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Anforderung
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Körperliche Anforderung
Hoch
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Dauer
03:40 h
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Distanz
12.2 km
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Aufstieg
112 m
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Abstieg
112 m
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Tiefster Punkt
888 m
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Höchster Punkt
961 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Verschneite Moorlandschaften
- Aussicht in die Bergwelt
- Sihlsee
- «Alte Gasse» mit Kapelle & alten Trockensteinmauern
- Abschnitt auf dem Kulturweg Unteriberg mit Infotafeln
Hinweise
- Im geschützten Moorgebiet: Wege nicht verlassen, Hunde an der Leine führen
- Öffnungszeiten Restaurant Nordic Hus in Studen SZ beachten
Ausgangspunkt der Winterwanderung ist die Bushaltestelle Unteriberg, Guggelstrasse. Sie ist mit dem Bus von Einsiedeln aus gut erreichbar. Von dort folgt man zunächst dem gelben Wegweiser in Richtung Studen. Nach rund 120 Metern erreicht man die Schmalzgrubenstrasse, in die man nach rechts einbiegt und kurz darauf über die Brücke geht. Dort biegt man nach links auf dem Schützenried-Rundweg Nr. 560 ein. Nun folgt man dem Fluss Minster bis zum Wegweiser bei Hübsch Blätz, wo man nach rechts abbiegt und über die Brücke geht, welche den Minster überquert. Auf der anderen Seite folgt man dem pink markierten Weg geradeaus in Richtung Studen (ca. 30 Minuten). Der Weg führt durch die weite Ebene, das Schützenried, bis nach Studen SZ. Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf die Langläufer auf ihren Loipen sowie auf die verschneiten Voralpen des Sihltals mit dem markanten, dreigipfligen Fluebrig, dessen höchster Gipfel, der Diethelm, auf 2099 Metern liegt.
An der nächsten Wegverzweigung hält man sich links und folgt der Strasse. Auf diesem Abschnitt ist Aufmerksamkeit gefragt, da die Strasse – wenn auch wenig frequentiert – von Autos befahren wird. Ein WC befindet sich im Schulhaus von Studen SZ. Nach dem Schulhaus zweigt man auf Höhe von Kirche und Kapelle links in den Riedweg ein. Alternativ kann man der Dörflistrasse geradeaus folgen und einen Abstecher zum Restaurant Nordic Hus (Telefon +41 79 517 88 82, Öffnungszeiten beachten) beim Langlaufzentrum Studen machen.
Die Winterroute führt an einem alten Bauernhof sowie an den Häusern von Studen vorbei. Anschliessend geht es erneut durch die verschneite Ebene, diesmal durch das unter Schutz stehende Breitried. Etwa 15 Minuten nach Studen erreicht man die Sihl und folgt ihrem Lauf. Zur linken Seite öffnet sich die weite Landschaft, während rechts Schilf, Büsche und Bäume den Weg säumen. Nach dem Passieren eines kleinen, zugefrorenen Weihers gelangt man zur Brücke und zur Strasse am Sihlsee. Noch vor der Brücke überquert man die Strasse und biegt nach links ab. Hier könnte man die Wanderung auch abbrechen und nach rechts abbiegen, um nach Euthal zu gelangen. Nun geht es am Sihlsee entlang, weiter dem Schützenried-Rundweg Nr. 560 folgend, in Richtung Unteriberg und Hübsch Blätz.
1937 entstand durch die Aufstauung der Sihl der Sihlsee, der grösste Stausee der Schweiz. Schon lange zuvor jedoch gab es in diesem Gebiet einen natürlichen See: den sogenannten Ursihlsee. Nach dem Rückzug des Sihlgletschers bildete er sich durch abgelagerte Gesteins- und Sedimentmassen. Im Laufe der Zeit verlandete der See, wodurch weitläufige Moorgebiete entstanden, die als «Ried» bezeichnet werden. Einige dieser Moorlandschaften sind bis heute erhalten geblieben und stehen unter Naturschutz. Sie bieten zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, weshalb Besucher die markierten Wege nicht verlassen dürfen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden grosse Teile der Moorflächen wegen der damaligen Nahrungsmittelknappheit für den Anbau von Kartoffeln genutzt. Spuren dieser landwirtschaftlichen Nutzung sind noch heute sichtbar. Auch die vielen Streuehütten erinnern an diese Zeit: Sie dienten einst zur Lagerung von Einstreu. Zur Bewirtschaftung der Moorlandschaften wurden ausserdem Entwässerungsgräben angelegt, die bis heute unterhalten werden.
Ein Stück parallel der Strasse entlang, dann geht es schon bald wieder durch die geschützte Moorlandschaft. Als nächstes überquert man die Minsterbrücke, ein Holzsteg, und erreicht kurz auf die Hauptstrasse. Hier biegt man nach links ab und überquert die Autobrücke. Beim Wegpunkt Rüti quert man die Strasse (Vorsicht!). Anschliessend folgt man wieder dem Winterwanderweg, der dem Fluss Minster entlang durch die eindrückliche, weite Ebene führt, bis man wieder bei der Weggablung bei Hübsch Blätz angekommen ist. Hier geht man abermals über die Brücke, wandert durch das Gebiet Allmig bis Schmalzgrubenstrasse, die man überquert.
Der Weg folgt der Altegasse, einer historischen Landstrasse, die von schönen alten Trockensteinmauern gesäumt ist. Bereits 1669 wurde die alte Wegführung erstmals erwähnt. Die Altegasse hat Seltenheitswert, denn viele ihrer typischen Merkmale, wie Trockensteinmauern und Hecken, wurden beim Ausbau und der Verbreiterung alter Wegstrecken vielerorts zerstört. Deshalb wurde die «Alte Gasse» in das Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz aufgenommen.
Der Wanderweg passiert die 1758 erbaute Kapelle der heiligen Ottilia, der Patronin der Armen und Blinden. Der Legende nach wurde das kleine Gotteshaus von einem erblindeten ehemaligen Besitzer der Bränten (heute: Brenten) gebaut. Er träumte, dass er sein Augenlicht zurückbekomme, wenn er genau an diesem Ort ein «Chappeli» baue. Er errichtete die Kapelle – und konnte sofort wieder sehen.
Weiter des Weges erreicht man die Wegkreuzung Alte Gasse / Schmalzgrueben, wo man nach rechts abbiegt und zum Weiler Brenten gelangt und schon bald die Hängebrücke überquert. Dann wandert man hinab nach Ober Nidlau, folgt der Nidlaustrasse bis an dessen Ende, wo man nach rechts auf die Schmalzgrubenstrasse einbiegt. Rund 350 Meter schnurgerade der Strasse folgend erreicht man wieder die Weggablung, wo man nach rechts abbiegt und wieder zum Ausgangspunkt an der Bushaltestelle Unteriberg, Guggelstrasse ankommt.
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