WANDERLEXIKON

Ein Wander-Glossar

Das Wander-Lexikon ist ein Sammelsurium mit Begriffen zum Thema Wandern, ein Wander-Glossar mit Begriffen von A bis Z.

Was ist eigentlich eine «Wechte» oder ein «Joch»? Geht es Dir manchmal auch so, dass Du Begriffen aus der Bergwelt begegnest und eigentlich nicht recht weisst was sie bedeuten? Hier findest du Begriffe rund um’s Wandern kurz erklärt.



A

A wie Abstieg

Abstieg

Aus einer Erhöhung abwärtssteigen, hinuntergehen, talwärtsgehen.

Aiguille

Nadel, Bergspitze, Turmspitze

Alpenhauptkamm

Von West nach Ost verlaufender Gebirgskamm in den Alpen.

Alpin(wander)weg

Markierung weiss-blau-weiss. Alpinwanderweg, alpine Route, Alpinweg befinden sich in teilweise weglosem Gelände. Grundvoraussetzungen: besondere Ausrüstung, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, bestes Orientierungsvermögen. Wegspur nicht unbedingt vorhanden, kann recht exponiertes Gelände sein, auch mit heiklen Grashalden, Schrofen, einfacheren Firnfeldern, aperen Gletscherpassagen. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen.

–> siehe auch die «SAC-Wanderskala»

Aper

Schneefrei, ohne Schnee, abtauend, eisfrei, schmelzender Untergrund

–> siehe auch «Ausaperung»

Aufstieg

Aufwärtsgehen, aufwärtssteigen, emporsteigen, hinaufsteigen, erklimmen, Aufgang, Anstieg, Besteigung

Ausaperung

Schnee- und Eisdecken schmelzen ab. Schmelzprozess noch im Gange. Darunterliegender Boden tritt ganz oder teilweise zu Tage. Meist in Hochgebirgsregionen benutzt. Apere Bergflanken. Herkunft: Althochdeutsch für schneebedeckt.

Ausgesetzt

Auch «exponiert». Stellen, Wege, Passagen eines Wanderweges oder einer Kletterroute, bei denen Absturzgefahr droht, aufgrund der Steilheit des Geländes oder der Schwierigkeit des Gehens darauf. Bsp: schmaler Weg mit Absturzgefahr, gefährliche Stellen, nicht durchgängig präparierter Weg, etc. Erfordern Trittsicherheit, Schwindelfreiheit. Manchmal sind diese Stellen auch gesichert mit Seilen oder Treppen, dennoch schwierige Passagen. Tipp: Beachte unbedingt die Schwierigkeitsgrade!

Ausstieg

Wechsel in ein anderes Gelände, Ende einer Route

B

B wie Biwak

Band

Horizontaler Absatz in einer Wand, auch Felsband

Bergschrund

Spalte zwischen dem fliessenden Eis eines Gletschers und nicht-fliessendem Eis, gefrorenem Eis. Kann sich unterhalb von Graten, Wänden bilden, die aus dem Gletscher herausragen. Zwischen Gletscher und angrenzender, steiler Eiswand befindliche Spalte. Entsteht am Rand des fliessenden Eises. Im Winter wird der Bergschrund oft mit Lawinenschnee gefüllt. (keine «normale» Gletscherspalte)

Bergwandern

Wandern in bergigem Gelände. Fliessende Abgrenzungen zwischen Wandern, Bergwandern und Bergsteigen. Unterscheidung nach Schwierigkeitsgraden bezüglich der Technik und Ausrüstung.

Bergwanderweg

Signalisation Schweiz: weiss-rot-weiss. Mittlere Wegklasse. Markierter Weg. Er kann ausgesetzte, exponierte Stellen aufweisen. Absturzgefahr kann nicht ausgeschlossen werden. Trittsicherheit, Schwidelfreiheit, elementare Orientierung und richtige Ausrüstung sind erforderlich.

–> siehe «SAC-Wanderskala»!

