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Anforderung
T1
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Körperliche Anforderung
Leicht
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Dauer
01:55 h
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Distanz
5.7 km
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Aufstieg
360 m
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Abstieg
309 m
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Tiefster Punkt
565 m
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Höchster Punkt
726 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Panoramaweg
- Spektakuläre St.-Beatus-Höhlen
- Schifffahrt auf dem Thunersee
Hinweis
- Warme Bekleidung und gutes Schuhwerk für den Rundgang in den Beatushöhlen
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die Bushaltestelle Beatus in Merligen am Thunersee. Von dort folgt man dem Wegweiser in Richtung Beatushöhlen auf der Route der ViaJacobi Nr. 4. Gleich zu Beginn der Wanderung durch das Chaletdorf fallen die vielen Palmen auf, die mediterranes Flair verbreiten und einen überraschenden Kontrast zur alpinen Umgebung bilden. Durch die sonnenverwöhnte Lage am Südhang des Niederhorns herrscht in Merligen ein mildes, mediterran geprägtes Klima. An den Berghängen wachsen 38 Orchideenarten – so viele wie nirgendwo sonst im Kanton Bern. Auch Reptilien wie die Schlingnatter, die Aspisviper oder die Zauneidechse kommen in dieser Gegend vor.
Nach rund 600 Metern biegt der Weg nach rechts ab. Nun folgt man nicht nur dem Jakobsweg, sondern auch dem Panorama-Rundweg Thunersee. Der Name ist Programm: Schon bald gewinnt man an Höhe, und ein herrliches Panorama auf den Thunersee eröffnet sich – umrahmt von den Berner Alpen mit dem markanten, pyramidenförmigen Niesen im Zentrum.
Der breite, gut ausgebaute Wanderweg führt durch Wald mit lichten Passagen. Nach rund einer halben Stunde überquert man auf einem Brücklein die Gleise der Beatenbergbahn und gelangt anschliessend ins Naturschutzgebiet Nastel und etwas später ins Naturschutzgebiet Balmholz. Schöne Trockenmauern säumen den Weg. Bei der Aussichtskanzel angekommen, bietet sich ein fantastischer Blick – abermals auf den Thunersee in Richtung Interlaken und auf die umliegende Bergwelt. Sitzbänke laden zum Verweilen und Geniessen des Panoramas ein.
Der Weg wird nun etwas schmaler und steiniger und führt unterhalb einer Steilwand zu einer Holzbrücke. Von dort aus blickt man auf eine eindrückliche Felswand mit markanten Felsschichtungen. Schon bald erreicht man den Steinbruch Balmholz. In diesem gigantischen Loch wird seit 1876 Kieselkalk abgebaut, der unter anderem für Schotter, Splitt und Vorlagesteine verwendet wird.
Noch einmal führt der Weg ein Stück durch den Wald, dann erreicht man einen Wegweiser, wo man die Wahl hat zwischen dem längeren, einfachen Weg über Asphalt oder dem kürzeren, dafür steilen Aufstieg zur Beatushöhle. Dieser Wegbeschrieb führt nach links auf dem steilen Aufstieg nach oben. Der Weg mit einigen Treppenstufen ist breit und gut ausgebaut. Oben angekommen empfängt einen das Restaurant Stein & Sein mit schöner Terrasse und herrlicher Aussicht.
Gemäss einer Legende geht der Name der St.-Beatus-Höhlen auf den irischen Glaubensboten Beatus zurück, der im 2. Jahrhundert in der Höhle gelebt haben soll, nachdem er einen dort hausenden Drachen besiegt hatte. Danach verkündete er das Christentum und heilte Kranke.
Die St.-Beatus-Höhlen zählen zu den zehn grössten Höhlen der Schweiz. Neben dem Hölloch im Muotatal gehören sie zu den wenigen Höhlen, die für Besucher öffentlich zugänglich sind. Das weitverzweigte Höhlensystem wurde bislang auf einer Länge von rund 14 Kilometern erforscht.
Der spektakuläre, rund einstündige Rundgang durch die St.-Beatus-Höhlen führt fast einen Kilometer ins Innere des Niederhorn-Massivs. Über Wege, Stege und Treppen werden rund 87 Höhenmeter hinauf zurückgelegt und anschliessend wieder hinab. Sprudelnde Bäche, tosende Wasserfälle und bizarre Tropfsteinformationen, die in schillernden Farben wie Kunstwerke wirken, lassen die Besucher staunen – gewaltig und atemberaubend. Ein Naturwunder par excellence! Unterwegs durch die Grotten erfährt man auf Infotafeln Wissenswertes über die Beatushöhlen. Wer noch mehr erfahren möchte: Ein Höhlenmuseum befindet sich unten bei der Hauptstrasse. Dort gibt es auch einen Shop, und die Bushaltestelle Beatushöhlen befindet sich direkt davor. Für den Rundgang sind gutes Schuhwerk mit griffiger Sohle sowie warme Kleidung ein Muss. Denn in den Höhlen herrschen konstant Temperaturen zwischen 8 und 10 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 95%.
Von den St.-Beatus-Höhlen folgt man dem Ausgang, der am WC vorbeiführt. Beim nächsten Wegweiser biegt man nach links in Richtung Sundlauenen ab. Nun wandert man wieder durch Wald. Ein Schild warnt vor Steinschlaggefahr und mahnt, die Stelle ohne anzuhalten zu passieren. An einer imposanten Felswand vorbei geht es hinab zur Bushaltestelle Sundlauenen, Pilgerweg. Nur sieben Minuten weiter befindet sich die Schiffanlegestelle Beatushöhlen–Sundlauenen, von wo aus Schiffsverbindungen nach Interlaken, Spiez und Thun bestehen.
Tipp: Wer will, kann die Wanderung von Sundlauenen nach Interlaken West fortsetzen.
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