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Historische Berghotels

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg

Auf dem Sattel der Kleinen Scheidegg, auf 2061 m.ü.M. thront ein historisch bedeutendes Juwel: Das Hotel Bellevue des Alpes. Eines der wenigen noch bestehenden Grandhotels mit originaler Ausstattung aus einer Zeit vor über 100 Jahren. Verbunden sind mit dem Hotel auch die dramatischen und erfolgreichen Geschichten rund um die Eiger-Nordwand und die spektakulären Lauberhornrennen. Silvia und Andreas von Almen (5. Generation) haben das Haus aus dem Jahre 1840 behutsam modernisiert und dabei den historischen Charme auf bemerkenswerte Art bewahrt.

15. September 2023

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Das Hotel Bellevue des Alpes steht an einmaliger Lage mit Nahblick auf die Eiger-Nordwand und ist direkter Ausgangspunkt für Wander- und Wintersportler. An den Hängen, wo im Winter die Skicracks die legendäre Lauberhornpiste hinunter donnern, lässt es sich im Sommer herrlich wandern, umrahmt vom Dreigestirn der Berner Alpen: Eiger (3970 m), Mönch (4107m) und Jungfrau (4158 m).

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)
An bester Aussichtslage: das historische Grandhotel Bellevue des Alpes aus dem Jahr 1840 auf der Kleinen Scheidegg

Ikone Eiger-Nordwand mit alpiner Dramatik

«Eiger komme vom «Oger», einem Ungeheuer, das sich an der Jungfrau habe vergreifen wollen und vom Mönch daran gehindert worden sei», erzählt eine Sage der Grindelwaldner. Eiger, der «böse Nachbar» von Mönch und Jungfrau, hat ein berühmtes Ungetüm: seine Nordwand, die 1650 Meter in die Höhe ragt. Deren spektakulären Besteigungen können von der Kleinen Scheidegg verfolgt werden. Die Eiger-Nordwand ist eine Ikone für Bergsteiger, auch heute noch. Es können sehr schnelle Wetterumschwünge erfolgen, Steinschläge sind lebensgefährlich.

Wo heute Kameras und Mobiles schnell für ein paar Bilder gezückt werden, wurde einst neugierig, gespannt durch Teleskope geschaut, wie die Bergenthusiasten die Gipfel bestiegen. Als die höchsten Gipfel der Schweiz wie im Höhenrausch erklommen wurden, ertönten Donnerböller aus Kanonen zur Gratulation der Gipfelbesteigung, man feierte mit Champagner. 

Im Bellevue des Alpes, vor der Schwingtür zur Bar von 1929 hängen Fotos der Eiger-Koryphäen, ihren Bezwingern und Bergführern. Alle wohnten sie hier, die berühmten Erklimmer der Eiger-Nordwand wie berühmte Gäste ebenso.

Der Eigergipfel wurde am 11. August 1858 von der Wengernalp über die Westflanke das erstmals erstiegen: Grindelwaldner Bergführer  führten den irischen Gast Charles Barrington hinauf. Ab 1911 wurde in der Eigerwand geklettert. Nachdem zwei Seilschaften beim Versuch, die Wand zu durchsteigen, tödlich verunglückten, bekam die Nordwand den Beinamen «Mordwand». Den Schweizern Hans Lauper und Alfred Zürcher mit den Bergführern Josef Knubel und Alexander Graven gelangen 1932 die Erstbegehung der Nordostwand in einem Tag, ohne künstliche Hilfsmittel.

