Wandern als Ausgleich zum Profisport

Das Wandern hat in den vergangenen Jahren einen wahren Hype erfahren. Ganz gleich, ob Nordic Walking in der Stadt oder ausgedehnte Wanderung in der Natur – die frische Luft und Bewegung sind genau das Richtige für Körper und Geist. So überrascht es nicht, dass zahlreiche Profisportler das ruhige Wandern in den Bergen als Ausgleich für Training und Wettkampf nutzen. Im Folgenden wollen wir auf den geradezu therapeutischen Aspekt des Wanderns blicken und ein paar Regionen in der Schweiz vorstellen, die sich sowohl zum Wandern als auch zum Sportreiben eignen.

 

Bergregionen als beliebtes Wanderziel

Vor allem in die Bergregionen in den Alpen werden im Sommer zu wahren Wandermagneten. Tausende Wanderwege und Aussichten haben für jeden Wandertyp etwas zu bieten. Vor allem die Schweizer Alpen ziehen im Winter wie im Sommer zahlreiche Touristen an. Bei einer strammen Wanderung legt man auch so manchen Höhenmeter zurück. Das hält auf der einen Seite fit und bietet auf der anderen Seite traumhafte Aussichten auf ein einzigartiges Bergpanorama. In den Schweizer Alpen gibt es auf über 65.000 km Wanderwegen von Gewässern, über Täler, bis hin zu Wäldern und Bergpanoramen vieles zu erleben. Kein Wunder, dass man hier auch immer wieder Profisportler aller Bereiche antrifft, die entweder Höhentraining betreiben oder die Ferien geniessen.

 

Roger Federer ist bekennender Fan der Alpen

Roger Federer gehört zu den grössten Sportlern, die die Alpenrepublik jemals hervorbracht hat. Auch mit mittlerweile 38 Jahren gehört der in Basel geborene Tennisspieler zu den Grössen seines Sports. Auch wenn er bei den US Open zuletzt im Viertelfinale die Segel streichen musste, gehört er bei den Online Wetten von Betway mit einer Quote von 7,00 (Stand 9.9.) zu den Favoriten für die kommenden Australian Open. Wahrscheinlich wird er sich nach seinem Ausscheiden bei den US Open wieder ein paar Tage in den Schweizer Alpen aufhalten und ausspannen. Bereits nach dem Wimbledon-Turnier zog es ihn im Sommer in die Ostschweiz. Hier wanderte er mit seiner Familie auf dem Alpstein. Dabei gab sich der Superstar gelassen und volksnah. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Federer nach einem Tennis-Turnier in den Schweizer Alpen erholte. Immer wieder zieht es ihn in diese Region der Schweiz. Bereits 2016 ging er auf ausgiebige Wanderung durch das Appenzellerland, wo es wunderbare und abwechslungsreiche Touren in allen Schwierigkeitsgraden zu finden gibt.


Image Source: Twitter

 

Höhentraining in St. Moritz

Doch die Schweizer Berge laden nicht nur zum Entspannen und Wandern ein, sondern bieten auch ein hervorragendes Trainingsgebiet für Leistungssportler. Vor allem das Höhentraining gehört zu den populärsten Methoden, um die Leistungsfähigkeit eines Athleten zu steigern. Schon ab 500 Metern Höhe muss der Körper beim Sport stärker arbeiten, um eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten – mehr zum Thema Höhentraining erfährt man bei Fitbook. Trainiert man also regelmässig in höheren Regionen, gewöhnt sich der Körper an die stärkere Belastung, was bei Wettkämpfen auf Normalniveau ein entscheidender Vorteil sein kann. Das Oberengadin in St. Moritz beispielsweise gehört zu den bekanntesten Zentren des Höhentrainings. Bei den Trainingsläufen beginnt man hier bereits auf ca. 1.800 Metern und hat schon wenige 100 Höhemeter später die Baumgrenze erreicht. Die Wander- unSponserd Laufwege weisen dabei verschiedene Steigungsprofile auf, was Intervallläufen oder Spezialtraining entgegenkommt. Auf den Gletschern in Sass-Fee oder Zermatt wird natürlich rund um das Jahr auch Wintersport trainiert. Bereits im September beginnen die Ski- und Snowboardfahrer auf über 2.500 Metern mit dem Training für die kommende Saison.

 

Auf der Alphütte mit Freunden oder mit der Familie im Berghotel

Die Schweiz bietet sowohl im Sommer als auch im Winter für alle Urlauber und Besucher das passende Angebot. Ob ein Trip mit Freunden in eine abgelegene Alphütte oder ins urchige Berghotel – die Schweizer Alpen haben für jeden etwas zu bieten. Bei Sentiero beispielsweise findet man zahlreiche Angebote, wenn man einmal sein eigener Hüttenwart sein will. Fernab von Touristenströmen kann man in einer abgelegenen Berghütte entspannte Ferien verbringen. Wer mit der Amateur-Schifahrern reist, findet tolle Angebote, die sich auch speziell an diese Zielgruppe richten. Viele Hotels bieten beispielsweise einen eigenen Übungshang zum Skifahren an. Wer auf rustikales Ambiente steht, findet bei LandReise.de zudem die schönsten Bauernhof-Hotels in den Schweizer Alpen.

Ganz gleich, ob Wintersport, Training oder einfach entspannte Ferien, die Bergregionen in der Schweiz laden zum Verweilen ein und haben für alle etwas zu bieten.

Der Wettbewerb
Uto-Hütten-Challenge: «Über 7 Hütten musst du geh’n»:

Wer es schafft, ab dem 1. September 2019 bis zum 20. Oktober 2020  alle sieben Uto-Hütten zu besuchen – mit oder ohne Übernachtung – und diese Hüttenbesuche per Peakhunter-App oder Stempelkarte (Stempel gibt es nur auf der bewarteten Hütten) dokumentiert, erhält am Datum des Eintrags: 

Die Wettbewerbsprämie 

  • einen Uto-Hütten-Challenge-Drink auf der 7. Hütte
  • die Übernachtung in der 7. Hütte gratis (exkl. Essen und Getränke)

 

Verlosung der Preise am Jahresfest

Alle, die mindestens 6 von 7 Hüttenbesuchen geschafft haben, können an der Verlosung von vielen attraktiven Preisen teilnehmen. Sende uns dazu die ausgefüllte Stempelkarte  bis zum 31. Oktober 2020 zu. Die Verlosung findet am 21. November am Jahresfest 2020 der SAC-Sektion Uto statt.

 

Informationen

  www.sac-uto.ch
  www.peakhunter.com

 

Die 7 SAC-Uto-Hütten 

Die sieben Hütten sind auch ideale Ausgangspunkte für fantastische Gipfeltouren. Gipfelziele studieren, Hütte reservieren, in den Bergen jubilieren. Los geht’s!

Sieben Hütten der SAC-Sektion Uto  warten auf dich: Die Albert-Heim-Hütte für bergwandernde Feinschmecker und die für Kletternde attraktive Spannorthütte stehen im urchigen Urnerland. Dort findest du auch die Voralphütte, auf die du über den wildromantischen Weg ab dem Göscheneralptal oder die 90 Meter lange Salbitbrücke zusteigen kannst.

Die Dom- und die Täschhütte laden dich ins hochalpine Wallis ein. In der Camona da Medel, die an der Greina Alta-Route im Bündnerland gelegen ist, treffen sich die genuss- freudigen Bergler/innen Bei der Capanna Cadlimo im Tessin begeistern Steinböcke Gross und Klein, weiter unten fasziniert der Ritom-See. Die Hüttenwartinnen und Hüttenwarte freuen sich auf dich. Die Challenge winkt mit attraktiven Preisen. Nimm die Herausforderung an, mach dich fit und mach mit! 

Domhütte SAC


Medelserhütte SAC

Spannorthütte SAC

Täschhütte SAC

Voralphütte SAC

Albert-Heim-Hütte SAC

Cadlimohütte SAC

 

Genussvolle, gemütliche Vier-Seen-Wanderung mit Übernachtung: Vom Trübsee (Engelberg) zur Melchsee-Frutt. Eine der schönsten und landschaftlich eindrucksvollsten Wanderungen in der Schweiz.

Highlights: idyllische Bergseen und Hochtäler, fantastische Bergwelt rund um den mächtigen Titlis, mit atemberaubenden Ausblicken und einzigartiger Alpenflora.

Ein unvergessliches Erlebnis für alle Wanderer, Familien mit Kindern und Panoramaliebhaber. 

 

Text: Claudia Ruf, WegWandern.ch

Es lohnt sich! Mit nur wenig Rucksackgepäck endlich aus dem hitzig-schwülen Stadtmoloch abreisen, um angenehm «auf Touren» zu kommen. Am besten gleich nach der Arbeit oder früh morgens im Zug nach Engelberg starten und mit den Titlis-Bergbahnen hoch hinaus.

 

Weltberühmt und nie besucht?

Zum Auftakt geht es auf den weltberühmten Titlis, den höchsten Berg der Zentralschweiz, mittendrin und ganz schön hoch. Mitten im heissen Sommer den Winter im Schnee bei 9 Grad Celsius zur Abkühlung geniessen, das tut gut. Mit der ersten drehbaren Luftseilbahn der Welt «Rotair» schwebt man auf den kleinen Titlis auf 3020 m.ü.M. Noch kühler ist es im Eistunnel. Das gigantisch dicke, feste, «ewige» Eis der Grotte des mächtigen Titlis-Gletschers lässt ein leichtes Schaudern durch den Körper fahren. Die Mächtigkeit und Kühle des Eises wirken eindrücklich.

 


Auf dem Titlis mit den Vier-Seen im Blick: Trübsee, Engstlensee, Tannensee, Melchsee

Viele der weltweit hergereisten Gäste sehen, spüren, riechen das erste Mal Schnee. Lustig zu beobachten für uns, wie manche auf blankem Hosenboden auf dem Schnee hinunterrutschen und die Nässe in Kauf nehmen. Manch eine Inderin trägt unter ihrem Sari gemietete Bergschuhe. All die staunenden Gäste stecken auch uns an. Ich werde spontan von einem jungen Paar aus Asien begeistert angesprochen, wie überwältigend das Panorama sei. Ich teile bestätigend das Erlebnis mit ihnen. Ich bin auch gerne beim Fotografieren von Mutter und Tochter aus dem Südamerikanischen Raum behilflich und zaubere so viele glückliche und auch stolze Gesichter in ihre Kameras und Erinnerungen.

Auf dem Titlis, 3041 m.ü.M.

Europas höchstgelegene Hängebrücke, der Titlis Cliff Walk, macht auch mir kribbelnde Beine und braucht Mut zum Begehen. Die Aussichten sind fantastisch. Die Architektur und Technik der Installationen sind äusserst beeindruckend. Mein Blick vom Cliff Walk schweift von Gipfel zu Gipfel und bleibt an einem gegenüberliegenden Schneefeld hängen: Da bewegt sich doch in der Ferne etwas? Ich entdecke zwei ganz klein wirkende Seilschaften, wie sie gemächlich und ruhig über Schnee- und Eisfelder ziehen. Auf der anderen Seite des Titlis erkenne ich alle vier Seen der bevorstehenden Vier-Seen-Wanderung. Die stillen Bergseen liegen vor unseren Füssen. Ich bin froh, eine unangestrengte Wanderung vor mir zu haben.

Schwindelerregende Tiefblicke auf dem TITLIS Cliff Walk, der höchstgelegenen Hängebrücke Europas – 3041 Meter Höhe, 500 Meter Abgrund

 

Für uns sind all die Gesichter und Selfie schiessenden Gäste bezaubernd. Manch Pose bringt uns zum Schmunzeln. Unsere Reaktionen werden auch wahrgenommen: «Now, you are also one of us Chinese!», und wir lachen alle. Wohl die meisten dieser Gäste werden nur einmal im Leben die Schweiz in dieser «Höchstform» erleben. Ein herrliches und aussergewöhnliches Erlebnis – auch für uns. Wir wollten kaum mehr den Ort verlassen und denken: Gerade als Schweizer*in, hier Lebende muss man einmal in seinem Leben auf dem Titlis gewesen sein!

 

Der Trübsee, Berggasthaus Trübsee – ganz klar

In der Bergwelt angekommen! Ein freundlicher Empfang und ein sehr komfortables Zimmer mit moderner Ausstattung erwartete uns. Im Eckzimmer mit bequemer Couch, ähnlich einer Junior-Suite, überrascht ein grosser, gestufter Kachelofen. Im Winter ideal zum Wärmen und im Sommer zusätzliche Ablagefläche. Das Thema Bergwelt wird mit einer Art Trockenmauer, einer geschichteten Steinmauer innerhalb der Mauer, aufgegriffen. Säumerwege wurden oft von Trockenmauern gesäumt. Das angenehme Alpenambiente des Zimmers wird durch einen schönen, massiven Eichenboden abgerundet. Die neuen Zimmer wirken warm und sehr gemütlich. Ich freue mich schon auf die walk-in Regendusche!

Bewegung tut not – ab auf den Trübsee-Rundweg! Die perfekte Aktivität für den Nachmittag. Ein eindrückliches Bergpanorama umringt den spiegelglatten, klaren Bergsee, umsäumt von üppigen Wiesen. Das Panorama spiegelt sich im See. Die freilaufenden, grasenden Kühe stehen schon auch mal auf dem Wanderweg. Das Kuhglockengeläut schwingt in den Ohren. Wir tanken frische Alpenluft und spazieren gemächlich. 


Am Trübsee

Der Rundweg bietet Familien mit Kindern viele spannende, gut gebaute, neue Spielplätze und Feuerstellen mit bereitgestelltem Holz. Der zum Baden einladende, aber doch kühle Bergsee, ist eher für Mutige. Wir nehmen unser obligates «Plättli» mit Alpspezialitäten draussen im Schatten auf der Holzbank bei der urchigen «Hüethütte» ein. Eine zurecht «Hüethütte» heissende Alp. Hier wohnt eine Bergbauern-Familie, die ca. 180 Rinder während des Sommers hütet. Kaum ein Gast der fernen Welt findet den Weg hierher. Eine Station weiter wartet beim Restaurant Alpstübli eine weitere Kostbarkeit: das Trübsee Bier. Bei Gelegenheit kann man zusehen, wie es auf offenem Feuer gebraut wird.

Die am Ufer angebrachten Hängematten sind verlockend. Einfach mal dahindösen und dabei den fast meditativ wirkenden Kuhglockenklängen zuhören. Dem leichten Treiben der Menschen am und im See zusehen? Manch ein weither gereister Gast probiert sich zum ersten Mal auf einem Ruderboot. So sitzt vor unseren Augen ein Paar aus dem arabischen Raum im Boot, der Mann am Ruder. Das Boot kommt kaum vom Fleck. Etwas irritiert. Wir kommen nicht umhin helfend zu erklären, dass er sich doch besser umdrehen möge, um rudernd vorwärts zu kommen. Er dreht und bedankt sich lachend für den Tipp. Wir gehen auch vorwärts, schmunzelnd und leichtfüssig zum Berghotel Trübsee.

 

Trübsee – Jochpass – ein alter Säumerweg – Teil der Sbrinz-Route

Der Trübsee ist für alle und besonders für Familien mit Kindern ein spannender Ort. Hier locken für einmal viele Aktivitäten und nicht die absolute Abgeschiedenheit. Dennoch ist es kein mit Menschen überfüllter Ort. Und wer zur Übernachtung bleibt, hat die am frühen Abend, nach der letzten Gondelabfahrt einkehrende Ruhe und Alpenidylle, für sich. Die Tagesgäste sind weg. Jetzt noch meine erfrischende Regendusche, und wir sind bereit für den genussvollen Teil des Abends. Im abendlichen Sonnenschein auf der Hotel-Terrasse geniessen wir den Apéro und schauen immer mal wieder auf den imposanten Titlis. Im gemütlichen, rustikalen Restaurant stillen eine feine Gemüsesuppe, ein breites Angebot vom Salatbuffet und ein Hauptgang unseren kräftigen Hunger. Der sehr freundliche und zuvorkommende Service bedient uns später auf der Terrasse weiter, mit einem feinen Kaffee und dem Dessert. 

Nach einer wunderbar ruhigen Bergnacht in einem herrlichen Bett, mit sinnlichem Kuhglockengeläut, bei geöffnetem Fenster von weither hörend, geht es früh morgens zur Stärkung ans grosse Frühstücksbuffet. Das Hotel ist ideal für einen frühen Wander-Start. Ohne Anfahrtsstress gemütlich frühstücken. Mit einem Lunchpaket ausgestattet starten wir vom Hotel aus dem Seeweg entlang. Das Seewasser liegt still und glatt vor uns. Manch ein Rind steht bereits mit all seinen Vieren knietief im See und gönnt sich eine Morgenfrische. Jetzt geht es mit dem Sessellift auf den Jochpass. Weil wir noch einige sich lohnende, aber zeitverzögernde Fotostopps vor uns haben, lassen wir uns gemütlich hinauftragen. Erstaunlich: Hier wurde im Juli 1944 der allererste Sessellift von ganz Europa in Betrieb genommen. Bis kurz davor galt der Jochpass Jahrhunderte lang als Säumerpfad und direkteste Verbindung zwischen dem Haslital und Engelberg . Er ist auch Teil der Sbrinz-Route. 

Wer Zeit und Musse hat, wandert auf diesem historischen Säumerpfad, auf etwas steileren Serpentinen, mit herrlichen Rückblicken ins Tal während den Verschnaufpausen, bis zum historischen «Bärghuis». Beruhigend: Die Säumer wählten ja Kraft sparende, witterungsbedingt sinnvolle und möglichst kurze Wege. Im «Bärghuis» auf 2222 m.ü.M. kann man sich dann ja bereits wieder eine Pause mit grandioser Aussicht gönnen.

 

Jochpass – Engstlensee – Engstlenalp: Kraftort der Natur

Auf zu stillen Wassern – der nächste Bergsee wartet! Für Kniegeplagte kann die Reise bequem im Sessellift bis fast zum Engstlensee weitergehen. Wer bergab wandert, geniesst die grandiose Aussicht über den See bis in die Berner Alpen etwas länger. Dieser Abschnitt, von der Talstation bis zur Engstlenalp, ist der einzige, der nicht abgekürzt werden kann. Es ist unserer Meinung nach ein sehr schöner Teil der gesamten Wanderwegstrecke. Leichtfüssig geht es weiter. 


Engstlensee

Auf einem einfachen und schönen Weg, an Wildblumen- und Kräuterwiesen vorbeiziehend, immer mit prächtiger Bergarena voraus und dem Titlis im Rückblick, geht die Wanderung oberhalb des Engstlensee vorbei. Dabei tun sich grandiose Postkartenbilder auf. Anglerherzen schlagen jetzt höher. Es gibt einige Forellen im See (Informationen zu den Patenten und Regeln finden sich hier.)

 

Auf der Engstlenalp gönnen wir uns in der Rossbodenhütte eine Erfrischung. Rundherum Viehherden – Kühe hier, Rinder da. Manch eine schlürft literweise Bergwasser vom fast überfliessenden Brunnen oder kratzt sich genussvoll den Hals am Holzgeländer der Terrassenumrandung.

 

Eine paradiesische Landschaft mit besonderer Ausstrahlung. Ein Kraftort. Hier schwingen natürliche geomantische Kräfte. Stärken von Mikroröntgen wie auf dem Himalaya und gleich hohe Boviseinheiten wie bei der Pyramide von Gizeh wirken. Der Kompass reagiert desorientiert. Wir nicht. Wir laden hier gerne unsere Batterien auf. Ein spürbar besonderer Ort.

Grosse Persönlichkeiten wie Goethe, Twain und Einstein schätzten den Ort ebenfalls. Alle haben sie die Hochmoor- und Seenlandschaft inmitten steiler Kalkflühe bewundert. Nur ein paar Schritte weiter und man steht vor dem historischen Berghotel Engstlenalp. Es lohnt sich, einen Blick ins Innere des 1892 erbauten Hotels zu werfen. Im Salle à manger, wo man wie anno dazumal weilt, kommt noch heute die schöne Grand-Hotel-Stimmung aus der Belle-Epoque auf. 

 


Eine besonders schöne Hochebene mit Alpsiedlungen, wunderschönen Holzhäusern.

 

Mit Musse die Zeit sinn- und genussvoll «versäumen»

Es geht gemütlich weiter über die schöne Hochebene der Engstlenalp, die auch Teil der Säumerroute war. Ein gut unterhaltener Weg führt nun an einer langgezogenen Bergflanke mit leichter Steigung hinauf zur Tannalp. Bei manch einem Tritt braucht es etwas Vorsicht. Es lässt sich aber bestens mit entgegenkommenden Wanderern kreuzen. Die eine und andere etwas schwierigere Stelle ist mit dickem Drahtseil gesichert. Ein wundervoller Weg, immer begleitet von einem fantastischen Bergpanorama.

 


Eine mässige Steigung führt zur nächsten Hochebene, der Tannalp.

 

Tannalp – alles nur Käse? 

Wie schon früher wird auf der Tannalp das Käsekessi auf dem Holzfeuer täglich befeuert und mit traditionellen Geräten hantiert. Hier entsteht der sehr schmackhafte Käse der Tannalp. Im Sommer werden Viehherden von etwa 30 Bauern gesömmert. In der Alpkäserei verarbeitet der Käser täglich die frische Milch der Alpkühe. 

Butter, Joghurt, Sbrinz, Bergkäse können vor Ort in der Käserei gekauft und probiert werden.

 

Auch im Berggasthaus Tannalp, unweit der Käserei, werden die Käsereiprodukte angeboten und verwertet. Wo ein Gasthaus ist, ist auch die Kirche nicht weit – oder doch umgekehrt? 

 

Tannalp mit dem Berggasthaus und seiner Hochalpen-Kapelle «Maria, Königin der Engel», welche 1959 durch Fronarbeit und Spendengeldern erstellt wurde. Das Hochtal ist voller Leben: Viehherden, Geissen, Älpler, Wanderer und andere Bewohner. Mit fast drei Metern Flügelspannweite, feuerroten Augen, als ausdauernder Segler und Aasfresser gibt es auch den wiederangesiedelten Bartgeier zu entdecken, der unweit der Tannalp in seinem Gefilde lebt. Mehr zum Projekt hier.

 

Tannalp – Tannensee/Tannalpsee – Melchsee-Frutt

Der Tannensee sowie der Melchsee werden zur Stromproduktion genutzt. Daher hat der Tannalpsee einen Staudamm und der Wasserpegel unterliegt Schwankungen. Auch hier darf geangelt werden, das Schwimmen hingegen ist untersagt (bitte die Bestimmungen beachten.) Dafür gibt es eine tolle Feuerstelle gleich zu Beginn des Wanderweges. Grillrost und trockenes Holz stehen schon bereit.

Wer sich nun bequem ab Tannalp chauffieren lassen möchte, kann mit dem Fruttli-Zug weiterreisen. Wir nehmen den Wanderweg unter die Füsse, dem Tannalpsee entlang. Es geht geradeaus auf einem einfachen Weg und später ganz leicht hinunter nach Melchsee-Frutt. 


Tannensee

 


Tannensee

 

Teilweise führt ab der Tannalp der Weg auf Teerstrassenabschnitten, meist jedoch über Alpwiesen. Von Weitem sind schon bald der Melchsee, die Kapelle, das Dorf, unsere Unterkunft zu erkennen. Mit dem Ziel vor Augen, lässt es sich noch beschwingter gehen. 

 

Bei Ankunft am See wird man von der Kapelle «Maria vom guten Rat» begrüsst. Sie steht auf einer Halbinsel und wirkt idyllisch. Im Jahr 1900 wurde sie eingeweiht.

 

Melchsee-Frutt – frutt Lodge & Spa und frutt Family Lodge

Der Panoramalift erschien mir zunächst unnötig dahingestellt. Aber tatsächlich lohnt es sich hinauf zu fahren und den schwindelerregenden Blick über den See schweifen zu lassen. Eine fantastische Aussicht in die Bergwelt bis zum Titlis oder auf das Obwaldner Bergpanorama tut sich auf.

Blick von der Aussichtsplattform

 

Die frutt Family Lodge ( erinnert von der Architektur her an grosse Monolithen. Die frutt Lodge & Spa (+41 41 669 79 79) ist ein quadratischer, moderner Bau. Ob man die moderne, würfelförmige Architektur der frutt Lodge & Spa mag oder nicht, das geforderte Volumen der Infrastrukturen für die Gäste kann nicht in der Landschaft versteckt werden. Es warten tolle Einrichtungen zur Entspannung und mehr.

 

Alpines Ambiente in Kombination mit schlichter und sehr bequemer, hochwertiger Design-Möblierung. Massiver Eichenholzboden wirkt wohlig-warm.

 

Die Zimmer sind sehr grosszügig konzipiert. Praktisch ist die Trennung von Toilette und Badezimmer.

 

Die Innenarchitektur und Atmosphäre in beiden Häusern sind sehr schön, warm, gemütlich – alpin. Auch hier wurde mit massivem Eichenholz gearbeitet. Fast wie veredelte Berghütten kommen die frutt Family Lodge und frutt Lodge & Spa daher.

 

Im buchbaren Paket inbegriffen ist die herrliche Erholung im Wellness- und Spa-Bereich der frutt Lodge & Spa. (Hier der Spa-Bereich der frutt Family Lodge)

 

Ob im Winter oder  Sommer, herrlicher Ort zur Entspannung. 

Am Empfang werden wir herzlich begrüsst. Der Check-in erfolgt kurz. Schon werden wir persönlich auf unser Zimmer begleitet und erhalten Erklärungen über die Einrichtungen. Die Tischreservierung wird aufgenommen, mit dem Wunsch, auf der Terrasse weilen zu dürfen. Wir freuen uns auf das Angebot und richten uns kurz im Zimmer ein, ziehen den Bademantel über, machen uns auf den Weg zum Spa-Bereich in der frutt Lodge & Spa. 

Dann liessen wir es uns nicht mehr nehmen, lange unsere müden Muskeln an den Massagedüsen zu entspannen – herrlich. Und das auch noch mit schönster alpiner Aussicht und mit Blick über den See. Danach noch eine 20-Minütige Wundermassage des Rückens, beziehungsweise der Beine, je nach Wunsch. Und zum Schluss ein Nickerchen auf der bequemen Liege im windgeschützten, gemütlichen Aussenbereich des Bades – immer mit Blick auf die Berg- und Seekulisse. Perfekt!

Wir fühlen uns bestens aufgehoben. Vorfreude auf das Abendessen kommt auf. Zuerst geniessen wir den Apéro auf der Terrasse. Und weil es so schön bei diesem Ausblick ist, bleiben wir gleich auf der Terrasse zum Abendessen. Das Vorspeisenbuffet hat für jeden etwas parat, für Veganer, Vegetarier oder Fleisch-, Fischliebhaber. In der gebuchten Halbpension des Paketes sind eine überraschende, kreative Küche mit durchdachten, raffiniert kombinierten und feinst zubereiteten Speisen inkludiert. Welch Schlemmerei! Perfekter Service, es fehlte uns an nichts. Alles verdient unsere Höchstpunktzahl.

Im Haus der frutt Family Lodge wird besonders den Familien mit Kindern Rechnung getragen. Und es gibt so viel im Angebot. Betreuung der Kinder, ein Grossleinwandkino, Bowlingbahnen, viele Spielmöglichkeiten und nicht zu vergessen, das Draussen mit all seinen Freiluftaktivitäten in der Bergnatur. In der frutt Lodge ist alles auf Erwachsene ausgerichtet. 

Es gibt noch viele Wanderwege zu entdecken. Melchsee-Frutt ist ideal für alle Wanderer, von jung bis älter, Familien, Anglerfreunde, Spaziergänger, Geniesser, Naturfreunde. Noch immer ein kleineres Bergdorf mit hohem Angebot – keine touristische Hochburg aber ein Ort mit modernem Berglifestyle, kombiniert mit alpiner Gemütlichkeit. Und noch immer angebunden an den Ursprung dieser wunderbaren Hochebene und ihrer Kultur.

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es am nächsten Tag für uns dann weiter, obwohl uns der Abschied schwer fällt. Via Balmeregghorn und Planplatte in Richtung Hasliberg und mit Gondeln weiter führt ein wunderbarer und lohnender Panoramaweg nach Meiringen. Ein toller Abschluss der Vier-Seen-Wanderung!

Nach diesen zwei Nächten und drei Tagen haben wir beide das Gefühl, als hätten wir eine ganze Woche Ferien verbracht. Die Zeit hat sich gedehnt. Dank vielen wunderbaren Eindrücken, der Balance zwischen Bewegung und Entspannung, dank der Natur, genussvollen Verpflegungen erholten wir uns prächtig. Sehr lohnenswert – gerade wegen der Übernachtungen!

Wir danken allen grosszügigen Organisatoren und Sponsoren für diese wunderbaren Tage:

 

Buchung Package Vier-Seen-Wanderung
Die Vier-Seen-Wanderung kann als Package mit 2 Übernachtungen (Berghotel Trübsee & frutt Family Lodge) gebucht werden. Inklusive Halbpension, Picknick für die Wanderung, Alpienne Massage, Benutzung Spa uvm.

frutt Family Lodge
CH-6068 Melchsee-Frutt
  +41 41 669 76 76
  www.frutt-familylodge.ch
  

 

Wandervorschlag Vier-Seen-Wanderung
  Vier-Seen-Wanderung, Trübsee (Engelberg) – Jochpass – Engstlenalp – Melchsee-Frutt

Wenn man gerne die Ruhe, Beschaulichkeit und vielleicht auch etwas Einsamkeit beim Wandern mag, ist ein sogenannter Grüeziweg einfach nur ärgerlich: Regelmässig begegnet man Menschen – meist schon nach wenigen Minuten – die man natürlich auch begrüsst, wie es die Wanderkultur ist. Bei zu vielen Begegnungen – so nach der 30igsten – mag man dann aber irgendwann nicht mehr grüssen, und so geht die Wandergruss-Kultur vorbei.

