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Anforderung
T1
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Körperliche Anforderung
Leicht
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Dauer
01:45 h
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Distanz
7 km
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Aufstieg
122 m
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Abstieg
134 m
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Tiefster Punkt
982 m
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Höchster Punkt
1020 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Naturreservat La Tourbière de La Chaux-des-Breuleux, das grösste Torfmoor der Franches-Montagnes (Freiberge) mit zahlreichen imposanten Dolinen
- Etang de la Gruère, der grösste & schönste Moorsee der Schweiz
Hinweise
- Regeln im Naturschutzgebiet beachten: Wege nicht verlassen, kein Feuer entfachen, Hunde an der Leine führen, keine Drohnen, Bikeverbot, keine Planzen pflücken etc.
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof La Chaux-des-Breuleux (Halt auf Verlangen) im Kanton Jura. Von dort folgt man dem Wegweiser in Richtung Étang de la Gruère. Die Route führt ein kleines Stück der Strasse entlang in Richtung Dorf und biegt dann nach links ab. Nun geht man hinab, durch die Unterführung der Bahngleise und zum nächsten Wegweiser, wo man weiter der Route in Richtung Étang de la Gruère folgt. Der einfache, breite und flache Wanderweg führt mitten durch das Naturreservat La Tourbière de La Chaux-des-Breuleux, das grösste Torfmoor der Franches-Montagnes (Freiberge). Bis in die 1960er-Jahre wurde hier noch Torf gestochen. Heute ist das 50 Hektar grosse Reservat ein Hochmoor von nationaler Bedeutung. Nebst dem Hochmoor, das durch einen Zaun vor Betreten geschützt ist, wachsen hier mehrheitlich Nadelbäume. Eindrücklich sind die zahlreichen Dolinen – riesige Trichter, die man am Wegesrand sehen kann: ein natürliches und faszinierendes Phänomen. In manchen der tiefen Löcher wachsen aus dem tiefsten Punkt Nadelbäume.
Beim nächsten Wegweiser biegt man nach links in Richtung Moulin de la Gruère und La Theurre ab. Der Weg führt weiter durch die herrliche Juralandschaft der Freiberge, die auf einem Hochplateau auf rund 1000 Metern Höhe liegt. Wiesen und Wälder prägen diesen Wegabschnitt. Schon bald erreicht man einen weiteren Wegweiser, wo man nach links abbiegt und über die Wiese geht. Dann geht es ein kurzes Stück über einen steinigen Weg hinab zur Strasse, wo sich ein Parkplatz und die Bushaltestelle Moulin de la Gruère befinden. Nun überquert man die Strasse und geht am Sägewerk vorbei. Einst stand dort die Mühle La Gruère.
Nach rund fünf Minuten von der Strasse erreicht man den Étang de la Gruère – den grössten Moorsee der Schweiz und wohl auch den schönsten, wie aus dem Bilderbuch. Der landschaftlich und biologisch sehr wertvolle Étang de la Gruère steht unter kantonalem, nationalem und europäischem Schutz.
Der See ist jedoch nicht natürlichen Ursprungs. Als sich die Gletscher vor rund 13’000 Jahren zurückzogen, blieben wasserundurchlässige Gesteinsschichten zurück. Sie schufen ideale Bedingungen für das Wachstum von Torfmoosen und die Bildung von Torf. Dadurch entwickelte sich auf einer Fläche von beinahe 85 Hektaren ein weitläufiges Hochmoor. Im 17. Jahrhundert schuf man an der tiefsten Stelle des Hochmoors einen künstlichen Moorsee, der die Mühle La Gruère mit der nötigen Wasserkraft versorgte. Um den Wasserzufluss zu erhöhen, zog man mehrere Entwässerungsgräben quer durch das Moor.
Das Moorgebiet mit dem See ist ein äusserst fragiler Lebensraum. Nach wie vor trocknet das auf Nässe angewiesene Hochmoor aufgrund der noch aktiven Entwässerung weiter aus. Dadurch werden grosse Mengen im Torf gebundenes CO₂ freigesetzt. Ziel ist es, die Entwässerung zu stoppen, damit das Wasser wieder durch den Torfboden fliesst. Dann kann sich das Hochmoor selbst regenerieren und die typische Flora und Fauna entwickeln. Der Étang de la Gruère ist heute rundherum mit Fichten, Föhren und Birken bewaldet – was nicht einer intakten Moorlandschaft entspricht, denn solche Gebiete sind meist wenig bewaldet oder baumlos.
Am Étang de la Gruère angekommen, biegt man nach rechts auf den Uferweg ein und folgt dem schön angelegten Rundweg, der mehrheitlich über Holzstege führt. Dazwischen gibt es mehrere Holzplattformen am Ufer des Moorsees, um die schöne Aussicht zu geniessen. Am nördlichen Ende des Sees wandert man über einen mit Holzschnitzeln ausgelegten, weichen Weg ein Stück weg vom See. Ist man wieder am Ufer angelangt, erreicht man einen schönen Pausenplatz. Dann geht es abwechselnd über Waldwege und Holzstege, bis man auf dem Steg zu einer Weggabelung kommt. Dort biegt man auf den nach rechts abzweigenden Holzsteg ein. Nach dem Ende des Stegs befindet sich ein Wegweiser, wo man dem Weg geradeaus in Richtung La Theurre folgt. Rechts auf der Wiese befinden sich dort auch Picknickplätze mit Tischen und Sitzbänken.
Nach wenigen Minuten erreicht man die Strasse und biegt nach rechts ab zur rund 100 Meter entfernten Auberge de la Couronne (+41 32 951 11 15, Öffnungszeiten beachten). Das Restaurant bietet eine gute Küche. Im Sommerhalbjahr kann man draussen auf der Terrasse essen. Auch übernachten kann man dort. Wer will, kann von der Auberge aus noch einen Abstecher zum Naturzentrum Les Cerlataz machen (Öffnungszeiten beachten). Dieses befindet sich nur eine Busstation in Richtung Saignelégier entfernt.
Nach dem Abstecher geht es auf dem selben Weg zurück zum Étang de la Gruère, wo man weiter dem Uferweg folgt. Dann geht es wieder auf dem gleichen Weg zurück bis zur Bushaltestelle Moulin de la Gruère.
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