Bildungswandern

Wandern zu Bildungszwecken. Wege mit Lehrpfaden, Informationstafeln, Wissenvermittlung. Themenwanderwege stehen in einem kulturellen, geschichtlichem Kontext.

Biwak

Lager im Freien. Übernachtung in einer Wand, meist im Notfall.

Bocchetta

Italienisch u.a. für «kleine Öffnung», «Mundstück», auch eine Öffnung für den Fluss von Wasser, in Wänden, in Gehwegen. Bocchetta bezeichnet im Gelände der Schweizer Alpen i.d.R. einen Übergang, Passübergang, vergleichbar mit einem Sattel.

C

C wie Couloir

Capanna

Italienisch u.a. für «einfache Hütte». Im Gelände der Schweizer Alpen i.d.R. als alpine Schutzhütte verstanden

Cima

Italienisch u.a. für «Gipfel», höchster Punkt

Couloir

Französisch für Korridor. Meist steil und eng, oft dem Steinschlag ausgesetzt. Ist eine von Felsen eingegrenzte, oft mit Schnee oder Eis gefüllte Rinne in einer Bergwand oder an einem Berghang.

–> siehe auch «Rinne»

D

D wie Dach

Dach

Beinahe waagrechter, stark ausgeprägter Überhang

Dent

Französisch u.a. für «Zahn». Meint Berggipfel, Bezeichnung in den Walliser Alpen

Dom

Berggipfel mit einer Kuppenform

Dominanz

Geografie: Von einem Berggipfel zur nächsthöheren Erhebung gemessene Radius. Sehr dominant sind Erhebungen/Berge/Gipfel, die in einem grossen Umkreis nicht von anderen überragt werden. Die Dominanz ist neben der Schartenhöhe das wichtigste Kriterium, damit ein Gipfel als selbständiger Berg klassifiziert wird. Um die Dominanz eines Berges zu bestimmen, misst man den Minimalabstand des Gipfels zur nächsten Höhenlinie gleicher Höhe eines höheren Gipfels.

E

E wie exponiert

Egg

Vorspringende Bergabsätze, Einsattelungen, langgezogene Bergrücken.Typisch Schweizerische Geländenamensgebung vorallem im Voralpenraum. Geomorphologische, sich markant und auffällig von der Umgebung abhebende Naturphänomene.

Erstes Hilfeset

Bei jeder Wanderung gehört ein Nothilfeset zur Grundausrüstung.

–> Mehr zu «Erste Hilfe»

Exponiert (siehe auch Ausgesetzt)

Exponierte Stellen siehe auch ausgesetzt. Exponierte Lagen können auch Orte mit besonders viel Wind, Sonneneinstrahlung oder Gelände mit Schnee sein.

F

F wie Flanke

Felsband

Horizontaler Absatz in einer Wand, auch Band.

Felsgipfel

Innerhalb einer Umgebung befindlicher, lokal höchster Punkt aus Felsgestein.

Felswand

Steile, auch senkrechte oder überhängende, felsige Bergflanke mit Neigunswinkel zwischen 65 und 90 Grad.

Fernwanderweg

Überregionaler Wanderweg mit einer gesamten Länge von mindestens 300 Kilometern.

Firn, Firnschnee

Althochdeutsch firni = vorjährig, schweizerdeutsch färn. Firnschnee ist mindestens einjähriger Schnee. Graupelartiger, grobkörniger Schnee mit grösserer Dichte. Ablation = Abschmelze und Sublimation von Schnee und/oder Eis. Aus 8M Neuschnee kann nach der Ablation ca. 1M Altschnee werden. Zwischen dem Gletschereis und seinem Oberflächenschnee befindet sich Firn.

Flanke

Steil abfallende Seite eines Berghanges.

Fluh

Fluh steht für Felsen. Dialketsprachliche Unterschiede in der Schweiz wie Flüeh, Flühli etc., Felsformationen, Felsgipfel meist aus Kalkgestein. (Nagelfluhkette)

G

G wie Grat

Gamaschen

Auch Stulpen genannt. Beinlinge, angemacht am Schuhwerk, die Teile des Fusses und Beines gegen Feuchtigkeit, Schmutz, Kälte, Verletzungen schützen sollen.