Vor den Augen der Hotelgäste kamen im Juli 1936 in dramatischen Situationen vier Bergsteiger um’s Leben. Einer davon schaffte noch einen Teil des Abstieges. Toni Kurz, völlig entkräftet, seine linke Hand erfroren, benötigte Stunden für das Aufdröseln des Seils, damit er eine aus den einzelnen Litzen bestehende Verlängerung zu den Rettungskräften herablassen konnte. Als er sich mit verlängerten Seilen mit einem Karabinersitz abseilen wollte, passte, nur noch wenige Meter über den Köpfen der Helfer, ein Seilknoten nicht durch das Auge des Karabinerhakens. Unfähig sich zu bewegen, verstarb Toni Kurz gegen 11:30 Uhr im Seil hängend, an körperlicher Entkräftung. Seine letzten Worte waren: «I ka nimmer.» Im Film «Nordwand», der hier gedreht wurde, mit Benno Fürmann und Ulrich Tukur, wird das schicksalhafte Drama gezeigt. (wikipedia.org/wiki/toni_kurz)

Die bekannteste und heute übliche Route durch die Eiger-Nordwand ist die Heckmair-Route. Eine lange Tour von bis zu drei Tagen Kletterei durch viele Quergänge. Anderl Heckmair in «Die drei letzten Probleme der Alpen»: «Anspruchsvoll in Biwakplätzen waren wir alle nicht, aber dieses Band war schon arg schmal! Es wollte mir absolut nicht gelingen, eine bequeme Lage zu erreichen. Von liegen war natürlich keine Rede, auch in der letzten Nacht sassen wir nur. Diesmal aber wollte nicht einmal das Sitzen gelingen! Mit den Steigeisen im Eise verspreizt (weshalb ich sie auch nicht ausziehen konnte), hing ich mit einer Schlinge um die Brust am Haken. […] «Schlaf nur weiter», meinte Wiggerl […]»

Aber bevor sie alle im Hotel Bellevue des Alpes nächtigten oder die Gäste mit ihren Fernrohren den Kletterern aus sicherer Entfernung zusahen, taten andere Pioniere ihren Teil dafür auf der Kleinen Scheidegg.

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)
Einst ein schlichtes Berggasthaus

«The inn on the Little Scheideck is a good centre for ladies’ walks […].»

«[…] From the Hotel Bellevue on the summit of the Little Scheideck the whole valley of Grindelwald lay like a map before us. From this point the bridle-path descends to the green valley famous for its immense pastures and herds and glaciers. […]», aus «A tramp through Switzerland» (S.32) von Benjamin F. Leggett, 1887. Heute noch genauso herrlich.

Man wanderte schon früh über die Kleine Scheidegg, jedoch ohne sich verpflegen oder nächtigen zu können. Das änderte sich am 30. Mai 1835, als Peter Brawand aus Grindelwald von der Berner Regierung die Bewilligung zum Bau eines Wirtshauses auf der «Alp Wergistal» erhielt. Die Alphütte «Zur Gemse» war der Grundstein für das erste bescheidene Gasthaus auf der Grindelwaldner Seite der Passhöhe. Auf der sogenannten «Oberland-Tour» zwischen Lauterbrunnen und Grindelwald konnte fortan pausiert werden. Übrigens: Ein kurz danach eingereichtes Gesuch der Nachbargemeinde für eine Wirtschaftskonzession auf der Seite von Lauterbrunnen wurde abgewiesen.

Christian Seiler kaufte 1840 die Alphütte «Zur Gemse» und vergrösserte sie. Im Zuge der touristischen Entwicklung und dem stärker werdenden Interesse an der alpinen Welt wurde das neue Hotel Bellevue mit 18 Zimmern und 30 Betten 1855 in Betrieb genommen. Bereits 1864 konnte er die Bettenzahl mittels einer Erweiterung des steinernen Passhotels durch einen Holzbau auf der Südseite erhöhen. Noch kam man nur zu Fuss, auf dem Maultier oder in der von Trägern getragenen Sänfte hinauf. Im Alpine Journal, London von 1880 wurde für das Gasthaus Werbung, besonders für die «ladie’s walks», gemacht. Es kamen immer mehr Gäste. 

