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Aargau
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Linn (Bözberg) – Linner Linde – Sägimülitäli – Bruderhöhle – Effingen – Römerweg – Bözbergpass – Linn

Aargau

Linn (Bözberg) – Linner Linde – Sägimülitäli – Bruderhöhle – Effingen – Römerweg – Bözbergpass – Linn

T1

02:55 h

11.2 km

300 m

300 m

Mar-Nov

Highlights: Die mächtige 800-jährige Linner Linde, der historische Römerweg, der höchste Wasserfall des Kantons Aargau und die Bruderhöhle. Diese Rundwanderung ab Linn über den Bözberg vereint Naturwunder mit Geschichte.

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Auf der Karte wird die Schneehöhe (in cm) mit den folgenden Farben angezeigt:
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Routenverlauf
  • 00:00 h

    Linn (Bözberg)
    580 m.ü.M.

  • 00:20 h

    Sagimüliweiher
    500 m.ü.M.

  • 00:23 h

    Linner Wasserfall
    488 m.ü.M.

  • 00:55 h

    Bruderhöhle
    562 m.ü.M.

  • 01:15 h

    Effingen, Schwerzbrünneli
    453 m.ü.M.

  • 01:20 h

    Effingen, Dorf
    432 m.ü.M.

  • 01:55 h

    Römerweg
    531 m.ü.M.

  • 02:15 h

    Abzw. Altstalden
    584 m.ü.M.

  • 02:30 h

    Bözberg, Neustalden
    569 m.ü.M.

  • 02:55 h

    Linn (Bözberg)
    580 m.ü.M.

Technische Daten
  • Anforderung

    T1

  • Körperliche Anforderung

    Mittel

  • Dauer

    02:55 h

  • Distanz

    11.2 km

  • Aufstieg

    300 m

  • Abstieg

    300 m

  • Tiefster Punkt

    429 m

  • Höchster Punkt

    585 m

  • Beste Jahreszeit

Highlights

  • 800-jährige Linner Linde
  • Bruderhöhle mit Feuerstelle
  • Historischer Römerweg

Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die Bushaltestelle Bözberg, Linn. Hier befindet sich gleich das erste Highlight der Wanderung: die mächtige Linner Linde. Mit einem Stammumfang von elf Metern und einer Höhe von 25 Metern gilt sie als einer der ältesten Bäume der Schweiz.

Im 16. und 17. Jahrhundert wütete die Pest in Linn besonders heftig. Der Legende nach pflanzte um 1666 der letzte überlebende Dorfbewohner die Sommerlinde auf dem Grab der Pestopfer. Fortan soll sie vor weiteren Pestausbrüchen geschützt haben. Geschätzt wird jedoch, dass die Linner Linde bereits rund 800 Jahre alt ist. Der Platz gilt als Kraftort. Rund um die Linde gibt es Sitzbänke, von denen aus man die herrliche Aussicht ins Aaretal geniessen kann.

Eine weitere Sage erzählt, dass die Welt untergehe, wenn der Schatten der Linde nicht mehr einmal jährlich auf das Schloss Habsburg falle: «Leit d Linde nüm ihres Chöpfli ufs Ruedelis Hus, so ischs met allne Wält us.» Mit «Ruedeli» ist Rudolf von Habsburg gemeint, und «Hus» verweist auf das nahegelegene Stammschloss der Habsburger. Berechnungen zeigen, dass der Schattenwurf tatsächlich zweimal im Jahr in Richtung der Habsburg fällt.

Von der Bushaltestelle folgt man dem Wegweiser in Richtung Sagemüli. Ein Stück weit verläuft die Route entlang des Themenwegs Natur- und Kulturweg Linn mit Informationstafeln. Der Weg führt durch das schmucke Dorf Linn – die zweitkleinste Gemeinde (Stand 2005) des Kantons Aargau und mit einem Ortsbild von nationaler Bedeutung. Seit 2013 gehört Linn zur Gemeinde Bözberg und ist Teil des Regionalen Naturparks Jurapark Aargau. Im Dorf biegt man nach rechts ab, den gelben Wanderwegweisern und dem braunen Schild «Wasserfall» folgend.

Auf der asphaltierten Strasse, auf der ein Fahrverbot gilt, wandert man durch das idyllische Sägimülitäli mit Wiesen zu beiden Seiten. Im Sommer blühen hier rund zwei Dutzend verschiedene Orchideenarten. Am malerischen Sagimüliweiher angekommen, laden Sitzbänke zu einer Rast ein. Vom Weiher folgt man dem breiten Wanderweg geradeaus, der hinab zum Linner Wasserfall führt – mit fünfeinhalb Metern der höchste Wasserfall im Kanton Aargau. Der Wasserfall liegt etwas versteckt links unterhalb einer Mauer.