Gebirgspass/Pass

Übergang, tiefstmögliche, gangbare Stelle eines Bergkammes, Höhenrückens, Gratverlaufes, eines Sattels oder zwischen zwei Bergstöcken oder -ketten.

Gendarm

Ein Gratturm – höhere Felsnadel ragt aus einem Grat heraus

Geocaching

Eine Art Schnitzeljagd oder Schatzsuche auf Wanderungen mithilfe einer Navigation (meist GPS)

Gletscher

In der Schweiz auch Firn genannt. Aus sich komprimiertem Schnee hervorgegangene, klar abgegrenzt gebildete Eismasse, die sich fortbewegt. Von wichtiger Bedeutung als Süsswasserspeicher (drittgrösste Wasserspeicher der Erde, speichern bis zu 70% Süsswasser der Welt) und Landschaftsformer.

Gletscherspalte

Spaltartige Öffnung in der Gletscheroberfläche. Sichtbar i.d.R. auf aperen, nicht schneebedeckten Gletschern. Alpine Gefahr für Hochtourengeher, v.a. wenn Gletscherspalten nicht mehr sichtbar sind. Gletscherspalten entstehen, wenn der natürliche Fluss des Gletschers gestört wird. Es gibt verschiedene Arten von Gletscherspalten.

GPS

Global Positioning System = Gobales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung – Ortungsverfahren.

Grat

Oberste Kante eines Bergrückens, kann Teil eines Bergkammes sein. Kennzeichnend ist, dass das Gelände auf beiden Seiten des Grates steil abfällt.

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Gratturm

Steil aus einem Grat aufragende Felsspitze.

H

H wie Horn

Höhenangst (Akrophobie, Altophobie, Hypsophobie)

Aufenthalt in Höhen (nicht zwingend grosse Höhen) macht bei geringer objektiver Gefahr bereits Angst. Symptome wie Atemnot, Herzklopfen, Herzrasen, Schwitzen, Schwindel, Engegefühl etc. Höhenangst ist eine Angststörung. Höhenschwindel ist nicht gleichzusetzen mit Höhenangst. Gegenteil von Höhenangst ist Schwindelfreiheit.

Höhenschwindel

Normalphänomen, nicht krankhaft. Biologische Ursachen wie bspw. zu hohe Entfernng der Augen vom nächsten festen Objekt. Körper stabilisiert sich über Peripherie der Netzhaut. Beim Blick nach unten fehlt dieser Faktor. Gleichgewichtsorgan und propriozeptische Nerven gleichen aus. Schwindelfreiheit ist auch abhängig von der biologischen Disposition und erlernbar. Auch erfahrene Bergsteiger müssen sich zu Saisonbeginn erneut an ausgesetzte Stellen gewöhnen. Normaler Höhenschwindel nimmt im Gegensatz zur Höhenangst bei Gewöhnung ab. Siehe Vorsichtsmassnahmen beim Wandern.

Vorsichtsmassnahmen für Grenzsituationen (bsp. ausgesetzte Stellen, Gletschertraversierung etc.:

  • Tief- und Weitblicke an schwierigen Stellen vermeiden
  • Nicht frei an ausgesetzten Stellen stehen, ohne festen Halt zu suchen oder zu haben
  • Blick hinunter: sicherstellen, dass konstrastreiche Gegenstände im seitlichen Blickfeld sind (Stabilisierung der Lage über die Netzhaut-Peripherie)
  • Höhenschwindel entsteht nach wenigen Sekunden, daher nur kurzer Blick in die Tiefe
  • Verdrehte Kopfstellungen vermeiden
  • Sinnesorgane nicht zusätzlich beanspruchen
  • Bewegte Objekte wie Vögel, Wolken erhöhen das Schwindelgefühl
  • Blick durch ein Fernglas nicht an ausgesetzten Stellen
  • Absprache der Kommunikationsart in schwierigen Situationen oder wenn Hilfe benötigt wird –> Code-Wort
  • Verzicht des Sprechens während des Passierens einer schwierigen Stelle

Horn

Berggipfel in der Form einer Pyramide.

