerk

Nicht nur passionierte Wanderer wissen, dass der Erfolg eines Ausflugs zu einem grossen Teil von den getragenen Schuhen abhängt. Doch was bedeutet dies eigentlich mit Hinblick auf die richtigen Wanderschuhe?

Diese sollten der Strecke und dem individuellen Fitnessgrad entsprechend gewählt sein. Manche Wanderer bevorzugen ein eher leichtes Schuhwerk, andere können sich eher für die stabile Variante begeistern.

 

Tipp Nr. 2: mobile Apps für spontane Streckenänderungen

Der Vorteil: wer sich für die passenden Schuhe entscheidet und sich folglich nicht über Blasenbildung, drückende Stellen und Co. Gedanken machen muss, kann die Landschaft und deren besondere Eindrücke noch unbeschwerter geniessen.

Neue Strecken lassen sich hier oft ganz einfach via Handy auf mobilem Wege erkunden. Je nach Empfang können hier auch von unterwegs aus Wege recherchiert werden. Wenn man diese schon im Vorfeld festgelegt hat, sich aber auch während einer Wanderpause nicht ganz aus der virtuellen Welt verabschieden möchte, sammelt man Erfahrungen in Casinos wie bet365, schaut nach neuen Playlisten oder checkt kurz seine Nachrichten, um sich mit Freunden für den Abend in der Sauna zum Relaxen zu verabreden. Immerhin passen sportliche Aktivität und Entspannung hervorragend zusammen.

 

Tipp Nr. 3: hochwertige Kleidung

Je nach Wetterlage gilt es gegebenenfalls, für einen verlässlichen Schnee- und Regenschutz zu sorgen. Gerade hier spielt der Komfortfaktor eine massgebliche Rolle, wenn es darum geht, eine Wanderung in vollen Zügen zu geniessen.

Da es während der warmen Sommermonate sinnvoll ist, auf atmungsaktive Kleidung zu setzen, gilt es im Winter, sich für einen Mix aus Wärme, Flexibilität und Schutz vor unangenehmen Witterungsverhältnissen zu entscheiden.

Hier entscheiden sich viele Wanderer für den beliebten Zwiebellook. Denn: durch die Bewegung an der Luft produziert der Körper natürlich auch Wärme. Kann diese nicht auf angenehme Weise entweichen, wird das Wandern schnell unangenehm. Wer sich hier auf der Suche nach den passenden Klamotten befindet, wird oft in der Sportabteilung fündig. Viele Materialien zeichnen sich durch eine überzeugende Atmungsaktivität und Kombinationsmöglichkeiten mit Westen und Co. aus.

 

Tipp Nr. 4: Strecken, die an das eigene Fitnesslevel angepasst wurden

Einigen Wanderern fällt es schwer, sich bei Minusgraden dazu aufzuraffen, längere Strecken zu bewältigen. Kein Problem! Wer sich vorher ein wenig Zeit nimmt, um sich mit den Wegen in seiner Umgebung zu beschäftigen, erkennt schnell, dass es hier oft etliche Optionen gibt… unter anderem auch leichte Wanderwege. Nicht immer muss es die „grosse Runde“ sein. Auch kleine Wanderungen können Spass machen. Sie sind für viele Fitnesslevels geeignet und bringen oft sogar die komplette Familie zusammen.

Fest steht: niemand sollte im Zuge einer Wanderung auskühlen. Im Zweifel ist es sinnvoll, eine kürzere Strecke auszusuchen und dafür zu sorgen, dass der Spass nicht auf der Strecke bleibt. Wer mit einem Lächeln wieder zuhause ankommt, wird tendenziell auch motivierter zur nächsten Runde starten.

 

Tipp Nr. 5: die Aussicht auf ein warmes Getränk

Gerade nach einer fordernden Winterwanderung macht der Gedanke an ein warmes Getränk zuhause noch mehr Spass. Egal, ob Tee, Kaffee oder Glühwein: Wärme von innen kann den Spass am Winter unterstützen!

Vor allem im Rahmen ausgiebiger Touren kann es sich auch lohnen, besagtes Getränk gleich als Proviant einzupacken. Viele Hersteller haben sich hierbei auf kleinere Flaschen mit Thermo-Effekt zum Mitnehmen konzentriert. Diese finden in ausreichend grossen Wanderrucksäcken Platz und sorgen dafür, dass Pausen auf der Strecke noch ein wenig angenehmer und gemütlicher werden.

 

Tipp Nr. 6: der berühmte „Plan B“

Auch wenn der Wetterbericht im Vorfeld immer wieder gecheckt wurde, kann es natürlich sein, dass Wanderer von Regen, Hagel und Co. überrascht werden. In diesem Fall sollte die Aussicht auf „Rettung“ – gerade mit Hinblick auf Mehrtageswanderungen – nicht allzu weit sein. Immerhin können die Folgen im Zusammenhang mit derartigen Wetterkapriolen nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Wanderer erheblich sein.

Wer im Vorfeld die entsprechenden Strecken schon in Augenschein nimmt, kann unter anderem prüfen, ob der Weg hier gegebenenfalls mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weitergeführt werden könnte oder ob sich ein Rastplatz für eine etwas längere Pause anbietet.

Gerade im Zusammenhang mit etwas längeren Touren gilt es, flexibel zu bleiben und unter Umständen auch Rücksicht auf die Mit-Wanderer zu nehmen. Mit Hinblick auf klassische Rundwege bietet es sich manchmal auch an, ausgeschilderte Abkürzungen zu nutzen, um letzten Endes das Ziel trocken zu erreichen.

 

Schneetourenbus: klicken, mitfahren, Umwelt schonen! Der Schneetourenbus fährt in die 2. Saison. Der Winterfahrplan 2019/2020 ist online. Der Schneetourenbus erschliesst die letzte Meile zu verschiedenen klassischen Ski- und Schneeschuhtouren in 8 Regionen und 5 Kantonen.

 

Der Schneetourenbus ergänzt das Netz des öffentlichen Verkehrs: Er bringt Wintersportler*innen von der letzten erschlossenen öV-Haltestelle bis zu den beliebten Touren-Ausgangspunkten. Diese sind oftmals sonst nur mit dem Auto zu erreichen. 

In der Saison 2019/2020 gibt es 8 Verbindungen in den 5 Kantonen Bern, Graubünden, Luzern, Uri und Wallis. Erschlossen werden klassische Tourenziele beispielsweise im Julier- oder Sustengebiet, ausgeschilderte Schneeschuhtrails in Prättigauer Pany oder im Luthertal am Napf, aber auch Ziele für GeniesserInnen wie die Schlittelpiste in Brün (Safiental). Attraktive Angebote gibt es auch in den Regionen Binntal VS, Diemtigtal BE und Lukmanier GR. 

Der Schneetourenbus muss – ähnlich wie ein Rufbus – vorab reserviert werden und fährt nur, wenn genügend Reservationen vorliegen. Die Fahrpläne sind ausschliesslich auf dem Schneetourenbus-Webportal publiziert. Alle regionalen Anbieter haben neu ab dieser Saison Schwellenwerte definiert, ab welcher Personenzahl ein bestimmter Kurs fährt. In einigen Regionen genügen bereits 2 Reservationen. Die Bestätigung an die reservierende Person erfolgt automatisch vom System. 

Der Schneetourenbus ist ein Projekt von Schweizer Alpen-Club SAC und VCS Verkehrs-Club der Schweiz. PostAuto und Mountain Wilderness Schweiz sind seit dem Start des Pilotbetriebes Partner. 

Fahrpläne, weitere Informationen und Reservationen unter www.schneetourenbus.ch 


Schneetourenbus – hier Taxi Demont (Lukmanier), Bild: zVg


Dötra mit Schneeschuhen (Lukmanier), ©Sedrun Disentis Tourismus, Heidi Meier

 

Die Tourengebiete

Huttwil – Luthern Bad (Luthertal)
Für Schneeschuhtouren im Napfgebiet. Die Krone bildet der Napf (1’408 m.ü.M.), welcher rundum eine wunderbare Fernsicht bietet. Das Luthertal liegt mitten im Napfgebiet im Luzerner Hinterland. Luthern Bad, am Fusse des Napf, ist der beliebteste Wallfahrtsort im Kanton Luzern. Den wunderbaren Charakter der hügeligen Landschaft sowie die grandiose Aussicht lässt sich am besten auf den Schneeschuhtrails geniessen.

Der Schneetourenbus bringt Sie an den Ausgangspunkt der drei Touren in Luthern Bad. Kulinarisch werden Sie dort vom Restaurant Hirschen verwöhnt oder unterwegs von der Alp Badegg. Nicht verpassen sollten Sie vor oder nach der Tour einen Abstecher zum Kraftort im Badbrünnli und dem mystischen Arm- und Fussbad. Geniessen Sie dort die Ruhe, Kraft und Harmonie.

Bivio – Alp Güglia (Julierpass)
Die Ferienregion Savognin Bivio Albula lässt das Herz von Skitourenfans höherschlagen. Das wunderschöne Panorama ist mehr als eine Entschädigung für den schweisstreibenden Aufstieg. Tourenfahrer und Tourenfahrerinnen gelangen neu mit einem Bus bis auf den Julierpass. Der Julierpass ist Ausgangsort für wunderschöne Skitouren.

Disentis – Curaglia – Lukmanier – Casaccia
Disentis Sedrun – das beliebte und bekannte Ski- und Schneeschuhtourengebiet in der Quellregion des Rheins. Hier gibt es Klassiker unter den Skitourengipfeln zu entdecken. Auch Schneeschuhwanderer finden ein abwechslungsreiches, ausgedehntes und signalisiertes Routennetz vor. Eher ein Geheimtipp ist der Lukmanierpass, der aber auch mit einigen wohlklingenden Gipfelnamen aufwarten kann. Die Passhöhe erlaubt im Talbereich entspanntes Schneeschuhwandern durch die Arvenwälder und dem Fluss Brenno entlang.

Pany – Geisswis
Pany – auf der Sonnenterrasse des Prättigaus mit dem familiären Skigebiet, zahlreichen Winterwander- und Schlittelwegen, Schneeschuhtrails und den idyllisch gelegenen Langlaufloipen. Mit dem Schneetourenbus erreicht man die Ausgangspunkte dieser Winterangebote bequem von Pany Dorf zum Skilift und weiter über Riedwies zur Geisswis. Spezielles: Der Bus verkehrt nach Fahrplan und die Benützung ist für alle gratis.

Andermatt – Göschenen – Wassen – Meiental
Die Ferienregion Andermatt besticht durch die zentrale Lage und bietet die perfekte Umgebung, um Winteraktivitäten inmitten einer starken Bergkulisse nachzugehen. Die Skiarena Andermatt-Sedrun ist mit über 120 Pistenkilometern das grösste Skigebiet der Zentralschweiz. Wer von Wassen auf der Sustenpassstrasse ins Meiental fährt, dem öffnet sich ein Gebiet, welches als wahre Schatzkammer für Skiberge gilt. Abgelegen und mit keiner Seilbahn erschlossen, starten alle Anstiege für Skitouren in Färnigen.

Ernen – Binn – Fäld
Der Landschaftspark Binntal ist ein «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» und steht für einmalige Natur- und Kulturlandschaften. Auch im Winter hat das Binntal seinen besonderen Reiz und lädt für schöne Schneeschuh- und Skitouren ein. Vom verschlafenen Weiler Fäld aus, dem Ziel des Schneetourenbusses, führt eine markierte Schneeschuhroute nach Brunnebiel und via Eggerebode zurück nach Fäld. Dazu gibt es viele weitere Ziele, die von hier aus entdeckt werden können.


Pany – auf der Sonnenterrasse des Prättigaus, Bild: zVg


Im Landschaftspark Binntal, Bild: zVg


Im Napfgebiet, Bild: zVg


Skitour Urner Haute Route (Wassen/Meiental), Bild: ©Johan Axelsson

 

 

Reservation Schneetourenbus
  www.schneetourenbus.ch

Ganz grosse Fotografie geht meistens auch mit grossem Gewicht einher. Keine gute Kombination, wenn man auf schmalen Alpenpfaden wandelt und jedes einzelne Gramm sich nach ein paar Stunden in einschneidenden Tragegurten bemerkbar macht. Wer die Berge imposant ablichten will, sollte deshalb beim Equipment etwas umdenken.

Zugegeben, die Schweizer Berge brennen sich ins Gedächtnis. Bloss bringt das den Daheimgebliebenen nur wenig. Sie wollen Fotos sehen – und natürlich macht sich das Alpenglühen auch als grossformatiges Poster unter Glas im Wohnzimmer ganz hervorragend.

Für alle, die aus dem Bergurlaub mehr als nur Handy-Schnappschüsse mitbringen möchten, hier nun ein paar essenzielle Hardware-Tipps.

 

1. Reiseobjektiv und gut

Bei Spiegelreflexkameras und ihren spiegellosen Weiterentwicklungen gibt es für jede denkbare Foto-Situation passende Wechselobjektive. Doch jedes davon hat mindestens dreistellige Gramm-Gewichte.

Dabei sollten auch Sportliche sich nicht überschätzen: Oberhalb von 1500 Metern spürt man dank der ungewohnt dünnen Luft im anstrengenden Marsch jedes zusätzliche Gramm gleich doppelt. Statt mehreren Zoom-Objektiven oder gar Festbrennweiten empfiehlt es sich deshalb, auf das Universaltalent unter den Optiken zu setzen, das Reiseobjektiv.

Zwar kann das „alles, aber nichts perfekt“, aber:

  • Man muss nur das Gewicht einer Optik durch die Berge tragen.
  • Kein Objektivwechsel, keine Gefahr für Staub auf Chip oder Spiegel.
  • Kein umständliches Aus- und Einpacken von Wechselobjektiven, dadurch spontaneres Fotografieren.

Dass der maximale Blendenwert bei diesen Optiken geringer ist, fällt in den Bergen weniger ins Gewicht, weil es gerade bei Distanzaufnahmen nicht so sehr also geringe Schärfentiefe ankommt.

Tipp: Wer für den Urlaub sowieso eine Kamera anschaffen will, sollte auf ein Bridge-Gerät setzen. Bei denen ist das fest installierte Objektiv meist sowieso ein Reiseobjektiv.

2. Weg mit dem Nackengurt

Selbst bei hochpreisigen Kameras steckt immer ein einfacher Nylon-Nackengurt im Karton. Für viele Fotografen die einzige Tragehilfe, die sie nutzen. Wer sich allerdings in die Berge begibt, sollte diese simple Strippe zuhause lassen:

  • Wenn Body + Reiseobjektiv stundenlang über Stock und Stein am Nacken hängen, wird dort nicht nur die Haut wundgescheuert, auch die Muskulatur wird sich bemerkbar machen.
  • Durch den langen Hebelarm schwingt die Kamera stark aus – passiert das an der falschen Stelle, sind schwungmassenbedingte, lebensbedrohliche Stürze durchaus möglich.
  • Aus dem gleichen Grund besteht das Risiko, mit der Kamera hängen zu bleiben.

Nackengurte sind für die Berge unbequem und gefährlich. Hier sollte man einige Franken in ein Brustgurtsystem investieren. Das trägt sich wie ein Rucksack, nur vorne und hält dort die Kamera zuverlässig, aber problemlos benutzbar fest und verteilt ihr Gewicht auf die Schultern und den Rücken.

Tipp: Wer feststellt, dass der die Kamera trotzdem immer wieder losschnallen will, sollte unbedingt eine Handschlaufe montieren: Ein starker alpiner Windstoss, die Kamera entgleitet einem und fällt womöglich hunderte Meter tief ins Tal.

 

3. Monopod & Wanderstock

Ein Dreibeinstativ wiegt nicht viel? Zuhause sicherlich nicht. Hat man es aber drei Stunden und länger den Berg hinaufgetragen, werden einem selbst wenige hundert Gramm wie ein Vielfaches vorkommen.

Natürlich, gerade bei den Weitdistanz-Aufnahmen mit hoher Brennweite von einem Berggipfel zum nächsten muss einfach eine feste Auflage her, sonst kann selbst die Bildstabilisierung nichts mehr ausrichten. Aber das Dreibein sollte im Tal bleiben und nur ein Einbein, ein Monopod, mitgenommen werden.

Grosser Vorteil: Das ist mangels zweier Beine und vor allem der Kipp- und Drehmechanik des Kopfes ungleich leichter. Zwar ist die Stabilität naturgemäss nicht ganz dieselbe wie beim Dreibein, weil der Fotograf das waagerechte Abstützen übernehmen muss. Etwaige daraus entstehende Unschärfen lassen sich aber auch hinterher in Photoshop via Hochpassfilter mit einigen Klicks korrigieren, sind also vernachlässigbar.

Spielt man zudem bei Google mit „Monopod + Wanderstock“ stellt man fest, dass einige Hersteller mittlerweile Kombinationen von beidem anbieten, was weiteres Gewicht spart – bislang mussten sich bergwandernde Fotofreunde mit Eigenkonstruktionen helfen.

4. Nie ohne Raincover und Plastiktüte

In den Bergen kann das Wetter tückisch-schnell umschlagen; das steht in wirklich jedem Wanderführer. Bedeutet, auch wenn beim Losgehen das Wetter schön ist, sollte man nie damit rechnen, trockenen Fusses zurückzukehren.

Darauf aufbauend sollte man sich auch niemals auf Versprechen von Rucksackherstellern wie „absolut wasserdicht“ verlassen; gleiches gilt für Kameragehäuse und Linsen. Sobald sich der Himmel zuzieht, sollte man seine Kamera mit einem Raincover bedecken; das lässt weiterhin Fotografieren zu.

Schüttet es jedoch, wird es Zeit, die ganze Kamera in eine grosse Plastiktüte (das kann auch ein simpler Müllbeutel sein) zu stecken, sie zu verknoten und mit der Öffnung nach unten im Rucksack zu deponieren – schon weil die regenbedingt-hohe Luftfeuchtigkeit sich im Kamera-Inneren niederschlagen kann und dort langwierig herausgetrocknet werden muss. Der Bergurlaub ist der falsche Ort für Experimente mit tausenden Franken teurem Equipment.

 

5. Hilfreiches aus dem Jagdbedarf

Auch abseits des Winters gibt es am Berg Tage, die haben das wunderschönste Fotolicht, sind aber eisig kalt. So kalt, dass herkömmliche dünne Fingerhandschuhe, mit denen man die Kamera noch normal bedienen könnte, nichts mehr bringen.

Wer dennoch mit der Kamera arbeiten möchte, sollte sich im Jagdsportbedarf sogenannte Ansitz-Fäustlinge besorgen. Dick gefütterte Fausthandschuhe, bei denen aber die Möglichkeit gegeben ist, den Stoff über dem Zeigefinger oder auch allen Fingerkuppen nach hinten zu klappen; was dem Waidmann beim Schiessen hilft, ermöglicht dem Bergfotografen das Auslösen. Und: im warmen Handschuh könnte man theoretisch sogar einen Fernauslöser bedienen…

 

6. Gern mit UV-Filter

Sinn und Unsinn von UV-Filtern vor den Objektiven von Digitalkameras sind eines der grössten Fotografie-Stammtischthemen. Wer jedoch am Berg fotografiert, sollte seinem Reiseobjektiv durchaus ein hochwertiges Stück vorschrauben. Aus mehreren Gründen:

  • Je höher man kommt, insbesondere bei Schnee, desto stärker die UV-Einstrahlung. Zwar haben Digitalkameras auf dem Chip eine eigene UV-Schutzschicht, aber „doppelt hält besser“ – insbesondere, weil der Chip-Filter dem ungeschützt durchs Spiegelreflex-Objektiv blickenden Fotografenauge nichts nützt.
  • Wenn es am Berg „richtig bläst“, fliegen oft auch kleinste Steinchen. Besser die verkratzen den vorgeschraubten UV-Filter als die vorderste Objektivlinse.
  • Stolpern kann man ebenfalls immer. Abermals dient der Filter dann als zweite Schutzschicht für das Objektiv.

Zumal man bedenken sollte, dass ein derartiger Filter tatsächlich nur zweistellige Gramm-Zahlen auf die Waage bringt. Die spürt man selbst am Berg auch nach Stunden nicht.

 

 

Bildquellen:

1) stock.adobe.com © scharfsinn86

2) stock.adobe.com © studio v-zwoelf

3) stock.adobe.com © Marat

 

Die Naturfotografie ist ein spannendes und erfüllendes Hobby – so funktioniert sie unter ethischen und nachhaltigen Gesichtspunkten. Nichts ist so faszinierend wie die Natur. Daher ist es auch nur natürlich, dass viele Hobbys und Freizeitbeschäftigungen im Freien stattfinden und wir gerne viel Zeit draussen verbringen. Eine der beliebtesten Beschäftigungen im Grünen ist die Naturfotografie.

Schon seit den frühen Anfängen der Fotografie ist die Möglichkeit, die spektakulären oder idyllischen Eindrücke festzuhalten eine wichtige Grundfeste des Metiers. Das hat sich bis heute nicht geändert und dürfte auch so bleiben – die Faszination, die unser Planet ausstrahlt, ist zeitlos. Diese zu dokumentieren beschäftigt Menschen schon seit wir denken können­.

Insbesondere in Zeiten, in denen die Erhaltung unserer Umwelt zu einem immer wichtigeren Thema geworden ist und Nachhaltigkeit stets im Gespräch ist, ist die Dokumentation der Flora und Fauna von besonderer Relevanz.

Doch wer die Natur fotografiert, muss sich auch in ihr bewegen. Auch für Naturfotografen gelten daher gewisse Verhaltensregeln, die dringend beachtet werden müssen. Sonst schadet man der Umwelt und tut dem Objekt der eigenen Leidenschaft keineswegs etwas Gutes. Trotz eventuell guter Absichten ist die Durchführung des Hobbys dann für die Umwelt eher kontraproduktiv. Daher sollte man in jedem Fall bewusst darauf achten, sorgsam mit der Natur umzugehen, während man mit Kamera und Stativ darin unterwegs ist.

