Das idyllische Val Müstair ist eine Welt für sich. Sattgrüne Wiesen und malerische Dörfer kontrastieren mit der wilden Natur des nahen Nationalparks. Zudem bildet das Val Müstair gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalpark und Teilen der Gemeinde Scuol das erste hochalpine UNESCO Biosphärenreservat der Schweiz.

 


Lai da Rims (Foto: Ivan Tschenett)

 

Von Natur aus anders!

Im sonnigen Hochtal Val Müstair produzieren 80 Prozent der lokalen Landwirte rein biologisch. Das facettenreiche Handwerk des Tales arbeitet traditions- und qualitätsbewusst und die Region bietet eine einmalige Kultur- und Naturlandschaft. Besondere Juwelen zeichnen das Val Müstair aus, darunter das UNESCO Welterbe Kloster St. Johann, die Handweberei Manufactura Tessanda, die vielen Museen, sowie die typischen Bündner Dörfer – umrahmt von einer spektakulären Gebirgslandschaft. 


Tessanda (Foto: Janosch Hugi)

 

Allegra im Naturpark!

Das Val Müstair ist eine aussergewöhnliche Region mit wunderschönen Landschaften und lebendigen Traditionen. Deshalb wurde es vom Bundesamt für Umwelt mit dem Label «Naturpark von nationaler Bedeutung» ausgezeichnet. Der Naturpark Biosfera Val Müstair setzt sich zusammen mit der Bevölkerung für die Erhaltung und Aufwertung der vorhandenen Natur- und Kulturwerte ein und strebt eine nachhaltige regionale Entwicklung an.


Val Müstair (Foto: Andrea Badrutt)

 

Herrliche Wanderlandschaft

Auf 250 Wanderweg-Kilometer können Sie die vielfältige und intakte Landschaft im Tal entdecken – von hochalpinen Matten über sattgrüne Alpwiesen, durch duftende Lärchenwälder und entlang tosender Bergbäche – immer umgeben von einer imposanten Bergkulisse.

Einen tollen Einstieg ins Wanderland Val Müstair bietet die Themenwanderung A la riva dal Rom – an den Ufern des Rom. Ausgangsort ist das Quellgebiet oberhalb von Tschierv. Von hier schlängelt sich der Pfad 14 Kilometer weit dem natürlichen Lauf des Rom entlang durch das ganze Tal bis nach Müstair. Faszinierende Landschaften mit geheimnisvollen Auen, prächtigen Mooren und blühenden Wiesen bereichern die Wanderung.


Tschierv (Foto: Daniel Fleuti)

 

Einzigartige Kultur und Sprache

Eingebettet in die wunderschöne Landschaft liegen die sechs sgraffitoverzierten Dörfer Tschierv, Fuldera, Lü, Valchava, Santa Maria und Müstair, die gemeinsam die Gemeinde Val Müstair bilden. Diese Gemeinde ist Heimat für rund 1’500 Einwohnerinnen und Einwohner, die «jauers», welche sich durch ihre bescheidene, offene und herzliche Art und auch durch ihre Sprache auszeichnen. Denn nur im Val Müstair wird der rätoromanischen Taldialekt «jauer» gesprochen.

Einzigartig sind auch die Sitten und Bräuche im Val Müstair, die durch die einheimische Bevölkerung gehegt und gepflegt werden. So zum Beispiel der Chalandamarz am 1. März, an dem die Kinder des Tals mit Glockengeläut, Peitschenknallen und Gesang den Frühling ankündigen. Oder das traditionelle Erntedankfest (Festa da la racolta) am ersten Sonntag im Oktober.

 

Vielfältige Tier- und Pflanzenwelt

Vom Talgrund des Rombachs bis hinauf zu den höchsten Gipfeln bieten vielseitige Lebensräume hervorragende Bedingungen für eine grosse Zahl an Tieren und Pflanzen. So beherbergt das Val Müstair einige aussergewöhnliche Orchideen. Auch der Felsenfalter, der in der Schweiz als so gut wie ausgestorben gilt, ist hier noch zu finden.

Dank der traditionell bewirtschafteten Landschaft fühlen sich im Val Müstair auch selten gewordene Vogelarten wie Braunkehlchen und Neuntöter wohl. In den Wäldern ist das Auerhuhn verbreitet und am Himmel sind öfter Steinadler und Bartgeier zu sehen. Mit einem guten Auge können auch Wildtiere wie Reh, Rothirsch, Gemse und Steinbock beobachtet werden. Selten streift auch ein Bär auf leisen Sohlen durchs Val Müstair.


Bartgeier (Foto: Ivan Tschenett)


Orchideen (Foto: Daniel Fleuti)

 

Mehr erleben in der Biosfera Val Müstair

Um den Gästen im Val Müstair Themen und Projekte aus dem Parkgebiet näher zu bringen, wurden spezielle Naturpark Angebote entwickelt. Diese werden von gut ausgebildeten Guides geleitet, die nebst den Exkursionsinhalten auch viel Hintergrundwissen vermitteln. Gehen Sie also mit einem Jäger mit auf die Pirsch, lernen Sie, mit welchen Tricks Alpenpflanzen auf 3000m ü.M. überleben oder wie aus einem winzigen Baumsamen ein schönes Möbelstück wird…

Auf eigene Faust können Sie zudem die Schnitzeljagd Chatscha jaura erleben, die zeigt wie Nachhaltigkeit im Tal gelebt wird. Oder Sie geniessen entspannt die literarische Wanderung Promenada William Wolfensberger mit Gedichten und Geschichten über das Val Müstair von William Wolfensberger.


Ausblick (Foto: Daniel Fleuti)


Steinbock (Foto: Ivan Tschenett)

 

Regionaler und nachhaltiger Genuss

80 Prozent der Bäuerinnen und Bauern im Val Müstair bewirtschaften ihre Betriebe nach den Richtlinien des biologischen Landbaus. So gibt es feine Biofleisch-Spezialitäten sowie hochwertige und geschmackvolle Bio-Käsesorten, die in der taleigenen Chascharia hergestellt werden.


Käse aus der «Chascharia Val Müstair» (Foto: Daniel Fleuti)

Das spezielle südliche Klima im Val Müstair ermöglicht auch den Ackerbau bis in Höhen von 1’900 m über Meer. Dieser Vorteil ist während Jahrhunderten von den Münstertaler Bauern genutzt worden. Noch heute zeugen Ackerterrassen sowie die Muglin Mall (mit dem ältesten funktionstüchtigen Mühlwerk der Schweiz) vom Getreideanbau. Das Berggetreide wird auch heute noch für viele kulinarische Spezialitäten verwendet, z.B. Berghafer in den knusprigen Schaibiettas da Terza, Bergweizen in der schweizbesten Tuorta da Nusch oder Bergroggen im Slowfood-Roggenbrot. Sogar in flüssiger Form findet sich Weizen aus dem Val Müstair im Bio-Weizenbier der Tschliner-Kleinbrauerei.

Produkte aus dem Val Müstair, die mindestens 80% regionale Zutaten enthalten, sind mit dem Produktelabel das Naturparks gekennzeichnet. Es garantiert die Werte Nachhaltigkeit und lokale Herkunft.

Tipp: Viele dieser feinen Spezialitäten gibt es ab 1. Juli auf dem neuen FoodTrail zu entdecken! Sie rätseln sich anhand von Hinweisen von Genuss-Stopp zu Genuss-Stopp und werden jeweils mit einer regionalen Spezialität belohnt.


Tuorta da Nusch – Nusstorte (Foto: Janosch Hugi)


Muglin Mall (Foto: Anita Brechbühl)

 

Bainvgnü!

Die wunderschöne Landschaft des Tals vor der eindrücklichen Bergkulisse ist der Stolz der «jauers». Das heutige ausgewogene Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie soll auch langfristig die Lebensgrundlage für die einheimische Bevölkerung garantieren. Der Naturpark bewahrt die kostbaren Natur- und Kulturgüter und bietet den Besuchern echte Naturerlebnisse, faszinierende Geschichten und den Genuss regionaler Spezialitäten. Aber das erleben Sie am besten gleich selbst… Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Piz Daint (Foto: Roland Gerth)


Herbst im Val Müstair (Foto: Ivan Tschenett)

 

Biosfera Val Müstair
Center da Biosfera
7532 Tschierv
  +41 81 850 09 09
  www.biosfera.ch
  

 

 

Headerbild Alp Prasüra: Ivan Tschenett

Genussvolle, gemütliche Vier-Seen-Wanderung mit Übernachtung: Vom Trübsee (Engelberg) zur Melchsee-Frutt. Eine der schönsten und landschaftlich eindrucksvollsten Wanderungen in der Schweiz.

Highlights: idyllische Bergseen und Hochtäler, fantastische Bergwelt rund um den mächtigen Titlis, mit atemberaubenden Ausblicken und einzigartiger Alpenflora.

Ein unvergessliches Erlebnis für alle Wanderer, Familien mit Kindern und Panoramaliebhaber. 

 

Text: Claudia Ruf, WegWandern.ch

Es lohnt sich! Mit nur wenig Rucksackgepäck endlich aus dem hitzig-schwülen Stadtmoloch abreisen, um angenehm «auf Touren» zu kommen. Am besten gleich nach der Arbeit oder früh morgens im Zug nach Engelberg starten und mit den Titlis-Bergbahnen hoch hinaus.

 

Weltberühmt und nie besucht?

Zum Auftakt geht es auf den weltberühmten Titlis, den höchsten Berg der Zentralschweiz, mittendrin und ganz schön hoch. Mitten im heissen Sommer den Winter im Schnee bei 9 Grad Celsius zur Abkühlung geniessen, das tut gut. Mit der ersten drehbaren Luftseilbahn der Welt «Rotair» schwebt man auf den kleinen Titlis auf 3020 m.ü.M. Noch kühler ist es im Eistunnel. Das gigantisch dicke, feste, «ewige» Eis der Grotte des mächtigen Titlis-Gletschers lässt ein leichtes Schaudern durch den Körper fahren. Die Mächtigkeit und Kühle des Eises wirken eindrücklich.

 


Auf dem Titlis mit den Vier-Seen im Blick: Trübsee, Engstlensee, Tannensee, Melchsee

Viele der weltweit hergereisten Gäste sehen, spüren, riechen das erste Mal Schnee. Lustig zu beobachten für uns, wie manche auf blankem Hosenboden auf dem Schnee hinunterrutschen und die Nässe in Kauf nehmen. Manch eine Inderin trägt unter ihrem Sari gemietete Bergschuhe. All die staunenden Gäste stecken auch uns an. Ich werde spontan von einem jungen Paar aus Asien begeistert angesprochen, wie überwältigend das Panorama sei. Ich teile bestätigend das Erlebnis mit ihnen. Ich bin auch gerne beim Fotografieren von Mutter und Tochter aus dem Südamerikanischen Raum behilflich und zaubere so viele glückliche und auch stolze Gesichter in ihre Kameras und Erinnerungen.

Auf dem Titlis, 3041 m.ü.M.

Europas höchstgelegene Hängebrücke, der Titlis Cliff Walk, macht auch mir kribbelnde Beine und braucht Mut zum Begehen. Die Aussichten sind fantastisch. Die Architektur und Technik der Installationen sind äusserst beeindruckend. Mein Blick vom Cliff Walk schweift von Gipfel zu Gipfel und bleibt an einem gegenüberliegenden Schneefeld hängen: Da bewegt sich doch in der Ferne etwas? Ich entdecke zwei ganz klein wirkende Seilschaften, wie sie gemächlich und ruhig über Schnee- und Eisfelder ziehen. Auf der anderen Seite des Titlis erkenne ich alle vier Seen der bevorstehenden Vier-Seen-Wanderung. Die stillen Bergseen liegen vor unseren Füssen. Ich bin froh, eine unangestrengte Wanderung vor mir zu haben.

Schwindelerregende Tiefblicke auf dem TITLIS Cliff Walk, der höchstgelegenen Hängebrücke Europas – 3041 Meter Höhe, 500 Meter Abgrund

 

Für uns sind all die Gesichter und Selfie schiessenden Gäste bezaubernd. Manch Pose bringt uns zum Schmunzeln. Unsere Reaktionen werden auch wahrgenommen: «Now, you are also one of us Chinese!», und wir lachen alle. Wohl die meisten dieser Gäste werden nur einmal im Leben die Schweiz in dieser «Höchstform» erleben. Ein herrliches und aussergewöhnliches Erlebnis – auch für uns. Wir wollten kaum mehr den Ort verlassen und denken: Gerade als Schweizer*in, hier Lebende muss man einmal in seinem Leben auf dem Titlis gewesen sein!

 

Der Trübsee, Berggasthaus Trübsee – ganz klar

In der Bergwelt angekommen! Ein freundlicher Empfang und ein sehr komfortables Zimmer mit moderner Ausstattung erwartete uns. Im Eckzimmer mit bequemer Couch, ähnlich einer Junior-Suite, überrascht ein grosser, gestufter Kachelofen. Im Winter ideal zum Wärmen und im Sommer zusätzliche Ablagefläche. Das Thema Bergwelt wird mit einer Art Trockenmauer, einer geschichteten Steinmauer innerhalb der Mauer, aufgegriffen. Säumerwege wurden oft von Trockenmauern gesäumt. Das angenehme Alpenambiente des Zimmers wird durch einen schönen, massiven Eichenboden abgerundet. Die neuen Zimmer wirken warm und sehr gemütlich. Ich freue mich schon auf die walk-in Regendusche!

Bewegung tut not – ab auf den Trübsee-Rundweg! Die perfekte Aktivität für den Nachmittag. Ein eindrückliches Bergpanorama umringt den spiegelglatten, klaren Bergsee, umsäumt von üppigen Wiesen. Das Panorama spiegelt sich im See. Die freilaufenden, grasenden Kühe stehen schon auch mal auf dem Wanderweg. Das Kuhglockengeläut schwingt in den Ohren. Wir tanken frische Alpenluft und spazieren gemächlich. 


Am Trübsee

Der Rundweg bietet Familien mit Kindern viele spannende, gut gebaute, neue Spielplätze und Feuerstellen mit bereitgestelltem Holz. Der zum Baden einladende, aber doch kühle Bergsee, ist eher für Mutige. Wir nehmen unser obligates «Plättli» mit Alpspezialitäten draussen im Schatten auf der Holzbank bei der urchigen «Hüethütte» ein. Eine zurecht «Hüethütte» heissende Alp. Hier wohnt eine Bergbauern-Familie, die ca. 180 Rinder während des Sommers hütet. Kaum ein Gast der fernen Welt findet den Weg hierher. Eine Station weiter wartet beim Restaurant Alpstübli eine weitere Kostbarkeit: das Trübsee Bier. Bei Gelegenheit kann man zusehen, wie es auf offenem Feuer gebraut wird.

Die am Ufer angebrachten Hängematten sind verlockend. Einfach mal dahindösen und dabei den fast meditativ wirkenden Kuhglockenklängen zuhören. Dem leichten Treiben der Menschen am und im See zusehen? Manch ein weither gereister Gast probiert sich zum ersten Mal auf einem Ruderboot. So sitzt vor unseren Augen ein Paar aus dem arabischen Raum im Boot, der Mann am Ruder. Das Boot kommt kaum vom Fleck. Etwas irritiert. Wir kommen nicht umhin helfend zu erklären, dass er sich doch besser umdrehen möge, um rudernd vorwärts zu kommen. Er dreht und bedankt sich lachend für den Tipp. Wir gehen auch vorwärts, schmunzelnd und leichtfüssig zum Berghotel Trübsee.

 

Trübsee – Jochpass – ein alter Säumerweg – Teil der Sbrinz-Route

Der Trübsee ist für alle und besonders für Familien mit Kindern ein spannender Ort. Hier locken für einmal viele Aktivitäten und nicht die absolute Abgeschiedenheit. Dennoch ist es kein mit Menschen überfüllter Ort. Und wer zur Übernachtung bleibt, hat die am frühen Abend, nach der letzten Gondelabfahrt einkehrende Ruhe und Alpenidylle, für sich. Die Tagesgäste sind weg. Jetzt noch meine erfrischende Regendusche, und wir sind bereit für den genussvollen Teil des Abends. Im abendlichen Sonnenschein auf der Hotel-Terrasse geniessen wir den Apéro und schauen immer mal wieder auf den imposanten Titlis. Im gemütlichen, rustikalen Restaurant stillen eine feine Gemüsesuppe, ein breites Angebot vom Salatbuffet und ein Hauptgang unseren kräftigen Hunger. Der sehr freundliche und zuvorkommende Service bedient uns später auf der Terrasse weiter, mit einem feinen Kaffee und dem Dessert. 

Nach einer wunderbar ruhigen Bergnacht in einem herrlichen Bett, mit sinnlichem Kuhglockengeläut, bei geöffnetem Fenster von weither hörend, geht es früh morgens zur Stärkung ans grosse Frühstücksbuffet. Das Hotel ist ideal für einen frühen Wander-Start. Ohne Anfahrtsstress gemütlich frühstücken. Mit einem Lunchpaket ausgestattet starten wir vom Hotel aus dem Seeweg entlang. Das Seewasser liegt still und glatt vor uns. Manch ein Rind steht bereits mit all seinen Vieren knietief im See und gönnt sich eine Morgenfrische. Jetzt geht es mit dem Sessellift auf den Jochpass. Weil wir noch einige sich lohnende, aber zeitverzögernde Fotostopps vor uns haben, lassen wir uns gemütlich hinauftragen. Erstaunlich: Hier wurde im Juli 1944 der allererste Sessellift von ganz Europa in Betrieb genommen. Bis kurz davor galt der Jochpass Jahrhunderte lang als Säumerpfad und direkteste Verbindung zwischen dem Haslital und Engelberg . Er ist auch Teil der Sbrinz-Route. 

Wer Zeit und Musse hat, wandert auf diesem historischen Säumerpfad, auf etwas steileren Serpentinen, mit herrlichen Rückblicken ins Tal während den Verschnaufpausen, bis zum historischen «Bärghuis». Beruhigend: Die Säumer wählten ja Kraft sparende, witterungsbedingt sinnvolle und möglichst kurze Wege. Im «Bärghuis» auf 2222 m.ü.M. kann man sich dann ja bereits wieder eine Pause mit grandioser Aussicht gönnen.

 

Jochpass – Engstlensee – Engstlenalp: Kraftort der Natur

Auf zu stillen Wassern – der nächste Bergsee wartet! Für Kniegeplagte kann die Reise bequem im Sessellift bis fast zum Engstlensee weitergehen. Wer bergab wandert, geniesst die grandiose Aussicht über den See bis in die Berner Alpen etwas länger. Dieser Abschnitt, von der Talstation bis zur Engstlenalp, ist der einzige, der nicht abgekürzt werden kann. Es ist unserer Meinung nach ein sehr schöner Teil der gesamten Wanderwegstrecke. Leichtfüssig geht es weiter. 


Engstlensee

Auf einem einfachen und schönen Weg, an Wildblumen- und Kräuterwiesen vorbeiziehend, immer mit prächtiger Bergarena voraus und dem Titlis im Rückblick, geht die Wanderung oberhalb des Engstlensee vorbei. Dabei tun sich grandiose Postkartenbilder auf. Anglerherzen schlagen jetzt höher. Es gibt einige Forellen im See (Informationen zu den Patenten und Regeln finden sich hier.)

 

Auf der Engstlenalp gönnen wir uns in der Rossbodenhütte eine Erfrischung. Rundherum Viehherden – Kühe hier, Rinder da. Manch eine schlürft literweise Bergwasser vom fast überfliessenden Brunnen oder kratzt sich genussvoll den Hals am Holzgeländer der Terrassenumrandung.

 

Eine paradiesische Landschaft mit besonderer Ausstrahlung. Ein Kraftort. Hier schwingen natürliche geomantische Kräfte. Stärken von Mikroröntgen wie auf dem Himalaya und gleich hohe Boviseinheiten wie bei der Pyramide von Gizeh wirken. Der Kompass reagiert desorientiert. Wir nicht. Wir laden hier gerne unsere Batterien auf. Ein spürbar besonderer Ort.

Grosse Persönlichkeiten wie Goethe, Twain und Einstein schätzten den Ort ebenfalls. Alle haben sie die Hochmoor- und Seenlandschaft inmitten steiler Kalkflühe bewundert. Nur ein paar Schritte weiter und man steht vor dem historischen Berghotel Engstlenalp. Es lohnt sich, einen Blick ins Innere des 1892 erbauten Hotels zu werfen. Im Salle à manger, wo man wie anno dazumal weilt, kommt noch heute die schöne Grand-Hotel-Stimmung aus der Belle-Epoque auf. 

 


Eine besonders schöne Hochebene mit Alpsiedlungen, wunderschönen Holzhäusern.

 

Mit Musse die Zeit sinn- und genussvoll «versäumen»

Es geht gemütlich weiter über die schöne Hochebene der Engstlenalp, die auch Teil der Säumerroute war. Ein gut unterhaltener Weg führt nun an einer langgezogenen Bergflanke mit leichter Steigung hinauf zur Tannalp. Bei manch einem Tritt braucht es etwas Vorsicht. Es lässt sich aber bestens mit entgegenkommenden Wanderern kreuzen. Die eine und andere etwas schwierigere Stelle ist mit dickem Drahtseil gesichert. Ein wundervoller Weg, immer begleitet von einem fantastischen Bergpanorama.

 


Eine mässige Steigung führt zur nächsten Hochebene, der Tannalp.

 

Tannalp – alles nur Käse? 

Wie schon früher wird auf der Tannalp das Käsekessi auf dem Holzfeuer täglich befeuert und mit traditionellen Geräten hantiert. Hier entsteht der sehr schmackhafte Käse der Tannalp. Im Sommer werden Viehherden von etwa 30 Bauern gesömmert. In der Alpkäserei verarbeitet der Käser täglich die frische Milch der Alpkühe. 

Butter, Joghurt, Sbrinz, Bergkäse können vor Ort in der Käserei gekauft und probiert werden.

 

Auch im Berggasthaus Tannalp, unweit der Käserei, werden die Käsereiprodukte angeboten und verwertet. Wo ein Gasthaus ist, ist auch die Kirche nicht weit – oder doch umgekehrt? 

 

Tannalp mit dem Berggasthaus und seiner Hochalpen-Kapelle «Maria, Königin der Engel», welche 1959 durch Fronarbeit und Spendengeldern erstellt wurde. Das Hochtal ist voller Leben: Viehherden, Geissen, Älpler, Wanderer und andere Bewohner. Mit fast drei Metern Flügelspannweite, feuerroten Augen, als ausdauernder Segler und Aasfresser gibt es auch den wiederangesiedelten Bartgeier zu entdecken, der unweit der Tannalp in seinem Gefilde lebt. Mehr zum Projekt hier.

 

Tannalp – Tannensee/Tannalpsee – Melchsee-Frutt

Der Tannensee sowie der Melchsee werden zur Stromproduktion genutzt. Daher hat der Tannalpsee einen Staudamm und der Wasserpegel unterliegt Schwankungen. Auch hier darf geangelt werden, das Schwimmen hingegen ist untersagt (bitte die Bestimmungen beachten.) Dafür gibt es eine tolle Feuerstelle gleich zu Beginn des Wanderweges. Grillrost und trockenes Holz stehen schon bereit.

Wer sich nun bequem ab Tannalp chauffieren lassen möchte, kann mit dem Fruttli-Zug weiterreisen. Wir nehmen den Wanderweg unter die Füsse, dem Tannalpsee entlang. Es geht geradeaus auf einem einfachen Weg und später ganz leicht hinunter nach Melchsee-Frutt. 


Tannensee

 


Tannensee

 

Teilweise führt ab der Tannalp der Weg auf Teerstrassenabschnitten, meist jedoch über Alpwiesen. Von Weitem sind schon bald der Melchsee, die Kapelle, das Dorf, unsere Unterkunft zu erkennen. Mit dem Ziel vor Augen, lässt es sich noch beschwingter gehen. 

 

Bei Ankunft am See wird man von der Kapelle «Maria vom guten Rat» begrüsst. Sie steht auf einer Halbinsel und wirkt idyllisch. Im Jahr 1900 wurde sie eingeweiht.

 

Melchsee-Frutt – frutt Lodge & Spa und frutt Family Lodge

Der Panoramalift erschien mir zunächst unnötig dahingestellt. Aber tatsächlich lohnt es sich hinauf zu fahren und den schwindelerregenden Blick über den See schweifen zu lassen. Eine fantastische Aussicht in die Bergwelt bis zum Titlis oder auf das Obwaldner Bergpanorama tut sich auf.

Blick von der Aussichtsplattform

 

Die frutt Family Lodge ( erinnert von der Architektur her an grosse Monolithen. Die frutt Lodge & Spa (+41 41 669 79 79) ist ein quadratischer, moderner Bau. Ob man die moderne, würfelförmige Architektur der frutt Lodge & Spa mag oder nicht, das geforderte Volumen der Infrastrukturen für die Gäste kann nicht in der Landschaft versteckt werden. Es warten tolle Einrichtungen zur Entspannung und mehr.

 

Alpines Ambiente in Kombination mit schlichter und sehr bequemer, hochwertiger Design-Möblierung. Massiver Eichenholzboden wirkt wohlig-warm.

 

Die Zimmer sind sehr grosszügig konzipiert. Praktisch ist die Trennung von Toilette und Badezimmer.

 

Die Innenarchitektur und Atmosphäre in beiden Häusern sind sehr schön, warm, gemütlich – alpin. Auch hier wurde mit massivem Eichenholz gearbeitet. Fast wie veredelte Berghütten kommen die frutt Family Lodge und frutt Lodge & Spa daher.

 

Im buchbaren Paket inbegriffen ist die herrliche Erholung im Wellness- und Spa-Bereich der frutt Lodge & Spa. (Hier der Spa-Bereich der frutt Family Lodge)

 

Ob im Winter oder  Sommer, herrlicher Ort zur Entspannung. 

Am Empfang werden wir herzlich begrüsst. Der Check-in erfolgt kurz. Schon werden wir persönlich auf unser Zimmer begleitet und erhalten Erklärungen über die Einrichtungen. Die Tischreservierung wird aufgenommen, mit dem Wunsch, auf der Terrasse weilen zu dürfen. Wir freuen uns auf das Angebot und richten uns kurz im Zimmer ein, ziehen den Bademantel über, machen uns auf den Weg zum Spa-Bereich in der frutt Lodge & Spa. 

Dann liessen wir es uns nicht mehr nehmen, lange unsere müden Muskeln an den Massagedüsen zu entspannen – herrlich. Und das auch noch mit schönster alpiner Aussicht und mit Blick über den See. Danach noch eine 20-Minütige Wundermassage des Rückens, beziehungsweise der Beine, je nach Wunsch. Und zum Schluss ein Nickerchen auf der bequemen Liege im windgeschützten, gemütlichen Aussenbereich des Bades – immer mit Blick auf die Berg- und Seekulisse. Perfekt!

