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Zentralschweiz

Immensee Hohle Gasse – Küssnacht a.R. – Weggis, Rigi-Chestene-Weg

T1 | 2.40 h |  9.4 km ↑ 367 ↓ 391     

Auf dem Rigi-Chestene-Weg (Kastanienweg) von Immensee durch die Hohle Gasse zur Tellskapelle und Gesslerburg und weiter via Restaurant Alpenhof bei Küssnacht a.R. nach Weggis. Es wartet ein Einblick in die Schweizer Geschichte und grandiose Panoramablicke auf den Zuger- und Vierwaldstättersee.

Eine tolle und abwechslungsreiche Wanderung für die ganze Familie.

 

T1 2.40 h 9.4 km
Mar-Nov 367 Hm 391 Hm
Start:Immensee, Hohle Gasse – Bushaltestelle
Ziel:Weggis – Bushaltestelle / Schiffsstation
Einkehr:Unterkunft und Verpflegung: Weggis
nur Verpflegung: Rest. Tells Hohle Gasse, Rest. Alpenhof
Highlights:Marronibäume unterwegs, Aussicht auf den Zuger- und Vierwaldstättersee, Agrarlandschaft mit vielen Obstbäumen, malerisches Weggis, Möglichkeit zur Schifffahrt
Hinweis:– – –
Immensee, Hohle Gasse
458 m.ü.M.
00.00 h
Tellskapelle
480 m.ü.M.
00.05 h
Abzw. Gesslerburg
480 m.ü.M.
00.25 h
Gesslerburg
519 m.ü.M.
00.35 h
Rest. Alpenhof
557 m.ü.M.
01.05 h
Färestatt
555 m.ü.M.
01.10 h
Chlösterli
577 m.ü.M.
01.20 h
Rotenhof
543 m.ü.M.
01.30 h
Abzw. Greppen
489 m.ü.M.
01.45 h
Untereggi
536 m.ü.M.
02.25 h
Weggis
435 m.ü.M.
02.40 h

 

Wegbeschrieb

Ausgangspunkt der Wanderung ist die Bushaltestelle Immensee Hohle Gasse. Gleich bei der Bushaltestelle findet man ein öffentliches WC vor und etwas unterhalb von der Bushaltestelle kann man im Restaurant Tells Hohle Gasse (+41 41 850 14 29) einkehren, bevor es los geht.

Die Route führt über wenige Treppenstufen hinauf zum Informationspavillon, wo die Geschichte rund um Wilhelm Tell in einer Art Bühnentheater in mehreren Schaufenstern erleb- und hörbar wird. Beim Informationspavillon findet man auch eine Feuerstelle mit Tischen und Sitzbänken vor (Achtung: Reservationen haben Vorrang). Von dort geht es nun durch den steinbesetzten Hohlweg, die Hohle Gasse, hinauf zur Tellskapelle.

«Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein andrer Weg nach Küssnacht», sagte Wilhelm Tell 1307 im Drama von Friedrich Schiller, als er dem habsburgischen Landvogt Gessler auflauerte und ihn danach mit seiner Armbrust erschoss. 1804 wurde Schillers‘ Bühnendrama unter der Inszenierung von Goethe uraufgeführt. Der Volksheld war aber schon im Spätmittelalter bekannt, lange vor Schillers‘ Werk. Zum ersten Mal wurde Tell im so genannten «Weissen Buch von Sarnen», einer Chronik des Obwaldner Landschreibers Hans Schriber, um 1470 erwähnt. Seit über 500 Jahren ist der Volksheld fester Bestandteil der eidgenössischen Befreiungsmythologie.

Heute ist die im Herzen der Schweiz gelegene Hohle Gasse eine bedeutende historische Erinnerungsstätte. Zum Gedächtnis wurde 1530 die Tellskapelle errichtet, die 1638 vollständig neu errichtet wurde.

