Sicher unterwegs – Körperliche Voraussetzungen für das Wandern am Berg
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Sicher unterwegs – Körperliche Voraussetzungen für das Wandern am Berg

Sicher unterwegs – Körperliche Voraussetzungen für das Wandern am Berg

Bergwandern ist ein hervorragendes Training für die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System. Die Bewegung über unterschiedliche Höhenniveaus spricht zahlreiche Muskelpartien an und beansprucht damit weite Teile des Körpers. Durch die Bewegung an der frischen Luft und in der Natur wird ausserdem das Herz-Kreislauf-System positiv angesprochen, Stress und Müdigkeit können effektiv bekämpft werden.

Je nach gewählter Wanderstrecke und den dabei zu überwindenden Höhenmetern kann der Körper aber durchaus stark beansprucht werden. Damit Wanderer vom Start bis zum Ziel sicher unterwegs sind, sollten gewisse körperliche Voraussetzungen vorhanden sein, um jeden Streckenabschnitt mit ausreichender Leistungsfähigkeit und ohne grösseres gesundheitliches Risiko meistern zu können. So machen sich Wanderer fit für den Berg.

 

Für wen ist Bergwandern als Sportart geeignet?

Grundsätzlich gilt Bergwandern als eine eher sanfte Sportart, die den Körper zwar ganzheitlich, dafür aber moderat und kaum einseitig belastet. Deshalb ist Bergwandern zunächst einmal für jeden geeignet. Damit die gesamte Strecke sicher gemeistert werden kann, sollten Wanderer allerdings über eine guten gesundheitlichen Allgemeinzustand verfügen.

Dabei kommt es weder auf das Alter noch auf die körperliche Statur an. Ältere Menschen können ebenso bedenkenlos wandern wie Menschen mit Übergewicht. Wichtig ist, dass Kraft und Ausdauer stimmen, denn so manche Wanderroute ist lang und der Weg endet nicht, wenn der Gipfel erreicht ist. Auch der Rückweg sollte sich in jedem Fall mit ausreichend Kraftreserven meistern lassen. Dafür ist es entscheidend, dass Wanderer lernen, ihre Leistungsfähigkeit und die Belastbarkeit ihres Körpers gut einzuschätzen und sich auch die Kraft so einzuteilen, dass sie für beide Strecken ausreicht. Erschöpfte Muskeln bergen ein hohes Sicherheitsrisiko und können gerade beim Bergwandern zu Unfällen und Verletzungen führen.

Ebenso wichtig wie die Ausdauer sind auch die uneingeschränkte Trittsicherheit und ein gutes Gleichgewicht. Beim Bergwandern müssen unter Umständen nicht nur einige Höhenmeter überwunden werden, auch unebener, lockerer oder rutschiger Untergrund, plötzlich steil abfallendes Gelände oder überhängende Felsen und Bäume können den Weg schwierig gestalten. Ein stabiler Gang ist wesentlich für sicheres Überwinden von unwegsamem Gelände. Nicht zuletzt sollten Bergwanderer absolut schwindelfrei sein, denn wer bei seiner Wanderung durch die Schönheit der Natur die Aussicht unbeschwert geniessen und sich auch in schwierigem Gelände sicher bewegen möchte, sollte sich auf seinen Kreislauf verlassen können.

 

Die Ausrüstung auf individuelle körperliche Bedürfnisse abstimmen

Beim sicheren Bergwandern kommt es neben der persönlichen Leistungsfähigkeit auch auf die passende Ausrüstung an. Im Bereich Sportmode gibt es eine grosse Auswahl an hochwertiger Funktionskleidung. Beim Bergwandern hat sich der Zwiebellook bewährt und bietet Anfängern und Fortgeschrittenen höchsten Komfort.

Bei der Auswahl der passenden Wanderbekleidung sollten persönliche Bedürfnisse und das individuelle Wohlbefinden an erster Stelle stehen. Von der Funktionsunterwäsche bis hin zur obersten Wetterschicht sollten die einzelnen Kleidungsstücke vor allem uneingeschränkte Bewegungsfreiheit bieten. Zu enganliegende Kleidung wird schnell unbequem und führt zu ungesunden und kräftezehrenden Bewegungsabläufen. Zu weit geschnittene Kleidung kann ebenfalls behindern und birgt ausserdem ein zusätzliches Sicherheitsrisiko durch Hängenbleiben. Aufgrund der oft sehr wechselhaften Witterungsverhältnisse beim Bergwandern sollte die entsprechende Outdoorbekleidung unbedingt atmungsaktiv und wind- und wasserdicht sein. Abnehmbare Kapuzen und praktische Klettverschlüsse machen den Zwiebellook besonders praktikabel und sorgen durch leichtes An- und Ausziehen unterwegs für maximalen Komfort.

