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Anforderung
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Körperliche Anforderung
Mittel
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Dauer
02:30 h
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Distanz
8.2 km
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Aufstieg
75 m
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Abstieg
113 m
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Tiefster Punkt
888 m
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Höchster Punkt
961 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Abschnitt auf dem Kulturweg Unteriberg mit Infotafeln
- «Alte Gasse» mit Kapelle & alten Trockensteinmauern
- Weite verschneite Ebene mit Moorgebiet
- Uferweg am Sihlsee
Hinweise
- Im geschützten Moorgebiet: Wege nicht verlassen, Hunde an der Leine führen
- Öffnungszeiten Restaurant Nordic Hus in Studen SZ beachten
Ausgangspunkt der Winterwanderung ist die Bushaltestelle Unteriberg, Guggelstrasse. Sie ist mit dem Bus von Einsiedeln aus gut erreichbar. Von dort folgt man zunächst dem gelben Wegweiser in Richtung Studen. Nach rund 120 Metern erreicht man die Schmalzgrubenstrasse, in die man nach links in Richtung Einsiedeln einbiegt und von nun an stets den pinken Wanderwegschildern (Route Schützenried-Rundweg Nr. 560) folgt. Rund 350 Meter geht es der schnurgeraden Strasse auf dem Trottoir entlang, dann biegt man links in die Nidlaustrasse ab, die leicht bergauf durch Ober Nidlau führt.
Kurz nach dem Bauernhof verlässt man die Strasse und folgt dem schmalen Wanderweg dem Nidlaubach entlang hinauf zur Hängebrücke. Diese überquert man, biegt gleich danach rechts ab und folgt erneut dem Nidlaubach, nun hinab. Kurz darauf biegt der Weg links ab und führt an schönen Holzskulpturen vorbei. Von der Infotafel 7 bis zur Nummer 4 folgt man zudem ein Stück weit auch dem Kulturweg Unteriberg. Auf diesem erfährt man viel über die Geschichte und Natur im Ybrig; zudem werden einige typische Ybriger-Mundartausdrücke erklärt.
Nachdem man den Weiler Brenten passiert hat, erreicht man die Wegkreuzung Alte Gasse / Schmalzgrueben, wo man nach links auf die Altegasse abbiegt, eine historische Landstrasse. Bei herrlichen Ausblicken in die weite Ebene wandert man an Bauernhöfen und einigen schönen alten Holzhäusern vorbei und passiert die 1758 erbaute Kapelle der heiligen Ottilia, der Patronin der Armen und Blinden. Der Legende nach wurde das kleine Gotteshaus von einem erblindeten ehemaligen Besitzer der Bränten (heute: Brenten) gebaut. Er träumte, dass er sein Augenlicht zurückbekomme, wenn er genau an diesem Ort ein «Chappeli» baue. Er errichtete die Kapelle – und konnte sofort wieder sehen.
Der Weg führt weiter der Altegasse mit ihren schönen alten Trockensteinmauern entlang. Bereits 1669 wurde die alte Wegführung erstmals erwähnt. Die Altegasse hat Seltenheitswert, denn viele ihrer typischen Merkmale, wie Trockensteinmauern und Hecken, wurden beim Ausbau und der Verbreiterung alter Wegstrecken vielerorts zerstört. Deshalb wurde die «Alte Gasse» in das Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz aufgenommen.
Die Route führt zur Schmalzgrubenstrasse, die man überquert, um anschliessend geradeaus dem Winterwanderweg zu folgen. Nun wandert man über die weite Ebene, eine geschützte Moorlandschaft.
1937 wurde die Sihl zum grössten Stausee der Schweiz, dem Sihlsee, aufgestaut. Doch bereits in Urzeiten existierte ein See: der Ursihlsee. Nachdem sich der Sihlgletscher zurückgezogen hatte, bildete sich durch Ablagerungen dieser See. Mit der Zeit verlandete er, wodurch ausgedehnte Moorlandschaften – «Ried» genannt – entstanden. Teile dieser Moore sind bis heute erhalten geblieben und stehen unter Schutz. Seltene Tier- und Pflanzenarten haben hier ihren Lebensraum gefunden, weshalb ein striktes Weggebot gilt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Moorflächen aufgrund der Lebensmittelknappheit grossflächig für den Kartoffelanbau genutzt. Überreste dieser Felder sind noch heute erkennbar. Ebenso zeugen zahlreiche Streuehütten von der damaligen Nutzung – sie dienten als Lager für Streue. Zur Bewirtschaftung der Moorgebiete wurden zudem Wassergräben angelegt, die bis heute gepflegt werden.
Der Winterwanderweg führt durchs Allmig bis zur Brücke, die den Minster überspannt. Nach der Überquerung folgt man dem pinken Wegweiser geradeaus Richtung Studen (30 Min.). Weiter durch die ausgedehnte Ebene – nun durchs Schützenried – geht es nach Studen SZ, mit Blick auf die Langläufer, die hier ihre Runden drehen, und die verschneiten Sihltaler Voralpen mit dem dreigipfligen Fluebrig, dessen höchster Punkt, der Diethelm, 2099 Meter misst.
Bei der kommenden Weggablung biegt man links auf die Strasse ab. Bis Studen SZ ist Vorsicht geboten, denn die Strasse wird auch von Autos genutzt, ist jedoch wenig befahren. Wer ein stilles Örtchen benötigt: In Studen SZ gibt es im Schulhaus ein WC. Nach dem Schulhaus biegt man auf Höhe der Kirche und Kapelle links in den Riedweg ein. Wer der Dörflistrasse geradeaus folgt, kann noch einen Abstecher ins Restaurant Nordic Hus (+41 79 517 88 82, Öffnungszeiten beachten) beim Langlaufzentrum Studen einlegen.
Die Winterroute führt an einem alten Gehöft und den Häusern von Studen vorbei. Danach wandert man wieder durch die schneebedeckte Ebene, nun durch das geschützte Breitried. Rund 15 Minuten nach Studen erreicht man die Sihl und folgt ihr entlang. Links liegt die weite Ebene, rechts ist der Pfad gesäumt von Schilfröhricht und Bäumen. Nachdem man an einem kleinen gefrorenen Weiher vorbeigekommen ist, erreicht man die Brücke und die Strasse am Sihlsee. Vor der Brücke überquert man die Strasse und folgt weiter dem Wanderweg. Nun geht es dem Ufer des Sihlsees entlang. Bei der Bushaltestelle Höhport passiert man einen Picknickplatz mit Feuerstelle, Tischen und Sitzbänken.
Weiter dem Uferweg folgend gelangt man zum Wegweiser, wo man rechts abbiegt und in wenigen Schritten bei der Kirche und dem Schulhaus die Bushaltestelle Euthal Schulhaus erreicht.
Wer noch weiter wandern möchte, kann auf dem Schützenried-Rundweg Nr. 560 via Ried nach Unteriberg zurückwandern.
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