 

 

Sich zu grüssen auf den Wanderwegen macht durchaus Sinn. Abgesehen davon, dass es freundlich ist und vielleicht das Gegenüber zu einem Gespräch einladen kann, verringert das Grüssen die natürliche Distanz zum Fremden. Man könnte ja miteinander die Eindrücke teilen, sich freuen über die Schönheit der Berge und über den hinter sich gelegten Weg unterhalten. Besonders wichtig ist es nämlich, sich über den noch bevorstehenden und den begangenen Weg zu unterhalten, wenn sich spontane Veränderungen der Wege ergeben haben, wie Hangabrutsche, Muränen bei Regen, unpassierbare, ausgesetzte Stellen, Schneefelder mit schwierigen Passagen oder gefährlichem Schnee, Absturzgefahren, schwierige Strecken über Brücken oder gar fehlende Brücken, das plötzlich aufziehende Wetter und dem damit verbundenen Zeitbedarf, welcher die Entscheidung weiterzugehen oder umzukehren beeinflusst. Im Gespräch erfährt man dann genauer, wie das Terrain beschaffen ist, was kein GPS oder anderes Mittel genauer voraussagen kann, uvm. Manch einem kann dies das Leben retten, wenn man sich über Gefahren austauscht und nicht einfach an jemandem vorbeizieht und ihn seinem Schicksal überlässt.

So hat ein Grüeziweg doch seine guten Seiten. Auch deshalb, weil manche Menschen alleine unterwegs sind. Das kann etwas mehr Sicherheit geben. Es ist klar, dass man eigentlich nie alleine wandern soll. Denn zwei können sich besser helfen und unterstützen sowie im Notfall Hilfe organisieren, gerade, wenn es ein Funkloch gibt.

Wandern hat daher auch eine soziale Seite. Man hilft sich aufgrund der Abgeschiedenheit über manch „schwierigen Weg“ hinweg oder hilft sich gegenseitig bei Verletzungen und leitet die Nothilfe ein. Da spielt es keine Rolle mehr, um wen es dabei geht. Schliesslich kann man nicht darauf hoffen, dass irgendjemand anderes vorbeizieht und das tut, was man selbst nicht tun möchte oder gleich um die Ecke der Krankenwagen anrollt – es ist nicht wie in der Stadt.

Und dennoch: Wenn man zu zweit unterwegs ist, kann der Grüeziweg doch rasch störend werden. Und auch enge Passagen mit starkem Gefälle auf beiden Seiten werden dann mühsam zu begehen. Es kann einem so richtig die Freude verderben.

Oder gar: Man wandert – im dem vom vordersten Wanderer, vorgegebenen Tempo – den Berg hinauf oder hinunter, in längeren hintereinander gehenden Menschenschlangen – Karawanenwandern! Es gibt nichts Unangenehmeres, wenn man sich den Rhythmus der eigenen Schritte und des Atmens ungewollt diktieren lassen muss. Und irgendwie reizt es ja doch, den Gipfel als „erster Mensch“ erreichen zu können.

Daher hier ein paar Tipps, wie man den Grüeziweg oder Karawanenwanderungen umgehen kann:

  • Eine Wanderung in der Nähe zu einer grossen Stadt oder zu einem grossen Wohneinzugsgebiet wird eher gewählt, da die Anreise kürzer ist. Also wähle eine längere Anreise.
  • Eine Wanderung, bei der man sich bequem hoch (und allenfalls auch runter) transportieren kann, zieht mehr Menschen an.
  • Eine Wanderung, die mindestens ein schön gelegenes Restaurant oder eine Hütten-Verpflegungsstelle aufweist, zieht Menschen an. Man könnte auch Wege ohne diese gehen und sich aus dem Rucksack verpflegen.
  • Wanderungen mit Panoramablick zieht bei schönem Wetter natürlich viele an. Wege, die durch erfrischende Wälder und andere Gebiete führen, ziehen weniger Menschen an – Aussichten gibt es aber immer.
  • Wanderungen bei leichtem Nieselregen machen nicht alle.
  • Wanderziele, zu denen man auch mit dem Auto gelangen kann, ziehen mehr Menschen an. Also abgelegenere Ziele wählen.
  • Auf leichteren Wanderungen sind mehr Menschen unterwegs – ausser bei Nieselregen.
  • Wanderungen mit anspruchsvollen Wegen, höheren Höhenprofilen oder starkem Aufstieg in kürzerer Zeit ziehen nicht alle Menschen an.
  • Wähle den Zeitpunkt besser: Am Wochenende sind mehr Leute unterwegs als unter der Woche.
  • Wanderungen mit vielen anderen angeschlossenen Wegen dazwischen verhelfen dazu, die Menschen besser zu verteilen.
  • Wanderungen, die an einen bestimmten Ort führen, an dem etwas spektakuläres stattfindet, suchen einige Menschen mehr auf.

Im Grunde kann man ganz einfach sagen: Weil wir Menschen doch mehr oder weniger dazu neigen, es uns bequem und so einfach und unangestrengt wie nur möglich zu gestalten, ziehen wir wiederum Menschen an, die gleich denken und sich für den gleichen Weg entscheiden. So meinen wir von WegWandern.ch: „Gehe neue Wege, Deine Wege.“

Tipps zum Wandern mit Kindern

Wandern ist wunderschön – vor allem, wenn man im Urlaub in neuen, wunderschönen Landschaften die Natur geniessen kann. Doch in einer Familie, vor allem mit jungen Kindern, werden Wandertouren oder längere Wanderurlaube mit mehreren Ausflügen zu Fuss plötzlich zu einer ganz neuen Herausforderung.

Wir geben Tipps, wie man einen Wanderurlaub erfolgreich gestalten kann, damit auch die Kinder grossen Spass dabeihaben – und die Wanderungen für die Eltern nicht zur anstrengenden Enttäuschung werden.

 

Wandern mit Kindern – die Probleme

Wenn man mit der Familie inklusive Nachwuchs auf Wandertour geht, ohne besondere Anpassungen vorzunehmen, kann das schnell zu Problemen führen. Kinder haben nun mal besondere Bedürfnisse, die man auch beim Wandern beachten muss.

Das Ganze beginnt schon, bevor die Wandertour überhaupt losgeht. Denn: Kinder haben nicht immer grosse Lust, langwierige und eventuell anstrengende Märsche zu meistern. Selbst, sie sich wenn am Anfang darauf freuen sollten, ein bisschen durch die Berge zu laufen, kann diese Stimmung schnell umschlagen, denn Kinder sind nicht besonders geduldig.

Gleiches gilt auch für die äusseren Umstände – ist es zu kalt, zu warm, zu nass oder zu windig, verlieren die Kleinen schnell den Spass daran, im Freien durch die Natur zu streifen und möchten lieber gemütlich drinnen sitzen und etwas spielen. Wenn das Wetter nicht optimal ist, wird es schnell anstrengend, da die Kinder quengeln und schnellstmöglich nach Hause wollen.

Zusätzlich haben Kinder einfach nicht die nötige Ausdauer, um längere Wandertouren zu bewältigen. Sowohl körperlich, als auch was den Spass an der Sache angeht. Daher ist es normalerweise nötig, kürzere Touren zu planen – besonders Kinder unter acht Jahren schaffen maximal ein paar Kilometer am Stück.

Auch ist nicht jedes Terrain kindgerecht. Zu viele steile Anstiege sind zu anstrengend – man muss auch bedenken, dass diese auf unsere Kleinen noch grösser und steiler wirken, als auf uns Erwachsene. Zudem muss man aufpassen, dass nicht zu viele gefährliche Passagen wie schmale Brücken oder ungesicherte Abhänge in der Nähe der Wege sind.

Vor allem bei Wanderurlauben kann es schwierig sein, die Kids dazu zu motivieren, regelmässig Hotel oder Strand zu verlassen, um sich auf eine längere Wanderung zu begeben.

 

Sieben Tipps für erfolgreiche Wanderurlaube mit den Kleinen

Wenn man jedoch einige Hinweise und Tipps befolgt, wenn man den Wanderurlaub mit der Familie vornimmt, kann es dennoch zum Erfolg werden. Schliesslich kann die Bewegung in der Natur, vor allem in interessanten Umgebungen auch für Kinder viel Spass bringen.

  • Sportlichen Wandergedanken ablegen: Die Devise heisst «Der Weg ist das Ziel». Wir neigen bei unseren Hobbys dazu, es möglichst intensiv auszuführen. Doch wenn jeder in der Familie den Urlaub geniesen soll, muss man einen Schritt zurücktreten und vielleicht weniger oder kürzere Wanderungen vornehmen.
  • Wanderreisen kombinieren: Damit man auch genügend zu tun hat, wenn man nicht täglich auf Wandertour ist, sollte man den Urlaub entsprechend planen. Das Ziel sollte so gewählt werden, dass es zwar für schöne Wanderungen geeignet ist, aber auch viele andere Attraktionen zum Zeitvertreib bietet.
  • Flexibel sein: Wenn Kinder so gar keine Lust mehr haben, zu wandern, bleibt nicht viel übrig, als so schnell wie möglich zurückzukehren. Damit der Weg nach Hause nicht zu weit ist, sollte man daher mobil sein. Ein Wohnwagen ist dafür optimal – so ist man flexibel und kann schnell zurückkehren. Wer keinen besitzt, kann sich Camper mittlerweile auch bequem auf campanda.ch mieten.
  • Touren entsprechend planen: Die Wege, die begangen werden sollten, müssen natürlich auch kindgerecht geplant werden. Zuerst einmal dürfen sie nicht zu lang sein – mit Kindern muss man die normale Zeit für die Strecke etwa um 50 bis 100 Prozent erhöhen. Auch sollten möglichst gute Wege, wenige Kletterabschnitte und am besten keine ungesicherten Abhänge vorhanden sein. Die Pfade sollten möglichst viel Abwechslung und interessante Orte bieten – was für uns eine schöne, ruhige Landschaft ist, kann für Kinder sehr schnell langweilig sein.
  • Orte zur Rast richtig wählen: Kinder ruhen sich bei einer Pause nicht nur körperlich aus, sondern sind schnell wieder auf den Beinen und wollen spielen und toben – daher sollte man dem Pausenplatz so aussuchen, dass sie die Umgebung ohne Gefahren in der Nähe unbeschwert erkunden können. Das bringt dann auch einen guten Ausgleich, da auf dem Rest der Tour wieder auf strenge Vorsichtsregeln geachtet werden muss.
  • Mit Ausrüstung vorbereitet sein: Damit man immer sicher unterwegs ist, sollte man sich auf alles vorbereiten. Auch die Kleinen brauchen feste Wanderschuhe, zur Sicherheit benötigt man vielleicht sogar einen Sicherungsgurt, um Stürze zu vermeiden. Genügend Wasser ist ohnehin Pflicht. Mit kleineren Kindern kann man dann auch auf schöne Wanderungen gehen – man muss dann nur mit einem Kinderwagen oder einer Rückentrage darauf vorbereitet sein, sie weite Strecken zu tragen.
  • Zusätzliche Unterhaltung: Möglicherweise hilft es, mit zusätzlichen Beschäftigungen die Kinder auf Trab zu halten. Spiele, Schnitzeljagden, ein interessantes Zwischenziel wie beispielsweise ein Hof mit Tieren – so lange es Freude bereitet. Ein Picknick mit von den Kindern ausgesuchter Verpflegung kann eine gute Motivationshilfe sein.

 

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Wandern mit der Familie oder dem Wanderverein bringt Spass und leistet einen wertvollen Beitrag für die Fitness. Damit die Wanderferien zum echten Vergnügen werden und auch nach stundenlangen Touren Freude bringen, ist die richtige Ausstattung wichtig.

Schon beim Packen der Koffer und Reisetaschen zu Hause sollten Wanderfreunde deshalb an geplante Bergtouren denken und ihre Packliste entsprechend zusammenstellen. Wir zeigen Dir, was auf jeden Fall bei der nächsten Bergtour in den Rucksack gehört.

 

Equipment auf Deine nächste Bergtour abstimmen

Bergwandern bringt je nach Region, Tour und Erfahrung des Wanderers grosse Unterschiede mit sich. Gerade vor einem ersten Ausflug in die Alpen ist es schwierig, die Herausforderungen einer langen Bergwanderung richtig abzuschätzen. Wer noch nie in den Alpen war, verwechselt eine mehrstündige Tour schnell mit einer anspruchsvollen Wanderung im gemässigten Gebirge oder Flachland – ein grosser Fehler.

Unabhängig von Deiner Erfahrung in den Alpen ist im Vorfeld abzuklären, ob bei der geplanten Bergstrecke Besonderheiten zu beachten sind. Falls Du bei Deinem Reiseerlebnis auf geführte Wanderungen durch die Schweiz setzt, suche frühzeitig Kontakt zum Guide oder zu Deinem Reiseveranstalter. Dieser wird Dir Extras von der Kleidung bis zum Proviant nennen, die Du bei der Tourenplanung bedenken solltest. Eine noch bessere Vorbereitung ist notwendig, wenn Du mit Deiner Familie oder der Wandergruppe Deine Tour gänzlich auf eigene Faust unternimmst.

 

Der richtige Wanderrucksack als Grundlage

Was auch immer Du für Deine Bergtour mitnimmst, es sollte sich für die Ausstattung genügend Platz im Wanderrucksack befinden. Erfahrene Wanderfreunde verfügen über mehrere Rucksäcke in unterschiedlichen Grössen und Formaten, die auf die jeweilige Bergtour angepasst wird. Zum einen soll das Gepäckstück ausreichend Platz für alle Habseligkeiten während der Tour bieten. Ist der Rucksack hingegen zu gross, ist der Umgang mit diesem bei der Wanderung unhandlich und man trägt unnötiges Gewicht mit sich herum.

Hast Du die passende Literzahl für das Fassungsvermögen Deines Rucksacks ermittelt, kommt es auf den intelligenten Aufbau der Taschen an. Zum einen sind mehrere Aussentaschen und -fächer zu empfehlen, damit Du schnell auf Trinkflasche, Kartenmaterial, Smartphone & Co. zugreifen kannst. Ein guter Schutz der Aussentaschen vor Wind und Wetter ist empfehlenswert, für das Innenleben des Rucksacks sogar unabdingbar. Achte ausserdem beim Kauf auf bequem verstellbare Riemen und Gurte. Der Rucksack sollte sich exakt an Deinen Rücken anpassen lassen, damit er bei stundenlangen Touren nicht zu einem Störfaktor wird.

 

Geeignete Wanderkleidung für jede Wetterlage

Funktional und komfortabel sollte auch Deine gewählte Wanderbekleidung für Bergtouren sein. Neben der freien Zusammenstellung vieler einzelner Kleidungsstücke empfiehlt es sich, auf ein abgestimmtes Set aus Jacke, Hose, Shirts und weiterer Funktionsbekleidung zurückzugreifen. Das Sortiment vieler Sport- und Outdoor-Marken ist über die letzten Jahre erheblich gewachsen und bietet Wander- und Sportbekleidung mit innovativen Extras und einer klimatisierenden und vor UV-Strahlen schützender Wirkung.

Jacken, Westen, Hosen für Deine Bergtouren sollten atmungsaktiv und aus einem wasserabweisenden Material sein. Mit einer solchen Ausstattung bist Du bestens auf jede Witterung eingestellt. Bei stundenlanger Sonne gerät man durch die klimatisierende Wirkung der Kleidung nicht unnötig ins Schwitzen. Starker Bergwind erreicht Dich nicht und schmälert Deinen Wanderkomfort nicht, während Regen oder Schnee vom Körper ferngehalten werden. Letztlich helfen viele innovative Gewebe dabei, körpereigenen Schweiss nach aussen abzuführen.

Apropos Schweiss: Dieser ist gerade bei Socken und dem gewählten Wanderschuhwerk häufig ein Problem. Funktionssocken sind die richtige Wahl für längere Bergtouren. Offene Wanderschuhe bieten den gleichen Schutz und eine gehobene Laufqualität wie geschlossene Wanderschuhe, jedoch mit einer besseren Klimatisierung des Fusses. Auch die Reinigung und Pflege der Schuhe fällt leichter, beispielsweise wenn Deine Schuhe nach einem Regenschauer schnell trocknen und am nächsten Tag direkt wieder eingesetzt werden sollen.

Empfehlungen durch den Alpenverein und andere Institutionen reichen vom robusten und warmen Berg- bis zum modernen Halbschuh als Allrounder. Neben der Art der Bergtour spielt auch die Jahreszeit einen wichtigen Faktor. Für Winterwanderungen sind geschlossene und warme Bergwanderschuhe die beste Wahl, bei steigenden Temperaturen darf der Träger gerne auf Aussparungen vertrauen.

 

Neben vollwertiger Kleidung an praktische Accessoires denken

Eine aufeinander abgestimmte Garderobe rundet die Wanderfreude durch praktische Extras ab. Besonders zu nennen ist ein funktionelles Halstuch, das je nach Art der Faltung auch als Kopftuch oder Gesichtsschutz getragen werden kann. Dies ist von Vorteil, wenn Du bei starkem Regen oder kräftigem Wind unterwegs bist, der in hohen Bergregionen schnell in die Haut einschneiden kann.

Falls eine Bergtour im Hochsommer geplant ist, ist der Hut ein wichtiger Reisebegleiter. Gerade in den Hochalpen ist kein natürlicher Sonnenschutz durch Bäume mehr gegeben, so dass die schädliche UV-Strahlung ungehindert auf die Haut trifft. Nicht nur die Gefahr eines Sonnenbrandes ist ohne Hut gross, ohne Kopfbedeckung steigt das Risiko eines Sonnenstichs mit Erbrechen, Kopfschmerzen und weiteren Symptomen.

Für Touren in unwegsamem Gelände sind Wanderstöcke ein wichtiger Begleiter. Diese sind nicht nur ein beliebtes Hilfsmittel von Wanderern im höheren Lebensalter, sondern helfen jeder Generation beim sicheren Aufstieg und dem Überwinden steiler Höhenmeter. Der Kauf von Wanderstöcken lohnt auch für das Wandern in anderen Regionen Europas. Selbst in Mittelgebirgen warten schwierige Passagen, die bei fehlender Kondition oder Kraft mit Stöcken einfacher zu überwinden sind.

 

Hygiene-Artikel für längere Touren einpacken

Eine der ersten Fragen rund um eine Bergtour ist, ob diese als mehrstündiger Ausflug oder über mehrere Tage hinweg geplant wird. Falls es zu Übernachtungen während der Tour kommt, beispielsweise auf einer der beschaulichen Schweizer Alphütten, dürfen Hygiene-Artikel nicht fehlen. Hier ist ein guter Mittelweg zu finden: Die notwendige Körperpflege darf nicht leiden, dennoch sorgt jeder zusätzlicher Artikel für mehr Gewicht im Reisegepäck.

Neben klassischen Hygieneartikeln von der Zahnbürste bis zum Duschgel sollte eine schützende Creme oder Lotion für kleine und grosse Verletzungen nicht fehlen. Sonnencreme mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor für die ungebremste Sonnenstrahlung gehört ebenfalls in Deinen Kulturbeutel. Vielleicht findet auch noch etwas Franzbranntwein im Gepäck Platz, damit sich strapazierte Muskeln am Abend so richtig erholen können.

Ein praktischer Tipp aus Erfahrung: Entscheide Dich für kleinere Behältnisse und nicht die Original-Verpackungen der Hersteller. So findest Du in Drogerien kleine Flaschen für Shampoo, Duschgel & Co., die für eine Wanderung von wenigen Tagen in den Bergen ausreichen. Einmal gekauft und geleert, lassen sich diese Verpackungen bei der nächsten Bergtour einfach wiederverwenden.

 

Nicht das Geld für den Hüttenbesuch vergessen

Kleine Snacks und grosse Mahlzeiten dürfen während Deiner Bergtour natürlich nicht fehlen. Wenn Du von Alphütte zu Alphütte gehst, darf Geld für Deine Bergtour nicht fehlen. Wichtig ist, sich im Vorfeld über die Möglichkeiten zur Bezahlung in den einzelnen Hütten zu informieren.

Bei den meisten grösseren Alphütten ist die Zahlung mit Karten neben Bargeld längst etabliert. Vielleicht steuerst Du jedoch auch eine kleine und urige Hütte an, in der ausschliesslich mit Bargeld bezahlt werden kann. Online gewinnst Du den schnellen Überblick über Hütten in der Schweiz, um neben den verfügbaren Zahlungsmethoden weitere praktische Infos für Deinen Besuch während der Bergtour zu erhalten.

 

Reiseapotheke und Medikamente für Deine Bergtour

Jede Bergtour ist eine körperliche Herausforderung, die gerade für unerfahrene Wanderer echte Probleme mit sich bringt. Um den eigenen Körper nicht zu überfordern, ist eine kluge Wahl der Tour notwendig. Falscher Ehrgeiz macht sich nicht bezahlt und sorgt für unnötige Probleme, die schlimmstenfalls mit dem Abbruch der Bergtour enden. Grundsätzlich gilt jedoch: Bergwandern hält fit und ist selbst mit gesundheitlichen Problemen zu meistern, sofern die Tour der eigenen Fitness entspricht.

Beim Packen für Deine Bergtour sind Deine persönlichen Medikamente genauso wichtig einzupacken wie klassische Arzneimittel für Reisen. Ob Durchfall oder Kreislaufprobleme, sei mit Deiner kleinen Reiseapotheke auf alle Eventualitäten vorbereitet. Bedenke ausserdem, dass ein oder mehrere Tage auf mehreren Tausend Metern Höhe, körperliche Beschwerden begünstigen, die aus dem Flachland nicht bekannt sind. Auf den veränderten Sauerstoffgehalt der Luft reagiert jeder Organismus anders, ein stabilisierendes Medikament für den Kreislauf ist deshalb immer einzupacken. Dies gilt umso mehr, wenn Gipfelwanderungen in den Hochalpen geplant sind.

 

Papiere und Dokumente rund um Deine Bergtour einpacken

Auch Formalitäten sollten bei Deiner Reiseplanung nicht zu kurz kommen. Dies gilt vor allem, wenn Du nicht einfach ein Wandern in der Zentralschweiz planst und bei Deiner mehrtägigen Tour durch die Alpen Landesgrenzen überschreitest. Ausweis oder Reisepass sollten genau so wenig vergessen werden wie Deine Krankenversicherungskarte. Schliesslich soll Deine schnelle Behandlung und Abrechnung nicht an dieser Kleinigkeit scheitern.

Plane deshalb jede Bergtour, wie Du eine Urlaubsreise in andere Regionen planen würdest. Achte darauf, dass wichtige Dokumente sicher in Deinem Rucksack unterkommen. Schaffe Dir für Deine Ausweise und sonstigen Papiere Schutzhüllen an. Selbst bei einem absolut dichten Rucksack kann es passieren, dass beim Öffnen oder Schliessen des Rucksacks bei Regenwetter einige Tropfen ins Reisegepäck eindringen.

Beachte zuletzt, dass diesseits und jenseits der Schweizer Grenzen unterschiedliche Vorschriften und Gesetze gelten. Falls Du die Schweiz verlassen solltest und medizinische Hilfe benötigst, gelten je nach Versicherungsart andere Formen der Leistungsabrechnung im entsprechenden Land. Mache Dich am besten online vor Reisebeginn und Deiner nächsten Bergtour damit vertraut. Falls Du innerhalb der Schweiz wanderst, entfallen viele der genannten Besonderheiten.

 

Nicht auf Persönliches für die Wanderreisen verzichten

Alle genannten Inhalte, die auf Deiner Packliste stehen sollten, sind absolute Notwendigkeiten. Zu einer gelungenen Bergtour gehört jedoch nicht nur der praktische Reiseaspekt. Während Deiner Unternehmungen oder abends beim Entspannen nach stundenlangem Laufen, geniesst jeder Wanderer auf seine eigene Art. Hierfür ist in Deinem Reisegepäck genügend Platz einzurechnen, damit die Bergtour zum individuellen Vergnügen wird.

Mancher Wanderfreund benötigt während seiner Touren seine Spiegelreflex-Kamera, da die Bildqualität und technischen Möglichkeiten des Smartphones nicht ausreichen. Andere möchten in den Abendstunden nicht auf ein gutes Buch verzichten oder mit Wanderfreunden eine Partie Karten spielen. Überlege selbst, was auf Deine Packliste gehört, um Deine Freude beim Wandern noch zu steigern.

Da das Thema Gewicht bei Reisegepäck immer relevant ist, solltet Du nach geeigneten Lösungen suchen. Klassische Bücher lassen sich am besten durch einen E-Reader ersetzen, bei der Kamera ist die Begrenzung auf einige wenige Objektive sinnvoll. Erfahrene Wanderfreunde greifen auf ihre Erlebnisse bei früheren Touren zurück. Wenn Du immer wieder den Vorsatz zum Lesen auf Wanderreisen hast und hierfür nie die Zeit findest, erspare Dir lieber dieses unnötige Reisegepäck.

 

Mit Packlisten online keine Kleinigkeiten vergessen

Unsere genannten Kategorien geben Dir einen groben Überblick, welche Inhalte Du für Deine nächste Bergtour nicht vergessen solltest. Falls Du eine noch detailliertere Übersicht für Deine anstehende Reise durch die Alpen wünschst, greife auf Checklisten online zurück. Auf vielen Reiseseiten findest Du Listen, die nicht nur für eine Bergtour durch die Alpen zur geeigneten Gedächtnisstütze werden.

Für ein individuelles Reiseerlebnis nimm eine Liste aus dem Internet als Grundlage und passe diese nach Deinen Bedürfnissen an. Formatiert im Excel-Format oder anderen gängigen Dateiformaten stellen diese für jede Deiner Reisen ganz bequem das passende Equipment zusammen.

 

Equipment vor Ort nachkaufen? Die Wanderregion entscheidet!

Selbst bei der besten Reiseplanung passiert es, dass vor Ort angekommen wichtige Utensilien für Deine Bergtour fehlen. Was Kleidung, Hygiene-Artikel oder Snacks angeht, wirst Du in den Supermärkten oder Fachgeschäften vor Ort fündig. Gerade in der Hauptsaison zahlst Du hier jedoch Preise, die über den Kosten in Deiner Heimatregion liegen. Fernab klassischer Touristenorte darfst Du mit faireren Preisen rechnen.

Vermeide trotzdem unnötige Ausgaben, um Deine Reisekasse zu schonen. Dies gilt vor allem für Kleidung und Accessoires, deren Nutzen schon ab der Planung Deiner nächsten Bergtour abzusehen ist. Onlineshops im Sport- und Outdoor-Bereich bieten faire Angebote für echte Markenware und machen selbst eine Komplettausstattung vor Deiner ersten Bergtour durch die Schweiz erschwinglich.

 

Unser Fazit: Bergtouren als Auszeit vom Alltag wahrnehmen

Wie unsere Packliste und Anregungen rund um Deine Bergtour zeigen, gilt es bei jeder Reise den Mittelweg zwischen einer umfassenden Ausstattung und einem leichten Reisegepäck zu finden. Beim Packen ist das Bewusstsein wichtig, dass Du mit einer Bergtour bewusst die Abgrenzung zum gewohnten Alltag mit allen Annehmlichkeiten suchen kannst.

Gerade bei einer mehrtägigen Tour und der Übernachtungen in Alphütten zeigt sich, dass viele Notwendigkeiten unseres Alltags schlussendlich doch nicht so notwendig sind. Diese Erfahrung in die Planung einer Bergtour einzubinden, hilft Dir bei der Reduktion des Reisegepäcks erheblich. Sei mit sprichwörtlich leichtem Gepäck unterwegs und erlebe, wie moderne Outdoor-Kleidung und ein paar Artikel des täglichen Bedarfs bereits vollkommen ausreichen.

IMBACH ist Trumpf! Neu und erstmalig bei IMBACH im Angebot: Zwei Wander-Jassreisen

Wander- und Jassbegeisterte kommen diesen Herbst bei Imbach voll auf ihre Kosten: Auf zwei Wander-Jassreisen erlebst du täglich Spiel, Spass, Wandern und Kulinarik in einem. Für genügend Unterhaltung und Gesprächsstoff ist gesorgt. 

Die zwei Angebote für Jassfreunde sind: 

  • Wander-Jassreise «Kemmeriboden-Bad», 4 Tage, leichte Wanderanforderungen 

Wanderungen durch das abwechslungsreiche und ruhige Gebiet im ursprünglichen Emmental, Jasspausen unterwegs in einem gemütlichen Bergrestaurant und Erholung abends im traditionsreichen Hotel, in dem die Gäste auch kulinarisch verwöhnt werden. 

  • Wander-Jassreise «Gardasee», 5 Tage, mittlere Wanderanforderungen 

Rebberge, Olivenbäume, charakteristische Dörfer und herrliche Ausblicke laden zu abwechslungsreichen Wanderungen um den Gardasee ein. Die Jassfreunde übernachten in einem Hotel mit fantastischem Blick über den grössten See Italiens. 

Geleitet werden die Reisen von erfahrenen IMBACH Reiseleitern. Als Abschluss wartet ein Jassturnier mit attraktiven Preisen. 

Weitere Informationen findest du unter www.imbach.ch/jassreisen.

Kontaktlinsen beim Wandern

Rund 72 % aller Schweizer sind auf eine Sehhilfe angewiesen. Das geht aus einer Publitest-Studie aus dem Jahr 2017 hervor. Die meisten Brillen- oder Kontaktlinsenträger verteilen sich dabei auf Menschen ab dem 44. Lebensjahr. Doch auch die junge Bevölkerung „zieht nach“, was auf die stetig steigenden Belastungen der Augen in Beruf und Freizeit zurückzuführen sein dürfte.

Ein positiver Trend ist, dass den Schweizern ihre Augengesundheit wichtig ist und die Zahl der Menschen, die einen Augentest bei einem Augenarzt machen lassen, ebenso gestiegen ist. Bei der Wahl der Sehhilfe liegt die Brille immer noch weit vor Kontaktlinsen, doch gerade für das wanderfreudige Volk hätten diese beim „Stürmen des Gipfels“ einige wesentlichen Vorteile zu bieten.

 

Gipfelstürmer: Vorteile von Kontaktlinsen

Der grösste Vorteil beim Bergsteigen mit Kontaktlinsen: Freiheitsgefühl und klares, scharfes Sehen lassen sich problemlos kombinieren, was beim Wandern natürlich sehr wichtig ist. Wo eine Brille schon einmal rutschen oder runterfallen kann, haben Kontaktlinsen einen festen Sitz im Auge und der Träger kann sich ganz auf den Wanderweg konzentrieren. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen können Brillen beschlagen und nass werden, ja sogar einfrieren, was bei Kontaktlinsen ebenso wegfällt. Der Markt an Kontaktlinsen ist mittlerweile sehr vielfältig und wie die Auswahl passenden Schuhwerkes, so sollte auch die Wahl der Kontaktlinsen für eine Wandertour gut durchdacht sein.

