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Graubünden

Lü – S-charl: Vom Val Müstair ins Unterengadin

mittel | 3.50 h |  13.9 km ↑ 457 ↓ 579   

Wanderung von Lü nach S-charl. Vom Val Müstair ins Unterengadin. Highlights: Höchstgelegener Arvenwald Europas «God Tamangur» im Val S-charl, Hochebene umrahmt von der Bergwelt, Flusslandschaft am Clemgia, Top-Feuerstelle unterwegs, idyllisches Dörflein S-charl mit 13 historischen Häusern.

Route: Lü – Pass da Costainas – Alp Astras – Plan d’Immez – S-charl

 

mittel 3.50 h 13.9 km
Jun-Okt 457 Hm 579 Hm
Start:Lü, cumün – Bushaltestelle
Ziel:S-charl – Bushaltestelle
Einkehr:Unterkunft und Verpflegung: Pension Hirschen Lü, in S-charl: Gasthaus Mayor, Crusch Alba in S-charl, Garni Chasa Sesvenna
nur Verpflegung: Alp Champatsch, Alp Astras
Highlights:Höchstgelegener Arvenwalde Europas «God Tamangur», Hochebene im Val S-charl, Flusslandschaft am Clemgia, Bergwelt und Aussicht, Top-Feuerstelle beim Punkt Plan d’Immez, idyllisches Dörflein S-charl mit 13 historischen Häusern, Museum Schmelzra in S-charl mit einer Bergbau- und Bärenausstellung
Hinweis:– – –

1916 m.ü.M.
00.00 h
Abzw. Alp Champatsch
2093 m.ü.M.
00.45 h
Pass da Costainas
2251 m.ü.M.
01.20 h
Alp Astras
2135 m.ü.M.
02.00 h
God Tamangur
2145 m.ü.M.
02.15 h
Plan d'Immez
1970 m.ü.M.
03.10 h
Abzw. Pkt. 1962
1962 m.ü.M.
03.15 h
S-charl
1808 m.ü.M.
03.50 h

 

Wegbeschrieb

Ausgangspunkt der Wanderung ist das kleine Bergdorf im Val Müstair. Gleich etwas unterhalb von der Bushaltestelle Lü cumün bietet die Pension Hirschen Lü (+41 81 858 51 81) eine Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit.

Lü war einst eine wichtige Etappenstation des Saumverkehrs vom Münstertal über den Pass da Costainas nach S-charl im Unterengadin. Heute ein beliebter Wanderweg. Mit dem Ausbau der Ofenpassstrasse 1870-1872 verlor das Dorf jedoch an Bedeutung. Gerade deshalb geniesst man hier, fernab von Verkehr und Hektik, auf der Sonnenterrasse Lü Ruhe und Erholung. Im Sumpfgebiet beim Dörfchen gedeihen noch seltene Orchideen und Heilpflanzen. Dank seiner geringen Lichtverschmutzung und der Höhenlage von 1920 Metern ist Lü auch ein Treffpunkt der Amateurastrologen und -fotografen.

Bei der Bushaltestelle geht geradeaus die Strasse bergauf. Beim Wegweiser biegt man nicht nach rechts ab, sondern folgt dem Weg auf dem Senda Val Müstair. Schon bald hat man das Ende des Dorfes erreicht, und die Teerstrasse mündet in einen breiten Kiesweg. Immer dem fast ebenen Weg folgend, mit Blick ins Val Müstair und in Richtung Ofenpass, geht es zu einem Haus auf einer Alpwiese. Dort steigt der Kiesweg an und führt hinauf zur Weggablung Alp Champatsch. Hier kann man nach links abbiegen und einen Abstecher zum Restaurant La Posa (+41 81 858 56 02) einlegen. Ein urchig schönes Bergbeizli mit Sonnenterrasse.

Die Route führt nun weiter leicht bergauf und steigt dann steil an, hinauf zum Costainaspass. Von dort geht es durch die malerische Hochebene, umrahmt von der Bergwelt. Nach rund 40 Minuten vom Pass da Costainas erreicht man die Alp Astras (+41 81 861 88 00), wo ein Kiosk mit Getränken und kleinen Imbissen wartet. Von der Alp geht es zum Wegweiser, wo man nach rechts abbiegt in Richtung Tamangur Dadora. Schon bald erreicht man den höchstgelegenen zusammenhängenden Arvenwald Europas. Ein Märchenwald mit knorrigen und duftenden Arven.

Im Naturwaldreservat «God da Tamangur» (zu Deutsch «der Wald da hinten») kann sich die Natur frei entwickeln. Auf das Fällen von Bäumen wird verzichtet. Ein Lebensraum für eine einzigartige Flora und Fauna. In der Höhe über 2000 Metern sind die Arvenbäume noch klein. Doch, je weiter man absteigt, desto grösser die Bäume. Die Arve ist die einzige Föhrenart mit fünf Nadeln. Die uralten Bäume können auf den höchsten Lagen von 2400 m.ü.M. bis zu 700 Jahre alt werden.

Der mit Wurzelwerk und Steinen durchzogene Wanderweg führt durch den Wald, dann über Alpweiden hinab zum Alpsträsschen. Wenig später erreicht man den Punkt Plan d’Immez mit einer tollen Feuerstelle, bereitgestelltem Holz, mit einem Tisch und Sitzbänken. Von dort sind es etwa 3 Minuten Gehzeit, wo ein kleiner Wegweiser links hinab zum Fluss Clemgia und auf den Weg Senda dal muglin weist. Ein herrlicher, schmaler Pfad direkt am Flussufer mit Stegen, Brücken und Treppen. Dem Weg folgend, erreicht man schliesslich das idyllische Dörflein S-charl im Unterengadin. Wohl einer der abgelegensten Orte der Schweiz. Der Weiler ist eine ehemalige Bergbausiedlung. Heute ein verträumtes Dorf mit 13 historischen Häusern.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit bieten das Gasthaus Mayor (+41 81 864 14 12), das Grusch Alba (+41 81 864 14 05) und das Chasa Sesvenna.

 

Tipp: Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Blei- und Silberbergwerke S-charl beherbergt heute das Museum Schmelzra mit einer Bergbau- und Bärenausstellung. 

 

 

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