Kontaktlinsen beim Wandern
Ausrüstung

Kontaktlinsen beim Wandern

Kontaktlinsen beim Wandern

Rund 72 % aller Schweizer sind auf eine Sehhilfe angewiesen. Das geht aus einer Publitest-Studie aus dem Jahr 2017 hervor. Die meisten Brillen- oder Kontaktlinsenträger verteilen sich dabei auf Menschen ab dem 44. Lebensjahr. Doch auch die junge Bevölkerung „zieht nach“, was auf die stetig steigenden Belastungen der Augen in Beruf und Freizeit zurückzuführen sein dürfte.

Ein positiver Trend ist, dass den Schweizern ihre Augengesundheit wichtig ist und die Zahl der Menschen, die einen Augentest bei einem Augenarzt machen lassen, ebenso gestiegen ist. Bei der Wahl der Sehhilfe liegt die Brille immer noch weit vor Kontaktlinsen, doch gerade für das wanderfreudige Volk hätten diese beim „Stürmen des Gipfels“ einige wesentlichen Vorteile zu bieten.

 

Gipfelstürmer: Vorteile von Kontaktlinsen

Der grösste Vorteil beim Bergsteigen mit Kontaktlinsen: Freiheitsgefühl und klares, scharfes Sehen lassen sich problemlos kombinieren, was beim Wandern natürlich sehr wichtig ist. Wo eine Brille schon einmal rutschen oder runterfallen kann, haben Kontaktlinsen einen festen Sitz im Auge und der Träger kann sich ganz auf den Wanderweg konzentrieren. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen können Brillen beschlagen und nass werden, ja sogar einfrieren, was bei Kontaktlinsen ebenso wegfällt. Der Markt an Kontaktlinsen ist mittlerweile sehr vielfältig und wie die Auswahl passenden Schuhwerkes, so sollte auch die Wahl der Kontaktlinsen für eine Wandertour gut durchdacht sein.

 

Die richtigen Wander-Kontaktlinsen

Die Wahl der richtigen Kontaktlinsen beim Wandern hängt von verschiedenen Faktoren wie der Länge der Wanderung, den Gegebenheiten der Strecke, der Witterung, der Berghöhe und dem individuellen Anspruch ab. Generell hat man dabei die Möglichkeit, auf Tages-, Wochen- oder Monatslinsen zurückzugreifen, aber auch sogenannte Day & Night Linsen können sinnvoll beim Wandern sein.

 

Tageslinsen für die Wanderung

Tageslinsen eignen sich beim Wandern vor allem deshalb, weil man sie am Tag trägt und am Abend entsorgen kann. Ideal, wenn es doch mal sandig und staubig wird. So stehen einem jeden Tag frische und hygienische Linsen zur Verfügung und das Mittragen von Reinigungsflüssigkeiten und Behälter fällt weg. Vor allem dann, wenn man vorher nicht weiss, ob die Möglichkeiten einer hygienischen Reinigung gegeben sind, wie bei mehrtägigen Wanderungen, sind Tageslinsen die beste Wahl.

 

Monatslinsen im Gepäck

Gerade für längere Touren eignen sich Wochen- oder Monatslinsen. Diese sind für das Tragen über einen längeren Zeitraum ausgelegt, halten das Auge optimal feucht und lassen eine hohe Sauerstoffzufuhr zu. Die Linsen sollten jedoch abends immer rausgenommen, mit spezieller Flüssigkeit gereinigt und über Nacht in einem entsprechenden Behältnis gelagert werden.

 

Ideale Lösung von Tages- und Nachtlinsen bei grossen Bergtouren

Speziell bei längeren Wanderungen in grossen Höhen oder Bergtouren bei denen man zeltet, kann es vorkommen, dass man es nicht schafft die Linsen am Abend herauszunehmen und beim Gepäck auf jedes Kilogramm achten muss. Mit sogenannten Tages- und Nachtlinsen hat man dafür die perfekte Lösung. Die aus Silikon-Hydrogel bestehenden Linsen können problemlos bis zu 30 Tage am Stück getragen werden.

Eine wichtige Frage zum Schluss: Wie sieht es mit dem UV-Schutz aus? Grundsätzlich haben alle Linsen einen integrierten UV-Filter. Dieser ist jedoch für einen optimalen Schutz der Augen vor der Sonne nicht ausreichend und getönte Linsen bieten keinen zusätzlichen Schutz. Daher sollten Kontaktlinsen mit einer guten Sonnenbrille kombiniert werden.

 

Headerbild: DisobeyArt – shutterstock.com (zur Verfügung gestellt von der Agentur belmedia GmbH)

Über den Autor

Relative Posts

Nachricht hinterlassen

Nachricht hinterlassen