 

Die richtigen Wander-Kontaktlinsen

Die Wahl der richtigen Kontaktlinsen beim Wandern hängt von verschiedenen Faktoren wie der Länge der Wanderung, den Gegebenheiten der Strecke, der Witterung, der Berghöhe und dem individuellen Anspruch ab. Generell hat man dabei die Möglichkeit, auf Tages-, Wochen- oder Monatslinsen zurückzugreifen, aber auch sogenannte Day & Night Linsen können sinnvoll beim Wandern sein.

 

Tageslinsen für die Wanderung

Tageslinsen eignen sich beim Wandern vor allem deshalb, weil man sie am Tag trägt und am Abend entsorgen kann. Ideal, wenn es doch mal sandig und staubig wird. So stehen einem jeden Tag frische und hygienische Linsen zur Verfügung und das Mittragen von Reinigungsflüssigkeiten und Behälter fällt weg. Vor allem dann, wenn man vorher nicht weiss, ob die Möglichkeiten einer hygienischen Reinigung gegeben sind, wie bei mehrtägigen Wanderungen, sind Tageslinsen die beste Wahl.

 

Monatslinsen im Gepäck

Gerade für längere Touren eignen sich Wochen- oder Monatslinsen. Diese sind für das Tragen über einen längeren Zeitraum ausgelegt, halten das Auge optimal feucht und lassen eine hohe Sauerstoffzufuhr zu. Die Linsen sollten jedoch abends immer rausgenommen, mit spezieller Flüssigkeit gereinigt und über Nacht in einem entsprechenden Behältnis gelagert werden.

 

Ideale Lösung von Tages- und Nachtlinsen bei grossen Bergtouren

Speziell bei längeren Wanderungen in grossen Höhen oder Bergtouren bei denen man zeltet, kann es vorkommen, dass man es nicht schafft die Linsen am Abend herauszunehmen und beim Gepäck auf jedes Kilogramm achten muss. Mit sogenannten Tages- und Nachtlinsen hat man dafür die perfekte Lösung. Die aus Silikon-Hydrogel bestehenden Linsen können problemlos bis zu 30 Tage am Stück getragen werden.

Eine wichtige Frage zum Schluss: Wie sieht es mit dem UV-Schutz aus? Grundsätzlich haben alle Linsen einen integrierten UV-Filter. Dieser ist jedoch für einen optimalen Schutz der Augen vor der Sonne nicht ausreichend und getönte Linsen bieten keinen zusätzlichen Schutz. Daher sollten Kontaktlinsen mit einer guten Sonnenbrille kombiniert werden.

 

Headerbild: DisobeyArt – shutterstock.com (zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH)

Guter Grip, hoher Schaft? Die richtigen Wanderschuhe für Sommer und Winter finden

In kaum einem anderen Land wandern die Menschen so gern wie in der Schweiz. Innerhalb von sechs Jahren – zwischen 2008 und 2014 – stieg der der Anteil der Wanderer um beinahe sieben Prozent an. Durchschnittlich 860 Franken investieren die Schweizer jährlich für ihren favorisierten Sport. Einen erheblichen Teil davon geben sie für die passenden Outdoor-Schuhe aus. Diese sind für Jung und Alt von weitreichender Bedeutung. Einerseits schützt das wetterfeste Schuhwerk zuverlässig vor Verletzungen, andererseits erhöht es den Tragekomfort. Doch nicht alle Wanderschuhe sollten in jeder Jahreszeit eingesetzt werden. Während rutschfeste Halbschuhe im Sommer ausreichen, benötigen Wanderer im kalten Winter robuste Bergschuhe für alpine Touren.

 

Wandern im Sommer: Die Beschaffenheit des Geländes bestimmt den Outdoorschuh

Auf die landschaftliche Vielfalt und dem verbundenen Erleben der Natur legen die Schweizer einer Studie zufolge grossen Wert. Abwechslungsreiche und gut erhaltene Wanderwege mit Naturbelag ziehen die Wanderer beschädigten Wegen ohne Markierungen vor. Ohne das geeignete Schuhwerk kommen die Wanderer selbst bei einer kurzweiligen Tour nicht weit. Denn die gesamte Reise steht und fällt mit den richtigen, jahreszeitüblichen Wanderschuhen. Wer mit einem gescheiten Paar Wanderschuhe seine Schritte zurücklegt, läuft effektiver und unterbindet Verletzungen im Fuss- oder Knöchelbereich.  

Unabhängig von der Jahreszeit besteht der erste Schritt vor dem Loslaufen in der groben Einteilung der Wanderschuhe. Outdoor-Schuhe, die zum Bergsteigen taugen, sind nicht automatisch die beste Wahl für ebene und überschaubare Waldwanderwege. Eine sinnvolle Kategorisierung macht es erheblich leichter, das passende Schuhwerk zu finden.

  • Halbschuhe und leichte Wanderschuhe: Diese Schuhe haben eine butterweiche Flex-Sohle und einen niedrigen Schaft, sind besonders bequem und komfortabel und gut gedämmt. Daher eignen sie sich zum Einsatz in Wald und auf Wiesen, bei Spazierwegen oder bei Wanderwegen mit geringen Steigunen.
  • Allwetter-Wanderschuhe: Das Schuhwerk weist eine stabile und dicke Sohle auf und zeichnet sich durch guten Grip aus. Dadurch ist es besonders fest, stabil, komfortabel und regentauglich, hat jedoch kein wärmendes Innenleben. Solche Schuhe eignen sich besonders für Tagestouren mit mittelschweren Gepäckstücken bis zu 35 Litern und für befestigte Wanderwege mit leichtem Anstieg oder aber matschige Wege oder Flachland und Voralpen.
  • Klassische Trekkingstiefel: Mit ihrem hohen Schaft und der steifen Sohle für optimalen Halt sind diese Stiefel verwindungssteif, gedämmt, regentauglich, aber nicht allzu wärmend. Zum Einsatz kommen sie am besten auf steinigen Wegen und unwegsamem Gelände im Mittelgebirge. Aber auch bei mehrtägigen Sommertouren mit viel Gepäck (40-70 Liter Fassungsvermögen) passen sie hervorragend.

 

Kletterfreudige Wanderinnen benötigen spezielle halbhohe Zustiegsschuhe

Unter die Kategorie der Halbschuhe fallen ebenfalls die sogenannten Zustiegsschuhe. Sie sind optisch nicht so ansprechend wie die Multisport-Wanderschuhe mit ihrem alltagstauglichen Design. Ihre robuste und steife Laufsohle macht sie vor allem für Kletterer zu einem empfehlenswerten Schuhwerk. Durch die leichte Kante am vorderen Innenfuss rutschen die Kletterer an den Felsvorsprüngen der Schluchten nicht ab. Je glatter die Gummisohle ist, desto besser haften die Schuhe auf dem Untergrund. Das Obermaterial richtet sich hingegen nach dem Einsatzzweck der Schuhe.

Wer an einem Sommertag eine Tour durch die Areuse-Schlucht zurücklegt, kommt im bewaldeten Gebiet mit leichten Leder-Schuhen aus. Ein felsiger, nasser Untergrund beim Klettern erfordert wiederum ein wasserfestes Modell aus schnell trocknendem Meshgewebe. Bei einer Klettertour mit kombinierter Flusswanderung ist darüber hinaus eine rutschfeste und stark profilierte Sohle unerlässlich.


Spezielle Trekking-und Expeditionsschuhe sind vor der ersten Wanderung einzulaufen. Bei den ersten Gehversuchen im Trockenen stimmen sich Füsse, Socken und Schuhe aufeinander ab.

 

Schwere Trekking- und Bergstiefel mit Daunenfutter für winterfeste Wanderungen

Auf den hohen Schweizer Bergen in den Alpen fallen jährlich bis zu 25 Meter Schnee. Auch die Gipfel der Alpenränder werden jährlich von dutzenden Metern Schnee bedeckt. Somit benötigen selbst die Aktiven, die gelegentlich einen Wanderausflug als Freizeitaktivität unternehmen, anspruchsvolle Trekking- oder Bergwanderstiefel.

Das wichtigste Kriterium, das die Winterwanderstiefel eindeutig von den Sommerschuhen abgrenzt, ist die Isolierung. Gleich, ob es sich um einen Bergwanderstiefel oder Trekkingschuh handelt: Das Material muss die Füsse zwingend von der Bodenkälte abschotten. Leichte Leder- und Synthetikstoffe reichen bei glatten und vereisten Wegen nicht aus. Naturstoffe aus Daunen, Schafs- oder Lammwolle erweisen sich als die wärmsten Begleiter auf dem Fuss. Sie halten die Isolierleistung selbst im nassen Zustand aufrecht, sodass der feuchte Schnee nicht in die Fasern eindringt. Kunstfaser und Fleece erreichen keine so optimale Isolierleistung wie Woll- und Daunenschuhe.

 

Schuhe mit harter Sohle sind bei alpinen Bergtouren erforderlich

Ein besonderes Augenmerk gilt es auf die Sohlensteifheit zu richten. Winterschuhe mit weichen Sohlen biegen auf, wodurch Nässe, Schnee oder Steine ins Schuhinnere gelangen. Eine steife Sohle aber durchbricht die Schneeschicht und findet auf den vereisten Hangpassagen Halt. Je steifer die Sohle insgesamt beschaffen ist, desto besser eignen sich die Stiefel für alpine Schneewanderungen. Besonders bei langen Bergtouren durch den Schnee in 3000 bis 4000 Metern Höhe ist ein ausgezeichneter Fersensitz vonnöten. Die Zehen sollten maximal einen Zentimeter oder eine Fingerbreite nach vorn Platz haben.

Ein zu grosser Trekkingschuh ist auf einer heraufordernden Gipfeltour auf dem Monte-Moro-Pass oder auf das Matterhorn bei Zermatt eher hinderlich. Das bei jedem Schritt entstehende Reiben lässt schmerzhafte Blasen an den Füssen entstehen. Ratsam ist also, sich bei der Wahl der alpinen Winterwanderschuhe besonders viel Zeit zu nehmen. Da sich das Fussvolumen im Laufe des Tages verändert, sollten die aktiven Wanderer das Schuhwerk am Nachmittag anprobieren. Eine Ausnahme sind die Winterwanderschuhe aus Leder. Da sich das Material mit zunehmender Beanspruchung erwärmt und ausdehnt, lässt sich ein solcher Schuh morgens besser einlaufen.

Wer die Füsse vor der Wanderung sorgfältig mit Hirschtalg-Salbe eincremt, beugt Blasen vor.


Wer die Füsse vor der Wanderung sorgfältig mit Hirschtalg-Salbe eincremt, beugt Blasen vor.

 

Schafthöhe – weniger ist bei schweren Expeditionsschuhen manchmal mehr

Grundsätzlich sollten die steigeisentauglichen, engen Expeditionsschuhe für Wandertouren im Schnee mindestens knöchelhoch sein. Wie hoch der Schaft schlussendlich ausfällt, richtet sich erheblich nach der Gepäckmenge. Es gibt unterschiedliche Empfehlungen zur idealen Schafthöhe im Winter. Bei Winterwander- und Trekkingschuhen, die höher als zum Knöchel reichen, wird die Muskulatur in den Füssen beim Laufen nicht trainiert. Dieser Umstand könnte Verletzungen begünstigen, da die Muskeln nicht ausreichend beansprucht werden. Andererseits schützt ein hoher Expeditionsschuh mit tiefem Profil den Knöchel vor dem Umknicken im Schnee. Als Faustregel gilt: Wer weit mehr als 30 Liter Gepäck im Schnee transportiert, sollte zu einem stabilen Schuh mit hohem Schaft greifen.

 

Sommer- und winterfeste Wanderschuhe richtig pflegen: So funktioniert es

  • Zwischensohlen aus Kunststoff benötigen sehr viel Pflege. Um das Material langfristig zu erhalten und zu schützen, sollten die Schuhe in einem gut belüfteten, kühlen und trockenen Raum stehen.
  • Fliessendes Wasser löst hartnäckigen Schmutz
  • Seife und die Reinigung in der Waschmaschine schädigen das Obermaterial.
  • Nach der Wanderung sollten die Schuhe abends ausstopfen und trocknen, um Unterkühlungen vorzubeugen.

 

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Das idyllische Val Müstair ist eine Welt für sich. Sattgrüne Wiesen und malerische Dörfer kontrastieren mit der wilden Natur des nahen Nationalparks. Zudem bildet das Val Müstair gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalpark und Teilen der Gemeinde Scuol das erste hochalpine UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz.

 


Lai da Rims (Foto: Ivan Tschenett)

 

Von Natur aus anders!

Im sonnigen Hochtal Val Müstair produzieren 80 Prozent der lokalen Landwirte rein biologisch. Das facettenreiche Handwerk des Tales arbeitet traditions- und qualitätsbewusst und die Region bietet eine einmalige Kultur- und Naturlandschaft. Besondere Juwelen zeichnen das Val Müstair aus, darunter das UNESCO Welterbe Kloster St. Johann, die Handweberei Manufactura Tessanda, die vielen Museen, sowie die typischen Bündner Dörfer – umrahmt von einer spektakulären Gebirgslandschaft. 


Tessanda (Foto: Janosch Hugi)

 

Allegra im Naturpark!

Das Val Müstair ist eine aussergewöhnliche Region mit wunderschönen Landschaften und lebendigen Traditionen. Deshalb wurde es vom Bundesamt für Umwelt mit dem Label «Naturpark von nationaler Bedeutung» ausgezeichnet. Der Naturpark Biosfera Val Müstair setzt sich zusammen mit der Bevölkerung für die Erhaltung und Aufwertung der vorhandenen Natur- und Kulturwerte ein und strebt eine nachhaltige regionale Entwicklung an.


Val Müstair (Foto: Andrea Badrutt)

 

Herrliche Wanderlandschaft

Auf 250 Wanderweg-Kilometer können Sie die vielfältige und intakte Landschaft im Tal entdecken – von hochalpinen Matten über sattgrüne Alpwiesen, durch duftende Lärchenwälder und entlang tosender Bergbäche – immer umgeben von einer imposanten Bergkulisse.

Einen tollen Einstieg ins Wanderland Val Müstair bietet die Themenwanderung A la riva dal Rom – an den Ufern des Rom. Ausgangsort ist das Quellgebiet oberhalb von Tschierv. Von hier schlängelt sich der Pfad 14 Kilometer weit dem natürlichen Lauf des Rom entlang durch das ganze Tal bis nach Müstair. Faszinierende Landschaften mit geheimnisvollen Auen, prächtigen Mooren und blühenden Wiesen bereichern die Wanderung.


Tschierv (Foto: Daniel Fleuti)

 

Einzigartige Kultur und Sprache

Eingebettet in die wunderschöne Landschaft liegen die sechs sgraffitoverzierten Dörfer Tschierv, Fuldera, Lü, Valchava, Santa Maria und Müstair, die gemeinsam die Gemeinde Val Müstair bilden. Diese Gemeinde ist Heimat für rund 1’500 Einwohnerinnen und Einwohner, die «jauers», welche sich durch ihre bescheidene, offene und herzliche Art und auch durch ihre Sprache auszeichnen. Denn nur im Val Müstair wird der rätoromanischen Taldialekt «jauer» gesprochen.

Einzigartig sind auch die Sitten und Bräuche im Val Müstair, die durch die einheimische Bevölkerung gehegt und gepflegt werden. So zum Beispiel der Chalandamarz am 1. März, an dem die Kinder des Tals mit Glockengeläut, Peitschenknallen und Gesang den Frühling ankündigen. Oder das traditionelle Erntedankfest (Festa da la racolta) am ersten Sonntag im Oktober.

 

Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt

Vom Talgrund des Rombachs bis hinauf zu den höchsten Gipfeln bieten vielseitige Lebensräume hervorragende Bedingungen für eine grosse Zahl an Tieren und Pflanzen. So beherbergt das Val Müstair einige aussergewöhnliche Orchideen. Auch der Felsenfalter, der in der Schweiz als so gut wie ausgestorben gilt, ist hier noch zu finden.

Dank der traditionell bewirtschafteten Landschaft fühlen sich im Val Müstair auch selten gewordene Vogelarten wie Braunkehlchen und Neuntöter wohl. In den Wäldern ist das Auerhuhn verbreitet und am Himmel sind öfter Steinadler und Bartgeier zu sehen. Mit einem guten Auge können auch Wildtiere wie Reh, Rothirsch, Gemse und Steinbock beobachtet werden. Selten streift auch ein Bär auf leisen Sohlen durchs Val Müstair.


Bartgeier (Foto: Ivan Tschenett)


Orchideen (Foto: Daniel Fleuti)

 

Mehr erleben in der Biosfera Val Müstair

Um den Gästen im Val Müstair Themen und Projekte aus dem Parkgebiet näher zu bringen, wurden spezielle Naturpark Angebote entwickelt. Diese werden von gut ausgebildeten Guides geleitet, die nebst den Exkursionsinhalten auch viel Hintergrundwissen vermitteln. Gehen Sie also mit einem Jäger mit auf die Pirsch, lernen Sie, mit welchen Tricks Alpenpflanzen auf 3000m ü.M. überleben oder wie aus einem winzigen Baumsamen ein schönes Möbelstück wird…

Auf eigene Faust können Sie zudem die Schnitzeljagd Chatscha jaura erleben, die zeigt wie Nachhaltigkeit im Tal gelebt wird. Oder Sie geniessen entspannt die literarische Wanderung Promenada William Wolfensberger mit Gedichten und Geschichten über das Val Müstair von William Wolfensberger.


Ausblick (Foto: Daniel Fleuti)


Steinbock (Foto: Ivan Tschenett)

 

Regionaler und nachhaltiger Genuss

80 Prozent der Bäuerinnen und Bauern im Val Müstair bewirtschaften ihre Betriebe nach den Richtlinien des biologischen Landbaus. So gibt es feine Biofleisch-Spezialitäten sowie hochwertige und geschmackvolle Bio-Käsesorten, die in der taleigenen Chascharia hergestellt werden.


Käse aus der «Chascharia Val Müstair» (Foto: Daniel Fleuti)

Das spezielle südliche Klima im Val Müstair ermöglicht auch den Ackerbau bis in Höhen von 1’900 m über Meer. Dieser Vorteil ist während Jahrhunderten von den Münstertaler Bauern genutzt worden. Noch heute zeugen Ackerterrassen sowie die Muglin Mall (mit dem ältesten funktionstüchtigen Mühlwerk der Schweiz) vom Getreideanbau. Das Berggetreide wird auch heute noch für viele kulinarische Spezialitäten verwendet, z.B. Berghafer in den knusprigen Schaibiettas da Terza, Bergweizen in der schweizbesten Tuorta da Nusch oder Bergroggen im Slowfood-Roggenbrot. Sogar in flüssiger Form findet sich Weizen aus dem Val Müstair im Bio-Weizenbier der Tschliner-Kleinbrauerei.

Produkte aus dem Val Müstair, die mindestens 80% regionale Zutaten enthalten, sind mit dem Produktelabel das Naturparks gekennzeichnet. Es garantiert die Werte Nachhaltigkeit und lokale Herkunft.

Tipp: Viele dieser feinen Spezialitäten gibt es ab 1. Juli auf dem neuen FoodTrail zu entdecken! Sie rätseln sich anhand von Hinweisen von Genuss-Stopp zu Genuss-Stopp und werden jeweils mit einer regionalen Spezialität belohnt.


Tuorta da Nusch – Nusstorte (Foto: Janosch Hugi)


Muglin Mall (Foto: Anita Brechbühl)

 

Bainvgnü!

Die wunderschöne Landschaft des Tals vor der eindrücklichen Bergkulisse ist der Stolz der «jauers». Das heutige ausgewogene Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie soll auch langfristig die Lebensgrundlage für die einheimische Bevölkerung garantieren. Der Naturpark bewahrt die kostbaren Natur- und Kulturgüter und bietet den Besuchern echte Naturerlebnisse, faszinierende Geschichten und den Genuss regionaler Spezialitäten. Aber das erleben Sie am besten gleich selbst… Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Piz Daint (Foto: Roland Gerth)


Herbst im Val Müstair (Foto: Ivan Tschenett)

 

Biosfera Val Müstair
Center da Biosfera
7532 Tschierv
  +41 81 850 09 09
  www.biosfera.ch
  

 

 

Headerbild Alp Prasüra: Ivan Tschenett

Ein Ort zur Entspannung und zum Kräfte sammeln. Mitten in den Alpen, idyllisch und auch etwas einsam, liegt der historische Hof Zuort auf einer sanft ansteigenden Waldlichtung am Ursprung des Val Sinestra. Eine Zeitinsel für naturverbundene Menschen!

Wanderbeschrieb

Ursprünglich hiess Zuort «Suord», was vom lateinischen «surdus» kommt und «taub» heisst. Tatsächlich sind es die Ruhe und Stille an diesem wunderbaren Ort, der naturverbundene Menschen anzieht. Ein einfaches Leben auf hohem Niveau, mit herzlicher Gastfreundschaft, gepflegter, historisch bedeutender Unterkunft und einer sich selbst versorgenden Landwirtschaft, die es seit Urzeiten schon gibt. Dies zeichnet diesen Ort mitsamt seiner Geschichte aus.

 

Val Sinestra: Das unberührte Tal

Der Weiler Hof Zuort liegt am Ursprung des Val Sinestra. Sinister («links») ist aus dem Lateinischen und bezeichnet, von Sent aus gesehen, die linke Talseite des Unterengadins. Einst pilgerte man ins Val Sinestra zu den Heilquellen mit «aua forta», dem starken Wasser, welche auf dem Gemeindegebiet von Sent entspringen. Heute sind es herrliche Wanderungen und die Natur, die anziehend wirken. Von der Terrasse des Hof Zuort aus schweift der Fernblick durch das unberührte Tal bis zum Berghorizont des Unterengadins. Nachts buhlt kein künstliches Licht mit der Sicht auf den weiten Sternenhimmel. In den besinnlichen Morgenstunden und bei Sonnenuntergang hört man dem Rauschen des Wildbaches oder dem Grasen der Haflinger zu und geniesst auf 1711 Metern über Meer die Stille. Der Hof Zuort (+41 81 866 31 53) ist eine Zeitinsel der Natur und Kultur, ein Kraftort; idealer Ort auch für ein «Digital Detox».

Dank Leidenschaft und Verwurzelung mit der Landschaft gelingt es den beiden Pächtern Doreen und Meinrad, aus dem «Nichts» einen wunderbaren, erholsamen und genussreichen Aufenthalt zu zaubern. 365 Tage geöffnet; während der Nebensaison noch schöner – ein Geheimtipp!

 

Eiszeitliche Erdpyramiden

Nahe dem Weiler gelegen gibt es Zeugen der letzten Eiszeit. Es sind Erdpyramiden. Die noch heute erodierenden Moränenschuttkegel mit ihren Felsbrocken und tonnenschweren Kappen sind imposant. Der lokale Name für diese Türme ist denn auch «ils Cluchers» (phon.: klutscheers): die Kirchtürme. Während der letzten Eiszeit vereinigten sich die beiden Gletscherzungen Val Laver und Val Chöglias knapp unterhalb von Zuort. Nach dem Abschmelzen entstanden hohe, spitze Schuttkegel von bis zu 15 Metern Höhe. Es sind Zeugen eines mehrere tausend Jahre andauernden Erosionsvorganges. Noch immer bewegt sich dieses Gestein. Bereits in hundert Jahren werden die Moränenanteile wieder ganz anders aussehen.

 

Ein alpines Schweizer Zollamt auf dem uralten Handelsweg

Was heute die duftenden Blumen-, Kräuterwiesen und saftigen Weiden als lebendiges Kulturdenkmal historischer Berglandschaft darstellen, waren einst wichtige Geländekammern für Jäger, Sammler und Hirten der Neusteinzeit. Sie rodeten die Lichtungen (Charetsch) um Zuort und nutzten auch die hohen Sommerweiden am Fimberpass. Zuort war Hospiz und ein alpines Schweizer Zollamt auf dem uralten Handelsweg zwischen der Schweiz und Österreich (Paznaun), noch bis ins zwanzigste Jahrhundert.

 

 

Die Anfänge

Einst verliebte sich – wie kann es anders sein – ein Musiker in diese Stille und erwarb diesen Flecken mit dem Anwesen. Es war Willem Mengelberg (1871-1951), holländischer Komponist und Dirigent, Generalmusikdirektor in Luzern und jener, der das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester zu einem der virtuosesten, weltberühmten Orchestern führte. Er war eine der populärsten Figuren der Niederlande nebst der damaligen Königin. Auf Zuort baute er seine Sommer-Residenz und verbrachte hier seine Ferien. Er lud die High Society aber auch die Einheimischen gerne zu sich ein. So beherbergte er auch Richard Strauss, der ihm die Tondichtung «Ein Heldenleben» widmete. Noch einige Jahre nach der Gründung seiner eigenen Stiftung und seinem Tod 1951 blieb dieser Ort ein wichtiger Treffpunkt für musizierende Holländer und eine Art Künstlerkolonie. Auch heute noch trägt die Musik einen wichtigen Anteil bei.

 

Heute – schönes Beispiel der Hege von öffentlichem Eigentum

Die frühesten Dokumente zum Hof Zuort stammen aus dem Jahr 1482. Eine Urkunde über diesen als Lehenshof im Eigentum der Gemeinde Sent zeugt davon. Darin wurde der Verkauf des Pachtrechtes an religiöse Organisationen, an Adlige, grosse Herren und Potentaten ausdrücklich verboten. Mengelberg erwarb die Besitzrechte am Dorf und kaufte 1920 von der Bauernfamilie Frigg den Hof mit Landwirtschaft dazu. Das aus der Belle-Epoque stammende Chalet, von Mengelberg selbst entworfen, von der einheimischen Familie Lanfranchi erbaut und von Schweizer Schnitzern reich verziert, wurde in seiner ersten Version 1911 fertig gestellt.

Die prächtigen Holzdecken, das edle Täfer und stilvolle Möbel sind als Originale erhalten. Die kunstvollen Holzverzierungen in der Stube, dem Herzen des Anwesens, sind dem Pächter Clot Corradin, einem Bauern und Schnitzer der Region, zu verdanken. Die sechs nostalgischen Zimmer im Haupthaus und die Suiten mitsamt Bibliothek im Chalet «Casa Mengelberg» sind auch heute stilecht eingerichtet. Auch liess Mengelberg eine eindrückliche Wald-Kapelle im Stil einer norwegischen Stabkirche (bis 1928) zimmern; als Denkmal zur Erinnerung an die Bewahrung der Schweiz und der Niederlande im Ersten Weltkrieg. Ein sogenanntes Carillon mit 15 Glocken, welche über die Klaviatur bedient werden, funktioniert noch heute. Gasthof, Stall, Personalhaus, Chalet und Kapelle bilden ein historisches Ensemble und sind in Gestalt und Funktion erhalten.

 

 

Swiss Historic Hotels

Eine neue Phase mit Besitzerwechsel begann ab 2010. Der Eigentümer Dr. med. Peter Robert Berry IV bezeichnet sich selbst als «Schwungrad und Brücke für Zuort ad Interim». Sein erklärtes Ziel: der historische Lehenshof soll wieder in ein «Sinnvoll verwaltetes kollektives Eigentum» übergehen. Dies war auch der ursprüngliche Wille des Gemeinwesens und wurde im Lehensvertrag 1482 geregelt. So steht denn auch auf der Homepage: «Zuort soll einem breiten Publikum dauerhaft zugänglich bleiben. Diese Maxime fordert einen «Kol­lektiven Selbsterhaltungstrieb» mit seinen drei Komponenten: 1. ideelles Gedankengut, 2. kollektives Eigentum, 3. wirtschaftliche Eigenleistung.» Der gemeinnützige Verein «Cumpagnia Zuort» und die Stiftung «Fundaziun Zuort» sind im Aufbau. Eine betriebliche Selbsterwirtschaf­tung ist auf versprechendem Weg. Hof Zuort gehört seit Herbst 2012 zur Gruppe der «Swiss Historic Hotels».

Einfach, authentisch, zeitlos. Ein perfekter Ort für Naturliebhaber, Geniesser, Ruhesuchende. Im Hof Zuort gönnt man sich eine wahre Auszeit. Davon zeugt auch das Motto: «Besuchen Sie uns, wir haben nichts, auch nicht digital.» Die Pächterin Doreen, eine Seele rund um den Hof und der Hotellerie sowie Pächter Meinrad, als Kochkünstler und erfahrener Allrounder am Hof, erfreuen den Gast wie aus dem «Nichts» mit köstlicher Verpflegung – einiges aus eigener Produktion -, mit einem bequemen Bett für einen besonders ruhigen Schlaf und mit ihrer natürlichen, herzlichen Aufmerksamkeit. Seit Jahren sind die beiden Pächter tief verbunden mit dem Hof Zuort und der einmaligen Landschaft. Dank ihrer Leidenschaft und der Hilfe von weiteren Mitwirkenden gelingt es, aus dem  «Nichts» einen wunderbaren, erholsamen und genussreichen Aufenthalt zu zaubern – besonderes während der Nebensaison – ein Geheimtipp! 

 

Hof Zuort
7556 Ramosch GR
  +41 81 866 31 53
  www.zuort.ch
  

 

Wandervorschläge
  Val Sinestra: Sent – Hotel Val Sinestra – Zuort – Griosch – Vnà
  Winterwanderung Val Sinestra, Vnà – Hof Zuort – Vnà

 

 

Bilder: Hof Zuort

Ein Haus wie ein «bewohnter Felsen», eine Seele des Engadins erwarten den Gast in Maloja.

Da, wo der Piz Lunghin Schauplatz und Inspiration einer besonderen und sehr geglückten neuen Architektur ist, steht ein wahrlich ausgezeichnetes Haus, welches wunderbar in die Landschaft von Maloja eingefügt ist: Das Hotel – Restaurant Longhin in Maloja.

 

Holz und Stein sind die typischen Baumaterialien des Bergells, das hier für das neue Hotel – Restaurant Longhin (+41 81 824 31 31) verwendet wurden. Es scheint, als läge ein grosser Findling im Tal. Die rauhe, unregelmässige und steinige Waschbetonfassade und die polygonale Form lassen das Gebäude wie einen bewohnten «Felsen» erscheinen.