 

Naturfotografie und ihre Relevanz

Schon vor hunderten oder tausenden von Jahren diente die Umwelt als Muse und Inspiration für Künstler – damals noch hauptsächlich in der Form von Gemälden und ähnlichen Kunstformen. Mit der Entwicklung der Fotografie hat die Natur sogar eine noch grössere Rolle angenommen, als in den traditionellen bildenden Künsten.

Das Endprodukt – also ein Foto – wird wesentlich direkter davon beeinflusst, welches Motiv abgebildet wird. Somit ist es eine Kunstform, die näher an der Dokumentation steht als beispielsweise die Malerei. Naturfotografen und Dokumentarfilmern kommt daher eine wichtige Aufgabe zu – die Wunder der Natur festzuhalten und zu veröffentlichen, um diese somit in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Diese Aufgabe gewinnt auch immer mehr an Relevanz, besonders unter Berücksichtigung der ökologischen Entwicklungen der letzten Jahre. Die Natur wird vom Menschen immer mehr belastet und bedroht. Das eröffnet sowohl Chancen, diese Einflüsse direkt oder eben die unberührte Natur, die symbolisch dafürsteht, zu dokumentieren.

 

Fotografie als Dokumentararbeit verstehen

Die reine Schönheit der Natur als solches ist natürlich schon Grund genug, um ihre Phänomene mit der Filmkamera bewaffnet festzuhalten. Doch über die reine Ästhetik hinaus geben Naturfotos Einblicke in die Welt, in der wir leben, die unseren alltäglichen Augen für gewöhnlich verborgen bleiben.

Wie Dokumentationsfilme erzählen die Bilder eine bestimmte Geschichte, zeigen Eindrücke der Natur so wie sie tatsächlich ist. Die Fotos mit unseren Mitmenschen zu teilen ist also ein wichtiger Punkt, der nicht unterschätzt werden sollte. Nur, wenn die Bilder auch andere Personen erreichen, in Form von Ausstellungen oder Magazinen wie National Geographic, entfaltet sich ihre Wirkung.

Leider wird dieser Aspekt von Hobbyfotografen, besonders, wenn sie noch am Anfang stehen, häufig vernachlässigt. Seit der Zeit der Digitalfotografie werden die Fotos immer weniger mit anderen Menschen geteilt, da es nicht mehr die Norm ist, die Fotos zu entwickeln. Stattdessen verstauben sie dann auf der Festplatte des Computers.

Wer also an der Fotografie interessiert ist, sollte sich durchaus von Anfang an darum bemühen, die Ergebnisse unter die Leute zu bringen. Vielerorts können digitale Fotos noch auf Papier entwickelt werden – ein klassisches Fotoalbum ist auch heute noch eine gute Möglichkeit, um die Bilder mit anderen zu teilen.

Das moderne Pendant dazu ist ein Fotobuch – wenn dieses schön gestaltet ist und auf dem Couchtisch platziert wird, zieht es die Blicke von Besuchern an und wird automatisch zum Gesprächsthema. Dann greifen diese sogar freiwillig zu den Bildern um die Naturfotografien zu betrachten – vorbei mit dem Klischee, Freunde mit dem Durchblättern der Alben zu langweilen.

Schon in diesem kleinen Kreis fängt der Diskurs um die Natur an, der mit der privaten Fotografie von jedem mitgestaltet werden kann. Doch wer nun Interesse daran entwickelt hat, einmal mit der Kamera durch Wälder und Felder zu streifen, sollte sich bewusst sein, dass man dabei Einiges zu beachten hat.

 

Die Problematik im Vergleich mit anderen Natursportarten

Es gibt viele Sportarten oder Hobbys und Freizeitaktivitäten, die sich draussen in der Natur abspielen. Dennoch lassen sich die meisten davon recht einfach unter Rücksicht auf die Natur ausführen. Wer sich an die dafür ausgewiesenen Flächen und Zeiten hält und zusätzlich achtsam mit der umgebenden Natur umgeht, kann sich mit gutem Gewissen in ihr aufhalten. So sind beispielsweise ausgeschilderte Wanderwege perfekt dafür geeignet – wer diese nicht verlässt und keine zusätzliche Lärm- und Müllbelästigung verursacht, macht alles richtig.

Doch als Fotograf ist dies allein häufig nicht ausreichend. Denn interessante Fotos entstehen zumeist nur da, wo wir uns im Alltag nicht aufhalten oder nicht hinsehen. Für gute Ergebnisse muss man also deutlich näher ran.

Da sich die Natur, insbesondere die Tierwelt, immer mehr von der Zivilisation und von ausgetretenen Pfaden zurückzieht, muss man diese verlassen. Man muss der Fauna also an ihre Rückzugsorte folgen. Auch als Landschaftsfotograf ist es bisweilen notwendig, etwas abseits der Wege nach der perfekten Aussicht zu suchen.

Dadurch hält man sich zumeist viel direkter im Herzen der Natur auf, als etwa auf kontrollierten Wanderwegen. Daher muss man natürlich deutlich vorsichtiger sein und mehr Dinge beachten, damit das Hobby keine zerstörerischen Auswirkungen auf die Natur hat.

 

Das richtige Verhalten als Naturfotograf

Also ist es wichtig, dass man sehr aufmerksam ist und sich bezüglich der Verhaltensregeln gut informiert, wenn man mit einer Kamera inmitten der Natur unterwegs ist. Damit man mit gutem Gewissen dem eigenen Hobby nachgehen kann, gibt vieles zu beachten. Nur wenn man alle Regeln befolgt kann man sich sicher sein, dass man im Namen der Dokumentation der Natur dieser nicht letztendlich mehr Schaden zufügt, als man ihr Gutes tut.

Viele der Regeln sind zwar mit etwas Umsichtigkeit und gesundem Menschenverstand offensichtlich und leicht zu befolgen, doch einige Aspekte sind auch weniger bekannt. Insgesamt sind es so viele Vorgaben, dass man sie sich durchaus einmal bewusst anschauen sollte, um nichts zu übersehen.

Wir haben daher einmal versucht, die richtige Verhaltensweise als Fotograf in der Natur zusammenzufassen. Mit diesem Leitfaden dürfte man sich mit gutem Gewissen die Wanderschuhe anziehen können, um die Digitalkamera einmal in die Natur zu entführen.

 

1. Grundlegende Etikette

Zuerst einmal gibt es natürlich grundlegende Verhaltensregeln, die für jeden gelten, der sich draussen in der Natur bewegt. Nur, weil man sich als Naturfotograf bezeichnet und letztendlich die Nachhaltigkeit im Sinn hat, steht man nicht über diesen Regeln.

Im Gegenteil, man sollte sogar als möglichst gutes Beispiel vorangehen und minuziös darauf achten, eine angemessene Verhaltensweise zwischen Pflanzen und Tieren zu pflegen. Für alle, die die Natur betreten, gilt grundsätzlich:

  • Oberste Maxime: Das Wohl der Natur geht vor eigene Interessen! Diese Richtline sollte man verinnerlichen und alle Entscheidungen, die man trifft, danach richten. Selbst, wenn man das Motiv des Jahres vor sich hat, sollte man dennoch nicht störend in die Natur eingreifen. Bei jedem Schritt muss man überlegen, ob man sich noch innerhalb akzeptabler Grenzen bewegt.
  • Anfassen verboten! Wildtiere sind von Natur aus scheu, weshalb man im Normalfall nur selten in diese Situation kommt. Aber sollte man dennoch einmal näher rankommen, sollte man versuchen, Abstand zu halten und sie nicht zu berühren. Diese Grundregel geht sogar noch weiter – jede Störung von Tieren sollte vollständig vermieden werden. Einerseits aus Gründen der eigenen Sicherheit – wer einmal einer Wildschwein-Familie über den Weg gelaufen ist, wird dies sicherlich verstehen – aber hauptsächlich, um die Tiere nicht in Panik zu versetzen oder von ihren Brut- und Rückzugsorten zu vertreiben.
  • Möglichst viel auf ausgewiesenen Wegen aufhalten: Vor allem, wer häufiger draussen unterwegs ist und die Gegend gut kennt, ist schnell der Meinung, die üblichen Pfade verlassen zu können. Aber auch, wenn man stets aufmerksam ist und nur beste Intentionen hat, sollte man darauf verzichten. Besonders in Naturschutzgebieten sind Wege ohnehin verpflichtend zu benutzen, aber auch überall sonst im Grünen sollte man sich so viel wie möglich auf für Menschen bestimmten Wegen aufhalten.
  • Informiert sein: Wer sich nicht aktiv mit der Umwelt und Natur beschäftigt, sie nicht kennenlernt und sie nur für die eigenen Zwecke nutzt ist egoistisch und nutzt sie voyeurhaft aus. Man sollte sich daher möglichst bemühen, Tier- und Pflanzenarten kennen zu lernen. Nur so kann man über bestimmte Gefahren, Empfindlichkeiten und Probleme Bescheid wissen und das eigene Verhalten entsprechend anpassen beziehungsweise andere damit belehren.
  • Keine Spuren hinterlassen: Es gilt, alles so zu hinterlassen, wie man es vorgefunden hat (oder im Idealfall sogar sauberer). Die Natur sollte vom menschlichen Besuch völlig unberührt und unverändert bleiben. Daher sollte man Lärm, Müll und Zerstörung bzw. Beschädigungen vollständig vermeiden.
  • Aufmerksam sein: Ständige Aufmerksamkeit ist natürlich ohnehin wichtig, wenn man sich in einem so dynamischen Umfeld bewegt. Doch wer sich vermehrt in der Natur aufhält, sollte sich bewusst sein, dass man eine bestimmte Rolle in der Gesellschaft ausfüllen kann. Als regelmässiger Besucher sollte man den Gedanken des Naturschutzes verinnerlichen und sehr bewusst darauf achten – beispielsweise, wenn durch die wiederholte Dokumentierung Veränderungen (etwa auch ungewöhnliche, neu auftauchende Arten)

2. Aspekte die die Fotografie betreffen

Dies sind also Hinweise, die man dringend beachten sollte, wenn man fair und vorsichtig mit der Natur umgehen möchte. Jeder, der zu welchem Zweck auch immer einen Fuss vor die Haustür setzt, sollte sich danach richten um sich möglichst umweltfreundlich zu verhalten.

Speziell als Fotograf hat man jedoch noch bestimmte Anforderungen, die auf Spaziergänger oder andere Hobbyisten weniger zutreffen. Daher kommen noch einige Punkte hinzu, die man dringend beachten muss, damit beim Knipsen die Natur, die ja schliesslich das Subjekt der Bilder darstellt, nicht darunter leidet.

  • Blitz: Besonders nachtaktive Tiere können hiervon negativ beeinflusst werden – ein greller Blitz ist sehr störend und schreckt Wildtiere auf. Tagsüber sollte man daher also ohnehin darauf verzichten – es gibt fast immer einen Weg, das Bild auch mit natürlichem Licht zu schiessen. Wer dringend nachts Tiere fotografieren möchte ist eventuell mit einer Infrarot-Wildkamera besser bedient. Diese beleuchtet das Bild ebenfalls, jedoch mit einem Infrarot-Scheinwerfer, der für die meisten Tiere kaum sichtbar und somit wesentlich weniger störend ist. Doch es gibt auch bestimmte Richtlinien für Wildkameras zu beachten.
  • Sicherheitsabstand einhalten: Besonders Vögel und Wildtiere reagieren sehr scheu auf ungewohnte Bewegungen, fremde Gerüche oder Geräusche. Ein leistungsfähiges Teleobjektiv mit starkem Zoomfaktor hilft dabei, auf Distanz zu bleiben und so Tiere nicht zu stören. Gleichzeitig kommt man damit sicherer zum erwünschten Ergebnis, da man die Rehe, die man ablichten möchte, nicht verscheucht. Es ist also im Interesse aller Beteiligten, wenn man sich möglichst weit entfernt halten kann. Der Nachteil: Teleobjektive sind leider recht teuer – wer also an der Wildtierfotografie interessiert ist (oder im schlimmsten Fall an Vögeln), wird etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Glücklicherweise lassen sich Objektive jedoch auch ausleihen beziehungsweise mieten, falls man hin und wieder besonders nah ran will.
  • Mit Jägern und Förstern im Dialog stehen: Egal, wie viel man sich draussen aufhält – diejenigen, die offiziell für die Natur verantwortlich sind, kennen sich weit besser damit aus. Daher sollte man sie möglichst als Ansprechpartner nutzen, mit ihnen eigene Vorhaben abklären und fragen, wie man sich im Optimalfall verhalten sollte. Zum einen dürfte es Jäger nie erfreuen, wenn sich ohne Ankündigung ein Fotograf in ihrem Revier niederlässt. Ausserdem kann man mit guter Zusammenarbeit sowohl Fehler vermeiden, als auch spezielle Hinweise und Tipps erhalten, wie oder wo man am besten bestimmte, schwer fassbare Tiere vor die Linse bekommen kann.
  • Fotoverstecke richtig nutzen: Vor allem, wer ein bestimmtes Tiermotiv im Sinn hat, wird früher oder später nicht an einem guten Versteck zum Fotografieren vorbeikommen. Da man mit etwas Pech mehrere Stunden warten muss, um die Chance auf das Traumfoto zu bekommen, benötigt man einen Rückzugsort. Dieser dient hauptsächlich dazu, die Tiere in ihrer Wildbahn nicht zu stören. So kann man sich sicher sein, dass sie nicht negativ beeinflusst werden und sich automatisch näher an die Kamera trauen. Die einfachste Variante sind Tarnzelte. Nach Möglichkeit sollte man diese langfristig an der gleichen Stelle nutzen, so dass sie möglichst zu einem Teil der Umgebung werden und Tiere nicht verstören.

 

3. Gesetzliche Richtlinien

Wenn man sich im Wald oder in Naturschutzgebieten nicht entsprechend an die richtige Verhaltensweise hält, hat dies jedoch nicht nur Konsequenzen für die Natur. Damit der Naturschutz gewährleistet wird, gibt es auch einige Gesetze, die diesen bekräftigen sollen.

Doch auch darüber hinaus gibt es einige Punkte die man beachten muss, um keinen Ärger mit anderen Menschen oder dem Gesetz zu kommen. Es ist daher wichtig, sich bezüglich all dieser Punkte möglichst gut zu informieren.

  • Naturschutzgebiete respektieren: Ein Naturschutzgebiet klingt wie ein Paradies für Fotografen, verspricht es doch die Existenz seltener Tier- und Pflanzenarten in grösserer Zahl. Doch da der Naturschutz hier das oberste Gebot ist, ist die Nutzung für Menschen stark eingeschränkt und sogar unter Strafe gestellt. Das wichtigste ist unter anderem das Wegegebot, das in den meisten Naturschutzgebieten gilt – wer die festen Wege verlässt, macht sich bereits strafbar. Als selbsternannte Naturliebhaber haben hier auch Fotografen, die sich möglichst vorsichtig verhalten würden, keine Sonderrechte.
  • Befugnisse: Nicht alles, was wie Wildnis aussieht, ist öffentlicher Besitz. Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Privatgrundstücke dort befinden, wo man sie nicht erwarten würde oder dass etwa ein Angelverein das alleinige Nutzungsrecht für einen Uferbereich in einem Naturschutzgebiet hat. Daher sollte man sich nicht einfach auf gut Glück an einer beliebigen Stelle niederlassen, sondern sich vorher informieren und gegebenenfalls die Grundstückseigentümer für eine Genehmigung konsultieren.
  • Besondere Vorsicht bei geschützten Arten: Man sollte sich auf jeden Fall mit der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN vertraut machen und sich bewusst sein, falls Arten, die darauf verzeichnet sind, im zu betretenden Gebiet vorkommen. Diese dürfen üblicherweise nicht gejagt werden, es ist jedoch im besten Interesse aller Naturschützer, wenn sie auch möglichst in Ruhe gelassen werden.
  • Brutzeiten und Schutzperioden beachten: Es gibt immer wieder bestimmte Jahreszeiten oder Orte, die zum zusätzlichen Schutz einer bestimmten Art dienen – dann dürfen beispielsweise bestimmte Brutgebiete oder so genannte Wildruhezonen nicht betreten werden. Dies ist lokal sehr unterschiedlich geregelt – man sollte sich also dringend mit den Behörden vor Ort in Verbindung setzen.

4. Weitere Aspekte, die beachtet werden können 

Wer alle diese Regeln und Richtlinien befolgt, kann guten Gewissens den Auslöser in freier Wildbahn bedienen. Man kann es natürlich noch weiterführen und sich noch aktiver um die Natur bemühen. Beispielsweise könnte man folgende Punkte beachten:

  • CO2 Bilanz: Das perfekte Bild zu schiessen kann viele Versuche benötigen. Dennoch sollte man versuchen, regelmässige Anfahrten in die Natur mit dem Auto vermeiden. Ausserdem kann man sich bewusster überlegen, ob man für ein bestimmtes Motiv überhaupt eine weitere Reise in einen Nationalpark antreten muss, oder ob man sehenswerten Arten auch zu Fuss im Naherholungsgebiet finden kann.
  • Die eigene Stimme positiv nutzen: Durch die Tätigkeit hat man als Naturschützer die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Dies kann man durchaus zum Zweck und zur Motivation für die eigene Fotografie machen. Da man die Schönheit der Natur früher oder später ohnehin lieben lernt, ist so schon manch ein Fotograf nebenbei zum Aktivisten geworden.

 

Bildquellen:

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Wandern auf Ischia – ganz persönlich

Ischia ist eine vielseitige Wanderinsel mit hunderten von Thermalbademöglichkeiten, feinsandigen Stränden, mediterranem Essen und wird zurecht, die grüne Insel genannt. Sie ist geradezu ideal zum Wandern in Kombination mit Thermalbaden und für Erkundungen.

Die Anreise mit dem Zug ist erstaunlich kurz und klimaschonender obendrauf. Start ist am frühen Morgen von Zürich HB aus und mit nur einem Umstieg in Mailand ist man bereits am Nachmittag im süditalienischen Neapel. Frecciarossa, der italienische Schnellzug, der mit teilweise über 300 Stundenkilometern ab Mailand fährt, macht es möglich. Das Taxi bringt einen in etwa 10 Minuten an den Fährhafen. Die etwa einenhalbstündige Fährüberfahrt nach Ischia, Casamicciola bietet tolle Ausblicke auf die Golfregion von Neapel. Der Hafen von Casamicciola Terme liegt im Norden der Insel, am Fusse des grossen Epomeo, zwischen Ischia Porto und Lacco Ameno.

 

Epomeo – ein Muss!

Eine der geologisch interessanten Wanderungen mit einer 360-Grad-Aussicht mit Bergrestaurant und von etwa 1,5 Stunden Dauer, ist jene auf den höchsten Berg der Insel, den Epomeo, der mit seinen 783 m.ü.M. die Dörfer der Insel überragt. Start ist vom Dorf Fontana aus, es liegt bereits auf 500 Metern, und kann mit den Bussen ideal erreicht werden.

Auf einem gut ausgeschilderten Wanderweg, der zuerst durch das Dorf führt und dann im stetigen Hinauf, erst auf gepflasterten kleinen Strassen, vorbei an kleinen Restaurants im Wald, die wie alpine Wirtschaften wirken. Später führt der Weg durch lichten mediterranen Wald auf ausgewaschenen Wegen, durch sandige Erdschluchten und weiter oben über Steinplatten bis zum Bergrestaurant mit einer fantastischen 360-Grad-Aussicht über Dörfer der Insel, die Golfregion von Neapel und auf das offene Meer und Capri. Die Wanderung ist eher steil aber einfach, dennoch sind gutes Schuhwerk sehr empfohlen und genügend Flüssigkeit.


Gute Beschilderung der Wanderwege auf den Epomeo.


Sandige, ausgewaschene Wege zwischen der Macchia hindurch


Der Epomeo ist aus verfestigter Vulkanasche und ist kein Krater sondern aufgetürmtes Gestein, auch grünes Tuffgestein ist zu finden, welches ursprünglich im Meer lag und durch Eroptionen hinaufgedrückt wurde.

Gute Beschilderung der Wanderwege in Richtung Epomeo. Alle Wege führen auf den Epomeo, auch von anderen Startpunkten aus. Die meist begangenen Wanderwege sind jene auf den Epomeo. Zahlreiche andere Wanderungen sind weniger gut ausgeschildert, können auch schon mal ausgesetzt und manchmal kaum im dichten Wald zu finden sein. Daher ist eine Karte, gute Orientierung wichtig. Im Hotel Casa Di Meglio wird man sehr gut von Andrea Di Meglio, Hotelmanagerin beraten. Sie kennt die aktuellen Wanderweginformationen und kann sehr wertvolle Tipps über passende Wanderungen den Gästen mitgeben.


Kurz vor dem Gipfel breitet sich ein wunderbarer Blick über die Macchia und das Meer aus.


Die eigentliche Spitze des Epomeo, in der Nähe des Bergrestaurants. Typisches Tuffgestein.

Solche Felsenhäuser wurden ins Tuffgestein gehauen. Die meisten finden sich zwischen Serrara und Forio. Sie wurden in Kriegszeiten zum Schutz vor dem Entdecken gehauen und dienen teilweise heute als Weinkeller. Im Sommer und Winter bleibt die Temperatur gleich, bei etwa 18 Grad Celsius.