Wir fühlen uns bestens aufgehoben. Vorfreude auf das Abendessen kommt auf. Zuerst geniessen wir den Apéro auf der Terrasse. Und weil es so schön bei diesem Ausblick ist, bleiben wir gleich auf der Terrasse zum Abendessen. Das Vorspeisenbuffet hat für jeden etwas parat, für Veganer, Vegetarier oder Fleisch-, Fischliebhaber. In der gebuchten Halbpension des Paketes sind eine überraschende, kreative Küche mit durchdachten, raffiniert kombinierten und feinst zubereiteten Speisen inkludiert. Welch Schlemmerei! Perfekter Service, es fehlte uns an nichts. Alles verdient unsere Höchstpunktzahl.

Im Haus der frutt Family Lodge wird besonders den Familien mit Kindern Rechnung getragen. Und es gibt so viel im Angebot. Betreuung der Kinder, ein Grossleinwandkino, Bowlingbahnen, viele Spielmöglichkeiten und nicht zu vergessen, das Draussen mit all seinen Freiluftaktivitäten in der Bergnatur. In der frutt Lodge ist alles auf Erwachsene ausgerichtet. 

Es gibt noch viele Wanderwege zu entdecken. Melchsee-Frutt ist ideal für alle Wanderer, von jung bis älter, Familien, Anglerfreunde, Spaziergänger, Geniesser, Naturfreunde. Noch immer ein kleineres Bergdorf mit hohem Angebot – keine touristische Hochburg aber ein Ort mit modernem Berglifestyle, kombiniert mit alpiner Gemütlichkeit. Und noch immer angebunden an den Ursprung dieser wunderbaren Hochebene und ihrer Kultur.

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es am nächsten Tag für uns dann weiter, obwohl uns der Abschied schwer fällt. Via Balmeregghorn und Planplatte in Richtung Hasliberg und mit Gondeln weiter führt ein wunderbarer und lohnender Panoramaweg nach Meiringen. Ein toller Abschluss der Vier-Seen-Wanderung!

Nach diesen zwei Nächten und drei Tagen haben wir beide das Gefühl, als hätten wir eine ganze Woche Ferien verbracht. Die Zeit hat sich gedehnt. Dank vielen wunderbaren Eindrücken, der Balance zwischen Bewegung und Entspannung, dank der Natur, genussvollen Verpflegungen erholten wir uns prächtig. Sehr lohnenswert – gerade wegen der Übernachtungen!

Wir danken allen grosszügigen Organisatoren und Sponsoren für diese wunderbaren Tage:

 

Buchung Package Vier-Seen-Wanderung
Die Vier-Seen-Wanderung kann als Package mit 2 Übernachtungen (Berghotel Trübsee & frutt Family Lodge) gebucht werden. Inklusive Halbpension, Picknick für die Wanderung, Alpienne Massage, Benutzung Spa uvm.

frutt Family Lodge
CH-6068 Melchsee-Frutt
  +41 41 669 76 76
  www.frutt-familylodge.ch
  

 

Wandervorschlag Vier-Seen-Wanderung
  Vier-Seen-Wanderung, Trübsee (Engelberg) – Jochpass – Engstlenalp – Melchsee-Frutt

Text: Claudia Ruf (WegWandern.ch) | Bilder: zVg

 

Das Münstertal, eine der kleinen und feinen Gegenden der Schweiz, beim Wandern entdeckt 

Unsere Anreise mit dem Postauto von Zernez über den Ofenpass nach Valchava ist von sensationeller Landschaft des Schweizer Nationalparks geprägt. Eine wilde Bergwelt. Der Postautofahrer fragt die Reisenden: «Seht Ihr die Schlucht rechts gut genug oder soll ich näher an den Rand heranfahren?» Das ganze Postauto lacht; wir sehen genug! Rechts von uns tun sich tiefste Abgründe auf. Wir wissen, Postautofahrer sind wahre Fahrkünstler; keine Angst also vor der eindrücklichen Fahrt.


Blick auf das Münstertal. Langsam-Tourismus ist hier angesagt! Die zahlreichen Juwelen dieser Berg- und Talwelt können nur mit Zeit «erfahren» werden.

 

Eine andere lohnenswerte Annäherung ist auf Wandersohlen, vom Ofenpass nach Lü, auf dem Senda Val Müstair. Wir haben diesen Höhenweg im vergangenen Frühling unter die Füsse genommen. Feldstecher und Zeit mitbringen! Denn auf der Pirsch kann man mit Glück Wildtiere beobachten!


Bartgeier im Schweizerischen Nationalpark. Einst ausgerottet und seit 1991 dort erfolgreich angesiedelt.

 

Ankunft in Valchava im Hotel Central La Fainera 

Ein Blickfang, schon von Weitem, ist die farbenfrohe Hausfassade unserer Unterkunft. Sie zeigt eindrückliche, Legenden und Tal-Geschichten erzählende Malereien. Erst einige Zeit später entdecke ich, dass die beiden Kirchturmmspitzen vertauscht sind und erfahre den Grund dafür während unseres Klosterbesuches. Bei unserer Ankunft stehen vor dem offenen Hoteleingang Rucksack tragende Gäste mit strahlenden Gesichtern und Vorfreude auf den sonnigen Wandertag. Das Haus mit zahlreicher Stammkundschaft und Wanderbegeisterten ist ein ortstypisches Münstertaler Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert. Der grosse Eingangsbereich blieb trotz umfassenden Renovationen im Jahr 1987 beibehalten. Dicke Grundmauern wirken wie beschützend und auch kühlend.  

Ankommen mit dem Postauto direkt vor dem Hotel Central La Fainera in Valchava (+41 81 858 51 61) ist praktisch. Köfferchen reinrollen, Rucksack ablegen. Und schon hören wir ein sympathisches «bainvgnü a chasa»! Claudia Bättig heisst uns herzlich willkommen. Bei einem späteren Interview erfahren wir vieles über Ihre Heimat. Sie ist eine echte Ureinwohnerin. Mit Herz und Seele ist sie seit über 20 Jahren aufmerksame Gastgeberin im Hotel Central. Und sie liebt, wie wir, das Wandern.  


Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge, das Hotel Central La Fainera in Valchava

 

Das Traditionshaus liegt in der Dorfmitte des kleinen Ortes Valchava, mitten im Münstertal. Sehr ruhig und ideal zentral ist es Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen, Gipfelbesteigungen, Museumsbesuche und Ausflüge. Im Winter geht es auf Skitouren, Langlaufloipen und Schneeschuh-Trails. 


Val Müstair, auch im Winter ein ruhiges Ziel mit spannender Natur zum Entdecken.

 


Vitalbäder, Massagen, Finnen- und Biosauna sind im Hotel Central La Fainera untergebracht.

 


In der Ustaria mit Bar und Aussenterrasse treffen sich nicht nur die Gäste sondern auch die Bürger, die «Jauers», zur «Baderlada». Den offerierten Willkommensdrink nehmen wir gerne hier ein und lauschen den für uns wohlklingenden Worten des rätoromanischen Jauer, eines Vallader-Dialektes, der nur im Münstertal gesprochen wird. 

 

Zur Juniorsuite Fainera geht es ein paar breite Holztreppenstufen hinauf. Wir beide lieben das Knarren der breiten Stufen und die leichte, weiche Federung durch das Holz unter den Füssen. Geborgenheit tut sich auf. Es geht hinauf unter das Dach. La Fainera bedeutet Heuschober. Was für ein tolles Nest uns bereitet wurde: Ein leichter Duft vom Arvenholz, der daraus gefertigten Möbel, strömt beim Betreten des Zimmers in die Nase; er wirkt bekanntlich beruhigend. Die abgeschrägte Holzdecke, die Sitzecke mit Tischchen sowie der Lärchenboden sorgen für Gemütlichkeit. Das moderne Bad – wir lieben moderne Walk-in Duschen – macht Lust auf die Erfrischung.


Arvenholzmöbel, Lärchenböden und -decken machen die geräumige Juniorsuite sehr heimelig.

 


Gemütliche Juniorsuite Fainera

 

Wir fühlen uns in der 130-jährigen, sehr heimeligen Stüvetta aus Holz mit elegant aufgedeckten Tischen richtig wohl. Sie ist eine Stube mit Stil. Die Gäste sind gesellig. Man geniesst sichtlich die gemütliche Stimmung, das Essen und spricht über die Erlebnisse des Tages. Mit aufmerksamem Service wird uns an beiden Abenden jeweils ein Dreigang-Menü gereicht, darunter crèmiges Risotto, zarter Fisch, frische Salatbouquets und raffinierte Desserts. Bei einem kurzen, netten Schwatz mit Claudia, die stets um das Gästewohl besorgt ist, fragte ich sie nach ihrer Leibspeise. Ganz klar, dass die auch auf meiner Genussliste steht: Hirsch-Entrecôte mit Walnusskruste und Föhren-Risotto.


Regionale Spezialitäten werden in der 130-jährigen, heimeligen Stüvetta mit Stil serviert. Ein Geheimnis sei hier gelüftet: Die feinen Capuns nach Art des Hauses sind leichter als üblich, dank des Verzichts auf Rahm.

 

Ausgiebig frühstücken! Viel Selbstgemachtes und regionale Köstlichkeiten warten. Darunter das «pan sejel», das typische, helle und nach alter Tradition aus viel Roggen- und wenig Weizenmehl gebackene Doppelfladenbrot. Ich liebe den einzigartigen Geschmack, das feine Mehl auf der Kruste, die Hefe darin. Das Brot gibt es auch aus Sauerteig. Das Klima im Val Müstair ermöglicht den Ackerbau bis in Höhen von 1’900 Metern über Meer. Dieser Vorteil ist während Jahrhunderten von den Münstertaler Bauern genutzt worden. Noch heute zeugen Ackerterrassen, alte Backöfen an den Häusern sowie die Muglin Mall vom Getreideanbau. Selbstgemachte Konfitüre. Dinkel, Roggen, Hafer zum Schroten für das Müesli. Alpkäse. Alpbutter. Meine Lieblingstorte «torta dal nusch» ist den ganzen Tag über verfügbar. Gut zu wissen: Wir befinden uns auf 1’440 Metern über Meer und in der Höhe braucht das Frühstücksei länger als die gängigen vier Minuten: halbhartes Ei länger als vier Minuten.


Alles, was das Herz begehrt: Ein gesundes Frühstück mit vielen regionalen Produkten und Selbstgemachtem.

 


Lieblingstorte «torta dal nusch», nach dem Rezept von Claudias Mutter, ist immer frisch im Haus hergestellt, schmeckt etwas weniger zuckrig süss als andere Nusstorten.

 

Biosfera Val Müstair

Die Küche des Hotels Central arbeitet mit regionalen Produkten – ganz im Sinne der Biosfera-Idee. Die Biosfera Val Müstair ist seit 2010 ein Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung. Die Parkbevölkerung verpflichtet sich zu nachhaltiger Wirtschaft, Erhalt und Aufwertung von Natur und Landschaft, Forschung, Bildung. Eine Wertschätzung der Bevölkerung ihrer Heimat gegenüber, die man als Gast spürt. Das Hotel Central ist Teil dieses klugen Projektes und Claudia Bättig überzeugte Mitwirkende. Einige Produkte werden in der Region hergestellt und hier im Hause verwendet. Die von der Biosfera zertifizierten Produkte müssen mindestens 80 Prozent regionale Zutaten enthalten und 2/3 der Wertschöpfung muss in der Region erbracht worden sein.

Wer sich auf den   FoodTrail Val Müstair begibt, erfährt noch einiges mehr über die Herstellung der Produkte aus dem Münstertal und wer dahinter steckt. Dieser Trail ist eine spannende, auf alle Sinne ausgerichtete und genussvolle Schnitzeljagd durch die Talschaft mit interessanten Entdeckungen über die gelebten Traditionen und die nachhaltige Ökonomie. So werden die Besucher auch eingebunden in die regionale Wirtschaft und das Leben der Bevölkerung, der Jauers.

 

lai da Rims

Wir sind früh dran. Claudia meint, wir dürften den lai da Rims auf keinen Fall verpassen. Schon mit sechs Jahren war sie mit ihrem Vater das erste Mal auf dieser Wanderung und geht immer mal wieder dahin. Überwältigend sei das Farbenspiel des Sees, der lebendige Wasserfall und die Alpenwelt. Ein besonderer Kraftort soll er sein. Wer einmal da war, will wieder hin, meint sie. Wir hören interessiert ihren vielen, weiteren Wandervorschlägen und Tipps zu. Wenn es die Zeit zulässt, begleitet Claudia auch gerne mal Gäste über den Berg und durch das Tal. Um die schönsten Wanderungen aller Art unternehmen zu können, müsste man mindestens drei Wochen am Stück hier weilen, meint sie. 


Eine weitere anspruchsvolle Gipfeltour ist jene vom Umbrailpass nach Santa Maria mit dem idyllischen lai da Rims und stillen Val Mora. Auf dem Umbrailpass findet man militärhistorische Relikte der Schweizer Grenzbefestigung aus dem Ersten Weltkrieg. Der Umbrailpass war ein umkämpfter Grenzberg.

 


Stilles und ursprüngliches Val Mora

 

a la riva dal Rom

Der Piz Terza liegt vor der Haustüre. Aber auch die gemütliche Rundwanderung auf dem 4-Elementenweg ist einfach zu erreichen. Die bains da Guad, fünf Höfe auf 1480 Metern über Meer gelegen oder ein Besuch des Kalkbrennofens sind verlockend. Die Wandertipps von Claudia sind verlockend. So wählen wir aus vielen Möglichkeiten mehr den Fluss Rom. Er ist schweizweit der einzige Haupttalfluss, dessen Lauf kein Kraftwerk hemmt und nicht zur Stromerzeugung genutzt wird. Diesen Umstand haben sich die Talbewohner erkämpft. Der Weg  a la riva dal Rom führt, wie der Name schon sagt, dem Fluss Rom entlang. Von der sich immer wieder neu verändernden Quelle in Süsom-Tschierv, wo sich kleine Rinnsale beginnen zu einem Bächlein und später zum Bach zu formen, kann man dem Rom bis nach Müstair folgen.

Ab der Mitte bis zum Ende des Weges verändert sich der Bach in einen reissenden Fluss. Entweder nimmt man den Weg in einem Rutsch oder in Etappen unter die Füsse – je nach Zeit, Lust und Kräften. Wir erleben prächtige, unberührte Auen, Flachmoore, natürliche Flussufer, schöne Rastmöglichkeiten, Feuerstellen, Wiesen, Wald und Ebenen, wo sich das Wasser mäandrierend seinen Weg sucht. Und wer die App «Flower Walks» nutzt, wandert mit wissenswerten Informationen über die reichhaltige Flora. Diesen Wasserwanderweg, der voller Abwechslungen ist, haben wir ganz klar als einen unserer liebsten Wanderwege auserkoren. 


a la riva dal Rom – Am Ufer des Rom entlang

 

Auals

Wer Wasserwege liebt, wendet sich auch den Auals zu. Die Auals sind die historischen Bewässerungskanäle und -gräben im Val Müstair. Um den Ertrag zu sichern, wurde oft über grosse Distanzen aus Seitenbächen oder dem Rom, Wasser in die Landwirtschaftsflächen gleitet. Ausgewählte Auals wurden und werden wieder saniert und auch im Gelände sichtbar gemacht. Von Santa Maria Posta aus startet eine leichte Rundwanderung von etwa zwei Stunden der aua Naira und anderen Auals entlang.

 

Über 1200 Jahre Geschichte

Nicht genug des Wassers, für den Tag ist Regen angesagt. Gut für die Natur. Gut auch für uns. Das ist die Gelegenheit für den Besuch des UNESCO Welterbes Claustra Son Jon in Müstair. Das Monasterium, also Münster, war Namensgeberin für das Münstertal, Val Müstair. Eindrücklich sind der besterhaltene Freskenzyklus aus dem Frühmittelalter, Karl der Grosse als lebensgrosse Monumentalstatue und Prunkstücke der Baukunst aus 1200 Jahren. Gestiftet soll das Kloster um 800 n. Ch. von Karl dem Grossen sein, als Dank dafür, dass er den Schneesturm auf dem Umbrail heil überlebt hat, als er aus Italien kam.

Eine Führung lohnt sich. Kunst-, Bau- und Klostergeschichte sind eindrücklich, werden spannend und anschaulich vermittelt und besondere Trouvaillen sind zu sichten. Unter anderem staune ich darüber, dass es im kleinen gemeinsamen Schlafgemach für die Klosterfrauen schon eine Toilette gab. Und zwar bereits vor vielen Hundertjahren schon geschickt «versteckt» eingebaut in der dicken Mauer, im oberen Stockwerk, als Plumpsklo. Wie funktionierte das genau? Und für damalige Verhältnisse technisch schon sehr durchdacht sind die komplett herausnehmbaren Fenster. Rahmen und Glas können für eine noch bessere Sicht aus der Mauer genommen und einfach wieder eingesetzt werden. 

 

Goldwert

Nach der kurzen Anfahrt vom Kloster nach Santa Maria sind es nur ein paar Schritte zur Handweberei Tessanda. In einem spontanen Gespräch mit einer sehr fachkundigen Mitarbeiterin wird uns eindrücklich die Kunst des Webens erklärt. Der Saum scheint je nach Art der Webung, was auch vom Material abhängt, beim «Zetteln» eine echte Herausforderung zu sein. Die Kettfäden, auch Zettel genannt, werden in Längsrichtung aufgespannt. Sie werden gezettelt, d. h. in kleine Teilbäume aufgewickelt, geschlichtet, und anschliessend werden mehrere Zettelpartien auf einen Kettbaum zusammenfassend aufgebäumt. Wir verstehen nicht alles dieses komplexen Prozederes, glühen aber für den roten Seidenschal. Wir sind ergriffen und verzetteln unsere Zeit gerne! 


Bei Tessanda entstehen nachhaltige, stilvolle, sehr hochwertige Unikate aus empfindlichen Naturgarnen wie Rohleinen oder hochwertiger Seide. Materialien, die in der herkömmlichen Industrie nicht oder nur selten verwendet werden. (Foto: Janosch Hugi)

 

Chasa Jaura in Valchava

Es bleibt nach der Postautofahrt, direkt zum Hotel natürlich, noch Zeit. Kalkgetünchte Innenraumwände, originale Holzböden, die Originalküche mit schwarz verrusten Decken und Wänden, den Kochutensilien von damals, den schmalen steilen Kellerabgang, sowie weitere Wohnausstattungen wie die alten Betten uvm. findet man im Ortsmuseum Chasa Jaura in Valchava, gleich beim Hotel Central. Auch dieses typische Bauernhaus steht seit dem 17. Jahrhundert dort und wurde bis ins 20. Jahrhundert sogar noch bewohnt. 


Das Ortsmuseum: Der Besucher erfährt eindrücklich, wie hinter den dicken Wänden, in kühlen Räumen, gelebt und gearbeitet wurde.

 

Es gibt noch mehr zu entdecken und unzählige Wanderwege aller Art. Wer auf der Ofenpassstrasse mit seinem Fahrzeug nur durch die markante Bergwelt hindurchrauscht, kann die zahlreichen Juwelen des Tales nicht erahnen. Und begegnet den Dialas nicht. Sie sind die Hüterinnen, Beschützerinnen der Natur und Helferinnen. Man sagt, sie wohnen im Hochgebierge, und dass sie Wanderer auf ihren Wegen begleiten. Die Berggeister des Münstertales. Wir konnten einige auf unseren Wanderungen und im Hotel entdecken.

Auf dem Weg zu Fuss zum Hotel drehen wir uns kurz um und studieren das Wetter, in die Bergwelt schauend. Es hat aufgehört zu regnen. Die Sonne blinzelt von irgendwo hervor. Die Bergwelt ist noch fahl, dunkel, neblig. Aber auf einem bewaldeten Berghang zeigt sich ein runder, fast goldfarbig leuchtender Fleck. Ein Stück eines Regenbogens? Die ganze Welt kennt den Regenbogen. Er symbolisiert Harmonie, Naturschutz und steht als Zeichen der Verbindung zwischen Himmel und Erde. Es ist geschenktes Glück, denn es ist das Ende eines Regenbogens! Noch nie gesehen. Man sagt, dass am Ende eines Regenbogens ein Topf voller Gold liegen soll. Da muss ich hinwandern! 

Einen sehr herzlichen Dank an Claudia Bättig mit Team und an die Besitzerfamilie Hohenegger für die wunderbare Gastfreundschaft! Wir kommen sehr gerne wieder! 

 

Hotel Central La Fainera
Bauorcha 19
7535 Valchava
  +41 81 858 51 61
  www.centralvalchava.ch
  

Schneetourenbus: klicken, mitfahren, Umwelt schonen! Mit dem Schneetourenbus startet am 9. Dezember 2018 in vorerst 6 Bergregionen ein neuartiges Betriebskonzept. So ist es nun möglich Tourengebiete zu erreichen, die bisher mit dem ÖV nicht erschlossen sind.

 

Pilotprojekt im Winter 2018/2019

Auf den Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2018 startet der Schneetourenbus in vorerst 6 Bergregionen mit einem neuartigen Betriebskonzept. Die Fahrpläne werden ausschliesslich auf dem Internetportal aufgeschaltet. Dabei entscheiden die regionalen Transportunternehmen verbindlich – bis spätestens 2 Tage vor dem Start – aufgrund Reservationen, Wetter und Schneesituation, ob sie eine entsprechende Fahrt durchführen. Damit ist eine Bündelung der Fahrten auf die nachfragestärksten Kurse möglich, was attraktive – fixe – Fahrpreise pro Person ermöglicht. Zudem werden Leerfahrten vermieden, Kosten gespart und die Umwelt geschont. Bewährt sich das Konzept, wird das Portal in den Folgewintern weiterbetrieben und ausgebaut.

 

Wie funktioniert der Schneetourenbus?

Die SchneesportlerInnen wählen auf dem Internetportal ihren gewünschten Kurs aus und reservieren diesen. Es erfolgt eine erste Bestätigung. Entscheidet sich ein Transportunternehmer, einen Kurs durchzuführen, stellt er diesen auf dem Portal von ORANGE auf GRÜN. Personen mit Reservationen werden danach in jedem Fall benachrichtigt, auch wenn eine Fahrt nicht durchgeführt wird. Grössere Gruppen kontaktieren den Transportunternehmer direkt – ebenso Personen, die weit zum Voraus Gewissheit haben müssen


Bis spätestens 2 Tage vor der Fahrt, wird je nach Reservation und Wetterlage, über die Durchführung entschieden

 


Schneetourenbus – hier Taxi Demont (Lukmanier), Bild: zVg

 


Dötra mit Schneeschuhen (Lukmanier), ©Sedrun Disentis Tourismus, Heidi Meier

 

Die Tourengebiete

Trub – Fankhaus – Mettlenalp
Für Schneeschuhtouren im Napfgebiet. Die Krone bildet der Napf (1’408 m.ü.M.), welcher rundum eine wunderbare Fernsicht bietet. Mit dem Schneetourenbus in die Mettlenalp werden Teile des Napfgebietes erschlossen – eine weitgehend unberührte Kulturlandschaft. In diesem beliebten Naherholungsgebiet kann man es sich gut gehen lassen, beispielsweise an einem lauschigen Plätzchen auf einer Bank in der hügeligen Napflandschaft: tief durchatmen und sich der wohltuenden Ruhe hingeben. Die faszinierende Landschaft und die frische Luft spenden Kraft.

Bivio – Alp Güglia (Julierpass)
Die Ferienregion Savognin Bivio Albula lässt das Herz von Skitourenfans höherschlagen. Das wunderschöne Panorama ist mehr als eine Entschädigung für den schweisstreibenden Aufstieg. Tourenfahrer und Tourenfahrerinnen gelangen neu mit einem Bus bis auf den Julierpass. Der Julierpass ist Ausgangsort für wunderschöne Skitouren.

Disentis – Curaglia – Lukmanier – Casaccia
Disentis Sedrun – das beliebte und bekannte Ski- und Schneeschuhtourengebiet in der Quellregion des Rheins. Hier gibt es Klassiker unter den Skitourengipfeln zu entdecken. Auch Schneeschuhwanderer finden ein abwechslungsreiches, ausgedehntes und signalisiertes Routennetz vor. Eher ein Geheimtipp ist der Lukmanierpass, der aber auch mit einigen wohlklingenden Gipfelnamen aufwarten kann. Die Passhöhe erlaubt im Talbereich entspanntes Schneeschuhwandern durch die Arvenwälder und dem Fluss Brenno entlang.

Pany – Geisswis
Pany – auf der Sonnenterrasse des Prättigaus mit dem familiären Skigebiet, zahlreichen Winterwander- und Schlittelwegen, Schneeschuhtrails und den idyllisch gelegenen Langlaufloipen. Mit dem Schneetourenbus erreicht man die Ausgangspunkte dieser Winterangebote bequem von Pany Dorf zum Skilift und weiter über Riedwies zur Geisswis. Spezielles: Der Bus verkehrt nach Fahrplan und die Benützung ist für alle gratis.

Andermatt – Göschenen – Wassen – Meiental
Die Ferienregion Andermatt besticht durch die zentrale Lage und bietet die perfekte Umgebung, um Winteraktivitäten inmitten einer starken Bergkulisse nachzugehen. Die Skiarena Andermatt-Sedrun ist mit über 120 Pistenkilometern das grösste Skigebiet der Zentralschweiz. Wer von Wassen auf der Sustenpassstrasse ins Meiental fährt, dem öffnet sich ein Gebiet, welches als wahre Schatzkammer für Skiberge gilt. Abgelegen und mit keiner Seilbahn erschlossen, starten alle Anstiege für Skitouren in Färnigen.

Ernen – Binn – Fäld
Der Landschaftspark Binntal ist ein «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung» und steht für einmalige Natur- und Kulturlandschaften. Auch im Winter hat das Binntal seinen besonderen Reiz und lädt für schöne Schneeschuh- und Skitouren ein. Vom verschlafenen Weiler Fäld aus, dem Ziel des Schneetourenbusses, führt eine markierte Schneeschuhroute nach Brunnebiel und via Eggerebode zurück nach Fäld. Dazu gibt es viele weitere Ziele, die von hier aus entdeckt werden können.

 


Pany – auf der Sonnenterrasse des Prättigaus, Bild: zVg

 


Im Landschaftspark Binntal, Bild: zVg

 


Im Napfgebiet, Bild: zVg

 


Skitour Urner Haute Route (Wassen/Meiental), Bild: ©Johan Axelsson

 

 

Reservation Schneetourenbus
  www.schneetourenbus.ch

Triftbrücke: 100 Meter hoch und 170 Meter lang schwebt die spektakuläre Hängebrücke über den Triftsee mit dem Triftgletscher. Schwindelerregend, atemberaubend!

Wanderbeschrieb

Die Triftbrücke ist eine der spektakulärsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen. Die Triftbahn erschliesst mit einer abenteuerlichen Fahrt über die Triftschlucht das gleichnamige Gletschertal. Die Bergstation Nessental-Underi Trift ist der Ausgangspunkt für eine Wanderung, die ihren Höhepunkt im Überschreiten der Triftbrücke findet. Faszinierende Blicke über den Gletschersee hinauf zum Trift-Gletscher sind garantiert. Die Talstation Nessental im Gadmertal erreicht man von Meirinigen (Berner Oberland) mit dem Postauto oder per PW.

