Wanderurlaube für die ganze Familie
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Wanderurlaube für die ganze Familie

Tipps zum Wandern mit Kindern

Wandern ist wunderschön – vor allem, wenn man im Urlaub in neuen, wunderschönen Landschaften die Natur geniessen kann. Doch in einer Familie, vor allem mit jungen Kindern, werden Wandertouren oder längere Wanderurlaube mit mehreren Ausflügen zu Fuss plötzlich zu einer ganz neuen Herausforderung.

Wir geben Tipps, wie man einen Wanderurlaub erfolgreich gestalten kann, damit auch die Kinder grossen Spass dabeihaben – und die Wanderungen für die Eltern nicht zur anstrengenden Enttäuschung werden.

 

Wandern mit Kindern – die Probleme

Wenn man mit der Familie inklusive Nachwuchs auf Wandertour geht, ohne besondere Anpassungen vorzunehmen, kann das schnell zu Problemen führen. Kinder haben nun mal besondere Bedürfnisse, die man auch beim Wandern beachten muss.

Das Ganze beginnt schon, bevor die Wandertour überhaupt losgeht. Denn: Kinder haben nicht immer grosse Lust, langwierige und eventuell anstrengende Märsche zu meistern. Selbst, sie sich wenn am Anfang darauf freuen sollten, ein bisschen durch die Berge zu laufen, kann diese Stimmung schnell umschlagen, denn Kinder sind nicht besonders geduldig.

Gleiches gilt auch für die äusseren Umstände – ist es zu kalt, zu warm, zu nass oder zu windig, verlieren die Kleinen schnell den Spass daran, im Freien durch die Natur zu streifen und möchten lieber gemütlich drinnen sitzen und etwas spielen. Wenn das Wetter nicht optimal ist, wird es schnell anstrengend, da die Kinder quengeln und schnellstmöglich nach Hause wollen.

Zusätzlich haben Kinder einfach nicht die nötige Ausdauer, um längere Wandertouren zu bewältigen. Sowohl körperlich, als auch was den Spass an der Sache angeht. Daher ist es normalerweise nötig, kürzere Touren zu planen – besonders Kinder unter acht Jahren schaffen maximal ein paar Kilometer am Stück.

Auch ist nicht jedes Terrain kindgerecht. Zu viele steile Anstiege sind zu anstrengend – man muss auch bedenken, dass diese auf unsere Kleinen noch grösser und steiler wirken, als auf uns Erwachsene. Zudem muss man aufpassen, dass nicht zu viele gefährliche Passagen wie schmale Brücken oder ungesicherte Abhänge in der Nähe der Wege sind.

Vor allem bei Wanderurlauben kann es schwierig sein, die Kids dazu zu motivieren, regelmässig Hotel oder Strand zu verlassen, um sich auf eine längere Wanderung zu begeben.

 

Sieben Tipps für erfolgreiche Wanderurlaube mit den Kleinen

Wenn man jedoch einige Hinweise und Tipps befolgt, wenn man den Wanderurlaub mit der Familie vornimmt, kann es dennoch zum Erfolg werden. Schliesslich kann die Bewegung in der Natur, vor allem in interessanten Umgebungen auch für Kinder viel Spass bringen.

  • Sportlichen Wandergedanken ablegen: Die Devise heisst «Der Weg ist das Ziel». Wir neigen bei unseren Hobbys dazu, es möglichst intensiv auszuführen. Doch wenn jeder in der Familie den Urlaub geniesen soll, muss man einen Schritt zurücktreten und vielleicht weniger oder kürzere Wanderungen vornehmen.
  • Wanderreisen kombinieren: Damit man auch genügend zu tun hat, wenn man nicht täglich auf Wandertour ist, sollte man den Urlaub entsprechend planen. Das Ziel sollte so gewählt werden, dass es zwar für schöne Wanderungen geeignet ist, aber auch viele andere Attraktionen zum Zeitvertreib bietet.
  • Flexibel sein: Wenn Kinder so gar keine Lust mehr haben, zu wandern, bleibt nicht viel übrig, als so schnell wie möglich zurückzukehren. Damit der Weg nach Hause nicht zu weit ist, sollte man daher mobil sein. Ein Wohnwagen ist dafür optimal – so ist man flexibel und kann schnell zurückkehren. Wer keinen besitzt, kann sich Camper mittlerweile auch bequem auf campanda.ch mieten.
  • Touren entsprechend planen: Die Wege, die begangen werden sollten, müssen natürlich auch kindgerecht geplant werden. Zuerst einmal dürfen sie nicht zu lang sein – mit Kindern muss man die normale Zeit für die Strecke etwa um 50 bis 100 Prozent erhöhen. Auch sollten möglichst gute Wege, wenige Kletterabschnitte und am besten keine ungesicherten Abhänge vorhanden sein. Die Pfade sollten möglichst viel Abwechslung und interessante Orte bieten – was für uns eine schöne, ruhige Landschaft ist, kann für Kinder sehr schnell langweilig sein.
  • Orte zur Rast richtig wählen: Kinder ruhen sich bei einer Pause nicht nur körperlich aus, sondern sind schnell wieder auf den Beinen und wollen spielen und toben – daher sollte man dem Pausenplatz so aussuchen, dass sie die Umgebung ohne Gefahren in der Nähe unbeschwert erkunden können. Das bringt dann auch einen guten Ausgleich, da auf dem Rest der Tour wieder auf strenge Vorsichtsregeln geachtet werden muss.
  • Mit Ausrüstung vorbereitet sein: Damit man immer sicher unterwegs ist, sollte man sich auf alles vorbereiten. Auch die Kleinen brauchen feste Wanderschuhe, zur Sicherheit benötigt man vielleicht sogar einen Sicherungsgurt, um Stürze zu vermeiden. Genügend Wasser ist ohnehin Pflicht. Mit kleineren Kindern kann man dann auch auf schöne Wanderungen gehen – man muss dann nur mit einem Kinderwagen oder einer Rückentrage darauf vorbereitet sein, sie weite Strecken zu tragen.
  • Zusätzliche Unterhaltung: Möglicherweise hilft es, mit zusätzlichen Beschäftigungen die Kinder auf Trab zu halten. Spiele, Schnitzeljagden, ein interessantes Zwischenziel wie beispielsweise ein Hof mit Tieren – so lange es Freude bereitet. Ein Picknick mit von den Kindern ausgesuchter Verpflegung kann eine gute Motivationshilfe sein.

 

Bildquelle: Hoamat-Lichter / Fotolia.com

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