Sonnenbrillen im Winter: Warum sind sie wichtig und unerlässlich?
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Sonnenbrillen im Winter: Warum sind sie wichtig und unerlässlich?

Schon länger sind sie mehr als moderne Accessoires im Sommer. Inzwischen zählen sie zu den wichtigen Bodyguards, die auf keiner Wanderung fehlen dürfen. Denn auch im Winter ist die UV-Strahlung schädlich für die Augen.

Wer in verschneiten und vereisten Gegenden unterwegs ist, ist zudem den Blendeeffekten von Eis und Schnee ausgesetzt, weshalb eine Sonnenbrille zum treusten Begleiter avanciert. Dabei kommt es auf die richtige Tönung, geeignete Schutzgläser in Farbe, Grösse und Qualität sowie auf den passenden Schutzumfang an. Abhängig sind diese Faktoren vom Einsatzort der Sonnenbrille. Beim Skifahren benötigen Sportler ein anderes Modell als beim Wandern. Dieser Beitrag gibt Aufschluss über die Wichtigkeit von Sonnenbrillen im Winter und verrät, wie Interessierte das richtige Modell für die Winterwanderung finden.

 

Wandern im Winter: Allgemeine Tipps für die kalte Jahreszeit

Für manche beginnt die Wander-Season im Frühling, für andere ist das gesamte Jahr über Saison. Wer zu den Letzteren zählt, der weiss, dass Winterwanderungen andere Anforderungen an das Equipment, die Accessoires sowie die Bekleidung stellen. In Schnee- und Eisgebieten sind beispielsweise wasserdichte und kälteisolierende Schuhe ein Muss, um trocken und warm am Ziel anzukommen. Bei besonders glatten Untergründen bedarf es kleiner Hilfsmittel wie Halbsteigeisen, die mehr Halt verleihen. In puncto Bekleidung setzen Winterwanderer auf den altbewährten Schichten-Look, um möglichst warm, dabei allerdings atmungsaktiv unterwegs zu sein. Auch wenn es draussen eisig kalt ist, ist der richtige Sonnenschutz bei Winterwanderungen von grosser Bedeutung. Neben dem Tragen der Sonnenbrille, gilt es auch Sonnencreme zu verwenden. Auf die Tube aus dem Sommerurlaub ist zu verzichten – diese enthält zu viel Feuchtigkeit, welche in der kalten Umgebungsluft gefriert und die Haut nachhaltig schädigt. Spezielle Sonnencremes für den Winter sind fetthaltiger und daher besser für den Einsatz bei kalten Temperaturen geeignet.

 


Eine Winterwanderung stellt andere Anforderung an Ausrüstung, Accessoires und Co.

 

Davor schützt die Sonnenbrille

Die grösste Gefahr, vor welcher hochwertige Sonnenbrillen schützen, ist die UV-Strahlung. Ob eine Brille genügend Schutz gewährt, ist beispielsweise am sogenannten CE-Zeichen auf der Bügelinnenseite erkennbar. UV-Strahlung ist unsichtbar, weshalb die Brillen einen Filter im Glas- oder Kunststoffmaterial besitzen. Dabei ist der UV-Schutz einer Sonnenbrille nicht von der Tönung der Gläser abhängig. Ein Modell mit nicht ausreichendem oder gar keinem UV-Schutz animiert das Auge dazu, sich weiter zu öffnen. Dadurch lässt es noch mehr UV-Strahlung ins Innere, was auf Dauer sehr schädlich ist. Dabei kann das Accessoire natürlich trotzdem modisch, cool und dem individuellen Look angepasst zur Geltung kommen. Fachhändler bieten eine grosse Auswahl, die nicht nur bekannte Marken, sondern auch weltweit bekannte Designer umfasst.

Jeder, der schon einmal in einer kalten Winterlandschaft wandern war, kennt die extremen Blendeeffekte, die von Schnee und Eis ausgehen. Aus diesem Grund schützt eine Sonnenbrille auch vor der sogenannten Schneeblindheit. In diesem Zusammenhang besitzen die Modelle einen lichtdämpfenden Filter, der dafür sorgt, dass die Augen nicht geblendet werden. Die Stärke des Filters ist massgeblich von der Tönung der Sonnenbrille abhängig. Darüber hinaus gibt es Brillen, – vor allem die Varianten, die beim Ski- oder Alpinfahren getragen werden – die vor IR-Strahlung schützen.