Hüttentrekking

Wanderungen von Berghütte zu Berghütte über mehrere Tage, mit oder ohne Rucksackgepäck.

J

J wie Joch

Joch

Einkerbung zwischen zwei Gipfeln. Oft auch als Bezeichnung für historische Übergänge, «Saumpfade». Manchmal auch als Bezeichnung für Berggipfel verwendet.

K

K wie Kamm

Kamin

Einschnitt im Fels mit beinahe parallelen Wänden, durch den ein Mensch hindurch passt. (Stemm- und Spreizkamin)

Kamm

Ein Kamm (auch Bergkamm, in der Schweiz auch Krete) ist eine breitere, aber immer noch scharfe, horizontal verlaufende Verbindung zwischen Gipfeln.

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Kante

Vergleich mit einem sehr steilen, schmalen Grat.

Kanzel

Ein Gratturm – höhere Felsnadel ragt aus einem Grat heraus

Kar

Durch sich talwärts bewegendes Eis entstehendes, von Bergen umgebenes, kleineres und ausgeschürftes Tal, auch kesselförmige Eintiefungen inmitten von Berghängen. Mitgeführte Gesteinsbrocken bleiben als Schutt im Kar zurück. Es können Karseen entstehen.

–> siehe auch «Karst»

Karst

Unter- und oberirdische Geländeformen in Karbonat-, Sulfat-, Salz- und Sandgesteinen. Verkarstung ist Korrosion des Gesteines. Karstlandschaften unterliegen einem alterungsbedingten Erosionszyklus.

Kessel, Talkessel

Grössere Vertiefung, auch ein Tal, welches von grossen Gletschern hinterlassen wurde und rundum von Bergen eingeschlossen ist.

Klamm

Besonders enge Schlucht im Gebirge mit teilweise überhängenden Felswänden.

Klettersteig

Kletterweg, Route durchh eine Felswand oder einen natürlichen oder künstlichen Felsen. Er ist mit Sicherungen wie Eisenleitern, Stahlseilen, Eisenstiften, Klammern etc. ausgestattet. Heute eine eigene alpine Disziplin. Verschiedene Schwierigkeitsstufen und -Skalen gibt es.

Kluft

Durchlässiger Riss im Gestein

Kuppe

Rundgipfel, Hügel oder Berg ohne felsige Gipfelformation

M

M wie Mulde

Meditatives Wandern

Eine mehrtägige/mehrwöchige Tour, die auf die Wandermönche zurückgehen. Ziel ist die Gottes- und/oder existenzielle Sinnsuche.

Mont

Französisch für Berg

Monte

Italienisch für Berg

Mulde

Senke

N

N wie Nordhang

Nachtwanderung

Überwiegend bei Dunkelheit resp. vorwiegend bei Vollmond wandern

Nordic Walking

Stammt aus Finnland, Wanderart mit bestimmter, ausgeprägter Körperhaltung, mit/ohne Stockunterstützung. Für lange Strecken eher im flacheren Gebirge geeignet.

O

O wie Orientierung

Orientierung

–> siehe hier

P

P wie Platte

Pfeiler

Hochaufragender Vorbau einer Felswand.

Pilgern

Das Reisen auf einer Wallfahrt. Eine Wallfahrt zu einem Pilgerort unternehmen. Zu Fuss oder auch mit Transportmitteln. Anlass können sein: Bussetun, Ablass gewinnen, Erfüllung eines Gelübdes, bestimmtes Anliegen, Fürbitten, Abstattung von Dank, geistliche Vertiefung, Gottsuche,… Ziel sind als heilig betrachtete, gesegnete Orte, Reliquien.