Kurz vor dem Wasserfall befindet sich auf der rechten Wegseite ein ehemaliger Steinbruch. Bis in die 1980er-Jahre wurde hier Kalkstein abgebaut, unter anderem für den Bau des Bözbergtunnels. Heute bietet der Ort Lebensraum für Reptilien und Amphibien.

Beim Wasserfall biegt man nach rechts auf den leicht ansteigenden Natur- und Kulturweg Linn ein. An der nächsten Weggabelung verlässt man diesen und wandert geradeaus bergauf weiter. Bald danach biegt man scharf nach links ab und folgt dem Schild «Bruderhöhle». Der Weg führt zunächst über Felder, dann durch den Wald. Bei einer nicht signalisierten Weggabelung geht man geradeaus weiter. Kurz darauf erreicht man den Abzweiger zur Bruderhöhle, wo es eine Feuerstelle mit bereitgestelltem Holz gibt.

Ein kurzer Treppenabstieg führt zur Bruderhöhle, einer typischen Karsthöhle, die sich im Kalkgestein gebildet hat, das sich vor rund 140 Millionen Jahren im Jurameer abgelagert hatte. Die Höhle selbst ist deutlich jüngeren Ursprungs und entstand vor einigen hunderttausend bis wenigen Millionen Jahren. Sie könnte einst Teil eines umfangreicheren Höhlensystems gewesen sein, das jedoch durch Erosion – etwa infolge der Absenkung des Sagimülitals – weitgehend zerstört wurde und heute nur noch in Resten erhalten ist. Die Bruderhöhle ist auch unter den Namen Erdwiibli- oder Erdmännlihöhle bekannt. Einer Sage zufolge lebten hier einst kleine, hilfsbereite Wesen, die sich jedoch durch die Neugier der Menschen gestört fühlten und seither verschwunden sind. In der Höhle gibt es eine Feuerstelle, Sitzbänke und einen Tisch.

Von der Bruderhöhle folgt man dem Weg weiter geradeaus und später bergab bis zu einer Weggabelung oberhalb von Effingen. Hier biegt man nach links auf den Teerweg ein und erreicht bald den gelb markierten Wanderweg. Dieser führt durch ein Quartier in Effingen. Bei der Bushaltestelle Schwerzbrünneli biegt man nach rechts ab und folgt den gelben Wanderwegweisern. Beim Verkehrskreisel geht man durch die Fussgängerunterführung und folgt der Route in Richtung Römerstrasse. Immer den gelben Signalisationen folgend, wandert man durchs Dorf, bis man kurz vor einem Bauernhof auf einen Kiesweg einbiegt.

Der Weg führt durch Kulturland und an Wiesen vorbei. Anschliessend folgt man den Schildern «Römerweg», die in den Wald hinaufleiten. Auf schmalen Pfaden erreicht man schliesslich den historischen Römerweg (auch Römerstrasse genannt) – eine alte römische Verbindungsstrasse zwischen Augusta Raurica und dem Legionslager Vindonissa. Der Bözberg war bereits in der Antike ein wichtiger Passübergang zwischen Rhein und Aare. Ob die Römer die Strasse tatsächlich erbauten, ist nicht eindeutig nachgewiesen: Hufeisen und Nägel, die entlang des Weges gefunden wurden, kannten die Römer noch nicht. Sicher ist jedoch, dass die Route bis ins 13. Jahrhundert genutzt wurde. Die beiden parallel verlaufenden, etwa einen Meter voneinander entfernten Wagenspuren im Stein sind noch heute gut sichtbar.

Am Ende des Römerwegs biegt man nach rechts auf den Feldweg ein und folgt diesem bis nach Altstalden. Dort biegt man bei der Weggabelung nach rechts in Richtung Bözberg Neustalden ab. Den gelben Signalisationen folgend, wandert man über breite Waldwege bis zum Bözbergpass, wo sich die Bushaltestelle Bözberg Neustalden befindet. Der 569 Meter hohe Pass ist ein historisch bedeutender Jurapass. Er bildet die kürzeste Strassenverbindung zwischen Basel und Zürich und verbindet das Fricktal mit der Stadt Brugg.

Am Bözbergpass überquert man die Strasse und folgt dem schnurgeraden Waldweg, vorbei an einer Hütte, wo es eine Feuerstelle gibt. Anschliessend geht es weiter geradeaus bis zum nächsten Wegweiser, wo man nach rechts in Richtung Linn abbiegt. Nach einem kurzen Stück durch den Wald biegt man links ab und folgt der Strasse zurück nach Linn. Die Linner Linde, das Ziel der Wanderung, ist schon von weitem sichtbar.

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