Thomas Cooks «preliminary tour» des Jahres 1863, eine Pionierreise von England aus durch die Schweiz, führte zu Fuss auch über die Kleine Scheidegg. Routing: Genf – Mont Blanc – Martigny – Sitten – Leukerbad – Gemmipass – Kandersteg – Spiez – Interlaken – Lauterbrunnen – Kleine Scheidegg – Brienzersee – Brünigpass – Luzern – London. Die Damen trugen viktorianische Gewänder, man bewegte sich zu Fuss, mit der Kutsche, auf Dampfschiffen, Maultieren und mit der Eisenbahn. Miss Jemima Morrell, Mitglied des «Junior United Alpine Club», führte über diese abenteuerliche Reise ein höchst amüsantes Tagebuch, das erst hundert Jahre später in einer Box, die den Weltkrieg nur leicht verbeult überlebt hat, entdeckt wurde. Ein famoser, humorvoller, mit skurrilen Anekdoten gespickter Reisebericht.

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)

«Hier Seiler Adolf, wer dort? Fasset Euch churz!»

So tönte es, wenn man nach der Jahrhundertwende den Fernsprecher benützte und die Nummer 1, die Gemeinde Grindelwald, einstellte. Dieser Adolf Seiler, eine Autorität, hatte Ausstrahlung und auch Gebot über den Scheidegg-Pass, etwa 50 Jahre lang. Noch immer wurden aus beiden Tälern das gesamte Material und die Gäste etwa 1000 Höhenmeter auf Maultieren und Trägern auf die Kleine Scheidegg geführt. Mit der Übernahme des Gasthauses durch Adolf Seiler kam viktorianischer Schwung ins Haus. Der Glückliche fand sogar Quellwasser. Und er leitete das Abwasser nach Grindelwald.

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)

Den Weltkriegen getrotzt

Die längste Zahnradbahn der Alpen, die Wengernalpbahn, kam am 20. Juni 1893 in Betrieb. Die Kleine Scheidegg wurde zu einem eigenen touristischen Ziel für Bergenthusiasten, auch dank dem neu gebauten Hotel Bellevue anstelle der Alphütte. Adolf Seiler stellte eine Kanone vor’s Haus und ehrte mit Böllerschüssen die zahlreichen Gipfelstürmer. Der Bergtourismus boomte, wenn auch nur während der Sommerzeit. 

Die Bergschaft Wengernalp wollte gar ein eigenes Hotel, steigende Einnahmen des Tourismus verlockten. Ein zweites Hotel wurde auf dem Boden der Gemeinde Lauterbrunnen, direkt neben dem Hotel Bellevue erstellt: Hotel des Alpes. Im Sommer 1897 wurde es eröffnet und kam sogleich unter die Pacht des Konkurrenzbetriebes des Hotels Bellevue von Adolf Seiler. Der Alp-Einig, die Landsgemeinde der Bergschaft, befand jedoch, dass die Alpen besser Käse herstellen könnten als ein Hotel zu führen. 1912 erwarb Adolf Seiler das Hotel für 800000 Goldfranken. Der bauliche Zusammenschluss beider Häuser als Doppelhotel mit Veranda und grossem Saalanbau im Stil der damaligen Moderne, so, wie das Hotel heute noch steht, erfolgte 1929. Dank der Mühen der Jahre vor dem ersten Weltkrieg konnte man trotz der geschlossenen Hotels die schwierigen Kriegsjahre überleben.

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)
Längste Zahnradbahn der Alpen, die Wengernalpbahn, kam am 20. Juni 1893 in Betrieb und brachte zahlreiche Gäste

«Do not touch the Lauberhorn after eleven»

Durch die verrückten 20er und 30er Jahre mit Charlston tanzenden Gästen führten dann die Hoteliers Emma, das einzige Kind und Alleinerbin und ihr Ehemann Fritz von Almen-Seiler. Die Engländer brachten das alpine Skifahren mit. In den bisher nur im Sommer bewohnten Hotels wurde Zentralheizung installiert und in der improvisierten Bar ein Holzofen-Cheminée. Wenigstens war es so während der ersten Winterbetriebe ab 1925/30 etwas wärmer. Richtig winterfest wurden die Hotels erst von 1929 bis 1930 gemacht, auch mit vielen Bädern ausgestattet, eine englische Loungehalle gebaut, die Bar mit besonderen Aquarellen geschmückt, der kleine Festsaal im französischen Stil und mit Blick auf die Nordwand, das Restaurant mit Blick von der Blüemlisalp-Gruppe zum Mönch ermöglicht.