 

 

 

Eine der längsten und höchsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen

Bis in die späten 1990er Jahren reichte die Gletscherzunge bis in die Triftschlucht. So dass Alpinisten für die Tour zur Trifthütte die Schlucht auf dem Gletscher überqueren konnten. Doch wenn sich das Klima erwärmt, schmelzen die Gletscher, manche, wie der Triftgletscher, besonders schnell. 2004 baute man eine Hängebrücke, da der Gletscher nun nicht mehr hoch genug reichte. 

 

 

Diese nach dem Vorbild der nepalesischen Dreiseilbrücken erbaute Triftbrücke entpuppte sich als Touristenmagnet und wurde 2009 durch eine sicherere und besser zugängliche Brücke ersetzt, die als eine der längsten und höchsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen gilt. Die ursprünglich als Transportbahn erstellte Gondelbahn führt Passagiere hinauf ins Gebiet der Brücke.


Triftgletscher

 

 

Wandervorschläge
  Triftbrücke und Windegghütte
  Triftbrücke – Trifthütte – Windegghütte

 

Triftbahn
  www.grimselwelt.ch/ausflugstipps/trift 

Auch draussen gilt: «Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.» Nicht nur im kalten Winter, auch im Sommer ein ultimatives Erlebnis, ein Raclette mitten in der Natur – ein Hochgenuss. Eine der schönsten Erfindungen für unterwegs.

«Die geheime Zutat ist immer Käse.»…. und das richtige Raclette-Öfeli dazu!

Herrlich diese Vorfreude schon am Anfang einer Tour auf eine warme Mahlzeit mitten in traumhafter Natur, und dies auch noch selbst mitgebracht und selbstgekocht! Ob im Schnee, auf der Wiese, einem Stein – es brutzelt Raclette-Käse, fein!

Das Raclette-Öfeli von Raclette Suisse® ist praktisch, stabil und perfekt für jeden Rucksack. Mit auf den Weg kommt alles, was leicht zu tragen, nährstoffreich, gesund und schmackhaft ist. Pilze, Bratspeckscheiben, kleine Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Zitrusfrüchte, Baumnüsse, Feigen, Gewürze wie Paprika, Pfeffer… Bergkräuterchen von unterwegs, in der Hand zerrieben, obendrauf? Dazu Brot oder ein paar vorgekochte «Gschwellti». Und das Mehrgangmenü in freier Natur ist perfekt.

Auf zwei Pfännchen lassen sich einige Variationen nach Hunger, Lust und Laune zaubern. Die sechs Rechaud-Kerzen halten ein paar Menügänge durch. Wer den Genuss ausdehnen will, trägt nicht schwer, an ein paar Rechaud-Kerzen mehr.


Auch draussen gilt, was Georges Augustes Escoffier meinte: «Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.»

Laut schriftlichen Überlieferungen schöpften die Hirten der Urschweiz bereits im 12. Jahrhundert bei einem würzigen Raclette in gemütlicher Runde neue Kraft. Dazu setzten sie einen halben Käselaib der Hitze des Ofens aus und streiften den geschmolzenen Käse zu einem bekömmlichen Mahl ab. Gemäss diesen Überlieferungen dürfen wir annehmen, dass schon Wilhelm Tell zur Stärkung vor dem Apfelschuss den gebratenen Käse als Wegzehrung genossen hat.

 

Im Wallis taucht die erste schriftliche Erwähnung dieser Art der Käsezubereitung im Jahre 1574 auf. Und auch Johanna Spyri deutet in ihrem Buch «Heidi» mit dem «Käsebraten am Spiess» auf das Raclette hin. Der Käse galt in diesen Gebieten lange als wichtigstes Grundnahrungsmittel der Sennen und Hirten. Erst im 20. Jahrhundert ist die Bauernmahlzeit von den Alpen in die Täler gelangt und wurde rasch zu einem der beliebtesten Schweizer Nationalgerichte. Der Name stammt vom Begriff «abschaben/abkratzen» des geschmolzenen Käses vom Laib ab. Analog dazu lässt sich der französische Begriff von «racler» ableiten.


Natur pur: Ohne Zusatzstoffe, ohne gentechnisch veränderte Labstoffe, ohne Laktose.

Raclette-Käseherstellung hat eine uralte Tradition. Der von Raclette Suisse® hergestellte Käse garantiert absolute Natürlichkeit – ohne Zusatzstoffe oder gentechnisch veränderte Labstoffe. Dank überlieferten Rezepten und grossem handwerklichen Geschick wird von Raclette Suisse® eine optimale Schmelzbarkeit und ein herrlich abgerundetes Aroma erreicht. So dauert das Schmelzen dieses Käses auch im Raclette-Öfeli mit Rechaud-Kerzen nur wenige Minuten.

Raclette beim Wandern, Skifahren oder auf der Velotour – Outdoor hat immer Saison.

 

Ofen mit 6 Rechaudkerzen, 2 Pfännchen, 2 Raclette-SpachtelnGrösse: 25 x 9,5 x 5,6 cmGewicht: 400 g

Schmelzzeit: 3 – 5 Minuten pro Raclette
Garantie: 2 Jahre

 

Raclette mit Champignons

Zutaten – Für 4 Personen

Racletteofen und Pfännchen oder Grillpfännchen

– 800 g Raclettekäse, in Scheiben
– einige Champignons, in Scheiben

– wenig Öl
– Pfeffer und Thymianblättchen
– 1 kg geschwellte Kartoffeln, heiss

Zubereitung
1 Pilzscheiben mit wenig Öl bestreichen, ins Pfännchen legen, braten.
2 Raclettekäse darauf legen, schmelzen lassen. Würzen.

Kartoffeln dazu servieren.

Noch mehr Rezepte findest du hier:
  www.raclette-suisse.ch


Variante: Raclette mit Champignons

 

 

Raclette Suisse®
  www.raclette-suisse.ch

Abermals ist es soweit, die Tage werden kürzer und auch die Skisaison hat wieder begonnen. Und Skifahren liegt im Trend: Immer mehr Personen zeigen Interesse an Skiferien. Aber was sollte ein Ski-Neuling beachten, wenn dieser auf der Suche nach einem passenden Ferienziel ist?

 

Die perfekten Skiferien für Ski-Neulinge
Die Planung von Skiferien ist für jeden aufregend. Aber besonders Ski-Neulinge sollten schon bei der Planung darauf achten, dass die Ferien nicht zur Odyssee werden. Immerhin gibt es ein paar kleine Tipps, die dabei helfen, dass von Anfang bis Ende alles gut durchgeplant ist. Und, dass es während der Ferien keine bösen Überraschungen gibt.

 

Das Skigebiet

Die Auswahl des Skigebietes hat einen grossen Einfluss darauf, wie die Ski-Ferien verlaufen. Daher empfiehlt es sich, das Skigebiet so zu wählen, dass die Pisten und Schwierigkeitsstufen an den Erfahrungsgrad angepasst sind. Denn was macht ein Ski-Neuling in einem Skigebiet, in dem es hauptsächlich schwarze Pisten gibt? Im Internet findet sich eine grosse Auswahl an Skigebieten und Ferienmöglichkeiten, die für Familien und Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene optimal geeignet sind.

 

Die Anreise

Als Nächstes geht es darum, die Anreise vernünftig zu planen und auch die Unterkunft bewusst zu wählen. Lohnt es sich, spätabends anzureisen? Oder ist es doch besser, wenn man im Laufe des Tages in aller Ruhe anreisen, einchecken und sich zuerst einmal mit dem Hotel, dem Skigebiet und der Umgebung vertraut machen kann? Ist die Anreise mit dem Auto geplant, darf auch der Blick auf den Wetterbericht und die Strassenverhältnisse nicht fehlen. Im Extremfall ist man stets auf der sicheren Seite, wenn die Schneeketten mitkommen. Entspannter ist es wohl, mit dem Zug anzureisen. Ausserdem ist eine Zugfahrt auch umweltfreundlicher. Wem eine Zugfahrt mit der Skiausrüstung und dem Gepäck zu anstrengend ist, der hat die Möglichkeit, das Gepäck bereits vorab mit der Post an den Ferienort zu schicken. So gelingt eine stressfreie und sichere Anreise bestimmt.

Die geeignete Ausrüstung

Ein Skianfänger hat natürlich nicht so viel Erfahrung, wenn es um die Auswahl der Skiausrüstung geht. Das Internet bietet hierbei Hilfe, um sich über die unterschiedlichsten Dinge im Zusammenhang mit Skiausrüstung für Ski-Neulinge zu informieren. Um bestens vorbereitet zu sein, sollten (zukünftige) Skifahrer genug Zeit einplanen, da es bei der Wahl der Skiausrüstung viele verschiedene Faktoren zu beachten gibt. Das beginnt bereits damit, dass es für verschiedene Arten des Skifahrens unterschiedliche Skischuhe gibt. Die Auswahl ist riesig, aber ebenso gibt es bei den einzelnen Anbietern auch häufig grosse Preisunterschiede. In einem Ski Online Shop finden Interessierte die Ware oft preisgünstiger als im Einzelhandel. Hier gehen häufig die Meinungen auseinander, ob es sinnvoller ist, im Einzelhandel oder im Internet einzukaufen. Im Einzelhandel werden Kunden individuell beraten, aber die Auswahl ist meistens auch geringer als online. Im Onlineshop erhalten Kunden eine grosse Auswahl, können aber häufig auch auf die Meinungen und Erfahrungen anderer Käufer und Fachverkäufer vertrauen.

Das Wichtigste – die richtige körperliche Vorbereitung

Es ist nicht empfehlenswert, direkt vom Auto auf die Piste zu starten. Um Verletzungen zu vermeiden, ist es wichtig, den Körper richtig vorzubereiten und die Muskeln aufzuwärmen. Das Risiko starker Muskelkater ist beim Skifahren, besonders für Ski-Neulinge, sehr gross. Denn es werden alle Muskelgruppen beansprucht. Um diesem vorzubeugen, ist es wichtig, vor dem Skifahren nicht auf eine ausreichende Skigymnastik zu verzichten.

 

Fazit

Ob Ski-Neuling oder schon ein erfahrener Skifahrer: Die richtige Vorbereitung ist das A & O. Das beginnt bei der Planung der Skiferien und der Wahl des Skigebietes und reicht bis hin zur Auswahl der geeigneten Skiausrüstung. Auch die körperliche Vorbereitung darf nicht zu kurz kommen, um die Gefahr von Muskelkater oder sogar Verletzungen zu verringern. Richtig vorbereitet, werden die Skiferien für Ski-Neulinge zu einem besonderen, sportlichen Erlebnis.

Ein Land mit 65.000 Kilometern markierten Wanderwegen – das ist die Schweiz. Touristen aus aller Welt geniessen die Schönheit der Natur in diesem Land. Der Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut, der Parc Ela oder Genfersee und Luganersee – allesamt traumhafte Regionen für eine Wanderung über dem Nebelmeer, am See oder im Wald.

Der perfekt geplante Wandertag erfreut alle Teilnehmer der Wanderung. Und wohin führt der Weg nach der Wanderung durch die Schönheit der Schweizer Landschaft? Ein Besuch in einem der zahlreichen Casinos und Spielbanken des Landes bringt die nötige Abwechslung in den Alltag. Tipps für Wanderung und für einen erfolgreichen Abend beim Blackjack offenbart dieser Ratgeber.

 

Wanderwege in der Schweiz

Die Infrastruktur der Schweizer Wanderwege ist auf einem sehr hohen Niveau. Ein Grossteil der 65.000 km verläuft auf sehr breiten und befestigten Wegen. Einige Abschnitte können aber auch schmal und uneben gelegen sein. An gefährlichen Stellen sichern Geländer das Terrain, mancherorts müssen Stufen überwunden werden. Generell aber gelten die Wanderwege in der Schweiz als äusserst sicher. Wanderer müssen keine besonderen Anforderungen erfüllen. Abgesehen von der obligatorischen Aufmerksamkeit und Vorsicht bei der Tour durch die Natur.

Die Beschilderung der Wanderwege ist landesweit einheitlich. Die Signalisation klassischer Wanderwege erfolgt über gelbe Schilder, Richtungspfeile und Rhomben. Darüber hinaus gibt es für spezielle Wanderwege auch spezielle Signalschilder.

 

Spezielle Wanderwege

Ausschliesslich während der Wintermonate sind die Winterwanderwege signalisiert. Sie sind an den pinkfarbenen Wegweisern und Forsten zu erkennen. Benützer und Benützerinnen müssen bei diesen Wegen jederzeit mit losem Untergrund rechnen.

Der Alpinwanderweg führt ebenfalls über Schneefelder, aber auch über Gletscher oder Stein. Wenngleich die Signalisation über blaue Wegweiser, blau-weisse Spitzen und Markierungen sehr gut ist, kann die Orientierung erschwert sein. Alpinwanderwege führen über teils weglose Areale. Benützer und Benützerinnen sollten schwindelfrei und in einer sehr guten körperlichen Verfassung sein. Zudem ist eine gute Orientierung in den bergigen Regionen notwendig.

Der typische Bergwanderweg ist ebenfalls durch gelbe Wegweiser ausgeschildert. Zusätzlich weisen rot-weisse Spitzen und Markierungen den Weg. Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei einem Alpinwanderweg. Benützer und Benützerinnen sollten zudem über die notwendige Ausrüstung von Edelrid für die Überwindung steiler Passage mit Seilen und Ketten verfügen.

 

Erholung im Casino

Nach einem langen Wandertag lässt es sich in einem der 21 Spielbanken in der Schweiz gut aushalten. Vier grosse Spielbanken sowie 13 kleinere Casinos werden mit einer offiziellen Lizenz betrieben. Die 21 Spielbanken sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt und erstrecken sich von Schaffhausen bis Lugano, von Meyrin am Genfersee bis Davos in der Ostschweiz.

Wer nach einem langen Wandertag nur noch die Füsse hochlegen möchte, muss auch dem Spielspass im Casino nicht verzichten. Auch im Internet locken legal betriebenen Schweizer Online Casinos mit zahlreichen Spieltischen für Blackjack und Automaten. Wer sein Glücksspiel im Internet legal anbieten möchte, benötigt die Bewilligung der eidgenössischen Spielbankenkommission ESBK. Das Glücksspiel in der Schweiz unterliegt strengen Regelungen, die zum Schutz vor Spielsucht definiert wurden. Zusätzlich garantieren die Regelungen Schutz vor Betrug und Manipulation. Das Glücksspiel im Internet in der Schweiz ist sicher. Gewinne und Guthaben auf den Benutzerkonten werden in jedem Fall ausbezahlt.

 

Erfolgreich im Casino

Black Jack ist beliebt – ganz gleich wie viel Erfahrung ein Spieler besitzt, es ist und bleibt ein Glücksspiel. Wer sich jedoch die Mühe macht und versucht, das Spielkonzept und die Spielregeln zu verstehen, kann seine Erfolgschancen am Spieltisch erhöhen.
Eine weitere Möglichkeit zur Optimierung der eigenen Gewinnchancen besteht darin, bei einem Online-Casino einen Bonus zu nutzen. Zahlreiche Anbieter verfügen über eigene Bonusprogramme mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Die Bonusbedingungen sind entscheidend dafür, wie stark der Spieler von den jeweiligen Boni profitieren. Manchmal sind bestimmte Casinospiele von den Bonusbedingungen ausgenommen.

 

Die häufigsten Fehler am Spieltisch

Ein Fehler beim Blackjack und der grosse Jackpot ist Geschichte. Ein häufiger Fehler ist es, die am Tisch geltenden Regeln nicht zu kennen. Bei Blackjack gelten nicht pauschal dieselben Grundregeln. An den Spieltischen gilt zudem eine international anerkannte Zeichensprache. Die Spieler sprechen generell nicht mit dem Dealer.
Blackjack wird häufig als das Spiel des Gentlemans bezeichnet. So berauschend die Atmosphäre in einer Schweizer Spielbank auch ist, am Tisch hat ein Spieler sich zu beherrschen. Risikofreude ist angebracht, wenn man den grossen Jackpot knacken möchte. Wer jedoch seine Mitspieler oder seine Begleitung imponieren möchte, ist am Blackjack-Tisch falsch. Es ist und bleibt ein Spiel, bei dem die Freude daran im Vordergrund stehen sollte.

 

 

© Wandern in Engelberg / Copyright © movit – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH

©Wandern im Maderanertal, Bristen / Copyright © Stefan Braeutigam – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH

Die Schweiz bietet eine Fülle gut ausgebauter und gepflegter Wanderwege. Kein Wunder, dass sich immer mehr Besucher aus nah und fern diesem Hobby widmen.

Damit mehr Zeit zum Wandern bleibt, sollte man sich im Alltag Freiräume verschaffen, zum Beispiel indem man die Wohnungsreinigung einfach einem Profi überlässt, etwa einer Reinigungsfirma in Zürich.

In der freien Natur kannst Du vom stressigen Arbeitsalltag abschalten und die herrliche Landschaft geniessen. Schöne Seen und Täler findest Du in den Kantonen der Schweiz ebenso wie die höchsten Alpengipfel. Schroffe Schluchten und malerische Alpenpanoramen bieten hervorragende Aussichten und Fotogelegenheiten.

Besonders schöne Wanderwege führen durch die Bergwelt des Wallis, die Graubündener Bergmassive und das malerische Tessin. Erfahrene Wanderer können sich auf den Klettersteigen am Rheinwaldshorn, am Monte-Rossa-Massiv oder am Matterhorn versuchen. Aber auch mediterranes Flair findet man in der Schweiz, so vor allem im Tessin mit dem lang gezogenen Laggo Maggiore. Als Wanderziele bieten sich aber auch im Berner Oberland viele schöne Gewässer an, wie der Thunersee oder die Aare. Andere beliebte Wanderrouten führen durch die französische Schweiz und durch die Grenzbergkämme des Juras. Im Folgenden erhältst Du einige nützliche Hinweise für die Planung Deiner Wanderrouten in der Schweiz.

 

Leichte, mittelschwere und schwierige Touren in der Schweiz

Die zahlreichen Wanderwege der Schweiz sind in drei Kategorien eingeteilt. Es gibt leichte, mittelschwere und schwere Wanderrouten. Entscheidend sind der Streckenverlauf und die Anteile an steilen Anstiegen. Schwere Routen können auch Kletterpartien umfassen und sind eher für geübte Wanderer und Bergsteiger zu empfehlen. Mittelschwere Touren sind die beste Wahl für den durchschnittlichen Wanderer, können aber auch anspruchsvolle und lange Anstiege beinhalten. Leichte Touren führen in der Regel durch Täler und Schluchten, d.h. durch flaches Gelände.

 

Die beliebtesten Wanderrouten

Der Panoramaweg 3 gilt als mittelschwerer Wanderweg. Ausgehend vom Oeschinesee gelangst Du auf einem 11,5 Kilometer langen Rundkurs nach Kadersteg. Anspruchsvoll aber besonders schön ist die Tour nach Täli vom Schottensee aus. Die rund 13 Kilometer sind in fünf Stunden zu schaffen. Oder geniesse die herrliche Landschaft des Seealpsees und wandere zum 7,8 Kilometer entfernten Aussichtspunkt bei Wasserauen. In einer viereinhalbstündigen Tour gelangst Du vom Grand Canyon der Schweiz nach Le Soliat und passierst dabei Noiraigue. Spektakuläre Landschaften kannst Du auch auf dem 11 Kilometer langen Wanderweg durch die Schlucht von Flims geniessen. Die Tour mit Ziel Crestasee dauert rund drei Stunden.

 

Erlebnisreiche Wanderwege

In der Schweiz gibt es die so genannten Erlebniswanderwege. Sie führen nicht nur durch eine herrliche Landschaft, sondern auch zu spannenden Sehenswürdigkeiten. Beispielsweise gelangst Du auf einem 12 Kilometer langen Weg vom Erlebnisbauernhof Juckerhof nach Kempten, wo Du das Römerkastell besichtigen kannst. Wenn Du auf den Spuren von Wilhelm Tell wandeln willst, wanderst Du von Seebodenalp bei Küssnacht zum Aussichtspunkt Känzeli. Wenn Du Schloss Laufen besichtigen möchtest, solltest Du im Anschluss eine Wandertour nach Neuhausen am Rheinfall unternehmen. Wer steile Bergtouren nicht scheut, sollte die 10 Kilometer lange Wanderung von San Bernardo nach Ponte Tibetano wagen, um sich mit herrlichen Aussichten auf die Gipfel zu belohnen.

 

© Headerbild: Peter Stein – shutterstock.com / zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia

Schöne Herbstwanderungen in der Schweiz – unsere Touren-Tipps  

Wandern wird als Freizeitbeschäftigung immer beliebter. Es tut gut, einmal Schreibtisch im Büro, Metallschränke & Co. hinter sich zu lassen und sich der freien Natur zuzuwenden. Die Schweiz bietet für Wanderfreunde beste Bedingungen. Dort sind nicht nur die höchsten Berge der Alpen zu finden, sondern auch viele schöne Täler und Seen.

Dem Wanderer bieten sich atemberaubende Alpenpanoramen sowie Ausblicke auf kristallklare Bergseen und schroffe Schluchten. Die Landschaften der Schweiz sind vielfältig. Gut ausgebaute Wanderwege führen beispielsweise durch das malerische Tessin, das bergige Wallis und das einzigartige Graubünden mit dem Monte-Rossa-Massiv, dem Rheinwaldhorn und dem Matterhorn. Im Gegensatz zum Hochgebirge wirkt das Tessin schon fast mediterran mit dem lang gezogenen Laggo Maggiore.

Schöne Gewässer bietet auch das Berner Oberland als Wanderziele, wie die Aare und den Thunersee. Herrliche Wanderungen kannst Du ausserdem in den Grenzbergkämmen des Juras und in der französischen Schweiz, der Romandie, unternehmen. Im Folgenden erhältst Du einige Tipps für beliebte Wanderrouten in der Schweiz.

 

Schöne Panoramawege durch alpine Regionen

Durch die alpinen Regionen der Schweiz führen viele schöne Wanderwege. Es wird zwischen leichten, mittelschweren und schweren Routen unterschieden, je nachdem wie stark die vorhandenen Steigungen sind. Der beliebte Panoramaweg Nr. 3 gilt beispielsweise als mittelschwer. Er startet am Oeschinesee und führt in Form eines Rundgangs nach Kadersteg. Die 11,5 Kilometer können in knapp fünf Stunden zurückgelegt werden.

Etwas anspruchsvoller ist die Tour vom Schottensee nach Täli, die 12,6 Kilometer umfasst und in ca. fünf Stunden zu schaffen ist. Vom Seealpsee führt ein schöner Wanderweg zu einem herrlichen Aussichtspunkt bei Wasserauen, der 7,8 Kilometer entfernt liegt und in knapp drei Stunden zu erreichen ist. Vom so genannten Grand Canyon der Schweiz führt ein Weg über Noiraigue nach Le Soliat, der mittelschwer ausfällt und in viereinhalb Stunden machbar ist. Spektakulär ist die 11 Kilometer lange Tour durch die Schlucht bei Flims. Auf dem mittelschweren Weg erreichst Du den Crestasee in etwas mehr als drei Stunden.

 

Erlebniswanderungen durch Schweizer Landschaften

Sehr beliebt sind auch die Erlebniswanderwege, auf denen Du Land und Leute gut kennenlernen kannst. Ein 12 Kilometer langer Weg führt Dich vom Erlebnisbauernhof Juckerhof zum Römerkastell von Kempten. Die Tour ist in etwas mehr als drei Stunden zu schaffen. Von der Seebodenalp bei Küssnacht gelangst Du auf einem mittelschweren Wanderweg zu einem herrlichen Aussichtspunkt bei Känzeli. Diese 12 Kilometer lange Tour ist mittelschwer und in viereinhalb Stunden zu absolvieren.

Ein Klassiker unter den Schweizer Wanderwege ist die Tour über Schloss Laufen nach Neuhausen am Rheinfall. Auf dieser leichten Tour bieten sich viele Gelegenheiten für tolle Fotos und Naturbeobachtungen. Wer anspruchsvolle Wanderwege nicht scheut, sollte sich die Tour von San Bernardo nach Ponte Tibetano vornehmen, die ca. vier Stunden lang und 10 Kilometer durch steiles Gelände führt. Nur neun Kilometer sind es vom Kaltbrunnental nach Grellingen. Landschaftlich spektakulär ist die Wanderung durch das Gantrisch-Chummli. Sie führt von Rüschegg über den 1905 Meter hohen Leiterepass. Lohnenswert ist darüber hinaus die Wanderung über den Passwang. Von Reigoldswil geht die 11,3 Kilometer lange Tour bis zur Bergstation Wasserfallen. Viele schöne Aussichtspunkte liegen auf dem Weg.

 

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Aufregende Wandertouren in bequemer Wanderbekleidung erleben

Die Wandertour steht bevor, der Rucksack ist gepackt, und jetzt fehlt nur noch das richtige Oberteil. Ein Blick in den Kleiderschrank verrät das Offensichtliche: die richtige Wanderjacke fehlt. Aber wie hat diese auszusehen, und was muss das gute Stück Stoff alles bieten? Wer nicht schwitzen und im nächsten Moment wieder frieren möchte, greift deshalb zur funktionellen Wanderbekleidung. Dazu zählt eine warme Softshelljacke, die von Wanderern bei windigen und kühlen Wetterbedingungen gerne zuerst gewählt wird. Wie genau aber die optimale Mischung aus Windschutz am Oberkörper und am Hals auszusehen hat, erfahren Sie hier.

 

Das optimale Zwiebelprinzip

Eine warme Softshelljacke ist ein wichtiges stoffliches Element innerhalb des gern angewendeten Zwiebelprinzips. Der Wanderer oder Sportler zieht mehrere Schichten übereinander an, die die Entstehung von zu viel Feuchtigkeit verhindern. Folglich kann der Körper nicht schnell auskühlen. Das Geheimnis des Abtransportes der Nässe liegt hier im Wechselspiel aus atmenden Synthetikstoffen, mit denen sich bei Wetterveränderungen in kleinen Schritten nachjustieren lässt. Schicht für Schicht kann sich der Wanderer auf diese Weise schwankenden Temperaturen anpassen.

Beispielsweise kombiniert der Naturfreund eine warme Softshelljacke mit einem darunterliegenden Fleece, damit aufkommende Feuchtigkeit schnell nach aussen getragen werden kann. Um diesen Abtransport nicht zu unterbrechen, sollten alle Schichten aus Funktionsmaterialien bestehen. Deshalb gilt: Die erste Schicht am Körper sollte sehr nah am Körper liegen, weil sie die entstehende Nässe direkt aufnimmt und weitergibt. Auf der Suche nach einer passenden Softshelljacke wird man übrigens nicht nur in einschlägigen Wandershops fündig. Auch Shops, an die man nicht sofort denkt, können sich als wahre Fundgruben erweisen. So ist das 1948 gegründete Unternehmen engelbert strauss normalerweise für die Herstellung solider Arbeitskleidung bekannt. Darüber hinaus hält das Sortiment jedoch auch für die Welt der Wanderer eine anständige Auswahl an Softshelljacken und Softshellwesten bereit. Der Kunde kann hier zwischen Modellen wählen, die sich entweder für den Winter, den Sommer oder für Durchgangszeiten eignen.