Die Umgebung mag auf den ersten Blick karg erscheinen. Doch beherbergt die Insel Ischia einige wilde Kräuter, viel Flora und im Unterholz der Akazien- und Kastanienwälder finden sich Pilze. So findet man wilden Spargel ebenso wie Bergminze, Rosmarin, Salbei, Myrte, Heidekräuter und einige mehr. Dank dem milden Klima, der Sonneneinstrahlung und des Gesteines wächst hier auch wunderbarer Wein.

Die Reben wurden lange nicht mehr kultiviert, heutzutage leben doch einige Weinbauern davon. Es lohnt sich, den Wein zu versuchen, den es in vielen unterschiedlichen Qualitätsklassen gibt. Und natürlich lohnt sich eine Rebenwanderung zu unternehmen und bei Francisco einen Stop einzulegen. Mehr Informationen finden man bei Andrea Di Meglio im Hotel dazu.


Uferpromenade beim Castello Aragonese


Sehenswert: Castello Aragonese

 

Castello Aragonese

Sehr sehenswert ist das Castello Aragonese: die kleine Insel neben Ischia. Eine 200m lange Steinbrücke verbindet die Inseln. Man begegnet einer langen Geschichte. Es war einst auch ein Gefängnis für politische Gefangene der Bourbonen, die Zellen sind heute noch zu sehen. Ganz oben steht die Kuppel des Klarissen Klosters aus dem 16. Jahrhundert.

Die Gruft des Klosters hat es in sich. Dort wurden die Nonnen auf steinernen Bänken, wie auf Thronen sitzend, bestattet, so dass die Körperflüssigkeiten durch die geöffnete Sitzfläche hinabtropfte und in speziellen Gefässen aufgefangen werden konnten.  Die langsam verwesenden Gebeine fielen nach unten. Nach vollständiger Skelettierung wurden die Gebeine in einem besonderen Knochenraum gelagert. Täglich wurde nach den Verstorbenen geschaut und dabei über den Tod meditiert. Man kann sich den Duft in dieser Grotte noch heute ausmalen, auch wenn die Gebeine längst nicht mehr dort liegen. Der Verwesungsgeruch, die schlechte und auch vergiftete Luft, die die dort täglich betenden Nonnen einatmeten, führte viele zum vorzeitigen Tod.


Maronti-Strand bei Sant’Angelo

 

Sant’Angelo

Auf jeden Fall muss man Sant’Angelo mit dem Maronti-Strand besuchen. Dank der Südlage und den Fumarolen ist es dort auch im Winter angenehm temperiert. Zahlreiche Strandrestaurants laden ein. Die Cava Scura oder Omitello-Quellen sind nicht weit entfernt – Thermalquellen mit Geschichte. Erreichbar ist der Strand nur zu Fuss oder per Taxiboot.


Maronti-Strand mit zahlreichen Strandrestaurants


Zahlreiche Wanderungen bieten immer wieder tolle Ausblicke über die Insel, auf das offene Meer oder in den Golf von Neapel und bei klarer Sicht auch auf die Nachbarinseln.

 

Hotel Casa di Meglio

Eine ideale Unterkunft für Wanderer, die gerne thermalbaden ist das Hotel Casa di Meglio (+39 081 994144) in Casamicciola. Das Haus wurde 1960 von Antonio Di Meglio erbaut. Zusammen mit Tochter Andrea und Sohn Giovangiuseppe führen sie heute gemeinsam das Hotel. Dank ihrer aus Deutschland eingwanderten Mutter sprechen beide perfekt Deutsch. So kommt man rasch mit Andrea ins Gespräch, die unzählige Wander- und Ausflugsmöglichkeiten kennt und gerne bei der Organisation hilft.


Thermalwasserpool mit eigener Quelle


Indoor-Themalbad mit Massagedüsen

Ein weiteres Plus des Hauses ist die eigene Thermalquelle, ideal für den Thermalwasser- und Innenpool des Wellnessbereiches. Nach dem Wandern kann man sich eine Massage gönnen oder an den Massagedüsen des Innenpools entspannen.

Auf der Poolterrasse ist eine dezente Stimmung, auch dann, wenn die meisten Hotelgäste anwesend sind. Es gibt keine Dauerbeschallung irgendeines Musiklautsprechers oder Horden von plantschenden Kindern. Dafür gibt es lauschige Ecken zum Lesen und Verweilen, mit Ausblicken auf das offene Meer oder in die bunte Blütenpracht der mediterranen und gepflegten Flora.

Zahlreiche lauschige Ecken zur Entspannung finden sich im Poolbereich, der mit Thermalwasser aus der hoteleigenen Quelle gefüllt ist und dadurch immer wunderbar warm ist. Ein kleiner Kiosk bietet zudem gekühlte Getränke und kleine Snacks an.

Der Speisesaal wirkt elegant mit seinen weissen Tischtüchern. Ein Saal, in dem die Worte nicht in den Ohren hallen, wie so oft in anderen italienischen Speisesälen. Eine Freude sind die typischen Gerichte Ischias und napoletanischen Spezialitäten. Auf Ischia werden u.a. typische kleine, runde und voll intensive, leicht süssliche Tomaten angebaut. Die Grundpfeiler der Lokalküche sind zahlreiche Gemüse, Pasta und Fisch; manchmal auch scharf, denn es gibt etwas sechs Sorten Pfefferschoten. Und die vielen Kräuter runden jedes Gericht wunderbar ab. Das Gemüse wird entweder gebacken oder in Olivenöl und Essig eingelegt und kommen so auf das Vorspeisenbuffet. Ischia bringt ausgezeichnete Weine hervor, Dank des vulkanischen Bodens und der Sonnenlage. Leichte, trockene, würzige Weissweine wie Biancolella, Tenuta Frassitelli nd Forastera oder erlesene Rotweine. Man fragt einfach den äusserst aufmerksamen Service, welcher Wein, welches Essen passend begleitet. Der Weinkeller bietet eine gute Auswahl an Weinen von Ischia.

Auch, wenn es keine Pflicht ist, allabendlich dort essen zu müssen, finden sich die meisten Gäste dort ein. Das liegt wohl an den typischen Gerichten und dem erstaunlich perfekten Service. Dieser kann nur mit Stammpersonal, das die Gäste liebt, so gut gelingen.

Einladendes Entrée, hell, klar und schlicht. Das Casa Di Meglio ist ein kleineres 3-Sternehaus mit persönlichem Service und wird von einigen Stammgästen immer wieder aufgesucht, die das familiäre Ambiente mögen, die Ruhe und die Möglichkeit, zu Fuss in wenigen Minuten ins Dorf gelangen zu können oder mit dem Bus zum Wandern aufzubrechen. Andrea Di Meglio kennt ihre Heimatinsel und gibt sehr wertvolle Wander- und Ausflugstipps. Sie kennt die aktuelle Lage und macht auf allfällige Schwierigkeiten bei den verschiedenen Wanderwegen aufmerksam. Man ist gut beraten bei Andrea!

Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, man findet jedoch alles Notwendige darin vor, ausser einem Kühlschrank bzw. einer Minibar. Teilweise verfügen sie über Balkone oder sie haben Zugang zur grossen Gemeinschaftsterrasse, wo man sich auch am Abend in Ruhe auf einer Couch bei einem Glas Ischia Rosso entspannen kann.


Mit viel Liebe gepflegter Garten des Hauses Di Meglio.


Meer und Macchia. Zahlreiche Wildkräuter, auch Spargel finden sich auf der Insel. Der Norden der Insel ist etwas dichter bewachsen. Bis in steilste Regionen werden Datteln, Zitronen, Granatäpfel, Wein, Tomaten, Feigen uvm. bewirtschaftet.


Auch ein Tagesausflug nach Capri oder Procida kann unternommen werden.


Eine Wanderung durch die Weinterrassen ist sehr lohnenswert. Andrea Di Meglio gibt sehr gerne Auskünfte über die Möglichkeiten.

Wir empfehlen das Casa Di Meglio für Gäste, die gerne wandern und thermalbaden. Das Haus hat besonders guten Service und die typische Küche der Ischiatiner mit vielen Speisezutaten von der Insel, sogar aus dem eigenen Familiengarten kommt das eine und andere Gemüse.

Ein Haus mit einigen Stammgästen vorwiegend aus Italien, der Schweiz und Nordeuropa. Es ist ein mittelgrosses Haus mit Familiengeschichte und gewachsenen Strukturen, eigener Thermalwasserquelle, einem kleineren Wellnessbereich, Innenpool mit Massagedüsen und einem grösseren Aussenpool, geeignet für Paare und Einzelreisende oder Kleinfamilien mit älteren Kindern.

Wer kleinere Häuser, die persönlich geführt werden und eine familiäre Atmosphäre liebt, auf berauschenden Luxus bewusst verzichten will, ist hier besonders gut aufgehoben. Die Familie und Andrea Di Meglio wissen über ihre Heimatinsel bestens Bescheid und können wertvolle Tipps über Wanderungen und Ausflüge geben. Andrea bietet Wanderungen, von ihr begleitet, an!

 

Hotel Casa di Meglio
Corso Vittorio Emanuele 46
80074 Casamicciola-Terme
  +39 081 994144
  www.casadimeglio.it
  

 

Wanderangebot
  Wandern zwischen Meer und Weinbergen

Das idyllische Val Müstair ist eine Welt für sich. Sattgrüne Wiesen und malerische Dörfer kontrastieren mit der wilden Natur des nahen Nationalparks. Zudem bildet das Val Müstair gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalpark und Teilen der Gemeinde Scuol das erste hochalpine UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz.

 


Lai da Rims (Foto: Ivan Tschenett)

 

Von Natur aus anders!

Im sonnigen Hochtal Val Müstair produzieren 80 Prozent der lokalen Landwirte rein biologisch. Das facettenreiche Handwerk des Tales arbeitet traditions- und qualitätsbewusst und die Region bietet eine einmalige Kultur- und Naturlandschaft. Besondere Juwelen zeichnen das Val Müstair aus, darunter das UNESCO Welterbe Kloster St. Johann, die Handweberei Manufactura Tessanda, die vielen Museen, sowie die typischen Bündner Dörfer – umrahmt von einer spektakulären Gebirgslandschaft. 


Tessanda (Foto: Janosch Hugi)

 

Allegra im Naturpark!

Das Val Müstair ist eine aussergewöhnliche Region mit wunderschönen Landschaften und lebendigen Traditionen. Deshalb wurde es vom Bundesamt für Umwelt mit dem Label «Naturpark von nationaler Bedeutung» ausgezeichnet. Der Naturpark Biosfera Val Müstair setzt sich zusammen mit der Bevölkerung für die Erhaltung und Aufwertung der vorhandenen Natur- und Kulturwerte ein und strebt eine nachhaltige regionale Entwicklung an.


Val Müstair (Foto: Andrea Badrutt)

 

Herrliche Wanderlandschaft

Auf 250 Wanderweg-Kilometer können Sie die vielfältige und intakte Landschaft im Tal entdecken – von hochalpinen Matten über sattgrüne Alpwiesen, durch duftende Lärchenwälder und entlang tosender Bergbäche – immer umgeben von einer imposanten Bergkulisse.

Einen tollen Einstieg ins Wanderland Val Müstair bietet die Themenwanderung A la riva dal Rom – an den Ufern des Rom. Ausgangsort ist das Quellgebiet oberhalb von Tschierv. Von hier schlängelt sich der Pfad 14 Kilometer weit dem natürlichen Lauf des Rom entlang durch das ganze Tal bis nach Müstair. Faszinierende Landschaften mit geheimnisvollen Auen, prächtigen Mooren und blühenden Wiesen bereichern die Wanderung.


Tschierv (Foto: Daniel Fleuti)

 

Einzigartige Kultur und Sprache

Eingebettet in die wunderschöne Landschaft liegen die sechs sgraffitoverzierten Dörfer Tschierv, Fuldera, Lü, Valchava, Santa Maria und Müstair, die gemeinsam die Gemeinde Val Müstair bilden. Diese Gemeinde ist Heimat für rund 1’500 Einwohnerinnen und Einwohner, die «jauers», welche sich durch ihre bescheidene, offene und herzliche Art und auch durch ihre Sprache auszeichnen. Denn nur im Val Müstair wird der rätoromanischen Taldialekt «jauer» gesprochen.

Einzigartig sind auch die Sitten und Bräuche im Val Müstair, die durch die einheimische Bevölkerung gehegt und gepflegt werden. So zum Beispiel der Chalandamarz am 1. März, an dem die Kinder des Tals mit Glockengeläut, Peitschenknallen und Gesang den Frühling ankündigen. Oder das traditionelle Erntedankfest (Festa da la racolta) am ersten Sonntag im Oktober.

 

Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt

Vom Talgrund des Rombachs bis hinauf zu den höchsten Gipfeln bieten vielseitige Lebensräume hervorragende Bedingungen für eine grosse Zahl an Tieren und Pflanzen. So beherbergt das Val Müstair einige aussergewöhnliche Orchideen. Auch der Felsenfalter, der in der Schweiz als so gut wie ausgestorben gilt, ist hier noch zu finden.

Dank der traditionell bewirtschafteten Landschaft fühlen sich im Val Müstair auch selten gewordene Vogelarten wie Braunkehlchen und Neuntöter wohl. In den Wäldern ist das Auerhuhn verbreitet und am Himmel sind öfter Steinadler und Bartgeier zu sehen. Mit einem guten Auge können auch Wildtiere wie Reh, Rothirsch, Gemse und Steinbock beobachtet werden. Selten streift auch ein Bär auf leisen Sohlen durchs Val Müstair.


Bartgeier (Foto: Ivan Tschenett)


Orchideen (Foto: Daniel Fleuti)

 

Mehr erleben in der Biosfera Val Müstair

Um den Gästen im Val Müstair Themen und Projekte aus dem Parkgebiet näher zu bringen, wurden spezielle Naturpark Angebote entwickelt. Diese werden von gut ausgebildeten Guides geleitet, die nebst den Exkursionsinhalten auch viel Hintergrundwissen vermitteln. Gehen Sie also mit einem Jäger mit auf die Pirsch, lernen Sie, mit welchen Tricks Alpenpflanzen auf 3000m ü.M. überleben oder wie aus einem winzigen Baumsamen ein schönes Möbelstück wird…

Auf eigene Faust können Sie zudem die Schnitzeljagd Chatscha jaura erleben, die zeigt wie Nachhaltigkeit im Tal gelebt wird. Oder Sie geniessen entspannt die literarische Wanderung Promenada William Wolfensberger mit Gedichten und Geschichten über das Val Müstair von William Wolfensberger.


Ausblick (Foto: Daniel Fleuti)


Steinbock (Foto: Ivan Tschenett)

 

Regionaler und nachhaltiger Genuss

80 Prozent der Bäuerinnen und Bauern im Val Müstair bewirtschaften ihre Betriebe nach den Richtlinien des biologischen Landbaus. So gibt es feine Biofleisch-Spezialitäten sowie hochwertige und geschmackvolle Bio-Käsesorten, die in der taleigenen Chascharia hergestellt werden.


Käse aus der «Chascharia Val Müstair» (Foto: Daniel Fleuti)

Das spezielle südliche Klima im Val Müstair ermöglicht auch den Ackerbau bis in Höhen von 1’900 m über Meer. Dieser Vorteil ist während Jahrhunderten von den Münstertaler Bauern genutzt worden. Noch heute zeugen Ackerterrassen sowie die Muglin Mall (mit dem ältesten funktionstüchtigen Mühlwerk der Schweiz) vom Getreideanbau. Das Berggetreide wird auch heute noch für viele kulinarische Spezialitäten verwendet, z.B. Berghafer in den knusprigen Schaibiettas da Terza, Bergweizen in der schweizbesten Tuorta da Nusch oder Bergroggen im Slowfood-Roggenbrot. Sogar in flüssiger Form findet sich Weizen aus dem Val Müstair im Bio-Weizenbier der Tschliner-Kleinbrauerei.

Produkte aus dem Val Müstair, die mindestens 80% regionale Zutaten enthalten, sind mit dem Produktelabel das Naturparks gekennzeichnet. Es garantiert die Werte Nachhaltigkeit und lokale Herkunft.

Tipp: Viele dieser feinen Spezialitäten gibt es ab 1. Juli auf dem neuen FoodTrail zu entdecken! Sie rätseln sich anhand von Hinweisen von Genuss-Stopp zu Genuss-Stopp und werden jeweils mit einer regionalen Spezialität belohnt.


Tuorta da Nusch – Nusstorte (Foto: Janosch Hugi)


Muglin Mall (Foto: Anita Brechbühl)

 

Bainvgnü!

Die wunderschöne Landschaft des Tals vor der eindrücklichen Bergkulisse ist der Stolz der «jauers». Das heutige ausgewogene Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie soll auch langfristig die Lebensgrundlage für die einheimische Bevölkerung garantieren. Der Naturpark bewahrt die kostbaren Natur- und Kulturgüter und bietet den Besuchern echte Naturerlebnisse, faszinierende Geschichten und den Genuss regionaler Spezialitäten. Aber das erleben Sie am besten gleich selbst… Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Piz Daint (Foto: Roland Gerth)


Herbst im Val Müstair (Foto: Ivan Tschenett)

 

Biosfera Val Müstair
Center da Biosfera
7532 Tschierv
  +41 81 850 09 09
  www.biosfera.ch
  

 

 

Headerbild Alp Prasüra: Ivan Tschenett

Genussvolle, gemütliche Vier-Seen-Wanderung mit Übernachtung: Vom Trübsee (Engelberg) zur Melchsee-Frutt. Eine der schönsten und landschaftlich eindrucksvollsten Wanderungen in der Schweiz.

Highlights: idyllische Bergseen und Hochtäler, fantastische Bergwelt rund um den mächtigen Titlis, mit atemberaubenden Ausblicken und einzigartiger Alpenflora.

Ein unvergessliches Erlebnis für alle Wanderer, Familien mit Kindern und Panoramaliebhaber. 

 

Text: Claudia Ruf, WegWandern.ch

Es lohnt sich! Mit nur wenig Rucksackgepäck endlich aus dem hitzig-schwülen Stadtmoloch abreisen, um angenehm «auf Touren» zu kommen. Am besten gleich nach der Arbeit oder früh morgens im Zug nach Engelberg starten und mit den Titlis-Bergbahnen hoch hinaus.

 

Weltberühmt und nie besucht?

Zum Auftakt geht es auf den weltberühmten Titlis, den höchsten Berg der Zentralschweiz, mittendrin und ganz schön hoch. Mitten im heissen Sommer den Winter im Schnee bei 9 Grad Celsius zur Abkühlung geniessen, das tut gut. Mit der ersten drehbaren Luftseilbahn der Welt «Rotair» schwebt man auf den kleinen Titlis auf 3020 m.ü.M. Noch kühler ist es im Eistunnel. Das gigantisch dicke, feste, «ewige» Eis der Grotte des mächtigen Titlis-Gletschers lässt ein leichtes Schaudern durch den Körper fahren. Die Mächtigkeit und Kühle des Eises wirken eindrücklich.

 


Auf dem Titlis mit den Vier-Seen im Blick: Trübsee, Engstlensee, Tannensee, Melchsee

Viele der weltweit hergereisten Gäste sehen, spüren, riechen das erste Mal Schnee. Lustig zu beobachten für uns, wie manche auf blankem Hosenboden auf dem Schnee hinunterrutschen und die Nässe in Kauf nehmen. Manch eine Inderin trägt unter ihrem Sari gemietete Bergschuhe. All die staunenden Gäste stecken auch uns an. Ich werde spontan von einem jungen Paar aus Asien begeistert angesprochen, wie überwältigend das Panorama sei. Ich teile bestätigend das Erlebnis mit ihnen. Ich bin auch gerne beim Fotografieren von Mutter und Tochter aus dem Südamerikanischen Raum behilflich und zaubere so viele glückliche und auch stolze Gesichter in ihre Kameras und Erinnerungen.

Auf dem Titlis, 3041 m.ü.M.

Europas höchstgelegene Hängebrücke, der Titlis Cliff Walk, macht auch mir kribbelnde Beine und braucht Mut zum Begehen. Die Aussichten sind fantastisch. Die Architektur und Technik der Installationen sind äusserst beeindruckend. Mein Blick vom Cliff Walk schweift von Gipfel zu Gipfel und bleibt an einem gegenüberliegenden Schneefeld hängen: Da bewegt sich doch in der Ferne etwas? Ich entdecke zwei ganz klein wirkende Seilschaften, wie sie gemächlich und ruhig über Schnee- und Eisfelder ziehen. Auf der anderen Seite des Titlis erkenne ich alle vier Seen der bevorstehenden Vier-Seen-Wanderung. Die stillen Bergseen liegen vor unseren Füssen. Ich bin froh, eine unangestrengte Wanderung vor mir zu haben.

Schwindelerregende Tiefblicke auf dem TITLIS Cliff Walk, der höchstgelegenen Hängebrücke Europas – 3041 Meter Höhe, 500 Meter Abgrund

 

Für uns sind all die Gesichter und Selfie schiessenden Gäste bezaubernd. Manch Pose bringt uns zum Schmunzeln. Unsere Reaktionen werden auch wahrgenommen: «Now, you are also one of us Chinese!», und wir lachen alle. Wohl die meisten dieser Gäste werden nur einmal im Leben die Schweiz in dieser «Höchstform» erleben. Ein herrliches und aussergewöhnliches Erlebnis – auch für uns. Wir wollten kaum mehr den Ort verlassen und denken: Gerade als Schweizer*in, hier Lebende muss man einmal in seinem Leben auf dem Titlis gewesen sein!