Ein ständiges Viermann-Orchester spielte jeden Abend zum Tanz auf. Es wurde ausgiebig getanzt und grosszügig Champagner getrunken. Die Gäste erklommen täglich mit Fellen auf den Skiern das Lauberhorn und fuhren einmal pro Tag nach Grindelwald oder Wengen, von wo sie die für den Winterbetrieb umgestellte Wengernalp-Zahnradbahn hinauf auf die 2064 Meter zurückbrachte. Wenn die Sonne am nächsten Morgen zu stark schien, sodass der Schnee zu gefährlich war, hiess es auf einer Tafel vor dem Haus: «Do not touch the Lauberhorn after eleven!». Das machte den Gästen jedoch wenig aus, denn vor dem Hotel glänzte die Curling-Bahn. Man dachte an den Bau eines Skiliftes auf das Lauberhorn. Leider machte der nächste Weltkrieg alles anders. Bis der Lift fuhr wurde es 1941/42. Dank den Winter-Gebirgskursen der Schweizer Armee konnte auch diese schwierige Zeit überstanden werden.

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)

Erfindung eines weltberühmten, gefährlichen Rennens

Die schon geübten Engländer bemängelten die bestehenden Läufe und drohten ihre Zeit am Arlberg zu verbringen. Woraufhin Ernst Gertsch das Lauberhornrennen gestaltete. Es avancierte zum weltberühmten, sehr schwierigen und spektakulären Weltcup-Rennen. 1930 wurde das erste offizielle, internationale Lauberhornrennen durchgeführt. Die Abfahrt ist mit ca. 45000 Metern Länge, einer Fahrzeit von etwa 2:30 Minuten die längste aller Abfahrten und bringt die FahrerInnen mit knapp 160km/h auf die höchste Maximalgeschwindigkeit. Es gehört zu den Klassikern des alpinen Skiweltcups und verlangt viel Mut, Risikobereitschaft, perfekte Technik mit passender Linienführung und hohe Kondition. Herausforderungen sind die Aerodynamik, das sich rasant steigende Tempo, der enge, felsige Hundschopf, die Minschkante mit Sprung, Kurve und Linienwahl und das verrückte Nadelöhr bis zur Gleitpassage, die dunkle, lange, steile Schussphase gegen das Ende mit drei meist vereisten Kurven und die letzte Klippe im Zielschuss. Gegen das Ende hat keiner mehr Reserven. Gründervater des spektakulären Lauberhornrennens Ernst Gertsch rettete damals das Einkommen der hiesigen Skilehrer. Schliesslich erlernten die Engländer von den Schweizer Skilehrern das Fahren.

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)
Fantastische Ausblicke damals wie heute beim Tafeln mit original Silberbesteck, dem Kännchen etc. hat Stil vom Feinsten
Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)

Traditionsbewusst, authentisch, gekonnt und feinfühlig

Bellevue und Des Alpes wurden erneuert und vergrössert. Es kam Nachwuchs mit Fritz und Kaspar von Almen. Der Sohn Fritz von Almen übernahm später beide Passhotels. Seine Frau Heidi führte nach seinem frühen Tod das Grandhotel bis ins hohe Alter weiter. 1998 verkaufte sie die Hotels samt Umschwung an ihren ältesten Neffen und heutigen Besitzer und Leiter Andreas von Almen.

Den heutigen Besitzern Andreas von Almen und seiner Frau Silvia liegen die Traditionen, das Authentische und besonders die Seele des Hauses am Herzen. Beide sind voller Leidenschaft, diesen wahren Schatz ihres Grandhotels zu pflegen und zu bewahren.