Für das Zwiebelprinzip funktioniert auch ein herkömmliches nicht synthetisches Material. Besonders T-Shirts oder Wanderunterwäsche aus Merinowolle trägt der Ausflügler gern am Körper. Ohne Frage zählt das Material auch zur bequemen Wanderbekleidung, denn es ist nicht nur weich, sondern auch atmungsaktiv und wärmeisolierend zugleich. Weiterhin zieht die Wolle Wasserdampf an bzw. nimmt Feuchtigkeit auf. Die Faseroberfläche bleibt jedoch trocken, weil sie wasserabweisend ist. Der hohe Tragekomfort bleibt somit gewährleistet.

Wie sehr der eigene Körper schwitzt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die eigene Erfahrung mag hier der Orientierungspunkt sein für die Wahl des richtigen Materials. Wer auf Nummer sicher gehen will, kombiniert für herbstliches Wetter eine Softshelljacke mit darunterliegenden Funktionsschichten, die auch aus synthetischen Materialien bestehen. Für kräftige, anhaltende Niederschläge sollte sich der Wandersmann noch eine Hardshelljacke mit einer gut sitzenden Kapuze zulegen.

 

Softshell vs. Hardshell: Wo liegen die Unterschiede?

Bei sportlichen Aktivitäten regulieren Softshelljacken das Körperklima besser. Während das Obermaterial Kälte und Wind draussen hält, transportiert das Material Feuchtigkeit von innen nach aussen ab. Die klassische Wanderjacke ist somit wind-und wasserabseisend zugleich. Ausserdem kann sie aufgrund der hohen Elastizität körperbetonter geschnitten werden und zugleich ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Wer beim Wandern auch ein wenig klettern muss, ist mit der Wahl einer Softshelljacke gut bedient. Im Vergleich zu einer Hardshelljacke mag sie – je nach Modell – besser abschneiden.

Auch kann eine Softshelljacke Regen gut standhalten, wenn sie über spezielle Membranen verfügt. Für langanhaltende Niederschläge sollte aber eine Hardshelljacke gewählt werden, weil diese genau dafür konzipiert ist. In diesem Zusammenhang sind beschichtete Jacken was für den leichten Regen oder den leichten Schneefall, wohingegen Hardshelljacken mit Membran wiederum atmungsaktiver sind. Die Beschichtung macht die direkte Abgabe der Feuchtigkeit nämlich unmöglich. Der durch den Schweiss entstehende Wasserdampf muss erst an der Innenseite des Materials kondensieren, bevor die mikroporöse Schicht die Feuchtigkeit nach aussen abgeben kann.

 

Was gehört noch zur bequemen Wanderkleidung?

Einen Ausflug in die Natur machen Naturfreunde nicht nur bei Wind und Wetter, sondern natürlich auch im Sommer. Hohe Temperaturen können den ein oder anderen Wanderlustigen dann ins Schwitzen bringen. Wer glaubt, dass hier nur ein luftiges T-Shirt helfen kann, der irrt. Ein Hemd aus dem entsprechenden Funktionsmaterial, das schnell trocknet, ist hier die richtige Wahl. Die luftigen Hemden bieten trotz schwitzender Haut ein optimales Tragegefühl.

Was für die Oberbekleidung gilt, gilt auch für die Unterbekleidung. Wanderbekleidung sollte grundsätzlich folgende Kriterien erfüllen:

  • atmungsaktiv
  • wind-und wasserabseisend
  • Bewegungsfreiheit
  • gute Regulierung des Körperklimas
  • leicht im Gewicht
  • bequemes Tragegefühl

Wenn man sich beim Kauf von Wanderkleidung an diese Anforderungen hält und zudem auf das richtige Schuhwerk setzt, steht einer entspannten Wandertour eigentlich nichts mehr im Weg.

Wandern als Ausgleich zum Profisport

Das Wandern hat in den vergangenen Jahren einen wahren Hype erfahren. Ganz gleich, ob Nordic Walking in der Stadt oder ausgedehnte Wanderung in der Natur – die frische Luft und Bewegung sind genau das Richtige für Körper und Geist. So überrascht es nicht, dass zahlreiche Profisportler das ruhige Wandern in den Bergen als Ausgleich für Training und Wettkampf nutzen. Im Folgenden wollen wir auf den geradezu therapeutischen Aspekt des Wanderns blicken und ein paar Regionen in der Schweiz vorstellen, die sich sowohl zum Wandern als auch zum Sportreiben eignen.

 

Bergregionen als beliebtes Wanderziel

Vor allem in die Bergregionen in den Alpen werden im Sommer zu wahren Wandermagneten. Tausende Wanderwege und Aussichten haben für jeden Wandertyp etwas zu bieten. Vor allem die Schweizer Alpen ziehen im Winter wie im Sommer zahlreiche Touristen an. Bei einer strammen Wanderung legt man auch so manchen Höhenmeter zurück. Das hält auf der einen Seite fit und bietet auf der anderen Seite traumhafte Aussichten auf ein einzigartiges Bergpanorama. In den Schweizer Alpen gibt es auf über 65.000 km Wanderwegen von Gewässern, über Täler, bis hin zu Wäldern und Bergpanoramen vieles zu erleben. Kein Wunder, dass man hier auch immer wieder Profisportler aller Bereiche antrifft, die entweder Höhentraining betreiben oder die Ferien geniessen.

 

Roger Federer ist bekennender Fan der Alpen

Roger Federer gehört zu den grössten Sportlern, die die Alpenrepublik jemals hervorbracht hat. Auch mit mittlerweile 38 Jahren gehört der in Basel geborene Tennisspieler zu den Grössen seines Sports. Auch wenn er bei den US Open zuletzt im Viertelfinale die Segel streichen musste, gehört er bei den Online Wetten von Betway mit einer Quote von 7,00 (Stand 9.9.) zu den Favoriten für die kommenden Australian Open. Wahrscheinlich wird er sich nach seinem Ausscheiden bei den US Open wieder ein paar Tage in den Schweizer Alpen aufhalten und ausspannen. Bereits nach dem Wimbledon-Turnier zog es ihn im Sommer in die Ostschweiz. Hier wanderte er mit seiner Familie auf dem Alpstein. Dabei gab sich der Superstar gelassen und volksnah. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Federer nach einem Tennis-Turnier in den Schweizer Alpen erholte. Immer wieder zieht es ihn in diese Region der Schweiz. Bereits 2016 ging er auf ausgiebige Wanderung durch das Appenzellerland, wo es wunderbare und abwechslungsreiche Touren in allen Schwierigkeitsgraden zu finden gibt.


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Höhentraining in St. Moritz

Doch die Schweizer Berge laden nicht nur zum Entspannen und Wandern ein, sondern bieten auch ein hervorragendes Trainingsgebiet für Leistungssportler. Vor allem das Höhentraining gehört zu den populärsten Methoden, um die Leistungsfähigkeit eines Athleten zu steigern. Schon ab 500 Metern Höhe muss der Körper beim Sport stärker arbeiten, um eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten – mehr zum Thema Höhentraining erfährt man bei Fitbook. Trainiert man also regelmässig in höheren Regionen, gewöhnt sich der Körper an die stärkere Belastung, was bei Wettkämpfen auf Normalniveau ein entscheidender Vorteil sein kann. Das Oberengadin in St. Moritz beispielsweise gehört zu den bekanntesten Zentren des Höhentrainings. Bei den Trainingsläufen beginnt man hier bereits auf ca. 1.800 Metern und hat schon wenige 100 Höhemeter später die Baumgrenze erreicht. Die Wander- unSponserd Laufwege weisen dabei verschiedene Steigungsprofile auf, was Intervallläufen oder Spezialtraining entgegenkommt. Auf den Gletschern in Sass-Fee oder Zermatt wird natürlich rund um das Jahr auch Wintersport trainiert. Bereits im September beginnen die Ski- und Snowboardfahrer auf über 2.500 Metern mit dem Training für die kommende Saison.

 

Auf der Alphütte mit Freunden oder mit der Familie im Berghotel

Die Schweiz bietet sowohl im Sommer als auch im Winter für alle Urlauber und Besucher das passende Angebot. Ob ein Trip mit Freunden in eine abgelegene Alphütte oder ins urchige Berghotel – die Schweizer Alpen haben für jeden etwas zu bieten. Bei Sentiero beispielsweise findet man zahlreiche Angebote, wenn man einmal sein eigener Hüttenwart sein will. Fernab von Touristenströmen kann man in einer abgelegenen Berghütte entspannte Ferien verbringen. Wer mit der Amateur-Schifahrern reist, findet tolle Angebote, die sich auch speziell an diese Zielgruppe richten. Viele Hotels bieten beispielsweise einen eigenen Übungshang zum Skifahren an. Wer auf rustikales Ambiente steht, findet bei LandReise.de zudem die schönsten Bauernhof-Hotels in den Schweizer Alpen.

Ganz gleich, ob Wintersport, Training oder einfach entspannte Ferien, die Bergregionen in der Schweiz laden zum Verweilen ein und haben für alle etwas zu bieten.

Der Wettbewerb
Uto-Hütten-Challenge: «Über 7 Hütten musst du geh’n»:

Wer es schafft, ab dem 1. September 2019 bis zum 20. Oktober 2020  alle sieben Uto-Hütten zu besuchen – mit oder ohne Übernachtung – und diese Hüttenbesuche per Peakhunter-App oder Stempelkarte (Stempel gibt es nur auf der bewarteten Hütten) dokumentiert, erhält am Datum des Eintrags: 

Die Wettbewerbsprämie 

  • einen Uto-Hütten-Challenge-Drink auf der 7. Hütte
  • die Übernachtung in der 7. Hütte gratis (exkl. Essen und Getränke)

 

Verlosung der Preise am Jahresfest

Alle, die mindestens 6 von 7 Hüttenbesuchen geschafft haben, können an der Verlosung von vielen attraktiven Preisen teilnehmen. Sende uns dazu die ausgefüllte Stempelkarte  bis zum 31. Oktober 2020 zu. Die Verlosung findet am 21. November am Jahresfest 2020 der SAC-Sektion Uto statt.

 

Informationen

  www.sac-uto.ch
  www.peakhunter.com

 

Die 7 SAC-Uto-Hütten 

Die sieben Hütten sind auch ideale Ausgangspunkte für fantastische Gipfeltouren. Gipfelziele studieren, Hütte reservieren, in den Bergen jubilieren. Los geht’s!

Sieben Hütten der SAC-Sektion Uto  warten auf dich: Die Albert-Heim-Hütte für bergwandernde Feinschmecker und die für Kletternde attraktive Spannorthütte stehen im urchigen Urnerland. Dort findest du auch die Voralphütte, auf die du über den wildromantischen Weg ab dem Göscheneralptal oder die 90 Meter lange Salbitbrücke zusteigen kannst.

Die Dom- und die Täschhütte laden dich ins hochalpine Wallis ein. In der Camona da Medel, die an der Greina Alta-Route im Bündnerland gelegen ist, treffen sich die genuss- freudigen Bergler/innen Bei der Capanna Cadlimo im Tessin begeistern Steinböcke Gross und Klein, weiter unten fasziniert der Ritom-See. Die Hüttenwartinnen und Hüttenwarte freuen sich auf dich. Die Challenge winkt mit attraktiven Preisen. Nimm die Herausforderung an, mach dich fit und mach mit! 

Domhütte SAC


Medelserhütte SAC

Spannorthütte SAC

Täschhütte SAC

Voralphütte SAC

Albert-Heim-Hütte SAC

Cadlimohütte SAC

 

Wenn man gerne die Ruhe, Beschaulichkeit und vielleicht auch etwas Einsamkeit beim Wandern mag, ist ein sogenannter Grüeziweg einfach nur ärgerlich: Regelmässig begegnet man Menschen – meist schon nach wenigen Minuten – die man natürlich auch begrüsst, wie es die Wanderkultur ist. Bei zu vielen Begegnungen – so nach der 30igsten – mag man dann aber irgendwann nicht mehr grüssen, und so geht die Wandergruss-Kultur vorbei.

 

 

Sich zu grüssen auf den Wanderwegen macht durchaus Sinn. Abgesehen davon, dass es freundlich ist und vielleicht das Gegenüber zu einem Gespräch einladen kann, verringert das Grüssen die natürliche Distanz zum Fremden. Man könnte ja miteinander die Eindrücke teilen, sich freuen über die Schönheit der Berge und über den hinter sich gelegten Weg unterhalten. Besonders wichtig ist es nämlich, sich über den noch bevorstehenden und den begangenen Weg zu unterhalten, wenn sich spontane Veränderungen der Wege ergeben haben, wie Hangabrutsche, Muränen bei Regen, unpassierbare, ausgesetzte Stellen, Schneefelder mit schwierigen Passagen oder gefährlichem Schnee, Absturzgefahren, schwierige Strecken über Brücken oder gar fehlende Brücken, das plötzlich aufziehende Wetter und dem damit verbundenen Zeitbedarf, welcher die Entscheidung weiterzugehen oder umzukehren beeinflusst. Im Gespräch erfährt man dann genauer, wie das Terrain beschaffen ist, was kein GPS oder anderes Mittel genauer voraussagen kann, uvm. Manch einem kann dies das Leben retten, wenn man sich über Gefahren austauscht und nicht einfach an jemandem vorbeizieht und ihn seinem Schicksal überlässt.

So hat ein Grüeziweg doch seine guten Seiten. Auch deshalb, weil manche Menschen alleine unterwegs sind. Das kann etwas mehr Sicherheit geben. Es ist klar, dass man eigentlich nie alleine wandern soll. Denn zwei können sich besser helfen und unterstützen sowie im Notfall Hilfe organisieren, gerade, wenn es ein Funkloch gibt.

Wandern hat daher auch eine soziale Seite. Man hilft sich aufgrund der Abgeschiedenheit über manch „schwierigen Weg“ hinweg oder hilft sich gegenseitig bei Verletzungen und leitet die Nothilfe ein. Da spielt es keine Rolle mehr, um wen es dabei geht. Schliesslich kann man nicht darauf hoffen, dass irgendjemand anderes vorbeizieht und das tut, was man selbst nicht tun möchte oder gleich um die Ecke der Krankenwagen anrollt – es ist nicht wie in der Stadt.

Und dennoch: Wenn man zu zweit unterwegs ist, kann der Grüeziweg doch rasch störend werden. Und auch enge Passagen mit starkem Gefälle auf beiden Seiten werden dann mühsam zu begehen. Es kann einem so richtig die Freude verderben.

Oder gar: Man wandert – im dem vom vordersten Wanderer, vorgegebenen Tempo – den Berg hinauf oder hinunter, in längeren hintereinander gehenden Menschenschlangen – Karawanenwandern! Es gibt nichts Unangenehmeres, wenn man sich den Rhythmus der eigenen Schritte und des Atmens ungewollt diktieren lassen muss. Und irgendwie reizt es ja doch, den Gipfel als „erster Mensch“ erreichen zu können.

Daher hier ein paar Tipps, wie man den Grüeziweg oder Karawanenwanderungen umgehen kann:

  • Eine Wanderung in der Nähe zu einer grossen Stadt oder zu einem grossen Wohneinzugsgebiet wird eher gewählt, da die Anreise kürzer ist. Also wähle eine längere Anreise.
  • Eine Wanderung, bei der man sich bequem hoch (und allenfalls auch runter) transportieren kann, zieht mehr Menschen an.
  • Eine Wanderung, die mindestens ein schön gelegenes Restaurant oder eine Hütten-Verpflegungsstelle aufweist, zieht Menschen an. Man könnte auch Wege ohne diese gehen und sich aus dem Rucksack verpflegen.
  • Wanderungen mit Panoramablick zieht bei schönem Wetter natürlich viele an. Wege, die durch erfrischende Wälder und andere Gebiete führen, ziehen weniger Menschen an – Aussichten gibt es aber immer.
  • Wanderungen bei leichtem Nieselregen machen nicht alle.
  • Wanderziele, zu denen man auch mit dem Auto gelangen kann, ziehen mehr Menschen an. Also abgelegenere Ziele wählen.
  • Auf leichteren Wanderungen sind mehr Menschen unterwegs – ausser bei Nieselregen.
  • Wanderungen mit anspruchsvollen Wegen, höheren Höhenprofilen oder starkem Aufstieg in kürzerer Zeit ziehen nicht alle Menschen an.
  • Wähle den Zeitpunkt besser: Am Wochenende sind mehr Leute unterwegs als unter der Woche.
  • Wanderungen mit vielen anderen angeschlossenen Wegen dazwischen verhelfen dazu, die Menschen besser zu verteilen.
  • Wanderungen, die an einen bestimmten Ort führen, an dem etwas spektakuläres stattfindet, suchen einige Menschen mehr auf.

Im Grunde kann man ganz einfach sagen: Weil wir Menschen doch mehr oder weniger dazu neigen, es uns bequem und so einfach und unangestrengt wie nur möglich zu gestalten, ziehen wir wiederum Menschen an, die gleich denken und sich für den gleichen Weg entscheiden. So meinen wir von WegWandern.ch: „Gehe neue Wege, Deine Wege.“

Tipps zum Wandern mit Kindern

Wandern ist wunderschön – vor allem, wenn man im Urlaub in neuen, wunderschönen Landschaften die Natur geniessen kann. Doch in einer Familie, vor allem mit jungen Kindern, werden Wandertouren oder längere Wanderurlaube mit mehreren Ausflügen zu Fuss plötzlich zu einer ganz neuen Herausforderung.

Wir geben Tipps, wie man einen Wanderurlaub erfolgreich gestalten kann, damit auch die Kinder grossen Spass dabeihaben – und die Wanderungen für die Eltern nicht zur anstrengenden Enttäuschung werden.

 

Wandern mit Kindern – die Probleme

Wenn man mit der Familie inklusive Nachwuchs auf Wandertour geht, ohne besondere Anpassungen vorzunehmen, kann das schnell zu Problemen führen. Kinder haben nun mal besondere Bedürfnisse, die man auch beim Wandern beachten muss.

Das Ganze beginnt schon, bevor die Wandertour überhaupt losgeht. Denn: Kinder haben nicht immer grosse Lust, langwierige und eventuell anstrengende Märsche zu meistern. Selbst, sie sich wenn am Anfang darauf freuen sollten, ein bisschen durch die Berge zu laufen, kann diese Stimmung schnell umschlagen, denn Kinder sind nicht besonders geduldig.

Gleiches gilt auch für die äusseren Umstände – ist es zu kalt, zu warm, zu nass oder zu windig, verlieren die Kleinen schnell den Spass daran, im Freien durch die Natur zu streifen und möchten lieber gemütlich drinnen sitzen und etwas spielen. Wenn das Wetter nicht optimal ist, wird es schnell anstrengend, da die Kinder quengeln und schnellstmöglich nach Hause wollen.

Zusätzlich haben Kinder einfach nicht die nötige Ausdauer, um längere Wandertouren zu bewältigen. Sowohl körperlich, als auch was den Spass an der Sache angeht. Daher ist es normalerweise nötig, kürzere Touren zu planen – besonders Kinder unter acht Jahren schaffen maximal ein paar Kilometer am Stück.

Auch ist nicht jedes Terrain kindgerecht. Zu viele steile Anstiege sind zu anstrengend – man muss auch bedenken, dass diese auf unsere Kleinen noch grösser und steiler wirken, als auf uns Erwachsene. Zudem muss man aufpassen, dass nicht zu viele gefährliche Passagen wie schmale Brücken oder ungesicherte Abhänge in der Nähe der Wege sind.

Vor allem bei Wanderurlauben kann es schwierig sein, die Kids dazu zu motivieren, regelmässig Hotel oder Strand zu verlassen, um sich auf eine längere Wanderung zu begeben.

 

Sieben Tipps für erfolgreiche Wanderurlaube mit den Kleinen

Wenn man jedoch einige Hinweise und Tipps befolgt, wenn man den Wanderurlaub mit der Familie vornimmt, kann es dennoch zum Erfolg werden. Schliesslich kann die Bewegung in der Natur, vor allem in interessanten Umgebungen auch für Kinder viel Spass bringen.

  • Sportlichen Wandergedanken ablegen: Die Devise heisst «Der Weg ist das Ziel». Wir neigen bei unseren Hobbys dazu, es möglichst intensiv auszuführen. Doch wenn jeder in der Familie den Urlaub geniesen soll, muss man einen Schritt zurücktreten und vielleicht weniger oder kürzere Wanderungen vornehmen.
  • Wanderreisen kombinieren: Damit man auch genügend zu tun hat, wenn man nicht täglich auf Wandertour ist, sollte man den Urlaub entsprechend planen. Das Ziel sollte so gewählt werden, dass es zwar für schöne Wanderungen geeignet ist, aber auch viele andere Attraktionen zum Zeitvertreib bietet.
  • Flexibel sein: Wenn Kinder so gar keine Lust mehr haben, zu wandern, bleibt nicht viel übrig, als so schnell wie möglich zurückzukehren. Damit der Weg nach Hause nicht zu weit ist, sollte man daher mobil sein. Ein Wohnwagen ist dafür optimal – so ist man flexibel und kann schnell zurückkehren. Wer keinen besitzt, kann sich Camper mittlerweile auch bequem auf campanda.ch mieten.
  • Touren entsprechend planen: Die Wege, die begangen werden sollten, müssen natürlich auch kindgerecht geplant werden. Zuerst einmal dürfen sie nicht zu lang sein – mit Kindern muss man die normale Zeit für die Strecke etwa um 50 bis 100 Prozent erhöhen. Auch sollten möglichst gute Wege, wenige Kletterabschnitte und am besten keine ungesicherten Abhänge vorhanden sein. Die Pfade sollten möglichst viel Abwechslung und interessante Orte bieten – was für uns eine schöne, ruhige Landschaft ist, kann für Kinder sehr schnell langweilig sein.
  • Orte zur Rast richtig wählen: Kinder ruhen sich bei einer Pause nicht nur körperlich aus, sondern sind schnell wieder auf den Beinen und wollen spielen und toben – daher sollte man dem Pausenplatz so aussuchen, dass sie die Umgebung ohne Gefahren in der Nähe unbeschwert erkunden können. Das bringt dann auch einen guten Ausgleich, da auf dem Rest der Tour wieder auf strenge Vorsichtsregeln geachtet werden muss.
  • Mit Ausrüstung vorbereitet sein: Damit man immer sicher unterwegs ist, sollte man sich auf alles vorbereiten. Auch die Kleinen brauchen feste Wanderschuhe, zur Sicherheit benötigt man vielleicht sogar einen Sicherungsgurt, um Stürze zu vermeiden. Genügend Wasser ist ohnehin Pflicht. Mit kleineren Kindern kann man dann auch auf schöne Wanderungen gehen – man muss dann nur mit einem Kinderwagen oder einer Rückentrage darauf vorbereitet sein, sie weite Strecken zu tragen.
  • Zusätzliche Unterhaltung: Möglicherweise hilft es, mit zusätzlichen Beschäftigungen die Kinder auf Trab zu halten. Spiele, Schnitzeljagden, ein interessantes Zwischenziel wie beispielsweise ein Hof mit Tieren – so lange es Freude bereitet. Ein Picknick mit von den Kindern ausgesuchter Verpflegung kann eine gute Motivationshilfe sein.

 

Bildquelle: Hoamat-Lichter / Fotolia.com

Wandern mit der Familie oder dem Wanderverein bringt Spass und leistet einen wertvollen Beitrag für die Fitness. Damit die Wanderferien zum echten Vergnügen werden und auch nach stundenlangen Touren Freude bringen, ist die richtige Ausstattung wichtig.

Schon beim Packen der Koffer und Reisetaschen zu Hause sollten Wanderfreunde deshalb an geplante Bergtouren denken und ihre Packliste entsprechend zusammenstellen. Wir zeigen Dir, was auf jeden Fall bei der nächsten Bergtour in den Rucksack gehört.

 

Equipment auf Deine nächste Bergtour abstimmen

Bergwandern bringt je nach Region, Tour und Erfahrung des Wanderers grosse Unterschiede mit sich. Gerade vor einem ersten Ausflug in die Alpen ist es schwierig, die Herausforderungen einer langen Bergwanderung richtig abzuschätzen. Wer noch nie in den Alpen war, verwechselt eine mehrstündige Tour schnell mit einer anspruchsvollen Wanderung im gemässigten Gebirge oder Flachland – ein grosser Fehler.

Unabhängig von Deiner Erfahrung in den Alpen ist im Vorfeld abzuklären, ob bei der geplanten Bergstrecke Besonderheiten zu beachten sind. Falls Du bei Deinem Reiseerlebnis auf geführte Wanderungen durch die Schweiz setzt, suche frühzeitig Kontakt zum Guide oder zu Deinem Reiseveranstalter. Dieser wird Dir Extras von der Kleidung bis zum Proviant nennen, die Du bei der Tourenplanung bedenken solltest. Eine noch bessere Vorbereitung ist notwendig, wenn Du mit Deiner Familie oder der Wandergruppe Deine Tour gänzlich auf eigene Faust unternimmst.

 

Der richtige Wanderrucksack als Grundlage

Was auch immer Du für Deine Bergtour mitnimmst, es sollte sich für die Ausstattung genügend Platz im Wanderrucksack befinden. Erfahrene Wanderfreunde verfügen über mehrere Rucksäcke in unterschiedlichen Grössen und Formaten, die auf die jeweilige Bergtour angepasst wird. Zum einen soll das Gepäckstück ausreichend Platz für alle Habseligkeiten während der Tour bieten. Ist der Rucksack hingegen zu gross, ist der Umgang mit diesem bei der Wanderung unhandlich und man trägt unnötiges Gewicht mit sich herum.

Hast Du die passende Literzahl für das Fassungsvermögen Deines Rucksacks ermittelt, kommt es auf den intelligenten Aufbau der Taschen an. Zum einen sind mehrere Aussentaschen und -fächer zu empfehlen, damit Du schnell auf Trinkflasche, Kartenmaterial, Smartphone & Co. zugreifen kannst. Ein guter Schutz der Aussentaschen vor Wind und Wetter ist empfehlenswert, für das Innenleben des Rucksacks sogar unabdingbar. Achte ausserdem beim Kauf auf bequem verstellbare Riemen und Gurte. Der Rucksack sollte sich exakt an Deinen Rücken anpassen lassen, damit er bei stundenlangen Touren nicht zu einem Störfaktor wird.

 

Geeignete Wanderkleidung für jede Wetterlage

Funktional und komfortabel sollte auch Deine gewählte Wanderbekleidung für Bergtouren sein. Neben der freien Zusammenstellung vieler einzelner Kleidungsstücke empfiehlt es sich, auf ein abgestimmtes Set aus Jacke, Hose, Shirts und weiterer Funktionsbekleidung zurückzugreifen. Das Sortiment vieler Sport- und Outdoor-Marken ist über die letzten Jahre erheblich gewachsen und bietet Wander- und Sportbekleidung mit innovativen Extras und einer klimatisierenden und vor UV-Strahlen schützender Wirkung.

Jacken, Westen, Hosen für Deine Bergtouren sollten atmungsaktiv und aus einem wasserabweisenden Material sein. Mit einer solchen Ausstattung bist Du bestens auf jede Witterung eingestellt. Bei stundenlanger Sonne gerät man durch die klimatisierende Wirkung der Kleidung nicht unnötig ins Schwitzen. Starker Bergwind erreicht Dich nicht und schmälert Deinen Wanderkomfort nicht, während Regen oder Schnee vom Körper ferngehalten werden. Letztlich helfen viele innovative Gewebe dabei, körpereigenen Schweiss nach aussen abzuführen.