 

Der Trübsee, Berggasthaus Trübsee – ganz klar

In der Bergwelt angekommen! Ein freundlicher Empfang und ein sehr komfortables Zimmer mit moderner Ausstattung erwartete uns. Im Eckzimmer mit bequemer Couch, ähnlich einer Junior-Suite, überrascht ein grosser, gestufter Kachelofen. Im Winter ideal zum Wärmen und im Sommer zusätzliche Ablagefläche. Das Thema Bergwelt wird mit einer Art Trockenmauer, einer geschichteten Steinmauer innerhalb der Mauer, aufgegriffen. Säumerwege wurden oft von Trockenmauern gesäumt. Das angenehme Alpenambiente des Zimmers wird durch einen schönen, massiven Eichenboden abgerundet. Die neuen Zimmer wirken warm und sehr gemütlich. Ich freue mich schon auf die walk-in Regendusche!

Bewegung tut not – ab auf den Trübsee-Rundweg! Die perfekte Aktivität für den Nachmittag. Ein eindrückliches Bergpanorama umringt den spiegelglatten, klaren Bergsee, umsäumt von üppigen Wiesen. Das Panorama spiegelt sich im See. Die freilaufenden, grasenden Kühe stehen schon auch mal auf dem Wanderweg. Das Kuhglockengeläut schwingt in den Ohren. Wir tanken frische Alpenluft und spazieren gemächlich. 


Am Trübsee

Der Rundweg bietet Familien mit Kindern viele spannende, gut gebaute, neue Spielplätze und Feuerstellen mit bereitgestelltem Holz. Der zum Baden einladende, aber doch kühle Bergsee, ist eher für Mutige. Wir nehmen unser obligates «Plättli» mit Alpspezialitäten draussen im Schatten auf der Holzbank bei der urchigen «Hüethütte» ein. Eine zurecht «Hüethütte» heissende Alp. Hier wohnt eine Bergbauern-Familie, die ca. 180 Rinder während des Sommers hütet. Kaum ein Gast der fernen Welt findet den Weg hierher. Eine Station weiter wartet beim Restaurant Alpstübli eine weitere Kostbarkeit: das Trübsee Bier. Bei Gelegenheit kann man zusehen, wie es auf offenem Feuer gebraut wird.

Die am Ufer angebrachten Hängematten sind verlockend. Einfach mal dahindösen und dabei den fast meditativ wirkenden Kuhglockenklängen zuhören. Dem leichten Treiben der Menschen am und im See zusehen? Manch ein weither gereister Gast probiert sich zum ersten Mal auf einem Ruderboot. So sitzt vor unseren Augen ein Paar aus dem arabischen Raum im Boot, der Mann am Ruder. Das Boot kommt kaum vom Fleck. Etwas irritiert. Wir kommen nicht umhin helfend zu erklären, dass er sich doch besser umdrehen möge, um rudernd vorwärts zu kommen. Er dreht und bedankt sich lachend für den Tipp. Wir gehen auch vorwärts, schmunzelnd und leichtfüssig zum Berghotel Trübsee.

 

Trübsee – Jochpass – ein alter Säumerweg – Teil der Sbrinz-Route

Der Trübsee ist für alle und besonders für Familien mit Kindern ein spannender Ort. Hier locken für einmal viele Aktivitäten und nicht die absolute Abgeschiedenheit. Dennoch ist es kein mit Menschen überfüllter Ort. Und wer zur Übernachtung bleibt, hat die am frühen Abend, nach der letzten Gondelabfahrt einkehrende Ruhe und Alpenidylle, für sich. Die Tagesgäste sind weg. Jetzt noch meine erfrischende Regendusche, und wir sind bereit für den genussvollen Teil des Abends. Im abendlichen Sonnenschein auf der Hotel-Terrasse geniessen wir den Apéro und schauen immer mal wieder auf den imposanten Titlis. Im gemütlichen, rustikalen Restaurant stillen eine feine Gemüsesuppe, ein breites Angebot vom Salatbuffet und ein Hauptgang unseren kräftigen Hunger. Der sehr freundliche und zuvorkommende Service bedient uns später auf der Terrasse weiter, mit einem feinen Kaffee und dem Dessert. 

Nach einer wunderbar ruhigen Bergnacht in einem herrlichen Bett, mit sinnlichem Kuhglockengeläut, bei geöffnetem Fenster von weither hörend, geht es früh morgens zur Stärkung ans grosse Frühstücksbuffet. Das Hotel ist ideal für einen frühen Wander-Start. Ohne Anfahrtsstress gemütlich frühstücken. Mit einem Lunchpaket ausgestattet starten wir vom Hotel aus dem Seeweg entlang. Das Seewasser liegt still und glatt vor uns. Manch ein Rind steht bereits mit all seinen Vieren knietief im See und gönnt sich eine Morgenfrische. Jetzt geht es mit dem Sessellift auf den Jochpass. Weil wir noch einige sich lohnende, aber zeitverzögernde Fotostopps vor uns haben, lassen wir uns gemütlich hinauftragen. Erstaunlich: Hier wurde im Juli 1944 der allererste Sessellift von ganz Europa in Betrieb genommen. Bis kurz davor galt der Jochpass Jahrhunderte lang als Säumerpfad und direkteste Verbindung zwischen dem Haslital und Engelberg . Er ist auch Teil der Sbrinz-Route. 

Wer Zeit und Musse hat, wandert auf diesem historischen Säumerpfad, auf etwas steileren Serpentinen, mit herrlichen Rückblicken ins Tal während den Verschnaufpausen, bis zum historischen «Bärghuis». Beruhigend: Die Säumer wählten ja Kraft sparende, witterungsbedingt sinnvolle und möglichst kurze Wege. Im «Bärghuis» auf 2222 m.ü.M. kann man sich dann ja bereits wieder eine Pause mit grandioser Aussicht gönnen.

 

Jochpass – Engstlensee – Engstlenalp: Kraftort der Natur

Auf zu stillen Wassern – der nächste Bergsee wartet! Für Kniegeplagte kann die Reise bequem im Sessellift bis fast zum Engstlensee weitergehen. Wer bergab wandert, geniesst die grandiose Aussicht über den See bis in die Berner Alpen etwas länger. Dieser Abschnitt, von der Talstation bis zur Engstlenalp, ist der einzige, der nicht abgekürzt werden kann. Es ist unserer Meinung nach ein sehr schöner Teil der gesamten Wanderwegstrecke. Leichtfüssig geht es weiter. 


Engstlensee

Auf einem einfachen und schönen Weg, an Wildblumen- und Kräuterwiesen vorbeiziehend, immer mit prächtiger Bergarena voraus und dem Titlis im Rückblick, geht die Wanderung oberhalb des Engstlensee vorbei. Dabei tun sich grandiose Postkartenbilder auf. Anglerherzen schlagen jetzt höher. Es gibt einige Forellen im See (Informationen zu den Patenten und Regeln finden sich hier.)

 

Auf der Engstlenalp gönnen wir uns in der Rossbodenhütte eine Erfrischung. Rundherum Viehherden – Kühe hier, Rinder da. Manch eine schlürft literweise Bergwasser vom fast überfliessenden Brunnen oder kratzt sich genussvoll den Hals am Holzgeländer der Terrassenumrandung.

 

Eine paradiesische Landschaft mit besonderer Ausstrahlung. Ein Kraftort. Hier schwingen natürliche geomantische Kräfte. Stärken von Mikroröntgen wie auf dem Himalaya und gleich hohe Boviseinheiten wie bei der Pyramide von Gizeh wirken. Der Kompass reagiert desorientiert. Wir nicht. Wir laden hier gerne unsere Batterien auf. Ein spürbar besonderer Ort.

Grosse Persönlichkeiten wie Goethe, Twain und Einstein schätzten den Ort ebenfalls. Alle haben sie die Hochmoor- und Seenlandschaft inmitten steiler Kalkflühe bewundert. Nur ein paar Schritte weiter und man steht vor dem historischen Berghotel Engstlenalp. Es lohnt sich, einen Blick ins Innere des 1892 erbauten Hotels zu werfen. Im Salle à manger, wo man wie anno dazumal weilt, kommt noch heute die schöne Grand-Hotel-Stimmung aus der Belle-Epoque auf. 

 


Eine besonders schöne Hochebene mit Alpsiedlungen, wunderschönen Holzhäusern.

 

Mit Musse die Zeit sinn- und genussvoll «versäumen»

Es geht gemütlich weiter über die schöne Hochebene der Engstlenalp, die auch Teil der Säumerroute war. Ein gut unterhaltener Weg führt nun an einer langgezogenen Bergflanke mit leichter Steigung hinauf zur Tannalp. Bei manch einem Tritt braucht es etwas Vorsicht. Es lässt sich aber bestens mit entgegenkommenden Wanderern kreuzen. Die eine und andere etwas schwierigere Stelle ist mit dickem Drahtseil gesichert. Ein wundervoller Weg, immer begleitet von einem fantastischen Bergpanorama.

 


Eine mässige Steigung führt zur nächsten Hochebene, der Tannalp.

 

Tannalp – alles nur Käse? 

Wie schon früher wird auf der Tannalp das Käsekessi auf dem Holzfeuer täglich befeuert und mit traditionellen Geräten hantiert. Hier entsteht der sehr schmackhafte Käse der Tannalp. Im Sommer werden Viehherden von etwa 30 Bauern gesömmert. In der Alpkäserei verarbeitet der Käser täglich die frische Milch der Alpkühe. 

Butter, Joghurt, Sbrinz, Bergkäse können vor Ort in der Käserei gekauft und probiert werden.

 

Auch im Berggasthaus Tannalp, unweit der Käserei, werden die Käsereiprodukte angeboten und verwertet. Wo ein Gasthaus ist, ist auch die Kirche nicht weit – oder doch umgekehrt? 

 

Tannalp mit dem Berggasthaus und seiner Hochalpen-Kapelle «Maria, Königin der Engel», welche 1959 durch Fronarbeit und Spendengeldern erstellt wurde. Das Hochtal ist voller Leben: Viehherden, Geissen, Älpler, Wanderer und andere Bewohner. Mit fast drei Metern Flügelspannweite, feuerroten Augen, als ausdauernder Segler und Aasfresser gibt es auch den wiederangesiedelten Bartgeier zu entdecken, der unweit der Tannalp in seinem Gefilde lebt. Mehr zum Projekt hier.

 

Tannalp – Tannensee/Tannalpsee – Melchsee-Frutt

Der Tannensee sowie der Melchsee werden zur Stromproduktion genutzt. Daher hat der Tannalpsee einen Staudamm und der Wasserpegel unterliegt Schwankungen. Auch hier darf geangelt werden, das Schwimmen hingegen ist untersagt (bitte die Bestimmungen beachten.) Dafür gibt es eine tolle Feuerstelle gleich zu Beginn des Wanderweges. Grillrost und trockenes Holz stehen schon bereit.

Wer sich nun bequem ab Tannalp chauffieren lassen möchte, kann mit dem Fruttli-Zug weiterreisen. Wir nehmen den Wanderweg unter die Füsse, dem Tannalpsee entlang. Es geht geradeaus auf einem einfachen Weg und später ganz leicht hinunter nach Melchsee-Frutt. 


Tannensee

 


Tannensee

 

Teilweise führt ab der Tannalp der Weg auf Teerstrassenabschnitten, meist jedoch über Alpwiesen. Von Weitem sind schon bald der Melchsee, die Kapelle, das Dorf, unsere Unterkunft zu erkennen. Mit dem Ziel vor Augen, lässt es sich noch beschwingter gehen. 

 

Bei Ankunft am See wird man von der Kapelle «Maria vom guten Rat» begrüsst. Sie steht auf einer Halbinsel und wirkt idyllisch. Im Jahr 1900 wurde sie eingeweiht.

 

Melchsee-Frutt – frutt Lodge & Spa und frutt Family Lodge

Der Panoramalift erschien mir zunächst unnötig dahingestellt. Aber tatsächlich lohnt es sich hinauf zu fahren und den schwindelerregenden Blick über den See schweifen zu lassen. Eine fantastische Aussicht in die Bergwelt bis zum Titlis oder auf das Obwaldner Bergpanorama tut sich auf.

Blick von der Aussichtsplattform

 

Die frutt Family Lodge ( erinnert von der Architektur her an grosse Monolithen. Die frutt Lodge & Spa (+41 41 669 79 79) ist ein quadratischer, moderner Bau. Ob man die moderne, würfelförmige Architektur der frutt Lodge & Spa mag oder nicht, das geforderte Volumen der Infrastrukturen für die Gäste kann nicht in der Landschaft versteckt werden. Es warten tolle Einrichtungen zur Entspannung und mehr.

 

Alpines Ambiente in Kombination mit schlichter und sehr bequemer, hochwertiger Design-Möblierung. Massiver Eichenholzboden wirkt wohlig-warm.

 

Die Zimmer sind sehr grosszügig konzipiert. Praktisch ist die Trennung von Toilette und Badezimmer.

 

Die Innenarchitektur und Atmosphäre in beiden Häusern sind sehr schön, warm, gemütlich – alpin. Auch hier wurde mit massivem Eichenholz gearbeitet. Fast wie veredelte Berghütten kommen die frutt Family Lodge und frutt Lodge & Spa daher.

 

Im buchbaren Paket inbegriffen ist die herrliche Erholung im Wellness- und Spa-Bereich der frutt Lodge & Spa. (Hier der Spa-Bereich der frutt Family Lodge)

 

Ob im Winter oder  Sommer, herrlicher Ort zur Entspannung. 

Am Empfang werden wir herzlich begrüsst. Der Check-in erfolgt kurz. Schon werden wir persönlich auf unser Zimmer begleitet und erhalten Erklärungen über die Einrichtungen. Die Tischreservierung wird aufgenommen, mit dem Wunsch, auf der Terrasse weilen zu dürfen. Wir freuen uns auf das Angebot und richten uns kurz im Zimmer ein, ziehen den Bademantel über, machen uns auf den Weg zum Spa-Bereich in der frutt Lodge & Spa. 

Dann liessen wir es uns nicht mehr nehmen, lange unsere müden Muskeln an den Massagedüsen zu entspannen – herrlich. Und das auch noch mit schönster alpiner Aussicht und mit Blick über den See. Danach noch eine 20-Minütige Wundermassage des Rückens, beziehungsweise der Beine, je nach Wunsch. Und zum Schluss ein Nickerchen auf der bequemen Liege im windgeschützten, gemütlichen Aussenbereich des Bades – immer mit Blick auf die Berg- und Seekulisse. Perfekt!

Wir fühlen uns bestens aufgehoben. Vorfreude auf das Abendessen kommt auf. Zuerst geniessen wir den Apéro auf der Terrasse. Und weil es so schön bei diesem Ausblick ist, bleiben wir gleich auf der Terrasse zum Abendessen. Das Vorspeisenbuffet hat für jeden etwas parat, für Veganer, Vegetarier oder Fleisch-, Fischliebhaber. In der gebuchten Halbpension des Paketes sind eine überraschende, kreative Küche mit durchdachten, raffiniert kombinierten und feinst zubereiteten Speisen inkludiert. Welch Schlemmerei! Perfekter Service, es fehlte uns an nichts. Alles verdient unsere Höchstpunktzahl.

Im Haus der frutt Family Lodge wird besonders den Familien mit Kindern Rechnung getragen. Und es gibt so viel im Angebot. Betreuung der Kinder, ein Grossleinwandkino, Bowlingbahnen, viele Spielmöglichkeiten und nicht zu vergessen, das Draussen mit all seinen Freiluftaktivitäten in der Bergnatur. In der frutt Lodge ist alles auf Erwachsene ausgerichtet. 

Es gibt noch viele Wanderwege zu entdecken. Melchsee-Frutt ist ideal für alle Wanderer, von jung bis älter, Familien, Anglerfreunde, Spaziergänger, Geniesser, Naturfreunde. Noch immer ein kleineres Bergdorf mit hohem Angebot – keine touristische Hochburg aber ein Ort mit modernem Berglifestyle, kombiniert mit alpiner Gemütlichkeit. Und noch immer angebunden an den Ursprung dieser wunderbaren Hochebene und ihrer Kultur.

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es am nächsten Tag für uns dann weiter, obwohl uns der Abschied schwer fällt. Via Balmeregghorn und Planplatte in Richtung Hasliberg und mit Gondeln weiter führt ein wunderbarer und lohnender Panoramaweg nach Meiringen. Ein toller Abschluss der Vier-Seen-Wanderung!

Nach diesen zwei Nächten und drei Tagen haben wir beide das Gefühl, als hätten wir eine ganze Woche Ferien verbracht. Die Zeit hat sich gedehnt. Dank vielen wunderbaren Eindrücken, der Balance zwischen Bewegung und Entspannung, dank der Natur, genussvollen Verpflegungen erholten wir uns prächtig. Sehr lohnenswert – gerade wegen der Übernachtungen!

Wir danken allen grosszügigen Organisatoren und Sponsoren für diese wunderbaren Tage:

 

Buchung Package Vier-Seen-Wanderung
Die Vier-Seen-Wanderung kann als Package mit 2 Übernachtungen (Berghotel Trübsee & frutt Family Lodge) gebucht werden. Inklusive Halbpension, Picknick für die Wanderung, Alpienne Massage, Benutzung Spa uvm.

frutt Family Lodge
CH-6068 Melchsee-Frutt
  +41 41 669 76 76
  www.frutt-familylodge.ch
  

 

Wandervorschlag Vier-Seen-Wanderung
  Vier-Seen-Wanderung, Trübsee (Engelberg) – Jochpass – Engstlenalp – Melchsee-Frutt

Text: Claudia Ruf (WegWandern.ch) | Bilder: zVg

 

Das Münstertal, eine der kleinen und feinen Gegenden der Schweiz, beim Wandern entdeckt 

Unsere Anreise mit dem Postauto von Zernez über den Ofenpass nach Valchava ist von sensationeller Landschaft des Schweizer Nationalparks geprägt. Eine wilde Bergwelt. Der Postautofahrer fragt die Reisenden: «Seht Ihr die Schlucht rechts gut genug oder soll ich näher an den Rand heranfahren?» Das ganze Postauto lacht; wir sehen genug! Rechts von uns tun sich tiefste Abgründe auf. Wir wissen, Postautofahrer sind wahre Fahrkünstler; keine Angst also vor der eindrücklichen Fahrt.


Blick auf das Münstertal. Langsam-Tourismus ist hier angesagt! Die zahlreichen Juwelen dieser Berg- und Talwelt können nur mit Zeit «erfahren» werden.

 

Eine andere lohnenswerte Annäherung ist auf Wandersohlen, vom Ofenpass nach Lü, auf dem Senda Val Müstair. Wir haben diesen Höhenweg im vergangenen Frühling unter die Füsse genommen. Feldstecher und Zeit mitbringen! Denn auf der Pirsch kann man mit Glück Wildtiere beobachten!


Bartgeier im Schweizerischen Nationalpark. Einst ausgerottet und seit 1991 dort erfolgreich angesiedelt.

 

Ankunft in Valchava im Hotel Central La Fainera 

Ein Blickfang, schon von Weitem, ist die farbenfrohe Hausfassade unserer Unterkunft. Sie zeigt eindrückliche, Legenden und Tal-Geschichten erzählende Malereien. Erst einige Zeit später entdecke ich, dass die beiden Kirchturmmspitzen vertauscht sind und erfahre den Grund dafür während unseres Klosterbesuches. Bei unserer Ankunft stehen vor dem offenen Hoteleingang Rucksack tragende Gäste mit strahlenden Gesichtern und Vorfreude auf den sonnigen Wandertag. Das Haus mit zahlreicher Stammkundschaft und Wanderbegeisterten ist ein ortstypisches Münstertaler Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert. Der grosse Eingangsbereich blieb trotz umfassenden Renovationen im Jahr 1987 beibehalten. Dicke Grundmauern wirken wie beschützend und auch kühlend.  

Ankommen mit dem Postauto direkt vor dem Hotel Central La Fainera in Valchava (+41 81 858 51 61) ist praktisch. Köfferchen reinrollen, Rucksack ablegen. Und schon hören wir ein sympathisches «bainvgnü a chasa»! Claudia Bättig heisst uns herzlich willkommen. Bei einem späteren Interview erfahren wir vieles über Ihre Heimat. Sie ist eine echte Ureinwohnerin. Mit Herz und Seele ist sie seit über 20 Jahren aufmerksame Gastgeberin im Hotel Central. Und sie liebt, wie wir, das Wandern.  


Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge, das Hotel Central La Fainera in Valchava

 

Das Traditionshaus liegt in der Dorfmitte des kleinen Ortes Valchava, mitten im Münstertal. Sehr ruhig und ideal zentral ist es Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen, Gipfelbesteigungen, Museumsbesuche und Ausflüge. Im Winter geht es auf Skitouren, Langlaufloipen und Schneeschuh-Trails. 


Val Müstair, auch im Winter ein ruhiges Ziel mit spannender Natur zum Entdecken.

 


Vitalbäder, Massagen, Finnen- und Biosauna sind im Hotel Central La Fainera untergebracht.

 


In der Ustaria mit Bar und Aussenterrasse treffen sich nicht nur die Gäste sondern auch die Bürger, die «Jauers», zur «Baderlada». Den offerierten Willkommensdrink nehmen wir gerne hier ein und lauschen den für uns wohlklingenden Worten des rätoromanischen Jauer, eines Vallader-Dialektes, der nur im Münstertal gesprochen wird. 

 

Zur Juniorsuite Fainera geht es ein paar breite Holztreppenstufen hinauf. Wir beide lieben das Knarren der breiten Stufen und die leichte, weiche Federung durch das Holz unter den Füssen. Geborgenheit tut sich auf. Es geht hinauf unter das Dach. La Fainera bedeutet Heuschober. Was für ein tolles Nest uns bereitet wurde: Ein leichter Duft vom Arvenholz, der daraus gefertigten Möbel, strömt beim Betreten des Zimmers in die Nase; er wirkt bekanntlich beruhigend. Die abgeschrägte Holzdecke, die Sitzecke mit Tischchen sowie der Lärchenboden sorgen für Gemütlichkeit. Das moderne Bad – wir lieben moderne Walk-in Duschen – macht Lust auf die Erfrischung.


