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Anforderung
T1
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Körperliche Anforderung
Mittel
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Dauer
02:50 h
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Distanz
10.8 km
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Aufstieg
274 m
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Abstieg
349 m
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Tiefster Punkt
1036 m
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Höchster Punkt
1219 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Glacière de Monlési, einer der grössten Eishöhlen der Schweiz und der grösste unterirdische Gletscher im Jurabogen
- Typische Juralandschaft
- Idyllischer Lac des Taillères
Hinweise
- Glacière de Monlési: abschüssiger, steiler Ab- & Aufstieg (T3), erfordert Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Schuhwerk
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die Bushaltestelle «Les Sagnettes, bif. Charbonni.» im Neuenburger Val-de-Travers. Von dort folgt man der Strasse südwärts rund 250 Meter bis zum Parkplatz, wo der Wanderweg zur Glacière de Monlési beginnt.
Mitten auf der Hochebene auf 1127 Metern, hoch über dem Val-de-Travers, befindet sich in einem rund 20 Meter tiefen Schacht ein Gletscher – die Glacière de Monlési. Mit einem Volumen von rund 10’000 Kubikmetern ist sie der grösste unterirdische Gletscher des Jurabogens. Das ganze Jahr über, selbst in heissen Sommern, enthält die Höhle stellenweise meterdickes Eis und Schnee – ein seltenes Naturwunder, insbesondere im Jura.
Während des ganzen Jahres bleibt die Temperatur in der Höhle unter dem Gefrierpunkt. Im Winter strömt kalte Luft hinein und lässt das Wasser, das durch die drei Eingangsschächte eindringt, gefrieren. Dadurch wächst der Gletscher. Im Sommer verhindert der Temperaturunterschied zwischen der kalten, schweren Luft in den Schächten und der warmen, leichten Aussenluft einen Luftaustausch und isoliert das Eis.
Bis in die 1950er-Jahre, als der Jura elektrifiziert wurde, nutzte die Bevölkerung die Glacières als natürliche Kühlschränke. Lebensmittel wurden in den Höhlen gelagert, und Eisblöcke dienten zu Hause zur Kühlung. Das Eis wurde zudem gewinnbringend an Restaurants und Spitäler verkauft. Seit 1969 stehen die Glacière de Monlési unter Schutz und sind von nationaler Bedeutung.
Der Zugang zur Eisgrotte erfolgt zunächst über einen schmalen, sehr steilen und abschüssigen Weg (T3), der mit einem Drahtseil gesichert ist, sowie über eine Metallleiter. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Schuhwerk sind zwingend erforderlich. Die Begehung erfolgt auf eigene Gefahr! Bereits beim Abstieg ist die kalte Luft deutlich spürbar. Unten angekommen betritt man die eisige Schneeschicht – Achtung, Rutschgefahr! Einen Blick in die Höhle sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Boden ist mit einer Eisschicht überzogen, und Stalagmiten sowie Stalaktiten aus Eis bilden faszinierende Skulpturen. Wer tiefer ins Innere der Höhle vordringen möchte, benötigt warme Kleidung, Steigeisen, einen Helm, Seile und eine Stirnlampe.
Wer seinen Aufenthalt verlängern möchte, findet ausserhalb der Umzäunung der Glacière de Monlési eine Feuerstelle. Der weitere Verlauf der Wanderung führt zunächst über nicht signalisierte Wege. Vor dem Eingang zur Glacière de Monlési wendet man sich nach links und folgt der Umzäunung, wobei die Glacière rechter Hand liegt. Anschliessend folgt man dem Pfad, der leicht nach rechts über die Wiese ansteigt und durch eine Schranke aus Holzpfählen in den Wald führt. Kurz danach hält man sich bei einer Weggabelung links und folgt dem breiten Forstweg. Wenige Minuten später erreicht man einen Wegweiser und folgt der Route Richtung Petite Charbonnière. Nach weiteren zehn Minuten gelangt man zum Wegweiser Petite Charbonnière und folgt dem Weg in Richtung Lac des Taillères. Von dort an verläuft die Route bis nach La Brévine auf dem Wanderweg La Vy aux Moines Nr. 288.
Nach einem letzten Waldstück öffnet sich eine herrliche Landschaft mit weiten Wiesen, vereinzelten Fichten und wenigen Laubbäumen. Stellenweise stehen die Bäume dichter beieinander, andernorts prägen sie die offene Weite. Ein Netz von Trockenmauern durchzieht die eindrucksvolle Landschaft.
Am Lac des Taillères biegt man nach rechts ab und folgt dem schmalen Wiesenpfad. Der idyllische Lac des Taillères ist nach dem Neuenburgersee der zweitgrösste See des Kantons Neuenburg. Gespeist wird er hauptsächlich durch Regenwasser; ein grösserer oberirdischer Zufluss fehlt. Tropfen für Tropfen versickert das Wasser im porösen, kalkhaltigen Seegrund und durchfliesst ein Höhlensystem. Erst nach einer Reise von rund sechs Kilometern tritt es rund 200 Meter tiefer in der Karstquelle der Areuse wieder an die Oberfläche.
Da der Lac des Taillères maximal sieben Meter tief ist, erwärmt er sich trotz seiner Lage auf rund 1000 Metern im Sommer relativ schnell – ideal für einen Sprung ins Wasser. Gegen Ende des Sees passiert man einen Parkplatz sowie einen Picknickplatz mit Tischen, Bänken und Feuerstelle. Kurz darauf verlässt man den Bergsee und folgt nach links einem Teersträsschen bergauf. Anschliessend wandert man auf breiten Wegen durch das Hochtal Vallée de la Brévine, stets der Route 288 folgend. Durch Wälder und zum Schluss über herrliche Wiesen geht es dem Ziel entgegen. Das letzte Wegstück führt entlang einer Strasse ohne Trottoir.
La Brévine gilt als der kälteste Ort der Schweiz. Im Januar 1987 sank die Temperatur auf −41,8 °C – ein historischer Schweizer Kälterekord. Daher trägt der Ort den Beinamen «Sibirien der Schweiz».
Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten in La Brévine bietet das Hôtel-de-Ville (+41 32 938 20 00).
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