 

Lärchenholz nicht nur für die Türen und Fenster, sondern auch für die Verkleidungen der Innenräume, Loggien und Dachterrassen bringen eine warme Behaglichkeit und wirken beruhigend. Das Haus mit seinem Architekten Kurt Lazzarini verdient die begehrte, internationale Auszeichnung «best architects», welche die aussergewöhnliche Architektur honoriert und indirekt auch die Risikobereitschaft und den grossen Einsatz aller Beteiligten würdigt.

 

Eine Seele des Engadins

«Wir haben mit viel Herzblut geplant, gefeilt und organisiert», sagt das erfahrene Gastronomie und Hotelier-Paar Dominik Leinenbach und seine Partnerin Kathi Reschke, die sich ihr Handwerkszeug in einigen unterschiedlichen, von 0 bis 5 Sterne-Häusern erarbeitet haben.

Man spürt die Leidenschaft, welche auch alle Teammitglieder einbringen. Die Verbundenheit des Teams, welches bewusst keinen Hierarchien verpflichtet ist, sondern einen gemeinsamen Traum lebt, ist durch alle «Gänge» von der Küche über die Zimmer bis zur Dachterrasse erkennbar. Dies ist um so wichtiger, wenn keine «externen Geldgeber» gar Lücken füllen müssten. Denn das Unternehmen versucht alles selbst, unabhängig und in Eigenregie, familiär und im Team zu bewerkstelligen. So werden die Teammitglieder gemeinsam gefordert, die Verantwortung mitzutragen und sich einzubringen.

Ein neues Haus mit jungen Mitarbeitern voller Tatkraft und kreativer Ideen. So wirkt das «Du» im Hause verbindend – auch mit dem Gast. Es ist eine herzliche, unkomplizierte und familiäre Gastfreundschaft, die das Haus ausstrahlen. Das Haus – der «Fels» mitsamt seinen «Bewohnern» – spiegelt die Seele des Engadins.

 

Schlichte, stilvolle Eleganz ohne Schnick-Schnack

Nach einer ausgiebigen Wanderung ist es immer eine besonders schöne Erholungsphase in einem Wohlfühlzimmer. Die Zimmer haben ein Design ohne viel Schnick-Schnack und Schnörkel. Dank der gewählten Materialien erscheinen die individuell geschnittenen Zimmer mit einer schlichten, modernen und stilvollen Eleganz. Sie wirken frisch, warm, behaglich und sind funktional und praktisch eingerichtet. Alpines Ambiente mit Bergpanorama-Aussicht, wo sich Tradition und Moderne ideal vereinen. Die Appartements bieten eine moderne Einrichtung und verfügen alle über eine Loggia.

Noch mehr Gutes tun kann man sich zur Entspannung in der Sauna oder im Dampfbad des Wellnessbereiches des Hotels. Und natürlich kulinarisch!

 

Gelobte Küche

Das Restaurant des Longhin serviert saisonale Schweizer Küche nach hauseigenen Rezepten, einschliesslich Kastanien-Spezialitäten aus dem eigenen Kastanienwald. Auch Pizza und vegetarische Gerichte sind verfügbar. Man isst und staunt ob der Bergwelt, die man im Blick hat und der wirklich guten, abwechslungsreichen und von den Gästen gelobten Küche. Ein edler Tropfen aus dem Keller rundet diese Genusswelt ab.

 

Perfekte Lage für tolle Wanderungen

Durch die Lage in Maloja, ein familiäres Passdorf an der Grenze zum urtümlichen Bergell, bietet sich dieses besondere Haus bestens für einen erholsamen, genussreichen Aufenthalt mit sportlichen Aktivitäten an. Es ist ideal gelegen für alle Arten von Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten im Sommer und Winter. Auf der einen Seite führt der Malojapass zwischen majestätischen Granitfelsen steil hinunter ins Bergell, auf der anderen blickt man ins Engadin mit seinen Lärchenwäldern und Seen. Der Piz Lunghin ist der Hausberg. Es lohnt sich, eine Wanderung über den Pass Lunghin zu unternehmen. Eine dreiteilige, europäische Wasserscheide tut sich dem Wanderer oben auf: der Inn, der durch das Engadin und später mit der Donau ins Schwarze Meer fliesst, die Julia, die mit dem Rhein in die Nordsee mündet und die unbekanntere Maira, welche mit dem Po ins Adriatische Meer fliesst.

Aber auch einfachere Wanderungen lassen einen erholen, wie der Sentiero Segantini. Er lädt ein, das Leben der berühmten Persönlichkeit Giovanni Segantini in Maloja näher kennenzulernen. So wird Kunst, Kultur und Wandern vereint. Es warnten Panoramawege, Seenwanderungen, Weitwanderungen und Themenwege. Wer die Gegend fahrend entdecken will: Die Rhätische Bahn und das Postauto bringen einen in die schönsten Ausflugsgebiete der Region.

Für unkomplizierte aber gepflegte und genussreiche Momente ist das Hotel Longhin auf 1809 Metern über Meer in Maloja gelegen sehr zu empfehlen. Dank seiner Lage lassen sich unzählige Wandererlebnisse mit einem Aufenthalt im Hotel – Restaurant Longhin verschönern.

 

Hotel Longhin
Hauptstrasse 40a
7516 Maloja
  +41 81 824 31 31
  longhin.ch
  

 

Tipps für die nächste Wanderung: Gut ausgerüstet in der Natur unterwegs

Die Schweiz ist ein ideales Ziel für alle Wanderfreunde und bietet vom gemütlichen Wanderweg bis hin zum hochalpinen Kurs für jeden Wanderer das passende Terrain. Alpinsportler beispielsweise kommen im Hoch-Tessin mit seinem markanten Gotthardmassiv auf ihre Kosten.

Doch auch die 5-Seen-Runde in Zermatt, die Edelweissrunde oder die Rundtour Valle del Salto gehören zu den beliebtesten Wanderwegen in der Schweiz. Egal für welche Wanderung Du Dich entscheidest: Die beeindruckende Viertausenderkulisse hast Du beinahe überall vor Augen.

 

Der Schweizer Kanton Tessin: Verbinde Wandern und Camping

Camping im Tessin ist für Familien mit Kindern eine besonders beliebte Form von Ferien. Vielfach befinden sich die Campingplätze der Region nahe urtümlicher Bauernhöfe oder in der Nähe von zünftigen Alphütten. Eine Wanderung zu einer dieser Hütten samt Brotzeit solltest Du in Deinen Wanderferien in der Schweiz unbedingt einplanen. Zudem findest Du mit dem Lago Maggiore und dem Luganer See zwei der bekanntesten Gewässer des Landes. Der Lago Maggiore befindet sich sowohl auf italienischer als auch auf Schweizer Seite und bietet an seinen Ufern ebenfalls traumhafte Campingplätze.

Entspanntes Camping mit Alpenpanorama ist an diesem traumhaften See garantiert. Campingplätze sind die preisgünstige Alternative zum Hotel oder Ferienhaus, denn das Tessin ist nicht unbedingt als preiswerte Feriengegend bekannt. Eine der bekanntesten Wanderungen am Lago Maggiore führt auf den Monte San Salvatore und bietet traumhafte Aussichten. Während Deiner Ferien auf dem Camping am Lago Maggiore solltest Du unbedingt Bellinzona, der Hauptstadt des Kantons Tessin, einen Besuch abstatten, denn diese ist auch als Burgenstadt bekannt und bietet zahlreiche touristische Highlights. Dank ihrer Bauten wurde die Stadt sogar in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

 

Wandern im Tessin: Darauf solltest Du achten!

Egal für welchen Wanderweg im Tessin Du Dich entscheidest, solltet Du an eine gewisse Grundausrüstung denken. Wanderstöcke sind auf jeden Fall empfehlenswert und auch festes Schuhwerk ist ein absolutes Muss. Übrigens: Das Tessin gilt auch als „Schweizer Sonnenstube“ und kann jährlich mit mehr als 2.000 Sonnenstunden punkten. Planst Du Campingferien, etwa am Lago Maggiore, sind die Sommermonate prädestiniert. In den Monaten von Juni bis August sind Wassertemperaturen von etwa 24 Grad Celsius recht angenehm.

Wanderungen hingegen sind ebenso im Frühjahr und Herbst traumhaft schön. Am besten kleidest Du Dich nach dem sogenannten Zwiebelprinzip. Zieh Dich also ruhig ein wenig wärmer an; eine leichte Jacke solltest Du immer im Gepäck haben. Auch wenn das Tessin als eine der sonnenreichsten Regionen der Schweiz gilt, gehört auch eine Regenjacke immer in Dein Wandergepäck. Dass Du ausreichend Flüssigkeit dabei haben solltest, versteht sich natürlich von selbst. Trekkingtouren sind im Tessin ebenso möglich wie mehrtägige Touren, bei welchen Du in urchigen Berghütten nächtigen kannst. Mehr als 125 Pistenkilometer machen das Tessin zu einem Eldorado ebenso für Wintersportler.

 

Fazit

Das Tessin ist nicht umsonst eine der beliebtesten Ferienregionen der Schweiz. Der Grund: Die Region ist recht abwechslungsreich und bietet sowohl hochalpine Berge als auch entspannte Seen. Das Tessin ist daher sowohl in den Sommer- als auch in den Wintermonaten ein lohnenswertes Reiseziel.

Sicher unterwegs – Körperliche Voraussetzungen für das Wandern am Berg

Bergwandern ist ein hervorragendes Training für die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System. Die Bewegung über unterschiedliche Höhenniveaus spricht zahlreiche Muskelpartien an und beansprucht damit weite Teile des Körpers. Durch die Bewegung an der frischen Luft und in der Natur wird ausserdem das Herz-Kreislauf-System positiv angesprochen, Stress und Müdigkeit können effektiv bekämpft werden.

Je nach gewählter Wanderstrecke und den dabei zu überwindenden Höhenmetern kann der Körper aber durchaus stark beansprucht werden. Damit Wanderer vom Start bis zum Ziel sicher unterwegs sind, sollten gewisse körperliche Voraussetzungen vorhanden sein, um jeden Streckenabschnitt mit ausreichender Leistungsfähigkeit und ohne grösseres gesundheitliches Risiko meistern zu können. So machen sich Wanderer fit für den Berg.

 

Für wen ist Bergwandern als Sportart geeignet?

Grundsätzlich gilt Bergwandern als eine eher sanfte Sportart, die den Körper zwar ganzheitlich, dafür aber moderat und kaum einseitig belastet. Deshalb ist Bergwandern zunächst einmal für jeden geeignet. Damit die gesamte Strecke sicher gemeistert werden kann, sollten Wanderer allerdings über eine guten gesundheitlichen Allgemeinzustand verfügen.

Dabei kommt es weder auf das Alter noch auf die körperliche Statur an. Ältere Menschen können ebenso bedenkenlos wandern wie Menschen mit Übergewicht. Wichtig ist, dass Kraft und Ausdauer stimmen, denn so manche Wanderroute ist lang und der Weg endet nicht, wenn der Gipfel erreicht ist. Auch der Rückweg sollte sich in jedem Fall mit ausreichend Kraftreserven meistern lassen. Dafür ist es entscheidend, dass Wanderer lernen, ihre Leistungsfähigkeit und die Belastbarkeit ihres Körpers gut einzuschätzen und sich auch die Kraft so einzuteilen, dass sie für beide Strecken ausreicht. Erschöpfte Muskeln bergen ein hohes Sicherheitsrisiko und können gerade beim Bergwandern zu Unfällen und Verletzungen führen.

Ebenso wichtig wie die Ausdauer sind auch die uneingeschränkte Trittsicherheit und ein gutes Gleichgewicht. Beim Bergwandern müssen unter Umständen nicht nur einige Höhenmeter überwunden werden, auch unebener, lockerer oder rutschiger Untergrund, plötzlich steil abfallendes Gelände oder überhängende Felsen und Bäume können den Weg schwierig gestalten. Ein stabiler Gang ist wesentlich für sicheres Überwinden von unwegsamem Gelände. Nicht zuletzt sollten Bergwanderer absolut schwindelfrei sein, denn wer bei seiner Wanderung durch die Schönheit der Natur die Aussicht unbeschwert geniessen und sich auch in schwierigem Gelände sicher bewegen möchte, sollte sich auf seinen Kreislauf verlassen können.

 

Die Ausrüstung auf individuelle körperliche Bedürfnisse abstimmen

Beim sicheren Bergwandern kommt es neben der persönlichen Leistungsfähigkeit auch auf die passende Ausrüstung an. Im Bereich Sportmode gibt es eine grosse Auswahl an hochwertiger Funktionskleidung. Beim Bergwandern hat sich der Zwiebellook bewährt und bietet Anfängern und Fortgeschrittenen höchsten Komfort.

Bei der Auswahl der passenden Wanderbekleidung sollten persönliche Bedürfnisse und das individuelle Wohlbefinden an erster Stelle stehen. Von der Funktionsunterwäsche bis hin zur obersten Wetterschicht sollten die einzelnen Kleidungsstücke vor allem uneingeschränkte Bewegungsfreiheit bieten. Zu enganliegende Kleidung wird schnell unbequem und führt zu ungesunden und kräftezehrenden Bewegungsabläufen. Zu weit geschnittene Kleidung kann ebenfalls behindern und birgt ausserdem ein zusätzliches Sicherheitsrisiko durch Hängenbleiben. Aufgrund der oft sehr wechselhaften Witterungsverhältnisse beim Bergwandern sollte die entsprechende Outdoorbekleidung unbedingt atmungsaktiv und wind- und wasserdicht sein. Abnehmbare Kapuzen und praktische Klettverschlüsse machen den Zwiebellook besonders praktikabel und sorgen durch leichtes An- und Ausziehen unterwegs für maximalen Komfort.

Wer regelmässig bergwandern möchte, sollte auf eine optimal angepasst Ausrüstung setzen und sich im Fachgeschäft beraten lassen. Hochwertige Funktionskleidung für den Outdoorbereich gibt es auch in Übergrössen und für andere körperliche Anforderungen, die einen speziellen Schnitt erfordern. Durch die Beratung im Fachgeschäft lässt sich die notwendige Passgenauigkeit und damit höchste Funktionalität und Tragekomfort gewährleisten.

Vor allem bei den Schuhen sollten Wanderfans auf Nummer sicher gehen und verschiedene Marken und Modelle im Geschäft unbedingt zur Probe tragen. In vielen Fachgeschäften für den Outdoorbereich gibt es Trainingsbereiche, in denen das Tragegefühl auf unterschiedlichen Untergründen getestet werden kann. Auch Kammern, in denen Temperaturwechsel und andere Witterungsverhältnisse wie Wind und Regen getestet werden können, sind bei hochwertigen Ausstattern vorhanden. Diese Möglichkeiten sollten Wanderfans unbedingt in Anspruch nehmen, um die perfekte Ausrüstung für die eigenen Ansprüche zusammenstellen zu können. Neben der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit ist eine hochwertige und funktionale Ausrüstung der beste Garant für ein unbeschwertes Wandererlebnis.

 

Selbstüberschätzung führt häufig zu Unfällen

Unfälle kommen bei Sportarten in bergigen Regionen leider nicht selten vor. Wie das Internetportal sportaktiv.com berichtet, stehen in der Statistik der Bergsportunfälle die Wanderer an erster Stelle. Fast die Hälfte aller tödlichen Unfälle im Bereich Bergsport traf Wanderer.

Die Hauptursache für tödliche Bergsportunfälle war mit 44 Prozent ein Absturz. Die zweithäufigste Unfallursache ist Herz-Kreislauf-Versagen. Ungefähr 41 Prozent aller tödlichen Unfälle am Berg sind darauf zurückzuführen. Eine Überschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist der Grund dafür, warum so viele Menschen beim Bergwandern Unfälle erleiden, die häufig zu vermeiden gewesen wären. Vor allem Aspekte wie die zu überwindenden Höhenmeter sowie Luftdruck und Sauerstoffgehalt in grösserer Höhe werden Wanderprofis zufolge nicht selten unterschätzt und können vor allem Anfänger im Bereich Bergwandern schneller an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit bringen, als sie es erwartet hätten. In der sprichwörtlichen dünnen Luft am Berg wird der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt. Darunter können die Atmung und der Kreislauf stark leiden.

Aus diesem Grund empfehlen Wanderexperten ein regelmäßiges Ausdauertraining, das die Muskulatur langsam aber gezielt aufbaut und auch das Herz-Kreislauf-System nachhaltig stärkt. Das gilt insbesondere für Wanderfans, die vor allem in den Ferien die Gelegenheit haben, sich in den Berg zu wagen. Lange Pausen lassen die Muskulatur wieder erschlaffen, es kann sogar zu einem Muskelabbau kommen.

Wird das Bergwandern zusätzlich durch ein regelmäßiges Ausdauertraining unterstützt, bleibt die Leistungsfähigkeit auch zwischen den Touren erhalten und beim nächsten Wanderausflug kann aus dem vollständigen körperlichen Potenzial geschöpft werden.

Wer sich beim Bergwandern jederzeit sicher bewegen möchte, sollte folgende Grundregel berücksichtigen:

Das Bergwandern sollte nicht genutzt werden, um Fitness aufzubauen, sondern um die vorhandene Fitness zu geniessen.

Bergwanderer müssen keine Leistungssportler sein. Sie sollten sich allerdings vor der ersten Tour in einen stabilen und belastbaren Trainingszustand bringen und lernen, die eigene Leistungsfähigkeit zuverlässig einzuschätzen, um ihre Kräfte jederzeit optimal einteilen zu können.

 

Bildquelle:
– Abbildung 1: @ pcdoktor (CCO-Lizenz) / pixabay.com
– Abbildung 2: @ Bellalinda (CCO-Lizenz) / pixabay.com

 

Das Wandern ist (auch) des Müllers Lust: Richtig angezogen die Wanderwege entdecken: Das Wandern ist des Müllers Lust: Ihm tun es immer mehr Menschen nach und haben den Wandersport für sich entdeckt. Ob in den Ferien zur Entdeckung der Region oder daheim als Fitnesstraining – Wandern erfreut sich grösster Beliebtheit. Allerdings hängt der Spass am Wandern auch an der richtigen Kleidung.

 

Richtig gekleidet zum Wandern: Der Lagenlook feiert ein Comeback

Die meisten Kinder kennen das Zwiebelschalensystem und auch uns Erwachsenen ist es noch allzu bekannt. Wir ziehen dünne Kleidung unter dickere Sachen, den Abschluss bildet eine wetterfeste Jacke. So sind wir wie die Zwiebel gekleidet und können Schicht für Schicht ausziehen, wenn es zu warm werden sollte. Der Körper ist damit auf verschiedene Witterungen und Temperaturen eingestellt bzw. lässt sich die Körpertemperatur leicht regulieren. Auf der einen Seite wird damit dem Auskühlen durch Kälte oder zu starkes Schwitzen vorgebeugt, auf der anderen Seite dem Überhitzen des Körpers. Im Outdoorbereich ist allerdings nicht vom Zwiebellook die Rede, sondern von First, Second und Third Layern. Die erste Schicht kann auch als Base Layer bezeichnet werden, die obere Schicht ist die Top Layer Schicht. 
Wanderer tragen daher am besten ein dünnes Unterhemd aus einem atmungsaktiven Material direkt auf der Haut. Vor allem die Kombination von Schurwolle und Seide ist hier empfehlenswert. Seide bewirkt je nach Notwendigkeit einen kühlenden oder wärmenden Effekt und nimmt stark Feuchtigkeit auf. Die Schurwollfaser kann Feuchtigkeit im Inneren binden und nimmt bis zu 30 Prozent des Eigengewichts an Feuchtigkeit auf. Die Haut fühlt sich damit immer trocken an. 
Als zweite Schicht wird ein kurz- oder langärmeliges Shirt gewählt, das aus Baumwolle oder ebenfalls aus einer Kombination aus Schur- und Baumwolle bestehen kann. Darüber folgt die Fleecejacke oder der Fleecepullover, der wärmt und dennoch die Hautatmung nicht beeinträchtigt. Eine Softshelljacke schützt vor Regen und Wind, ist dennoch atmungsaktiv. 
Welche Schicht zum Einsatz kommt und wie viele Schichten überhaupt getragen werden, ist von der Witterung und vom individuellen Wärmebedürfnis abhängig.

 

 

Funktionale Top Layer: In Arbeitsjacken zum Wandern?

Passionierte Wanderer werden bestätigen können, dass es eine Jacke mit vielen Taschen braucht, wenn die grosse Tour gestartet wird. All die Kleinigkeiten wie Taschentücher und Kompass, Taschenmesser und Smartphone mit der Wegbeschreibung müssen doch Platz finden. Eine solche Jacke mit vielen Taschen findet sich bei herkömmlichen Outdoorjacken kaum, viel interessanter sind hier die als Arbeitsjacken ausgewiesenen Jacken und Westen der Firma engelbert strauss. Der Hersteller moderner und funktionaler Arbeitskleidung ist bekannt für seine Kleidung, die auch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Dabei sind die Jacken, Hosen, Schuhe, Westen und Shirts zwar als Berufskleidung gedacht, engelbert strauss hat diese aber so designt, dass sie auch in der Freizeit eine gute Figur machen. Die Softshelljacken mit unterschiedlich hoher Wassersäule halten Regen zuverlässig ab und schützen gleichzeitig vor dem scharfen Wind, der gerade in den Bergen und an Gewässern pfeift. Der Körper überhitzt darin aber nicht, weil die Atmungsaktivität der Jacken gegeben ist. Insofern kann die als Überschrift gestellte Frage durchaus mit einem „Ja“ beantwortet werden! Derartig funktionale Arbeitsjacken eignen sich auch zum Wandern, zumal sie viele sinnvolle Details aufweisen: Mehrere Taschen, verstellbare Ärmelbündchen, Kapuze, Innentaschen usw. lassen den Wanderer alle wichtigen Utensilien direkt dabei und sicher verstaut haben.

 

Gut zu Fuss: Schutzschuhe zum Wandern tragen

Sicherheitsschuhe sind eigentlich aus der Arbeitswelt bekannt. Sie sollen den Fuss vor Verletzungen durch Anstossen und herabfallende Gegenstände schützen. Der Verdacht liegt nahe, dass solche Schuhe doch auch zum Wandern geeignet sein müssten! Sind sie auch, wenn darauf geachtet wird, die richtigen Schuhmodelle und Sicherheitsklassen zu wählen. Die Sicherheitsschuhwelt kennt viele verschiedene Kategorien und beginnt beispielsweise mit der Klasse SB. Solche Schuhe eignen sich nur für drinnen oder für einen raschen Gang zum Briefkasten, keinesfalls zum Wandern! Hier braucht es keine luftigen Schuhe, sondern solche, die fest am Fuss sitzen und ihn schützen. Dabei sollen nicht nur die Zehen ausreichend geschützt werden, sondern auch der Knöchel, denn ein Umknicken kann die Wandertour sehr unschön enden lassen. Wer nun also Sicherheitsschuhe zum Wandern sucht, sollte mindestens auf die Sicherheitsklasse S2 zurückgreifen. Diese Schuhe sind rutschhemmend und im Fersenbereich geschlossen, die Sohle ist gegen verschiedene Flüssigkeiten beständig. Ausserdem halten die Schuhe bis zu 80 Minuten lang Wasser ab, ehe es langsam in das Innere des Schuhs vordringt. Ähnlich ausgestattet sind die Schuhe mit der Sicherheitsklasse S3, wobei diese den Vorteil mit sich bringen, dass sie knöchelhoch gestaltet sind. Mit einer Schnürung, die individuell festgezogen werden kann, lässt sich der Schuh daher direkt auf den Fuss anpassen und gibt ihm ausreichend Halt und Sicherheit. Vor allem auf sehr unebenen Wegen oder Schotterwegen sind Knöchelschuhe zum Wandern die beste Wahl. Übrigens: Schutzschuhe sind längst keine klobigen Modelle mehr, die den Fuss plump wirken lassen und ihn in seiner Bewegungsfreiheit einschränken. Sie sind bequem und komfortabel, je nach Modell sogar atmungsaktiv und sorgen damit für ein gesundes Fussklima auf allen Wegen.

 

 

 

 

 

 

 

Das aktuelle Klima setzt dem Bergwald zu. Hitzesommer sind für die Bergwälder ein Stressfaktor. Herbststürme wüten in den Beständen. Die Freiwilligen des Bergwaldprojektes helfen mit, den Bergwald auch in dieser Situation zu pflegen und zu stärken.

 

Bergwald Projekt

Der sonnige und heisse Sommer brachte für alle, die in und mit der Natur arbeiten, einige Sorgen. Insbesondere im Bergwald sind die Auswirkungen der langen Trockenheit, der Hitze und der darauf folgenden Herbststürme klar ersichtlich. Die Gesundheit der Wälder ist nicht selbstverständlich, Borkenkäfer und Wassermangel machen ihnen zu schaffen. Einige Flächen sind auch von Stürmen regelrecht kahlrasiert worden. Die Freiwilligen des Bergwaldprojektes arbeiten an Orten, an denen diese Auswirkungen spürbar und ersichtlich sind. Es ist spannend, diese weltweite Veränderung mit zu verfolgen, aber es bedeutet auch ein Umdenken und neue Ideen für den Bergwald zu prüfen.

 


Alp Ramsa Höjahus im Madris (Avers, Graubünden) wird von der ansässigen Bauernfamilie gepachtet und zusammen mit dem Bergwaldprojekt betrieben. Im Sommer weiden rund 120 Rinder und Kühe, 150 Mutterziegen und Gitzi von Juni bis September auf der Alp. Bild: Jaromir Kreiliger

 

2000 Freiwillige

Das Bergwaldprojekt geht jährlich mit rund 2000 Freiwilligen in die Bergwälder der Schweiz, 2019 arbeiten sie an über 30 verschiedenen Orten. Eine Woche lang bauen die Freiwilligen unter professioneller Anleitung Wege, räumen Sturmflächen, erstellen Zäune als Schutz für kleine Bäume, pflanzen einheimische Baumarten, halten Alpweiden und Waldwiesen frei, bauen Schutzbauten vor Schneedruck und lichten zu dichte Wälder aus. Sie übernachten in einfachen Unterkünften und werden aus der Bergwaldküche versorgt. Die Teams arbeiten Hand in Hand, die Arbeit schweisst die Freiwilligen zusammen. Das Ergebnis der Arbeit ist jeden Abend klar ersichtlich, eine Tatsache, die viele der Freiwilligen, die oft in Büros arbeiten, sehr schätzen. Ihre Arbeit wird unter den aktuellen Klimaverhältnissen immer wichtiger, und sie ist bis in die Zentren spürbar. Denn der Bergwald hält nicht nur Steinschlag und Lawinen auf, er schützt auch vor Hochwasser.

Interessierte können sich direkt über www.bergwaldprojekt.ch für eine Projektwoche anmelden.

 


Entlebuch – Im 19. Jahundert wurde der Wald im Entlebuch im Zuge der zunehmenden Industrialisierung stark übernutzt. Mit dem eidgenössischen Waldgesetz von 1876 wurden die Wälder grossflächig wieder aufgeforstet, was heute die Auswirkung hat, dass der Wald vielerorts gleichförmig und somit relativ unstabil aufgebaut ist. Bild: zVg

 


Bild: zVg

 


Seit 2002 arbeitet das Bergwaldprojekt auch im Gebiet der fusionierten Gemeinde Arosa im Schanfigg, Graubünden. Ein stabiler Schutzwald ist lebensnotwenig für die Menschen in den Dörfern und die Infrastruktur. Der Wald übernimmt im Tal eine zentrale Rolle mit seiner Schutzfunktion vor Lawinen, Steinschlag und Erdrutschen. Bild: Gregor Schmucki

 


Trin – Der Bergwald macht keine Winterferien! Die Schneedecke schützt den Wald, kann aber auch zerstörerisch wirken. Holznutzung und Waldpflege werden traditionell im Winterhalbjahr gemacht. Bild: zVg

 


Trin – Im Projekt Winterwald steht die Jungwaldpflege mit Handsäge und Axt im Zentrum., Bild: zVg

 


Trient liegt am Fusse des Mont Blanc Massivs im französisch sprechenden Unterwallis. Die Wälder sind lebensnotwendig an den steilen Bergflanken, welche Zuglinie, Strasse und Häuser im Tal schützen vor Steinschlag, Lawinen und Hangrutschungen. Bild: zVg

 


Trin Winterwald, Bild: Fabian Jaugstetter

 


Das Montafon ist ein bekanntes, touristisches Tal im Vorarlberg, Österreich. Das Bergwaldprojekt engagiert sich im Montafon im Silbertal, einem spärlich besiedelten Seitental, das bei Schruns abzweigt.

 


Trin, Bild: zVg

 

Anmeldung Bergwald Projekt
  www.bergwaldprojekt.ch

Schneetourenbus: klicken, mitfahren, Umwelt schonen! Mit dem Schneetourenbus startet am 9. Dezember 2018 in vorerst 6 Bergregionen ein neuartiges Betriebskonzept. So ist es nun möglich Tourengebiete zu erreichen, die bisher mit dem ÖV nicht erschlossen sind.

 

Pilotprojekt im Winter 2018/2019

Auf den Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2018 startet der Schneetourenbus in vorerst 6 Bergregionen mit einem neuartigen Betriebskonzept. Die Fahrpläne werden ausschliesslich auf dem Internetportal aufgeschaltet. Dabei entscheiden die regionalen Transportunternehmen verbindlich – bis spätestens 2 Tage vor dem Start – aufgrund Reservationen, Wetter und Schneesituation, ob sie eine entsprechende Fahrt durchführen. Damit ist eine Bündelung der Fahrten auf die nachfragestärksten Kurse möglich, was attraktive – fixe – Fahrpreise pro Person ermöglicht. Zudem werden Leerfahrten vermieden, Kosten gespart und die Umwelt geschont. Bewährt sich das Konzept, wird das Portal in den Folgewintern weiterbetrieben und ausgebaut.

 

Wie funktioniert der Schneetourenbus?