Arvenholzmöbel, Lärchenböden und -decken machen die geräumige Juniorsuite sehr heimelig.

 


Gemütliche Juniorsuite Fainera

 

Wir fühlen uns in der 130-jährigen, sehr heimeligen Stüvetta aus Holz mit elegant aufgedeckten Tischen richtig wohl. Sie ist eine Stube mit Stil. Die Gäste sind gesellig. Man geniesst sichtlich die gemütliche Stimmung, das Essen und spricht über die Erlebnisse des Tages. Mit aufmerksamem Service wird uns an beiden Abenden jeweils ein Dreigang-Menü gereicht, darunter crèmiges Risotto, zarter Fisch, frische Salatbouquets und raffinierte Desserts. Bei einem kurzen, netten Schwatz mit Claudia, die stets um das Gästewohl besorgt ist, fragte ich sie nach ihrer Leibspeise. Ganz klar, dass die auch auf meiner Genussliste steht: Hirsch-Entrecôte mit Walnusskruste und Föhren-Risotto.


Regionale Spezialitäten werden in der 130-jährigen, heimeligen Stüvetta mit Stil serviert. Ein Geheimnis sei hier gelüftet: Die feinen Capuns nach Art des Hauses sind leichter als üblich, dank des Verzichts auf Rahm.

 

Ausgiebig frühstücken! Viel Selbstgemachtes und regionale Köstlichkeiten warten. Darunter das «pan sejel», das typische, helle und nach alter Tradition aus viel Roggen- und wenig Weizenmehl gebackene Doppelfladenbrot. Ich liebe den einzigartigen Geschmack, das feine Mehl auf der Kruste, die Hefe darin. Das Brot gibt es auch aus Sauerteig. Das Klima im Val Müstair ermöglicht den Ackerbau bis in Höhen von 1’900 Metern über Meer. Dieser Vorteil ist während Jahrhunderten von den Münstertaler Bauern genutzt worden. Noch heute zeugen Ackerterrassen, alte Backöfen an den Häusern sowie die Muglin Mall vom Getreideanbau. Selbstgemachte Konfitüre. Dinkel, Roggen, Hafer zum Schroten für das Müesli. Alpkäse. Alpbutter. Meine Lieblingstorte «torta dal nusch» ist den ganzen Tag über verfügbar. Gut zu wissen: Wir befinden uns auf 1’440 Metern über Meer und in der Höhe braucht das Frühstücksei länger als die gängigen vier Minuten: halbhartes Ei länger als vier Minuten.


Alles, was das Herz begehrt: Ein gesundes Frühstück mit vielen regionalen Produkten und Selbstgemachtem.

 


Lieblingstorte «torta dal nusch», nach dem Rezept von Claudias Mutter, ist immer frisch im Haus hergestellt, schmeckt etwas weniger zuckrig süss als andere Nusstorten.

 

Biosfera Val Müstair

Die Küche des Hotels Central arbeitet mit regionalen Produkten – ganz im Sinne der Biosfera-Idee. Die Biosfera Val Müstair ist seit 2010 ein Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung. Die Parkbevölkerung verpflichtet sich zu nachhaltiger Wirtschaft, Erhalt und Aufwertung von Natur und Landschaft, Forschung, Bildung. Eine Wertschätzung der Bevölkerung ihrer Heimat gegenüber, die man als Gast spürt. Das Hotel Central ist Teil dieses klugen Projektes und Claudia Bättig überzeugte Mitwirkende. Einige Produkte werden in der Region hergestellt und hier im Hause verwendet. Die von der Biosfera zertifizierten Produkte müssen mindestens 80 Prozent regionale Zutaten enthalten und 2/3 der Wertschöpfung muss in der Region erbracht worden sein.

Wer sich auf den   FoodTrail Val Müstair begibt, erfährt noch einiges mehr über die Herstellung der Produkte aus dem Münstertal und wer dahinter steckt. Dieser Trail ist eine spannende, auf alle Sinne ausgerichtete und genussvolle Schnitzeljagd durch die Talschaft mit interessanten Entdeckungen über die gelebten Traditionen und die nachhaltige Ökonomie. So werden die Besucher auch eingebunden in die regionale Wirtschaft und das Leben der Bevölkerung, der Jauers.

 

lai da Rims

Wir sind früh dran. Claudia meint, wir dürften den lai da Rims auf keinen Fall verpassen. Schon mit sechs Jahren war sie mit ihrem Vater das erste Mal auf dieser Wanderung und geht immer mal wieder dahin. Überwältigend sei das Farbenspiel des Sees, der lebendige Wasserfall und die Alpenwelt. Ein besonderer Kraftort soll er sein. Wer einmal da war, will wieder hin, meint sie. Wir hören interessiert ihren vielen, weiteren Wandervorschlägen und Tipps zu. Wenn es die Zeit zulässt, begleitet Claudia auch gerne mal Gäste über den Berg und durch das Tal. Um die schönsten Wanderungen aller Art unternehmen zu können, müsste man mindestens drei Wochen am Stück hier weilen, meint sie. 


Eine weitere anspruchsvolle Gipfeltour ist jene vom Umbrailpass nach Santa Maria mit dem idyllischen lai da Rims und stillen Val Mora. Auf dem Umbrailpass findet man militärhistorische Relikte der Schweizer Grenzbefestigung aus dem Ersten Weltkrieg. Der Umbrailpass war ein umkämpfter Grenzberg.

 


Stilles und ursprüngliches Val Mora

 

a la riva dal Rom

Der Piz Terza liegt vor der Haustüre. Aber auch die gemütliche Rundwanderung auf dem 4-Elementenweg ist einfach zu erreichen. Die bains da Guad, fünf Höfe auf 1480 Metern über Meer gelegen oder ein Besuch des Kalkbrennofens sind verlockend. Die Wandertipps von Claudia sind verlockend. So wählen wir aus vielen Möglichkeiten mehr den Fluss Rom. Er ist schweizweit der einzige Haupttalfluss, dessen Lauf kein Kraftwerk hemmt und nicht zur Stromerzeugung genutzt wird. Diesen Umstand haben sich die Talbewohner erkämpft. Der Weg  a la riva dal Rom führt, wie der Name schon sagt, dem Fluss Rom entlang. Von der sich immer wieder neu verändernden Quelle in Süsom-Tschierv, wo sich kleine Rinnsale beginnen zu einem Bächlein und später zum Bach zu formen, kann man dem Rom bis nach Müstair folgen.

Ab der Mitte bis zum Ende des Weges verändert sich der Bach in einen reissenden Fluss. Entweder nimmt man den Weg in einem Rutsch oder in Etappen unter die Füsse – je nach Zeit, Lust und Kräften. Wir erleben prächtige, unberührte Auen, Flachmoore, natürliche Flussufer, schöne Rastmöglichkeiten, Feuerstellen, Wiesen, Wald und Ebenen, wo sich das Wasser mäandrierend seinen Weg sucht. Und wer die App «Flower Walks» nutzt, wandert mit wissenswerten Informationen über die reichhaltige Flora. Diesen Wasserwanderweg, der voller Abwechslungen ist, haben wir ganz klar als einen unserer liebsten Wanderwege auserkoren. 


a la riva dal Rom – Am Ufer des Rom entlang

 

Auals

Wer Wasserwege liebt, wendet sich auch den Auals zu. Die Auals sind die historischen Bewässerungskanäle und -gräben im Val Müstair. Um den Ertrag zu sichern, wurde oft über grosse Distanzen aus Seitenbächen oder dem Rom, Wasser in die Landwirtschaftsflächen gleitet. Ausgewählte Auals wurden und werden wieder saniert und auch im Gelände sichtbar gemacht. Von Santa Maria Posta aus startet eine leichte Rundwanderung von etwa zwei Stunden der aua Naira und anderen Auals entlang.

 

Über 1200 Jahre Geschichte

Nicht genug des Wassers, für den Tag ist Regen angesagt. Gut für die Natur. Gut auch für uns. Das ist die Gelegenheit für den Besuch des UNESCO Welterbes Claustra Son Jon in Müstair. Das Monasterium, also Münster, war Namensgeberin für das Münstertal, Val Müstair. Eindrücklich sind der besterhaltene Freskenzyklus aus dem Frühmittelalter, Karl der Grosse als lebensgrosse Monumentalstatue und Prunkstücke der Baukunst aus 1200 Jahren. Gestiftet soll das Kloster um 800 n. Ch. von Karl dem Grossen sein, als Dank dafür, dass er den Schneesturm auf dem Umbrail heil überlebt hat, als er aus Italien kam.

Eine Führung lohnt sich. Kunst-, Bau- und Klostergeschichte sind eindrücklich, werden spannend und anschaulich vermittelt und besondere Trouvaillen sind zu sichten. Unter anderem staune ich darüber, dass es im kleinen gemeinsamen Schlafgemach für die Klosterfrauen schon eine Toilette gab. Und zwar bereits vor vielen Hundertjahren schon geschickt «versteckt» eingebaut in der dicken Mauer, im oberen Stockwerk, als Plumpsklo. Wie funktionierte das genau? Und für damalige Verhältnisse technisch schon sehr durchdacht sind die komplett herausnehmbaren Fenster. Rahmen und Glas können für eine noch bessere Sicht aus der Mauer genommen und einfach wieder eingesetzt werden. 

 

Goldwert

Nach der kurzen Anfahrt vom Kloster nach Santa Maria sind es nur ein paar Schritte zur Handweberei Tessanda. In einem spontanen Gespräch mit einer sehr fachkundigen Mitarbeiterin wird uns eindrücklich die Kunst des Webens erklärt. Der Saum scheint je nach Art der Webung, was auch vom Material abhängt, beim «Zetteln» eine echte Herausforderung zu sein. Die Kettfäden, auch Zettel genannt, werden in Längsrichtung aufgespannt. Sie werden gezettelt, d. h. in kleine Teilbäume aufgewickelt, geschlichtet, und anschliessend werden mehrere Zettelpartien auf einen Kettbaum zusammenfassend aufgebäumt. Wir verstehen nicht alles dieses komplexen Prozederes, glühen aber für den roten Seidenschal. Wir sind ergriffen und verzetteln unsere Zeit gerne! 


Bei Tessanda entstehen nachhaltige, stilvolle, sehr hochwertige Unikate aus empfindlichen Naturgarnen wie Rohleinen oder hochwertiger Seide. Materialien, die in der herkömmlichen Industrie nicht oder nur selten verwendet werden. (Foto: Janosch Hugi)

 

Chasa Jaura in Valchava

Es bleibt nach der Postautofahrt, direkt zum Hotel natürlich, noch Zeit. Kalkgetünchte Innenraumwände, originale Holzböden, die Originalküche mit schwarz verrusten Decken und Wänden, den Kochutensilien von damals, den schmalen steilen Kellerabgang, sowie weitere Wohnausstattungen wie die alten Betten uvm. findet man im Ortsmuseum Chasa Jaura in Valchava, gleich beim Hotel Central. Auch dieses typische Bauernhaus steht seit dem 17. Jahrhundert dort und wurde bis ins 20. Jahrhundert sogar noch bewohnt. 


Das Ortsmuseum: Der Besucher erfährt eindrücklich, wie hinter den dicken Wänden, in kühlen Räumen, gelebt und gearbeitet wurde.

 

Es gibt noch mehr zu entdecken und unzählige Wanderwege aller Art. Wer auf der Ofenpassstrasse mit seinem Fahrzeug nur durch die markante Bergwelt hindurchrauscht, kann die zahlreichen Juwelen des Tales nicht erahnen. Und begegnet den Dialas nicht. Sie sind die Hüterinnen, Beschützerinnen der Natur und Helferinnen. Man sagt, sie wohnen im Hochgebierge, und dass sie Wanderer auf ihren Wegen begleiten. Die Berggeister des Münstertales. Wir konnten einige auf unseren Wanderungen und im Hotel entdecken.

Auf dem Weg zu Fuss zum Hotel drehen wir uns kurz um und studieren das Wetter, in die Bergwelt schauend. Es hat aufgehört zu regnen. Die Sonne blinzelt von irgendwo hervor. Die Bergwelt ist noch fahl, dunkel, neblig. Aber auf einem bewaldeten Berghang zeigt sich ein runder, fast goldfarbig leuchtender Fleck. Ein Stück eines Regenbogens? Die ganze Welt kennt den Regenbogen. Er symbolisiert Harmonie, Naturschutz und steht als Zeichen der Verbindung zwischen Himmel und Erde. Es ist geschenktes Glück, denn es ist das Ende eines Regenbogens! Noch nie gesehen. Man sagt, dass am Ende eines Regenbogens ein Topf voller Gold liegen soll. Da muss ich hinwandern! 

Einen sehr herzlichen Dank an Claudia Bättig mit Team und an die Besitzerfamilie Hohenegger für die wunderbare Gastfreundschaft! Wir kommen sehr gerne wieder! 

 

Hotel Central La Fainera
Bauorcha 19
7535 Valchava
  +41 81 858 51 61
  www.centralvalchava.ch
  

 

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Triftbrücke: 100 Meter hoch und 170 Meter lang schwebt die spektakuläre Hängebrücke über den Triftsee mit dem Triftgletscher. Schwindelerregend, atemberaubend!

Wanderbeschrieb

Die Triftbrücke ist eine der spektakulärsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen. Die Triftbahn erschliesst mit einer abenteuerlichen Fahrt über die Triftschlucht das gleichnamige Gletschertal. Die Bergstation Nessental-Underi Trift ist der Ausgangspunkt für eine Wanderung, die ihren Höhepunkt im Überschreiten der Triftbrücke findet. Faszinierende Blicke über den Gletschersee hinauf zum Trift-Gletscher sind garantiert. Die Talstation Nessental im Gadmertal erreicht man von Meirinigen (Berner Oberland) mit dem Postauto oder per PW.

 

 

 

Eine der längsten und höchsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen

Bis in die späten 1990er Jahren reichte die Gletscherzunge bis in die Triftschlucht. So dass Alpinisten für die Tour zur Trifthütte die Schlucht auf dem Gletscher überqueren konnten. Doch wenn sich das Klima erwärmt, schmelzen die Gletscher, manche, wie der Triftgletscher, besonders schnell. 2004 baute man eine Hängebrücke, da der Gletscher nun nicht mehr hoch genug reichte. 

 

 

Diese nach dem Vorbild der nepalesischen Dreiseilbrücken erbaute Triftbrücke entpuppte sich als Touristenmagnet und wurde 2009 durch eine sicherere und besser zugängliche Brücke ersetzt, die als eine der längsten und höchsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen gilt. Die ursprünglich als Transportbahn erstellte Gondelbahn führt Passagiere hinauf ins Gebiet der Brücke.


Triftgletscher

 

 

Wandervorschläge
  Triftbrücke und Windegghütte
  Triftbrücke – Trifthütte – Windegghütte

 

Triftbahn
  www.grimselwelt.ch/ausflugstipps/trift 

Auch draussen gilt: «Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.» Nicht nur im kalten Winter, auch im Sommer ein ultimatives Erlebnis, ein Raclette mitten in der Natur – ein Hochgenuss. Eine der schönsten Erfindungen für unterwegs.

«Die geheime Zutat ist immer Käse.»…. und das richtige Raclette-Öfeli dazu!

Herrlich diese Vorfreude schon am Anfang einer Tour auf eine warme Mahlzeit mitten in traumhafter Natur, und dies auch noch selbst mitgebracht und selbstgekocht! Ob im Schnee, auf der Wiese, einem Stein – es brutzelt Raclette-Käse, fein!

Das Raclette-Öfeli von Raclette Suisse® ist praktisch, stabil und perfekt für jeden Rucksack. Mit auf den Weg kommt alles, was leicht zu tragen, nährstoffreich, gesund und schmackhaft ist. Pilze, Bratspeckscheiben, kleine Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Zitrusfrüchte, Baumnüsse, Feigen, Gewürze wie Paprika, Pfeffer… Bergkräuterchen von unterwegs, in der Hand zerrieben, obendrauf? Dazu Brot oder ein paar vorgekochte «Gschwellti». Und das Mehrgangmenü in freier Natur ist perfekt.

Auf zwei Pfännchen lassen sich einige Variationen nach Hunger, Lust und Laune zaubern. Die sechs Rechaud-Kerzen halten ein paar Menügänge durch. Wer den Genuss ausdehnen will, trägt nicht schwer, an ein paar Rechaud-Kerzen mehr.


Auch draussen gilt, was Georges Augustes Escoffier meinte: «Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.»

Laut schriftlichen Überlieferungen schöpften die Hirten der Urschweiz bereits im 12. Jahrhundert bei einem würzigen Raclette in gemütlicher Runde neue Kraft. Dazu setzten sie einen halben Käselaib der Hitze des Ofens aus und streiften den geschmolzenen Käse zu einem bekömmlichen Mahl ab. Gemäss diesen Überlieferungen dürfen wir annehmen, dass schon Wilhelm Tell zur Stärkung vor dem Apfelschuss den gebratenen Käse als Wegzehrung genossen hat.

 

Im Wallis taucht die erste schriftliche Erwähnung dieser Art der Käsezubereitung im Jahre 1574 auf. Und auch Johanna Spyri deutet in ihrem Buch «Heidi» mit dem «Käsebraten am Spiess» auf das Raclette hin. Der Käse galt in diesen Gebieten lange als wichtigstes Grundnahrungsmittel der Sennen und Hirten. Erst im 20. Jahrhundert ist die Bauernmahlzeit von den Alpen in die Täler gelangt und wurde rasch zu einem der beliebtesten Schweizer Nationalgerichte. Der Name stammt vom Begriff «abschaben/abkratzen» des geschmolzenen Käses vom Laib ab. Analog dazu lässt sich der französische Begriff von «racler» ableiten.


Natur pur: Ohne Zusatzstoffe, ohne gentechnisch veränderte Labstoffe, ohne Laktose.

Raclette-Käseherstellung hat eine uralte Tradition. Der von Raclette Suisse® hergestellte Käse garantiert absolute Natürlichkeit – ohne Zusatzstoffe oder gentechnisch veränderte Labstoffe. Dank überlieferten Rezepten und grossem handwerklichen Geschick wird von Raclette Suisse® eine optimale Schmelzbarkeit und ein herrlich abgerundetes Aroma erreicht. So dauert das Schmelzen dieses Käses auch im Raclette-Öfeli mit Rechaud-Kerzen nur wenige Minuten.

Raclette beim Wandern, Skifahren oder auf der Velotour – Outdoor hat immer Saison.

 

Ofen mit 6 Rechaudkerzen, 2 Pfännchen, 2 Raclette-SpachtelnGrösse: 25 x 9,5 x 5,6 cmGewicht: 400 g

Schmelzzeit: 3 – 5 Minuten pro Raclette
Garantie: 2 Jahre

 

Raclette mit Champignons

Zutaten – Für 4 Personen

Racletteofen und Pfännchen oder Grillpfännchen

– 800 g Raclettekäse, in Scheiben
– einige Champignons, in Scheiben

– wenig Öl
– Pfeffer und Thymianblättchen
– 1 kg geschwellte Kartoffeln, heiss

Zubereitung
1 Pilzscheiben mit wenig Öl bestreichen, ins Pfännchen legen, braten.
2 Raclettekäse darauf legen, schmelzen lassen. Würzen.

Kartoffeln dazu servieren.

Noch mehr Rezepte findest du hier:
  www.raclette-suisse.ch


Variante: Raclette mit Champignons

 

 

Raclette Suisse®
  www.raclette-suisse.ch

Abermals ist es soweit, die Tage werden kürzer und auch die Skisaison hat wieder begonnen. Und Skifahren liegt im Trend: Immer mehr Personen zeigen Interesse an Skiferien. Aber was sollte ein Ski-Neuling beachten, wenn dieser auf der Suche nach einem passenden Ferienziel ist?

 

Die perfekten Skiferien für Ski-Neulinge
Die Planung von Skiferien ist für jeden aufregend. Aber besonders Ski-Neulinge sollten schon bei der Planung darauf achten, dass die Ferien nicht zur Odyssee werden. Immerhin gibt es ein paar kleine Tipps, die dabei helfen, dass von Anfang bis Ende alles gut durchgeplant ist. Und, dass es während der Ferien keine bösen Überraschungen gibt.

 

Das Skigebiet

Die Auswahl des Skigebietes hat einen grossen Einfluss darauf, wie die Ski-Ferien verlaufen. Daher empfiehlt es sich, das Skigebiet so zu wählen, dass die Pisten und Schwierigkeitsstufen an den Erfahrungsgrad angepasst sind. Denn was macht ein Ski-Neuling in einem Skigebiet, in dem es hauptsächlich schwarze Pisten gibt? Im Internet findet sich eine grosse Auswahl an Skigebieten und Ferienmöglichkeiten, die für Familien und Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene optimal geeignet sind.

 

Die Anreise

Als Nächstes geht es darum, die Anreise vernünftig zu planen und auch die Unterkunft bewusst zu wählen. Lohnt es sich, spätabends anzureisen? Oder ist es doch besser, wenn man im Laufe des Tages in aller Ruhe anreisen, einchecken und sich zuerst einmal mit dem Hotel, dem Skigebiet und der Umgebung vertraut machen kann? Ist die Anreise mit dem Auto geplant, darf auch der Blick auf den Wetterbericht und die Strassenverhältnisse nicht fehlen. Im Extremfall ist man stets auf der sicheren Seite, wenn die Schneeketten mitkommen. Entspannter ist es wohl, mit dem Zug anzureisen. Ausserdem ist eine Zugfahrt auch umweltfreundlicher. Wem eine Zugfahrt mit der Skiausrüstung und dem Gepäck zu anstrengend ist, der hat die Möglichkeit, das Gepäck bereits vorab mit der Post an den Ferienort zu schicken. So gelingt eine stressfreie und sichere Anreise bestimmt.