Apropos Schweiss: Dieser ist gerade bei Socken und dem gewählten Wanderschuhwerk häufig ein Problem. Funktionssocken sind die richtige Wahl für längere Bergtouren. Offene Wanderschuhe bieten den gleichen Schutz und eine gehobene Laufqualität wie geschlossene Wanderschuhe, jedoch mit einer besseren Klimatisierung des Fusses. Auch die Reinigung und Pflege der Schuhe fällt leichter, beispielsweise wenn Deine Schuhe nach einem Regenschauer schnell trocknen und am nächsten Tag direkt wieder eingesetzt werden sollen.

Empfehlungen durch den Alpenverein und andere Institutionen reichen vom robusten und warmen Berg- bis zum modernen Halbschuh als Allrounder. Neben der Art der Bergtour spielt auch die Jahreszeit einen wichtigen Faktor. Für Winterwanderungen sind geschlossene und warme Bergwanderschuhe die beste Wahl, bei steigenden Temperaturen darf der Träger gerne auf Aussparungen vertrauen.

 

Neben vollwertiger Kleidung an praktische Accessoires denken

Eine aufeinander abgestimmte Garderobe rundet die Wanderfreude durch praktische Extras ab. Besonders zu nennen ist ein funktionelles Halstuch, das je nach Art der Faltung auch als Kopftuch oder Gesichtsschutz getragen werden kann. Dies ist von Vorteil, wenn Du bei starkem Regen oder kräftigem Wind unterwegs bist, der in hohen Bergregionen schnell in die Haut einschneiden kann.

Falls eine Bergtour im Hochsommer geplant ist, ist der Hut ein wichtiger Reisebegleiter. Gerade in den Hochalpen ist kein natürlicher Sonnenschutz durch Bäume mehr gegeben, so dass die schädliche UV-Strahlung ungehindert auf die Haut trifft. Nicht nur die Gefahr eines Sonnenbrandes ist ohne Hut gross, ohne Kopfbedeckung steigt das Risiko eines Sonnenstichs mit Erbrechen, Kopfschmerzen und weiteren Symptomen.

Für Touren in unwegsamem Gelände sind Wanderstöcke ein wichtiger Begleiter. Diese sind nicht nur ein beliebtes Hilfsmittel von Wanderern im höheren Lebensalter, sondern helfen jeder Generation beim sicheren Aufstieg und dem Überwinden steiler Höhenmeter. Der Kauf von Wanderstöcken lohnt auch für das Wandern in anderen Regionen Europas. Selbst in Mittelgebirgen warten schwierige Passagen, die bei fehlender Kondition oder Kraft mit Stöcken einfacher zu überwinden sind.

 

Hygiene-Artikel für längere Touren einpacken

Eine der ersten Fragen rund um eine Bergtour ist, ob diese als mehrstündiger Ausflug oder über mehrere Tage hinweg geplant wird. Falls es zu Übernachtungen während der Tour kommt, beispielsweise auf einer der beschaulichen Schweizer Alphütten, dürfen Hygiene-Artikel nicht fehlen. Hier ist ein guter Mittelweg zu finden: Die notwendige Körperpflege darf nicht leiden, dennoch sorgt jeder zusätzlicher Artikel für mehr Gewicht im Reisegepäck.

Neben klassischen Hygieneartikeln von der Zahnbürste bis zum Duschgel sollte eine schützende Creme oder Lotion für kleine und grosse Verletzungen nicht fehlen. Sonnencreme mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor für die ungebremste Sonnenstrahlung gehört ebenfalls in Deinen Kulturbeutel. Vielleicht findet auch noch etwas Franzbranntwein im Gepäck Platz, damit sich strapazierte Muskeln am Abend so richtig erholen können.

Ein praktischer Tipp aus Erfahrung: Entscheide Dich für kleinere Behältnisse und nicht die Original-Verpackungen der Hersteller. So findest Du in Drogerien kleine Flaschen für Shampoo, Duschgel & Co., die für eine Wanderung von wenigen Tagen in den Bergen ausreichen. Einmal gekauft und geleert, lassen sich diese Verpackungen bei der nächsten Bergtour einfach wiederverwenden.

 

Nicht das Geld für den Hüttenbesuch vergessen

Kleine Snacks und grosse Mahlzeiten dürfen während Deiner Bergtour natürlich nicht fehlen. Wenn Du von Alphütte zu Alphütte gehst, darf Geld für Deine Bergtour nicht fehlen. Wichtig ist, sich im Vorfeld über die Möglichkeiten zur Bezahlung in den einzelnen Hütten zu informieren.

Bei den meisten grösseren Alphütten ist die Zahlung mit Karten neben Bargeld längst etabliert. Vielleicht steuerst Du jedoch auch eine kleine und urige Hütte an, in der ausschliesslich mit Bargeld bezahlt werden kann. Online gewinnst Du den schnellen Überblick über Hütten in der Schweiz, um neben den verfügbaren Zahlungsmethoden weitere praktische Infos für Deinen Besuch während der Bergtour zu erhalten.

 

Reiseapotheke und Medikamente für Deine Bergtour

Jede Bergtour ist eine körperliche Herausforderung, die gerade für unerfahrene Wanderer echte Probleme mit sich bringt. Um den eigenen Körper nicht zu überfordern, ist eine kluge Wahl der Tour notwendig. Falscher Ehrgeiz macht sich nicht bezahlt und sorgt für unnötige Probleme, die schlimmstenfalls mit dem Abbruch der Bergtour enden. Grundsätzlich gilt jedoch: Bergwandern hält fit und ist selbst mit gesundheitlichen Problemen zu meistern, sofern die Tour der eigenen Fitness entspricht.

Beim Packen für Deine Bergtour sind Deine persönlichen Medikamente genauso wichtig einzupacken wie klassische Arzneimittel für Reisen. Ob Durchfall oder Kreislaufprobleme, sei mit Deiner kleinen Reiseapotheke auf alle Eventualitäten vorbereitet. Bedenke ausserdem, dass ein oder mehrere Tage auf mehreren Tausend Metern Höhe, körperliche Beschwerden begünstigen, die aus dem Flachland nicht bekannt sind. Auf den veränderten Sauerstoffgehalt der Luft reagiert jeder Organismus anders, ein stabilisierendes Medikament für den Kreislauf ist deshalb immer einzupacken. Dies gilt umso mehr, wenn Gipfelwanderungen in den Hochalpen geplant sind.

 

Papiere und Dokumente rund um Deine Bergtour einpacken

Auch Formalitäten sollten bei Deiner Reiseplanung nicht zu kurz kommen. Dies gilt vor allem, wenn Du nicht einfach ein Wandern in der Zentralschweiz planst und bei Deiner mehrtägigen Tour durch die Alpen Landesgrenzen überschreitest. Ausweis oder Reisepass sollten genau so wenig vergessen werden wie Deine Krankenversicherungskarte. Schliesslich soll Deine schnelle Behandlung und Abrechnung nicht an dieser Kleinigkeit scheitern.

Plane deshalb jede Bergtour, wie Du eine Urlaubsreise in andere Regionen planen würdest. Achte darauf, dass wichtige Dokumente sicher in Deinem Rucksack unterkommen. Schaffe Dir für Deine Ausweise und sonstigen Papiere Schutzhüllen an. Selbst bei einem absolut dichten Rucksack kann es passieren, dass beim Öffnen oder Schliessen des Rucksacks bei Regenwetter einige Tropfen ins Reisegepäck eindringen.

Beachte zuletzt, dass diesseits und jenseits der Schweizer Grenzen unterschiedliche Vorschriften und Gesetze gelten. Falls Du die Schweiz verlassen solltest und medizinische Hilfe benötigst, gelten je nach Versicherungsart andere Formen der Leistungsabrechnung im entsprechenden Land. Mache Dich am besten online vor Reisebeginn und Deiner nächsten Bergtour damit vertraut. Falls Du innerhalb der Schweiz wanderst, entfallen viele der genannten Besonderheiten.

 

Nicht auf Persönliches für die Wanderreisen verzichten

Alle genannten Inhalte, die auf Deiner Packliste stehen sollten, sind absolute Notwendigkeiten. Zu einer gelungenen Bergtour gehört jedoch nicht nur der praktische Reiseaspekt. Während Deiner Unternehmungen oder abends beim Entspannen nach stundenlangem Laufen, geniesst jeder Wanderer auf seine eigene Art. Hierfür ist in Deinem Reisegepäck genügend Platz einzurechnen, damit die Bergtour zum individuellen Vergnügen wird.

Mancher Wanderfreund benötigt während seiner Touren seine Spiegelreflex-Kamera, da die Bildqualität und technischen Möglichkeiten des Smartphones nicht ausreichen. Andere möchten in den Abendstunden nicht auf ein gutes Buch verzichten oder mit Wanderfreunden eine Partie Karten spielen. Überlege selbst, was auf Deine Packliste gehört, um Deine Freude beim Wandern noch zu steigern.

Da das Thema Gewicht bei Reisegepäck immer relevant ist, solltet Du nach geeigneten Lösungen suchen. Klassische Bücher lassen sich am besten durch einen E-Reader ersetzen, bei der Kamera ist die Begrenzung auf einige wenige Objektive sinnvoll. Erfahrene Wanderfreunde greifen auf ihre Erlebnisse bei früheren Touren zurück. Wenn Du immer wieder den Vorsatz zum Lesen auf Wanderreisen hast und hierfür nie die Zeit findest, erspare Dir lieber dieses unnötige Reisegepäck.

 

Mit Packlisten online keine Kleinigkeiten vergessen

Unsere genannten Kategorien geben Dir einen groben Überblick, welche Inhalte Du für Deine nächste Bergtour nicht vergessen solltest. Falls Du eine noch detailliertere Übersicht für Deine anstehende Reise durch die Alpen wünschst, greife auf Checklisten online zurück. Auf vielen Reiseseiten findest Du Listen, die nicht nur für eine Bergtour durch die Alpen zur geeigneten Gedächtnisstütze werden.

Für ein individuelles Reiseerlebnis nimm eine Liste aus dem Internet als Grundlage und passe diese nach Deinen Bedürfnissen an. Formatiert im Excel-Format oder anderen gängigen Dateiformaten stellen diese für jede Deiner Reisen ganz bequem das passende Equipment zusammen.

 

Equipment vor Ort nachkaufen? Die Wanderregion entscheidet!

Selbst bei der besten Reiseplanung passiert es, dass vor Ort angekommen wichtige Utensilien für Deine Bergtour fehlen. Was Kleidung, Hygiene-Artikel oder Snacks angeht, wirst Du in den Supermärkten oder Fachgeschäften vor Ort fündig. Gerade in der Hauptsaison zahlst Du hier jedoch Preise, die über den Kosten in Deiner Heimatregion liegen. Fernab klassischer Touristenorte darfst Du mit faireren Preisen rechnen.

Vermeide trotzdem unnötige Ausgaben, um Deine Reisekasse zu schonen. Dies gilt vor allem für Kleidung und Accessoires, deren Nutzen schon ab der Planung Deiner nächsten Bergtour abzusehen ist. Onlineshops im Sport- und Outdoor-Bereich bieten faire Angebote für echte Markenware und machen selbst eine Komplettausstattung vor Deiner ersten Bergtour durch die Schweiz erschwinglich.

 

Unser Fazit: Bergtouren als Auszeit vom Alltag wahrnehmen

Wie unsere Packliste und Anregungen rund um Deine Bergtour zeigen, gilt es bei jeder Reise den Mittelweg zwischen einer umfassenden Ausstattung und einem leichten Reisegepäck zu finden. Beim Packen ist das Bewusstsein wichtig, dass Du mit einer Bergtour bewusst die Abgrenzung zum gewohnten Alltag mit allen Annehmlichkeiten suchen kannst.

Gerade bei einer mehrtägigen Tour und der Übernachtungen in Alphütten zeigt sich, dass viele Notwendigkeiten unseres Alltags schlussendlich doch nicht so notwendig sind. Diese Erfahrung in die Planung einer Bergtour einzubinden, hilft Dir bei der Reduktion des Reisegepäcks erheblich. Sei mit sprichwörtlich leichtem Gepäck unterwegs und erlebe, wie moderne Outdoor-Kleidung und ein paar Artikel des täglichen Bedarfs bereits vollkommen ausreichen.

IMBACH ist Trumpf! Neu und erstmalig bei IMBACH im Angebot: Zwei Wander-Jassreisen

Wander- und Jassbegeisterte kommen diesen Herbst bei Imbach voll auf ihre Kosten: Auf zwei Wander-Jassreisen erlebst du täglich Spiel, Spass, Wandern und Kulinarik in einem. Für genügend Unterhaltung und Gesprächsstoff ist gesorgt. 

Die zwei Angebote für Jassfreunde sind: 

  • Wander-Jassreise «Kemmeriboden-Bad», 4 Tage, leichte Wanderanforderungen 

Wanderungen durch das abwechslungsreiche und ruhige Gebiet im ursprünglichen Emmental, Jasspausen unterwegs in einem gemütlichen Bergrestaurant und Erholung abends im traditionsreichen Hotel, in dem die Gäste auch kulinarisch verwöhnt werden. 

  • Wander-Jassreise «Gardasee», 5 Tage, mittlere Wanderanforderungen 

Rebberge, Olivenbäume, charakteristische Dörfer und herrliche Ausblicke laden zu abwechslungsreichen Wanderungen um den Gardasee ein. Die Jassfreunde übernachten in einem Hotel mit fantastischem Blick über den grössten See Italiens. 

Geleitet werden die Reisen von erfahrenen IMBACH Reiseleitern. Als Abschluss wartet ein Jassturnier mit attraktiven Preisen. 

Weitere Informationen findest du unter www.imbach.ch/jassreisen.

Kontaktlinsen beim Wandern

Rund 72 % aller Schweizer sind auf eine Sehhilfe angewiesen. Das geht aus einer Publitest-Studie aus dem Jahr 2017 hervor. Die meisten Brillen- oder Kontaktlinsenträger verteilen sich dabei auf Menschen ab dem 44. Lebensjahr. Doch auch die junge Bevölkerung „zieht nach“, was auf die stetig steigenden Belastungen der Augen in Beruf und Freizeit zurückzuführen sein dürfte.

Ein positiver Trend ist, dass den Schweizern ihre Augengesundheit wichtig ist und die Zahl der Menschen, die einen Augentest bei einem Augenarzt machen lassen, ebenso gestiegen ist. Bei der Wahl der Sehhilfe liegt die Brille immer noch weit vor Kontaktlinsen, doch gerade für das wanderfreudige Volk hätten diese beim „Stürmen des Gipfels“ einige wesentlichen Vorteile zu bieten.

 

Gipfelstürmer: Vorteile von Kontaktlinsen

Der grösste Vorteil beim Bergsteigen mit Kontaktlinsen: Freiheitsgefühl und klares, scharfes Sehen lassen sich problemlos kombinieren, was beim Wandern natürlich sehr wichtig ist. Wo eine Brille schon einmal rutschen oder runterfallen kann, haben Kontaktlinsen einen festen Sitz im Auge und der Träger kann sich ganz auf den Wanderweg konzentrieren. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen können Brillen beschlagen und nass werden, ja sogar einfrieren, was bei Kontaktlinsen ebenso wegfällt. Der Markt an Kontaktlinsen ist mittlerweile sehr vielfältig und wie die Auswahl passenden Schuhwerkes, so sollte auch die Wahl der Kontaktlinsen für eine Wandertour gut durchdacht sein.

 

Die richtigen Wander-Kontaktlinsen

Die Wahl der richtigen Kontaktlinsen beim Wandern hängt von verschiedenen Faktoren wie der Länge der Wanderung, den Gegebenheiten der Strecke, der Witterung, der Berghöhe und dem individuellen Anspruch ab. Generell hat man dabei die Möglichkeit, auf Tages-, Wochen- oder Monatslinsen zurückzugreifen, aber auch sogenannte Day & Night Linsen können sinnvoll beim Wandern sein.

 

Tageslinsen für die Wanderung

Tageslinsen eignen sich beim Wandern vor allem deshalb, weil man sie am Tag trägt und am Abend entsorgen kann. Ideal, wenn es doch mal sandig und staubig wird. So stehen einem jeden Tag frische und hygienische Linsen zur Verfügung und das Mittragen von Reinigungsflüssigkeiten und Behälter fällt weg. Vor allem dann, wenn man vorher nicht weiss, ob die Möglichkeiten einer hygienischen Reinigung gegeben sind, wie bei mehrtägigen Wanderungen, sind Tageslinsen die beste Wahl.

 

Monatslinsen im Gepäck

Gerade für längere Touren eignen sich Wochen- oder Monatslinsen. Diese sind für das Tragen über einen längeren Zeitraum ausgelegt, halten das Auge optimal feucht und lassen eine hohe Sauerstoffzufuhr zu. Die Linsen sollten jedoch abends immer rausgenommen, mit spezieller Flüssigkeit gereinigt und über Nacht in einem entsprechenden Behältnis gelagert werden.

 

Ideale Lösung von Tages- und Nachtlinsen bei grossen Bergtouren

Speziell bei längeren Wanderungen in grossen Höhen oder Bergtouren bei denen man zeltet, kann es vorkommen, dass man es nicht schafft die Linsen am Abend herauszunehmen und beim Gepäck auf jedes Kilogramm achten muss. Mit sogenannten Tages- und Nachtlinsen hat man dafür die perfekte Lösung. Die aus Silikon-Hydrogel bestehenden Linsen können problemlos bis zu 30 Tage am Stück getragen werden.

Eine wichtige Frage zum Schluss: Wie sieht es mit dem UV-Schutz aus? Grundsätzlich haben alle Linsen einen integrierten UV-Filter. Dieser ist jedoch für einen optimalen Schutz der Augen vor der Sonne nicht ausreichend und getönte Linsen bieten keinen zusätzlichen Schutz. Daher sollten Kontaktlinsen mit einer guten Sonnenbrille kombiniert werden.

 

Headerbild: DisobeyArt – shutterstock.com (zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH)

Guter Grip, hoher Schaft? Die richtigen Wanderschuhe für Sommer und Winter finden

In kaum einem anderen Land wandern die Menschen so gern wie in der Schweiz. Innerhalb von sechs Jahren – zwischen 2008 und 2014 – stieg der der Anteil der Wanderer um beinahe sieben Prozent an. Durchschnittlich 860 Franken investieren die Schweizer jährlich für ihren favorisierten Sport. Einen erheblichen Teil davon geben sie für die passenden Outdoor-Schuhe aus. Diese sind für Jung und Alt von weitreichender Bedeutung. Einerseits schützt das wetterfeste Schuhwerk zuverlässig vor Verletzungen, andererseits erhöht es den Tragekomfort. Doch nicht alle Wanderschuhe sollten in jeder Jahreszeit eingesetzt werden. Während rutschfeste Halbschuhe im Sommer ausreichen, benötigen Wanderer im kalten Winter robuste Bergschuhe für alpine Touren.

 

Wandern im Sommer: Die Beschaffenheit des Geländes bestimmt den Outdoorschuh

Auf die landschaftliche Vielfalt und dem verbundenen Erleben der Natur legen die Schweizer einer Studie zufolge grossen Wert. Abwechslungsreiche und gut erhaltene Wanderwege mit Naturbelag ziehen die Wanderer beschädigten Wegen ohne Markierungen vor. Ohne das geeignete Schuhwerk kommen die Wanderer selbst bei einer kurzweiligen Tour nicht weit. Denn die gesamte Reise steht und fällt mit den richtigen, jahreszeitüblichen Wanderschuhen. Wer mit einem gescheiten Paar Wanderschuhe seine Schritte zurücklegt, läuft effektiver und unterbindet Verletzungen im Fuss- oder Knöchelbereich.  

Unabhängig von der Jahreszeit besteht der erste Schritt vor dem Loslaufen in der groben Einteilung der Wanderschuhe. Outdoor-Schuhe, die zum Bergsteigen taugen, sind nicht automatisch die beste Wahl für ebene und überschaubare Waldwanderwege. Eine sinnvolle Kategorisierung macht es erheblich leichter, das passende Schuhwerk zu finden.

  • Halbschuhe und leichte Wanderschuhe: Diese Schuhe haben eine butterweiche Flex-Sohle und einen niedrigen Schaft, sind besonders bequem und komfortabel und gut gedämmt. Daher eignen sie sich zum Einsatz in Wald und auf Wiesen, bei Spazierwegen oder bei Wanderwegen mit geringen Steigunen.
  • Allwetter-Wanderschuhe: Das Schuhwerk weist eine stabile und dicke Sohle auf und zeichnet sich durch guten Grip aus. Dadurch ist es besonders fest, stabil, komfortabel und regentauglich, hat jedoch kein wärmendes Innenleben. Solche Schuhe eignen sich besonders für Tagestouren mit mittelschweren Gepäckstücken bis zu 35 Litern und für befestigte Wanderwege mit leichtem Anstieg oder aber matschige Wege oder Flachland und Voralpen.
  • Klassische Trekkingstiefel: Mit ihrem hohen Schaft und der steifen Sohle für optimalen Halt sind diese Stiefel verwindungssteif, gedämmt, regentauglich, aber nicht allzu wärmend. Zum Einsatz kommen sie am besten auf steinigen Wegen und unwegsamem Gelände im Mittelgebirge. Aber auch bei mehrtägigen Sommertouren mit viel Gepäck (40-70 Liter Fassungsvermögen) passen sie hervorragend.

 

Kletterfreudige Wanderinnen benötigen spezielle halbhohe Zustiegsschuhe

Unter die Kategorie der Halbschuhe fallen ebenfalls die sogenannten Zustiegsschuhe. Sie sind optisch nicht so ansprechend wie die Multisport-Wanderschuhe mit ihrem alltagstauglichen Design. Ihre robuste und steife Laufsohle macht sie vor allem für Kletterer zu einem empfehlenswerten Schuhwerk. Durch die leichte Kante am vorderen Innenfuss rutschen die Kletterer an den Felsvorsprüngen der Schluchten nicht ab. Je glatter die Gummisohle ist, desto besser haften die Schuhe auf dem Untergrund. Das Obermaterial richtet sich hingegen nach dem Einsatzzweck der Schuhe.

Wer an einem Sommertag eine Tour durch die Areuse-Schlucht zurücklegt, kommt im bewaldeten Gebiet mit leichten Leder-Schuhen aus. Ein felsiger, nasser Untergrund beim Klettern erfordert wiederum ein wasserfestes Modell aus schnell trocknendem Meshgewebe. Bei einer Klettertour mit kombinierter Flusswanderung ist darüber hinaus eine rutschfeste und stark profilierte Sohle unerlässlich.


Spezielle Trekking-und Expeditionsschuhe sind vor der ersten Wanderung einzulaufen. Bei den ersten Gehversuchen im Trockenen stimmen sich Füsse, Socken und Schuhe aufeinander ab.

 

Schwere Trekking- und Bergstiefel mit Daunenfutter für winterfeste Wanderungen

Auf den hohen Schweizer Bergen in den Alpen fallen jährlich bis zu 25 Meter Schnee. Auch die Gipfel der Alpenränder werden jährlich von dutzenden Metern Schnee bedeckt. Somit benötigen selbst die Aktiven, die gelegentlich einen Wanderausflug als Freizeitaktivität unternehmen, anspruchsvolle Trekking- oder Bergwanderstiefel.

Das wichtigste Kriterium, das die Winterwanderstiefel eindeutig von den Sommerschuhen abgrenzt, ist die Isolierung. Gleich, ob es sich um einen Bergwanderstiefel oder Trekkingschuh handelt: Das Material muss die Füsse zwingend von der Bodenkälte abschotten. Leichte Leder- und Synthetikstoffe reichen bei glatten und vereisten Wegen nicht aus. Naturstoffe aus Daunen, Schafs- oder Lammwolle erweisen sich als die wärmsten Begleiter auf dem Fuss. Sie halten die Isolierleistung selbst im nassen Zustand aufrecht, sodass der feuchte Schnee nicht in die Fasern eindringt. Kunstfaser und Fleece erreichen keine so optimale Isolierleistung wie Woll- und Daunenschuhe.

 

Schuhe mit harter Sohle sind bei alpinen Bergtouren erforderlich

Ein besonderes Augenmerk gilt es auf die Sohlensteifheit zu richten. Winterschuhe mit weichen Sohlen biegen auf, wodurch Nässe, Schnee oder Steine ins Schuhinnere gelangen. Eine steife Sohle aber durchbricht die Schneeschicht und findet auf den vereisten Hangpassagen Halt. Je steifer die Sohle insgesamt beschaffen ist, desto besser eignen sich die Stiefel für alpine Schneewanderungen. Besonders bei langen Bergtouren durch den Schnee in 3000 bis 4000 Metern Höhe ist ein ausgezeichneter Fersensitz vonnöten. Die Zehen sollten maximal einen Zentimeter oder eine Fingerbreite nach vorn Platz haben.

Ein zu grosser Trekkingschuh ist auf einer heraufordernden Gipfeltour auf dem Monte-Moro-Pass oder auf das Matterhorn bei Zermatt eher hinderlich. Das bei jedem Schritt entstehende Reiben lässt schmerzhafte Blasen an den Füssen entstehen. Ratsam ist also, sich bei der Wahl der alpinen Winterwanderschuhe besonders viel Zeit zu nehmen. Da sich das Fussvolumen im Laufe des Tages verändert, sollten die aktiven Wanderer das Schuhwerk am Nachmittag anprobieren. Eine Ausnahme sind die Winterwanderschuhe aus Leder. Da sich das Material mit zunehmender Beanspruchung erwärmt und ausdehnt, lässt sich ein solcher Schuh morgens besser einlaufen.

Wer die Füsse vor der Wanderung sorgfältig mit Hirschtalg-Salbe eincremt, beugt Blasen vor.


Wer die Füsse vor der Wanderung sorgfältig mit Hirschtalg-Salbe eincremt, beugt Blasen vor.

 

Schafthöhe – weniger ist bei schweren Expeditionsschuhen manchmal mehr

Grundsätzlich sollten die steigeisentauglichen, engen Expeditionsschuhe für Wandertouren im Schnee mindestens knöchelhoch sein. Wie hoch der Schaft schlussendlich ausfällt, richtet sich erheblich nach der Gepäckmenge. Es gibt unterschiedliche Empfehlungen zur idealen Schafthöhe im Winter. Bei Winterwander- und Trekkingschuhen, die höher als zum Knöchel reichen, wird die Muskulatur in den Füssen beim Laufen nicht trainiert. Dieser Umstand könnte Verletzungen begünstigen, da die Muskeln nicht ausreichend beansprucht werden. Andererseits schützt ein hoher Expeditionsschuh mit tiefem Profil den Knöchel vor dem Umknicken im Schnee. Als Faustregel gilt: Wer weit mehr als 30 Liter Gepäck im Schnee transportiert, sollte zu einem stabilen Schuh mit hohem Schaft greifen.