Wer regelmässig bergwandern möchte, sollte auf eine optimal angepasst Ausrüstung setzen und sich im Fachgeschäft beraten lassen. Hochwertige Funktionskleidung für den Outdoorbereich gibt es auch in Übergrössen und für andere körperliche Anforderungen, die einen speziellen Schnitt erfordern. Durch die Beratung im Fachgeschäft lässt sich die notwendige Passgenauigkeit und damit höchste Funktionalität und Tragekomfort gewährleisten.

Vor allem bei den Schuhen sollten Wanderfans auf Nummer sicher gehen und verschiedene Marken und Modelle im Geschäft unbedingt zur Probe tragen. In vielen Fachgeschäften für den Outdoorbereich gibt es Trainingsbereiche, in denen das Tragegefühl auf unterschiedlichen Untergründen getestet werden kann. Auch Kammern, in denen Temperaturwechsel und andere Witterungsverhältnisse wie Wind und Regen getestet werden können, sind bei hochwertigen Ausstattern vorhanden. Diese Möglichkeiten sollten Wanderfans unbedingt in Anspruch nehmen, um die perfekte Ausrüstung für die eigenen Ansprüche zusammenstellen zu können. Neben der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit ist eine hochwertige und funktionale Ausrüstung der beste Garant für ein unbeschwertes Wandererlebnis.

 

Selbstüberschätzung führt häufig zu Unfällen

Unfälle kommen bei Sportarten in bergigen Regionen leider nicht selten vor. Wie das Internetportal sportaktiv.com berichtet, stehen in der Statistik der Bergsportunfälle die Wanderer an erster Stelle. Fast die Hälfte aller tödlichen Unfälle im Bereich Bergsport traf Wanderer.

Die Hauptursache für tödliche Bergsportunfälle war mit 44 Prozent ein Absturz. Die zweithäufigste Unfallursache ist Herz-Kreislauf-Versagen. Ungefähr 41 Prozent aller tödlichen Unfälle am Berg sind darauf zurückzuführen. Eine Überschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist der Grund dafür, warum so viele Menschen beim Bergwandern Unfälle erleiden, die häufig zu vermeiden gewesen wären. Vor allem Aspekte wie die zu überwindenden Höhenmeter sowie Luftdruck und Sauerstoffgehalt in grösserer Höhe werden Wanderprofis zufolge nicht selten unterschätzt und können vor allem Anfänger im Bereich Bergwandern schneller an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit bringen, als sie es erwartet hätten. In der sprichwörtlichen dünnen Luft am Berg wird der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt. Darunter können die Atmung und der Kreislauf stark leiden.

Aus diesem Grund empfehlen Wanderexperten ein regelmäßiges Ausdauertraining, das die Muskulatur langsam aber gezielt aufbaut und auch das Herz-Kreislauf-System nachhaltig stärkt. Das gilt insbesondere für Wanderfans, die vor allem in den Ferien die Gelegenheit haben, sich in den Berg zu wagen. Lange Pausen lassen die Muskulatur wieder erschlaffen, es kann sogar zu einem Muskelabbau kommen.

Wird das Bergwandern zusätzlich durch ein regelmäßiges Ausdauertraining unterstützt, bleibt die Leistungsfähigkeit auch zwischen den Touren erhalten und beim nächsten Wanderausflug kann aus dem vollständigen körperlichen Potenzial geschöpft werden.

Wer sich beim Bergwandern jederzeit sicher bewegen möchte, sollte folgende Grundregel berücksichtigen:

Das Bergwandern sollte nicht genutzt werden, um Fitness aufzubauen, sondern um die vorhandene Fitness zu geniessen.

Bergwanderer müssen keine Leistungssportler sein. Sie sollten sich allerdings vor der ersten Tour in einen stabilen und belastbaren Trainingszustand bringen und lernen, die eigene Leistungsfähigkeit zuverlässig einzuschätzen, um ihre Kräfte jederzeit optimal einteilen zu können.

 

Bildquelle:
– Abbildung 1: @ pcdoktor (CCO-Lizenz) / pixabay.com
– Abbildung 2: @ Bellalinda (CCO-Lizenz) / pixabay.com

 

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