Die geeignete Ausrüstung

Ein Skianfänger hat natürlich nicht so viel Erfahrung, wenn es um die Auswahl der Skiausrüstung geht. Das Internet bietet hierbei Hilfe, um sich über die unterschiedlichsten Dinge im Zusammenhang mit Skiausrüstung für Ski-Neulinge zu informieren. Um bestens vorbereitet zu sein, sollten (zukünftige) Skifahrer genug Zeit einplanen, da es bei der Wahl der Skiausrüstung viele verschiedene Faktoren zu beachten gibt. Das beginnt bereits damit, dass es für verschiedene Arten des Skifahrens unterschiedliche Skischuhe gibt. Die Auswahl ist riesig, aber ebenso gibt es bei den einzelnen Anbietern auch häufig grosse Preisunterschiede. In einem Ski Online Shop finden Interessierte die Ware oft preisgünstiger als im Einzelhandel. Hier gehen häufig die Meinungen auseinander, ob es sinnvoller ist, im Einzelhandel oder im Internet einzukaufen. Im Einzelhandel werden Kunden individuell beraten, aber die Auswahl ist meistens auch geringer als online. Im Onlineshop erhalten Kunden eine grosse Auswahl, können aber häufig auch auf die Meinungen und Erfahrungen anderer Käufer und Fachverkäufer vertrauen.

Das Wichtigste – die richtige körperliche Vorbereitung

Es ist nicht empfehlenswert, direkt vom Auto auf die Piste zu starten. Um Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, den Körper richtig vorzubereiten und die Muskeln aufzuwärmen. Das Risiko starker Muskelkater ist beim Skifahren, besonders für Ski-Neulinge, sehr gross. Denn es werden alle Muskelgruppen beansprucht. Um diesem vorzubeugen, ist es wichtig, vor dem Skifahren nicht auf eine ausreichende Skigymnastik zu verzichten.

 

Fazit

Ob Ski-Neuling oder schon ein erfahrener Skifahrer: Die richtige Vorbereitung ist das A & O. Das beginnt bei der Planung der Skiferien und der Wahl des Skigebietes und reicht bis hin zur Auswahl der geeigneten Skiausrüstung. Auch die körperliche Vorbereitung darf nicht zu kurz kommen, um die Gefahr von Muskelkater oder sogar Verletzungen zu verringern. Richtig vorbereitet, werden die Skiferien für Ski-Neulinge zu einem besonderen, sportlichen Erlebnis.

Ein Land mit 65.000 Kilometern markierten Wanderwegen – das ist die Schweiz. Touristen aus aller Welt geniessen die Schönheit der Natur in diesem Land. Der Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut, der Parc Ela oder Genfersee und Luganersee – allesamt traumhafte Regionen für eine Wanderung über dem Nebelmeer, am See oder im Wald.

Der perfekt geplante Wandertag erfreut alle Teilnehmer der Wanderung. Und wohin führt der Weg nach der Wanderung durch die Schönheit der Schweizer Landschaft? Ein Besuch in einem der zahlreichen Casinos und Spielbanken des Landes bringt die nötige Abwechslung in den Alltag. Tipps für Wanderung und für einen erfolgreichen Abend beim Blackjack offenbart dieser Ratgeber.

 

Wanderwege in der Schweiz

Die Infrastruktur der Schweizer Wanderwege ist auf einem sehr hohen Niveau. Ein Grossteil der 65.000 km verläuft auf sehr breiten und befestigten Wegen. Einige Abschnitte können aber auch schmal und uneben gelegen sein. An gefährlichen Stellen sichern Geländer das Terrain, mancherorts müssen Stufen überwunden werden. Generell aber gelten die Wanderwege in der Schweiz als äusserst sicher. Wanderer müssen keine besonderen Anforderungen erfüllen. Abgesehen von der obligatorischen Aufmerksamkeit und Vorsicht bei der Tour durch die Natur.

Die Beschilderung der Wanderwege ist landesweit einheitlich. Die Signalisation klassischer Wanderwege erfolgt über gelbe Schilder, Richtungspfeile und Rhomben. Darüber hinaus gibt es für spezielle Wanderwege auch spezielle Signalschilder.

 

Spezielle Wanderwege

Ausschliesslich während der Wintermonate sind die Winterwanderwege signalisiert. Sie sind an den pinkfarbenen Wegweisern und Forsten zu erkennen. Benützer und Benützerinnen müssen bei diesen Wegen jederzeit mit losem Untergrund rechnen.

Der Alpinwanderweg führt ebenfalls über Schneefelder, aber auch über Gletscher oder Stein. Wenngleich die Signalisation über blaue Wegweiser, blau-weisse Spitzen und Markierungen sehr gut ist, kann die Orientierung erschwert sein. Alpinwanderwege führen über teils weglose Areale. Benützer und Benützerinnen sollten schwindelfrei und in einer sehr guten körperlichen Verfassung sein. Zudem ist eine gute Orientierung in den bergigen Regionen notwendig.

Der typische Bergwanderweg ist ebenfalls durch gelbe Wegweiser ausgeschildert. Zusätzlich weisen rot-weisse Spitzen und Markierungen den Weg. Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei einem Alpinwanderweg. Benützer und Benützerinnen sollten zudem über die notwendige Ausrüstung von Edelrid für die Überwindung steiler Passage mit Seilen und Ketten verfügen.

 

Erholung im Casino

Nach einem langen Wandertag lässt es sich in einem der 21 Spielbanken in der Schweiz gut aushalten. Vier grosse Spielbanken sowie 13 kleinere Casinos werden mit einer offiziellen Lizenz betrieben. Die 21 Spielbanken sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt und erstrecken sich von Schaffhausen bis Lugano, von Meyrin am Genfersee bis Davos in der Ostschweiz.

Wer nach einem langen Wandertag nur noch die Füsse hochlegen möchte, muss auch dem Spielspass im Casino nicht verzichten. Auch im Internet locken legal betriebenen Schweizer Online Casinos mit zahlreichen Spieltischen für Blackjack und Automaten. Wer sein Glücksspiel im Internet legal anbieten möchte, benötigt die Bewilligung der eidgenössischen Spielbankenkommission ESBK. Das Glücksspiel in der Schweiz unterliegt strengen Regelungen, die zum Schutz vor Spielsucht definiert wurden. Zusätzlich garantieren die Regelungen Schutz vor Betrug und Manipulation. Das Glücksspiel im Internet in der Schweiz ist sicher. Gewinne und Guthaben auf den Benutzerkonten werden in jedem Fall ausbezahlt.

 

Erfolgreich im Casino

Black Jack ist beliebt – ganz gleich wie viel Erfahrung ein Spieler besitzt, es ist und bleibt ein Glücksspiel. Wer sich jedoch die Mühe macht und versucht, das Spielkonzept und die Spielregeln zu verstehen, kann seine Erfolgschancen am Spieltisch erhöhen.
Eine weitere Möglichkeit zur Optimierung der eigenen Gewinnchancen besteht darin, bei einem Online-Casino einen Bonus zu nutzen. Zahlreiche Anbieter verfügen über eigene Bonusprogramme mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Die Bonusbedingungen sind entscheidend dafür, wie stark der Spieler von den jeweiligen Boni profitieren. Manchmal sind bestimmte Casinospiele von den Bonusbedingungen ausgenommen.

 

Die häufigsten Fehler am Spieltisch

Ein Fehler beim Blackjack und der grosse Jackpot ist Geschichte. Ein häufiger Fehler ist es, die am Tisch geltenden Regeln nicht zu kennen. Bei Blackjack gelten nicht pauschal dieselben Grundregeln. An den Spieltischen gilt zudem eine international anerkannte Zeichensprache. Die Spieler sprechen generell nicht mit dem Dealer.
Blackjack wird häufig als das Spiel des Gentlemans bezeichnet. So berauschend die Atmosphäre in einer Schweizer Spielbank auch ist, am Tisch hat ein Spieler sich zu beherrschen. Risikofreude ist angebracht, wenn man den grossen Jackpot knacken möchte. Wer jedoch seine Mitspieler oder seine Begleitung imponieren möchte, ist am Blackjack-Tisch falsch. Es ist und bleibt ein Spiel, bei dem die Freude daran im Vordergrund stehen sollte.

 

 

© Wandern in Engelberg / Copyright © movit – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH

©Wandern im Maderanertal, Bristen / Copyright © Stefan Braeutigam – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH

Die Schweiz bietet eine Fülle gut ausgebauter und gepflegter Wanderwege. Kein Wunder, dass sich immer mehr Besucher aus nah und fern diesem Hobby widmen.

Damit mehr Zeit zum Wandern bleibt, sollte man sich im Alltag Freiräume verschaffen, zum Beispiel indem man die Wohnungsreinigung einfach einem Profi überlässt, etwa einer Reinigungsfirma in Zürich.

In der freien Natur kannst Du vom stressigen Arbeitsalltag abschalten und die herrliche Landschaft geniessen. Schöne Seen und Täler findest Du in den Kantonen der Schweiz ebenso wie die höchsten Alpengipfel. Schroffe Schluchten und malerische Alpenpanoramen bieten hervorragende Aussichten und Fotogelegenheiten.

Besonders schöne Wanderwege führen durch die Bergwelt des Wallis, die Graubündener Bergmassive und das malerische Tessin. Erfahrene Wanderer können sich auf den Klettersteigen am Rheinwaldshorn, am Monte-Rossa-Massiv oder am Matterhorn versuchen. Aber auch mediterranes Flair findet man in der Schweiz, so vor allem im Tessin mit dem lang gezogenen Laggo Maggiore. Als Wanderziele bieten sich aber auch im Berner Oberland viele schöne Gewässer an, wie der Thunersee oder die Aare. Andere beliebte Wanderrouten führen durch die französische Schweiz und durch die Grenzbergkämme des Juras. Im Folgenden erhältst Du einige nützliche Hinweise für die Planung Deiner Wanderrouten in der Schweiz.

 

Leichte, mittelschwere und schwierige Touren in der Schweiz

Die zahlreichen Wanderwege der Schweiz sind in drei Kategorien eingeteilt. Es gibt leichte, mittelschwere und schwere Wanderrouten. Entscheidend sind der Streckenverlauf und die Anteile an steilen Anstiegen. Schwere Routen können auch Kletterpartien umfassen und sind eher für geübte Wanderer und Bergsteiger zu empfehlen. Mittelschwere Touren sind die beste Wahl für den durchschnittlichen Wanderer, können aber auch anspruchsvolle und lange Anstiege beinhalten. Leichte Touren führen in der Regel durch Täler und Schluchten, d.h. durch flaches Gelände.

 

Die beliebtesten Wanderrouten

Der Panoramaweg 3 gilt als mittelschwerer Wanderweg. Ausgehend vom Oeschinesee gelangst Du auf einem 11,5 Kilometer langen Rundkurs nach Kadersteg. Anspruchsvoll aber besonders schön ist die Tour nach Täli vom Schottensee aus. Die rund 13 Kilometer sind in fünf Stunden zu schaffen. Oder geniesse die herrliche Landschaft des Seealpsees und wandere zum 7,8 Kilometer entfernten Aussichtspunkt bei Wasserauen. In einer viereinhalbstündigen Tour gelangst Du vom Grand Canyon der Schweiz nach Le Soliat und passierst dabei Noiraigue. Spektakuläre Landschaften kannst Du auch auf dem 11 Kilometer langen Wanderweg durch die Schlucht von Flims geniessen. Die Tour mit Ziel Crestasee dauert rund drei Stunden.

 

Erlebnisreiche Wanderwege

In der Schweiz gibt es die so genannten Erlebniswanderwege. Sie führen nicht nur durch eine herrliche Landschaft, sondern auch zu spannenden Sehenswürdigkeiten. Beispielsweise gelangst Du auf einem 12 Kilometer langen Weg vom Erlebnisbauernhof Juckerhof nach Kempten, wo Du das Römerkastell besichtigen kannst. Wenn Du auf den Spuren von Wilhelm Tell wandeln willst, wanderst Du von Seebodenalp bei Küssnacht zum Aussichtspunkt Känzeli. Wenn Du Schloss Laufen besichtigen möchtest, solltest Du im Anschluss eine Wandertour nach Neuhausen am Rheinfall unternehmen. Wer steile Bergtouren nicht scheut, sollte die 10 Kilometer lange Wanderung von San Bernardo nach Ponte Tibetano wagen, um sich mit herrlichen Aussichten auf die Gipfel zu belohnen.

 

© Headerbild: Peter Stein – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia

Schöne Herbstwanderungen in der Schweiz – unsere Touren-Tipps  

Wandern wird als Freizeitbeschäftigung immer beliebter. Es tut gut, einmal Schreibtisch im Büro, Metallschränke & Co. hinter sich zu lassen und sich der freien Natur zuzuwenden. Die Schweiz bietet für Wanderfreunde beste Bedingungen. Dort sind nicht nur die höchsten Berge der Alpen zu finden, sondern auch viele schöne Täler und Seen.

Dem Wanderer bieten sich atemberaubende Alpenpanoramen sowie Ausblicke auf kristallklare Bergseen und schroffe Schluchten. Die Landschaften der Schweiz sind vielfältig. Gut ausgebaute Wanderwege führen beispielsweise durch das malerische Tessin, das bergige Wallis und das einzigartige Graubünden mit dem Monte-Rossa-Massiv, dem Rheinwaldhorn und dem Matterhorn. Im Gegensatz zum Hochgebirge wirkt das Tessin schon fast mediterran mit dem lang gezogenen Laggo Maggiore.

Schöne Gewässer bietet auch das Berner Oberland als Wanderziele, wie die Aare und den Thunersee. Herrliche Wanderungen kannst Du ausserdem in den Grenzbergkämmen des Juras und in der französischen Schweiz, der Romandie, unternehmen. Im Folgenden erhältst Du einige Tipps für beliebte Wanderrouten in der Schweiz.

 

Schöne Panoramawege durch alpine Regionen

Durch die alpinen Regionen der Schweiz führen viele schöne Wanderwege. Es wird zwischen leichten, mittelschweren und schweren Routen unterschieden, je nachdem wie stark die vorhandenen Steigungen sind. Der beliebte Panoramaweg Nr. 3 gilt beispielsweise als mittelschwer. Er startet am Oeschinesee und führt in Form eines Rundgangs nach Kadersteg. Die 11,5 Kilometer können in knapp fünf Stunden zurückgelegt werden.

Etwas anspruchsvoller ist die Tour vom Schottensee nach Täli, die 12,6 Kilometer umfasst und in ca. fünf Stunden zu schaffen ist. Vom Seealpsee führt ein schöner Wanderweg zu einem herrlichen Aussichtspunkt bei Wasserauen, der 7,8 Kilometer entfernt liegt und in knapp drei Stunden zu erreichen ist. Vom so genannten Grand Canyon der Schweiz führt ein Weg über Noiraigue nach Le Soliat, der mittelschwer ausfällt und in viereinhalb Stunden machbar ist. Spektakulär ist die 11 Kilometer lange Tour durch die Schlucht bei Flims. Auf dem mittelschweren Weg erreichst Du den Crestasee in etwas mehr als drei Stunden.

 

Erlebniswanderungen durch Schweizer Landschaften

Sehr beliebt sind auch die Erlebniswanderwege, auf denen Du Land und Leute gut kennenlernen kannst. Ein 12 Kilometer langer Weg führt Dich vom Erlebnisbauernhof Juckerhof zum Römerkastell von Kempten. Die Tour ist in etwas mehr als drei Stunden zu schaffen. Von der Seebodenalp bei Küssnacht gelangst Du auf einem mittelschweren Wanderweg zu einem herrlichen Aussichtspunkt bei Känzeli. Diese 12 Kilometer lange Tour ist mittelschwer und in viereinhalb Stunden zu absolvieren.

Ein Klassiker unter den Schweizer Wanderwege ist die Tour über Schloss Laufen nach Neuhausen am Rheinfall. Auf dieser leichten Tour bieten sich viele Gelegenheiten für tolle Fotos und Naturbeobachtungen. Wer anspruchsvolle Wanderwege nicht scheut, sollte sich die Tour von San Bernardo nach Ponte Tibetano vornehmen, die ca. vier Stunden lang und 10 Kilometer durch steiles Gelände führt. Nur neun Kilometer sind es vom Kaltbrunnental nach Grellingen. Landschaftlich spektakulär ist die Wanderung durch das Gantrisch-Chummli. Sie führt von Rüschegg über den 1905 Meter hohen Leiterepass. Lohnenswert ist darüber hinaus die Wanderung über den Passwang. Von Reigoldswil geht die 11,3 Kilometer lange Tour bis zur Bergstation Wasserfallen. Viele schöne Aussichtspunkte liegen auf dem Weg.

 

© Headerbild: Martin Schuetz – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia

Aufregende Wandertouren in bequemer Wanderbekleidung erleben

Die Wandertour steht bevor, der Rucksack ist gepackt, und jetzt fehlt nur noch das richtige Oberteil. Ein Blick in den Kleiderschrank verrät das Offensichtliche: die richtige Wanderjacke fehlt. Aber wie hat diese auszusehen, und was muss das gute Stück Stoff alles bieten? Wer nicht schwitzen und im nächsten Moment wieder frieren möchte, greift deshalb zur funktionellen Wanderbekleidung. Dazu zählt eine warme Softshelljacke, die von Wanderern bei windigen und kühlen Wetterbedingungen gerne zuerst gewählt wird. Wie genau aber die optimale Mischung aus Windschutz am Oberkörper und am Hals auszusehen hat, erfahren Sie hier.

 

Das optimale Zwiebelprinzip

Eine warme Softshelljacke ist ein wichtiges stoffliches Element innerhalb des gern angewendeten Zwiebelprinzips. Der Wanderer oder Sportler zieht mehrere Schichten übereinander an, die die Entstehung von zu viel Feuchtigkeit verhindern. Folglich kann der Körper nicht schnell auskühlen. Das Geheimnis des Abtransportes der Nässe liegt hier im Wechselspiel aus atmenden Synthetikstoffen, mit denen sich bei Wetterveränderungen in kleinen Schritten nachjustieren lässt. Schicht für Schicht kann sich der Wanderer auf diese Weise schwankenden Temperaturen anpassen.

Beispielsweise kombiniert der Naturfreund eine warme Softshelljacke mit einem darunterliegenden Fleece, damit aufkommende Feuchtigkeit schnell nach aussen getragen werden kann. Um diesen Abtransport nicht zu unterbrechen, sollten alle Schichten aus Funktionsmaterialien bestehen. Deshalb gilt: Die erste Schicht am Körper sollte sehr nah am Körper liegen, weil sie die entstehende Nässe direkt aufnimmt und weitergibt. Auf der Suche nach einer passenden Softshelljacke wird man übrigens nicht nur in einschlägigen Wandershops fündig. Auch Shops, an die man nicht sofort denkt, können sich als wahre Fundgruben erweisen. So ist das 1948 gegründete Unternehmen engelbert strauss normalerweise für die Herstellung solider Arbeitskleidung bekannt. Darüber hinaus hält das Sortiment jedoch auch für die Welt der Wanderer eine anständige Auswahl an Softshelljacken und Softshellwesten bereit. Der Kunde kann hier zwischen Modellen wählen, die sich entweder für den Winter, den Sommer oder für Durchgangszeiten eignen.

Für das Zwiebelprinzip funktioniert auch ein herkömmliches nicht synthetisches Material. Besonders T-Shirts oder Wanderunterwäsche aus Merinowolle trägt der Ausflügler gern am Körper. Ohne Frage zählt das Material auch zur bequemen Wanderbekleidung, denn es ist nicht nur weich, sondern auch atmungsaktiv und wärmeisolierend zugleich. Weiterhin zieht die Wolle Wasserdampf an bzw. nimmt Feuchtigkeit auf. Die Faseroberfläche bleibt jedoch trocken, weil sie wasserabweisend ist. Der hohe Tragekomfort bleibt somit gewährleistet.

Wie sehr der eigene Körper schwitzt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die eigene Erfahrung mag hier der Orientierungspunkt sein für die Wahl des richtigen Materials. Wer auf Nummer sicher gehen will, kombiniert für herbstliches Wetter eine Softshelljacke mit darunterliegenden Funktionsschichten, die auch aus synthetischen Materialien bestehen. Für kräftige, anhaltende Niederschläge sollte sich der Wandersmann noch eine Hardshelljacke mit einer gut sitzenden Kapuze zulegen.

 

Softshell vs. Hardshell: Wo liegen die Unterschiede?

Bei sportlichen Aktivitäten regulieren Softshelljacken das Körperklima besser. Während das Obermaterial Kälte und Wind draussen hält, transportiert das Material Feuchtigkeit von innen nach aussen ab. Die klassische Wanderjacke ist somit wind-und wasserabseisend zugleich. Ausserdem kann sie aufgrund der hohen Elastizität körperbetonter geschnitten werden und zugleich ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Wer beim Wandern auch ein wenig klettern muss, ist mit der Wahl einer Softshelljacke gut bedient. Im Vergleich zu einer Hardshelljacke mag sie – je nach Modell – besser abschneiden.