Piz

Rätoromanischer und Lombardischer Name für Gipfel.

Platte

Ein leicht geneigter Fels mit eher glatten Oberfläche.

Prominenz

Auch Schartenhöhe. Diese gibt an, wie viele Meter man mindestens absteigen muss, um zu einem höheren Gipfel zu gelangen.

–> siehe auch «Schartenhöhe»

Q

Q wie Querung

Querung

–> siehe unter «Traversierung»

R

R wie Rifugio

Rampe

Felsplatte mit geringem Gefälle

Randkluft

Tiefer Spalt zwischen Eis und Fels bei einem Gletscher oder Schneefeld. Entstehung durch Abschmelzen des Eises auf wärmerem Gestein. Kann im Sommer breiter werden. Siehe auch den Unterschied zum Bergschrund.

Refuge

Lat. Refugium, Bedeutung: Rückzugsort. Schutzhütte. Hospiz.

Rifugio

Lat. Refugium, Bedeutung: Rückzugsort. Schutzhütte. Hospiz.

Rinne

Schmale, längliche Einbuchtung, die senkrecht im Fels steht. Steile Talfurchen der Berggipfel.

–>siehe auch «Couloir»

Riss

Schmaler Felseinschnitt, bei dem ein Durchgang nicht mehr möglich ist, jedoch zum Klettern genutzt werden kann.

Rücken

Verbindung zwischen Gipfeln, eher abgerundetes, nicht scharfes Gelände.

S

S wie Sattel

SAC

Schweizer Alpen-Club (SAC-Hütten-Bereiber in der Schweiz)

Sattel

Ableitung von «Reitsattel». Die «S»-Form ist kennzeichnend für den Sattel. Kamm- und Tallinie sind U-förmig. Sattel sind eher flach und sanft angelegt. Auch Pässe und Übergänge benutzt.

Scharte

Besonders schroffer Geländeeinschnitt/Grateinschnitt in einem Kammverlauf oder Grat.

–> siehe auch «Schartenhöhe»

Schartenhöhe

Auch Prominenz. Mass, Kriterium, um einen Berg als solchen klassifizieren zu können. Wenig ausgeprägte Erhebungen (wie Grat oder Plateau) haben eine geringere Schartenhöhe. Berechnung: Ergibt sich als Differenz aus seiner Berghöhe und der höchstgelegenen Einschartung, bis zu der man mindestens absteigen muss, um einen höheren Gipfel zu erreichen. Die Schartenhöhe eines Gipfels ist seine Höhe über der niedrigsten geschlossenen Höhenlinie, die ihn umgibt und gleichzeitig keinen höheren Gipfel einschliesst.

Schlucht

Steiler und enger Taleinschnitt in sehr festem Gestein, verursacht durch die Tiefenerosion eines, häufig nur kleinen, Wasserlaufes im Gebirge.

Schrofen(gelände)

Steiles, felsiges, mit Gras überwachsenes und/oder mit Geröll durchsetztes Gelände. Oft fehlt eine durchgängige Route. Gemäss SAC-Wanderskala fällt das Schrofengelände in die Kategorien T3 bis T6.

Schwindel (griech: Vertigo)

Empfinden eines Drehens oder Schwankens. Verschiedene Schwindelarten mit unterschiedlichen Ursachen werden definiert.

Schwindelfreiheit

«Sie bedeutet, dass man keine Höhenangst und eine besonderen Anfälligkeiten auf Höhenschwindel hat. Siehe Höhenangst und Höhenschwindel. Folgende Massnahmen können in Grenzsituationen helfen:

  • Soweit möglich, sollten Weit- und Tiefblicke vermieden und die Konzentration auf die nächsten Schritte gerichtet werden.
  • Es sollte möglichst nicht frei an ausgesetzten Stellen gestanden werden, ohne einen festen Halt zu suchen.
  • Beim Blick hinunter sollte sichergestellt sein, dass sich kontrastreiche Gegenstände im seitlichen Blickfeld befinden, da die Stabilisierung der Lage über die Peripherie der Netzhaut erfolgt.
  • Ein kurzer Blick in die Tiefe beeinträchtigt weniger, da der Höhenschwindel erst nach einigen Sekunden entsteht.
  • Das Beobachten von bewegten Objekten, wie Wolken oder Vögeln, oder ein Blick durch ein Fernglas erhöhen das Schwindelgefühl.
  • Verdrehte Kopfstellungen sollten vermieden werden, um die Sinnesorgane nicht zusätzlich zu beanspruchen.»