Mütze, Handschuhe und Schal sind die Klassiker unter den Accessoires, die in der kälter werdenden Jahreszeit stets zum Einsatz kommen. Nicht nur bei speziellen Hobbys wie Winterwandern oder Skifahren, sondern auch in der Freizeit. Die wenigsten Winter-Fans denken jedoch daran, auch die empfindliche Augenpartie in der winterlichen Freizeit zu schützen. Eine Sonnenbrille schützt die Augen auch beim sonntäglichen Winterspaziergang vor der schädlichen UV-Strahlung, die vom Schnee im Lieblingspark oder Wald reflektiert wird. Die Netzhaut ist ohne Brille hohen Belastungen ausgesetzt und kann dauerhaft beschädigt werden. Deshalb sind Sonnenbrillen im Winter – beim Outdoor-Sport, beim Wandern sowie in der Freizeit – ein unerlässliches Accessoire.

 


Sitz- und Tragekomfort sind zwei wichtige Faktoren, damit die Sonnenbrille nicht von der Nase rutscht.

  

Darauf gilt es bei der Auswahl einer Sonnenbrille zu achten

Um eine geeignete Sonnenbrille für die Winterzeit zu finden, bestehen ein paar Faktoren, auf die zu achten ist. Laut dem Verband für Optometrie und Optik sind hochwertige Schutzgläser das A und O. Wie bereits erwähnt, gilt es hierbei vor allem auf das CE-Zeichen zu achten. Dieses sollte die Informationen «100 % UV» oder «100 UV 400 nm» enthalten, um den nötigen Grad an UV-Schutz zu bieten. Des Weiteren ist es wichtig, dass beim Fixieren eines Objekts gleichbleibende Schärfe gewährt ist. Verschwimmt, verzerrt oder verzieht sich der fixierte Gegenstand, handelt es sich um minderwertige Qualität der Gläser. Beim Wandern ist es beispielweise essenziell, eine Sonnenbrille zu tragen, die nicht nur den frontalen UV-Schutz gewährt, sondern auch an der Seite und von oben keine Strahlung zulässt. Grundsätzlich sollte die Brille bei jeder Winterwanderung die empfindliche Augenpartie kompromisslos vor der schädigenden Strahlung abschirmen. Das ist möglich, indem darauf geachtet wird, dass die Gläser der Sonnenbrille gross genug sind, um den kompletten Augenbereich zu schützen. Bei der Fassung kommt es nicht nur auf die Optik an, sondern auch darauf, dass sie perfekt sitzt, nicht verrutscht und keine unangenehmen Druckstellen hinterlässt.

Die Farbe der Gläser ist nicht nur vom persönlichen Geschmack abhängig. Im Regelfall ist es nämlich so, dass alle Farben ausser Braun und Grau die Wahrnehmung des Auges verfälschen, sodass sich das empfindliche Sehorgan zunächst an diese «optische Täuschung gewöhnen muss». Grau verspricht hingegen eine völlig neutrale Wiedergabe der Farben, während Braun zusätzlich Blaulicht filtert und die Umgebung in eine angenehme Farbwelt taucht. Die Tönung der Sonnenbrille hat rein gar nichts mit dem UV-Schutz zu tun, sondern mit dem Licht, welches das Auge erreicht. Es gibt verschiedene Stufen der Tönung, die von der untersten Stufe mit 100 % Durchlässigkeit bis hin zur höchsten Kategorie mit maximal 3 % Lichtdurchlässigkeit reicht. In verschneiten Wandergebieten sind häufig Gläser der Stufe 3 empfehlenswert, allerdings ist es ratsam, vor der Wanderung und vor dem Kauf mit einem Optiker über die Funktionalitäten dieser Sonnenbrillen zu sprechen.

Weitere Tipps zum Thema «Sonnenschutz» erhalten Interessierte auf den Seiten des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen der Schweizer Eidgenossenschaft.

 

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