Auch kann eine Softshelljacke Regen gut standhalten, wenn sie über spezielle Membranen verfügt. Für langanhaltende Niederschläge sollte aber eine Hardshelljacke gewählt werden, weil diese genau dafür konzipiert ist. In diesem Zusammenhang sind beschichtete Jacken was für den leichten Regen oder den leichten Schneefall, wohingegen Hardshelljacken mit Membran wiederum atmungsaktiver sind. Die Beschichtung macht die direkte Abgabe der Feuchtigkeit nämlich unmöglich. Der durch den Schweiss entstehende Wasserdampf muss erst an der Innenseite des Materials kondensieren, bevor die mikroporöse Schicht die Feuchtigkeit nach aussen abgeben kann.

 

Was gehört noch zur bequemen Wanderkleidung?

Einen Ausflug in die Natur machen Naturfreunde nicht nur bei Wind und Wetter, sondern natürlich auch im Sommer. Hohe Temperaturen können den ein oder anderen Wanderlustigen dann ins Schwitzen bringen. Wer glaubt, dass hier nur ein luftiges T-Shirt helfen kann, der irrt. Ein Hemd aus dem entsprechenden Funktionsmaterial, das schnell trocknet, ist hier die richtige Wahl. Die luftigen Hemden bieten trotz schwitzender Haut ein optimales Tragegefühl.

Was für die Oberbekleidung gilt, gilt auch für die Unterbekleidung. Wanderbekleidung sollte grundsätzlich folgende Kriterien erfüllen:

  • atmungsaktiv
  • wind-und wasserabseisend
  • Bewegungsfreiheit
  • gute Regulierung des Körperklimas
  • leicht im Gewicht
  • bequemes Tragegefühl

Wenn man sich beim Kauf von Wanderkleidung an diese Anforderungen hält und zudem auf das richtige Schuhwerk setzt, steht einer entspannten Wandertour eigentlich nichts mehr im Weg.

Wandern als Ausgleich zum Profisport

Das Wandern hat in den vergangenen Jahren einen wahren Hype erfahren. Ganz gleich, ob Nordic Walking in der Stadt oder ausgedehnte Wanderung in der Natur – die frische Luft und Bewegung sind genau das Richtige für Körper und Geist. So überrascht es nicht, dass zahlreiche Profisportler das ruhige Wandern in den Bergen als Ausgleich für Training und Wettkampf nutzen. Im Folgenden wollen wir auf den geradezu therapeutischen Aspekt des Wanderns blicken und ein paar Regionen in der Schweiz vorstellen, die sich sowohl zum Wandern als auch zum Sportreiben eignen.

 

Bergregionen als beliebtes Wanderziel

Vor allem in die Bergregionen in den Alpen werden im Sommer zu wahren Wandermagneten. Tausende Wanderwege und Aussichten haben für jeden Wandertyp etwas zu bieten. Vor allem die Schweizer Alpen ziehen im Winter wie im Sommer zahlreiche Touristen an. Bei einer strammen Wanderung legt man auch so manchen Höhenmeter zurück. Das hält auf der einen Seite fit und bietet auf der anderen Seite traumhafte Aussichten auf ein einzigartiges Bergpanorama. In den Schweizer Alpen gibt es auf über 65.000 km Wanderwegen von Gewässern, über Täler, bis hin zu Wäldern und Bergpanoramen vieles zu erleben. Kein Wunder, dass man hier auch immer wieder Profisportler aller Bereiche antrifft, die entweder Höhentraining betreiben oder die Ferien geniessen.

 

Roger Federer ist bekennender Fan der Alpen

Roger Federer gehört zu den grössten Sportlern, die die Alpenrepublik jemals hervorbracht hat. Auch mit mittlerweile 38 Jahren gehört der in Basel geborene Tennisspieler zu den Grössen seines Sports. Auch wenn er bei den US Open zuletzt im Viertelfinale die Segel streichen musste, gehört er bei den Online Wetten von Betway mit einer Quote von 7,00 (Stand 9.9.) zu den Favoriten für die kommenden Australian Open. Wahrscheinlich wird er sich nach seinem Ausscheiden bei den US Open wieder ein paar Tage in den Schweizer Alpen aufhalten und ausspannen. Bereits nach dem Wimbledon-Turnier zog es ihn im Sommer in die Ostschweiz. Hier wanderte er mit seiner Familie auf dem Alpstein. Dabei gab sich der Superstar gelassen und volksnah. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Federer nach einem Tennis-Turnier in den Schweizer Alpen erholte. Immer wieder zieht es ihn in diese Region der Schweiz. Bereits 2016 ging er auf ausgiebige Wanderung durch das Appenzellerland, wo es wunderbare und abwechslungsreiche Touren in allen Schwierigkeitsgraden zu finden gibt.


Image Source: Twitter

 

Höhentraining in St. Moritz

Doch die Schweizer Berge laden nicht nur zum Entspannen und Wandern ein, sondern bieten auch ein hervorragendes Trainingsgebiet für Leistungssportler. Vor allem das Höhentraining gehört zu den populärsten Methoden, um die Leistungsfähigkeit eines Athleten zu steigern. Schon ab 500 Metern Höhe muss der Körper beim Sport stärker arbeiten, um eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten – mehr zum Thema Höhentraining erfährt man bei Fitbook. Trainiert man also regelmässig in höheren Regionen, gewöhnt sich der Körper an die stärkere Belastung, was bei Wettkämpfen auf Normalniveau ein entscheidender Vorteil sein kann. Das Oberengadin in St. Moritz beispielsweise gehört zu den bekanntesten Zentren des Höhentrainings. Bei den Trainingsläufen beginnt man hier bereits auf ca. 1.800 Metern und hat schon wenige 100 Höhemeter später die Baumgrenze erreicht. Die Wander- unSponserd Laufwege weisen dabei verschiedene Steigungsprofile auf, was Intervallläufen oder Spezialtraining entgegenkommt. Auf den Gletschern in Sass-Fee oder Zermatt wird natürlich rund um das Jahr auch Wintersport trainiert. Bereits im September beginnen die Ski- und Snowboardfahrer auf über 2.500 Metern mit dem Training für die kommende Saison.

 

Auf der Alphütte mit Freunden oder mit der Familie im Berghotel

Die Schweiz bietet sowohl im Sommer als auch im Winter für alle Urlauber und Besucher das passende Angebot. Ob ein Trip mit Freunden in eine abgelegene Alphütte oder ins urchige Berghotel – die Schweizer Alpen haben für jeden etwas zu bieten. Bei Sentiero beispielsweise findet man zahlreiche Angebote, wenn man einmal sein eigener Hüttenwart sein will. Fernab von Touristenströmen kann man in einer abgelegenen Berghütte entspannte Ferien verbringen. Wer mit der Amateur-Schifahrern reist, findet tolle Angebote, die sich auch speziell an diese Zielgruppe richten. Viele Hotels bieten beispielsweise einen eigenen Übungshang zum Skifahren an. Wer auf rustikales Ambiente steht, findet bei LandReise.de zudem die schönsten Bauernhof-Hotels in den Schweizer Alpen.

Ganz gleich, ob Wintersport, Training oder einfach entspannte Ferien, die Bergregionen in der Schweiz laden zum Verweilen ein und haben für alle etwas zu bieten.

Der Wettbewerb
Uto-Hütten-Challenge: «Über 7 Hütten musst du geh’n»:

Wer es schafft, ab dem 1. September 2019 bis zum 20. Oktober 2020  alle sieben Uto-Hütten zu besuchen – mit oder ohne Übernachtung – und diese Hüttenbesuche per Peakhunter-App oder Stempelkarte (Stempel gibt es nur auf der bewarteten Hütten) dokumentiert, erhält am Datum des Eintrags: 

Die Wettbewerbsprämie 

  • einen Uto-Hütten-Challenge-Drink auf der 7. Hütte
  • die Übernachtung in der 7. Hütte gratis (exkl. Essen und Getränke)

 

Verlosung der Preise am Jahresfest

Alle, die mindestens 6 von 7 Hüttenbesuchen geschafft haben, können an der Verlosung von vielen attraktiven Preisen teilnehmen. Sende uns dazu die ausgefüllte Stempelkarte  bis zum 31. Oktober 2020 zu. Die Verlosung findet am 21. November am Jahresfest 2020 der SAC-Sektion Uto statt.

 

Informationen

  www.sac-uto.ch
  www.peakhunter.com

 

Die 7 SAC-Uto-Hütten 

Die sieben Hütten sind auch ideale Ausgangspunkte für fantastische Gipfeltouren. Gipfelziele studieren, Hütte reservieren, in den Bergen jubilieren. Los geht’s!

Sieben Hütten der SAC-Sektion Uto  warten auf dich: Die Albert-Heim-Hütte für bergwandernde Feinschmecker und die für Kletternde attraktive Spannorthütte stehen im urchigen Urnerland. Dort findest du auch die Voralphütte, auf die du über den wildromantischen Weg ab dem Göscheneralptal oder die 90 Meter lange Salbitbrücke zusteigen kannst.

Die Dom- und die Täschhütte laden dich ins hochalpine Wallis ein. In der Camona da Medel, die an der Greina Alta-Route im Bündnerland gelegen ist, treffen sich die genuss- freudigen Bergler/innen Bei der Capanna Cadlimo im Tessin begeistern Steinböcke Gross und Klein, weiter unten fasziniert der Ritom-See. Die Hüttenwartinnen und Hüttenwarte freuen sich auf dich. Die Challenge winkt mit attraktiven Preisen. Nimm die Herausforderung an, mach dich fit und mach mit! 

Domhütte SAC


Medelserhütte SAC

Spannorthütte SAC

Täschhütte SAC

Voralphütte SAC

Albert-Heim-Hütte SAC

Cadlimohütte SAC

 

Wenn man gerne die Ruhe, Beschaulichkeit und vielleicht auch etwas Einsamkeit beim Wandern mag, ist ein sogenannter Grüeziweg einfach nur ärgerlich: Regelmässig begegnet man Menschen – meist schon nach wenigen Minuten – die man natürlich auch begrüsst, wie es die Wanderkultur ist. Bei zu vielen Begegnungen – so nach der 30igsten – mag man dann aber irgendwann nicht mehr grüssen, und so geht die Wandergruss-Kultur vorbei.

 

 

Sich zu grüssen auf den Wanderwegen macht durchaus Sinn. Abgesehen davon, dass es freundlich ist und vielleicht das Gegenüber zu einem Gespräch einladen kann, verringert das Grüssen die natürliche Distanz zum Fremden. Man könnte ja miteinander die Eindrücke teilen, sich freuen über die Schönheit der Berge und über den hinter sich gelegten Weg unterhalten. Besonders wichtig ist es nämlich, sich über den noch bevorstehenden und den begangenen Weg zu unterhalten, wenn sich spontane Veränderungen der Wege ergeben haben, wie Hangabrutsche, Muränen bei Regen, unpassierbare, ausgesetzte Stellen, Schneefelder mit schwierigen Passagen oder gefährlichem Schnee, Absturzgefahren, schwierige Strecken über Brücken oder gar fehlende Brücken, das plötzlich aufziehende Wetter und dem damit verbundenen Zeitbedarf, welcher die Entscheidung weiterzugehen oder umzukehren beeinflusst. Im Gespräch erfährt man dann genauer, wie das Terrain beschaffen ist, was kein GPS oder anderes Mittel genauer voraussagen kann, uvm. Manch einem kann dies das Leben retten, wenn man sich über Gefahren austauscht und nicht einfach an jemandem vorbeizieht und ihn seinem Schicksal überlässt.

So hat ein Grüeziweg doch seine guten Seiten. Auch deshalb, weil manche Menschen alleine unterwegs sind. Das kann etwas mehr Sicherheit geben. Es ist klar, dass man eigentlich nie alleine wandern soll. Denn zwei können sich besser helfen und unterstützen sowie im Notfall Hilfe organisieren, gerade, wenn es ein Funkloch gibt.

Wandern hat daher auch eine soziale Seite. Man hilft sich aufgrund der Abgeschiedenheit über manch „schwierigen Weg“ hinweg oder hilft sich gegenseitig bei Verletzungen und leitet die Nothilfe ein. Da spielt es keine Rolle mehr, um wen es dabei geht. Schliesslich kann man nicht darauf hoffen, dass irgendjemand anderes vorbeizieht und das tut, was man selbst nicht tun möchte oder gleich um die Ecke der Krankenwagen anrollt – es ist nicht wie in der Stadt.

Und dennoch: Wenn man zu zweit unterwegs ist, kann der Grüeziweg doch rasch störend werden. Und auch enge Passagen mit starkem Gefälle auf beiden Seiten werden dann mühsam zu begehen. Es kann einem so richtig die Freude verderben.

Oder gar: Man wandert – im dem vom vordersten Wanderer, vorgegebenen Tempo – den Berg hinauf oder hinunter, in längeren hintereinander gehenden Menschenschlangen – Karawanenwandern! Es gibt nichts Unangenehmeres, wenn man sich den Rhythmus der eigenen Schritte und des Atmens ungewollt diktieren lassen muss. Und irgendwie reizt es ja doch, den Gipfel als „erster Mensch“ erreichen zu können.

Daher hier ein paar Tipps, wie man den Grüeziweg oder Karawanenwanderungen umgehen kann:

  • Eine Wanderung in der Nähe zu einer grossen Stadt oder zu einem grossen Wohneinzugsgebiet wird eher gewählt, da die Anreise kürzer ist. Also wähle eine längere Anreise.
  • Eine Wanderung, bei der man sich bequem hoch (und allenfalls auch runter) transportieren kann, zieht mehr Menschen an.
  • Eine Wanderung, die mindestens ein schön gelegenes Restaurant oder eine Hütten-Verpflegungsstelle aufweist, zieht Menschen an. Man könnte auch Wege ohne diese gehen und sich aus dem Rucksack verpflegen.
  • Wanderungen mit Panoramablick zieht bei schönem Wetter natürlich viele an. Wege, die durch erfrischende Wälder und andere Gebiete führen, ziehen weniger Menschen an – Aussichten gibt es aber immer.
  • Wanderungen bei leichtem Nieselregen machen nicht alle.
  • Wanderziele, zu denen man auch mit dem Auto gelangen kann, ziehen mehr Menschen an. Also abgelegenere Ziele wählen.
  • Auf leichteren Wanderungen sind mehr Menschen unterwegs – ausser bei Nieselregen.
  • Wanderungen mit anspruchsvollen Wegen, höheren Höhenprofilen oder starkem Aufstieg in kürzerer Zeit ziehen nicht alle Menschen an.
  • Wähle den Zeitpunkt besser: Am Wochenende sind mehr Leute unterwegs als unter der Woche.
  • Wanderungen mit vielen anderen angeschlossenen Wegen dazwischen verhelfen dazu, die Menschen besser zu verteilen.
  • Wanderungen, die an einen bestimmten Ort führen, an dem etwas spektakuläres stattfindet, suchen einige Menschen mehr auf.

Im Grunde kann man ganz einfach sagen: Weil wir Menschen doch mehr oder weniger dazu neigen, es uns bequem und so einfach und unangestrengt wie nur möglich zu gestalten, ziehen wir wiederum Menschen an, die gleich denken und sich für den gleichen Weg entscheiden. So meinen wir von WegWandern.ch: „Gehe neue Wege, Deine Wege.“

Tipps zum Wandern mit Kindern

Wandern ist wunderschön – vor allem, wenn man im Urlaub in neuen, wunderschönen Landschaften die Natur geniessen kann. Doch in einer Familie, vor allem mit jungen Kindern, werden Wandertouren oder längere Wanderurlaube mit mehreren Ausflügen zu Fuss plötzlich zu einer ganz neuen Herausforderung.

Wir geben Tipps, wie man einen Wanderurlaub erfolgreich gestalten kann, damit auch die Kinder grossen Spass dabeihaben – und die Wanderungen für die Eltern nicht zur anstrengenden Enttäuschung werden.

 

Wandern mit Kindern – die Probleme

Wenn man mit der Familie inklusive Nachwuchs auf Wandertour geht, ohne besondere Anpassungen vorzunehmen, kann das schnell zu Problemen führen. Kinder haben nun mal besondere Bedürfnisse, die man auch beim Wandern beachten muss.

Das Ganze beginnt schon, bevor die Wandertour überhaupt losgeht. Denn: Kinder haben nicht immer grosse Lust, langwierige und eventuell anstrengende Märsche zu meistern. Selbst, sie sich wenn am Anfang darauf freuen sollten, ein bisschen durch die Berge zu laufen, kann diese Stimmung schnell umschlagen, denn Kinder sind nicht besonders geduldig.

Gleiches gilt auch für die äusseren Umstände – ist es zu kalt, zu warm, zu nass oder zu windig, verlieren die Kleinen schnell den Spass daran, im Freien durch die Natur zu streifen und möchten lieber gemütlich drinnen sitzen und etwas spielen. Wenn das Wetter nicht optimal ist, wird es schnell anstrengend, da die Kinder quengeln und schnellstmöglich nach Hause wollen.

Zusätzlich haben Kinder einfach nicht die nötige Ausdauer, um längere Wandertouren zu bewältigen. Sowohl körperlich, als auch was den Spass an der Sache angeht. Daher ist es normalerweise nötig, kürzere Touren zu planen – besonders Kinder unter acht Jahren schaffen maximal ein paar Kilometer am Stück.

Auch ist nicht jedes Terrain kindgerecht. Zu viele steile Anstiege sind zu anstrengend – man muss auch bedenken, dass diese auf unsere Kleinen noch grösser und steiler wirken, als auf uns Erwachsene. Zudem muss man aufpassen, dass nicht zu viele gefährliche Passagen wie schmale Brücken oder ungesicherte Abhänge in der Nähe der Wege sind.

Vor allem bei Wanderurlauben kann es schwierig sein, die Kids dazu zu motivieren, regelmässig Hotel oder Strand zu verlassen, um sich auf eine längere Wanderung zu begeben.

 

Sieben Tipps für erfolgreiche Wanderurlaube mit den Kleinen

Wenn man jedoch einige Hinweise und Tipps befolgt, wenn man den Wanderurlaub mit der Familie vornimmt, kann es dennoch zum Erfolg werden. Schliesslich kann die Bewegung in der Natur, vor allem in interessanten Umgebungen auch für Kinder viel Spass bringen.

  • Sportlichen Wandergedanken ablegen: Die Devise heisst «Der Weg ist das Ziel». Wir neigen bei unseren Hobbys dazu, es möglichst intensiv auszuführen. Doch wenn jeder in der Familie den Urlaub geniesen soll, muss man einen Schritt zurücktreten und vielleicht weniger oder kürzere Wanderungen vornehmen.
  • Wanderreisen kombinieren: Damit man auch genügend zu tun hat, wenn man nicht täglich auf Wandertour ist, sollte man den Urlaub entsprechend planen. Das Ziel sollte so gewählt werden, dass es zwar für schöne Wanderungen geeignet ist, aber auch viele andere Attraktionen zum Zeitvertreib bietet.
  • Flexibel sein: Wenn Kinder so gar keine Lust mehr haben, zu wandern, bleibt nicht viel übrig, als so schnell wie möglich zurückzukehren. Damit der Weg nach Hause nicht zu weit ist, sollte man daher mobil sein. Ein Wohnwagen ist dafür optimal – so ist man flexibel und kann schnell zurückkehren. Wer keinen besitzt, kann sich Camper mittlerweile auch bequem auf campanda.ch mieten.
  • Touren entsprechend planen: Die Wege, die begangen werden sollten, müssen natürlich auch kindgerecht geplant werden. Zuerst einmal dürfen sie nicht zu lang sein – mit Kindern muss man die normale Zeit für die Strecke etwa um 50 bis 100 Prozent erhöhen. Auch sollten möglichst gute Wege, wenige Kletterabschnitte und am besten keine ungesicherten Abhänge vorhanden sein. Die Pfade sollten möglichst viel Abwechslung und interessante Orte bieten – was für uns eine schöne, ruhige Landschaft ist, kann für Kinder sehr schnell langweilig sein.
  • Orte zur Rast richtig wählen: Kinder ruhen sich bei einer Pause nicht nur körperlich aus, sondern sind schnell wieder auf den Beinen und wollen spielen und toben – daher sollte man dem Pausenplatz so aussuchen, dass sie die Umgebung ohne Gefahren in der Nähe unbeschwert erkunden können. Das bringt dann auch einen guten Ausgleich, da auf dem Rest der Tour wieder auf strenge Vorsichtsregeln geachtet werden muss.
  • Mit Ausrüstung vorbereitet sein: Damit man immer sicher unterwegs ist, sollte man sich auf alles vorbereiten. Auch die Kleinen brauchen feste Wanderschuhe, zur Sicherheit benötigt man vielleicht sogar einen Sicherungsgurt, um Stürze zu vermeiden. Genügend Wasser ist ohnehin Pflicht. Mit kleineren Kindern kann man dann auch auf schöne Wanderungen gehen – man muss dann nur mit einem Kinderwagen oder einer Rückentrage darauf vorbereitet sein, sie weite Strecken zu tragen.
  • Zusätzliche Unterhaltung: Möglicherweise hilft es, mit zusätzlichen Beschäftigungen die Kinder auf Trab zu halten. Spiele, Schnitzeljagden, ein interessantes Zwischenziel wie beispielsweise ein Hof mit Tieren – so lange es Freude bereitet. Ein Picknick mit von den Kindern ausgesuchter Verpflegung kann eine gute Motivationshilfe sein.

 

Bildquelle: Hoamat-Lichter / Fotolia.com

Wandern mit der Familie oder dem Wanderverein bringt Spass und leistet einen wertvollen Beitrag für die Fitness. Damit die Wanderferien zum echten Vergnügen werden und auch nach stundenlangen Touren Freude bringen, ist die richtige Ausstattung wichtig.

Schon beim Packen der Koffer und Reisetaschen zu Hause sollten Wanderfreunde deshalb an geplante Bergtouren denken und ihre Packliste entsprechend zusammenstellen. Wir zeigen Dir, was auf jeden Fall bei der nächsten Bergtour in den Rucksack gehört.