Von der Tellskapelle folgt man dem Wegweiser Rigi-Chestene-Weg in Richtung Weggis. Der Kastanienweg führt an den ersten Marronibäumen vorbei, dann durch eine schöne Agrarlandschaft mit Bauernhöfen und vielen Obstbäumen. Die Edelkastanien waren früher, vorallem im Tessin und in Teilen der Bündner Bergtäler, ein wichtiges Lebensmittel. Aber auch auf der Alpennordseite, insbesondere in Regionen am Vierwaldstätter- und Zugersee, besass die Marroni einen hohen Stellenwert. Bis zu Beginn der 1950er Jahre wurde sie in dieser Region kultiviert. Erst Anfangs des 21. Jahrhundert erlebte die Edelkastanie eine Renaissance und kehrte auf die Alpennordseite zurück. Dies führte im Jahr 2000 zur Gründung der IG Pro Kastanie Zentralschweiz.

Nach rund 25 Minuten Gehzeit von der Hohlen Gasse, ist man beim 1877 erstellten Schopf, genannt Knochenstampfi, mit Mühle und einem kleinen Weiher angekommen. Eingebaut wurde eine Fleischbeinstampfe, Werchreibe und Bandsäge. Das reich an mineralischen Stoffen erzeugte Knochenmehl war ein begehrtes Düngemittel. Durch ein oberschlächtiges Wasserrad erfolgte der Antrieb. Das Gebäude diente auch als Getränkelager, später als Lagerraum.

Von der Knochenstampfe kann man einen lohnenden Abstecher hinauf zur Ruine Gesslerburg einlegen. Dem Wegweiser folgend, erreicht man die Burg in 5-10 Minuten. Das Begehen der Ruine erfolgt auf eigene Gefahr (Vorsicht bei Nässe). Von der Gesslerburg geniesst man eine fantastische Aussicht auf den Vierwaldstättersee und auf Küssnacht am Rigi. Die mittelalterliche Gesslerburg (eigentlich Burg zu Küssnacht) ist mit der Sage um Wilhelm Tell verbunden. Gemäss dem Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi soll sie der Sitz von Landsvogt Hermann Gessler gewesen sein. Sie war aber erwiesenermassen Geburtsort von Kaspar von Silenen (1467-1517), welcher der erste Hauptmann in der von Papst Julius II gegründeten Schweizergarde in Rom war.

Von der Gesslerburg geht es auf dem selben Weg zurück zur Knochenstampfi, wo man den Weg, der hinter dem Weiher vorbeiführt nimmt. Auf der Teerstrasse führt der Weg bergauf, am Schützenhaus vorbei. Nach rund 10 Minuten Gehzeit von der Knochenstampfe, biegt man nach rechts ab und schon bald geht es über Wiesen an Bauernhöfen und bei herrlichen Aussichten auf den See weiter. Danach folgt nochmals kürzeres Stück auf Teer bis zum Restaurant Alpenhof (+41 41 850 10 73), mit grosser Gartenterrasse unter einem Marronihain und grossem Kinderspielplatz.

Dem Rigi-Chestene-Weg weiter folgend, wandert man auf einem schönen Panoramaweg weiter durch die Agrarlanschaft, abwechselnd auf Feldwegen und Teersträsschen, mit Blick auf den Vierwaldstättersee. Nach rund 40 Minuten ab Alpenhof erreicht man die Weggablung, wo man nach Greppen hinab gehen kann. Hier findet jeweils Ende Oktober der grösste Kastanienmarkt der Deutschschweiz statt.

Wenige Minuten später führt der Wanderweg bergauf an einem kleinen Kastanienhain vorbei, zu einem schönen Sitzbänkli unter einem Baum. Von dort weiter, abwechselnd auf Feldwegen und Teersträsschen bis Untereggi, wo man der kurvigen Strasse hinab nach Weggis folgt. Im malerischen Weggis findet man zahlreiche Restaurants und zu guter Letzt lohnt sich hier eine Schifffahrt, zum Beispiel nach Brunnen oder Luzern.

 

 

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