Die SchneesportlerInnen wählen auf dem Internetportal ihren gewünschten Kurs aus und reservieren diesen. Es erfolgt eine erste Bestätigung. Entscheidet sich ein Transportunternehmer, einen Kurs durchzuführen, stellt er diesen auf dem Portal von ORANGE auf GRÜN. Personen mit Reservationen werden danach in jedem Fall benachrichtigt, auch wenn eine Fahrt nicht durchgeführt wird. Grössere Gruppen kontaktieren den Transportunternehmer direkt – ebenso Personen, die weit zum Voraus Gewissheit haben müssen


Bis spätestens 2 Tage vor der Fahrt, wird je nach Reservation und Wetterlage, über die Durchführung entschieden

 


Schneetourenbus – hier Taxi Demont (Lukmanier), Bild: zVg

 


Dötra mit Schneeschuhen (Lukmanier), ©Sedrun Disentis Tourismus, Heidi Meier

 

Die Tourengebiete

Trub – Fankhaus – Mettlenalp
Für Schneeschuhtouren im Napfgebiet. Die Krone bildet der Napf (1’408 m.ü.M.), welcher rundum eine wunderbare Fernsicht bietet. Mit dem Schneetourenbus in die Mettlenalp werden Teile des Napfgebietes erschlossen – eine weitgehend unberührte Kulturlandschaft. In diesem beliebten Naherholungsgebiet kann man es sich gut gehen lassen, beispielsweise an einem lauschigen Plätzchen auf einer Bank in der hügeligen Napflandschaft: tief durchatmen und sich der wohltuenden Ruhe hingeben. Die faszinierende Landschaft und die frische Luft spenden Kraft.

Bivio – Alp Güglia (Julierpass)
Die Ferienregion Savognin Bivio Albula lässt das Herz von Skitourenfans höherschlagen. Das wunderschöne Panorama ist mehr als eine Entschädigung für den schweisstreibenden Aufstieg. Tourenfahrer und Tourenfahrerinnen gelangen neu mit einem Bus bis auf den Julierpass. Der Julierpass ist Ausgangsort für wunderschöne Skitouren.

Disentis – Curaglia – Lukmanier – Casaccia
Disentis Sedrun – das beliebte und bekannte Ski- und Schneeschuhtourengebiet in der Quellregion des Rheins. Hier gibt es Klassiker unter den Skitourengipfeln zu entdecken. Auch Schneeschuhwanderer finden ein abwechslungsreiches, ausgedehntes und signalisiertes Routennetz vor. Eher ein Geheimtipp ist der Lukmanierpass, der aber auch mit einigen wohlklingenden Gipfelnamen aufwarten kann. Die Passhöhe erlaubt im Talbereich entspanntes Schneeschuhwandern durch die Arvenwälder und dem Fluss Brenno entlang.

Pany – Geisswis
Pany – auf der Sonnenterrasse des Prättigaus mit dem familiären Skigebiet, zahlreichen Winterwander- und Schlittelwegen, Schneeschuhtrails und den idyllisch gelegenen Langlaufloipen. Mit dem Schneetourenbus erreicht man die Ausgangspunkte dieser Winterangebote bequem von Pany Dorf zum Skilift und weiter über Riedwies zur Geisswis. Spezielles: Der Bus verkehrt nach Fahrplan und die Benützung ist für alle gratis.

Andermatt – Göschenen – Wassen – Meiental
Die Ferienregion Andermatt besticht durch die zentrale Lage und bietet die perfekte Umgebung, um Winteraktivitäten inmitten einer starken Bergkulisse nachzugehen. Die Skiarena Andermatt-Sedrun ist mit über 120 Pistenkilometern das grösste Skigebiet der Zentralschweiz. Wer von Wassen auf der Sustenpassstrasse ins Meiental fährt, dem öffnet sich ein Gebiet, welches als wahre Schatzkammer für Skiberge gilt. Abgelegen und mit keiner Seilbahn erschlossen, starten alle Anstiege für Skitouren in Färnigen.

Ernen – Binn – Fäld
Der Landschaftspark Binntal ist ein «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» und steht für einmalige Natur- und Kulturlandschaften. Auch im Winter hat das Binntal seinen besonderen Reiz und lädt für schöne Schneeschuh- und Skitouren ein. Vom verschlafenen Weiler Fäld aus, dem Ziel des Schneetourenbusses, führt eine markierte Schneeschuhroute nach Brunnebiel und via Eggerebode zurück nach Fäld. Dazu gibt es viele weitere Ziele, die von hier aus entdeckt werden können.

 


Pany – auf der Sonnenterrasse des Prättigaus, Bild: zVg

 


Im Landschaftspark Binntal, Bild: zVg

 


Im Napfgebiet, Bild: zVg

 


Skitour Urner Haute Route (Wassen/Meiental), Bild: ©Johan Axelsson

 

 

Reservation Schneetourenbus
  www.schneetourenbus.ch

Auch draussen gilt: «Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.» Nicht nur im kalten Winter, auch im Sommer ein ultimatives Erlebnis, ein Raclette mitten in der Natur – ein Hochgenuss. Eine der schönsten Erfindungen für unterwegs.

«Die geheime Zutat ist immer Käse.»…. und das richtige Raclette-Öfeli dazu!

Herrlich diese Vorfreude schon am Anfang einer Tour auf eine warme Mahlzeit mitten in traumhafter Natur, und dies auch noch selbst mitgebracht und selbstgekocht! Ob im Schnee, auf der Wiese, einem Stein – es brutzelt Raclette-Käse, fein!

Das Raclette-Öfeli von Raclette Suisse® ist praktisch, stabil und perfekt für jeden Rucksack. Mit auf den Weg kommt alles, was leicht zu tragen, nährstoffreich, gesund und schmackhaft ist. Pilze, Bratspeckscheiben, kleine Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Zitrusfrüchte, Baumnüsse, Feigen, Gewürze wie Paprika, Pfeffer… Bergkräuterchen von unterwegs, in der Hand zerrieben, obendrauf? Dazu Brot oder ein paar vorgekochte «Gschwellti». Und das Mehrgangmenü in freier Natur ist perfekt.

Auf zwei Pfännchen lassen sich einige Variationen nach Hunger, Lust und Laune zaubern. Die sechs Rechaud-Kerzen halten ein paar Menügänge durch. Wer den Genuss ausdehnen will, trägt nicht schwer, an ein paar Rechaud-Kerzen mehr.


Auch draussen gilt, was Georges Augustes Escoffier meinte: «Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.»

Laut schriftlichen Überlieferungen schöpften die Hirten der Urschweiz bereits im 12. Jahrhundert bei einem würzigen Raclette in gemütlicher Runde neue Kraft. Dazu setzten sie einen halben Käselaib der Hitze des Ofens aus und streiften den geschmolzenen Käse zu einem bekömmlichen Mahl ab. Gemäss diesen Überlieferungen dürfen wir annehmen, dass schon Wilhelm Tell zur Stärkung vor dem Apfelschuss den gebratenen Käse als Wegzehrung genossen hat.

 

Im Wallis taucht die erste schriftliche Erwähnung dieser Art der Käsezubereitung im Jahre 1574 auf. Und auch Johanna Spyri deutet in ihrem Buch «Heidi» mit dem «Käsebraten am Spiess» auf das Raclette hin. Der Käse galt in diesen Gebieten lange als wichtigstes Grundnahrungsmittel der Sennen und Hirten. Erst im 20. Jahrhundert ist die Bauernmahlzeit von den Alpen in die Täler gelangt und wurde rasch zu einem der beliebtesten Schweizer Nationalgerichte. Der Name stammt vom Begriff «abschaben/abkratzen» des geschmolzenen Käses vom Laib ab. Analog dazu lässt sich der französische Begriff von «racler» ableiten.


Natur pur: Ohne Zusatzstoffe, ohne gentechnisch veränderte Labstoffe, ohne Laktose.

Raclette-Käseherstellung hat eine uralte Tradition. Der von Raclette Suisse® hergestellte Käse garantiert absolute Natürlichkeit – ohne Zusatzstoffe oder gentechnisch veränderte Labstoffe. Dank überlieferten Rezepten und grossem handwerklichen Geschick wird von Raclette Suisse® eine optimale Schmelzbarkeit und ein herrlich abgerundetes Aroma erreicht. So dauert das Schmelzen dieses Käses auch im Raclette-Öfeli mit Rechaud-Kerzen nur wenige Minuten.

Raclette beim Wandern, Skifahren oder auf der Velotour – Outdoor hat immer Saison.

 

Ofen mit 6 Rechaudkerzen, 2 Pfännchen, 2 Raclette-SpachtelnGrösse: 25 x 9,5 x 5,6 cmGewicht: 400 g

Schmelzzeit: 3 – 5 Minuten pro Raclette
Garantie: 2 Jahre

 

Raclette mit Champignons

Zutaten – Für 4 Personen

Racletteofen und Pfännchen oder Grillpfännchen

– 800 g Raclettekäse, in Scheiben
– einige Champignons, in Scheiben

– wenig Öl
– Pfeffer und Thymianblättchen
– 1 kg geschwellte Kartoffeln, heiss

Zubereitung
1 Pilzscheiben mit wenig Öl bestreichen, ins Pfännchen legen, braten.
2 Raclettekäse darauf legen, schmelzen lassen. Würzen.

Kartoffeln dazu servieren.

Noch mehr Rezepte findest du hier:
  www.raclette-suisse.ch


Variante: Raclette mit Champignons

 

 

Raclette Suisse®
  www.raclette-suisse.ch

Kerzen- und Schneeromantik und ein herrliches Käsefondue im grössten Schneeiglu-Restaurant Europas. Ein einmaliges Erlebnis! Die Engstligenalp, hoch über Adelboden, erwartet seine Gäste.

Die weitläufige Hochebene am Fuss des Wildstrubels bietet nicht nur schöne Winterwanderrouten und ein kleines Skigebiet, sondern das grösste Schneeiglu-Restaurant Europas. Die Grossraumiglus auf der Engstligenalp, der grössten Hochebene der westlichen Schweizer Alpen, sind seit 1995 Tradition und werden mit künstlerischen Elementen aus Schnee und Eis verziert. Und seit 10 Jahren gibt es auch ein Fondue-Iglu.

Firmen, Vereine, Familien oder kleine Gruppen von Kollegen und Freunden sind begeistert von der speziellen Atmosphäre zwischen Abenteuer und Geborgenheit des Iglus. 

 

Einmaliges Anbiete

Die Bauweise? Grosse Ballons werden mit Luft gefüllt und dann mit Schnee zugeschüttet. Ist der Ballon entfernt, bleibt die Igluhülle aus Schnee zurück. Rund 200 Kubikmeter Schnee werden dann von Hand beim Innenausbau der Iglus entfernt. Als Attraktion wird das Fondue-Iglu von Tina Allenbach, einer regionalbekannten Künstlerin, gestaltet.

 

Das Schneeiglu-Restaurant besteht aus acht miteinander verbundenen Iglus mit insgesamt 200 Sitzplätzen. Felle und Wolldecken, Holztischplatten und Kerzen sowie kunstvolle Elemente aus Schnee und Eis sorgen für Atmosphäre. Zum Essen gibt es Käsefondue. Wichtig: Warm anziehen – bei Temperaturen zwischen -3°C und +3°C ist man im Fondue-Iglu mit Skibekleidung und gut isolierten Winterschuhen weit besser bedient als mit Jeans, Jäckchen und Turnschuhen. Schliesslich will man das Brot nicht schlotternd durch den Käse ziehen müssen. Ausserdem: Wer tagsüber lieber draussen an der Sonne sitzt, findet im Berghotel Engstligenalp eine grosse Restaurantterrasse.


Vielleicht schmeckt ein warmes, feines Käsefondue noch besser in einem Schneeiglu bei kälteren Temperaturen?

 


Ein besonderes und unvergleichliches Erlebnis

 

Infos

Lage:
Auf der Engstligenalp auf 1964 Meter Höhe. Direkt neben dem Berghotel Engstligenalp und 200 Meter von der Bergstation der Luftseilbahn entfernt. Abend-Bergfahrten für Iglugäste um 19.15 und 19.30 Uhr, Talfahrten um 19.15, 19.30 und 22 Uhr.

Küche:
Käsefondue à discrétion. Preis pro Person: 39 Franken (58 Franken mit Retourfahrt Luftseilbahn), für Kinder bis 15 Jahre: 24 Franken (respektive 34 Franken). Für Kinder und Gäste, die kein Fondue vertragen, gibt es Pasta Napoli.

Gut zu wissen:
Bedientes Bergrestaurant Mittwoch bis Samstag von 12 bis 22 Uhr geöffnet, Sonntag 12-20 Uhr.

 

 

 

Fondue-Iglu Engstligenalp
  www.fondue-iglu.ch

Das Hotel Bellaval in Laax versprüht Charme und Tradition, eine herzliche Atmosphäre und bietet alles für erholsame Ferien. Das Haus liegt mitten im Dorfkern von Laax und unmittelbar am schönen Laaxersee. Es ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Winter und Sommer.

 

In der «Weissen Arena – Flims-Laax-Falera» gelegen, darf der Gast einiges an sportlichen Betätigungsmöglichkeiten erwarten. Alpinskifahren, Langlauf, Snowboardfahren, Schlitteln, Wandern, Klettern, Spazieren, Schwimmen, Baden, Biken, Golfen, Relaxen. Jeder Gast, ob aktiv oder Entspannung suchend, findet hier eine passende Möglichkeit. Das passende Haus Hotel Bellaval findet sich mitten im Dorf Laax, von dem aus man alle Einrichtungen erreicht.

 

Ein einmaliges Anbiete

Zur Gemütlichkeit tragen das Interieur des Hauses mit warmen Farben, natürlichen Materialien und klaren Formen und Linien bei. Regionaltypische und traditionelle Akzente in der Lobby, im Restaurant und in der Bar spannen gekonnt einen Bogen zur einheimischen Architektur.  


Beste Ausgangslage für Wanderungen – im Winter und Sommer

 

Wandern in der Tektonik Arena «Sardona» ist ein ganz besonderes Erlebnis und gehört seit Sommer 2008 zum UNSECO Welterbe. Zudem bieten die Seen in der Region Abkühlung an heissen Tagen oder idyllische Plätze ideale Orte für eine gemeinsame Auszeit. Die Rheinschlucht, auch bekannt als «Grand Canyon der Schweiz», ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Wanderferien in dieser Region versprechen bleibende Erinnerungen zu werden.

 

Entspannte Sinnesreisen

Die Sinne gehen schon morgens auf eine kulinarische Genussreise. Der Tag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstücksbüffet und erreicht seinen Höhepunkt mit einem feinen Abendessen im Restaurant. Die Gastgeber sind leidenschaftliche Köche und verwöhnen mit einer kreativen und abwechslungsreichen Küche. Qualität, frische Produkte und viel Liebe zeichnen die Küche des Hotels Bellaval aus. Im gut sortierten Weinkeller finden sich zu jedem Gericht ausgewählte regionale und internationale Spezialitäten.


Je nach Lage, zur Berg- oder Talseite hin, geniesst man einen unterschiedlichen Blick aus den Zimmern, direkt in die Naturumgebung von Laax.

 


Urchige Einrichtung, klar Linien, warmes Holz und Liebe zum Detail gepaart mit Komfort laden zum Verweilen ein. Die Superior-Zimmer verfügen über einen Balkon oder Gartensitzplatz.

 


Familien sind hier ebenfalls bestens aufgehoben in den Familienzimmern.

 

 

Hotel Bellaval Laax
  www.hotelbellaval-laax.ch

Mit der richtigen Ausrüstung macht der Lieblingssport noch mehr Spass. Als einer der weltweit grössten Sportfachhändler vereint INTERSPORT auch die führenden Sportshops der Schweiz.

INTERSPORT: Erste Adresse mit flächendeckendem Netz, regionalen Standorten, 200 Filialen in der ganzen Schweiz. Online-Shop. Für kompetente Beratung, ein umfassendes Sortiment und perfekten Service.

 

Vom Sportler für Sportler

Die Spezialisierung der Sportfachhändler in Sportbereiche gibt INTERSPORT Schweiz eine einzigartige Position. Der Sportfachhändler kann dich dank seinen Stärken, die er durch den selbst ausgeübten Sport erlangt, bestens beraten. Jeder Sportfachhändler ist mit dem Sport eng verbunden – sei es als begeisterter Freizeitsportler, Teamcoach oder durch eindrückliche Leistungen als aktiver Spitzensportler.

 

Gut 200 Fachhändler betreiben Niederlassungen im Flachland wie in Berggebieten. Zum Erfolgsrezept gehören ein breites Markensortiment, die kompetente Beratung und die Leidenschaft zum Sport der einzelnen Händler. Die starke Positionierung wurde dank einer neuen Onlineplattform weiter ausgebaut. Seit 2017 bietet INTERSPORT seine Produkte online an. Die stärksten Marken und die kompetente Beratung der Fachhändler kommen mit dem langjährigen Know-how des führenden Online-Fachhändlers BRACK.CH zusammen.

 


Individualität, Leidenschaft, Persönlichkeit jedes einzelnen Sportfachhändlers, seine Spezialisierung und Authentizität ist die Basis für eine optimale Beratung.

 

 

Bei INTERSPORT findest du alle grossen und Exklusiv-Marken. Auch die Nachhaltigkeit bei der Mittelwahl und Herstellung der Sportausrüstung ist INTERSPORT wichtig und arbeitet daher mit namhaften Herstellern in diesen Bereichen eng zusammen.


Mach dein Goal mit INTERSPORT

 

 

 

 

INTERSPORT
  www.intersport.ch

Wandern 60+: Fit und sicher über Stock und Stein

Wanderer sind meist gut trainiert, haben Ausdauer und die nötige Ruhe, die lange Touren erfordern. Doch mit fortschreitendem Alter ändern sich die körperlichen Voraussetzungen. Die Muskeln und Sehnen stecken Belastungen nicht mehr so einfach weg. Die ständige, gleichmässige Bewegung sorgt mit zunehmendem Alter immer früher für Ermüdungserscheinungen. Was können Wanderer 60+ tun, um fit und sicher auch längere Wanderungen zu bewältigen? Der Beitrag liefert Tipps und Tricks.

 

Tipp 1: Komfortables Hotel mit Wellnessbereich

Nach einer schweisstreibenden Tagestour in ein Hotel zu kommen, dass nicht einfach nur Schlafstätte, sondern komfortable Wellness-Unterkunft ist, ist aus zweierlei Gründen empfehlenswert. Erstens macht der Aufenthalt in einem komfortablen Hotel viel mehr Spass und wertet auch einen Kurzurlaub auf. Zweitens können Wanderer sich im Wellnessbereich des Hotels verwöhnen lassen. Massagen, Saunagänge und wohltuende Fussbäder sorgen für perfekte Entspannung. Falls im eigenen Hotel kein Wellnessbereich zur Verfügung steht, mag der Whirlpool auf der Etzlihütte ein guter Grund sein, sich für eine Wanderung dorthin zu entscheiden.


Ein klarer Bergsee ist ein lohnendes Wanderziel in den Schweizer Bergen.

 

Tipp 2: Das Outfit «darunter» perfektionieren

Passionierte Wanderer verfügen über die richtigen Wanderhosen, Funktionsshirts, Wind- und Schlechtwetterjacken und natürlich über das optimale Schuhwerk. Die Wanderbekleidung muss stimmen. Perfektioniert wird sie durch unsichtbare Hilfsmittel wie Nierenschoner, Bauch- und Rückenstützgürtel, Fusssohlenkissen und Bandagen. Wenn es kalt wird, sind Nierenschoner ein unverzichtbarer Helfer, um sich vor Unterkühlung und gezerrten Muskeln im Rücken zu schützen. Rückenstützgürtel entlasten bei Schmerzen und stabilisieren die Wirbelsäule. Fusssohlenkissen sorgen für Druckentlastung und Bandagen für Knie oder Knöchel helfen mit ihrer stützenden Wirkung dabei die Gelenke zu stabilisieen. Auf diese Weise gestalten sich Wanderungen auch über lange Strecken als weniger ermüdend.

 

Tipp 3: Kürzere Touren mit mehr Einkehrmöglichkeiten wählen

Es gibt viele kurze Wanderungen, die Naturliebhaber gehen können, ohne Abstriche machen zu müssen, was das Wander-Erlebnis angeht. Der Spass an der Wanderung bleibt erhalten, wenn die Tour den eigenen körperlichen Fähigkeiten angepasst wird. Kürzere Touren machen ebenso Spass und wenn auf der Route mehrere Einkehrmöglichkeiten liegen, lässt sich die Strecke ohne Probleme bewältigen. Eine beliebte Höhenwanderung (ca. 15 km) durch das Berner Oberland führt von First auf 2.165 m Höhe auf die Schynige Platte (1.967 m). Gestartet wird mit einer Seilbahn und unterwegs sind vier Einkehrmöglichkeiten: Grindelwald, Faulhorn, Männdlenen und Schynige Platte. Überall gibt es Köstlichkeiten, die die Strapazen vergessen machen. Von der Schynige Platte geht es mit der Schynige Bahn wieder hinab ins Tal.

 

Tipp 4: Mit einer Gruppe wandern

Eine weitere Möglichkeit, die mehr Sicherheit für Senioren auf Schusters Rappen bedeutet, ist die Wanderung in einer Gruppe. Wandervögel, die bislang allein oder zu zweit unterwegs waren, mögen sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. Doch die Vorteile sprechen für sich: Bei einem Sturz ist sofort Hilfe da. Ausserdem findet sich ein Team von Wanderern in unwegsamen Gebieten gemeinsam besser zurecht. Die Orientierung fällt leichter.


In einer Gruppe zu wandern bedeutet nicht, Schulter an Schulter zu laufen. Ein wenig Abstand darf es schon sein.

 

Tipp 5: Notfallpaket im Rucksack mitführen

Natürlich wissen eingefleischte Wanderer, dass bei ihrer Tour durch die Berge immer ein kleines Notfallpaket dabei sein muss. Im Erste-Hilfe-Set für Wanderer sind mindestens diese Utensilien:

  • Verbandspäckchen
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Dreieckstuch
  • Tape
  • Schere und Pinzette
  • Rettungsdecke

Senioren packen zusätzlich dazu ihre nötigen Medikamente ein. Ausserdem ist ein Handy mit eingestellte Alarmfunktion hilfreich, welches an die Einnahme der Medikamente erinnert.

 

Tipp 6: Angepasste Routenplanung

War es früher vielleicht der grösste Spass und eine willkommene Herausforderung, eine mehrtägige Wanderung ohne Kontakt zur Zivilisation in den Bergen zu unternehmen, so sollten Wanderer im fortgeschrittenen Alter ein wenig Bedacht bei der Routenplanung an den Tag legen. Sinnvoll ist es, wenn es mehrere Ausstiegsmöglichkeiten aus einer geplanten Wanderung gibt. Je nach Fitness und Länge der Wanderung sind 2 bis 4 mögliche Ausstiegsalternative zur Abkürzung der Tour empfehlenswert. Generell sollten Senioren sich bei der Vorbereitung nicht auf den Zufall verlassen, sondern die Route ganz genau planen. Bergwandern ist herausfordernd und es wird mit wachsendem Alter nicht einfacher. Natürlich haben Wanderer im Seniorenalter viel Erfahrung, doch die Routine birgt auch die Gefahr, wichtige Einzelheiten zu vergessen. Deshalb kommt hier noch einmal eine Checkliste rund um die Routenplanung:

  • Datum festlegen und jemanden über die geplante Wanderung informieren. Diese Person kann im Falle, dass der Wanderer nicht wie geplant zurückkommt, die Bergrettung alarmieren.
  • Distanz, Höhenunterschied und Höhenmeter (Aufstieg und Abstiege) ermitteln.
  • Startpunkt, Zwischenstationen und Endpunkt eruieren und auf der Karte einzeichnen bzw. auf der GPS-Karte markieren.
  • Zusätzliche Informationen zur Route einholen und Witterungsbedingungen im Auge behalten. Bei schlechtem Wetter gegebenenfalls den Termin verschieben und die Kontaktpersonen informieren.
  • Pausen einplanen
  • Rücktransport/Rückweg organisieren

Wichtig: Auf keiner Wanderung in den Bergen darf ein aufgeladenes Handy mit einem Ersatzakku fehlen. Im Smartphone sollten die wichtigsten Notfallnummern wie von der Bergrettung und von der Kontaktperson gespeichert sein.

 

Tipp 7: Nicht überfordern!

Die geplante Wanderung muss zur eigenen Konstitution und Kondition passen. Wer sich überfordert, erhöht unnötigerweise das Unfallrisiko und sorgt dafür, dass die Wanderung eine Strapaze statt eines Genusses wird. Bergwanderwege in der Schweiz sind in der Regel rot-weiss markiert. Auf diesen Pfaden braucht es Trittsicherheit, denn die Wege sind zum Teil sehr steil und äusserst schmal. Ausserdem sind sie Wind und Wetter ausgesetzt, was die Gefahr des Stolperns und Ausrutschens erhöht. Alle Wanderer, nicht nur Senioren, müssen eine realistische Einschätzung ihrer Fähigkeiten und der technischen Fertigkeiten auf Bergwanderwegen vornehmen, wenn sie sicher ankommen wollen. Besonders schwierige Touren mit anspruchsvollen Wegen und unwegsamen Strecken sollten Wanderer niemals allein gehen. Wenn hier etwas geschieht, kann jede Rettung zu spät kommen.

 

Tipp 8: Alternativen vorbereiten

Nicht zuletzt sollten Senioren ein Alternativprogramm vorbereiten. Was tun, wenn man sich am Tag der Wanderung nicht wohlfühlt? Eine schlechte Idee wäre es, die Warnsignale des Körpers zu ignorieren und sich aus falschem Ehrgeiz trotzdem auf den Weg zu machen. Besser ist es, sich ein Alternativprogramm zu überlegen und stattdessen einen ruhigen Tag im Tal zu verbringen. Ausgeruht und fit steht der nächsten Wandertour dann nichts mehr im Wege.

 

Bilder: 
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Wandern ist ein effektives Sporttraining für den Körper und gut für die Seele, belegen Studien

Wandern im Sihlwald oder auf dem Uetliberg, auf der Albispasshöhe oder am wunderschönen Caumasee und Crestasee vorbei – in der Schweiz haben wir mit all den schönen Orten, an denen wir wandern können, wirklich Glück. Doch Wandern ist nicht nur etwas Schönes, sondern auch sehr gesund. Wie gesund es wirklich ist und warum es als eigenständige Sportart gilt, haben jetzt einige Studien aufgedeckt. Wandern hält uns nämlich fitter, als es einige andere Fitnessmethoden können.

 

Grüne Umgebungen dämpfen Müdigkeit und reduzieren Stress

Die Natur lässt etwas in uns wach werden und sogar lange und anstrengende Wanderungen können ein Gefühl von Entspannung herbeiführen. Martin Niedermeier der Universität Innsbruck, der den Effekt von Wandern in einer Studie untersuchte, sagt, dass die Natur, und insbesondere eine grüne Umgebung, Müdigkeit dämpfen und Stress reduzieren kann. Die Natur fasziniere uns, weswegen wir Müdigkeit und Stress weniger verspüren.

Ein weiterer Pluspunkt des Wandersports ist die Kombination aus niedriger Verletzungsgefahr und hohem Fitnessgrad, welcher durch das Wandern erreicht werden kann. Viele Sportler integrieren Wandern in ihren Trainingsablauf. Das amerikanische Unternehmen QT2 Systems, das Athleten auf den Ironman-Triathlon vorbereitet und schon mehrere Sieger hervorgebracht hat, integriert Tageswanderungen daher gerne in den Trainingsplan. Wanderungen sind also ein fester Bestandteil des Trainings für Top-Athleten. Darüber hinaus preist auch die Zeitschrift Fit For Fun das Wandern als erstaunlich effektives Workout an.

 

Nach einer Wanderung ging die Karriere von Novak Djokovic wieder aufwärts

Aber auch geistig kann Wandern zu einem effektiven Training beitragen. Viele der Dinge, die bei einem Training für einen Wettkampf beachtet werden müssen, wie diese, die hier von Velothon beschrieben wurden, fallen beim Wandern einfach weg. Einer der besten Tennisspieler der Welt, Novak Djokovic, schreibt sein Comeback im Tennis nach einer Verletzung vor allem einer Wanderung zu, die er mit seiner Frau nach den French Open unternommen hatte. Djokovic hatte in den Jahren 2015-16 alle vier Grand-Slam-Turniere hintereinander gewonnen und dann zwei Jahre lang, auch aufgrund einer Verletzung, keine grossen Titel mehr gewonnen. Doch in diesem Jahr ging alles wieder aufwärts und er gewann Wimbledon und anschliessend das US Open zum dritten Mal. Er hat dadurch so beeindruckt, dass er derzeit Ende November als wahrscheinlicher Sieger für Wimbledon 2019 gilt, wie aus den Betway-Quoten von 3,50 hervorgeht. Und zu verdanken hat er das alles einem «Ausflug in die Natur», welcher ihn mental heilte, erzählte er laut Blick.

 

 

Wandern während des Trainings auf den Ironman-Wettkampf

Jesse Kropelnicki, der die Ironman-Trainingsfirma QT2 Systems gegründet hat, sagt, dass viele Sportler sich so sehr auf ihre täglichen Schwimm-, Rad- und Laufübungen konzentrieren, dass sie nichts anderes mehr sehen und keine anderen Aktivitäten in ihr Training miteinbeziehen möchten. Es gäbe aber einige Trainingsmethoden, die sogar während der Wettkampfsaison effektiv sein könnten, sagt der Trainer. «Eine solche Trainingsmethode ist das Wandern.» Das hat nicht nur psychologische Vorteile, sondern bietet auch mentale Vorteile für den Körper.

Dass wir beim Wandern unsere Beine stark einsetzen und auch mal bergab laufen, ist nach den Aussagen von Kropelnicki grossartig für das Aufbauen von Stärke geeignet. Für Leistungssportler sind allerdings vor allem Tageswanderungen für das Training von Vorteil. Kropelnicki rät Sportlern, die Zeit, die ein langes Lauftraining auf dem Laufband einnehmen würde, mal 2,85 zu multiplizieren. Ein 2-stündiges Lauftraining würde dann einer Tageswanderung entsprechen. Dies gilt für Sportler, die das Wandern in ein intensives Trainingsprogramm einbinden möchten. Für nicht-Sportler können selbst kurze Wanderungen aber sehr effektiv sein.