 

Sommer- und winterfeste Wanderschuhe richtig pflegen: So funktioniert es

  • Zwischensohlen aus Kunststoff benötigen sehr viel Pflege. Um das Material langfristig zu erhalten und zu schützen, sollten die Schuhe in einem gut belüfteten, kühlen und trockenen Raum stehen.
  • Fliessendes Wasser löst hartnäckigen Schmutz
  • Seife und die Reinigung in der Waschmaschine schädigen das Obermaterial.
  • Nach der Wanderung sollten die Schuhe abends ausstopfen und trocknen, um Unterkühlungen vorzubeugen.

 

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Ein Ort zur Entspannung und zum Kräfte sammeln. Mitten in den Alpen, idyllisch und auch etwas einsam, liegt der historische Hof Zuort auf einer sanft ansteigenden Waldlichtung am Ursprung des Val Sinestra. Eine Zeitinsel für naturverbundene Menschen!

Wanderbeschrieb

Ursprünglich hiess Zuort «Suord», was vom lateinischen «surdus» kommt und «taub» heisst. Tatsächlich sind es die Ruhe und Stille an diesem wunderbaren Ort, der naturverbundene Menschen anzieht. Ein einfaches Leben auf hohem Niveau, mit herzlicher Gastfreundschaft, gepflegter, historisch bedeutender Unterkunft und einer sich selbst versorgenden Landwirtschaft, die es seit Urzeiten schon gibt. Dies zeichnet diesen Ort mitsamt seiner Geschichte aus.

 

Val Sinestra: Das unberührte Tal

Der Weiler Hof Zuort liegt am Ursprung des Val Sinestra. Sinister («links») ist aus dem Lateinischen und bezeichnet, von Sent aus gesehen, die linke Talseite des Unterengadins. Einst pilgerte man ins Val Sinestra zu den Heilquellen mit «aua forta», dem starken Wasser, welche auf dem Gemeindegebiet von Sent entspringen. Heute sind es herrliche Wanderungen und die Natur, die anziehend wirken. Von der Terrasse des Hof Zuort aus schweift der Fernblick durch das unberührte Tal bis zum Berghorizont des Unterengadins. Nachts buhlt kein künstliches Licht mit der Sicht auf den weiten Sternenhimmel. In den besinnlichen Morgenstunden und bei Sonnenuntergang hört man dem Rauschen des Wildbaches oder dem Grasen der Haflinger zu und geniesst auf 1711 Metern über Meer die Stille. Der Hof Zuort (+41 81 866 31 53) ist eine Zeitinsel der Natur und Kultur, ein Kraftort; idealer Ort auch für ein «Digital Detox».

Dank Leidenschaft und Verwurzelung mit der Landschaft gelingt es den beiden Pächtern Doreen und Meinrad, aus dem «Nichts» einen wunderbaren, erholsamen und genussreichen Aufenthalt zu zaubern. 365 Tage geöffnet; während der Nebensaison noch schöner – ein Geheimtipp!

 

Eiszeitliche Erdpyramiden

Nahe dem Weiler gelegen gibt es Zeugen der letzten Eiszeit. Es sind Erdpyramiden. Die noch heute erodierenden Moränenschuttkegel mit ihren Felsbrocken und tonnenschweren Kappen sind imposant. Der lokale Name für diese Türme ist denn auch «ils Cluchers» (phon.: klutscheers): die Kirchtürme. Während der letzten Eiszeit vereinigten sich die beiden Gletscherzungen Val Laver und Val Chöglias knapp unterhalb von Zuort. Nach dem Abschmelzen entstanden hohe, spitze Schuttkegel von bis zu 15 Metern Höhe. Es sind Zeugen eines mehrere tausend Jahre andauernden Erosionsvorganges. Noch immer bewegt sich dieses Gestein. Bereits in hundert Jahren werden die Moränenanteile wieder ganz anders aussehen.

 

Ein alpines Schweizer Zollamt auf dem uralten Handelsweg

Was heute die duftenden Blumen-, Kräuterwiesen und saftigen Weiden als lebendiges Kulturdenkmal historischer Berglandschaft darstellen, waren einst wichtige Geländekammern für Jäger, Sammler und Hirten der Neusteinzeit. Sie rodeten die Lichtungen (Charetsch) um Zuort und nutzten auch die hohen Sommerweiden am Fimberpass. Zuort war Hospiz und ein alpines Schweizer Zollamt auf dem uralten Handelsweg zwischen der Schweiz und Österreich (Paznaun), noch bis ins zwanzigste Jahrhundert.

 

 

Die Anfänge

Einst verliebte sich – wie kann es anders sein – ein Musiker in diese Stille und erwarb diesen Flecken mit dem Anwesen. Es war Willem Mengelberg (1871-1951), holländischer Komponist und Dirigent, Generalmusikdirektor in Luzern und jener, der das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester zu einem der virtuosesten, weltberühmten Orchestern führte. Er war eine der populärsten Figuren der Niederlande nebst der damaligen Königin. Auf Zuort baute er seine Sommer-Residenz und verbrachte hier seine Ferien. Er lud die High Society aber auch die Einheimischen gerne zu sich ein. So beherbergte er auch Richard Strauss, der ihm die Tondichtung «Ein Heldenleben» widmete. Noch einige Jahre nach der Gründung seiner eigenen Stiftung und seinem Tod 1951 blieb dieser Ort ein wichtiger Treffpunkt für musizierende Holländer und eine Art Künstlerkolonie. Auch heute noch trägt die Musik einen wichtigen Anteil bei.

 

Heute – schönes Beispiel der Hege von öffentlichem Eigentum

Die frühesten Dokumente zum Hof Zuort stammen aus dem Jahr 1482. Eine Urkunde über diesen als Lehenshof im Eigentum der Gemeinde Sent zeugt davon. Darin wurde der Verkauf des Pachtrechtes an religiöse Organisationen, an Adlige, grosse Herren und Potentaten ausdrücklich verboten. Mengelberg erwarb die Besitzrechte am Dorf und kaufte 1920 von der Bauernfamilie Frigg den Hof mit Landwirtschaft dazu. Das aus der Belle-Epoque stammende Chalet, von Mengelberg selbst entworfen, von der einheimischen Familie Lanfranchi erbaut und von Schweizer Schnitzern reich verziert, wurde in seiner ersten Version 1911 fertig gestellt.

Die prächtigen Holzdecken, das edle Täfer und stilvolle Möbel sind als Originale erhalten. Die kunstvollen Holzverzierungen in der Stube, dem Herzen des Anwesens, sind dem Pächter Clot Corradin, einem Bauern und Schnitzer der Region, zu verdanken. Die sechs nostalgischen Zimmer im Haupthaus und die Suiten mitsamt Bibliothek im Chalet «Casa Mengelberg» sind auch heute stilecht eingerichtet. Auch liess Mengelberg eine eindrückliche Wald-Kapelle im Stil einer norwegischen Stabkirche (bis 1928) zimmern; als Denkmal zur Erinnerung an die Bewahrung der Schweiz und der Niederlande im Ersten Weltkrieg. Ein sogenanntes Carillon mit 15 Glocken, welche über die Klaviatur bedient werden, funktioniert noch heute. Gasthof, Stall, Personalhaus, Chalet und Kapelle bilden ein historisches Ensemble und sind in Gestalt und Funktion erhalten.

 

 

Swiss Historic Hotels

Eine neue Phase mit Besitzerwechsel begann ab 2010. Der Eigentümer Dr. med. Peter Robert Berry IV bezeichnet sich selbst als «Schwungrad und Brücke für Zuort ad Interim». Sein erklärtes Ziel: der historische Lehenshof soll wieder in ein «Sinnvoll verwaltetes kollektives Eigentum» übergehen. Dies war auch der ursprüngliche Wille des Gemeinwesens und wurde im Lehensvertrag 1482 geregelt. So steht denn auch auf der Homepage: «Zuort soll einem breiten Publikum dauerhaft zugänglich bleiben. Diese Maxime fordert einen «Kol­lektiven Selbsterhaltungstrieb» mit seinen drei Komponenten: 1. ideelles Gedankengut, 2. kollektives Eigentum, 3. wirtschaftliche Eigenleistung.» Der gemeinnützige Verein «Cumpagnia Zuort» und die Stiftung «Fundaziun Zuort» sind im Aufbau. Eine betriebliche Selbsterwirtschaf­tung ist auf versprechendem Weg. Hof Zuort gehört seit Herbst 2012 zur Gruppe der «Swiss Historic Hotels».

Einfach, authentisch, zeitlos. Ein perfekter Ort für Naturliebhaber, Geniesser, Ruhesuchende. Im Hof Zuort gönnt man sich eine wahre Auszeit. Davon zeugt auch das Motto: «Besuchen Sie uns, wir haben nichts, auch nicht digital.» Die Pächterin Doreen, eine Seele rund um den Hof und der Hotellerie sowie Pächter Meinrad, als Kochkünstler und erfahrener Allrounder am Hof, erfreuen den Gast wie aus dem «Nichts» mit köstlicher Verpflegung – einiges aus eigener Produktion -, mit einem bequemen Bett für einen besonders ruhigen Schlaf und mit ihrer natürlichen, herzlichen Aufmerksamkeit. Seit Jahren sind die beiden Pächter tief verbunden mit dem Hof Zuort und der einmaligen Landschaft. Dank ihrer Leidenschaft und der Hilfe von weiteren Mitwirkenden gelingt es, aus dem  «Nichts» einen wunderbaren, erholsamen und genussreichen Aufenthalt zu zaubern – besonderes während der Nebensaison – ein Geheimtipp! 

 

Hof Zuort
7556 Ramosch GR
  +41 81 866 31 53
  www.zuort.ch
  

 

Wandervorschläge
  Val Sinestra: Sent – Hotel Val Sinestra – Zuort – Griosch – Vnà
  Winterwanderung Val Sinestra, Vnà – Hof Zuort – Vnà

 

 

Bilder: Hof Zuort

Ein Haus wie ein «bewohnter Felsen», eine Seele des Engadins erwarten den Gast in Maloja.

Da, wo der Piz Lunghin Schauplatz und Inspiration einer besonderen und sehr geglückten neuen Architektur ist, steht ein wahrlich ausgezeichnetes Haus, welches wunderbar in die Landschaft von Maloja eingefügt ist: Das Hotel – Restaurant Longhin in Maloja.

 

Holz und Stein sind die typischen Baumaterialien des Bergells, das hier für das neue Hotel – Restaurant Longhin (+41 81 824 31 31) verwendet wurden. Es scheint, als läge ein grosser Findling im Tal. Die rauhe, unregelmässige und steinige Waschbetonfassade und die polygonale Form lassen das Gebäude wie einen bewohnten «Felsen» erscheinen.

 

Lärchenholz nicht nur für die Türen und Fenster, sondern auch für die Verkleidungen der Innenräume, Loggien und Dachterrassen bringen eine warme Behaglichkeit und wirken beruhigend. Das Haus mit seinem Architekten Kurt Lazzarini verdient die begehrte, internationale Auszeichnung «best architects», welche die aussergewöhnliche Architektur honoriert und indirekt auch die Risikobereitschaft und den grossen Einsatz aller Beteiligten würdigt.

 

Eine Seele des Engadins

«Wir haben mit viel Herzblut geplant, gefeilt und organisiert», sagt das erfahrene Gastronomie und Hotelier-Paar Dominik Leinenbach und seine Partnerin Kathi Reschke, die sich ihr Handwerkszeug in einigen unterschiedlichen, von 0 bis 5 Sterne-Häusern erarbeitet haben.

Man spürt die Leidenschaft, welche auch alle Teammitglieder einbringen. Die Verbundenheit des Teams, welches bewusst keinen Hierarchien verpflichtet ist, sondern einen gemeinsamen Traum lebt, ist durch alle «Gänge» von der Küche über die Zimmer bis zur Dachterrasse erkennbar. Dies ist um so wichtiger, wenn keine «externen Geldgeber» gar Lücken füllen müssten. Denn das Unternehmen versucht alles selbst, unabhängig und in Eigenregie, familiär und im Team zu bewerkstelligen. So werden die Teammitglieder gemeinsam gefordert, die Verantwortung mitzutragen und sich einzubringen.

Ein neues Haus mit jungen Mitarbeitern voller Tatkraft und kreativer Ideen. So wirkt das «Du» im Hause verbindend – auch mit dem Gast. Es ist eine herzliche, unkomplizierte und familiäre Gastfreundschaft, die das Haus ausstrahlen. Das Haus – der «Fels» mitsamt seinen «Bewohnern» – spiegelt die Seele des Engadins.

 

Schlichte, stilvolle Eleganz ohne Schnick-Schnack

Nach einer ausgiebigen Wanderung ist es immer eine besonders schöne Erholungsphase in einem Wohlfühlzimmer. Die Zimmer haben ein Design ohne viel Schnick-Schnack und Schnörkel. Dank der gewählten Materialien erscheinen die individuell geschnittenen Zimmer mit einer schlichten, modernen und stilvollen Eleganz. Sie wirken frisch, warm, behaglich und sind funktional und praktisch eingerichtet. Alpines Ambiente mit Bergpanorama-Aussicht, wo sich Tradition und Moderne ideal vereinen. Die Appartements bieten eine moderne Einrichtung und verfügen alle über eine Loggia.

Noch mehr Gutes tun kann man sich zur Entspannung in der Sauna oder im Dampfbad des Wellnessbereiches des Hotels. Und natürlich kulinarisch!

 

Gelobte Küche

Das Restaurant des Longhin serviert saisonale Schweizer Küche nach hauseigenen Rezepten, einschliesslich Kastanien-Spezialitäten aus dem eigenen Kastanienwald. Auch Pizza und vegetarische Gerichte sind verfügbar. Man isst und staunt ob der Bergwelt, die man im Blick hat und der wirklich guten, abwechslungsreichen und von den Gästen gelobten Küche. Ein edler Tropfen aus dem Keller rundet diese Genusswelt ab.

 

Perfekte Lage für tolle Wanderungen

Durch die Lage in Maloja, ein familiäres Passdorf an der Grenze zum urtümlichen Bergell, bietet sich dieses besondere Haus bestens für einen erholsamen, genussreichen Aufenthalt mit sportlichen Aktivitäten an. Es ist ideal gelegen für alle Arten von Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten im Sommer und Winter. Auf der einen Seite führt der Malojapass zwischen majestätischen Granitfelsen steil hinunter ins Bergell, auf der anderen blickt man ins Engadin mit seinen Lärchenwäldern und Seen. Der Piz Lunghin ist der Hausberg. Es lohnt sich, eine Wanderung über den Pass Lunghin zu unternehmen. Eine dreiteilige, europäische Wasserscheide tut sich dem Wanderer oben auf: der Inn, der durch das Engadin und später mit der Donau ins Schwarze Meer fliesst, die Julia, die mit dem Rhein in die Nordsee mündet und die unbekanntere Maira, welche mit dem Po ins Adriatische Meer fliesst.

Aber auch einfachere Wanderungen lassen einen erholen, wie der Sentiero Segantini. Er lädt ein, das Leben der berühmten Persönlichkeit Giovanni Segantini in Maloja näher kennenzulernen. So wird Kunst, Kultur und Wandern vereint. Es warnten Panoramawege, Seenwanderungen, Weitwanderungen und Themenwege. Wer die Gegend fahrend entdecken will: Die Rhätische Bahn und das Postauto bringen einen in die schönsten Ausflugsgebiete der Region.

Für unkomplizierte aber gepflegte und genussreiche Momente ist das Hotel Longhin auf 1809 Metern über Meer in Maloja gelegen sehr zu empfehlen. Dank seiner Lage lassen sich unzählige Wandererlebnisse mit einem Aufenthalt im Hotel – Restaurant Longhin verschönern.

 

Hotel Longhin
Hauptstrasse 40a
7516 Maloja
  +41 81 824 31 31
  longhin.ch
  

 

Tipps für die nächste Wanderung: Gut ausgerüstet in der Natur unterwegs

Die Schweiz ist ein ideales Ziel für alle Wanderfreunde und bietet vom gemütlichen Wanderweg bis hin zum hochalpinen Kurs für jeden Wanderer das passende Terrain. Alpinsportler beispielsweise kommen im Hoch-Tessin mit seinem markanten Gotthardmassiv auf ihre Kosten.

Doch auch die 5-Seen-Runde in Zermatt, die Edelweissrunde oder die Rundtour Valle del Salto gehören zu den beliebtesten Wanderwegen in der Schweiz. Egal für welche Wanderung Du Dich entscheidest: Die beeindruckende Viertausenderkulisse hast Du beinahe überall vor Augen.

 

Der Schweizer Kanton Tessin: Verbinde Wandern und Camping

Camping im Tessin ist für Familien mit Kindern eine besonders beliebte Form von Ferien. Vielfach befinden sich die Campingplätze der Region nahe urtümlicher Bauernhöfe oder in der Nähe von zünftigen Alphütten. Eine Wanderung zu einer dieser Hütten samt Brotzeit solltest Du in Deinen Wanderferien in der Schweiz unbedingt einplanen. Zudem findest Du mit dem Lago Maggiore und dem Luganer See zwei der bekanntesten Gewässer des Landes. Der Lago Maggiore befindet sich sowohl auf italienischer als auch auf Schweizer Seite und bietet an seinen Ufern ebenfalls traumhafte Campingplätze.

Entspanntes Camping mit Alpenpanorama ist an diesem traumhaften See garantiert. Campingplätze sind die preisgünstige Alternative zum Hotel oder Ferienhaus, denn das Tessin ist nicht unbedingt als preiswerte Feriengegend bekannt. Eine der bekanntesten Wanderungen am Lago Maggiore führt auf den Monte San Salvatore und bietet traumhafte Aussichten. Während Deiner Ferien auf dem Camping am Lago Maggiore solltest Du unbedingt Bellinzona, der Hauptstadt des Kantons Tessin, einen Besuch abstatten, denn diese ist auch als Burgenstadt bekannt und bietet zahlreiche touristische Highlights. Dank ihrer Bauten wurde die Stadt sogar in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

 

Wandern im Tessin: Darauf solltest Du achten!

Egal für welchen Wanderweg im Tessin Du Dich entscheidest, solltet Du an eine gewisse Grundausrüstung denken. Wanderstöcke sind auf jeden Fall empfehlenswert und auch festes Schuhwerk ist ein absolutes Muss. Übrigens: Das Tessin gilt auch als „Schweizer Sonnenstube“ und kann jährlich mit mehr als 2.000 Sonnenstunden punkten. Planst Du Campingferien, etwa am Lago Maggiore, sind die Sommermonate prädestiniert. In den Monaten von Juni bis August sind Wassertemperaturen von etwa 24 Grad Celsius recht angenehm.

Wanderungen hingegen sind ebenso im Frühjahr und Herbst traumhaft schön. Am besten kleidest Du Dich nach dem sogenannten Zwiebelprinzip. Zieh Dich also ruhig ein wenig wärmer an; eine leichte Jacke solltest Du immer im Gepäck haben. Auch wenn das Tessin als eine der sonnenreichsten Regionen der Schweiz gilt, gehört auch eine Regenjacke immer in Dein Wandergepäck. Dass Du ausreichend Flüssigkeit dabei haben solltest, versteht sich natürlich von selbst. Trekkingtouren sind im Tessin ebenso möglich wie mehrtägige Touren, bei welchen Du in urchigen Berghütten nächtigen kannst. Mehr als 125 Pistenkilometer machen das Tessin zu einem Eldorado ebenso für Wintersportler.

 

Fazit

Das Tessin ist nicht umsonst eine der beliebtesten Ferienregionen der Schweiz. Der Grund: Die Region ist recht abwechslungsreich und bietet sowohl hochalpine Berge als auch entspannte Seen. Das Tessin ist daher sowohl in den Sommer- als auch in den Wintermonaten ein lohnenswertes Reiseziel.

Sicher unterwegs – Körperliche Voraussetzungen für das Wandern am Berg

Bergwandern ist ein hervorragendes Training für die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System. Die Bewegung über unterschiedliche Höhenniveaus spricht zahlreiche Muskelpartien an und beansprucht damit weite Teile des Körpers. Durch die Bewegung an der frischen Luft und in der Natur wird ausserdem das Herz-Kreislauf-System positiv angesprochen, Stress und Müdigkeit können effektiv bekämpft werden.

Je nach gewählter Wanderstrecke und den dabei zu überwindenden Höhenmetern kann der Körper aber durchaus stark beansprucht werden. Damit Wanderer vom Start bis zum Ziel sicher unterwegs sind, sollten gewisse körperliche Voraussetzungen vorhanden sein, um jeden Streckenabschnitt mit ausreichender Leistungsfähigkeit und ohne grösseres gesundheitliches Risiko meistern zu können. So machen sich Wanderer fit für den Berg.

 

Für wen ist Bergwandern als Sportart geeignet?

Grundsätzlich gilt Bergwandern als eine eher sanfte Sportart, die den Körper zwar ganzheitlich, dafür aber moderat und kaum einseitig belastet. Deshalb ist Bergwandern zunächst einmal für jeden geeignet. Damit die gesamte Strecke sicher gemeistert werden kann, sollten Wanderer allerdings über eine guten gesundheitlichen Allgemeinzustand verfügen.

Dabei kommt es weder auf das Alter noch auf die körperliche Statur an. Ältere Menschen können ebenso bedenkenlos wandern wie Menschen mit Übergewicht. Wichtig ist, dass Kraft und Ausdauer stimmen, denn so manche Wanderroute ist lang und der Weg endet nicht, wenn der Gipfel erreicht ist. Auch der Rückweg sollte sich in jedem Fall mit ausreichend Kraftreserven meistern lassen. Dafür ist es entscheidend, dass Wanderer lernen, ihre Leistungsfähigkeit und die Belastbarkeit ihres Körpers gut einzuschätzen und sich auch die Kraft so einzuteilen, dass sie für beide Strecken ausreicht. Erschöpfte Muskeln bergen ein hohes Sicherheitsrisiko und können gerade beim Bergwandern zu Unfällen und Verletzungen führen.

Ebenso wichtig wie die Ausdauer sind auch die uneingeschränkte Trittsicherheit und ein gutes Gleichgewicht. Beim Bergwandern müssen unter Umständen nicht nur einige Höhenmeter überwunden werden, auch unebener, lockerer oder rutschiger Untergrund, plötzlich steil abfallendes Gelände oder überhängende Felsen und Bäume können den Weg schwierig gestalten. Ein stabiler Gang ist wesentlich für sicheres Überwinden von unwegsamem Gelände. Nicht zuletzt sollten Bergwanderer absolut schwindelfrei sein, denn wer bei seiner Wanderung durch die Schönheit der Natur die Aussicht unbeschwert geniessen und sich auch in schwierigem Gelände sicher bewegen möchte, sollte sich auf seinen Kreislauf verlassen können.

 

Die Ausrüstung auf individuelle körperliche Bedürfnisse abstimmen

Beim sicheren Bergwandern kommt es neben der persönlichen Leistungsfähigkeit auch auf die passende Ausrüstung an. Im Bereich Sportmode gibt es eine grosse Auswahl an hochwertiger Funktionskleidung. Beim Bergwandern hat sich der Zwiebellook bewährt und bietet Anfängern und Fortgeschrittenen höchsten Komfort.

Bei der Auswahl der passenden Wanderbekleidung sollten persönliche Bedürfnisse und das individuelle Wohlbefinden an erster Stelle stehen. Von der Funktionsunterwäsche bis hin zur obersten Wetterschicht sollten die einzelnen Kleidungsstücke vor allem uneingeschränkte Bewegungsfreiheit bieten. Zu enganliegende Kleidung wird schnell unbequem und führt zu ungesunden und kräftezehrenden Bewegungsabläufen. Zu weit geschnittene Kleidung kann ebenfalls behindern und birgt ausserdem ein zusätzliches Sicherheitsrisiko durch Hängenbleiben. Aufgrund der oft sehr wechselhaften Witterungsverhältnisse beim Bergwandern sollte die entsprechende Outdoorbekleidung unbedingt atmungsaktiv und wind- und wasserdicht sein. Abnehmbare Kapuzen und praktische Klettverschlüsse machen den Zwiebellook besonders praktikabel und sorgen durch leichtes An- und Ausziehen unterwegs für maximalen Komfort.

Wer regelmässig bergwandern möchte, sollte auf eine optimal angepasst Ausrüstung setzen und sich im Fachgeschäft beraten lassen. Hochwertige Funktionskleidung für den Outdoorbereich gibt es auch in Übergrössen und für andere körperliche Anforderungen, die einen speziellen Schnitt erfordern. Durch die Beratung im Fachgeschäft lässt sich die notwendige Passgenauigkeit und damit höchste Funktionalität und Tragekomfort gewährleisten.

Vor allem bei den Schuhen sollten Wanderfans auf Nummer sicher gehen und verschiedene Marken und Modelle im Geschäft unbedingt zur Probe tragen. In vielen Fachgeschäften für den Outdoorbereich gibt es Trainingsbereiche, in denen das Tragegefühl auf unterschiedlichen Untergründen getestet werden kann. Auch Kammern, in denen Temperaturwechsel und andere Witterungsverhältnisse wie Wind und Regen getestet werden können, sind bei hochwertigen Ausstattern vorhanden. Diese Möglichkeiten sollten Wanderfans unbedingt in Anspruch nehmen, um die perfekte Ausrüstung für die eigenen Ansprüche zusammenstellen zu können. Neben der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit ist eine hochwertige und funktionale Ausrüstung der beste Garant für ein unbeschwertes Wandererlebnis.

 

Selbstüberschätzung führt häufig zu Unfällen

Unfälle kommen bei Sportarten in bergigen Regionen leider nicht selten vor. Wie das Internetportal sportaktiv.com berichtet, stehen in der Statistik der Bergsportunfälle die Wanderer an erster Stelle. Fast die Hälfte aller tödlichen Unfälle im Bereich Bergsport traf Wanderer.

Die Hauptursache für tödliche Bergsportunfälle war mit 44 Prozent ein Absturz. Die zweithäufigste Unfallursache ist Herz-Kreislauf-Versagen. Ungefähr 41 Prozent aller tödlichen Unfälle am Berg sind darauf zurückzuführen. Eine Überschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist der Grund dafür, warum so viele Menschen beim Bergwandern Unfälle erleiden, die häufig zu vermeiden gewesen wären. Vor allem Aspekte wie die zu überwindenden Höhenmeter sowie Luftdruck und Sauerstoffgehalt in grösserer Höhe werden Wanderprofis zufolge nicht selten unterschätzt und können vor allem Anfänger im Bereich Bergwandern schneller an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit bringen, als sie es erwartet hätten. In der sprichwörtlichen dünnen Luft am Berg wird der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt. Darunter können die Atmung und der Kreislauf stark leiden.

Aus diesem Grund empfehlen Wanderexperten ein regelmäßiges Ausdauertraining, das die Muskulatur langsam aber gezielt aufbaut und auch das Herz-Kreislauf-System nachhaltig stärkt. Das gilt insbesondere für Wanderfans, die vor allem in den Ferien die Gelegenheit haben, sich in den Berg zu wagen. Lange Pausen lassen die Muskulatur wieder erschlaffen, es kann sogar zu einem Muskelabbau kommen.

Wird das Bergwandern zusätzlich durch ein regelmäßiges Ausdauertraining unterstützt, bleibt die Leistungsfähigkeit auch zwischen den Touren erhalten und beim nächsten Wanderausflug kann aus dem vollständigen körperlichen Potenzial geschöpft werden.

