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Anforderung
T3
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Körperliche Anforderung
Hoch
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Dauer
06:45 h
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Distanz
15.5 km
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Aufstieg
1556 m
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Abstieg
1259 m
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Tiefster Punkt
1471 m
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Höchster Punkt
2545 m
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Beste Jahreszeit
Highlights
- Schweizerischer Nationalpark
- Hilf mit, Lebensmittel von Zernez zur Chamanna Cloazza zu bringen!
- Tierbeobachtungen (Feldstecher mitbringen)
- Heimelige Cluozza Hütte
- Aussicht vom Murtersattel
Hinweis
- Öffnungszeiten Nationalpark beachten!
- Bitte beachte die Schutzbestimmungen im Schweizerischen Nationalpark! Wege nicht verlassen! Keine Feuer entfachen! Keine Hunde mitführen (auch nicht an der Leine)! Kein Baden in Seen und Bächen! Keine Fahrräder oder Fluggeräte (auch keine Drohnen)! Keinerlei Abfälle liegenlassen! Kein Zelten! Die Natur darf nicht verändert werden!
- Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs: Verpflegung aus dem Rucksack oder in der Chamanna Cloazza
- Grosszügiger Zeitzuschlag einrechnen!
- Gutes Schuhwerk, Schwindelfreiheit & Trittsicherheit erforderlich (ausgesetzte Stellen)!
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof Zernez. Von dort folgt man dem Wegweiser in Richtung Chamanna Cluozza. Die Route führt durch das Dorf Zernez und am Nationalparkzentrum Zernez vorbei in Richtung Ofenpass. Im Nationalparkzentrum liegen viele interessante Informationen über den Schweizerischen Nationalpark vor. Ein lohnenswerter Besuch. Tipp: Mit der App des Schweizerischen Nationalparks hat man die wichtigsten Informationen aus dem Nationalpark immer mit dabei, auch offline.
Nach rund 1.2 Kilometern vom Bahnhof Zernez erreicht man die gedeckte Holzbrücke, die über den Spöl führt. Auf der anderen Flussseite befindet sich beim Wegweiser ein Kühlschrank. Alles, was sich darin befindet darf von Wandernden für die Chamanna Cluozza mitgenommen werden. Stofftaschen zum Verstauen der Lebensmittel stehen zur Verfügung. Oben auf der Hütte werden die Stofftaschen samt Inhalt gerne entgegengenommen. Gäste können so mithelfen Transportflüge zu reduzieren. Mach mit!
Nach der Brücke wandert man zunächst auf einem breiten Forstweg noch moderat bergauf. An Wiesen vorbei, dann durch lichten Wald geht es zum Gedenkstein für Paul Sarasin, einen Mitbegründer des Schweizerischen Nationalparks. Danach steigt der Wanderweg durch den schönen Wald mit Lärchen und Fichten steil an. Nachdem man auf rund 2100 Metern angekommen ist, eröffnet sich ein herrlicher Ausblick ins wilde Val Cluozza. Bereits 1909 hat die Gemeinde Zernez das Cluozzatal dem entstehenden Nationalpark zur Verfügung gestellt.
Es folgt ein schöner Höhenweg am Hang entlang mit nur noch wenigen Bäumen und mit prächtiger Aussicht. Zwei, drei Stellen führen durch Runsen mit Geröll und erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Der Wanderweg ist schmal, aber meist gut ausgebaut. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber erforderlich.
Der Bergweg führt dann durch Legföhren hinab ins Val Cluozza und zum wilden Fluss Ova da Cluozza. Auf der Brücke geht es auf die andere Talseite und es folgt ein rund 15-minütiger Gegenanstieg zur Chamanna Cluozza (+41 81 856 12 35). Die auf 1882 m.ü.M. gelegene Cluozza Hütte ist die einzige bewartete Hütte im Schweizerischen Nationalpark. Sie bietet 61 Schlafplätze in einfachen Zwei- bis Vierbettzimmern und Matratzenlagern an. Gekocht und gebacken wird mit Produkten aus lokaler und nachhaltiger Landwirtschaft.
Das 1910 errichtete schöne Blockhaus wurde im Laufe der Jahrzehnte immer wieder um- und ausgebaut. Die letzte grosse Rennovation erfolgte im Sommer 2021. Die Abwasserreinigung basiert auf einem Wurmkonzept und pflanzlicher Klärung. Ein Kleinstwasserkraftwerk sorgt für eine autarke Stromversorgung. Der Strom reicht aber nicht aus, um auch die Smartphones der Gäste aufzuladen zu können. Also Powerbank mitnehmen. Es gibt übrigens keine Internetverbindung bei der Hütte.
Mit Glück können Wildtiere direkt von der grossen Hüttenterrasse beobachtet werden. Je nach Jahreszeit hört und sieht man röhrende Hirsche. Feldstecher mitnehmen!
Von der Cluozzahütte folgt man dem Wegweiser in Richtung Murter. Der Bergweg führt gleich zu Beginn steil in Kehren bergauf. Zunächst noch durch Wald, dann über die Baumgrenze auf einem nun schmalen Weg und an Felsflanken vorbei mit teilweise etwas ausgesetzten Stellen. Ein besonders exponiertes, schmales und abschüssiges Wegstück (T3), welches mit einem Seil gesichert ist, muss gemeistert werden. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich! Danach wandert man über den grasbewachsenen Hang in Kehren bergauf bis zum Murtersattel (Fuorcla Murter) auf 2545 m.ü.M. Hier bietet sich ein traumhafter Rundblick. Vom Val Cluozza bis ins Val dal Spöl mit der Ofenpassstrasse und in die Bergwelt bis ins Südtirol.
Vom Murter geht es zunächst noch moderat über die Wiese bergab. Vielleicht sieht man da und dort ein Edelweiss, eine Gams, pfeifende Murmeltiere, Rothirsche oder vielleicht sogar einen der seltenen Bartgeier durch die Lüfte kreisen. Ein erster Ausblick hinab zum Stausee Lai da l’Ova Spin mit türkisblauem Wasser eröffnet sich. Dann führt der Wanderweg am steilem Hang entlang. Die ersten Legföhren säumen nun den Weg. Der Abstieg führt dann steil in unzähligen Kehren bergab. Die Bäume werden höher und der Bestand dichter. Beim Wegweiser Plan Praspöl ist die Talsohle und das Spöltal fast erreicht. Nach rund 10 Minuten ist man bei der Brücke angekommen, die über den türkisblauen Spöl führt. Hier bietet sich ein weiteres Highlight mit der imposanten Spölschlucht und ihren steil aufragenden Felsflanken. Auf der anderen Brückenseite folgt der Schlussanstieg zur Bushaltestelle beim Parkplatz «Vallun Chafuol P3» an der Ofenpasstrasse.
Hinweis
Im Schweizerischen Nationalpark werden Gebiete vor jeglichen Fremdeinwirkungen geschützt. So dürfen auch Wanderer die markierten Wege nicht verlassen. Dafür wird man mit einmaligen Naturerlebnissen beschenkt. Bitte beachte die Schutzbestimmungen im Schweizerischen Nationalpark!
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