> 3-5 Std.
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Graubünden

Madrisa – Schlappiner Joch – Gargellen (AT)

mittel  |  5.10 h  |  ↔ 12.8 km  |   ↑ 820   |   ↓ 1307 m

Jahrhundertelang war der Passübergang, der in einem Gerichtsentscheid des Jahres 1779 gar als „Hauptstrasse“ bezeichnet wurde, die viel begangene Verbindung zwischen Vorarlberg und Oberitalien und der kürzeste Weg vom Bodensee zum Comersee und weiter nach Mailand. Ein Säumerweg, ein Pilgerweg, ein Weg mit bedeutenden Geschichten. 

 

 

Ausgangspunkt: Madrisa Bergstation Seilbahn (Talstation Seilbahn: Klosters, Madrisabahn)
Endpunkt: Gargellen AT
Einkehr: Unterkunft und Verpflegung: Madrisa und diverse Hotels in Gargellen
Anforderungen: weiss-rot-weiss
 x
              00.00 h Madrisa (Bergstation Seilbahn), 1884 m       
              01.20 h Schlappin, 1658 m
              02.55 h Schlappiner Joch, 2202 m
              05.10 h Gargellen, 1400 m     

 

Wegbeschrieb

Mit der Vierergondel Fahrt von Klosters Dorf hoch zur Madrisa Bergstation. Ab hier wandert man hoch Richtung Schlappiner Joch. Ein stetig ansteigendes Terrain und ohne besondere Schwierigkeiten und mit etwas Kondition schafft man diesen Weg leicht in etwa drei Stunden. Oben auf dem Joch ist die Grenze zu Österreich. Ein wahrhaft geschichtsreicher Weg und Ort! Auch über diesen Pass wurde Veltliner Wein transportiert. Es ist ein Teil des alten Weinsäumerweges, der die deutschsprachigen, rätoromanischen und italienischsprachigen Täler miteinander verbunden hat. Es ist ein Teil der historischen ViaValtellina. Seit Jahrhunderten wird in Graubünden und im Vorarlberg Wein aus dem Veltlin genossen. Lasse man sich überraschen, wie sich der Wein in Klosters und später in Gargellen schmecken lässt. Vom Schlappiner Joch, einer Hochebene, geht es stetig abwärts bis nach Gargellen. Auch hier gibt es keinen besonderen Schwierigkeitsgrad zu beherrschen. 

 

Wann erstmals Wein aus dem Veltlin durch Graubünden nach Österreich und Deutschland transportiert wurde, weiss niemand. Tatsache ist, dass «Il Valtellina» seit dem Mittelalter auch nördlich der Alpen ein begehrter Wein war. Während Jahrhunderten schafften Säumer dieses wertvolle Handelsgut von den Produzenten im Süden zu den Konsumenten im Norden, sommers auf dem Rücken von Maultieren und Pferden, winters per Schlitten und Ochsen. In guten Zeiten gelangten auf diesem Weg alljährlich mehr als zehn Millionen Liter Veltliner über die Alpen. Auch Salz aus der Adria wurde auf diesem Weg nach Norden verschickt. In der Gegenrichtung wurde hauptsächlich Vieh und Brotgetreide in den Süden verkauft. 

Jahrhundertelang war der Passübergang, der in einem Gerichtsentscheid des Jahres 1779 gar als „Hauptstrasse“ bezeichnet wurde, die viel begangene Verbindung zwischen Vorarlberg und Oberitalien und der kürzeste Weg vom Bodensee zum Comersee und weiter nach Mailand.

Viele Handelsgüter und über tausend Stück Vieh waren jährlich auf dem Saumpfad vom Montafon ins Prättigau. Aus dem Veltlin kam der Wein auf schwerbeladenen Saumrossen durch das Puschlav und das Engadin nach Klosters im Prättigau und über das Schlappiner Joch ins Tal und weiter bis in den Bodenseeraum.

Diese Route spielte bis in die Zeit nach der Mitte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle im grenzüberschreitenden Handelsverkehr.

 

 

 Wanderkarte 

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