Wer sich beim Bergwandern jederzeit sicher bewegen möchte, sollte folgende Grundregel berücksichtigen:

Das Bergwandern sollte nicht genutzt werden, um Fitness aufzubauen, sondern um die vorhandene Fitness zu geniessen.

Bergwanderer müssen keine Leistungssportler sein. Sie sollten sich allerdings vor der ersten Tour in einen stabilen und belastbaren Trainingszustand bringen und lernen, die eigene Leistungsfähigkeit zuverlässig einzuschätzen, um ihre Kräfte jederzeit optimal einteilen zu können.

 

Bildquelle:
– Abbildung 1: @ pcdoktor (CCO-Lizenz) / pixabay.com
– Abbildung 2: @ Bellalinda (CCO-Lizenz) / pixabay.com

 

Das Wandern ist (auch) des Müllers Lust: Richtig angezogen die Wanderwege entdecken: Das Wandern ist des Müllers Lust: Ihm tun es immer mehr Menschen nach und haben den Wandersport für sich entdeckt. Ob in den Ferien zur Entdeckung der Region oder daheim als Fitnesstraining – Wandern erfreut sich grösster Beliebtheit. Allerdings hängt der Spass am Wandern auch an der richtigen Kleidung.

 

Richtig gekleidet zum Wandern: Der Lagenlook feiert ein Comeback

Die meisten Kinder kennen das Zwiebelschalensystem und auch uns Erwachsenen ist es noch allzu bekannt. Wir ziehen dünne Kleidung unter dickere Sachen, den Abschluss bildet eine wetterfeste Jacke. So sind wir wie die Zwiebel gekleidet und können Schicht für Schicht ausziehen, wenn es zu warm werden sollte. Der Körper ist damit auf verschiedene Witterungen und Temperaturen eingestellt bzw. lässt sich die Körpertemperatur leicht regulieren. Auf der einen Seite wird damit dem Auskühlen durch Kälte oder zu starkes Schwitzen vorgebeugt, auf der anderen Seite dem Überhitzen des Körpers. Im Outdoorbereich ist allerdings nicht vom Zwiebellook die Rede, sondern von First, Second und Third Layern. Die erste Schicht kann auch als Base Layer bezeichnet werden, die obere Schicht ist die Top Layer Schicht. 
Wanderer tragen daher am besten ein dünnes Unterhemd aus einem atmungsaktiven Material direkt auf der Haut. Vor allem die Kombination von Schurwolle und Seide ist hier empfehlenswert. Seide bewirkt je nach Notwendigkeit einen kühlenden oder wärmenden Effekt und nimmt stark Feuchtigkeit auf. Die Schurwollfaser kann Feuchtigkeit im Inneren binden und nimmt bis zu 30 Prozent des Eigengewichts an Feuchtigkeit auf. Die Haut fühlt sich damit immer trocken an. 
Als zweite Schicht wird ein kurz- oder langärmeliges Shirt gewählt, das aus Baumwolle oder ebenfalls aus einer Kombination aus Schur- und Baumwolle bestehen kann. Darüber folgt die Fleecejacke oder der Fleecepullover, der wärmt und dennoch die Hautatmung nicht beeinträchtigt. Eine Softshelljacke schützt vor Regen und Wind, ist dennoch atmungsaktiv. 
Welche Schicht zum Einsatz kommt und wie viele Schichten überhaupt getragen werden, ist von der Witterung und vom individuellen Wärmebedürfnis abhängig.

 

 

Funktionale Top Layer: In Arbeitsjacken zum Wandern?

Passionierte Wanderer werden bestätigen können, dass es eine Jacke mit vielen Taschen braucht, wenn die grosse Tour gestartet wird. All die Kleinigkeiten wie Taschentücher und Kompass, Taschenmesser und Smartphone mit der Wegbeschreibung müssen doch Platz finden. Eine solche Jacke mit vielen Taschen findet sich bei herkömmlichen Outdoorjacken kaum, viel interessanter sind hier die als Arbeitsjacken ausgewiesenen Jacken und Westen der Firma engelbert strauss. Der Hersteller moderner und funktionaler Arbeitskleidung ist bekannt für seine Kleidung, die auch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Dabei sind die Jacken, Hosen, Schuhe, Westen und Shirts zwar als Berufskleidung gedacht, engelbert strauss hat diese aber so designt, dass sie auch in der Freizeit eine gute Figur machen. Die Softshelljacken mit unterschiedlich hoher Wassersäule halten Regen zuverlässig ab und schützen gleichzeitig vor dem scharfen Wind, der gerade in den Bergen und an Gewässern pfeift. Der Körper überhitzt darin aber nicht, weil die Atmungsaktivität der Jacken gegeben ist. Insofern kann die als Überschrift gestellte Frage durchaus mit einem „Ja“ beantwortet werden! Derartig funktionale Arbeitsjacken eignen sich auch zum Wandern, zumal sie viele sinnvolle Details aufweisen: Mehrere Taschen, verstellbare Ärmelbündchen, Kapuze, Innentaschen usw. lassen den Wanderer alle wichtigen Utensilien direkt dabei und sicher verstaut haben.

 

Gut zu Fuss: Schutzschuhe zum Wandern tragen

Sicherheitsschuhe sind eigentlich aus der Arbeitswelt bekannt. Sie sollen den Fuss vor Verletzungen durch Anstossen und herabfallende Gegenstände schützen. Der Verdacht liegt nahe, dass solche Schuhe doch auch zum Wandern geeignet sein müssten! Sind sie auch, wenn darauf geachtet wird, die richtigen Schuhmodelle und Sicherheitsklassen zu wählen. Die Sicherheitsschuhwelt kennt viele verschiedene Kategorien und beginnt beispielsweise mit der Klasse SB. Solche Schuhe eignen sich nur für drinnen oder für einen raschen Gang zum Briefkasten, keinesfalls zum Wandern! Hier braucht es keine luftigen Schuhe, sondern solche, die fest am Fuss sitzen und ihn schützen. Dabei sollen nicht nur die Zehen ausreichend geschützt werden, sondern auch der Knöchel, denn ein Umknicken kann die Wandertour sehr unschön enden lassen. Wer nun also Sicherheitsschuhe zum Wandern sucht, sollte mindestens auf die Sicherheitsklasse S2 zurückgreifen. Diese Schuhe sind rutschhemmend und im Fersenbereich geschlossen, die Sohle ist gegen verschiedene Flüssigkeiten beständig. Ausserdem halten die Schuhe bis zu 80 Minuten lang Wasser ab, ehe es langsam in das Innere des Schuhs vordringt. Ähnlich ausgestattet sind die Schuhe mit der Sicherheitsklasse S3, wobei diese den Vorteil mit sich bringen, dass sie knöchelhoch gestaltet sind. Mit einer Schnürung, die individuell festgezogen werden kann, lässt sich der Schuh daher direkt auf den Fuss anpassen und gibt ihm ausreichend Halt und Sicherheit. Vor allem auf sehr unebenen Wegen oder Schotterwegen sind Knöchelschuhe zum Wandern die beste Wahl. Übrigens: Schutzschuhe sind längst keine klobigen Modelle mehr, die den Fuss plump wirken lassen und ihn in seiner Bewegungsfreiheit einschränken. Sie sind bequem und komfortabel, je nach Modell sogar atmungsaktiv und sorgen damit für ein gesundes Fussklima auf allen Wegen.

 

 

 

 

 

 

 

Das aktuelle Klima setzt dem Bergwald zu. Hitzesommer sind für die Bergwälder ein Stressfaktor. Herbststürme wüten in den Beständen. Die Freiwilligen des Bergwaldprojektes helfen mit, den Bergwald auch in dieser Situation zu pflegen und zu stärken.

 

Bergwald Projekt

Der sonnige und heisse Sommer brachte für alle, die in und mit der Natur arbeiten, einige Sorgen. Insbesondere im Bergwald sind die Auswirkungen der langen Trockenheit, der Hitze und der darauf folgenden Herbststürme klar ersichtlich. Die Gesundheit der Wälder ist nicht selbstverständlich, Borkenkäfer und Wassermangel machen ihnen zu schaffen. Einige Flächen sind auch von Stürmen regelrecht kahlrasiert worden. Die Freiwilligen des Bergwaldprojektes arbeiten an Orten, an denen diese Auswirkungen spürbar und ersichtlich sind. Es ist spannend, diese weltweite Veränderung mit zu verfolgen, aber es bedeutet auch ein Umdenken und neue Ideen für den Bergwald zu prüfen.

 


Alp Ramsa Höjahus im Madris (Avers, Graubünden) wird von der ansässigen Bauernfamilie gepachtet und zusammen mit dem Bergwaldprojekt betrieben. Im Sommer weiden rund 120 Rinder und Kühe, 150 Mutterziegen und Gitzi von Juni bis September auf der Alp. Bild: Jaromir Kreiliger

 

2000 Freiwillige

Das Bergwaldprojekt geht jährlich mit rund 2000 Freiwilligen in die Bergwälder der Schweiz, 2019 arbeiten sie an über 30 verschiedenen Orten. Eine Woche lang bauen die Freiwilligen unter professioneller Anleitung Wege, räumen Sturmflächen, erstellen Zäune als Schutz für kleine Bäume, pflanzen einheimische Baumarten, halten Alpweiden und Waldwiesen frei, bauen Schutzbauten vor Schneedruck und lichten zu dichte Wälder aus. Sie übernachten in einfachen Unterkünften und werden aus der Bergwaldküche versorgt. Die Teams arbeiten Hand in Hand, die Arbeit schweisst die Freiwilligen zusammen. Das Ergebnis der Arbeit ist jeden Abend klar ersichtlich, eine Tatsache, die viele der Freiwilligen, die oft in Büros arbeiten, sehr schätzen. Ihre Arbeit wird unter den aktuellen Klimaverhältnissen immer wichtiger, und sie ist bis in die Zentren spürbar. Denn der Bergwald hält nicht nur Steinschlag und Lawinen auf, er schützt auch vor Hochwasser.

Interessierte können sich direkt über www.bergwaldprojekt.ch für eine Projektwoche anmelden.

 


Entlebuch – Im 19. Jahundert wurde der Wald im Entlebuch im Zuge der zunehmenden Industrialisierung stark übernutzt. Mit dem eidgenössischen Waldgesetz von 1876 wurden die Wälder grossflächig wieder aufgeforstet, was heute die Auswirkung hat, dass der Wald vielerorts gleichförmig und somit relativ unstabil aufgebaut ist. Bild: zVg

 


Bild: zVg

 


Seit 2002 arbeitet das Bergwaldprojekt auch im Gebiet der fusionierten Gemeinde Arosa im Schanfigg, Graubünden. Ein stabiler Schutzwald ist lebensnotwenig für die Menschen in den Dörfern und die Infrastruktur. Der Wald übernimmt im Tal eine zentrale Rolle mit seiner Schutzfunktion vor Lawinen, Steinschlag und Erdrutschen. Bild: Gregor Schmucki

 


Trin – Der Bergwald macht keine Winterferien! Die Schneedecke schützt den Wald, kann aber auch zerstörerisch wirken. Holznutzung und Waldpflege werden traditionell im Winterhalbjahr gemacht. Bild: zVg

 


Trin – Im Projekt Winterwald steht die Jungwaldpflege mit Handsäge und Axt im Zentrum., Bild: zVg

 


Trient liegt am Fusse des Mont Blanc Massivs im französisch sprechenden Unterwallis. Die Wälder sind lebensnotwendig an den steilen Bergflanken, welche Zuglinie, Strasse und Häuser im Tal schützen vor Steinschlag, Lawinen und Hangrutschungen. Bild: zVg

 


Trin Winterwald, Bild: Fabian Jaugstetter

 


Das Montafon ist ein bekanntes, touristisches Tal im Vorarlberg, Österreich. Das Bergwaldprojekt engagiert sich im Montafon im Silbertal, einem spärlich besiedelten Seitental, das bei Schruns abzweigt.

 


Trin, Bild: zVg

 

Anmeldung Bergwald Projekt
  www.bergwaldprojekt.ch

Kerzen- und Schneeromantik und ein herrliches Käsefondue im grössten Schneeiglu-Restaurant Europas. Ein einmaliges Erlebnis! Die Engstligenalp, hoch über Adelboden, erwartet seine Gäste.

Die weitläufige Hochebene am Fuss des Wildstrubels bietet nicht nur schöne Winterwanderrouten und ein kleines Skigebiet, sondern das grösste Schneeiglu-Restaurant Europas. Die Grossraumiglus auf der Engstligenalp, der grössten Hochebene der westlichen Schweizer Alpen, sind seit 1995 Tradition und werden mit künstlerischen Elementen aus Schnee und Eis verziert. Und seit 10 Jahren gibt es auch ein Fondue-Iglu.

Firmen, Vereine, Familien oder kleine Gruppen von Kollegen und Freunden sind begeistert von der speziellen Atmosphäre zwischen Abenteuer und Geborgenheit des Iglus. 

 

Einmaliges Anbiete

Die Bauweise? Grosse Ballons werden mit Luft gefüllt und dann mit Schnee zugeschüttet. Ist der Ballon entfernt, bleibt die Igluhülle aus Schnee zurück. Rund 200 Kubikmeter Schnee werden dann von Hand beim Innenausbau der Iglus entfernt. Als Attraktion wird das Fondue-Iglu von Tina Allenbach, einer regionalbekannten Künstlerin, gestaltet.

 

Das Schneeiglu-Restaurant besteht aus acht miteinander verbundenen Iglus mit insgesamt 200 Sitzplätzen. Felle und Wolldecken, Holztischplatten und Kerzen sowie kunstvolle Elemente aus Schnee und Eis sorgen für Atmosphäre. Zum Essen gibt es Käsefondue. Wichtig: Warm anziehen – bei Temperaturen zwischen -3°C und +3°C ist man im Fondue-Iglu mit Skibekleidung und gut isolierten Winterschuhen weit besser bedient als mit Jeans, Jäckchen und Turnschuhen. Schliesslich will man das Brot nicht schlotternd durch den Käse ziehen müssen. Ausserdem: Wer tagsüber lieber draussen an der Sonne sitzt, findet im Berghotel Engstligenalp eine grosse Restaurantterrasse.


Vielleicht schmeckt ein warmes, feines Käsefondue noch besser in einem Schneeiglu bei kälteren Temperaturen?

 


Ein besonderes und unvergleichliches Erlebnis

 

Infos

Lage:
Auf der Engstligenalp auf 1964 Meter Höhe. Direkt neben dem Berghotel Engstligenalp und 200 Meter von der Bergstation der Luftseilbahn entfernt. Abend-Bergfahrten für Iglugäste um 19.15 und 19.30 Uhr, Talfahrten um 19.15, 19.30 und 22 Uhr.

Küche:
Käsefondue à discrétion. Preis pro Person: 39 Franken (58 Franken mit Retourfahrt Luftseilbahn), für Kinder bis 15 Jahre: 24 Franken (respektive 34 Franken). Für Kinder und Gäste, die kein Fondue vertragen, gibt es Pasta Napoli.

Gut zu wissen:
Bedientes Bergrestaurant Mittwoch bis Samstag von 12 bis 22 Uhr geöffnet, Sonntag 12-20 Uhr.

 

 

 

Fondue-Iglu Engstligenalp
  www.fondue-iglu.ch

Das Hotel Bellaval in Laax versprüht Charme und Tradition, eine herzliche Atmosphäre und bietet alles für erholsame Ferien. Das Haus liegt mitten im Dorfkern von Laax und unmittelbar am schönen Laaxersee. Es ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Winter und Sommer.

 

In der «Weissen Arena – Flims-Laax-Falera» gelegen, darf der Gast einiges an sportlichen Betätigungsmöglichkeiten erwarten. Alpinskifahren, Langlauf, Snowboardfahren, Schlitteln, Wandern, Klettern, Spazieren, Schwimmen, Baden, Biken, Golfen, Relaxen. Jeder Gast, ob aktiv oder Entspannung suchend, findet hier eine passende Möglichkeit. Das passende Haus Hotel Bellaval findet sich mitten im Dorf Laax, von dem aus man alle Einrichtungen erreicht.

 

Ein einmaliges Anbiete

Zur Gemütlichkeit tragen das Interieur des Hauses mit warmen Farben, natürlichen Materialien und klaren Formen und Linien bei. Regionaltypische und traditionelle Akzente in der Lobby, im Restaurant und in der Bar spannen gekonnt einen Bogen zur einheimischen Architektur.  


Beste Ausgangslage für Wanderungen – im Winter und Sommer

 

Wandern in der Tektonik Arena «Sardona» ist ein ganz besonderes Erlebnis und gehört seit Sommer 2008 zum UNSECO Welterbe. Zudem bieten die Seen in der Region Abkühlung an heissen Tagen oder idyllische Plätze ideale Orte für eine gemeinsame Auszeit. Die Rheinschlucht, auch bekannt als «Grand Canyon der Schweiz», ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Wanderferien in dieser Region versprechen bleibende Erinnerungen zu werden.

 

Entspannte Sinnesreisen

Die Sinne gehen schon morgens auf eine kulinarische Genussreise. Der Tag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstücksbüffet und erreicht seinen Höhepunkt mit einem feinen Abendessen im Restaurant. Die Gastgeber sind leidenschaftliche Köche und verwöhnen mit einer kreativen und abwechslungsreichen Küche. Qualität, frische Produkte und viel Liebe zeichnen die Küche des Hotels Bellaval aus. Im gut sortierten Weinkeller finden sich zu jedem Gericht ausgewählte regionale und internationale Spezialitäten.


Je nach Lage, zur Berg- oder Talseite hin, geniesst man einen unterschiedlichen Blick aus den Zimmern, direkt in die Naturumgebung von Laax.

 


Urchige Einrichtung, klar Linien, warmes Holz und Liebe zum Detail gepaart mit Komfort laden zum Verweilen ein. Die Superior-Zimmer verfügen über einen Balkon oder Gartensitzplatz.

 


Familien sind hier ebenfalls bestens aufgehoben in den Familienzimmern.

 

 

Hotel Bellaval Laax
  www.hotelbellaval-laax.ch

Mit der richtigen Ausrüstung macht der Lieblingssport noch mehr Spass. Als einer der weltweit grössten Sportfachhändler vereint INTERSPORT auch die führenden Sportshops der Schweiz.

INTERSPORT: Erste Adresse mit flächendeckendem Netz, regionalen Standorten, 200 Filialen in der ganzen Schweiz. Online-Shop. Für kompetente Beratung, ein umfassendes Sortiment und perfekten Service.

 

Vom Sportler für Sportler

Die Spezialisierung der Sportfachhändler in Sportbereiche gibt INTERSPORT Schweiz eine einzigartige Position. Der Sportfachhändler kann dich dank seinen Stärken, die er durch den selbst ausgeübten Sport erlangt, bestens beraten. Jeder Sportfachhändler ist mit dem Sport eng verbunden – sei es als begeisterter Freizeitsportler, Teamcoach oder durch eindrückliche Leistungen als aktiver Spitzensportler.

 

Gut 200 Fachhändler betreiben Niederlassungen im Flachland wie in Berggebieten. Zum Erfolgsrezept gehören ein breites Markensortiment, die kompetente Beratung und die Leidenschaft zum Sport der einzelnen Händler. Die starke Positionierung wurde dank einer neuen Onlineplattform weiter ausgebaut. Seit 2017 bietet INTERSPORT seine Produkte online an. Die stärksten Marken und die kompetente Beratung der Fachhändler kommen mit dem langjährigen Know-how des führenden Online-Fachhändlers BRACK.CH zusammen.

 


Individualität, Leidenschaft, Persönlichkeit jedes einzelnen Sportfachhändlers, seine Spezialisierung und Authentizität ist die Basis für eine optimale Beratung.

 

 

Bei INTERSPORT findest du alle grossen und Exklusiv-Marken. Auch die Nachhaltigkeit bei der Mittelwahl und Herstellung der Sportausrüstung ist INTERSPORT wichtig und arbeitet daher mit namhaften Herstellern in diesen Bereichen eng zusammen.


Mach dein Goal mit INTERSPORT

 

 

 

 

INTERSPORT
  www.intersport.ch

Wandern 60+: Fit und sicher über Stock und Stein

Wanderer sind meist gut trainiert, haben Ausdauer und die nötige Ruhe, die lange Touren erfordern. Doch mit fortschreitendem Alter ändern sich die körperlichen Voraussetzungen. Die Muskeln und Sehnen stecken Belastungen nicht mehr so einfach weg. Die ständige, gleichmässige Bewegung sorgt mit zunehmendem Alter immer früher für Ermüdungserscheinungen. Was können Wanderer 60+ tun, um fit und sicher auch längere Wanderungen zu bewältigen? Der Beitrag liefert Tipps und Tricks.

 

Tipp 1: Komfortables Hotel mit Wellnessbereich

Nach einer schweisstreibenden Tagestour in ein Hotel zu kommen, dass nicht einfach nur Schlafstätte, sondern komfortable Wellness-Unterkunft ist, ist aus zweierlei Gründen empfehlenswert. Erstens macht der Aufenthalt in einem komfortablen Hotel viel mehr Spass und wertet auch einen Kurzurlaub auf. Zweitens können Wanderer sich im Wellnessbereich des Hotels verwöhnen lassen. Massagen, Saunagänge und wohltuende Fussbäder sorgen für perfekte Entspannung. Falls im eigenen Hotel kein Wellnessbereich zur Verfügung steht, mag der Whirlpool auf der Etzlihütte ein guter Grund sein, sich für eine Wanderung dorthin zu entscheiden.


Ein klarer Bergsee ist ein lohnendes Wanderziel in den Schweizer Bergen.

 

Tipp 2: Das Outfit «darunter» perfektionieren

Passionierte Wanderer verfügen über die richtigen Wanderhosen, Funktionsshirts, Wind- und Schlechtwetterjacken und natürlich über das optimale Schuhwerk. Die Wanderbekleidung muss stimmen. Perfektioniert wird sie durch unsichtbare Hilfsmittel wie Nierenschoner, Bauch- und Rückenstützgürtel, Fusssohlenkissen und Bandagen. Wenn es kalt wird, sind Nierenschoner ein unverzichtbarer Helfer, um sich vor Unterkühlung und gezerrten Muskeln im Rücken zu schützen. Rückenstützgürtel entlasten bei Schmerzen und stabilisieren die Wirbelsäule. Fusssohlenkissen sorgen für Druckentlastung und Bandagen für Knie oder Knöchel helfen mit ihrer stützenden Wirkung dabei die Gelenke zu stabilisieen. Auf diese Weise gestalten sich Wanderungen auch über lange Strecken als weniger ermüdend.

 

Tipp 3: Kürzere Touren mit mehr Einkehrmöglichkeiten wählen

Es gibt viele kurze Wanderungen, die Naturliebhaber gehen können, ohne Abstriche machen zu müssen, was das Wander-Erlebnis angeht. Der Spass an der Wanderung bleibt erhalten, wenn die Tour den eigenen körperlichen Fähigkeiten angepasst wird. Kürzere Touren machen ebenso Spass und wenn auf der Route mehrere Einkehrmöglichkeiten liegen, lässt sich die Strecke ohne Probleme bewältigen. Eine beliebte Höhenwanderung (ca. 15 km) durch das Berner Oberland führt von First auf 2.165 m Höhe auf die Schynige Platte (1.967 m). Gestartet wird mit einer Seilbahn und unterwegs sind vier Einkehrmöglichkeiten: Grindelwald, Faulhorn, Männdlenen und Schynige Platte. Überall gibt es Köstlichkeiten, die die Strapazen vergessen machen. Von der Schynige Platte geht es mit der Schynige Bahn wieder hinab ins Tal.

 

Tipp 4: Mit einer Gruppe wandern

Eine weitere Möglichkeit, die mehr Sicherheit für Senioren auf Schusters Rappen bedeutet, ist die Wanderung in einer Gruppe. Wandervögel, die bislang allein oder zu zweit unterwegs waren, mögen sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden. Doch die Vorteile sprechen für sich: Bei einem Sturz ist sofort Hilfe da. Ausserdem findet sich ein Team von Wanderern in unwegsamen Gebieten gemeinsam besser zurecht. Die Orientierung fällt leichter.


In einer Gruppe zu wandern bedeutet nicht, Schulter an Schulter zu laufen. Ein wenig Abstand darf es schon sein.

 

Tipp 5: Notfallpaket im Rucksack mitführen

Natürlich wissen eingefleischte Wanderer, dass bei ihrer Tour durch die Berge immer ein kleines Notfallpaket dabei sein muss. Im Erste-Hilfe-Set für Wanderer sind mindestens diese Utensilien:

  • Verbandspäckchen
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Dreieckstuch
  • Tape
  • Schere und Pinzette
  • Rettungsdecke

Senioren packen zusätzlich dazu ihre nötigen Medikamente ein. Ausserdem ist ein Handy mit eingestellte Alarmfunktion hilfreich, welches an die Einnahme der Medikamente erinnert.

 

Tipp 6: Angepasste Routenplanung

War es früher vielleicht der grösste Spass und eine willkommene Herausforderung, eine mehrtägige Wanderung ohne Kontakt zur Zivilisation in den Bergen zu unternehmen, so sollten Wanderer im fortgeschrittenen Alter ein wenig Bedacht bei der Routenplanung an den Tag legen. Sinnvoll ist es, wenn es mehrere Ausstiegsmöglichkeiten aus einer geplanten Wanderung gibt. Je nach Fitness und Länge der Wanderung sind 2 bis 4 mögliche Ausstiegsalternative zur Abkürzung der Tour empfehlenswert. Generell sollten Senioren sich bei der Vorbereitung nicht auf den Zufall verlassen, sondern die Route ganz genau planen. Bergwandern ist herausfordernd und es wird mit wachsendem Alter nicht einfacher. Natürlich haben Wanderer im Seniorenalter viel Erfahrung, doch die Routine birgt auch die Gefahr, wichtige Einzelheiten zu vergessen. Deshalb kommt hier noch einmal eine Checkliste rund um die Routenplanung:

  • Datum festlegen und jemanden über die geplante Wanderung informieren. Diese Person kann im Falle, dass der Wanderer nicht wie geplant zurückkommt, die Bergrettung alarmieren.
  • Distanz, Höhenunterschied und Höhenmeter (Aufstieg und Abstiege) ermitteln.
  • Startpunkt, Zwischenstationen und Endpunkt eruieren und auf der Karte einzeichnen bzw. auf der GPS-Karte markieren.
  • Zusätzliche Informationen zur Route einholen und Witterungsbedingungen im Auge behalten. Bei schlechtem Wetter gegebenenfalls den Termin verschieben und die Kontaktpersonen informieren.
  • Pausen einplanen
  • Rücktransport/Rückweg organisieren

Wichtig: Auf keiner Wanderung in den Bergen darf ein aufgeladenes Handy mit einem Ersatzakku fehlen. Im Smartphone sollten die wichtigsten Notfallnummern wie von der Bergrettung und von der Kontaktperson gespeichert sein.

 

Tipp 7: Nicht überfordern!