Als Architekt entschied sich Andreas von Almen dafür, den Rondellanbau an der Teeveranda abzureissen, weil es architektonisch unglücklich erschien. So wurde der Originalzustand wiederhergestellt. Von 2000 bis 2008 wurden alle 100 Zimmer sorgfältig restauriert. Die nostalgischen Badezimmer sind komfortabel. Die Badewannen mit den hübschen Füsschen haben glücklicherweise überlebt, sie bekamen eine neue Emaillierung.

Sich in einen der weichen, pompösen Fauteuilles zu wuseln ist herrlich entspannend. Das knarrende Holz, die Einrichtung verleihen ein Gefühl der Wärme, Ruhe. Aus dem Silberkännchen einen frisch gebrauten Kaffee zu kosten oder mit dem Silberlöffel das Schaumsüppchen zu schmecken verleiht alleine durch dieses Geschirr und Besteck Stil und Geschmack. Als Gast taucht man ein in die Zeit des Glamourösen, Faboulösen; in die Belle Epoque mit Stil und Charme. Viele Details haben die Zeit überlebt. Und trotz dieser zur damaligen Zeit als edel und pompös geltenden Innenausstattung wirkt das Hotel leicht, warm und gemütlich. Manch moderne, auf den praktischen Nutzen ausgerichtete Hotelausstattung kann nicht mit diesem Grandhotel konkurrieren. Während der Belle Epoque und Jugendstilzeit wurden die Hotels auf längere Nutzbarkeit ausgerichtet erstellt. Es wurden qualitativ hochstehende und langlebige Materialien verwendet. Und dies zeigt sich hier in diesem Grandhotel auf besondere Weise. Die Belle Epoque kannte eben keine normierten Formen. So ist jedes Zimmer, jeder Raum einzigartig.

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)
Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)

Das Panorama raubt einem den Atem. Der Hauch grosser Geschichte weht durch das ehrenwerte Haus. Bei vollständiger Stille das Fenster abends zu öffnen ist Auftanken für Geist und Ohr, die saubere, klare Luft ist Berg-Wellness zum Durchatmen. Viele Möglichkeiten bieten sich in dieser grandiosen Gegend zum Wandern an. Man sollte hier oben den «Bergvorteil» nutzen: früh morgens bevor die Tagesgäste anreisen geht es ab auf die Wanderung oder im Winter auf die Piste und abends, wenn alle Tagesgäste wieder abgereist sind, ist man gemütlich unter sich.

Vielleicht spielt ja gerade an diesem Abend eine Live Band auf? Musik bringt Schwung. Warum nicht auch an einem Champagner-Kelch nippen und an all die «alten, verrückten Zeiten» im bequemen Ohrensessel denken, die Bilder in sich aufleben lassen, die man hier in diesem Grandhotel wahrlich heute noch immer «zeitnah» erleben kann. Hoffentlich kann man hier noch lange in einer Zeitreise schwelgen!

Kaspar von Almen meint: «A timelag? Man pendelt zwischen Vorgestern und Heute. Doch ist die Verwirrung des Zeitgefühls erklärbar mit der Echtheit von Innenarchitektur, Mobiliar und Gemälden.» Er bringt das Zeitgefühl wieder auf den Punkt: «Auf dem Barstuhl bleibe man besser «on the rocks» – und Ort und Zeit stabilisieren sich wieder.»

Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)
Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)
Hotel Bellevue des Alpes, Kleine Scheidegg (Grindelwald)

Hotel Bellevue des Alpes
3801 Kleine Scheidegg
+41 33 855 12 12

Bilder: Hotel Bellevue des Alpes
Text: Claudia Ruf, WegWandern.ch

Quellen:

  • «Berg Hotels – zwischen Alpweiden und Gipfelkreuz» von Roland Flückiger-Seiler, Verlag Hier und Jetzt
  • «Von Casanova bis Churchill – Berühmte Reisende auf ihrem Weg durch die Schweiz» von Barbara Piatti, Verlag Hier und Jetzt
  • scheidegg-hotels.com, Historie von Kaspar von Almen

Wanderung zur Kleinen Scheidegg

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