 

Wandern effektiver als das Laufband

Eine Studie, die im Mai 2017 im Journal PLOS One veröffentlicht wurde, ergab, dass eine Bergwanderung effektiver als schnelles Gehen auf dem Laufband sein kann. Das Laufband war für die Studie so eingestellt worden, dass es die Aufwärtsstrecken eines Berges imitierte. So sollten die beiden Trainingsarten verglichen werden. Studienteilnehmer führten zwei Trainingseinheiten durch, die je drei Stunden dauerten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Teilnehmer von der Wanderung stärker gefordert wurden, als auf dem Laufband. Trotzdem fühlten sich die Teilnehmer wohler und hatten Freude an der Wanderung. Auch fühlten sie sich im Anschluss weniger müde, berichteten sie. Ein intensiveres Training fühlt sich also beim Wandern leichter als auf dem Laufband an.

Es zeigte sich auch, dass Menschen durch das Wandern weniger Anzeichen von Depression zeigen. Wer also demnächst eine Wanderung plant, ob im Sihlwald oder auf dem Uetliberg, auf der Albispasshöhe oder am wunderschönen Caumasee und Crestasee vorbei, der tut nicht nur seinem Körper sondern auch seiner Seele etwas Gutes.

Wie Tiere und Pflanzen den Winter überstehen

Tiere und Pflanzen haben eine Vielzahl faszinierender und raffinierter Strategien entwickelt, um Kälte, Schnee und dunkle Tage zu überstehen. Die neue Sonderausstellung «Überwintern – 31 grossartige Strategien» im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld stellt einige näher vor.


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Fällt der erste Schnee, locken Skifahren, Snowboard, Schneeballschlacht oder Spaziergänge  im verschneiten Winterwald. Was bei uns höchsten rote Backen oder klamme Finger verursacht, ist für Tiere und Pflanzen ein Kampf ums Überleben. Sie müssen sich etwas einfallen lassen, um die Wintermonate zu überstehen. Die Ausstellung «Überwintern  – 31 grossartige Strategien» gibt Einblick in ein besonders faszinierendes Naturthema.


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Herausforderung trotz Klimaerwärmung

Auch in Zeiten von Jahrhundertsommern und Erderwärmung hält der Winter immer noch jedes Jahr zuverlässig Einzug. Zwar frieren die Seen heute später oder gar nicht zu und die Schneedecke ist vielerorts nicht mehr so mächtig wie vor einigen Jahrzehnten. Bis heute jedoch sind geringe Mengen an Sonnenlicht, Wochen der Kälte und Nahrungsmangel für Pflanzen und Tiere die grossen Herausforderungen, denen sie im Winter begegnen. Der Grund dafür ist die Schrägstellung der Erdachse: Während des Laufs der Erde um die Sonne wärmen die Sonnenstrahlen einmal mehr die Nordhalbkugel, dann wieder mehr die Südhalbkugel.


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Leben auf Sparflamme oder im Rekordmodus

Lebewesen haben zahlreiche Strategien entwickelt, um den Winter überleben zu können. Die meisten Pflanzen stellen die Photosynthese fast völlig ein, werfen ihre Blätter ab und führen ein Leben auf Sparflamme. Wechselwarme Tiere, unter ihnen viele Wirbellose, Amphibien und Reptilien, ziehen sich an frostfreie Orte zurück, wo viele von ihnen in eine Winterstarre fallen. Zahlreiche Vögel aber auch manche Schmetterlinge fliegen in wärmere Regionen und vollbringen dabei unvorstellbare Leistungen. Einige Vogelarten überqueren Gebirge von 7’000 Metern Höhe oder legen auf der Reise in ihre Überwinterungsgebiete und wieder zurück bis zu 40’000 Kilometer zurück. Andere machen das pure Gegenteil: sie halten Winterschlaf. Tiere wie der Igel oder das Murmeltier suchen einen frostfreien Überwinterungsplatz, senken ihre Körpertemperatur und reduzieren Atmung und Herzschlag aufs überlebensnotwendige Minimum. Es gibt aber auch die Unerschrockenen, die den Winter über aktiv bleiben. Auch sie vermeiden unnötigen Energieverbrauch und schalten lange Ruhephasen ein. Alle leben teilweise von der im Sommer angefressenen Fettschicht, die zusammen mit einem warmen Winterpelz oder einem dichten Federkleid vor Wärmeverlust schützt.

 


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Lebensechte Präparate in der Winterlandschaft

Die vom Natur-Museum Luzern gestaltete Ausstellung verwandelt den Ausstellungsraum des Naturmuseums Thurgau in eine Winterlandschaft. Zahlreiche Präparate von Pflanzen und Tieren können auf oder unter dem Schnee entdeckt werden. Ob Schneeglöckchen, Honigbiene, Weinbergschnecke, Rauchschwalbe, Schneefloh, Murmeltier, Steinbock oder Bartgeier – die Bewohner unserer Siedlungen, des Waldes, von Gewässern und des Gebirges stellen ihre Überwinterungsstrategien vor. So wird der Ausstellungsbesuch zu einer spannenden winterlichen Entdeckungstour, auf der sich immer wieder staunen lässt, welche raffinierten Lösungen die Natur fürs Überwintern parat hat.

 

 

Reiches Rahmenprogramm

Die Ausstellung «Überwintern – 31 grossartige Strategien» ist ab 7. September 2018 bis 17. Februar 2019 im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld zu sehen. Weitere Informationen  zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm finden sich auf der Museumswebseite: www.naturmuseum.tg.ch

 

 

Naturmuseum Thurgau
Freie Strasse 24, Frauenfeld
DI-SA 14-17 Uhr
SO 12-17 Uhr
an allen offiziellen Feiertagen geöffnet

Eintritt frei

www.naturmuseum.tg.ch

Schon länger sind sie mehr als moderne Accessoires im Sommer. Inzwischen zählen sie zu den wichtigen Bodyguards, die auf keiner Wanderung fehlen dürfen. Denn auch im Winter ist die UV-Strahlung schädlich für die Augen.

Wer in verschneiten und vereisten Gegenden unterwegs ist, ist zudem den Blendeeffekten von Eis und Schnee ausgesetzt, weshalb eine Sonnenbrille zum treusten Begleiter avanciert. Dabei kommt es auf die richtige Tönung, geeignete Schutzgläser in Farbe, Grösse und Qualität sowie auf den passenden Schutzumfang an. Abhängig sind diese Faktoren vom Einsatzort der Sonnenbrille. Beim Skifahren benötigen Sportler ein anderes Modell als beim Wandern. Dieser Beitrag gibt Aufschluss über die Wichtigkeit von Sonnenbrillen im Winter und verrät, wie Interessierte das richtige Modell für die Winterwanderung finden.

 

Wandern im Winter: Allgemeine Tipps für die kalte Jahreszeit

Für manche beginnt die Wander-Season im Frühling, für andere ist das gesamte Jahr über Saison. Wer zu den Letzteren zählt, der weiss, dass Winterwanderungen andere Anforderungen an das Equipment, die Accessoires sowie die Bekleidung stellen. In Schnee- und Eisgebieten sind beispielsweise wasserdichte und kälteisolierende Schuhe ein Muss, um trocken und warm am Ziel anzukommen. Bei besonders glatten Untergründen bedarf es kleiner Hilfsmittel wie Halbsteigeisen, die mehr Halt verleihen. In puncto Bekleidung setzen Winterwanderer auf den altbewährten Schichten-Look, um möglichst warm, dabei allerdings atmungsaktiv unterwegs zu sein. Auch wenn es draussen eisig kalt ist, ist der richtige Sonnenschutz bei Winterwanderungen von grosser Bedeutung. Neben dem Tragen der Sonnenbrille, gilt es auch Sonnencreme zu verwenden. Auf die Tube aus dem Sommerurlaub ist zu verzichten – diese enthält zu viel Feuchtigkeit, welche in der kalten Umgebungsluft gefriert und die Haut nachhaltig schädigt. Spezielle Sonnencremes für den Winter sind fetthaltiger und daher besser für den Einsatz bei kalten Temperaturen geeignet.

 


Eine Winterwanderung stellt andere Anforderung an Ausrüstung, Accessoires und Co.

 

Davor schützt die Sonnenbrille

Die grösste Gefahr, vor welcher hochwertige Sonnenbrillen schützen, ist die UV-Strahlung. Ob eine Brille genügend Schutz gewährt, ist beispielsweise am sogenannten CE-Zeichen auf der Bügelinnenseite erkennbar. UV-Strahlung ist unsichtbar, weshalb die Brillen einen Filter im Glas- oder Kunststoffmaterial besitzen. Dabei ist der UV-Schutz einer Sonnenbrille nicht von der Tönung der Gläser abhängig. Ein Modell mit nicht ausreichendem oder gar keinem UV-Schutz animiert das Auge dazu, sich weiter zu öffnen. Dadurch lässt es noch mehr UV-Strahlung ins Innere, was auf Dauer sehr schädlich ist. Dabei kann das Accessoire natürlich trotzdem modisch, cool und dem individuellen Look angepasst zur Geltung kommen. Fachhändler bieten eine grosse Auswahl, die nicht nur bekannte Marken, sondern auch weltweit bekannte Designer umfasst.

Jeder, der schon einmal in einer kalten Winterlandschaft wandern war, kennt die extremen Blendeeffekte, die von Schnee und Eis ausgehen. Aus diesem Grund schützt eine Sonnenbrille auch vor der sogenannten Schneeblindheit. In diesem Zusammenhang besitzen die Modelle einen lichtdämpfenden Filter, der dafür sorgt, dass die Augen nicht geblendet werden. Die Stärke des Filters ist massgeblich von der Tönung der Sonnenbrille abhängig. Darüber hinaus gibt es Brillen, – vor allem die Varianten, die beim Ski- oder Alpinfahren getragen werden – die vor IR-Strahlung schützen.

Mütze, Handschuhe und Schal sind die Klassiker unter den Accessoires, die in der kälter werdenden Jahreszeit stets zum Einsatz kommen. Nicht nur bei speziellen Hobbys wie Winterwandern oder Skifahren, sondern auch in der Freizeit. Die wenigsten Winter-Fans denken jedoch daran, auch die empfindliche Augenpartie in der winterlichen Freizeit zu schützen. Eine Sonnenbrille schützt die Augen auch beim sonntäglichen Winterspaziergang vor der schädlichen UV-Strahlung, die vom Schnee im Lieblingspark oder Wald reflektiert wird. Die Netzhaut ist ohne Brille hohen Belastungen ausgesetzt und kann dauerhaft beschädigt werden. Deshalb sind Sonnenbrillen im Winter – beim Outdoor-Sport, beim Wandern sowie in der Freizeit – ein unerlässliches Accessoire.

 


Sitz- und Tragekomfort sind zwei wichtige Faktoren, damit die Sonnenbrille nicht von der Nase rutscht.

  

Darauf gilt es bei der Auswahl einer Sonnenbrille zu achten

Um eine geeignete Sonnenbrille für die Winterzeit zu finden, bestehen ein paar Faktoren, auf die zu achten ist. Laut dem Verband für Optometrie und Optik sind hochwertige Schutzgläser das A und O. Wie bereits erwähnt, gilt es hierbei vor allem auf das CE-Zeichen zu achten. Dieses sollte die Informationen «100 % UV» oder «100 UV 400 nm» enthalten, um den nötigen Grad an UV-Schutz zu bieten. Des Weiteren ist es wichtig, dass beim Fixieren eines Objekts gleichbleibende Schärfe gewährt ist. Verschwimmt, verzerrt oder verzieht sich der fixierte Gegenstand, handelt es sich um minderwertige Qualität der Gläser. Beim Wandern ist es beispielweise essenziell, eine Sonnenbrille zu tragen, die nicht nur den frontalen UV-Schutz gewährt, sondern auch an der Seite und von oben keine Strahlung zulässt. Grundsätzlich sollte die Brille bei jeder Winterwanderung die empfindliche Augenpartie kompromisslos vor der schädigenden Strahlung abschirmen. Das ist möglich, indem darauf geachtet wird, dass die Gläser der Sonnenbrille gross genug sind, um den kompletten Augenbereich zu schützen. Bei der Fassung kommt es nicht nur auf die Optik an, sondern auch darauf, dass sie perfekt sitzt, nicht verrutscht und keine unangenehmen Druckstellen hinterlässt.

Die Farbe der Gläser ist nicht nur vom persönlichen Geschmack abhängig. Im Regelfall ist es nämlich so, dass alle Farben ausser Braun und Grau die Wahrnehmung des Auges verfälschen, sodass sich das empfindliche Sehorgan zunächst an diese «optische Täuschung gewöhnen muss». Grau verspricht hingegen eine völlig neutrale Wiedergabe der Farben, während Braun zusätzlich Blaulicht filtert und die Umgebung in eine angenehme Farbwelt taucht. Die Tönung der Sonnenbrille hat rein gar nichts mit dem UV-Schutz zu tun, sondern mit dem Licht, welches das Auge erreicht. Es gibt verschiedene Stufen der Tönung, die von der untersten Stufe mit 100 % Durchlässigkeit bis hin zur höchsten Kategorie mit maximal 3 % Lichtdurchlässigkeit reicht. In verschneiten Wandergebieten sind häufig Gläser der Stufe 3 empfehlenswert, allerdings ist es ratsam, vor der Wanderung und vor dem Kauf mit einem Optiker über die Funktionalitäten dieser Sonnenbrillen zu sprechen.

Weitere Tipps zum Thema «Sonnenschutz» erhalten Interessierte auf den Seiten des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen der Schweizer Eidgenossenschaft.

 

Bilder
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Triftbrücke: 100 Meter hoch und 170 Meter lang schwebt die spektakuläre Hängebrücke über den Triftsee mit dem Triftgletscher. Schwindelerregend, atemberaubend!

Wanderbeschrieb

Die Triftbrücke ist eine der spektakulärsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen. Die Triftbahn erschliesst mit einer abenteuerlichen Fahrt über die Triftschlucht das gleichnamige Gletschertal. Die Bergstation Nessental-Underi Trift ist der Ausgangspunkt für eine Wanderung, die ihren Höhepunkt im Überschreiten der Triftbrücke findet. Faszinierende Blicke über den Gletschersee hinauf zum Trift-Gletscher sind garantiert. Die Talstation Nessental im Gadmertal erreicht man von Meirinigen (Berner Oberland) mit dem Postauto oder per PW.

 

 

 

Eine der längsten und höchsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen

Bis in die späten 1990er Jahren reichte die Gletscherzunge bis in die Triftschlucht. So dass Alpinisten für die Tour zur Trifthütte die Schlucht auf dem Gletscher überqueren konnten. Doch wenn sich das Klima erwärmt, schmelzen die Gletscher, manche, wie der Triftgletscher, besonders schnell. 2004 baute man eine Hängebrücke, da der Gletscher nun nicht mehr hoch genug reichte. 

 

 

Diese nach dem Vorbild der nepalesischen Dreiseilbrücken erbaute Triftbrücke entpuppte sich als Touristenmagnet und wurde 2009 durch eine sicherere und besser zugängliche Brücke ersetzt, die als eine der längsten und höchsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen gilt. Die ursprünglich als Transportbahn erstellte Gondelbahn führt Passagiere hinauf ins Gebiet der Brücke.


Triftgletscher

 

 

Wandervorschläge
  Triftbrücke und Windegghütte
  Triftbrücke – Trifthütte – Windegghütte

 

Triftbahn
  www.grimselwelt.ch/ausflugstipps/trift 

Ein Geheimtipp! In der «anderen Welt», abseits vom Highend-Trubel, endlich ankommen: Dies macht das Ruhe und Geborgenheit ausstrahlende, geschichtsträchtige Chesa Salis in Bever auch dank seinen meterdicken Mauern aus dem Jahre 1590 möglich.

Wanderbeschrieb

Nur 13 Bahnminuten trennen den mondänen Highend-Luxus der berühmten Alpenmetropole St. Moritz vom Ort Bever mit seinen historischen Häusern. Das heute nicht jedem bekannte Bever war Mitte des 19. Jahrhunderts eines der reichsten Dörfer Graubündens. Über viele Jahrhunderte zogen manche Söhne ins Ausland und kamen als Zuckerbäcker, Händler, Fabrikanten zu Wohlstand. So leisteten sie sich herrschaftliche Palazzi und investierten einen Teil ihrer Vermögen in ihre Heimat.

Berühmte Adelsfamilien der Schweiz lenkten mit ihrem Geschick sogar die europäische Geschichte mit – wie auch die von Salis aus dem Bergell und benachbarten Veltlin. So bescherten sie uns wunderbare historische Zeitzeugen – wie das im östlichen Dorfkern stehende Chesa Salis (+41 81 851 16 16). Rudolf von Salis-Muralt, Sprössling einer jener berühmten Familien übernahm 1877 das ursprünglich bäuerliche Anwesen von der wohlhabenden Familie Moeli, die nach Bergamo emigrierte und davor ihre Sommerfrische im 1590 erbauten Bauernhaus verbrachte. 


Chesa Salis Historic Hotel Engadin

 

Damals bestand der Bauernhof aus einem Wohnhaus und einem Stall mit Heuboden. Der im Engadin bekannte Architekt Nicolaus Hartmann senior (1838-1903) erhielt von Rudolf von Salis den Auftrag das Bauernhaus in ein herrschaftliches Wohnhaus, eine prächtige Villa umzubauen. Er verstand es, das Bestehende passend zu einem Einzigen zusammen zu fügen, ganz im Stile der charakteristischen Engadiner Architektur und wie im damals vorherrschenden Sinne des Eklektizismus. 

Auch Sgraffiti, eine im 16. Jahrhundert aus Italien beginnende besondere Fassadenkunst, wurden eingesetzt. Er schuf Innenräume mit bemalten oder aus feinem Arvenholz getäferten Wänden und stuckverzierten Decken. Jeder Raum erhielt so seine individuelle Gestaltung. Als Verbindung der beiden Gebäude zu einer Villa wurde eine dreistöckige, hölzerne Loggia mit grossen Fenstern zum Park hin eingesetzt. Hartmann verband die beiden Gebäude sehr geschickt zu einer stolzen Villa.

1982 wurde erstmals eine Änderung an der Villa vorgenommen und das Wohnhaus zu einem gemütlichen Hotel sowie der Stallteil in eine Küche mit Restaurant umgebaut. Dank einem sorgfältig ausgearbeiteten Konzeptes wurde 2003 das Haus kontinuierlich erneuert. Alle Umbauten und Erneuerungen erfolgtem im Sinne der Engadiner Wohntradition.

Die Besitzer, damals wie heute, legen besonderen Wert darauf, die Geschichte einerseits zu erhalten und mit Modernem zusammen zu fügen. Immer wieder auf’s Neue.


Sgraffiti, von Ital. sgraffiare, zu Deutsch kratzen ist eine besondere Art der Dekorationstechnik auf verschiedenen Putzschichten

 

Zeugen alter Handwerkskunst: Pflege und Sorgfalt unverzichtbar

Wenn der Boden knarrt, wo sich einst Adelsleute bewegten, das heimische Arvenholz all die Gerüche und Geräusche in sich trägt, erfüllt es manch einen mit Stolz in solch historischen Räumen sein zu dürfen. Vielleicht wurde genau hier eine wichtige Entscheidung gefällt? Wo das historische Mobiliar mit originalen Stilmöbeln aus verschiedenen Epochen Stilgeschichte zeigt und die bestehenden Mauern und Baustile gekonnt mit neuen Bauteilen aufeinander abgestimmt wurden, strahlen Räume behagliche Wärme aus und man fühlt sich wohl. Manch jemand stellt sich vor dem inneren Auge die lange Jahrhundert-Geschichte ab 1590 in diesen Räumen vor. 

 

 

Die Armaturen, die in anderen Häusern wohl längst von modernen Mischbatterien ersetzt wurden, zeugen von Stil. Das Holz und gerade die besonderen Holzbemalungen müssen richtig gepflegt werden; da reicht ein Abstauben alleine über die Jahre nicht aus. Was geschieht mit dem Stuck, sollte er mal von einem Champagnerkorken versehentlich getroffen werden? Zur Pflege gehört viel Aufmerksamkeit, Genauigkeit, Fachwissen und Können. In diesem Haus wurde dies über all die Jahrhunderte meisterlich erfüllt.

Jeder Raum ist eine Sehenswürdigkeit und doch kein Museum. Das Prunk-Schlafzimmer mit Stuckdecke, das rustikale Arvenzimmer mit Loggia, die Mansarde mit tief hängenden Dachbalken; es gibt wohl für jeden Geschmack eine erholsame Schlafmöglichkeit. Auch für kulinarische Stunden stehen verschiedene, einzigartige Räumlichkeiten zur Verfügung: die gemütliche, holzgetäfelte Arvenstüvetta, die Salis-Stube, das «Von Salis» Restaurant und im Sommer der herrliche Garten mit Liegestühlen.

 

 

 

Genussvoll von Beginn an – 14 Gault Millau Punkte

Ob morgens, mittags oder abends ankommend; es wird verwöhnt. Ein reichhaltiges Frühstück, der selbst gebackene Kuchen zur Teestunde und die ausgewählte Kulinarik mit frischen Produkten von höchster Qualität nach «Artisan Gastronomy» vom jungen Küchenteam um Chefkoch Uwe Schmidt lassen den Gaumen erfreuen. Highlights der internationalen und regionalen Engadiner Küche verwöhnen vielseitige Geschmacksrichtungen.

Geografisch gesehen bieten sich edle Tropfen aus der umliegenden europäischen Weinwelt an. Und so ist auch der Weinkeller bestückt mit wunderbaren Trouvaillen aus der Schweiz, den umliegenden Ländern und hält für alle Geschmacksrichtungen eine Bereicherung bereit. 

 

 

 

Man darf es sich auch verdienen: Ideal für Wanderer und Naturgeniesser

Das Chesa Salis ist ideale Ausgangslage für Wanderer und Naturgeniesser. Es bieten sich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in alle Himmelsrichtungen an. Alleine über 600km Wanderwege können begangen werden. Die mystische Seenlandschaft, die Drei- und Viertausender der Rhätischen Alpen, autofreie Täler, der nahe gelegene Lej da Gravatscha, ein naturbelassener See mit einem einmaligen Vogelparadies und der grössten Brutdichte der Schweiz, der Fluss Beverin, Val Bernina, der Inn und all die Bergbahnen links und rechts des Inn, die auf 3000 Meter Höhe tragen.  

 

 

Ob im Sommer oder Winter, es gibt einiges zu entdecken bis man sich abends zur Tafel setzt, um dem Genuss zu frönen.

Natürlich: Auch ein Abstecher ins nahe St. Moritz bietet sich an, wo man sich mit der Hautvolée und dem Jet-Set trifft. Wer sich dann nach einem Rückzugsort sehnt, findet diesen nur 13 Bahnminuten entfernt im herrschaftlichen Haus Chesa Salis und kann hier in Ruhe ankommen.


Romantisch, echt, geschichtsträchtig 

 

Chesa Salis Historic Hotel Engadin
Fuschigna 2
7502 Bevers
  +41 81 851 16 16
  www.chesa-salis.ch
  

 

Wandervorschlag
  Via Albula (Preda – Spinas – Bever)

 

 

Bilder: Hotel Chesa Salis
Text: Claudia Ruf (WegWandern.ch)

Auf dem Sattel der Kleinen Scheidegg, auf 2061 m.ü.M. thront ein historisch bedeutendes Juwel: Das Hotel Bellevue des Alpes. Eines der wenigen noch bestehenden Grandhotels mit originaler Ausstattung aus einer Zeit vor über 100 Jahren. Verbunden sind mit dem Hotel auch die dramatischen und erfolgreichen Geschichten rund um die Eiger-Nordwand und die spektakulären Lauberhornrennen.


Silvia und Andreas von Almen (5. Generation) haben das Haus aus dem Jahre 1840 behutsam modernisiert und dabei den historischen Charme auf bemerkenswerte Art bewahrt.

Wanderbeschrieb

Das Hotel Bellevue des Alpes (+41 33 855 12 12) steht an einmaliger Lage mit Nahblick auf die Eiger-Nordwand und ist direkter Ausgangspunkt für Wander- und Wintersportler. An den Hängen, wo im Winter die Skicracks die legendäre Lauberhornpiste hinunter donnern, lässt es sich im Sommer herrlich wandern, umrahmt vom Dreigestirn der Berner Alpen: Eiger (3970 m), Mönch (4107m) und Jungfrau (4158 m). 


An bester Aussichtslage: das historische Grandhotel Bellevue des Alpes aus dem Jahr 1840 auf der Kleinen Scheidegg

 

Ikone Eiger-Nordwand mit alpiner Dramatik

«Eiger komme vom «Oger», einem Ungeheuer, das sich an der Jungfrau habe vergreifen wollen und vom Mönch daran gehindert worden sei», erzählt eine Sage der Grindelwaldner. Eiger, der «böse Nachbar» von Mönch und Jungfrau, hat ein berühmtes Ungetüm: seine Nordwand, die 1650 Meter in die Höhe ragt. Deren spektakulären Besteigungen können von der Kleinen Scheidegg verfolgt werden. Die Eiger-Nordwand ist eine Ikone für Bergsteiger, auch heute noch. Es können sehr schnelle Wetterumschwünge erfolgen, Steinschläge sind lebensgefährlich.

Wo heute Kameras und Mobiles schnell für ein paar Bilder gezückt werden, wurde einst neugierig, gespannt durch Teleskope geschaut, wie die Bergenthusiasten die Gipfel bestiegen. Als die höchsten Gipfel der Schweiz wie im Höhenrausch erklommen wurden, ertönten Donnerböller aus Kanonen zur Gratulation der Gipfelbesteigung, man feierte mit Champagner. 

Im Bellevue des Alpes, vor der Schwingtür zur Bar von 1929 hängen Fotos der Eiger-Koryphäen, ihren Bezwingern und Bergführern. Alle wohnten sie hier, die berühmten Erklimmer der Eiger-Nordwand wie berühmte Gäste ebenso.

Der Eigergipfel wurde am 11. August 1858 von der Wengernalp über die Westflanke das erstmals erstiegen: Grindelwaldner Bergführer  führten den irischen Gast Charles Barrington hinauf. Ab 1911 wurde in der Eigerwand geklettert. Nachdem zwei Seilschaften beim Versuch, die Wand zu durchsteigen, tödlich verunglückten, bekam die Nordwand den Beinamen «Mordwand». Den Schweizern Hans Lauper und Alfred Zürcher mit den Bergführern Josef Knubel und Alexander Graven gelangen 1932 die Erstbegehung der Nordostwand in einem Tag, ohne künstliche Hilfsmittel.

 

 

Vor den Augen der Hotelgäste kamen im Juli 1936 in dramatischen Situationen vier Bergsteiger um’s Leben. Einer davon schaffte noch einen Teil des Abstieges. Toni Kurz, völlig entkräftet, seine linke Hand erfroren, benötigte Stunden für das Aufdröseln des Seils, damit er eine aus den einzelnen Litzen bestehende Verlängerung zu den Rettungskräften herablassen konnte. Als er sich mit verlängerten Seilen mit einem Karabinersitz abseilen wollte, passte, nur noch wenige Meter über den Köpfen der Helfer, ein Seilknoten nicht durch das Auge des Karabinerhakens. Unfähig sich zu bewegen, verstarb Toni Kurz gegen 11:30 Uhr im Seil hängend, an körperlicher Entkräftung. Seine letzten Worte waren: «I ka nimmer.» Im Film «Nordwand», der hier gedreht wurde, mit Benno Fürmann und Ulrich Tukur, wird das schicksalhafte Drama gezeigt. (wikipedia.org/wiki/toni_kurz)

Die bekannteste und heute übliche Route durch die Eiger-Nordwand ist die Heckmair-Route. Eine lange Tour von bis zu drei Tagen Kletterei durch viele Quergänge. Anderl Heckmair in «Die drei letzten Probleme der Alpen»: «Anspruchsvoll in Biwakplätzen waren wir alle nicht, aber dieses Band war schon arg schmal! Es wollte mir absolut nicht gelingen, eine bequeme Lage zu erreichen. Von liegen war natürlich keine Rede, auch in der letzten Nacht sassen wir nur. Diesmal aber wollte nicht einmal das Sitzen gelingen! Mit den Steigeisen im Eise verspreizt (weshalb ich sie auch nicht ausziehen konnte), hing ich mit einer Schlinge um die Brust am Haken. […] «Schlaf nur weiter», meinte Wiggerl […]»

Aber bevor sie alle im Hotel Bellevue des Alpes nächtigten oder die Gäste mit ihren Fernrohren den Kletterern aus sicherer Entfernung zusahen, taten andere Pioniere ihren Teil dafür auf der Kleinen Scheidegg.


Einst ein schlichtes Berggasthaus 

 

«The inn on the Little Scheideck is a good centre for ladies’ walks […].»

«[…] From the Hotel Bellevue on the summit of the Little Scheideck the whole valley of Grindelwald lay like a map before us. From this point the bridle-path descends to the green valley famous for its immense pastures and herds and glaciers. […]», aus «A tramp through Switzerland» (S.32) von Benjamin F. Leggett, 1887. Heute noch genauso herrlich.

Man wanderte schon früh über die Kleine Scheidegg, jedoch ohne sich verpflegen oder nächtigen zu können. Das änderte sich am 30. Mai 1835, als Peter Brawand aus Grindelwald von der Berner Regierung die Bewilligung zum Bau eines Wirtshauses auf der «Alp Wergistal» erhielt. Die Alphütte «Zur Gemse» war der Grundstein für das erste bescheidene Gasthaus auf der Grindelwaldner Seite der Passhöhe. Auf der sogenannten «Oberland-Tour» zwischen Lauterbrunnen und Grindelwald konnte fortan pausiert werden. Übrigens: Ein kurz danach eingereichtes Gesuch der Nachbargemeinde für eine Wirtschaftskonzession auf der Seite von Lauterbrunnen wurde abgewiesen.

Christian Seiler kaufte 1840 die Alphütte «Zur Gemse» und vergrösserte sie. Im Zuge der touristischen Entwicklung und dem stärker werdenden Interesse an der alpinen Welt wurde das neue Hotel Bellevue mit 18 Zimmern und 30 Betten 1855 in Betrieb genommen. Bereits 1864 konnte er die Bettenzahl mittels einer Erweiterung des steinernen Passhotels durch einen Holzbau auf der Südseite erhöhen. Noch kam man nur zu Fuss, auf dem Maultier oder in der von Trägern getragenen Sänfte hinauf. Im Alpine Journal, London von 1880 wurde für das Gasthaus Werbung, besonders für die «ladie’s walks», gemacht. Es kamen immer mehr Gäste. 