 

Equipment auf Deine nächste Bergtour abstimmen

Bergwandern bringt je nach Region, Tour und Erfahrung des Wanderers grosse Unterschiede mit sich. Gerade vor einem ersten Ausflug in die Alpen ist es schwierig, die Herausforderungen einer langen Bergwanderung richtig abzuschätzen. Wer noch nie in den Alpen war, verwechselt eine mehrstündige Tour schnell mit einer anspruchsvollen Wanderung im gemässigten Gebirge oder Flachland – ein grosser Fehler.

Unabhängig von Deiner Erfahrung in den Alpen ist im Vorfeld abzuklären, ob bei der geplanten Bergstrecke Besonderheiten zu beachten sind. Falls Du bei Deinem Reiseerlebnis auf geführte Wanderungen durch die Schweiz setzt, suche frühzeitig Kontakt zum Guide oder zu Deinem Reiseveranstalter. Dieser wird Dir Extras von der Kleidung bis zum Proviant nennen, die Du bei der Tourenplanung bedenken solltest. Eine noch bessere Vorbereitung ist notwendig, wenn Du mit Deiner Familie oder der Wandergruppe Deine Tour gänzlich auf eigene Faust unternimmst.

 

Der richtige Wanderrucksack als Grundlage

Was auch immer Du für Deine Bergtour mitnimmst, es sollte sich für die Ausstattung genügend Platz im Wanderrucksack befinden. Erfahrene Wanderfreunde verfügen über mehrere Rucksäcke in unterschiedlichen Grössen und Formaten, die auf die jeweilige Bergtour angepasst wird. Zum einen soll das Gepäckstück ausreichend Platz für alle Habseligkeiten während der Tour bieten. Ist der Rucksack hingegen zu gross, ist der Umgang mit diesem bei der Wanderung unhandlich und man trägt unnötiges Gewicht mit sich herum.

Hast Du die passende Literzahl für das Fassungsvermögen Deines Rucksacks ermittelt, kommt es auf den intelligenten Aufbau der Taschen an. Zum einen sind mehrere Aussentaschen und -fächer zu empfehlen, damit Du schnell auf Trinkflasche, Kartenmaterial, Smartphone & Co. zugreifen kannst. Ein guter Schutz der Aussentaschen vor Wind und Wetter ist empfehlenswert, für das Innenleben des Rucksacks sogar unabdingbar. Achte ausserdem beim Kauf auf bequem verstellbare Riemen und Gurte. Der Rucksack sollte sich exakt an Deinen Rücken anpassen lassen, damit er bei stundenlangen Touren nicht zu einem Störfaktor wird.

 

Geeignete Wanderkleidung für jede Wetterlage

Funktional und komfortabel sollte auch Deine gewählte Wanderbekleidung für Bergtouren sein. Neben der freien Zusammenstellung vieler einzelner Kleidungsstücke empfiehlt es sich, auf ein abgestimmtes Set aus Jacke, Hose, Shirts und weiterer Funktionsbekleidung zurückzugreifen. Das Sortiment vieler Sport- und Outdoor-Marken ist über die letzten Jahre erheblich gewachsen und bietet Wander- und Sportbekleidung mit innovativen Extras und einer klimatisierenden und vor UV-Strahlen schützender Wirkung.

Jacken, Westen, Hosen für Deine Bergtouren sollten atmungsaktiv und aus einem wasserabweisenden Material sein. Mit einer solchen Ausstattung bist Du bestens auf jede Witterung eingestellt. Bei stundenlanger Sonne gerät man durch die klimatisierende Wirkung der Kleidung nicht unnötig ins Schwitzen. Starker Bergwind erreicht Dich nicht und schmälert Deinen Wanderkomfort nicht, während Regen oder Schnee vom Körper ferngehalten werden. Letztlich helfen viele innovative Gewebe dabei, körpereigenen Schweiss nach aussen abzuführen.

Apropos Schweiss: Dieser ist gerade bei Socken und dem gewählten Wanderschuhwerk häufig ein Problem. Funktionssocken sind die richtige Wahl für längere Bergtouren. Offene Wanderschuhe bieten den gleichen Schutz und eine gehobene Laufqualität wie geschlossene Wanderschuhe, jedoch mit einer besseren Klimatisierung des Fusses. Auch die Reinigung und Pflege der Schuhe fällt leichter, beispielsweise wenn Deine Schuhe nach einem Regenschauer schnell trocknen und am nächsten Tag direkt wieder eingesetzt werden sollen.

Empfehlungen durch den Alpenverein und andere Institutionen reichen vom robusten und warmen Berg- bis zum modernen Halbschuh als Allrounder. Neben der Art der Bergtour spielt auch die Jahreszeit einen wichtigen Faktor. Für Winterwanderungen sind geschlossene und warme Bergwanderschuhe die beste Wahl, bei steigenden Temperaturen darf der Träger gerne auf Aussparungen vertrauen.

 

Neben vollwertiger Kleidung an praktische Accessoires denken

Eine aufeinander abgestimmte Garderobe rundet die Wanderfreude durch praktische Extras ab. Besonders zu nennen ist ein funktionelles Halstuch, das je nach Art der Faltung auch als Kopftuch oder Gesichtsschutz getragen werden kann. Dies ist von Vorteil, wenn Du bei starkem Regen oder kräftigem Wind unterwegs bist, der in hohen Bergregionen schnell in die Haut einschneiden kann.

Falls eine Bergtour im Hochsommer geplant ist, ist der Hut ein wichtiger Reisebegleiter. Gerade in den Hochalpen ist kein natürlicher Sonnenschutz durch Bäume mehr gegeben, so dass die schädliche UV-Strahlung ungehindert auf die Haut trifft. Nicht nur die Gefahr eines Sonnenbrandes ist ohne Hut gross, ohne Kopfbedeckung steigt das Risiko eines Sonnenstichs mit Erbrechen, Kopfschmerzen und weiteren Symptomen.

Für Touren in unwegsamem Gelände sind Wanderstöcke ein wichtiger Begleiter. Diese sind nicht nur ein beliebtes Hilfsmittel von Wanderern im höheren Lebensalter, sondern helfen jeder Generation beim sicheren Aufstieg und dem Überwinden steiler Höhenmeter. Der Kauf von Wanderstöcken lohnt auch für das Wandern in anderen Regionen Europas. Selbst in Mittelgebirgen warten schwierige Passagen, die bei fehlender Kondition oder Kraft mit Stöcken einfacher zu überwinden sind.

 

Hygiene-Artikel für längere Touren einpacken

Eine der ersten Fragen rund um eine Bergtour ist, ob diese als mehrstündiger Ausflug oder über mehrere Tage hinweg geplant wird. Falls es zu Übernachtungen während der Tour kommt, beispielsweise auf einer der beschaulichen Schweizer Alphütten, dürfen Hygiene-Artikel nicht fehlen. Hier ist ein guter Mittelweg zu finden: Die notwendige Körperpflege darf nicht leiden, dennoch sorgt jeder zusätzlicher Artikel für mehr Gewicht im Reisegepäck.

Neben klassischen Hygieneartikeln von der Zahnbürste bis zum Duschgel sollte eine schützende Creme oder Lotion für kleine und grosse Verletzungen nicht fehlen. Sonnencreme mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor für die ungebremste Sonnenstrahlung gehört ebenfalls in Deinen Kulturbeutel. Vielleicht findet auch noch etwas Franzbranntwein im Gepäck Platz, damit sich strapazierte Muskeln am Abend so richtig erholen können.

Ein praktischer Tipp aus Erfahrung: Entscheide Dich für kleinere Behältnisse und nicht die Original-Verpackungen der Hersteller. So findest Du in Drogerien kleine Flaschen für Shampoo, Duschgel & Co., die für eine Wanderung von wenigen Tagen in den Bergen ausreichen. Einmal gekauft und geleert, lassen sich diese Verpackungen bei der nächsten Bergtour einfach wiederverwenden.

 

Nicht das Geld für den Hüttenbesuch vergessen

Kleine Snacks und grosse Mahlzeiten dürfen während Deiner Bergtour natürlich nicht fehlen. Wenn Du von Alphütte zu Alphütte gehst, darf Geld für Deine Bergtour nicht fehlen. Wichtig ist, sich im Vorfeld über die Möglichkeiten zur Bezahlung in den einzelnen Hütten zu informieren.

Bei den meisten grösseren Alphütten ist die Zahlung mit Karten neben Bargeld längst etabliert. Vielleicht steuerst Du jedoch auch eine kleine und urige Hütte an, in der ausschliesslich mit Bargeld bezahlt werden kann. Online gewinnst Du den schnellen Überblick über Hütten in der Schweiz, um neben den verfügbaren Zahlungsmethoden weitere praktische Infos für Deinen Besuch während der Bergtour zu erhalten.

 

Reiseapotheke und Medikamente für Deine Bergtour

Jede Bergtour ist eine körperliche Herausforderung, die gerade für unerfahrene Wanderer echte Probleme mit sich bringt. Um den eigenen Körper nicht zu überfordern, ist eine kluge Wahl der Tour notwendig. Falscher Ehrgeiz macht sich nicht bezahlt und sorgt für unnötige Probleme, die schlimmstenfalls mit dem Abbruch der Bergtour enden. Grundsätzlich gilt jedoch: Bergwandern hält fit und ist selbst mit gesundheitlichen Problemen zu meistern, sofern die Tour der eigenen Fitness entspricht.

Beim Packen für Deine Bergtour sind Deine persönlichen Medikamente genauso wichtig einzupacken wie klassische Arzneimittel für Reisen. Ob Durchfall oder Kreislaufprobleme, sei mit Deiner kleinen Reiseapotheke auf alle Eventualitäten vorbereitet. Bedenke ausserdem, dass ein oder mehrere Tage auf mehreren Tausend Metern Höhe, körperliche Beschwerden begünstigen, die aus dem Flachland nicht bekannt sind. Auf den veränderten Sauerstoffgehalt der Luft reagiert jeder Organismus anders, ein stabilisierendes Medikament für den Kreislauf ist deshalb immer einzupacken. Dies gilt umso mehr, wenn Gipfelwanderungen in den Hochalpen geplant sind.

 

Papiere und Dokumente rund um Deine Bergtour einpacken

Auch Formalitäten sollten bei Deiner Reiseplanung nicht zu kurz kommen. Dies gilt vor allem, wenn Du nicht einfach ein Wandern in der Zentralschweiz planst und bei Deiner mehrtägigen Tour durch die Alpen Landesgrenzen überschreitest. Ausweis oder Reisepass sollten genau so wenig vergessen werden wie Deine Krankenversicherungskarte. Schliesslich soll Deine schnelle Behandlung und Abrechnung nicht an dieser Kleinigkeit scheitern.

Plane deshalb jede Bergtour, wie Du eine Urlaubsreise in andere Regionen planen würdest. Achte darauf, dass wichtige Dokumente sicher in Deinem Rucksack unterkommen. Schaffe Dir für Deine Ausweise und sonstigen Papiere Schutzhüllen an. Selbst bei einem absolut dichten Rucksack kann es passieren, dass beim Öffnen oder Schliessen des Rucksacks bei Regenwetter einige Tropfen ins Reisegepäck eindringen.

Beachte zuletzt, dass diesseits und jenseits der Schweizer Grenzen unterschiedliche Vorschriften und Gesetze gelten. Falls Du die Schweiz verlassen solltest und medizinische Hilfe benötigst, gelten je nach Versicherungsart andere Formen der Leistungsabrechnung im entsprechenden Land. Mache Dich am besten online vor Reisebeginn und Deiner nächsten Bergtour damit vertraut. Falls Du innerhalb der Schweiz wanderst, entfallen viele der genannten Besonderheiten.

 

Nicht auf Persönliches für die Wanderreisen verzichten

Alle genannten Inhalte, die auf Deiner Packliste stehen sollten, sind absolute Notwendigkeiten. Zu einer gelungenen Bergtour gehört jedoch nicht nur der praktische Reiseaspekt. Während Deiner Unternehmungen oder abends beim Entspannen nach stundenlangem Laufen, geniesst jeder Wanderer auf seine eigene Art. Hierfür ist in Deinem Reisegepäck genügend Platz einzurechnen, damit die Bergtour zum individuellen Vergnügen wird.

Mancher Wanderfreund benötigt während seiner Touren seine Spiegelreflex-Kamera, da die Bildqualität und technischen Möglichkeiten des Smartphones nicht ausreichen. Andere möchten in den Abendstunden nicht auf ein gutes Buch verzichten oder mit Wanderfreunden eine Partie Karten spielen. Überlege selbst, was auf Deine Packliste gehört, um Deine Freude beim Wandern noch zu steigern.

Da das Thema Gewicht bei Reisegepäck immer relevant ist, solltet Du nach geeigneten Lösungen suchen. Klassische Bücher lassen sich am besten durch einen E-Reader ersetzen, bei der Kamera ist die Begrenzung auf einige wenige Objektive sinnvoll. Erfahrene Wanderfreunde greifen auf ihre Erlebnisse bei früheren Touren zurück. Wenn Du immer wieder den Vorsatz zum Lesen auf Wanderreisen hast und hierfür nie die Zeit findest, erspare Dir lieber dieses unnötige Reisegepäck.

 

Mit Packlisten online keine Kleinigkeiten vergessen

Unsere genannten Kategorien geben Dir einen groben Überblick, welche Inhalte Du für Deine nächste Bergtour nicht vergessen solltest. Falls Du eine noch detailliertere Übersicht für Deine anstehende Reise durch die Alpen wünschst, greife auf Checklisten online zurück. Auf vielen Reiseseiten findest Du Listen, die nicht nur für eine Bergtour durch die Alpen zur geeigneten Gedächtnisstütze werden.

Für ein individuelles Reiseerlebnis nimm eine Liste aus dem Internet als Grundlage und passe diese nach Deinen Bedürfnissen an. Formatiert im Excel-Format oder anderen gängigen Dateiformaten stellen diese für jede Deiner Reisen ganz bequem das passende Equipment zusammen.

 

Equipment vor Ort nachkaufen? Die Wanderregion entscheidet!

Selbst bei der besten Reiseplanung passiert es, dass vor Ort angekommen wichtige Utensilien für Deine Bergtour fehlen. Was Kleidung, Hygiene-Artikel oder Snacks angeht, wirst Du in den Supermärkten oder Fachgeschäften vor Ort fündig. Gerade in der Hauptsaison zahlst Du hier jedoch Preise, die über den Kosten in Deiner Heimatregion liegen. Fernab klassischer Touristenorte darfst Du mit faireren Preisen rechnen.

Vermeide trotzdem unnötige Ausgaben, um Deine Reisekasse zu schonen. Dies gilt vor allem für Kleidung und Accessoires, deren Nutzen schon ab der Planung Deiner nächsten Bergtour abzusehen ist. Onlineshops im Sport- und Outdoor-Bereich bieten faire Angebote für echte Markenware und machen selbst eine Komplettausstattung vor Deiner ersten Bergtour durch die Schweiz erschwinglich.

 

Unser Fazit: Bergtouren als Auszeit vom Alltag wahrnehmen

Wie unsere Packliste und Anregungen rund um Deine Bergtour zeigen, gilt es bei jeder Reise den Mittelweg zwischen einer umfassenden Ausstattung und einem leichten Reisegepäck zu finden. Beim Packen ist das Bewusstsein wichtig, dass Du mit einer Bergtour bewusst die Abgrenzung zum gewohnten Alltag mit allen Annehmlichkeiten suchen kannst.

Gerade bei einer mehrtägigen Tour und der Übernachtungen in Alphütten zeigt sich, dass viele Notwendigkeiten unseres Alltags schlussendlich doch nicht so notwendig sind. Diese Erfahrung in die Planung einer Bergtour einzubinden, hilft Dir bei der Reduktion des Reisegepäcks erheblich. Sei mit sprichwörtlich leichtem Gepäck unterwegs und erlebe, wie moderne Outdoor-Kleidung und ein paar Artikel des täglichen Bedarfs bereits vollkommen ausreichen.

IMBACH ist Trumpf! Neu und erstmalig bei IMBACH im Angebot: Zwei Wander-Jassreisen

Wander- und Jassbegeisterte kommen diesen Herbst bei Imbach voll auf ihre Kosten: Auf zwei Wander-Jassreisen erlebst du täglich Spiel, Spass, Wandern und Kulinarik in einem. Für genügend Unterhaltung und Gesprächsstoff ist gesorgt. 

Die zwei Angebote für Jassfreunde sind: 

  • Wander-Jassreise «Kemmeriboden-Bad», 4 Tage, leichte Wanderanforderungen 

Wanderungen durch das abwechslungsreiche und ruhige Gebiet im ursprünglichen Emmental, Jasspausen unterwegs in einem gemütlichen Bergrestaurant und Erholung abends im traditionsreichen Hotel, in dem die Gäste auch kulinarisch verwöhnt werden. 

  • Wander-Jassreise «Gardasee», 5 Tage, mittlere Wanderanforderungen 

Rebberge, Olivenbäume, charakteristische Dörfer und herrliche Ausblicke laden zu abwechslungsreichen Wanderungen um den Gardasee ein. Die Jassfreunde übernachten in einem Hotel mit fantastischem Blick über den grössten See Italiens. 

Geleitet werden die Reisen von erfahrenen IMBACH Reiseleitern. Als Abschluss wartet ein Jassturnier mit attraktiven Preisen. 

Weitere Informationen findest du unter www.imbach.ch/jassreisen.

Kontaktlinsen beim Wandern

Rund 72 % aller Schweizer sind auf eine Sehhilfe angewiesen. Das geht aus einer Publitest-Studie aus dem Jahr 2017 hervor. Die meisten Brillen- oder Kontaktlinsenträger verteilen sich dabei auf Menschen ab dem 44. Lebensjahr. Doch auch die junge Bevölkerung „zieht nach“, was auf die stetig steigenden Belastungen der Augen in Beruf und Freizeit zurückzuführen sein dürfte.

Ein positiver Trend ist, dass den Schweizern ihre Augengesundheit wichtig ist und die Zahl der Menschen, die einen Augentest bei einem Augenarzt machen lassen, ebenso gestiegen ist. Bei der Wahl der Sehhilfe liegt die Brille immer noch weit vor Kontaktlinsen, doch gerade für das wanderfreudige Volk hätten diese beim „Stürmen des Gipfels“ einige wesentlichen Vorteile zu bieten.

 

Gipfelstürmer: Vorteile von Kontaktlinsen

Der grösste Vorteil beim Bergsteigen mit Kontaktlinsen: Freiheitsgefühl und klares, scharfes Sehen lassen sich problemlos kombinieren, was beim Wandern natürlich sehr wichtig ist. Wo eine Brille schon einmal rutschen oder runterfallen kann, haben Kontaktlinsen einen festen Sitz im Auge und der Träger kann sich ganz auf den Wanderweg konzentrieren. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen können Brillen beschlagen und nass werden, ja sogar einfrieren, was bei Kontaktlinsen ebenso wegfällt. Der Markt an Kontaktlinsen ist mittlerweile sehr vielfältig und wie die Auswahl passenden Schuhwerkes, so sollte auch die Wahl der Kontaktlinsen für eine Wandertour gut durchdacht sein.

 

Die richtigen Wander-Kontaktlinsen

Die Wahl der richtigen Kontaktlinsen beim Wandern hängt von verschiedenen Faktoren wie der Länge der Wanderung, den Gegebenheiten der Strecke, der Witterung, der Berghöhe und dem individuellen Anspruch ab. Generell hat man dabei die Möglichkeit, auf Tages-, Wochen- oder Monatslinsen zurückzugreifen, aber auch sogenannte Day & Night Linsen können sinnvoll beim Wandern sein.

 

Tageslinsen für die Wanderung

Tageslinsen eignen sich beim Wandern vor allem deshalb, weil man sie am Tag trägt und am Abend entsorgen kann. Ideal, wenn es doch mal sandig und staubig wird. So stehen einem jeden Tag frische und hygienische Linsen zur Verfügung und das Mittragen von Reinigungsflüssigkeiten und Behälter fällt weg. Vor allem dann, wenn man vorher nicht weiss, ob die Möglichkeiten einer hygienischen Reinigung gegeben sind, wie bei mehrtägigen Wanderungen, sind Tageslinsen die beste Wahl.

 

Monatslinsen im Gepäck

Gerade für längere Touren eignen sich Wochen- oder Monatslinsen. Diese sind für das Tragen über einen längeren Zeitraum ausgelegt, halten das Auge optimal feucht und lassen eine hohe Sauerstoffzufuhr zu. Die Linsen sollten jedoch abends immer rausgenommen, mit spezieller Flüssigkeit gereinigt und über Nacht in einem entsprechenden Behältnis gelagert werden.

 

Ideale Lösung von Tages- und Nachtlinsen bei grossen Bergtouren

Speziell bei längeren Wanderungen in grossen Höhen oder Bergtouren bei denen man zeltet, kann es vorkommen, dass man es nicht schafft die Linsen am Abend herauszunehmen und beim Gepäck auf jedes Kilogramm achten muss. Mit sogenannten Tages- und Nachtlinsen hat man dafür die perfekte Lösung. Die aus Silikon-Hydrogel bestehenden Linsen können problemlos bis zu 30 Tage am Stück getragen werden.

Eine wichtige Frage zum Schluss: Wie sieht es mit dem UV-Schutz aus? Grundsätzlich haben alle Linsen einen integrierten UV-Filter. Dieser ist jedoch für einen optimalen Schutz der Augen vor der Sonne nicht ausreichend und getönte Linsen bieten keinen zusätzlichen Schutz. Daher sollten Kontaktlinsen mit einer guten Sonnenbrille kombiniert werden.

 

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