Spalt(e)

Klaffende Fuge oder Trennfläche innerhalb eines Gesteinskörpers.

–> siehe auch «Gletscherspalte»

Speed Hiking

Eine schärfere Art des Wanderns ist das Speed Hiking. Darunter wird das schnelle Wandern mit Stöcken und leichter Ausrüstung in anspruchsvollem Gelände verstanden. Speed Hiking kann sowohl als Ausgleich zu vielen Wintersportarten, wie z. B. Langlauf, Skitouren, angewendet werden, als auch als optimales Aufbautraining im Rahmen der Vorbereitung auf verschiedene Wettkämpfe oder zur Verbesserung der eigenen koordinativen Fähigkeiten fungieren. Die Stöcke dienen dazu, den Körper einerseits zu stabilisieren, andererseits wird dadurch gleichzeitig die Oberkörpermuskulatur trainiert. Speed Hiking kann auch als eigenständiger Sport betrieben werden. Vielfach werden deshalb auch spezielle Wettbewerbe für Speed Hiker veranstaltet, bei denen verschiedene Distanzen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades zu bewältigen sind.

Spitze

Bergspitze, siehe «Berggipfel»

Steig

Steige im Gebirge verlaufen oft über ausgesetztes, steiniges Gelände, sind unebener als übliche Wanderwege.

–> siehe auch «Klettersteig»

Stock

Gebirgsstock, Bergstock, eine kompakte, relativ homogene, grössere, unregelmässig geformte Gesteinsmasse.

T

T wie Traversierung

Traversierung

Aus dem lateinischen für durchschreiten, überqueren

Tor

Felsformation und Durchbruch natürlicher Art in einer dünnen Felswand.

Torre

Italienisch für Turm

Trekking

Längere, über mehrere Tage oder Wochen dauernde Wanderung mit Gepäck.

U

Ü wie Überhang

Überhang

Felswand mit Steigung von mehr als 90 Grad.

W

W wie Wanderweg

Waben

Eng beieinander liegende Löcher im Sandstein, die durch Verwitterung entstanden sind.

Wandern

Wandern ist eine der ursprünglichsten Formen des Gehens und dauert länger als wenige Minuten. Eine mögliche Abgrenzung zum Spazieren(gehen) und Walking sind die Punkte, dass man meist länger als eine Stunde wandert, die Wanderung eine Planung voraussetzt, man eine entsprechende Ausrüstung benötigt. Hinzu kommt, dass man sich dem Naturerlebnis dabei widmed.

Wanderweg

Markierter Weg (gelb) mit geringem Schwierigkeitsgrad. Keine besonderen Anforderungen an Technik und Ausrüstung.

Wanderwegmarkierungen Schweiz

Wechte

Früher Wächte. An Geländekanten stark verdichtete Schneeablagerungen auf der windabgewandten Lee-Seite. Schneeverwehungen: Gefahr beim Begehen. Labile Schneeablagerungen sind oft nicht sichtbar. Der Wechtenspalt ist oft nicht sichtbar – nicht begehen! Deshalb: Bleib unterhalb vom Wechtenspalt!

Das Wander-Lexikon ist ein Sammelsurium mit Begriffen zum Thema Wandern, ein Wander-Glossar, Begriffe von A bis Z

Winterwandern

Im Winter wandern auf präparierten Wegen oder mit technischen Hilfsmitteln wie auf Skiern, Schneeschuhen im freien Gelände im tieferen Schnee unterwegs sein.