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00:00 h
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00:08 h
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00:30 h
-
00:45 h
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00:50 h
Lombachbrücke
585 m.ü.M. -
-
00:55 h
-
01:00 h
Naturschutzgebiet
559 m.ü.M. -
-
01:25 h
Burgruine Weissenau
559 m.ü.M. -
-
01:35 h
Feuerstelle Aarekanalbrücke
560 m.ü.M. -
-
02:00 h
-
Anforderung
T1
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Körperliche Anforderung
Leicht
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Dauer
02:00 h
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Distanz
7.6 km
-
Aufstieg
147 m
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Abstieg
199 m
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Tiefster Punkt
558 m
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Höchster Punkt
616 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Aussichten auf den Thunersee
- Naturschutzgebiet Weissenau-Neuhaus
- Burgruine Weissenau
Hinweise
- Beachte die Regeln im Naturschutzgebiet Weissenau: Hunde an der Leine führen, kein Feuer entfachen, Fahrradverbot etc.
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist die Bushaltestelle Sundlauenen, Pilgerweg. Wer möchte, kann die Wanderung verlängern und bereits in Merligen am Thunersee starten und via St.-Beatus-Höhlen wandern – eine sehr lohnende Route. Denn die Beatushöhlen gehören zu den spektakulärsten Höhlen der Schweiz.
Von der Bushaltestelle folgt man dem gelben Wegweiser, der hinab weist. Auf dem geteerten Weg erreicht man nach wenigen Minuten bei der Schiffstation Beatushöhlen-Sundlauenen den Thunersee. Nun folgt man bis zur Burgruine Weissenau stets den Signalisationen der Route ViaJacobi Nr. 4 und des Panorama-Rundwegs Thunersee Nr. 26.
Jetzt geht es durch den Weiler Sundlauenen am Seeufer entlang. Das Gebiet gehörte einst zum Kloster Interlaken, das hier Weinbau betrieb. Nach einem kurzen Stück durch den Wald, den Sundbach auf einer Holzbrücke querend, gelangt man wieder ans Ufer. Am Ende des Weilers wandert man steil bergauf und erreicht die Strasse. Dieser folgt man auf dem Trottoir bergab bis zur Bushaltestelle Gelbenbrunnen. Dort befindet sich am Ufer ein grosser Picknickplatz mit Sitzbänken. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite geht es wieder bergauf. Bald eröffnen sich herrliche Aussichten auf den Thunersee. Auch der Campingplatz Manor Farm ist bereits zu sehen. Der Panoramaweg führt hinab zur Manor Farm. Wenige Schritte vom Wegweiser befindet sich die Bushaltestelle Manor Farm. Dort kann man auf der gegenüberliegenden Strassenseite im Restaurant Pizzeria Landhaus (+41 33 822 80 81) mit Sonnenterrasse einkehren.
Der Weg führt ein kurzes Stück auf einem Kiesweg parallel zur Strasse am Campingplatz Manor Farm vorbei. Nach der Lombachbrücke geht es durch eine Unterführung und weiter nach Neuhaus, wo sich das Hotel Restaurant Neuhaus zum See (+41 33 822 82 82) mit schöner Sonnenterrasse direkt am Thunersee befindet. Dort liegt auch die Schiffstation Neuhaus. Gleich neben dem Restaurant steht die ehemalige Sust. Jahrhundertelang galt dieser Ort als Anlege- und Umschlagplatz für den Personen- und Warenverkehr über den Thunersee. Das Hotel Restaurant Neuhaus zum See und die Sust stehen heute unter Denkmalschutz.
Nach Neuhaus wandert man wieder direkt am Thunersee entlang und betritt das Naturschutzgebiet Weissenau-Neuhaus, das von nationaler Bedeutung ist. Flachmoore, Auenlandschaften, Riedwiesen und das Seeufer bieten zahlreichen Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum, insbesondere auch für seltene und gefährdete Arten. Am Ufer dominiert der Schilfröhricht, dessen Schutz einen wichtigen Laichplatz für den Hecht sowie Lebensraum für zahlreiche Jungfische darstellt. Bis zur Kanalisierung der Aare Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Naturschutzgebiet regelmässig überflutet. Durch die Renaturierung zwischen 2000 und 2005 konnte das Gebiet ökologisch aufgewertet werden.
Der Weg am Ufer entlang führt über breite Wanderwege und Stege. Immer wieder bieten sich tolle Ausblicke auf den Thunersee mit dem markanten Niesen. Beim Beobachtungsposten hat man die Möglichkeit, Vögel durch Sehschlitze zu erspähen. Vom Hochsitz erreicht man schon bald die Burgruine Weissenau, die besterhaltene und grösste Burganlage des Berner Oberlandes. Die im 13. Jahrhundert errichtete Burg mit befestigtem Hafen stand ursprünglich auf einer kleinen Insel im Mündungsdelta der Aare in den Thunersee. Sie war im Besitz der Freiherren von Wädenswil, bevor sie 1318 an die Weissenburger verpfändet und 1334 an das Kloster Interlaken verkauft wurde. Die Anlage diente als Warenumschlagplatz und sicherte die Verkehrsachse Richtung Alpenpässe. Nach weiteren Besitzerwechseln wurde die Burg im 16. Jahrhundert aufgegeben. Heute ist sie im Besitz des Kantons Bern und steht seit 1981 unter Schutz. Die Mauerreste des ehemaligen Hafens sind noch heute auf der grossen Wiese vor dem Turm zu sehen.
Der Turm der Ruine Weissenau kann bestiegen werden – ein lohnender Aufstieg, denn es bietet sich ein wunderbarer Blick auf den See und das Naturschutzgebiet. Von der Ruine wandert man zum Fussgängersteg, überquert die Aare und biegt danach gleich nach links ab, ein Stück weiter der Route Panorama-Rundweg Thunersee Nr. 26 folgend. Anschliessend wandert man schnurstracks an der Aare entlang und wechselt nach wenigen Minuten hinüber zum Schifffahrtskanal, dem man stetig folgt.
1892 wurde der Schifffahrtskanal zwischen Thunersee und Interlaken eröffnet. Bis dahin mussten Schiffsreisende aus Thun ab der Ländte Neuhaus ihre Reise nach Interlaken mit der Kutsche fortsetzen. Von nun an konnte man bequem bis zum Bahnhof Interlaken mit dem Schiff fahren. Zeitgleich mit dem Bau des Schifffahrtskanals wurde auch die Aare kanalisiert. Die einst mäandrierende Aare wurde zu einem Stillgewässer und verlandete zunehmend.
Der Weg führt unterhalb der Aarekanalbrücke hindurch. Dort befindet sich eine regengeschützte Feuerstelle mit Sitzbänken und Tischen. Hier verlässt man die Route Nr. 26 und wandert weiter geradeaus am Kanal entlang, bis man auf der anderen Flussseite den Bahnhof Interlaken West sieht. Direkt bei der Aare und der Schiffstation befindet sich das Pier One (+41 79 203 54 76) mit Sonnenterrasse und Lounge – ein schöner Platz mit Blick aufs Wasser zum Abschluss der Wanderung. Direkt von dort führt eine Unterführung zu den Perrons.
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