Die geplante Wanderung muss zur eigenen Konstitution und Kondition passen. Wer sich überfordert, erhöht unnötigerweise das Unfallrisiko und sorgt dafür, dass die Wanderung eine Strapaze statt eines Genusses wird. Bergwanderwege in der Schweiz sind in der Regel rot-weiss markiert. Auf diesen Pfaden braucht es Trittsicherheit, denn die Wege sind zum Teil sehr steil und äusserst schmal. Ausserdem sind sie Wind und Wetter ausgesetzt, was die Gefahr des Stolperns und Ausrutschens erhöht. Alle Wanderer, nicht nur Senioren, müssen eine realistische Einschätzung ihrer Fähigkeiten und der technischen Fertigkeiten auf Bergwanderwegen vornehmen, wenn sie sicher ankommen wollen. Besonders schwierige Touren mit anspruchsvollen Wegen und unwegsamen Strecken sollten Wanderer niemals allein gehen. Wenn hier etwas geschieht, kann jede Rettung zu spät kommen.

 

Tipp 8: Alternativen vorbereiten

Nicht zuletzt sollten Senioren ein Alternativprogramm vorbereiten. Was tun, wenn man sich am Tag der Wanderung nicht wohlfühlt? Eine schlechte Idee wäre es, die Warnsignale des Körpers zu ignorieren und sich aus falschem Ehrgeiz trotzdem auf den Weg zu machen. Besser ist es, sich ein Alternativprogramm zu überlegen und stattdessen einen ruhigen Tag im Tal zu verbringen. Ausgeruht und fit steht der nächsten Wandertour dann nichts mehr im Wege.

 

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Wandern ist ein effektives Sporttraining für den Körper und gut für die Seele, belegen Studien

Wandern im Sihlwald oder auf dem Uetliberg, auf der Albispasshöhe oder am wunderschönen Caumasee und Crestasee vorbei – in der Schweiz haben wir mit all den schönen Orten, an denen wir wandern können, wirklich Glück. Doch Wandern ist nicht nur etwas Schönes, sondern auch sehr gesund. Wie gesund es wirklich ist und warum es als eigenständige Sportart gilt, haben jetzt einige Studien aufgedeckt. Wandern hält uns nämlich fitter, als es einige andere Fitnessmethoden können.

 

Grüne Umgebungen dämpfen Müdigkeit und reduzieren Stress

Die Natur lässt etwas in uns wach werden und sogar lange und anstrengende Wanderungen können ein Gefühl von Entspannung herbeiführen. Martin Niedermeier der Universität Innsbruck, der den Effekt von Wandern in einer Studie untersuchte, sagt, dass die Natur, und insbesondere eine grüne Umgebung, Müdigkeit dämpfen und Stress reduzieren kann. Die Natur fasziniere uns, weswegen wir Müdigkeit und Stress weniger verspüren.

Ein weiterer Pluspunkt des Wandersports ist die Kombination aus niedriger Verletzungsgefahr und hohem Fitnessgrad, welcher durch das Wandern erreicht werden kann. Viele Sportler integrieren Wandern in ihren Trainingsablauf. Das amerikanische Unternehmen QT2 Systems, das Athleten auf den Ironman-Triathlon vorbereitet und schon mehrere Sieger hervorgebracht hat, integriert Tageswanderungen daher gerne in den Trainingsplan. Wanderungen sind also ein fester Bestandteil des Trainings für Top-Athleten. Darüber hinaus preist auch die Zeitschrift Fit For Fun das Wandern als erstaunlich effektives Workout an.

 

Nach einer Wanderung ging die Karriere von Novak Djokovic wieder aufwärts

Aber auch geistig kann Wandern zu einem effektiven Training beitragen. Viele der Dinge, die bei einem Training für einen Wettkampf beachtet werden müssen, wie diese, die hier von Velothon beschrieben wurden, fallen beim Wandern einfach weg. Einer der besten Tennisspieler der Welt, Novak Djokovic, schreibt sein Comeback im Tennis nach einer Verletzung vor allem einer Wanderung zu, die er mit seiner Frau nach den French Open unternommen hatte. Djokovic hatte in den Jahren 2015-16 alle vier Grand-Slam-Turniere hintereinander gewonnen und dann zwei Jahre lang, auch aufgrund einer Verletzung, keine grossen Titel mehr gewonnen. Doch in diesem Jahr ging alles wieder aufwärts und er gewann Wimbledon und anschliessend das US Open zum dritten Mal. Er hat dadurch so beeindruckt, dass er derzeit Ende November als wahrscheinlicher Sieger für Wimbledon 2019 gilt, wie aus den Betway-Quoten von 3,50 hervorgeht. Und zu verdanken hat er das alles einem «Ausflug in die Natur», welcher ihn mental heilte, erzählte er laut Blick.

 

 

Wandern während des Trainings auf den Ironman-Wettkampf

Jesse Kropelnicki, der die Ironman-Trainingsfirma QT2 Systems gegründet hat, sagt, dass viele Sportler sich so sehr auf ihre täglichen Schwimm-, Rad- und Laufübungen konzentrieren, dass sie nichts anderes mehr sehen und keine anderen Aktivitäten in ihr Training miteinbeziehen möchten. Es gäbe aber einige Trainingsmethoden, die sogar während der Wettkampfsaison effektiv sein könnten, sagt der Trainer. «Eine solche Trainingsmethode ist das Wandern.» Das hat nicht nur psychologische Vorteile, sondern bietet auch mentale Vorteile für den Körper.

Dass wir beim Wandern unsere Beine stark einsetzen und auch mal bergab laufen, ist nach den Aussagen von Kropelnicki grossartig für das Aufbauen von Stärke geeignet. Für Leistungssportler sind allerdings vor allem Tageswanderungen für das Training von Vorteil. Kropelnicki rät Sportlern, die Zeit, die ein langes Lauftraining auf dem Laufband einnehmen würde, mal 2,85 zu multiplizieren. Ein 2-stündiges Lauftraining würde dann einer Tageswanderung entsprechen. Dies gilt für Sportler, die das Wandern in ein intensives Trainingsprogramm einbinden möchten. Für nicht-Sportler können selbst kurze Wanderungen aber sehr effektiv sein.

 

Wandern effektiver als das Laufband

Eine Studie, die im Mai 2017 im Journal PLOS One veröffentlicht wurde, ergab, dass eine Bergwanderung effektiver als schnelles Gehen auf dem Laufband sein kann. Das Laufband war für die Studie so eingestellt worden, dass es die Aufwärtsstrecken eines Berges imitierte. So sollten die beiden Trainingsarten verglichen werden. Studienteilnehmer führten zwei Trainingseinheiten durch, die je drei Stunden dauerten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Teilnehmer von der Wanderung stärker gefordert wurden, als auf dem Laufband. Trotzdem fühlten sich die Teilnehmer wohler und hatten Freude an der Wanderung. Auch fühlten sie sich im Anschluss weniger müde, berichteten sie. Ein intensiveres Training fühlt sich also beim Wandern leichter als auf dem Laufband an.

Es zeigte sich auch, dass Menschen durch das Wandern weniger Anzeichen von Depression zeigen. Wer also demnächst eine Wanderung plant, ob im Sihlwald oder auf dem Uetliberg, auf der Albispasshöhe oder am wunderschönen Caumasee und Crestasee vorbei, der tut nicht nur seinem Körper sondern auch seiner Seele etwas Gutes.

Wie Tiere und Pflanzen den Winter überstehen

Tiere und Pflanzen haben eine Vielzahl faszinierender und raffinierter Strategien entwickelt, um Kälte, Schnee und dunkle Tage zu überstehen. Die neue Sonderausstellung «Überwintern – 31 grossartige Strategien» im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld stellt einige näher vor.


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Fällt der erste Schnee, locken Skifahren, Snowboard, Schneeballschlacht oder Spaziergänge  im verschneiten Winterwald. Was bei uns höchsten rote Backen oder klamme Finger verursacht, ist für Tiere und Pflanzen ein Kampf ums Überleben. Sie müssen sich etwas einfallen lassen, um die Wintermonate zu überstehen. Die Ausstellung «Überwintern  – 31 grossartige Strategien» gibt Einblick in ein besonders faszinierendes Naturthema.


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Herausforderung trotz Klimaerwärmung

Auch in Zeiten von Jahrhundertsommern und Erderwärmung hält der Winter immer noch jedes Jahr zuverlässig Einzug. Zwar frieren die Seen heute später oder gar nicht zu und die Schneedecke ist vielerorts nicht mehr so mächtig wie vor einigen Jahrzehnten. Bis heute jedoch sind geringe Mengen an Sonnenlicht, Wochen der Kälte und Nahrungsmangel für Pflanzen und Tiere die grossen Herausforderungen, denen sie im Winter begegnen. Der Grund dafür ist die Schrägstellung der Erdachse: Während des Laufs der Erde um die Sonne wärmen die Sonnenstrahlen einmal mehr die Nordhalbkugel, dann wieder mehr die Südhalbkugel.


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Leben auf Sparflamme oder im Rekordmodus

Lebewesen haben zahlreiche Strategien entwickelt, um den Winter überleben zu können. Die meisten Pflanzen stellen die Photosynthese fast völlig ein, werfen ihre Blätter ab und führen ein Leben auf Sparflamme. Wechselwarme Tiere, unter ihnen viele Wirbellose, Amphibien und Reptilien, ziehen sich an frostfreie Orte zurück, wo viele von ihnen in eine Winterstarre fallen. Zahlreiche Vögel aber auch manche Schmetterlinge fliegen in wärmere Regionen und vollbringen dabei unvorstellbare Leistungen. Einige Vogelarten überqueren Gebirge von 7’000 Metern Höhe oder legen auf der Reise in ihre Überwinterungsgebiete und wieder zurück bis zu 40’000 Kilometer zurück. Andere machen das pure Gegenteil: sie halten Winterschlaf. Tiere wie der Igel oder das Murmeltier suchen einen frostfreien Überwinterungsplatz, senken ihre Körpertemperatur und reduzieren Atmung und Herzschlag aufs überlebensnotwendige Minimum. Es gibt aber auch die Unerschrockenen, die den Winter über aktiv bleiben. Auch sie vermeiden unnötigen Energieverbrauch und schalten lange Ruhephasen ein. Alle leben teilweise von der im Sommer angefressenen Fettschicht, die zusammen mit einem warmen Winterpelz oder einem dichten Federkleid vor Wärmeverlust schützt.

 


«Überwintern – 31 grossartige Strategien». Foto: zVg Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld

 

Lebensechte Präparate in der Winterlandschaft

Die vom Natur-Museum Luzern gestaltete Ausstellung verwandelt den Ausstellungsraum des Naturmuseums Thurgau in eine Winterlandschaft. Zahlreiche Präparate von Pflanzen und Tieren können auf oder unter dem Schnee entdeckt werden. Ob Schneeglöckchen, Honigbiene, Weinbergschnecke, Rauchschwalbe, Schneefloh, Murmeltier, Steinbock oder Bartgeier – die Bewohner unserer Siedlungen, des Waldes, von Gewässern und des Gebirges stellen ihre Überwinterungsstrategien vor. So wird der Ausstellungsbesuch zu einer spannenden winterlichen Entdeckungstour, auf der sich immer wieder staunen lässt, welche raffinierten Lösungen die Natur fürs Überwintern parat hat.

 

 

Reiches Rahmenprogramm

Die Ausstellung «Überwintern – 31 grossartige Strategien» ist ab 7. September 2018 bis 17. Februar 2019 im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld zu sehen. Weitere Informationen  zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm finden sich auf der Museumswebseite: www.naturmuseum.tg.ch

 

 

Naturmuseum Thurgau
Freie Strasse 24, Frauenfeld
DI-SA 14-17 Uhr
SO 12-17 Uhr
an allen offiziellen Feiertagen geöffnet

Eintritt frei

www.naturmuseum.tg.ch

Schon länger sind sie mehr als moderne Accessoires im Sommer. Inzwischen zählen sie zu den wichtigen Bodyguards, die auf keiner Wanderung fehlen dürfen. Denn auch im Winter ist die UV-Strahlung schädlich für die Augen.

Wer in verschneiten und vereisten Gegenden unterwegs ist, ist zudem den Blendeeffekten von Eis und Schnee ausgesetzt, weshalb eine Sonnenbrille zum treusten Begleiter avanciert. Dabei kommt es auf die richtige Tönung, geeignete Schutzgläser in Farbe, Grösse und Qualität sowie auf den passenden Schutzumfang an. Abhängig sind diese Faktoren vom Einsatzort der Sonnenbrille. Beim Skifahren benötigen Sportler ein anderes Modell als beim Wandern. Dieser Beitrag gibt Aufschluss über die Wichtigkeit von Sonnenbrillen im Winter und verrät, wie Interessierte das richtige Modell für die Winterwanderung finden.

 

Wandern im Winter: Allgemeine Tipps für die kalte Jahreszeit

Für manche beginnt die Wander-Season im Frühling, für andere ist das gesamte Jahr über Saison. Wer zu den Letzteren zählt, der weiss, dass Winterwanderungen andere Anforderungen an das Equipment, die Accessoires sowie die Bekleidung stellen. In Schnee- und Eisgebieten sind beispielsweise wasserdichte und kälteisolierende Schuhe ein Muss, um trocken und warm am Ziel anzukommen. Bei besonders glatten Untergründen bedarf es kleiner Hilfsmittel wie Halbsteigeisen, die mehr Halt verleihen. In puncto Bekleidung setzen Winterwanderer auf den altbewährten Schichten-Look, um möglichst warm, dabei allerdings atmungsaktiv unterwegs zu sein. Auch wenn es draussen eisig kalt ist, ist der richtige Sonnenschutz bei Winterwanderungen von grosser Bedeutung. Neben dem Tragen der Sonnenbrille, gilt es auch Sonnencreme zu verwenden. Auf die Tube aus dem Sommerurlaub ist zu verzichten – diese enthält zu viel Feuchtigkeit, welche in der kalten Umgebungsluft gefriert und die Haut nachhaltig schädigt. Spezielle Sonnencremes für den Winter sind fetthaltiger und daher besser für den Einsatz bei kalten Temperaturen geeignet.

 


Eine Winterwanderung stellt andere Anforderung an Ausrüstung, Accessoires und Co.

 

Davor schützt die Sonnenbrille

Die grösste Gefahr, vor welcher hochwertige Sonnenbrillen schützen, ist die UV-Strahlung. Ob eine Brille genügend Schutz gewährt, ist beispielsweise am sogenannten CE-Zeichen auf der Bügelinnenseite erkennbar. UV-Strahlung ist unsichtbar, weshalb die Brillen einen Filter im Glas- oder Kunststoffmaterial besitzen. Dabei ist der UV-Schutz einer Sonnenbrille nicht von der Tönung der Gläser abhängig. Ein Modell mit nicht ausreichendem oder gar keinem UV-Schutz animiert das Auge dazu, sich weiter zu öffnen. Dadurch lässt es noch mehr UV-Strahlung ins Innere, was auf Dauer sehr schädlich ist. Dabei kann das Accessoire natürlich trotzdem modisch, cool und dem individuellen Look angepasst zur Geltung kommen. Fachhändler bieten eine grosse Auswahl, die nicht nur bekannte Marken, sondern auch weltweit bekannte Designer umfasst.

Jeder, der schon einmal in einer kalten Winterlandschaft wandern war, kennt die extremen Blendeeffekte, die von Schnee und Eis ausgehen. Aus diesem Grund schützt eine Sonnenbrille auch vor der sogenannten Schneeblindheit. In diesem Zusammenhang besitzen die Modelle einen lichtdämpfenden Filter, der dafür sorgt, dass die Augen nicht geblendet werden. Die Stärke des Filters ist massgeblich von der Tönung der Sonnenbrille abhängig. Darüber hinaus gibt es Brillen, – vor allem die Varianten, die beim Ski- oder Alpinfahren getragen werden – die vor IR-Strahlung schützen.

Mütze, Handschuhe und Schal sind die Klassiker unter den Accessoires, die in der kälter werdenden Jahreszeit stets zum Einsatz kommen. Nicht nur bei speziellen Hobbys wie Winterwandern oder Skifahren, sondern auch in der Freizeit. Die wenigsten Winter-Fans denken jedoch daran, auch die empfindliche Augenpartie in der winterlichen Freizeit zu schützen. Eine Sonnenbrille schützt die Augen auch beim sonntäglichen Winterspaziergang vor der schädlichen UV-Strahlung, die vom Schnee im Lieblingspark oder Wald reflektiert wird. Die Netzhaut ist ohne Brille hohen Belastungen ausgesetzt und kann dauerhaft beschädigt werden. Deshalb sind Sonnenbrillen im Winter – beim Outdoor-Sport, beim Wandern sowie in der Freizeit – ein unerlässliches Accessoire.

 


Sitz- und Tragekomfort sind zwei wichtige Faktoren, damit die Sonnenbrille nicht von der Nase rutscht.

  

Darauf gilt es bei der Auswahl einer Sonnenbrille zu achten

Um eine geeignete Sonnenbrille für die Winterzeit zu finden, bestehen ein paar Faktoren, auf die zu achten ist. Laut dem Verband für Optometrie und Optik sind hochwertige Schutzgläser das A und O. Wie bereits erwähnt, gilt es hierbei vor allem auf das CE-Zeichen zu achten. Dieses sollte die Informationen «100 % UV» oder «100 UV 400 nm» enthalten, um den nötigen Grad an UV-Schutz zu bieten. Des Weiteren ist es wichtig, dass beim Fixieren eines Objekts gleichbleibende Schärfe gewährt ist. Verschwimmt, verzerrt oder verzieht sich der fixierte Gegenstand, handelt es sich um minderwertige Qualität der Gläser. Beim Wandern ist es beispielweise essenziell, eine Sonnenbrille zu tragen, die nicht nur den frontalen UV-Schutz gewährt, sondern auch an der Seite und von oben keine Strahlung zulässt. Grundsätzlich sollte die Brille bei jeder Winterwanderung die empfindliche Augenpartie kompromisslos vor der schädigenden Strahlung abschirmen. Das ist möglich, indem darauf geachtet wird, dass die Gläser der Sonnenbrille gross genug sind, um den kompletten Augenbereich zu schützen. Bei der Fassung kommt es nicht nur auf die Optik an, sondern auch darauf, dass sie perfekt sitzt, nicht verrutscht und keine unangenehmen Druckstellen hinterlässt.

Die Farbe der Gläser ist nicht nur vom persönlichen Geschmack abhängig. Im Regelfall ist es nämlich so, dass alle Farben ausser Braun und Grau die Wahrnehmung des Auges verfälschen, sodass sich das empfindliche Sehorgan zunächst an diese «optische Täuschung gewöhnen muss». Grau verspricht hingegen eine völlig neutrale Wiedergabe der Farben, während Braun zusätzlich Blaulicht filtert und die Umgebung in eine angenehme Farbwelt taucht. Die Tönung der Sonnenbrille hat rein gar nichts mit dem UV-Schutz zu tun, sondern mit dem Licht, welches das Auge erreicht. Es gibt verschiedene Stufen der Tönung, die von der untersten Stufe mit 100 % Durchlässigkeit bis hin zur höchsten Kategorie mit maximal 3 % Lichtdurchlässigkeit reicht. In verschneiten Wandergebieten sind häufig Gläser der Stufe 3 empfehlenswert, allerdings ist es ratsam, vor der Wanderung und vor dem Kauf mit einem Optiker über die Funktionalitäten dieser Sonnenbrillen zu sprechen.

Weitere Tipps zum Thema «Sonnenschutz» erhalten Interessierte auf den Seiten des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen der Schweizer Eidgenossenschaft.

 

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Ein Geheimtipp! In der «anderen Welt», abseits vom Highend-Trubel, endlich ankommen: Dies macht das Ruhe und Geborgenheit ausstrahlende, geschichtsträchtige Chesa Salis in Bever auch dank seinen meterdicken Mauern aus dem Jahre 1590 möglich.

Wanderbeschrieb

Nur 13 Bahnminuten trennen den mondänen Highend-Luxus der berühmten Alpenmetropole St. Moritz vom Ort Bever mit seinen historischen Häusern. Das heute nicht jedem bekannte Bever war Mitte des 19. Jahrhunderts eines der reichsten Dörfer Graubündens. Über viele Jahrhunderte zogen manche Söhne ins Ausland und kamen als Zuckerbäcker, Händler, Fabrikanten zu Wohlstand. So leisteten sie sich herrschaftliche Palazzi und investierten einen Teil ihrer Vermögen in ihre Heimat.

Berühmte Adelsfamilien der Schweiz lenkten mit ihrem Geschick sogar die europäische Geschichte mit – wie auch die von Salis aus dem Bergell und benachbarten Veltlin. So bescherten sie uns wunderbare historische Zeitzeugen – wie das im östlichen Dorfkern stehende Chesa Salis (+41 81 851 16 16). Rudolf von Salis-Muralt, Sprössling einer jener berühmten Familien übernahm 1877 das ursprünglich bäuerliche Anwesen von der wohlhabenden Familie Moeli, die nach Bergamo emigrierte und davor ihre Sommerfrische im 1590 erbauten Bauernhaus verbrachte. 


Chesa Salis Historic Hotel Engadin

 

Damals bestand der Bauernhof aus einem Wohnhaus und einem Stall mit Heuboden. Der im Engadin bekannte Architekt Nicolaus Hartmann senior (1838-1903) erhielt von Rudolf von Salis den Auftrag das Bauernhaus in ein herrschaftliches Wohnhaus, eine prächtige Villa umzubauen. Er verstand es, das Bestehende passend zu einem Einzigen zusammen zu fügen, ganz im Stile der charakteristischen Engadiner Architektur und wie im damals vorherrschenden Sinne des Eklektizismus. 

Auch Sgraffiti, eine im 16. Jahrhundert aus Italien beginnende besondere Fassadenkunst, wurden eingesetzt. Er schuf Innenräume mit bemalten oder aus feinem Arvenholz getäferten Wänden und stuckverzierten Decken. Jeder Raum erhielt so seine individuelle Gestaltung. Als Verbindung der beiden Gebäude zu einer Villa wurde eine dreistöckige, hölzerne Loggia mit grossen Fenstern zum Park hin eingesetzt. Hartmann verband die beiden Gebäude sehr geschickt zu einer stolzen Villa.

1982 wurde erstmals eine Änderung an der Villa vorgenommen und das Wohnhaus zu einem gemütlichen Hotel sowie der Stallteil in eine Küche mit Restaurant umgebaut. Dank einem sorgfältig ausgearbeiteten Konzeptes wurde 2003 das Haus kontinuierlich erneuert. Alle Umbauten und Erneuerungen erfolgtem im Sinne der Engadiner Wohntradition.

Die Besitzer, damals wie heute, legen besonderen Wert darauf, die Geschichte einerseits zu erhalten und mit Modernem zusammen zu fügen. Immer wieder auf’s Neue.


Sgraffiti, von Ital. sgraffiare, zu Deutsch kratzen ist eine besondere Art der Dekorationstechnik auf verschiedenen Putzschichten

 

Zeugen alter Handwerkskunst: Pflege und Sorgfalt unverzichtbar

Wenn der Boden knarrt, wo sich einst Adelsleute bewegten, das heimische Arvenholz all die Gerüche und Geräusche in sich trägt, erfüllt es manch einen mit Stolz in solch historischen Räumen sein zu dürfen. Vielleicht wurde genau hier eine wichtige Entscheidung gefällt? Wo das historische Mobiliar mit originalen Stilmöbeln aus verschiedenen Epochen Stilgeschichte zeigt und die bestehenden Mauern und Baustile gekonnt mit neuen Bauteilen aufeinander abgestimmt wurden, strahlen Räume behagliche Wärme aus und man fühlt sich wohl. Manch jemand stellt sich vor dem inneren Auge die lange Jahrhundert-Geschichte ab 1590 in diesen Räumen vor. 

 

 

Die Armaturen, die in anderen Häusern wohl längst von modernen Mischbatterien ersetzt wurden, zeugen von Stil. Das Holz und gerade die besonderen Holzbemalungen müssen richtig gepflegt werden; da reicht ein Abstauben alleine über die Jahre nicht aus. Was geschieht mit dem Stuck, sollte er mal von einem Champagnerkorken versehentlich getroffen werden? Zur Pflege gehört viel Aufmerksamkeit, Genauigkeit, Fachwissen und Können. In diesem Haus wurde dies über all die Jahrhunderte meisterlich erfüllt.

Jeder Raum ist eine Sehenswürdigkeit und doch kein Museum. Das Prunk-Schlafzimmer mit Stuckdecke, das rustikale Arvenzimmer mit Loggia, die Mansarde mit tief hängenden Dachbalken; es gibt wohl für jeden Geschmack eine erholsame Schlafmöglichkeit. Auch für kulinarische Stunden stehen verschiedene, einzigartige Räumlichkeiten zur Verfügung: die gemütliche, holzgetäfelte Arvenstüvetta, die Salis-Stube, das «Von Salis» Restaurant und im Sommer der herrliche Garten mit Liegestühlen.

 

 

 

Genussvoll von Beginn an – 14 Gault Millau Punkte

Ob morgens, mittags oder abends ankommend; es wird verwöhnt. Ein reichhaltiges Frühstück, der selbst gebackene Kuchen zur Teestunde und die ausgewählte Kulinarik mit frischen Produkten von höchster Qualität nach «Artisan Gastronomy» vom jungen Küchenteam um Chefkoch Uwe Schmidt lassen den Gaumen erfreuen. Highlights der internationalen und regionalen Engadiner Küche verwöhnen vielseitige Geschmacksrichtungen.

Geografisch gesehen bieten sich edle Tropfen aus der umliegenden europäischen Weinwelt an. Und so ist auch der Weinkeller bestückt mit wunderbaren Trouvaillen aus der Schweiz, den umliegenden Ländern und hält für alle Geschmacksrichtungen eine Bereicherung bereit. 

 

 

 

Man darf es sich auch verdienen: Ideal für Wanderer und Naturgeniesser

Das Chesa Salis ist ideale Ausgangslage für Wanderer und Naturgeniesser. Es bieten sich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in alle Himmelsrichtungen an. Alleine über 600km Wanderwege können begangen werden. Die mystische Seenlandschaft, die Drei- und Viertausender der Rhätischen Alpen, autofreie Täler, der nahe gelegene Lej da Gravatscha, ein naturbelassener See mit einem einmaligen Vogelparadies und der grössten Brutdichte der Schweiz, der Fluss Beverin, Val Bernina, der Inn und all die Bergbahnen links und rechts des Inn, die auf 3000 Meter Höhe tragen.  

 

 

Ob im Sommer oder Winter, es gibt einiges zu entdecken bis man sich abends zur Tafel setzt, um dem Genuss zu frönen.

Natürlich: Auch ein Abstecher ins nahe St. Moritz bietet sich an, wo man sich mit der Hautvolée und dem Jet-Set trifft. Wer sich dann nach einem Rückzugsort sehnt, findet diesen nur 13 Bahnminuten entfernt im herrschaftlichen Haus Chesa Salis und kann hier in Ruhe ankommen.


Romantisch, echt, geschichtsträchtig 

 

Chesa Salis Historic Hotel Engadin
Fuschigna 2
7502 Bevers
  +41 81 851 16 16
  www.chesa-salis.ch
  

 

Wandervorschlag
  Via Albula (Preda – Spinas – Bever)

 

 

Bilder: Hotel Chesa Salis
Text: Claudia Ruf (WegWandern.ch)