Thomas Cooks «preliminary tour» des Jahres 1863, eine Pionierreise von England aus durch die Schweiz, führte zu Fuss auch über die Kleine Scheidegg. Routing: Genf – Mont Blanc – Martigny – Sitten – Leukerbad – Gemmipass – Kandersteg – Spiez – Interlaken – Lauterbrunnen – Kleine Scheidegg – Brienzersee – Brünigpass – Luzern – London. Die Damen trugen viktorianische Gewänder, man bewegte sich zu Fuss, mit der Kutsche, auf Dampfschiffen, Maultieren und mit der Eisenbahn. Miss Jemima Morrell, Mitglied des «Junior United Alpine Club», führte über diese abenteuerliche Reise ein höchst amüsantes Tagebuch, das erst hundert Jahre später in einer Box, die den Weltkrieg nur leicht verbeult überlebt hat, entdeckt wurde. Ein famoser, humorvoller, mit skurrilen Anekdoten gespickter Reisebericht.   

 

«Hier Seiler Adolf, wer dort? Fasset Euch churz!»

So tönte es, wenn man nach der Jahrhundertwende den Fernsprecher benützte und die Nummer 1, die Gemeinde Grindelwald, einstellte. Dieser Adolf Seiler, eine Autorität, hatte Ausstrahlung und auch Gebot über den Scheidegg-Pass, etwa 50 Jahre lang. Noch immer wurden aus beiden Tälern das gesamte Material und die Gäste etwa 1000 Höhenmeter auf Maultieren und Trägern auf die Kleine Scheidegg geführt. Mit der Übernahme des Gasthauses durch Adolf Seiler kam viktorianischer Schwung ins Haus. Der Glückliche fand sogar Quellwasser. Und er leitete das Abwasser nach Grindelwald. 

 

Den Weltkriegen getrotzt

Die längste Zahnradbahn der Alpen, die Wengernalpbahn, kam am 20. Juni 1893 in Betrieb. Die Kleine Scheidegg wurde zu einem eigenen touristischen Ziel für Bergenthusiasten, auch dank dem neu gebauten Hotel Bellevue anstelle der Alphütte. Adolf Seiler stellte eine Kanone vor’s Haus und ehrte mit Böllerschüssen die zahlreichen Gipfelstürmer. Der Bergtourismus boomte, wenn auch nur während der Sommerzeit. 

Die Bergschaft Wengernalp wollte gar ein eigenes Hotel, steigende Einnahmen des Tourismus verlockten. Ein zweites Hotel wurde auf dem Boden der Gemeinde Lauterbrunnen, direkt neben dem Hotel Bellevue erstellt: Hotel des Alpes. Im Sommer 1897 wurde es eröffnet und kam sogleich unter die Pacht des Konkurrenzbetriebes des Hotels Bellevue von Adolf Seiler. Der Alp-Einig, die Landsgemeinde der Bergschaft, befand jedoch, dass die Alpen besser Käse herstellen könnten als ein Hotel zu führen. 1912 erwarb Adolf Seiler das Hotel für 800000 Goldfranken. Der bauliche Zusammenschluss beider Häuser als Doppelhotel mit Veranda und grossem Saalanbau im Stil der damaligen Moderne, so, wie das Hotel heute noch steht, erfolgte 1929. Dank der Mühen der Jahre vor dem ersten Weltkrieg konnte man trotz der geschlossenen Hotels die schwierigen Kriegsjahre überleben.


Längste Zahnradbahn der Alpen, die Wengernalpbahn, kam am 20. Juni 1893 in Betrieb und brachte zahlreiche Gäste

 

«Do not touch the Lauberhorn after eleven»

Durch die verrückten 20er und 30er Jahre mit Charlston tanzenden Gästen führten dann die Hoteliers Emma, das einzige Kind und Alleinerbin und ihr Ehemann Fritz von Almen-Seiler. Die Engländer brachten das alpine Skifahren mit. In den bisher nur im Sommer bewohnten Hotels wurde Zentralheizung installiert und in der improvisierten Bar ein Holzofen-Cheminée. Wenigstens war es so während der ersten Winterbetriebe ab 1925/30 etwas wärmer. Richtig winterfest wurden die Hotels erst von 1929 bis 1930 gemacht, auch mit vielen Bädern ausgestattet, eine englische Loungehalle gebaut, die Bar mit besonderen Aquarellen geschmückt, der kleine Festsaal im französischen Stil und mit Blick auf die Nordwand, das Restaurant mit Blick von der Blüemlisalp-Gruppe zum Mönch ermöglicht.

Ein ständiges Viermann-Orchester spielte jeden Abend zum Tanz auf. Es wurde ausgiebig getanzt und grosszügig Champagner getrunken. Die Gäste erklommen täglich mit Fellen auf den Skiern das Lauberhorn und fuhren einmal pro Tag nach Grindelwald oder Wengen, von wo sie die für den Winterbetrieb umgestellte Wengernalp-Zahnradbahn hinauf auf die 2064 Meter zurückbrachte. Wenn die Sonne am nächsten Morgen zu stark schien, sodass der Schnee zu gefährlich war, hiess es auf einer Tafel vor dem Haus: «Do not touch the Lauberhorn after eleven!». Das machte den Gästen jedoch wenig aus, denn vor dem Hotel glänzte die Curling-Bahn. Man dachte an den Bau eines Skiliftes auf das Lauberhorn. Leider machte der nächste Weltkrieg alles anders. Bis der Lift fuhr wurde es 1941/42. Dank den Winter-Gebirgskursen der Schweizer Armee konnte auch diese schwierige Zeit überstanden werden.

 

Erfindung eines weltberühmten, gefährlichen Rennens

Die schon geübten Engländer bemängelten die bestehenden Läufe und drohten ihre Zeit am Arlberg zu verbringen. Woraufhin Ernst Gertsch das Lauberhornrennen gestaltete. Es avancierte zum weltberühmten, sehr schwierigen und spektakulären Weltcup-Rennen. 1930 wurde das erste offizielle, internationale Lauberhornrennen durchgeführt. Die Abfahrt ist mit ca. 45000 Metern Länge, einer Fahrzeit von etwa 2:30 Minuten die längste aller Abfahrten und bringt die FahrerInnen mit knapp 160km/h auf die höchste Maximalgeschwindigkeit. Es gehört zu den Klassikern des alpinen Skiweltcups und verlangt viel Mut, Risikobereitschaft, perfekte Technik mit passender Linienführung und hohe Kondition. Herausforderungen sind die Aerodynamik, das sich rasant steigende Tempo, der enge, felsige Hundschopf, die Minschkante mit Sprung, Kurve und Linienwahl und das verrückte Nadelöhr bis zur Gleitpassage, die dunkle, lange, steile Schussphase gegen das Ende mit drei meist vereisten Kurven und die letzte Klippe im Zielschuss. Gegen das Ende hat keiner mehr Reserven. Gründervater des spektakulären Lauberhornrennens Ernst Gertsch rettete damals das Einkommen der hiesigen Skilehrer. Schliesslich erlernten die Engländer von den Schweizer Skilehrern das Fahren. 


Fantastische Ausblicke damals wie heute beim Tafeln mit original Silberbesteck, dem Kännchen etc. hat Stil vom Feinsten

 

 

Traditionsbewusst, authentisch, gekonnt und feinfühlig

Bellevue und Des Alpes wurden erneuert und vergrössert. Es kam Nachwuchs mit Fritz und Kaspar von Almen. Der Sohn Fritz von Almen übernahm später beide Passhotels. Seine Frau Heidi führte nach seinem frühen Tod das Grandhotel bis ins hohe Alter weiter. 1998 verkaufte sie die Hotels samt Umschwung an ihren ältesten Neffen und heutigen Besitzer und Leiter Andreas von Almen.

Den heutigen Besitzern Andreas von Almen und seiner Frau Silvia liegen die Traditionen, das Authentische und besonders die Seele des Hauses am Herzen. Beide sind voller Leidenschaft, diesen wahren Schatz ihres Grandhotels zu pflegen und zu bewahren.

Als Architekt entschied sich Andreas von Almen dafür, den Rondellanbau an der Teeveranda abzureissen, weil es architektonisch unglücklich erschien. So wurde der Originalzustand wiederhergestellt. Von 2000 bis 2008 wurden alle 100 Zimmer sorgfältig restauriert. Die nostalgischen Badezimmer sind komfortabel. Die Badewannen mit den hübschen Füsschen haben glücklicherweise überlebt, sie bekamen eine neue Emaillierung.

Sich in einen der weichen, pompösen Fauteuilles zu wuseln ist herrlich entspannend. Das knarrende Holz, die Einrichtung verleihen ein Gefühl der Wärme, Ruhe. Aus dem Silberkännchen einen frisch gebrauten Kaffee zu kosten oder mit dem Silberlöffel das Schaumsüppchen zu schmecken verleiht alleine durch dieses Geschirr und Besteck Stil und Geschmack. Als Gast taucht man ein in die Zeit des Glamourösen, Faboulösen; in die Belle Epoque mit Stil und Charme. Viele Details haben die Zeit überlebt. Und trotz dieser zur damaligen Zeit als edel und pompös geltenden Innenausstattung wirkt das Hotel leicht, warm und gemütlich. Manch moderne, auf den praktischen Nutzen ausgerichtete Hotelausstattung kann nicht mit diesem Grandhotel konkurrieren. Während der Belle Epoque und Jugendstilzeit wurden die Hotels auf längere Nutzbarkeit ausgerichtet erstellt. Es wurden qualitativ hochstehende und langlebige Materialien verwendet. Und dies zeigt sich hier in diesem Grandhotel auf besondere Weise. Die Belle Epoque kannte eben keine normierten Formen. So ist jedes Zimmer, jeder Raum einzigartig. 

 

 

Das Panorama raubt einem den Atem. Der Hauch grosser Geschichte weht durch das ehrenwerte Haus. Bei vollständiger Stille das Fenster abends zu öffnen ist Auftanken für Geist und Ohr, die saubere, klare Luft ist Berg-Wellness zum Durchatmen. Viele Möglichkeiten bieten sich in dieser grandiosen Gegend zum Wandern an. Man sollte hier oben den «Bergvorteil» nutzen: früh morgens bevor die Tagesgäste anreisen geht es ab auf die Wanderung oder im Winter auf die Piste und abends, wenn alle Tagesgäste wieder abgereist sind, ist man gemütlich unter sich.

Vielleicht spielt ja gerade an diesem Abend eine Live Band auf? Musik bringt Schwung. Warum nicht auch an einem Champagner-Kelch nippen und an all die «alten, verrückten Zeiten» im bequemen Ohrensessel denken, die Bilder in sich aufleben lassen, die man hier in diesem Grandhotel wahrlich heute noch immer «zeitnah» erleben kann. Hoffentlich kann man hier noch lange in einer Zeitreise schwelgen!

Kaspar von Almen meint: «A timelag? Man pendelt zwischen Vorgestern und Heute. Doch ist die Verwirrung des Zeitgefühls erklärbar mit der Echtheit von Innenarchitektur, Mobiliar und Gemälden.» Er bringt das Zeitgefühl wieder auf den Punkt: «Auf dem Barstuhl bleibe man besser «on the rocks» – und Ort und Zeit stabilisieren sich wieder.»

 

 

 

Hotel Bellevue des Alpes
3801 Kleine Scheidegg
  +41 33 855 12 12
  www.scheidegg-hotels.ch
  

 

Wandervorschlag
   Männlichen – Kleine Scheidegg

 

 

Quellen:
– «Berg Hotels – zwischen Alpweiden und Gipfelkreuz» von Roland Flückiger-Seiler, Verlag Hier und Jetzt
– «Von Casanova bis Churchill – Berühmte Reisende auf ihrem Weg durch die Schweiz» von Barbara Piatti, Verlag Hier und Jetzt
– www.scheidegg-hotels.com, Historie von Kaspar von Almen

 

 

Bilder: Hotel Bellevue des Alpes
Text: WegWandern.ch (Claudia Ruf)

Über den Tannen – ein Film von Esther Heeb

Der Film „Über den Tannen“ zeigt das künstlerische Schaffen von Barbara Gwerder, in der imposanten, schroffen Bergwelt des Muotatals (SZ) und der Ruosalp (UR).

Im Rahmen ihres Projekts „AlpStreich“ malt die Künstlerin, teils unter schwierigen Bedingungen direkt vor Ort, auf einer Höhe von 1800 Metern, grossformatige Bilder. Barbara Gwerder hat für dieses Projekt 2015 den PRIX FEMS gewonnen der mit Fr. 100’000.– dotiert ist und ihr ermöglicht hat, ihre Arbeit über ein Jahr lang in den Bergen weiterzuführen. Es sind über sechzig Werke entstanden die im Februar 2018 im Musée Espace Arlaud in Lausanne erstmals öffentlich gezeigt wurden.

Dieser Dokumentarfilm zeigt, wie die Künstlerin unter freiem Himmel im Wechsel der vier Jahreszeiten und den entsprechenden klimatischen Veränderungen versucht etwas von der gigantischen, atemberaubenden, wilden Landschaft einzufangen um es auf ihre Bilder zu übertragen.

 

Über den Tannen – Trailer

 

 

Kino Spieldaten:

Schweizer Filmpremiere
Kino Leuzinger, Altdorf  27. September 2018, 20.15 Uhr
Filmeinführung und Apéro

Weitere Vorführung: Samstag, 13. Oktober, 17.15 Uhr. 


Luzerner Premiere
stattkino luzern,  6 . Oktober 2018, 16 Uhr
Gespräch mit der Filmemacherin und der Künstlerin

Weitere Vorführung 7. Oktober 2018, 16 Uhr

Zusatzvorstellung: Sonntag, 14. Oktober, 16.00 Uhr

 

 

 

Kontakt
Esther Heeb
Sihlfeldstrasse 124, 8004 Zürich
  +41 41 79 415 67 92
  www.ueberdentannen.ch
  

Alpenchic mit Matterhornblick! Das Riffelhaus 1853 thront auf 2548 Metern Höhe gegenüber dem majestätischen Matterhorn. Als ältestes Berghotel überhaupt und als zweites Hotel in Zermatt erbaut, schrieb man hier Bergsteiger- und Hotelgeschichte. Ein Zeitzeuge, welches das «Goldene Zeitalter des Alpinimus» einläutete.

Wanderbeschrieb

Das Matterhorn, 4’478 m.ü.M, lässt sich vom Riffelhaus 1853 (+41 27 966 65 00) aus rund um die Uhr geniessen. Herrlich, im warmen Sprudelbad mit Blick auf’s «Hore» zu sitzen, oder im Dampfbad mit Panoramafenster seine Auszeit zu geniessen. Das Riffelhaus 1853 bietet eine der schönsten Sonnenterrassen von Zermatt. Auch ins gemütliche, mit viel Holz ausgestattete und schicke Zimmer grüsst das «Hore». Einmalig!


Riffelhaus 1853 auf  über 2500 Metern Höhe über Meer

 

Pioniertaten

Drei geistliche Herren aus Zermatt namens Ruden, Kronig und Welschen erwarben 1853 für den Bau eines kleinen Gasthauses mit 18 Betten von der Burgergemeinde ein Stück Boden auf dem Riffelberg.

Allein der Gedanke treibt einem den Schweiss hervor, wenn man bedenkt, dass für den Bau des ursprünglichen Gasthauses auf 2548 Metern über Meer im Jahr 1853 von der Riffelalp das Holz und alles Übrige von Zermatt her mit Lasttieren und Menschenkraft herbeigeschafft werden musste. Dann kamen sie, die unzähligen Bergsteiger, Gipfelstürmer und Bergtouristen. 

 


Das Riffelhaus 1853 wurde 2014 vom Namen Riffelberg wieder in seinen ursprünglichen Namen Riffelhaus umgetauft

 

Goldenes Zeitalter des Alpinimus

Am 01. August 1855 startete Charles Hudson in einer hellen Vollmondnacht vom Hotel Riffelberg aus die Erstbesteigung des höchsten Schweizer Gipfels auf 4634m.ü.M. – die Dufourspitze. Geführt wurde Hudson von den Bergführern Johannes und Matthäus Zumtaugwald aus Zermatt und Ulrich Lauener aus Lauterbrunnen. Die Dufourspitze war also vor dem Matterhorn bestiegen. Als Edward Whymper am 14. Juli 1865 dank der Bergführer Peter Taugwalder Vater und Sohn sowie Michel Croz aus Le Tour bei Chamonix das Matterhorn erklomm, war Charles Hudson wiederum dabei. 

Einige Prominenz war auf der Dufourspitze. Der spätere Papst Pius XI, Achille Ratti war 1889 Gast darauf. Erstaunlich auch, der englische Premierminister, von dem man eher den Spruch «Sport ist Mord» kennt; Winston Churchill erklomm am 23. August 1894 die höchste Spitze der Schweiz. Am 14. Juli 1990, anlässlich der 125-Jahr-Feier zur Erstbesteigung des Matterhorns, bestieg der Bergführer Ulrich Inderbinen das Matterhorn als 90ig Jähriger. Chapeau! 

Das Mont Blanc Massiv war und ist heute noch ein Magnet, dank der vielen Viertausender, die sich hier anbieten. Mit dem Trend der Gipfelbesteigung der damaligen Zeit begann eine glühende Epoche des Alpinismus. Das Riffelhaus diente unzähligen Bergbesteigern als Basisstation.


Im Riffelhaus finden sich zahlreiche Gemäldeporträts von Zermatter Bergführern aus zwei Jahrhunderten. Darunter Namen wie Zumtaugwald, Anthamatten, Taugwalder, Inderbinen, Julen uvm.

 

 


Dein Sport, mein Beruf; klingt wie eine Berufung zur Gastfreundschaft für die Berggäste

 

«Climbing the Riffelberg»

Auch anderes Publikum zog es hierher. Das Riffelhaus diente 1969 gar als Filmkulisse in Ken Russells «Woman in Love».

Im Zimmer 32 logierte am 18. August 1878 ein ganz spezieller Gast: Mark Twain. In seiner Lektüre von «Climbing the Riffelberg» mokiert sich Twain (1835-1910) über das Aufhebens, das Expeditionen des 19. Jahrhunderts machten, wenn sie die alpine Welt von Zermatt erkunden wollten. Der Reiz dieses Schreibstückes: Eine heroische und vollkommen übertriebene Darstellung einer Expedition. Wahnwitzig ausgestattet mit 22 Fässern Whiskey, 154 Regenschirmen, 27 Fässchen Opiumtinktur… reisten 205 Teilnehmer, inklusive Maultieren, Kühen, Büglerinnen und Pasteten-Bäckern; typisch in seiner satirischen Art schrieb er. Vielleicht sogar eine Hommage an die Gattung der Bergsteigerberichte.

Es wäre ein amüsantes Lesen im Sprudelbad mit Blick auf das Matterhorn.


Gemütlichkeit

 

Überzeugung und Glaube an die touristische Zukunft

Die einstigen Erbauer des Riffelhauses, die dem damals armen Bergbauerndorf dank der Entwicklung des Bergtourismus trotz aller Unkenrufe beweisen konnten, dass im Tourismus die Zukunft von Zermatt liegt, verkauften 1862 das Gasthaus an die Burgergemeinde. Es erfolgten einige Um- und Ausbauten, 1982 eine umfangreiche Renovation. Sanierung und Umbauten veränderten die Gebäudestruktur jedoch nie. Es wurde viel Wert auf den rustikalen-traditionellen Charakter gelegt.

So entstand 1940 das besonders schöne Rondell-Restaurant, von dem aus man «angesichts» des «Hore» Schweizer Spezialitäten geniessen kann. Den Bergsteiger-Apéro genehmigt man sich heute in der alten Skistube, die in den Originalzustand zurückversetzt und als Bar ausgestattet wurde. Hier hausten früher die Skilehrer und Bergführer. Sogar als Filmkulisse diente das Riffelhaus. Raymond Kronig, neuer Gastgeber seit 2014 und die Burgergemeinde von Zermatt, glauben nach wie vor an die Kraft dieses Hauses. Dies zu Recht!


Das «Willscht dü Leid und Schmärz vergässu: müescht am Pfeischter ds Mittag ässu!» 

 

Wanderparadies mit viel Sonne

Hochromantisch ist der Sonnenaufgang, für den es sich lohnt, früh aus den bequemen Betten zu steigen. Faulenzen lässt es sich auch später. Es ist Bewegung angesagt. Im Winter liegen die Skipiste und sonnige Winterwanderwege direkt zu Füssen. Vom Frühling bis Herbst lohnt sich das Wandern hier sehr. Ein einmaliges Blütenmeer von Bergblumen gibt es zu bewundern. Wenig Regen und viel Sonne sorgen für eine farbige Blütenpracht. Das Klein Matterhorn wurde am 01. Januar 2010 von Schweizer Meteorologen zur sonnigsten Ecke, mit den meisten Sonnenstunden, der Schweiz erklärt.

Das Riffelhaus steht natürlich auch den weniger Sportlichen mit seiner Wellnesslandschaft, seinen sehr gemütlichen Zimmern und Suiten mit viel Alpenchic zum Chillen zur Verfügung – und überall wird man vom Matterhorn begrüsst. Die Zimmer präsentieren sich mit viel Arvenholz in klaren Linien.

 

 

Wer sich kulinarisch etwas Gutes tun will: Eine delikate, echte und ehrliche Küche verwöhnt mit Walliser Speisen aus frischen Zutaten aus der Region. Bergkräuter sind eine Bereicherung. Die hauseigenen Trockenfleisch-Spezialitäten, die der Küchenchef in der eigenen Fleischtrocknerei herstellt, kombiniert mit einem edlen Tropfen aus der Region schmecken auf dieser Höhe besonders gut.

Raymond Kronig; seine Urgrossmutter stammt übrigens direkt von der Matterhornerstbesteiger-Familie Taugwalder ab, ist ein ausgewiesen erfahrener Gastgeber. Seit der Übernahme 2014 durch Kronig heisst das Hotel Riffelberg wieder wie ursprünglich: Hotel Riffelhaus. Es zeigt die Verbundenheit mit den traditionsreichen Ursprüngen. 2014 wurde es unter seiner Ägide nochmals komplett renoviert und erstrahlt in neuem Glanz.


Zeitgemässer Komfort, schönstes Arvenholz, gemütliche Schlichtheit auf 2500 Metern Höhe

 


Sprudelbad mit Blick auf’s Matterhorn – zum Greifen nah

 


Das «Hore»

 

 

Riffelhaus 1853
Riffelberg 2500m
3920 Zermatt
  +41 27 966 65 00
  www.riffelhaus.ch
  

 

Wandervorschlag
  Gornergrat – Rotenboden – Riffelsee – Riffelberg

 

 

Bilder: Riffelhaus 1853
Text: WegWandern.ch (Claudia Ruf)

«Im Grunde gefällt mir’s nirgendwo so gut», schrieb der deutsche Philosoph Nietzsche vor mehr als hundert Jahren über das Engadiner Fextal. Zurecht: Das autofreie Val Fex ist wohl eines der schönsten Seitentäler des Engadins überhaupt.

Ganz hinten im Fextal findet man das historische Hotel Fex an prachtvoller Lage mit einmaligem Panoramablick in die Berg- und Gletscherwelt. Ein Juwel aus den Anfängen des alpinen Tourismus. 

Wanderbeschrieb

Nur wenige Schritte hinter dem Silser Dorfplatz beginnt eines der schönsten Seitentäler des Engadins: Das Fextal. «Val Fex»: Der Begriff stammt aus dem Romanischen. «Feda» bedeutet soviel wie Schaf. Die Bergeller brachten nämlich einst grosse Schafherden ins Tal.

Das weitgehend autofreie Fextal verzaubert wohl jeden Wanderer. Das 8 km lange Tal bietet Sommer und Winter ein abwechslungsreiches Wegnetz. Im Sommer findet man eine einzigartige Alpenflora mit duftenden Blumenwiesen. Nirgends sonst in der Schweiz wächst das Edelweiss so zahlreich. Und im Winter locken Schneeschuhtouren oder eine romantische Fahrt mit der Pferdekutsche durch das Winterwunderland.

1954 wurde das gesamte Tal unter strengen Natur- und Landschaftsschutz gestellt. Hier findet man keine Parkplätze, keine Skilifte, keine Sesselbahnen, keine Freileitungen, keine neuen Ferienhäuser. Sondern hört nur das Rauschen der sprudelnden Bergbäche, die hellen Glocken der Kutschenpferde oder das Knirschen der eigenen Schritte im Schnee.

 


Auch im Winter ein Traum – Das Val Fex

 

Einzigartiges Juwel: Hotel Fex

Fernab vom Alltagstrubel, zuhinterst im Fextal, findet man das historische Hotel Fex (+41 81 832 60 00). An prachtvoller Lage errichtet, mit einmaligem Panoramablick in die Berg- und Gletscherwelt, gehört es zu den Juwelen aus den Anfängen des alpinen Tourismus. Aber das in den 1850er Jahren erbaute Hotel stand nicht schon immer dort. Ursprünglich stand es in St. Moritz Bad. 1900 wurde es dort komplett abgebaut, in Einzelteilene zerlegt, mit Pferdefuhrwerken ins Fextal transportiert und dort wieder aufgebaut. Ab 1903 wurde es als Hotel betrieben. 60 Jahre lang wurde es von der Familie Zollinger geführt, bevor es 2010 von der Familie Marc und Lotte Bär-Schilder, den heutigen Besitzern, übernommen wurde. 


Gastfreundschaft seit 1850

 

Ökologisch, ökonomisch und sozial

Die Lage und Architektur macht das Hotel einmalig und traditionell. Abgeschieden vom Lärm findet man hier Erholung und Ruhe. Ein Traum sich einfach am Abend bei Kerzenschein und Kaminfeuer von den Köstlichkeiten aus Küche und Keller verwöhnen lassen zu dürfen.

Das zur Vereinigung «Swiss Historic Hotels» gehörende Hotel Fex besticht durch seine Unverwechselbarkeit. Unter anderem durch die konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeits Leitgedankens, die Werterhaltung des Hauses durch sanfte Renovation, die Qualität der Produkte und die Leistung der Mitarbeitenden. Nachhaltig bedeutet für das Hotel Fex, ökologisch, ökonomisch und sozial Verantwortung zu leben. 

 

 

Die verwendeten Produkte und Dienstleistungen sind ohne Ausnahme von sehr hoher Qualität. In der Küche wird Wert auf frische, nach Möglichkeit einheimische und biologische Produkte und auf eine ungekünstelte, frische Zubereitung gelegt, die sich an den Zielen von Slow Food orientiert. 

Die Umwelterklärung des Hotel Fex zeigt den Gästen, was gelebte Nachhaltigkeit bedeutet.  

 

Offline-Modus

Hier gilt der offline-Modus: kein Fernseher, kein Radio, kaum Telefon, (fast) kein Internet. Dafür angenehme Räume zum Verweilen, Lesen, Denken, Philosophieren und Entspannen. Zum Beispiel im original erhaltenen Speisesaal mit Blick auf den Gletscher, im Teesalon zum Apero oder Schlummertrunk, in der gemütlichen Stüva mit Kaminfeuer, auf der Veranda, wo man auf Wunsch ein Kräuterfussbad für die geplagten Wanderfüsse haben kann – hier kann man verweilen und geniessen.


Der original erhaltene Speisesaal

 

Elekrosmogfrei Schlafen

Alle Hotelzimmer bieten einen unvergleichlichen Blick in die Natur – egal ob gegen Süden zum Gletscher hin oder gegen Norden zum Talausgang. Die Zimmer sind frei von Elektrosmog. Vier Doppelzimmer wurden im Jahr 2011 sanft renoviert und verfügen über einen wunderschönen Holzboden, eine Kneipp- und Regendusche und einen begehbaren Schrank. Die restlichen Zimmer sind rustikal und strahlen Charme aus.

Für Hotelgäste stehen täglich 2 Bustransfer nach Sils hin und zurück zur Verfügung.


Hier schläft es sich gut und elektrosmogfrei

 

 

 

Hotel Fex
Via da Fex 73
7514 Fex/Sils
  +41 81 832 60 00
  www.hotelfex.ch
  

 

Wandervorschläge
  Fextal / Val Fex: Sils – Muott’Ota – Hotel Fex – Sils
  Furtschellas – Lej Sgrischus – Val Fex / Fextal – Sils

 

 

Bilder: Hotel Fex
Text: Yvonne Zürrer (WegWandern.ch)

Übernachtung auf der Berghütte? Das muss unbedingt mit!

Du hast dich dazu entschlossen, nach der Wandertour auf einer kuschligen Berghütte einzukehren und dort zu übernachten? Eine super Idee, denn so kannst du deinen Wanderausflug noch bis in den nächsten Tag ausdehnen. Allerdings solltest du einige Dinge dabei haben, damit die Übernachtung auf der Wanderhütte auch ein voller Erfolg wird.

 

Die verdiente Erholung nach einem anstrengenden Tag

Keine Frage, so eine Übernachtung auf einer Skihütte ist schon etwas ganz besonderes. Nach einem langen und meist auch anstrengenden Tag kommt man hier zur Ruhe und lässt den Abend vor dem Cheminée ausklingen. Prasselndes Feuer und vielleicht auch ein feines Glas Wein inklusive – Hauptsache Entspannung. Und dazu gehört natürlich auch die passende Kleidung, oder hast du schon einmal versucht, in einer engen und unbequemen Hose zu entspannen? Klappt nicht so richtig, oder? Viel besser dagegen klappt es mit bequemen und trotzdem stylischen Outfits für Damen und Herren. Was dabei unter keinen Umständen fehlen darf, ist ein klassischer Strickpulli aus kuschlig weicher Wolle und die passenden Accessoires, wie warme Schals und Mützen. Denn schliesslich möchte man ja nicht nur in der Hütte einen guten Eindruck hinterlassen, sondern auch beim Holzhacken vor der Tür.

 

Information ist Pflicht!

Neben dem passenden und vor allem auch ausreichend warmen Outfit ist natürlich auch Information Pflicht. Denn, wie sonst solltest du wissen, was du alles für deine Übernachtung auf der Hütte einpacken musst? Das ist jedoch nicht so schwierig, wie man vielleicht beim ersten Mal denken könnte. Die meisten Hütten informieren nämlich online über die Ausstattung, die die Gäste vor Ort vorfinden können. Die Vereinigung der Schweizer Hütten informiert Interessierte online über das jeweilige Angebot.

