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00:00 h
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00:15 h
Reservoir
692 m.ü.M. -
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00:25 h
Steingruben
712 m.ü.M. -
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00:30 h
Saurierspuren
724 m.ü.M. -
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00:55 h
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01:35 h
Falleren
555 m.ü.M. -
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01:45 h
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01:55 h
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02:05 h
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02:20 h
Einsiedelei Süd
455 m.ü.M. -
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02:55 h
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Anforderung
T1
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Körperliche Anforderung
Leicht
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Dauer
02:55 h
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Distanz
11.6 km
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Aufstieg
208 m
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Abstieg
394 m
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Tiefster Punkt
428 m
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Höchster Punkt
725 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Saurierspuren von Lommiswil
- Einsiedelei St. Verena, ein Kulturgut von nationaler Bedeutung
- Idyllische Verenaschlucht
- Solothurn, die schönste Barockstadt der Schweiz
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die Zugstation Im Holz in Lommiswil. Gut zu erreichen mit dem Direktzug von Solothurn. Vom Bahnhof folgt man dem Wegweiser nach links in Richtung Hasenmatt und nicht dem braunen Schild «Saurierspuren». Die Route führt auf der Allmendstrasse durch den oberen Teil von Lommiswil. Nach rund 400 Metern biegt man nach rechts auf den Forstweg ein. Folgt man den gelben Wanderschildern, erreicht man schon bald den Wald und wandert durch diesen bergauf. Beim kommenden Wegweiser folgt man der Route in Richtung Steingruben (Saurierspuren).
Nachdem man den Steinbruch passiert hat, gelangt man zum Wegweiser Steingruben, wo man dem braunen Schild «Saurierspuren» geradeaus folgt. Kurz darauf biegt man nach links ab und steigt hinauf zur Aussichtsplattform, von wo aus man auf die steil aufragende Kalksteinwand mit den Dinosaurierspuren blickt. Hier sind 313 Trittsiegel von Dinosauriern in neun Fährten versteinert, die rund 145 Millionen Jahre alt sind. Auch Fossilien von Schnecken sowie Reste von Krokodilen und Haifischzähnen wurden entdeckt. Zur Zeit der Saurier war das Klima hier tropisch und die Region lag in der Nähe eines Meeres. Bei hoher Flut wurde die Dinosaurierplatte mit Wasser und Kalkschlamm überspült, der sich in Tümpeln ablagerte. Eine Algenschicht, die über den Fährten wuchs, verhinderte, dass diese bei nachfolgenden Überflutungen zerstört wurden. Weitere Schichten aus Kalkschlamm lagerten sich auf den eingesunkenen Spuren ab und versteinerten im Laufe der Zeit.
Über 100 Millionen Jahre später wurde die Kalksteinplatte mit den Trittsiegeln durch die Faltung des Juragebirges in die Höhe gehoben. Erst durch den Abbau des Solothurner Steins kamen die Fährten zum Vorschein und wurden 1987 als Dinosaurierspuren erkannt. Die Dinosaurierspuren von Lommiswil gelten weltweit als einer der bedeutendsten Funde aus der Zeit des späten Jura. Schautafeln bei der Besucherplattform erklären die Entstehung der Dinospuren. Im Naturmuseum Solothurn gibt es eine Ausstellung dazu.
Von der Aussichtsplattform geht man zurück zum Wegweiser Steingruben und folgt der Route in Richtung Oberdorf Station. Zunächst auf einem breiten Wanderweg, dann biegt man kurz vor der Gleisunterquerung links auf einen schmalen Pfad ab, der zum Bahnhof Oberdorf SO führt. Nun geht es bei der Talstation der Weissensteinbahn und dem Parkplatz vorbei, und man folgt von nun an bis Solothurn immer der Route des Weissenstein-Passwang-Wegs Nr. 478.
Zunächst geht es in Richtung Falleren und Einsiedelei. Am Ende des Parkplatzes zweigt man rechts auf die Strasse ab, geht durch den Tunnel und biegt, dem gelben Wanderwegweiser folgend, dann nach links ab. Kurz darauf wandert man auf einem breiten Kiesweg weiter. Schon bald führt der Weg am Waldrand entlang und man gelangt nach Falleren. Nun geht es ein Stück auf dem Trottoir der Strasse entlang und man passiert in Rüttenen die Bushaltestelle Brüggmoos. Von dort noch ein kleines Stück weiter auf dem Trottoir, dann biegt die Route links ab und kurz darauf nach rechts auf einen schmalen Wanderweg, der zur Einsiedelei führt. Hier befindet sich das Restaurant Einsiedelei (+41 32 622 28 93). Ein paar Schritte weiter steht man in der idyllischen Verenaschlucht bei der Einsiedelei mit der Martins- und der Verenakapelle sowie dem kleinen Eremitenhäuschen. Die Einsiedelei St. Verena ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung und steht unter eidgenössischem Denkmalschutz.