Je nach Umfang der jeweiligen Ausstattung, solltest du dann noch einige Dinge mitbringen für deine Übernachtung. Wenn du allerdings den Weg zur Hütte zu Fuss zurücklegst, wirst du damit etwas eingeschränkt sein, denn schliesslich musst du diese Dinge dann ja schleppen. Beschränke dich daher auf das unbedingt Nötigste und halte nach Varianten Ausschau, die nicht viel Platz wegnehmen und leicht zu tragen sind. So gibt es beispielsweise Hand- und Duschtücher aus Mikrofaser. Die sind sehr klein und leicht und nehmen so nicht viel Platz im Rucksack in Anspruch. Für einen Wanderausflug also ideal.

 

Kleine und handliche Alternativen zu den häufigsten Gebrauchsgegenständen

Mittlerweile gibt es noch viele weitere praktische Alternativen zu den Dingen, die man bei einer Übernachtung gerne dabei haben möchte. Das eigene Kopfkissen zum Beispiel. Einige Menschen haben ja echte Probleme einzuschlafen, wenn sie nicht ihr eigenes Kopfkissen benutzen können. Nun ist ein herkömmliches Kopfkissen in der Regel aber recht gross und geräumig und so nicht unbedingt der ideale Begleiter auf einer Wandertour. Doch auch für diesen Fall gibt es praktische Kissen, die sich sehr klein zusammenfalten lassen und nur wenig wiegen. Solltest du dir also ohnehin ein neues Kissen anschaffen wollen, achte darauf, dass du es einfach auf deine Wandertour mitnehmen kannst.

 

Auf Katzenwäsche vorbereitet sein

Natürlich möchtest du dich nach einer anstrengenden Wanderung sicherlich auch ein bisschen frisch machen. Sollte die Hütte allerdings kein Bad mit Dusche besitzen, musst du in diesem Fall improvisieren. Und auch darauf solltest du vorbereitet sein. Neben dem Mikrofaser-Handtuch, das wir bereits empfohlen haben, solltest du auch Waschlappen und natürlich Seife dabei haben. Zahnbürste, Zahnpasta und Deo gehören ohnehin in jeden Rucksack. Trotzdem solltest du, bevor du zu deiner Übernachtung auf der Hütte aufbrichst, noch einmal nachsehen, ob du diese Dinge auch wirklich mit dabei hast. Es ist schon vorgekommen, dass Reisende dachten, diese Dinge dabei zu haben, und sie dann beim letzten Besuch auf einer Hütte vergessen haben. Also: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig nachschauen.
Zum Frischmachen gehört natürlich auch frische Kleidung mit dazu. Die solltest du ohnehin dabei haben. Ein T-Shirt, Hemd, Unterwäsche und vor allem flauschige Socken, die die Füsse auf der Hütte schön warm halten, gehören in jeden Rucksack.
Für Wanderer, die zum ersten Mal in der Schweiz auf einer Hütte übernachten, haben wir noch folgenden Hinweis: Es wird gerne gemeinsam in der Berghütte zu Abend gegessen – und zwar pünktlich. Darauf solltest du achten, um nicht unangenehm aufzufallen. Einen grossen Vorteil hat das frühe und gemeinsame Essen auf jeden Fall: So kann man relativ zeitig damit anfangen, den Abend ausklingen zu lassen. Vielleicht sogar auch mit den Menschen, die man beim gemeinsamen Abendessen kennengelernt hat.

 

Reserviere rechtzeitig

Noch ein besonders wichtiger Tipp zum Abschluss: Wenn du in den beliebten Monaten eine Übernachtung auf einer Berghütte planst, solltest du in jedem Fall rechtzeitig reservieren. Wie du dir vorstellen kannst, ist diese Form des Wanderns mit Übernachtung in den höheren Lagen der Schweizer Berge sehr beliebt und die Hütten daher schnell ausgebucht. Besonders für Familien mit Kindern heisst es daher: Schnell sein! Übrigens bedeutet das auch, dass du rechtzeitig absagen solltest, falls etwas dazwischen kommt. So kann sich vielleicht noch ein anderer Gast über das frei gewordene Bett freuen.

Es ist das höchstgelegene Berggasthaus in den Schweizer Alpen und eines der ältesten: Das Berghotel Faulhorn. Beinahe unverändert hat das auf 2681 m.ü.M. gelegene Berghotel seit dem Bau im Jahr 1830 die Zeit überstanden.

Schönste Sonnenauf- und -untergänge und ein unvergleichliches 360°-Bergpanorama mit dem Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau sind spektakulär.

 

Wanderbeschrieb

Ein absoluter Klassiker! Auf dem Panorama-Höhenweg der Superlative von der Bergstation First oder von der Schyngige Platte aus sind spektakuläre Aussichten garantiert. Die Mühe des Aufstiegs des nur zu Fuss erreichbaren Berggasthaus Faulhorn (Juli bis Oktober: +41 33 853 27 13 / November bis Juni: +41 33 853 10 28) lohnt sich: Ein überwältigendes 360°-Bergpanorama wartet.

Der Rundblick reicht im Norden bis zum badischen Schwarzwald und den elsässischen Vogesen. Bei optimaler Fernsicht lassen sich gar sieben Schweizer Seen entdecken: Brienzer-, Thuner-, Vierwaldstätter-, Zuger-, Murten-, Neuenburger- und Bielersee. Im Süden zeigt sich die imposante, vergletscherte Bergwelt der Berner Hochalpen, dominiert vom berühmten Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Genuss des Panoramas bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang – Romantik pur!


Auf dem Faulhorngipfel: Berghotel Faulhorn (Bild: Markus Zimmermann)

 


(Bild: Markus Zimmermann)

 

Pionierbau

Wie ein Adlerhorst thront das alte Berghotel auf dem Faulhorngipfel – eine einmalige Lage! Der Berg und das Gasthaus verdanken ihre Namen dem zerbröckelnden schwarzen Kalkschiefer, dem sogenannten «faulen Gestein».

Das 1832 eröffnete Berghotel Faulhorn ist das älteste und höchstgelegene Berghotel in den Schweizer Alpen. Der Bau des Berghotels Faulhorn war eine enorme Leistung und Pionierarbeit. Die Steine für den Bau des Hotels mussten aus dem Felsen gesprengt und zum Bauplatz getragen werden. Bedingt durch die extreme Höhenlage und die Abhängigkeit vom Wetter, war die Bausaison nur in den Sommermonaten möglich. Lebensmittel, Getränke und selbst die Post wurden mit Maultieren hinauf transportiert. Ab Grindelwald satte 1600 Höhenmeter bis nach oben. Erst 1893 fuhren zum ersten Mal Gäste von Wilderswil mit der dampfbetriebenen Bahn auf die Schynige Platte hinauf. Die vierte und letzte Sektion der Firstbahn wurde 1947 fertiggestellt.


(Bild: Markus Zimmermann)

 


(Bild: Markus Zimmermann)

 

Die Anfänge

In den Anfangsjahren wagten sich nur wenige zu Fuss hinauf. Selbst die Einheimischen hatten riesigen Respekt vor den Bergen. Es brauchte finanzielle Anreize, um sie zu überzeugen, weiter in die Berge vorzudringen oder sogar Gipfel zu besteigen. Aber schon bald erkannten die jungen Männer, dass man damit Geld verdienen konnte. Nun wollten viele Bergführer sein. Die gut betuchten männlichen Touristen liessen sich auf einem Maultier, Frauen in Tragstühlen zum Faulhorn hinauftragen. Ein kostspieliges Unterfangen. Immerhin brauchte es vier starke Träger, von denen jeder 6 Schweizer Franken erhielt.

 

 

Das Berghotel erlebte einige Wirte. Der verrückteste war aber Fritz Bohren alias «Pintenfritz» – ein Original. Er führte nicht nur die «Pinte», wie das heute noch bestehende Hotel Bellevue in Grindelwald im Volksmund heisst, sondern von 1888 bis 1926 auch das Berghotel Faulhorn. Einen Stumpen lässig im Mundwinkel, Schalk in den Augen und auf’s rechte Ohr eine Schiebermütze gedrückt – so kannten ihn seine Zeitgenossen.

Das Faulhorn zog auch allerlei Persönlichkeiten an. Bereits noch in der Bauphase 1831 besuchte der Musiker und Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy das Berghotel. Selbst die niederländische Königin Wilhelmine wagte sich in den 1930er Jahren hinauf.


(Bild: Markus Zimmermann)

 

Heute wie damals

Heute wird das Berghotel in 4. Generation von Christian Garbani und seiner Frau Nina geführt. Hier findet man kein Trinkwasser aus dem Hahn oder WLAN. Dafür erlebt man den Charme vergangener Zeiten. Die gemütliche Stube mit den getäfelten Wänden und dem wärmenden Ofen sowie die Sonnenterrasse laden zum Verweilen ein. Serviert wird eine gutbürgerliche Schweizer Küche mit einer Prise Neuzeitlichem.


Die gemütliche Stube (Bild: Markus Zimmermann)

 

Fast alles ist original erhalten. Die Biedermeier-Einrichtung ebenso, wie ein Nachthemd und Alltagsgegenstände des berühmten Wirts «Pintenfritz». Die Holzböden knarren, die Mauern sind schief. In den Zimmern, die liebevoll eingerichtet und im ursprünglichen Zustand belassen sind, findet man Biedermeier-Betten, Waschschüsseln und -krüge aus der Gründerzeit. Direkt vor den Fenstern bieten Eiger, Mönch und Jungfrau einen prächtigen Anblick. Auch in den Matratzenlagern mit Kissen und Duvets lässt sich herrlich schlafen. 

Ein einmaliges und unvergessliches Bergerlebnis.


Zimmer mit original Biedermeier-Betten auf knorrigem original Holzboden, Waschschüsseln und -krüge (Bild: Markus Zimmermann)

 

 

Berghotel Faulhorn
3818 Grindelwald
  +41 33 853 27 13 (Juli bis Oktober)
  +41 33 853 10 28 (November bis Juni)
  www.faulhorn.ch
  

 

Wandervorschlag
  First – Bachalpsee – Faulhorn – Schynige Platte

 

 

Bilder: Markus Zimmermann
Text: WegWandern.ch (Yvonne Zürrer)

Auf der Via Spluga von Zillis nach Splügen kommt man dem Getöse eines Wasserfalls besonders nah. 8000 Sprengungen, 7 Jahre waren nötig – Das Lebenswerk von Christian Pitschen-Melchior: Die Rofflaschlucht! Er schuf fast Unmögliches: Vom historischen Gasthaus begibt man sich auf eine begehbare Felsengalerie in die Schlucht, ganz hinten führt der Weg hinter dem Wasserfall und somit unter dem Rhein hindurch. 

Das historische Gasthaus Rofflaschlucht, aus dem Jahr 1639, ist untrennbar mit der Erschliessung der spektakulären Schlucht verbunden.

Wanderbeschrieb

Wer auf der A13 durch die Schlucht fährt, kann nicht erahnen welch Wunder sich darin verbirgt. Nur zu Fuss lässt sich die Einmaligkeit der Rofflaschlucht und des darin verborgenen Wasserfalles erleben. Wer auf der Via Spluga zwischen Zillis und Splügen unterwegs ist, kommt unmittelbar am historischen Gasthaus Rofflaschlucht (+41 81 661 11 97) vorbei. Ein Abstecher führt hier über Felsengalerien hinein in die imposante Schlucht und zum Wasserfall. 

Das erste nachgewiesene Gasthaus in der Rofflaschlucht entstand bereits 1639. Vieles deutet aber darauf hin, dass hier bereits zuvor Gebäude bestanden haben mussten. Während Jahrhunderten war der Alpenübergang über den Splügenpass nach Italien ein wichtiger Saumweg zur Güterbeförderung und in dieser Gegend der einzige Weg in den Süden. Das Gasthaus war Raststätte und Unterkunft für Mensch und Tier. Erst mit der Eröffnung des Gotthardtunnels 1882, verlagerte sich der Verkehr, und der Passübergang verlor an Bedeutung. Die Erwerbsmöglichkeiten für die Besitzer des Gasthauses Rofflaschlucht blieben grösstenteils aus.

 

 

Die Rofflaschlucht – Ein Lebenswerk

1833 kaufte Johann Melchior von Ferrera das «Gut bey der Steinernen Brücke samt den darauf liegenden Gebäuden in Bestallung und Hütte für den Preiss Von Gulden 485». 1885 vergrösserte Andreas Melchior, der Sohn des Käufers, das «Albergo», wie das Gasthaus wegen den vielen italienischen Gästen damals genannt wurde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beschloss Christian Melchior-Pitschen, der Sohn von Andreas Melchior, nach Amerika auszuwandern. Die Überfahrt wurde den Auswanderern von der Gemeinde bezahlt. Zur grossen Immigrationswelle nach Amerika gehörten damals eine Rekordzahl von Schweizern. Viele verliessen wegen der Armut das Land. Es war eine Zeit des grossen Umbruchs und der grossen Depression.

Die Eltern von Christian Melchior-Pitschen bewirteten während seiner Auswanderungszeit das Gasthaus weiter. Er fand in Amerika, unter anderem, Arbeit als Diener bei einem reichen Engländer. Auf einer gemeinsamen Reise kamen sie auch zu den Niagarafällen. Er erkannte, wie mit diesem Ausflugsziel Geld zu verdienen war. Nach diesem Erlebnis dachte er noch oft an die Niagarafälle und wusste, dass es zu Hause in der Schweiz auch einen Wasserfall gab, dieser jedoch nur zu hören war, da in die Schlucht kein Weg führte.

 

 

Zurück in der Heimat machte sich Christian Melchior-Pitschen daran den Wasserfall in der Rofflaschlucht, im hintersten Teil des Tales gelgen, für das Publikum zu erschliessen. In mühseliger Handarbeit, in den Wintern zwischen 1907 und 1914 – im Sommer arbeitete man in der Landwirtschaft–, sprengte Christian Melchior mit Handbohrern und rund 8000 Sprengladungen eine Galerie aus dem Fels bis zum Wasserfall. Über 10’000 Sprenglöcher mussten mit einfachsten Handwerkzeugen in den Fels geschlagen werden. Viel Ausdauer und Kraft waren nötig, um die Sprenglöcher in den harten Stein zu schlagen. Er schuf eine Felsengalerie, die in die Rofflaschlucht und zuhinterst sogar hinter den Wasserfall und somit unter dem Rhein hindurch führt. Der Weg startet heute zuerst durch das Restaurant – wo sich der Eingang befindet – ins Museum, welches die spannende Entstehungsgeschichte der Schlucht dokumentiert, und weiter in die Schlucht.

Der grosse Besucherandrang blieb zwar am Anfang aus, dennoch gelang es Melchior mit der neuen touristischen Attraktion, die Existenz des Hotels und damit das Überleben seiner Familie zu sichern. Christian Melchior-Pitschen starb 1940 und hinterliess mit seinem Werk eine Attraktion für Generationen nach ihm.

 

 

 

Die 6. Generation

Heute wird das Gasthaus Rofflaschlucht und die Schlucht in der 6. Generation von der Familie Doris und Fluregn Melchior-Lanicca, den Nachfahren, geführt. Der heutigen Generation ist Nachhaltigkeit und direkte Wertschöpfung sehr wichtig. So legt sie viel Wert darauf, dass das auf den Tellern servierte, aus naturnaher Produktion aus der Region stammt. Selbst die Tischtücher und das Sonnendach wurden in der eigenen Webstube handgewoben. Auch das Holz, für die langen Tische auf der oberen Terrasse, stammt aus dem hiesigen Wald und wurden in der eigenen Sägerei geschnitten, gehobelt und verarbeitet. 

Heute wird mit Holzhackschnitzeln geheizt, das Brauchwasser wird mehrheitlich mit Solarkollektoren durch die Sonne erhitzt und die Hälfte des elektrischen Stroms stammt aus dem eigenen in die Wasserversorgung eingebauten Kleinwasserkraftwerkes.

 

Gemütliches Gasthaus

Im Restaurant werden Spezialitäten wie frische Forellen, Rösti sowie im Sommer bei schönem Wetter verschiedenes vom Grill serviert. Auch die Sonnenterrassen laden zum Verweilen ein.

 

Die 9 Zimmer wurden in den letzten Jahren sanft renoviert. Schritt für Schritt, ein Raum nach dem anderen. Der grössere Teil der Zimmer verfügt über Dusche und WC. Für Preisbewusste gibt es jedoch auch noch ein paar Zimmer mit Etagendusche/WC. 

Familien fühlen sich in den grosszügigen Mehrbettzimmern auf 2 Etagen besonders wohl; der Kinderspielplatz sorgt für Abwechslung.

Die Geschichte der Rofflaschlucht ist so faszinierend wie die Schlucht selbst. Einen Aufenthalt im gemütlichen Gasthaus kombiniert mit dem Besuch der Schlucht: Man muss einfach da gewesen sein!

 

 

Gasthaus Rofflaschlucht
Familie F. Melchior-Lanicca
Rofflaschlucht 141
7440 Andeer
  +41 81 661 11 97
  www.rofflaschlucht.ch
  

 

Wandervorschlag
  Zillis – Andeer – Rofflaschlucht – Splügen

 

 

Bilder: Gasthaus Rofflaschlucht
Text: WegWandern.ch (Yvonne Zürrer)

Die besten Wanderziele entlang der Tour de France 2018

Naturliebhaber zieht es besonders in der Sommerzeit wieder hinaus in die Wälder, zu hohen Bergen und auf unentdeckte Pfade. Wandern macht Spass, ist für alle Altersklassen geeignet und auch noch gut für die Gesundheit. Und Wandern kann man fast überall. Europa hat viele lohnenswerte Wanderziele zu bieten. Neben der Schweiz zählt besonders Frankreich zu den Top-Favoriten für jeden Naturliebhaber. Diesen Sommer gibt es noch mehr Gründe, Frankreich als Ferienwanderziel auszuwählen.

 

Frankreich als Wanderziel

Von den schneebedeckten Gipfeln des Mont Blanc bis zu den blauen Tiefen des Mittelmeers gibt es jede Menge tolle Wanderziele. Das Ferienziel für Naturfreunde bietet Weinberge, Seen, Dörfer, Kalksteinfelsen, Moorlandschaften, Hochebenen, Olivenhaine, Schafweiden und vieles mehr. Von anspruchsvoll bis familienfreundlich, für Geniesser, Kulturfreunde, Abenteurer und Naturliebhaber – Frankreich hat für jeden etwas zu bieten.

 

Die schönsten Etappen der Tour de France

Das Wandern im schönen Frankreich lässt sich besonders gut mit einem alljährlichen Event-Highlight verbinden – der berühmtesten Fahrradtour der Welt. Vom 7. bis 29. Juli findet die 105. Tour de France statt, welche dieses Jahr fast zu 100 Prozent innerhalb Französischer Grenzen ausgetragen wird. 22 Teams kämpfen dieses Jahr um den Sieg und es bleibt besonders spannend, da es, wenn man sich die Wettquoten anschaut, bis jetzt keinen klaren Favoriten gibt. Im Moment gelten Chris Froome und Richie Porte als Kopf-an-Kopf-Favoriten für den Gesamtsieg. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann bequem vom Handy aus mit der Mr Green App die aktuellsten Quoten verfolgen. Auf den 21 Etappen durch das Département Vendée werden neben Spannung auch atemberaubende Aussichten, artenreiche Wälder und traditionelle Dörfer geboten. Hier sind die drei schönsten Wanderorte Frankreichs, von denen aus nebenbei noch ein Blick auf die Tour de France erhascht werden kann: 

Atlantikinsel Noirmoutier-en-l’Île
Der Startschuss der Tour de France, der sogenannte Grad Départ findet auf dieser einzigartigen Atlantikinsel statt. Die Insel Noirmoutier-en-l’Île ist besonders für die atemberaubende Natur bekannt und wird auch als Mimoseninsel bezeichnet. 40 km lange Sandstrände umgeben von grünen Strandkiefern, Erdbeerbäumen und Eichen laden zum Strandwandern ein. Danach hat man sich auch eine Abkühlung im strahlend blauen Meer reichlich verdient. 

Schicksalsberg Alpe d’Huez
Der Schicksalsberg gilt als einer der Höhepunkte der Tour, denn durch die rasante Steigung hat sich das Rennen schon einige Male genau hier entschieden. Das Gebiet ist ein Mekka für Rennradfahrer und obendrein noch ein sehr beliebtes Skigebiet. Aber auch für Wanderliebhaber ist das Gebiet Alpe d’Huez ein echtes Highlight. Der legendäre Anstieg zur Alpe kann auch zu Fuss erklommen werden, und der traumhafte Blick auf das Tal ist dank der mehr als 300 Sonnentagen im Jahr fast garantiert. 

Plateau de Glières
Zum ersten Mal bei einer Tour de France erklimmen die Fahrer dieses Plateau im Herzen von Hochsavoyen. Eine Oase der Ruhe, von Kalksteinfelsen umgeben und ein Muss für Wanderer, die es gerne tief mögen. Die Höhlenwanderungen sind besonders beliebt, denn in der Region finden sich 15 Höhlen mit mehr als 150 Meter Tiefe. Die tiefste der Höhlen ist jedoch die sogenannte „Tanne“ mit einer Tiefe von 400 Metern.

 

Bild-Quelle: Pixabay

Eine uralte Handelsroute: Die Gemmi war einst der meist begangene Pass der Alpen! Er verbindet die Kantone Bern und Wallis. Mitten auf dem Pass auf 2061 m.ü.M. steht eines der ältesten Gasthäuser des alpinen Wallis: Das Berghotel Schwarenbach. Damals wie heute steht das Berggasthaus am richtigen Ort; es ist Etappenziel oder Ausgangslage für Bergtouren und zahlreiche Wanderungen.

Wanderbeschrieb

Das Berggasthaus Schwarenbach (+41 33 675 12 72) und der Gemmipass sind Zeitzeugen einer Jahrhunderte langen Berggeschichte der Schweiz. Nicht erst zum aufblühenden Berg- oder dem Bädertourismus, bei dem Leukerbad eine bedeutende Rolle zukommt, wurde der Pass begangen. Vermutlich waren schon zur Bronzezeit Menschen über dem Alten Gemmipass unterwegs, wie auch Kelten und Römer. Ebenso die Alemannen, welche ihren sprachlichen Einfluss bei den deutschsprachigen Wallisern hinterliessen. Über den Gemmi gingen Säumer mit ihren Waren auf Maultieren beladen, Pilger, Fussboten mit Post, Reiselustige, Bädertouristen, Wanderer.  


Gasthaus Schwarenbach auf dem Gemmipass

 

Ein Kommen und Gehen auf dem Alte Gemmi und späteren Gemmipass

Die älteste Nennung des Passes verdanken wir historischen Urkunden ab 1252. Der Bischof von Sitten und die Stadt Bern schlossen ein Bündnis über die Gemmi. Differenzen auf der «Ebene» Gemmi mussten mündlich geregelt werden. Der Gemmipass wurde erstmals 1495/97 auf Kartenmaterial der Eidgenossenschaft erwähnt.

Der Passweg ist jedoch viel älter. Er führte anfänglich vom Daubensee durch das Furggentälti, die Alte Gemmi, nach Leukerbad. Vermutlich wurde er dann vor 1334 in die Daubenwand verlegt. Gesichert ist, dass der Aufstieg auf die Daube teilweise oder gänzlich von 1739-1741 angelegt wurde. 1740 wurde ein Ausbau des Weges zwischen Kandersteg und Leukerbad über den Gemmipass erwogen. Auf diesem Verbindungsweg wurde 1742 ein Gast- und Zollhaus im Schwarenbach errichtet. Ab dem Jahr 1742 konnte man als Reisender im Berggasthaus Schwarenbach nächtigen und sich verpflegen. 

Das Gasthaus Schwarenbach diente einst als Zollhaus auf der Verbindung zwischen Bern und dem Wallis. Das Wallis trat 1815 zur Eidgenossenschaft bei, daher war es auch Grenze zwischen Frankreich und der Republik. Noch bis ins 19. Jahrhundert und während der Helvetischen Republik (1898-1803) hatte jede Region der Schweiz seine eigenen Gewichte, Zahlmittel, Masse uvm. An den Gebietsgrenzen verlangte man Zölle für den Güterverkehr. Pässe waren da sehr willkommen zur Kontrolle und Erhebung des Zolles. 

Ab etwa 1842 erhielt das Haus Schwarenbach immer wieder eine Veränderung; zuerst wurde aufgestockt mit drei Schlafkammern. Weitere bauliche Verbesserungen kamen dank dem Bergführer Melchior Anderegg aus Meiringen ab 1856 dazu. Nach 1900 wurde das Gasthaus erneut erweitert. Damals konnten etwa 50 Personen übernachten. 

Während der Kriegswirren 1799, dem Aufstand der Oberwalliser gegen die Franzosen, wollte die helvetische Zentralregierung einen durchgehenden Fahrweg über die Gemmi mit einer Festung darauf erbauen. Aus diesen Ausbauplänen während der Zeit der Helvetic wurde nichts. Die Gemmi jedoch nutzte man zum Nachrichtenaustausch; anfänglich zwischen den Regierungen Bern und Wallis, ab Mai 1800 wurde eine helvetische Post eingerichtet. Eine Botenkette mit 14 Etappen von Luzern aus über Brünig und Gemmi zum Grossen St. Bernhard.

Später errichtete die Fischerpost (bernisches Postunternnehme von der Familie Fischer 1675 gegründet) eine Fussbotenkette zwischen Bern – Gemmi – Simplon – Mailand ein. Zweimal wöchentlich wurden Nachrichten übermittelt. Die späteren Bemühungen zur Errichtung einer Fahrstrasse wurden deshalb zur Seite geschoben, weil die Grenzverhältnisse auf dem Pass nicht klar geregelt waren. (entnommen und zusammengetragen aus: «Die Gemmi – Von der Verbindung zum Weg» von Prof. Dr. Klaus Aerni, Cartographica Helvetica, Heft 19, Jan. 1999). 


Wie einst so auch heute: noch immer am richtigen Ort

 


Gut konnte schon früh eine Fahrstrasse über den Gemmipass verhindert werden

 

 


Die Sonnenterrasse wo wohl einst auch Mark Twain sein Bier trank  

 

Eine eindrückliche Liste von Besuchern in den erhaltenen Gästebüchern

Das Berghotel Schwarenbach wurde schon früh von berühmten Persönlichkeiten aufgesucht. Sie trugen sich in den Gästebüchern des Schwarenbach ein. Darunter schon 1777 Horace Bénédict de Saussure – Vater der modernen Alpenforschung; Adalbert von Chamisso 1812 – Naturforscher und Dichter. Später kamen Alexandre Dumas 1872, angeblich auch Jules Vernes 1873, sicher aber Lenin 1904 und sogar Pablo Picasso 1933. Auch Edward Whymper (1860) war noch vor seiner Matterhornbesteigung im Schwarenbach zu Gast. Guy de Maupassant 1877 ebenfalls, worauf er die bekannte Kurzgeschichte «L’Auberge» auf Deutsch «Das Gasthaus» schrieb. Mark Twain (1878) und Sir Arthur Conan Doyle (1893) lassen sich ebenfalls im legendären Buch finden. Durch die zahlreichen Reiseberichte wurde das Berggasthaus berühmt und berüchtigt. 

Ab 1896 liessen sich einige Bergtouristen vom «Gemmi-Wägelchen» hinauf transportieren. Der Kutscher musste die Fahrten zu Fuss begleiten während die Person auf der Sitzbank des Wägelchens, gezogen von einem Pferd, die Aussicht «zurück» geniessen konnte. Für diesen Dienst erhielt der Kutscher pro Ein-Pferd-Wagen und Person CHF 20.– für eine einfache Fahrt. Um die 13’000 Leute liessen sich so pro Jahr befördern.

Auch ein Kater will nach oben! «Tomba», ein auf dem Berggasthof 1988 geborener Kater ging in die Geschichte der Gipfelstürmer des Hauses ein. Er wurde weltberühmt, weil er es offensichtlich liebte, von ihm ausgesuchte Bergsteiger auf die Gipfel des Rinder- und Balmhorns zu begleiten. Er kam so etwa 15-20 Mal auf eine Bergtour und auch wieder zurück ins Gasthaus. Eine schöne Ehrung kommt Tomba zu im Beitrag von Max Pfiffner und Hedy Sigg; NZZ-Folio.


Biedermeier und gemütliche Schlichtheit auf über 2000 Metern Höhe

 

 

Auf keinen Fall «kleinkariert» sondern gemütlich, funktional, ideal für Bergfreunde

Heute bietet es 5 Doppelzimmer, 3 Einzelzimmer, 4 Sechserzimmer und 2 Viererzimmer plus 3 Matratzenlager mit je 15 Schlafplätzen und im Nebengebäude sind zwei Matratzenlager mit 28 und 36 Schlafplätzen zu finden. Ideal; eine grosse Zimmerauswahl für Einzelreisende, Paare, unkomplizierte Gäste, wie auch  für Gruppen und Familien. Die Zimmer wurden sanft renoviert. Man gibt sich in eine Gemütlichkeit hinein aber ohne überflüssigen Luxus. Duschen und Waschräume befinden sich auf den Etagen.

 

Das Berghotel Schwarenbach wird in zweiter Generation von Familie Stoller-Wehrli mit viel persönlichem Einsatz geführt. Heutzutage steht es auch im Winter zur Verfügung. Wenn man sich nach einer ausgiebigen Wanderung etwas Besonderes leisten möchte, bestellt man sich den legendären Früchtekuchen – wer es lieber salzig mag, nimmt die feine Suppe aus der Berghotelküche. Auch die Salate sind eine Köstlichkeit für sich und jederzeit eine gute Wahl.

Die sorgfältige und feine Bergküche, ein ruhiges, schlichtes Nachtruhelager, die Bergwelt geschenkt dazu und zahlreiche Sonnenstunden mit fantastischen Ganzjahreswanderungen lassen einen Aufenthalt im Berghotel Schwarenbach gelingen. Was braucht es mehr zum Glück?


Viel Holz machen die Zimmer gemütlich

 


 Auf keinen Fall «kleinkariert»

 

 

 

Berghotel Schwarenbach
3718 Kandersteg
  +41 33 675 12 72
  www.schwarenbach.ch
  

 

Wandervorschlag
  Sunnbüel (Kandersteg) – Schwarenbach – Gemmipass (Leukerbad)

 

Bilder: Berghotel Schwarenbach
Text: WegWandern.ch (Claudia Ruf)