Die Entstehung dieses Ortes geht auf die heilige Verena zurück. Es gibt zwei Beschreibungen über das Leben von Verena. Gemäss der älteren Beschreibung, der Vita prior aus dem 9. Jahrhundert, wurde Verena um 260 n. Chr. in Theben in Oberägypten, dem heutigen Luxor, geboren. Gemäss der Überlieferung wurde Verena getauft und im christlichen Glauben unterwiesen.
Ein Verwandter Verenas namens Mauritius gehörte einer römischen Legion an, die zunächst in Mailand stationiert war, bevor sie ins Wallis kommandiert wurde. Mauritius fiel in Acaunum, dem heutigen Saint-Maurice im Wallis, und Verena reiste von Mailand dorthin, um sein Grab aufzusuchen. Später reiste Verena weiter in die Gegend von Castrum Solodurum, zur heutigen Einsiedelei, um in einer Höhle hinter der heutigen Martinskapelle zu leben. Während dieser Zeit soll Verena Menschen mit Gebrechen und Krankheiten geheilt und zum Christentum bekehrt haben. Ihr Ruf verbreitete sich und immer mehr Menschen suchten Heilung bei ihr. So sei sie, gemäss der Vita posterior, heimlich die Aare abwärts geflohen und habe zunächst Zuflucht auf einer Rheininsel bei Koblenz und später in Zurzach gesucht. Dort pflegte und heilte sie bis zu ihrem Tod um 350 n. Chr. viele Kranke, Blinde und Lahme.
Der Ruf der Hl. Verena verbreitete sich nach ihrem Tod rasch. Zahlreiche Ortsnamen, wie etwa die Alp Vereina im Silvretta-Gebiet, sowie verschiedene Bauten entstanden zu ihren Ehren. So auch der Bau der Martinskapelle in der Verenaschlucht, der ins 12. Jahrhundert zurückreicht.
Gegenüber der Martinskapelle befindet sich die Verenakapelle, die an eine natürliche Höhle an einer senkrechten Felswand gebaut wurde. Das Gotteshaus bestand wahrscheinlich bereits vor 1429. Hinter dem Altar der Verenakapelle befindet sich das Heilige Grab, das im 17. Jahrhundert vom damaligen Eremiten, dem Franziskaner Arsenius Sonntag, errichtet wurde, der gelernter Steinmetz war. Unterhalb der Treppenstufen befindet sich die Ölberggrotte.
Von dort wandert man rechts hinauf an der Grotte der Hl. Maria Magdalena vorbei zum Weiler Kreuzen mit der Kirche sowie dem Kaplanen- und dem Sigristenhaus. Den Namen der Enklave gaben die vielen Steinkreuze hier. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Restaurant Kreuzen (+41 32 622 75 66) mit grossem Garten zur Einkehr. Seit 1644 steht dort die ehemalige Kreuzritterherberge.
Von Kreuzen geht es wieder auf demselben Weg hinab zur Einsiedelei und am Häuschen des Eremiten vorbei. Seit Hunderten von Jahren wird dieses von einem Einsiedler (Waldbruder) oder einer Eremitin bewohnt – auch heute noch. Nun wandert man durch die wildromantische Verenaschlucht hinab, zunächst an einer Grotte vorbei, die vom Einsiedler Arsenius ausgebaut wurde. Danach geht es dem Verenabach entlang.
1791 wurde der Weg durch die Schlucht vom Baron Louis Auguste de Breteuil, einem Minister des französischen Königs Ludwig XVI., angelegt. Am südlichen Eingang zur Schlucht hat er sich mit einer Inschrift verewigt. Weitere Inschriften entlang des Weges erinnern an verdiente Solothurner des 19. Jahrhunderts.
Eine traumhafte, verwunschene Schlucht – wild und vermoost. Der Wanderweg führt über einige schöne Brücklein zum südlichen Eingang. Von dort geht es durch Solothurner Wohnquartiere hinab zum Museumspark, am Riedholzturm vorbei und hinein in die Altstadt von Solothurn, die schönste Barockstadt der Schweiz. Ein Bummel durch die Altstadt lohnt sich, bevor es zum Bahnhof geht.
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